EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mi 24. Jul 2019, 19:17

Barnier und Tusk haben heute schon zarte Signale ausgesendet.

Merkel BoJo sogar eine glückliche Hand gewünscht. Für einen neuen Deal vermutlich.

Alles wird gut.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mi 24. Jul 2019, 21:13

Theresa May war einfach eine Zeitverschwendung.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mi 24. Jul 2019, 21:20

BoJo ernennt Kabinett. Auf Konfrontation mit der EU. Gut so.

Noch besser wäre es, wenn sie in der EU kontra geben würden.

Schade, dass die gehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 24. Jul 2019, 23:02

Senexx hat geschrieben:(24 Jul 2019, 19:17)
Merkel BoJo sogar eine glückliche Hand gewünscht. Für einen neuen Deal vermutlich.
Alles wird gut.

Das ist ja wohl eine diplomatische Gepflogenheit. Selbst der iranische Außenminister Zarif hat ihm Glück gewünscht.
Und für wen wird alles gut?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 24. Jul 2019, 23:03

Senexx hat geschrieben:(24 Jul 2019, 21:20)
BoJo ernennt Kabinett. Auf Konfrontation mit der EU. Gut so.

Finde ich auch. Das macht es den verbliebenen 27 sehr viel leichter, London freundlich die kalte Schulter zu zeigen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mi 24. Jul 2019, 23:13

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Jul 2019, 23:03)

Finde ich auch. Das macht es den verbliebenen 27 sehr viel leichter, London freundlich die kalte Schulter zu zeigen.

Diese Flaschen brauchen jetzt UK in der Straße von Hormus.

Armselige Papiertiger.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 24. Jul 2019, 23:22

Senexx hat geschrieben:(24 Jul 2019, 23:13)
Diese Flaschen brauchen jetzt UK in der Straße von Hormus.
Armselige Papiertiger.

Umgekehrt. Das Vereinigte Königreich bittet um Unterstützung.
Armseliges Empire.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » Do 25. Jul 2019, 00:42

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Jul 2019, 23:03)

Finde ich auch. Das macht es den verbliebenen 27 sehr viel leichter, London freundlich die kalte Schulter zu zeigen.


Die Briten sitzen an einem extrem kurzen Hebel und haben ein paar Jahre Rezession extreme vor der Nase.

Ich mache mir wegen der europäischen Verhandlungsposition keine Sorgen ;-)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 25. Jul 2019, 07:06

Johnson hat zum Amtsantritt erklärt, und zwar deutlich, dass GB am 31.10.2019 aus der EU austreten wird.
Wenn sich die EU nicht zu einem neuen Deal durchringen kann, eben auch "ohne deal". Also hard brexit.

Die Berufung seiner hardcore-Brexiteers wie etwa EX-Brexitminister Dominic Raab zum neuen Aussenminister
und eines Jacob Rees-Mogg in die Regierungsverantwortung, der mit ihm gemeinsam das geistige Duo der Brexitkampagne vor dem Referendum bildete,
zeigen eine Ansammlung unblehrbarer Brexitverfechter in der neuen Regierung. Ein absolutes Horrorkabinett nach Frankensteinart. Samt einer vielleicht auch
erwähnenswerten, neuen Innenministerin, die ebenso hardcore "pro Brexit" eingestellt ist (und im Falle des
hochwahrscheinlichen, wilden Austritts einiges an sicherheitspolitischen Herausforderungen und präventiven Maßnahmen in GB
ins Werk setzen muss, für den Austrittstag 31.10.2019. Innere Unruhen usw. eingeschlossen...).

Johnsons hardcore-Brexit Regierung hat es nachwievor mit Barnier zu tun. Und wie Misterfritz schon - für mich absolut richtig -
erwähnte, wie will Johnson und sein Haufen Unbelehrbarer nach der Sommerpause in gerademal einem Monat etwas
hinbekommen, was vorher in drei Jahren nicht gelang??

Im übrigen mit Gestalten wie Dominic Raab als federführendem
Brexitminister und vielen anderen mehr, die jetzt auch zur Wackeldackel-Mannschaft von "Weltkönig" Boris Johnson
gehören und ihm -karriereopportunistisch- seine upper class- Stiefel lecken.

Johnson hat sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit seiner wiederholten Erklärung, auch nach seinem Amtsantritt als
Premier, dass GB definitiv am 31.10.19 austreten werde.
Er ist also gezwungen, bis dahin zu liefern.

Eine Kehrtwende, also eine erneute Verschiebung des Austrittstermins, kann er sich - im Gegensatz zur EU - gar nicht leisten.
Damit wäre er vollkommen unglaubwürdig und selbst in der eigenen Partei unten durch. Und noch mehr
bei jenen Heinis von der Brexitparty von Nigel Farage. Auch im Falle des Falles, dass es irgendwann dann doch
zu Neuwahlen kommen sollte.

Die entscheidende Frage wird sein, ob Johnson im erwartbaren Fall, dass es keinen neuen Austrittsvertrag
geben wird, in dieser kurzen Zeit, der vor allem das Grenzproblem Nordirland-Irland löst, das
Parlament mit einem "no deal"-Austritt tatsächlich ausbremsen kann??? - Juristisch tragfähig, wohlgemerkt.
Obwohl es einen Mehrheitsbeschluß des brit. Parlaments genau für diesen Fall bzw. gegen diesen "no deal"-Austrittsfall gab bzw. gibt.

Und es steht ausserdem im Raum, dass Johnsons Mehrheit im Parlament sehr knapp ist. Wenngleich es auch in den
Reihen der Opposition, vor allem bei Labour, genauso hirnlose "no-deal"-Brexit Befürworter gibt, die womöglich sogar für
Johnson bei einem Misstrauensvotum im Parlament dessen Stimmenverluste in den eigenen Thorie-Reihen ausgleichen
und ihm seine Existenz als Premierminister - wenn auch mit knapper Mehrheit - sichern.

An einen neuen Austrittsvertrag zwischen der Regierung Johnson und der EU glaube ich nicht. Schon gar nicht einen,
der die back-stop Frage ausklammert bzw. so lösen kann, dass dieser "neue" Vertrag sowohl eine gemäßigtere "Brexit"-Parlamentsmehrheit
zufriedenstellen wird als auch die "die Teufel komm raus"-Brexiteers bei den Thories und auch bei Labour.

Da müsste sich Barnier schon darum bemühen, dass sämtliche 27-EU Regierungschefs nicht nur die Hose,
sondern sogar die Unterhose herunterlassen, und sich vollkommen nackig machen. Für Boris Johnson, der
dann beliebig am Arsch der Regierungschefs fummeln könnte, wie es ihm und seinen hardcore-Thories
in einem Brexit-Porno nach britischer Art gefallen könnte.

All das wird es wohl nicht geben. Johnson wird keine neue Verschiebung beantragen (können), sofern er sich
nicht selbst abschießen will. Insofern ist es auch völlig piepenhagen, was EU-Uschi will oder der Rat der EU-27 ggf.
erneut "zart" befürworten könnte oder würde. Eine Verschiebung des Austrittstermins liegt allein
in den Händen des Terminators einer guten britischen Zukunft, Boris Johnson.

Wer ihn auf die Erde schickte, weiss der Teufel. Vermutlich nicht einmal Arnie Schworzenegger...

Der aktuell noch vorliegende Austrittsvertrag ist nach Aussage Barniers und der EU nicht mehr oder
neu verhandelbar. Die britische Seite, besonders Johnson, hat diesen Vertrag faktisch für tot erklärt.

Einen neuen Vertrag innerhalb von zwei Monaten, ausgerechnet mit einem Boris Johnson als
Verhandlungspartner und den alten, sattsam bekannten - und bereits krachend versagenden und
gescheiterten Gestalten - die jetzt wieder in der Regierung sitzen, ist mehr als ausgeschlossen.

Sofern Johnson Premierminister bis über den 31.10.19 hinaus bleibt, wird es einen "no deal"-Brexit geben,
und anschließend ziemlich viel und unappetitliches "freundschaftliches" Miteinander / Gegeneinander zwischen GB und
und der EU.

Leidtragende werden auf beiden Seiten die jungen und jüngeren Menschen sein, die mehrheitlich genau das nicht oder nie wollten.
Aber den politischen Scheissdreck des Boris Johnson und seiner gegen die Menschen auf beiden Seiten gerichtete Zukunftsgestaltung ausbaden dürfen
und erleiden müssen.

DAS zumindest steht heute schon als Ergebnis fest:
Die jungen Menschen werden wiedermal von den ältlichen und machtgeilen Politsäcken und Karriereuschis auf beiden Seiten verarscht, ausgebremst und um ihre Zukunft betrogen.
Und das leider auch sehr nachhaltig...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 07:22

Ich empfehle einfach, etwas weniger zu hyperventilieren.

Bis zum 31.10. fließt noch viel Wasser die Themse, die Senne oder den Rhein hinunter.

BoJo könnte argumentieren, dass am 01.11. die verhasste Junckers-Kommission weg vom Fenster ist. Und eine konziliantere Kommission den Dienst antritt. Dann würde man sehen.

Er hat ja schon viele Kehrtwenden vollogen. Warten wirs ab genießen den Sommer, freuen uns über den nachhaltigen Klimawandel, oder hoffen wir wenigsten darauf, und erfreuen uns an guten Leistungen der Politikdarsteller.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 25. Jul 2019, 12:11

Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:22)
Ich empfehle einfach, etwas weniger zu hyperventilieren.

Da scheinen Sie - was ja durchaus vorkommen kann - die eigene "Schlechtigkeit des interpretierenden Empfängers" :p
auf den Sender zu projezieren. Macht aber nix. Mir ist breit wie lang, was B.J. veranstaltet.
Ich sehe und bewerte mit meiner Meinung nur, was sich mir als aktuelle Konstellation auch anhand von
Äusserungen, die er jetzt als Premierminister kundtat, für Folgen oder Handlungszwänge ergeben inclusive
eines unbestritten genauso vorhandenen Widerstands in Teilen der britischen Politik, vor allem auch in Johnsons
eigenen Reihen, die einen "no brexit" nicht wollen.
Das kann man natürlich alles negieren oder nicht wahrnehmen wollen, um die höchst eigene Anti-EU Sündenbock-Agenda
weiterhin streicheln zu können... ;) - Bitt'schön, gerne! ;)



Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:22)
...Und eine konziliantere Kommission den Dienst antritt...

Das heisst konkret und nicht nur nebulös? - Dass etwa unsere EU-Mutter Ursula zur "no back-stop"-Mutter Theresa für
Boris Johnson werden könnte? - Sie glauben tatsächlich, dass VdL als Kommissionschefin hier das sagen hat und nicht
Barnier als Verhandlungschef dem EU-Rat bzw. die 27 Regierungschefs solche essentiell die Grundlagen der EU betreffende
Entscheidungen vorlegen wird, mit all den Folgen, die speziell der Verzicht des back-stop mit sich bringen würde.
Und das einfach VdL als Kommissionspräsidentin entscheidet ... und nicht die 27 Regierungschefs der EU?
Träumen Sie einfach weiter. Es ist Sommer, und im Schatten von klimaschützendne Bäumen kann man sich in einer Hängematte bei ein paar Cocktails
(Gin Fizz oder un scropino) in die wildesten (schönen) CPU-Fantasien schaukeln. :D

Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:22)
Er hat ja schon viele Kehrtwenden vollogen.

Jau, da haben Sie wahr! - Aber in Sachen Brexit eben nicht in der Verantwortung als Premierminister. Und auch nicht
mit vollmundigen und eindeutigen Ankündigungen exakt bei der Antrittsrede als Oberhäuptling, der den Brexit
für den 31.10.19 ankündigte. Egal, was und wie diese Sache bis dahin läuft.

Das ist schon ein kleiner Unterschied der Handlungs- und Ausgangslage. Auch für einen erprobten und fintenreichen fakenews-Wendehals wie
Boris Johnson. ;)

Für mich hat er sich das halslose Ungeheuer Boris Johnson höchst selbst eine veritable Schlinge um den Kragen geknüpft. Und zwar zeimlich eng.
Den Hals da wieder rauszubekommen, indem er mit irgendeiner Begründung den lautstark versprochenen Austrittstermin 31.10.19 einfach
in den Müll kippt und so tut, als ob vorher nichts gewesen wäre, vor allem von ihm nichts dazu gesagt wurde, dürfte selbst für ihn nicht so
einfach sein. Oder schlicht unmöglich. Sofern er länger Premierminister bleiben will...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 25. Jul 2019, 13:01

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Do 25. Jul 2019, 14:13

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:06)

Johnson hat zum Amtsantritt erklärt, und zwar deutlich, dass GB am 31.10.2019 aus der EU austreten wird.
Wenn sich die EU nicht zu einem neuen Deal durchringen kann, eben auch "ohne deal". Also hard brexit.

Ziemlich genau das Gleiche hatte Frau May auch schon für den 29. März angekündigt.
Stichwort "Better no deal than a bad deal".
Es ist bekanntlich anders gekommen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Troh.Klaus » Do 25. Jul 2019, 14:24

Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:22)
Er hat ja schon viele Kehrtwenden vollogen.

Der ist gut!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Jul 2019, 15:39

Maikel hat geschrieben:(25 Jul 2019, 14:13)

Ziemlich genau das Gleiche hatte Frau May auch schon für den 29. März angekündigt.
Stichwort "Better no deal than a bad deal".
Es ist bekanntlich anders gekommen.
Das ist richtig, aber die Ausgangspositionen zwischen May und Johnson sind sehr unterschiedlich. Der Boris weiß ganz genau dass ihm die EU seine Wünsche nicht erfüllen wird und ihn seine Wähler bei Nichtvollzug bis zum 31.10. in der Luft zerreissen werden. Er strebt ganz klar den harten Brexit an. Deswegen hat er sich auch im Gegensatz zu May in seinem Kabinett durchgehend mit Brexiteers umgeben. Die wollen alle raus aus der EU und sehen nach einer kurzen, holprigen Übergangsphase das Paradies auf GB und die Briten zukommen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Enas Yorl » Do 25. Jul 2019, 15:51

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 15:39)Die wollen alle raus aus der EU und sehen nach einer kurzen, holprigen Übergangsphase das Paradies auf GB und die Briten zukommen.

Oder zumindest spekuliert man darauf, am Ende der EU die Schuld zu geben, das aus den "Goldenen Zeitalter" nichts geworden ist. An der alten Sündenbockrolle der EU, wird sich in der britischen Politik durch einen Brexit, sei es nun mit Abkommen oder ohne, nichts ändern.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 25. Jul 2019, 15:53

Boris Johnson hat am Mittag im britischen Unterhaus seine erste Rede als Premierminister gehalten - und mit großen Worten nicht gespart. Seine Aufgabe sei es, die Briten aus der Europäischen Union zu führen und das Vereinigte Königreich zum großartigsten Land der Erde zu machen, sagte Johnson. Im Jahr 2050 könne das Vereinigte Königreich die florierendste Wirtschaft Europas sein und so zu einem Zentrum eines Netzwerks an Handelsabkommen werden.

https://www.merkur.de/politik/brexit-johnson-warnt-vor-katastrophalem-vertrauensverlust-erstes-problem-zeichnet-sich-ab-zr-12845938.html

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 25. Jul 2019, 16:08

Maikel hat geschrieben:(25 Jul 2019, 14:13)

Ziemlich genau das Gleiche hatte Frau May auch schon für den 29. März angekündigt.
Stichwort "Better no deal than a bad deal".
Es ist bekanntlich anders gekommen.


Wo und wann hat Theresa May das genauso gesagt, mit dem Hinweis, dass sie einen Austritt GBs zum 29.3.2019 mit oder ohne Deal
tätigen wolle und werde? Haben Sie da - ausser ihrem "Stichwort" auch einen verifizierbareren Quellenbeleg?

Davon abgesehen, ist die jetzige Ausgangssituation des Boris Johnson, eine grundsätzlich andere als die von Theresa May
vormals. Die Aussage - so sie von Ihr als Premierministerin wortwörtlich so gefallen ist - datiert aber, da bin ich sicher, noch deutlich vor
den Ereignissen und dem letztendlichen Zustandekommen des Austrittsabkommens und dessen dreimaligem Scheitern
im brit. Parlament. Da bin ich mir ziemlich sicher, wenngleich ich nicht behaupten will, alles rund um den Brexit mitbekommen zu haben.
Aber einiges eben schon...

Es ist insofern auch eine steile Feststellung, Theresa May und Boris Johnsons politische Gemütslage einfach so zu vergleichen.
Boris Johnson war nachgewiesen beim Wahlkampf des Cameron-Referendums zusammen mit REES-Mogg und Nigel Farage einer der übelsten
Benzinkanisterträger und Lügner für den Brexit.

Theresa May hingegen, das dürfte Ihnen auch bekannt sein, war vor der Referendumsentscheidung mehr für einen Verbleib GBs in der EU. Wenn auch nicht besonders laut und offen.

Ihre Haltung wandelte sich erst, als sie - wohl auch karrieregeil - die Chance für sich sah, von der amtierenden Innenministerin zur Premierministerin aufzusteigen,
die als ganz treue Dienerin der Queen und des UK den Volkswillen aller Britinnen und Briten zu erfüllen habe und dies auch
zu tun gedenke. Allerdings zeigt ihre gesamte Handlungsweise deutlich, dass für sie ein no-deal-Brexit nicht in Frage kam,
was sich ja auch in ihrem verzweifelten Kampf zeigte, mit allen Mitteln den Austrittsvertrag doch noch durch das Parlament
zu bekommen.

Wäre sie tatsächlich jene Johnson-gleiche Akteurin gewesen, was hätte sie daran gehindert, nachdem das Austrittsabkommen gescheitert war,
und zwar dreimal krachend, dann eben - statt eine Verschiebung des Austritts bei der EU zu beantragen - dann ihrer May nachgesagten Behauptung nach
einfach "ohne deal" auszutreten. Denn genau das tat sie nicht und das steht ziemlich deutlich im Widerspruch zu Ihrer oben zitierten - etwas zu einfachen -
Behauptung, wie ich finde.

Im Gegensatz zu Boris Johnson war Theresa May mit Sicherheit nicht klar, was das brit. Parlament ablehnen würde und was nicht.
Vergleichbar wären Theresa May damals und Boris Johnson aktuell also nur, wenn auch May bereits vor oder beim Amtsantritt als Premierministerin die Kenntnis und Realität
eines dreifach abgelehnten Austrittsdeals als Ausgangsbasis gehabt hätte...Hat sie aber nicht. ;)

Do you see the difference? Y/N?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Do 25. Jul 2019, 16:22

Enas Yorl hat geschrieben:(25 Jul 2019, 15:51)

Oder zumindest spekuliert man darauf, am Ende der EU die Schuld zu geben, das aus den "Goldenen Zeitalter" nichts geworden ist. An der alten Sündenbockrolle der EU, wird sich in der britischen Politik durch einen Brexit, sei es nun mit Abkommen oder ohne, nichts ändern.


Eben also über die Klinge springen lassen!!!! :thumbup:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Jul 2019, 17:07

Eiskalt hat geschrieben:(25 Jul 2019, 15:53)

Boris Johnson hat am Mittag im britischen Unterhaus seine erste Rede als Premierminister gehalten - und mit großen Worten nicht gespart. Seine Aufgabe sei es, die Briten aus der Europäischen Union zu führen und das Vereinigte Königreich zum großartigsten Land der Erde zu machen, sagte Johnson. Im Jahr 2050 könne das Vereinigte Königreich die florierendste Wirtschaft Europas sein und so zu einem Zentrum eines Netzwerks an Handelsabkommen werden.
Ja wenn das so läuft werden wohl einige EU-Staaten ihre EU-Mitgliedschaft beenden, die Seite wechseln und aus Großbritannien wird Groß-Großbritannien. Die deutschstämmigen Briten könnten dann auch mit Pfund bezahlen und hätten wieder ein Königshaus (das hat ja eh deutsche Wurzeln). Die Umstellung auf Linksverkehr wäre natürlich etwas gewöhnungsbedürftig. ;)

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