EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Mai 2019, 09:07

H2O hat geschrieben:(24 May 2019, 22:02)

Wir Europäer werden das britische Wahlergebnis als Maß für die Zustimmung / Ablehnung der Briten zum BREXIT verwerten können. Wenn es denn schon eine BREXIT-Partei gibt für ein EU-Parlament, dem diese Partei nicht lange angehören will... warum sollte ein überzeugter britischer EU-Gegner andere Kandidaten entsenden. Das hat doch gar keinen innenpolitischen Sinn! Weiterhin bilden die Wahlergebnisse auch die Stimmungslage in den Provinzen ab, etwa in Schottland oder Nord-Irland. Daran entlang gibt es dann Raum für viele Spekulationen, wie es in GB nach dem BREXIT weiter gehen könnte.

Im Grunde ist die EU-Wahl nach der langen öffentlichen Auseinandersetzung zum Thema BREXIT-Remain als zweite Volksabstimmung verwertbar. Schau'n wir 'mal!
Ja, eine Art Volksabstimmung, könnte man so sehen.
Aber weder Tories noch Labour werden nach diesen Ergebnissen Neuwahlen wollen (auch wenn Labour das offizielle fordert). Sie müssen damit rechnen, herbe Niederlagen einzufahren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Sa 25. Mai 2019, 09:12

Wähler hat geschrieben:(24 May 2019, 18:39)

Die Wahl einer Person kann man nicht mit der Einigung auf einen Gesetzesvorschlag vergleichen.

Leider lieferst du keine Begründung. Warum eignet sich deiner Meinung nach der Weg zur Entscheidungsfindung bei Personenwahlen nicht für eine Entscheidung beim Brexit? Es wurde dabei ja nicht nur über May's Gesetzesvorschlag abgestimmt.
Es gab eine Runde, da stimmte das Parlament über diverse Varianten ab, von No-Brexit über Norwegen-Modell bis zum Hard-Brexit, aber eben immer nur einzelnd.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » Sa 25. Mai 2019, 09:28

Wähler hat geschrieben:(24 May 2019, 18:39)
Die Wahl einer Person kann man nicht mit der Einigung auf einen Gesetzesvorschlag vergleichen. Der innenpolitische Streit um den Brexit führt offensichtlich zu einer Spaltung der Torries beziehungsweise bei der nächsten Parlamentswahl zur Wahl einer möglichen 1-Themen-Partei. Die mangelnde Kompromissfähigkeit im derzeitigen Parlament ist wohl auch ein Nachteil des britischen Mehrheitswahlrechts.

Maikel hat geschrieben:(25 May 2019, 09:12)
Leider lieferst du keine Begründung. Warum eignet sich deiner Meinung nach der Weg zur Entscheidungsfindung bei Personenwahlen nicht für eine Entscheidung beim Brexit? Es wurde dabei ja nicht nur über May's Gesetzesvorschlag abgestimmt.
Es gab eine Runde, da stimmte das Parlament über diverse Varianten ab, von No-Brexit über Norwegen-Modell bis zum Hard-Brexit, aber eben immer nur einzelnd.

Ein Parteiführer oder ein Regierungschef kann im dritten Wahlgang auch mit relativer Mehrheit gewählt werden. Bei einer so existenziellen Frage wie dem Brexit sollte es schon ein Mehrparteien- und Mehrregionen-Kompromiss sein, der eine deutliche absolute Mehrheit erreicht. Bei Grundgesetzänderungen in Deutschland muss es sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit sein. In der EU gibt es das Prinzip der Qualifizierten Mehrheit. Demokratie ist nicht nur eine rein quantitative Mehrheitsangelegenheit. Die Bedürfnisse von Minderheiten, zum Beispiel den Nordiren oder Schotten, sollten auch berücksichtigt werden. Das sollten auch die Brexit-Hardliner beherzigen, sonst wird Großbritannien territorial zerfallen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Mai 2019, 10:22

Wähler hat geschrieben:(25 May 2019, 09:28)Die Bedürfnisse von Minderheiten, zum Beispiel den Nordiren oder Schotten, sollten auch berücksichtigt werden. Das sollten auch die Brexit-Hardliner beherzigen, sonst wird Großbritannien territorial zerfallen.
Das ist richtig,
hat die Berexiteers bisher aber schon nicht interessiert. Und jetzt sind die Tories mit Nachfolgesuche beschäftigt, danach gehen sie in die Sommerpause.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 25. Mai 2019, 12:21

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 May 2019, 17:27)

Wohl eher M-Day.
Die Tories sind innerpoarteilich mittlerweile so zerstritten, dass es fraglich ist, ob sie sich überhaupt auf jemanden einigen können. Boris Johnson ist der meist Genannte derzeit, aber auch der müsste mit einer widerspenstigen DUP regieren.
Vermutlich kommt es sowieso bald zu Neuwahlen, und dann wird wohl eher Mr. Farage nach Downing Street 10 ziehen. Dann gibbet es No-Deal-Brexit und Ruhe ist.


Glaub ich nicht. Die moisten Briten wissen jestzt das La Farge ein Shit Head ist, ein verlogener Schleimscheisser
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 25. Mai 2019, 12:35

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 May 2019, 12:21)

Glaub ich nicht. Die moisten Briten wissen jestzt das La Farge ein Shit Head ist, ein verlogener Schleimscheisser


Gegen diese Aussage steht die hohe Zustimmung von angeblich 37% für die Farage-BREXIT-Partei.

Das Gerücht verbreitet man angeblich auch von BoJo. Dann können die Briten ihre
politische Klasse vermutlich in der Pfeife rauchen...und der letzte Mann im Parlament hat nun genervt aufgegeben!

Frage an Ihr Gefühl: Wird GB im Oktober noch Mitglied der EU sein... und an mein Gefühl: Wird die EU in 5 Jahren noch zusammenstehen? Ich beginne zu zweifeln.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » Sa 25. Mai 2019, 12:47

H2O hat geschrieben:(25 May 2019, 12:35)
Frage an Ihr Gefühl: Wird GB im Oktober noch Mitglied der EU sein... und an mein Gefühl: Wird die EU in 5 Jahren noch zusammenstehen? Ich beginne zu zweifeln.

Es läuft wohl auf einen harten Brexit Ende Oktober hinaus, wenn im September Boris Johnson die neue Unterhaus-Saison eröffnen dürfte.
Ohne Kooperation würden die jetzigen EU-Mitglieder auf die ökonomische Verliererstraße einbiegen. Von daher wird es auch in 5 Jahren irgendwie weitergehen.
Wir Deutschen sind zu bedürftig nach Konsens. Gefragt ist eine mit Frankreich und den verschiedenen Interessenblöcken unter den EU-Mitgliedern abgestimmte Europapolitik der Bundesregierung.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 25. Mai 2019, 13:40

Wähler hat geschrieben:(25 May 2019, 12:47)
...

...Gefragt ist eine mit Frankreich und den verschiedenen Interessenblöcken unter den EU-Mitgliedern abgestimmte Europapolitik der Bundesregierung.


Tja, die bräuchten wir seit etlichen Jahren. Ob sich an dieser Bräsigkeit wohl etwas ändern wird?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 25. Mai 2019, 13:43

H2O hat geschrieben:(25 May 2019, 12:35)

Gegen diese Aussage steht die hohe Zustimmung von angeblich 37% für die Farage-BREXIT-Partei.

Das Gerücht verbreitet man angeblich auch von BoJo. Dann können die Briten ihre
politische Klasse vermutlich in der Pfeife rauchen...und der letzte Mann im Parlament hat nun genervt aufgegeben!

Frage an Ihr Gefühl: Wird GB im Oktober noch Mitglied der EU sein... und an mein Gefühl: Wird die EU in 5 Jahren noch zusammenstehen? Ich beginne zu zweifeln.

So oder so...der Brexit nimmt einen Verlauf, der an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Sa 25. Mai 2019, 13:58

Wähler hat geschrieben:(25 May 2019, 09:28)

Bei einer so existenziellen Frage wie dem Brexit sollte es schon ein Mehrparteien- und Mehrregionen-Kompromiss sein, der eine deutliche absolute Mehrheit erreicht.

So eine deutliche absolute Mehrheit wäre natürlich besser, aber dieser Wunsch nützt doch nichts, wenn bei Nichterfüllung eine so existenzielle Frage gar nicht entschieden wird.
Diese aktuelle Hängepartie ist doch, je nach Standpunkt, schlimmer als fast jede mögliche Brexit-Variante.

Wissensfrage: Braucht es für eine Brexit-Entscheidung im britischen Parlament die absolute Mehrheit, oder reicht, formal, ggf. eine relative Mehrheit?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 25. Mai 2019, 14:32

Fuerst_48 hat geschrieben:(25 May 2019, 13:43)

So oder so...der Brexit nimmt einen Verlauf, der an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist.


Im Augenblick ist mit der politischen Klasse der großen europäischen Staaten wenig an zu fangen. Kraft- und ideenlos, vor allem ohne Kurs und gemeinsames Ziel: zerstörerisches Gewurstele. Vor allem aber habe ich den Eindruck, daß die jungen Leute mehr Weitblick entwickeln als die politische Klasse. Das gilt für GB wie für D. Da bilden sich spontan Bewegungen wie "Pulse of Europe", und die Politik rührt sich nicht. Für überzeugte Europäer, für das europäische Projekt einer Friedens- und Wertegemeinschaft ist das Gewurstele niederschmetternd. Der BREXIT ist Teil davon.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » Sa 25. Mai 2019, 18:18

Wähler hat geschrieben:(25 May 2019, 09:28)
Ein Parteiführer oder ein Regierungschef kann im dritten Wahlgang auch mit relativer Mehrheit gewählt werden. Bei einer so existenziellen Frage wie dem Brexit sollte es schon ein Mehrparteien- und Mehrregionen-Kompromiss sein, der eine deutliche absolute Mehrheit erreicht. Bei Grundgesetzänderungen in Deutschland muss es sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit sein. In der EU gibt es das Prinzip der Qualifizierten Mehrheit. Demokratie ist nicht nur eine rein quantitative Mehrheitsangelegenheit. Die Bedürfnisse von Minderheiten, zum Beispiel den Nordiren oder Schotten, sollten auch berücksichtigt werden. Das sollten auch die Brexit-Hardliner beherzigen, sonst wird Großbritannien territorial zerfallen.

Maikel hat geschrieben:(25 May 2019, 13:58)
So eine deutliche absolute Mehrheit wäre natürlich besser, aber dieser Wunsch nützt doch nichts, wenn bei Nichterfüllung eine so existenzielle Frage gar nicht entschieden wird.
Diese aktuelle Hängepartie ist doch, je nach Standpunkt, schlimmer als fast jede mögliche Brexit-Variante.

Ein harter Brexit würde vielleicht den Druck erhöhen, eine mittel- und langfristig tragbare Lösung zu finden. Bis zum 31. Oktober wird wohl weder das Unterhaus neu gewählt, noch dürfte ein Boris Johnson einen anderen Deal mit der EU aushandeln. Labour hat ja eine große Koalition in Sachen Brexit ausgeschlagen. Wo soll also auch eine relative Mehrheit im bestehenden Unterhaus für was herkommen? Die Möglichkeiten sind bereits ausgeschöpft, befürchte ich.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Sa 25. Mai 2019, 22:56

Welch ein Hohn, was für ein Verschleiss an Mensch und Material! Wäre so etwas schon 2015 denkbar gewesen.Cameron hat aus reinem Machtkalkül die Insel in ein Politisches Chaos geführt.Obwohl keine Not bestand. Wirtschaftlich ging es den Briten nicht schlecht, der Brexit wurde förmlich herbei gebetet.Ergeht es so zu träge gewordenen Gesellschaften die errungene Freiheiten und Vorteile nicht mehr zu schätzen wissen!? Die Briten sind nicht mit der Deutschen E.U affinität zu vergleichen, aber auch hier nimmt man vieles zu selbstverständlich hin.Ich hoffe das der Inselwahnsinn abschreckt und nicht zum nacheifern anregt!!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » So 26. Mai 2019, 09:08

Wähler hat geschrieben:(25 May 2019, 18:18)

Ein harter Brexit würde vielleicht den Druck erhöhen, eine mittel- und langfristig tragbare Lösung zu finden. Bis zum 31. Oktober wird wohl weder das Unterhaus neu gewählt, noch dürfte ein Boris Johnson einen anderen Deal mit der EU aushandeln. Labour hat ja eine große Koalition in Sachen Brexit ausgeschlagen. Wo soll also auch eine relative Mehrheit im bestehenden Unterhaus für was herkommen? Die Möglichkeiten sind bereits ausgeschöpft, befürchte ich.

Die Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft. Das von mir vorgeschlagene Wahlverfahren, zwei oder mehr Wahlgänge wie bei vielen Personenwahlen üblich, führt mit Sicherheit dazu, daß am Ende eine der zwei "beliebtesten" Varianten eine relative Mehrheit bekäme, auch im bestehenden Unterhaus.

Der "Trick" bei diesem Wahlmodus ist, daß die Ablehnung der einen Variante gleichzeitig eine Stimme für die andere verbliebene Variante ist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Mo 27. Mai 2019, 08:55

Nach aktueller Lage läuft es in Richtung Boris Johnson als Nachfolger von May und einem harten Brexit hinaus.

"Glaubt man den Wettbüros, liegen Johnsons Chancen bei 60 Prozent, sind also dreimal höher als jene seiner nächsten Konkurrenten.  ... Die Anhänger eines ordentlichen Brexits und einer möglichst nahen Anlehnung an die EU befürchten, Johnson werde einen chaotischen No-Deal-Brexit geschehen lassen. Deal oder kein Deal, die Briten würden Ende Oktober austreten, sagte er am Freitag am Swiss Economic Forum in Interlaken. .... Die Äusserung in Interlaken ist Musik in den Ohren der Parteimitglieder an der Basis, wo der Brexit jedes andere Thema übertrumpft. Zwei Drittel von ihnen befürworten einen No-Deal-Brexit. In den letzten Monaten schnellte zudem die Mitgliederzahl um rund 30 000 auf über 150 000 in die Höhe. Der Zuwachs geht grösstenteils auf das Konto von Brexit-Anhängern, die mit Mays Kurs unzufrieden waren und einen kompromisslosen Brexit erzwingen wollen." Quelle: https://www.nzz.ch/amp/international/al ... ld.1484830

Dann halt Boris und harter Brexit. Hauptsache die Briten sind glücklich und zufrieden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Mai 2019, 09:01

mal was kurioses. Es gab die Vorgabe dass keine Resultate vor 23 Uhr bekanntgegeben werden.

Die Engländer haben das mit Bravouur gemeistert und als (einziger ausser Italien ) gar erst 23Uhr mit zählen angefangen.
Sie sind im Herzen also doch wahre Europäer.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Mai 2019, 09:02

Maikel hat geschrieben:(26 May 2019, 09:08)

Die Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft. Das von mir vorgeschlagene Wahlverfahren, zwei oder mehr Wahlgänge wie bei vielen Personenwahlen üblich, führt mit Sicherheit dazu, daß am Ende eine der zwei "beliebtesten" Varianten eine relative Mehrheit bekäme, auch im bestehenden Unterhaus.

Der "Trick" bei diesem Wahlmodus ist, daß die Ablehnung der einen Variante gleichzeitig eine Stimme für die andere verbliebene Variante ist.


Das wurde doch längst im Parlament probiert. Es gab trotzdem ein "The Nos have it".....
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 27. Mai 2019, 09:03

Ger9374 hat geschrieben:(25 May 2019, 22:56)

Welch ein Hohn, was für ein Verschleiss an Mensch und Material! Wäre so etwas schon 2015 denkbar gewesen.Cameron hat aus reinem Machtkalkül die Insel in ein Politisches Chaos geführt.Obwohl keine Not bestand. !


Die Not bestand darin, als Partei in die Bedeutungslosigkeit zu sinken.....

Das war nachdem UKIP die Europawahl gewann,.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon peterkneter » Mo 27. Mai 2019, 11:14

Tja wie geht es weiter? Sobald ein Nachfolger für May gefunden ist wird er sich an die EU wenden und versuchen einen "neuen" Deal
auszuhandeln. Die werden sagen: "Nein, machen wir nicht". Und er wird sagen: "Gut, dann tschüss zum 31. Oktober." Wer weiß ob dann
die EU doch wieder einknickt und sagt na gut, dann verhandln wir nochmal. Für mich stellt sich die Frage, mit welchem Mandat würde der Nachfolger von May das UK in einen No Deal führen? Der neue MP ist nicht gewählt und auch für ein "No Deal" Abkommen gibt es keine Mehrheit. Was machen die Schotten? Trenten sie aus der Gemeinschaft aus um in der EU zu bleiben?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Mo 27. Mai 2019, 13:55

Maikel hat geschrieben:(26 May 2019, 09:08)

Die Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft. Das von mir vorgeschlagene Wahlverfahren, zwei oder mehr Wahlgänge wie bei vielen Personenwahlen üblich, führt mit Sicherheit dazu, daß am Ende eine der zwei "beliebtesten" Varianten eine relative Mehrheit bekäme, auch im bestehenden Unterhaus.

Der "Trick" bei diesem Wahlmodus ist, daß die Ablehnung der einen Variante gleichzeitig eine Stimme für die andere verbliebene Variante ist.

garfield336 hat geschrieben:(27 May 2019, 09:02)

Das wurde doch längst im Parlament probiert. Es gab trotzdem ein "The Nos have it".....

Nein, das wurde noch nicht probiert. Obwohl du ihn mitzitiert hast, hast du meinen letzten Satz scheinbar nicht verstanden, und somit das ganze von mir skizzierte Abstimmungsprinzip nicht.

Was im britischen Parlament gemacht wurde, ist, daß jede Variante einzelnd zur Abstimmung gestellt wurde, und die Abgeordneten konnten jeweils mit Yes oder No votieren.

"Mein" Abstimmungssystem, siehe frühere Beiträge, kennt keine "No"-Stimme.
Wenn du in D den Bürgermeister deiner Gemeinde mitwählst, bietet der Stimmzettel auch kein "No"an, stattdessen mußt du dich zwischen mehreren Kandidaten entscheiden. Auch im ggf. notwendigen zweiten Wahlgang mußt du dich, wenn du mitwählen willst, für das "geringere Übel" entscheiden; auch wenn dir beide Kandidaten nicht gefallen.

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