EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 33103
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Mi 30. Dez 2020, 21:31

Bleibtreu hat geschrieben:(30 Dec 2020, 19:35)

Die 4 groessten, the big four, sind

Deloitte HauptSitz London, weltweite Standorte: https://www.google.com/search?q=deloitt ... e&ie=UTF-8
Ernst & Young HauptSitz London, weltweite Standorte: https://www.ey.com/de_de/locations
PriceWaterhousCoopers ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt/Main
und KPMG hat den Hauptsitz in der Schweiz, Hauptverwaltung in den Niederlanden

Wenn juckt es also, wenn ZWEI der groessten, noch ihren HauptSitz [alle haben einen Standort in Frankfurt] in London haben?.


Eine krasse Antwort. Wobei hier sind ja alle für die EU und Deutschland. Was ist denn mit England und den USA?
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
sünnerklaas
Beiträge: 7504
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Mi 30. Dez 2020, 21:42

H2O hat geschrieben:(30 Dec 2020, 21:14)

Diese Entwicklung sehe ich so nicht. Nach der Erweiterung der EU sind viele neue Partner hinzugekommen, die mit Deutsch oder Französisch im Hausgebrauch wenig anfangen können. Und auch unsere Unternehmen sind inzwischen international aufgestellt... und dort ist die Geschäftssprache Englisch.

Ich hätte Ihre Annahme geteilt, wenn es bei der EU der 6 Gründungsmitglieder geblieben wäre, ohne den Siegeszug der Globalisierung.

Es ist immer schön, wenn man die Landessprache am Ort des Geschehens beherrscht... aber leistbar ist das nur in Ausnahmefällen. Ich habe mir damit immer viel zusätzliche Mühe gemacht und auch meine Freude daran gehabt. Doch bei Türkisch, Neugriechisch, Thailändisch, Koreanisch, Portugiesisch, Spanisch, Norwegisch mußte ich doch die Segel streichen! Meine Projekte in diesen Ländern waren dazu viel zu kurz.

Aber vielen herzlichen Dank für Ihre Erklärung, was ein Wirtschaftsprüfer tut. Leuchtet ja ein, daß es diesen Beruf geben muß!


Ich sprach auch nicht von kurzfristig, sondern von mittel- bis langfristig.
Uns war es zu Hause ganz wichtig, dass unsere Kinder Latein als zweite Fremdsprache plus zwei Jahre Französisch als dritte Frendsprache hatten. Italienisch, Spanisch und Portugiesisch gehen mit Latein im Hintergrund sehr leicht zu erlernen, mit zwei Jahren Französisch hat man einen guten Grundstock. Der Rest ist learning by doing.
Ich habe übrigens immer auch ausländische Praktikanten betreut. Die kamen hier aus Japan, Südkorea, den USA etc. nach D, um die deutsche Sprache zu lernen. Und diesen Wunsch habe ich ihnen nicht nur erfüllt, ich habe auch als fachlicher Betreuer dafür gesorgt, dass sie noch zusätzliche Unterstützung zum weiteren Spracherwerb bekamen. Sehr zum Missfallen meiner damaligen Chefetage. Da zog aber dann das Argument, dass ein japanischer, koreanischer oder US-amerikanischer Vertragspartner, der verhandlungssicher deutsch spricht, für das Unternehmen eine sehr gute Sache sei.
sünnerklaas
Beiträge: 7504
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Mi 30. Dez 2020, 21:51

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2020, 21:31)

Eine krasse Antwort. Wobei hier sind ja alle für die EU und Deutschland. Was ist denn mit England und den USA?


Da haben die Zweigstellen bzw. Filialen. Wobei im Fall GB erschwerend hinzu kommt: durch die restriktiven Regelungen bei der Einreise von Arbeitskräften nach dem Brexit dürfte GB als Sitz der Zentrale zunehmend unattraktiv werden. Im Moment ist es so, dass man freie Leute kurzfristig einfach nach London schickt, wenn dort Bedarf besteht. So weit weg ist das ja nicht, Flugzeit ein bis zwei Stunden, da kann man selbst für nur einen Arbeitstag jemanden rüber schicken. Probleme mit Jetlag gibt es auch nicht.
In den USA hat man eh einen festen Mitarbeiterbestand. Die Niederlassungen dort arbeiten für sich.
Ist halt eine logistische Frage.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 8308
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: TelAviv / Paris

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Bleibtreu » Mi 30. Dez 2020, 22:32

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2020, 21:31)

Eine krasse Antwort. Wobei hier sind ja alle für die EU und Deutschland. Was ist denn mit England und den USA?

Krass ist das Faktum des Brexit - der ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich bedaure es zutiefst, dass es dazu gekommen ist. Dass er fuer UK nicht folgenlos bleibt, muss doch auch dem Dusseligsten klar gewesen sein. :|

Wie ich ebenfalls schrieb:
Die Londoner Finanzwelt, wie ueberwiegend die Londoner, waren klar gegen einen Brexit - es gab sogar AbspaltungsUeberlegungen.
• Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6925
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon jorikke » Mi 30. Dez 2020, 22:47

sünnerklaas hat geschrieben:(30 Dec 2020, 20:55)

Wobei mittel- bis langfristig nach dem Brexit die Tendenz dahin gehen wird, dass auf dem Kontinent deutsch und französisch gesprochen wird. Die Menschen sind halt von Natur her faul.


Das ist eine völlig weltfremde Vorstellung.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 30. Dez 2020, 22:58

sünnerklaas hat geschrieben:(30 Dec 2020, 21:42)

Ich sprach auch nicht von kurzfristig, sondern von mittel- bis langfristig.
Uns war es zu Hause ganz wichtig, dass unsere Kinder Latein als zweite Fremdsprache plus zwei Jahre Französisch als dritte Frendsprache hatten. Italienisch, Spanisch und Portugiesisch gehen mit Latein im Hintergrund sehr leicht zu erlernen, mit zwei Jahren Französisch hat man einen guten Grundstock. Der Rest ist learning by doing.
Ich habe übrigens immer auch ausländische Praktikanten betreut. Die kamen hier aus Japan, Südkorea, den USA etc. nach D, um die deutsche Sprache zu lernen. Und diesen Wunsch habe ich ihnen nicht nur erfüllt, ich habe auch als fachlicher Betreuer dafür gesorgt, dass sie noch zusätzliche Unterstützung zum weiteren Spracherwerb bekamen. Sehr zum Missfallen meiner damaligen Chefetage. Da zog aber dann das Argument, dass ein japanischer, koreanischer oder US-amerikanischer Vertragspartner, der verhandlungssicher deutsch spricht, für das Unternehmen eine sehr gute Sache sei.


So herum gesehen haben Sie sich um unsere Muttersprache wirklich verdient gemacht! Wenn die jungen Leute einen Grundstock Deutsch erworben haben, dann werden sie ihn auch künftig ein zu setzen versuchen. Klare Sache. Meine Ausgangslage war immer anders. Wir haben versucht, unseren Kunden etwas zu verkaufen, und später, in der Entwicklung und Anpassung an die Kundenbedingungen haben wir mit Mitarbeitern des Kunden zusammengearbeitet. Da war die Verständigungsgrundlage vertraglich immer Englisch... übrigens auch unsere Dokumente für die künftige Nutzung und Erweiterung der Anlagen. Mit Englisch, Französisch hatte ich kein Problem als Neusprachler. Italienisch habe ich durch ein Projekt mit Italien gelernt, indem ich mir einen privaten Sprachkurs gegönnt hatte... da war ich 58 Jahre alt. Nach 3 Jahren Unterricht und vielen Italienaufenthalten und viel italienischer Literatur war ich dann topfit; meine italienischen Kollegen haben mich auch gern verbessert. Aber eine solche Roßkur in Koreanisch oder Neu-Griechisch oder Türkisch neben der Arbeit... unvorstellbar. Die Vertragssprache auch mit Italien war immer Englisch. Waren wir also zu mehreren deutschen Kollegen am Werk, dann konnte ich höchstens mit Italienisch helfen, wenn die englische Botschaft einfach nicht ankommen wollte. Ansonsten als gemeinsame Grundlage: Englisch.

Deshalb bin ich doch sehr voreingenommen nach dieser im Berufseinsatz gewonnenen Erfahrung. Ich kann mir also nicht vorstellen, daß im weltweiten Geschäftsverkehr eine andere Sprache als Englisch sich durchsetzt. Und so sehe ich auch die Sache in Europa im Austausch mit 25 von 27 Ländern. Da möchte ich zum Eigenlob anmerken, daß ich mich inzwischen auch Polnisch verständigen kann... gelernt als 70-Jähriger in der Uni Bremen und natürlich jetzt von meinen Nachbarn in Pommern. Mit Deutsch wäre das in polnischen Ämtern etwas schwierig. :)
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 6306
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fliege » Do 31. Dez 2020, 00:23

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2020, 21:31)

Eine krasse Antwort. Wobei hier sind ja alle für die EU und Deutschland. Was ist denn mit England und den USA?

Das "alle" stimmt so nicht, wie ich anmerken möchte.
Fake-News-Bügelmaschine: "Glauben Sie nicht den Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen". — Don Alphonso: "2021 wird ein scheußliches Jahr".
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 16121
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badisch Sibirien

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 31. Dez 2020, 09:21

sünnerklaas hat geschrieben:(30 Dec 2020, 20:55)

Wobei mittel- bis langfristig nach dem Brexit die Tendenz dahin gehen wird, dass auf dem Kontinent deutsch und französisch gesprochen wird. Die Menschen sind halt von Natur her faul.
Das möchte ich arg bezweifeln.
Wer hat was davon, deutsch oder französisch soweit zu lernen, dass es zur Vertragsreife genügt? Zumal im Rest der Welt Englisch die Sprache ist, mit der man weiter kommt.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 5430
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 31. Dez 2020, 12:03

jorikke hat geschrieben:(30 Dec 2020, 22:47)

Das ist eine völlig weltfremde Vorstellung.


So sehe ich das auch
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3515
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 31. Dez 2020, 13:21

Adam Smith hat geschrieben:(30 Dec 2020, 19:01)

Nur befinden sich halt in England die drei grössten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.


haben die auch bei Wirecard mitgewirkt?
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3515
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 31. Dez 2020, 13:38

Hier auch noch ein schöner Artikel:
[url]
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 8277ead9e3[/url]

Gute Reise
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Eulenwoelfchen

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 31. Dez 2020, 13:42

Eiskalt hat geschrieben:(31 Dec 2020, 13:21)

haben die auch bei Wirecard mitgewirkt?


Nur Ernest&Young.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 33103
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Adam Smith » Do 31. Dez 2020, 13:44

Eiskalt hat geschrieben:(31 Dec 2020, 13:21)

haben die auch bei Wirecard mitgewirkt?


Natürlich. Zuerst EY und dann KPMG.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Eulenwoelfchen

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 31. Dez 2020, 13:45

Adam Smith hat geschrieben:(31 Dec 2020, 13:44)

Natürlich. Zuerst EY und dann KPMG.


und dazwischen die Bafin. Ziemlich merkbefreit.
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3515
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 31. Dez 2020, 13:55

Gut das das alles Profis sind.
Und sicher haben die Millionen kassiert sind aber nicht haftbar oder?
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 31. Dez 2020, 13:58

Künftig wird es allein an den Briten liegen, wie freundlich sie sich gegenüber der EU verhalten wollen. Für die zumindest zahlenmäßig große EU wird es höchst selten Gründe geben, sich Maßnahmen einfallen zu lassen, mit denen sie gezielt den kleineren Partner piesacken will... welchen Vorteil sollte sie damit bewirken?

In umgekehrter Richtung könnten solche Nadelstiche eher einen Vorteil bringen, weil man damit einen großen Wettbewerber im eigenen (kleinen) Lande abdrängen könnte.

Ich hoffe, daß die Briten solchen Verlockungen nicht erliegen und daß man auch auf der Seite der EU nicht in schönster Tradition des 19. Jahrhunderts bevorzugt die unmittelbaren Nachbarn reizt und ärgern wird. Das ist doch genau ein Teilziel, das die großen Wettbewerber unserer Alten Welt politisch und wirtschaftlich herbeiführen möchten.

Aber "wir alle" haben das immer noch in unseren Händen!
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3515
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 31. Dez 2020, 14:02

H2O hat geschrieben:(31 Dec 2020, 13:58)

Künftig wird es allein an den Briten liegen, wie freundlich sie sich gegenüber der EU verhalten wollen. Für die zumindest zahlenmäßig große EU wird es höchst selten Gründe geben, sich Maßnahmen einfallen zu lassen, mit denen sie gezielt den kleineren Partner piesacken will... welchen Vorteil sollte sie damit bewirken?

In umgekehrter Richtung könnten solche Nadelstiche eher einen Vorteil bringen, weil man damit einen großen Wettbewerber im eigenen (kleinen) Lande abdrängen könnte.

Ich hoffe, daß die Briten solchen Verlockungen nicht erliegen und daß man auch auf der Seite der EU nicht in schönster Tradition des 19. Jahrhunderts bevorzugt die unmittelbaren Nachbarn reizt und ärgern wird. Das ist doch genau ein Teilziel, das die großen Wettbewerber unserer Alten Welt politisch und wirtschaftlich herbeiführen möchten.

Aber "wir alle" haben das immer noch in unseren Händen!


Solange die Briten ordentlich sind ist ja alles ok.
Wenn nicht kommt halt der Holzhammer
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 16121
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badisch Sibirien

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 31. Dez 2020, 14:41

Kohlhaas hat geschrieben:(30 Dec 2020, 19:16)

Schon seit Jahren. Bislang war das aber kein größeres Problem, da sowohl GB als auch Spanien der EU angehörten. Jetzt ist das nicht mehr so. Ich bin sehr gespannt, wie Spanien ab jetzt mit der Gibraltar-Frage umgehen wird

Es gibt eine Einigung:
Brexit-Streit
Spanien und Großbritannien einigen sich auf Lösung für Gibraltar
Kurz vor Ablauf der Jahresfrist haben Spanien und Großbritannien ihren Streit um den künftigen Status von Gibraltar beigelegt. Das britische Überseegebiet soll trotz Brexit dem europäischen Schengen-Raum angehören.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 31. Dez 2020, 14:55



Danke für diese gute Nachricht! Endlich beginnt Vernunft sich durch zu setzen! "Schengen" kann nichts anderes heißen als "in der gemeinsamen Wirtschaftszone", also keine Zollkontrollen im Reiseverkehr und keine Warenkontrollen im Handelsverkehr. Personalausweis genügt... wenn es die für Einwohner Gibraltars überhaupt gibt.

Nun fehlt mir nur noch die Meldung, daß Irland und Nordirland ebenfalls der Schengenzone beigetreten sind. Irland war ja mit Blick auf seine besonderen Beziehungen zu Großbritannien/Nord-Irland mit GB in einer eigenen Kontrollzone. Die kann nun nach Einführung der EU-GB-Zollgrenze in der Irischen See keinen besonderen Sinn mehr haben.
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6925
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon jorikke » Do 31. Dez 2020, 15:23

Eiskalt hat geschrieben:(31 Dec 2020, 14:02)

Solange die Briten ordentlich sind ist ja alles ok.
Wenn nicht kommt halt der Holzhammer


Dann wird die Kontinentalsperre von 1806 wieder in Kraft gesetzt.

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Nudelholz und 1 Gast