EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Di 18. Jun 2019, 22:50

Misterfritz hat geschrieben:(18 Jun 2019, 22:19)

Die Briten zu verstehen?
Ich glaube, das gehört zu den Unmöglichkeiten.
Da jammern jetzt die Landwirte in Cornwall, dass sie auf Erntehelfer aus Osteuropa verzichten müssen und die Ernte auf den Feldern verfault - aber Cornwall hat mit Mehrheit für den Brexit gestimmt. Das lässt sich in vielen Regionen, die von der EU profitieren, beobachten: Sie haben für den Brexit gestimmt.
Ernsthaft, soviel "Irrsinn" muss man nicht verstehen ....

Sie verstehen es nicht. Es waren mit Sicherheit nicht die Großbauern, die für den Brexit gestimmt haben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 18. Jun 2019, 22:54

Fliege hat geschrieben:(18 Jun 2019, 22:49)

Ja, auch die Freizügigkeit für EU-Bürger möchten die Briten fallgruppenbezogen und bedarfsgesteuert einschränken können.


Können sie bald aber dann ohne die Vorteile der EU
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fliege » Di 18. Jun 2019, 23:01

Eiskalt hat geschrieben:(18 Jun 2019, 22:54)
Können sie bald aber dann ohne die Vorteile der EU

Ja, deswegen wollen sie mehrheitlich den Brexit und sind bereit, wie dein Link zeigt, kurz- bis mittelfristig beträchtliche Nachteile in Kauf zu nehmen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 18. Jun 2019, 23:08

Fliege hat geschrieben:(18 Jun 2019, 23:01)

Ja, deswegen wollen sie mehrheitlich den Brexit und sind bereit, wie dein Link zeigt, kurz- bis mittelfristig beträchtliche Nachteile in Kauf zu nehmen.


Jeder wie er mag. Aber ich meine das werden auch langfristig Nachteile sein
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fliege » Di 18. Jun 2019, 23:19

Eiskalt hat geschrieben:(18 Jun 2019, 23:08)
Jeder wie er mag. Aber ich meine das werden auch langfristig Nachteile sein

So wie ich die Briten verstehe, meinen sie etwas anderes. Und ich hoffe, sie vertun sich nicht.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon NB3 » Mi 19. Jun 2019, 07:11

"Conservative members would rather break up the United Kingdom, and destroy their own party, than stay in the European Union, according to a new poll."

https://www.businessinsider.com/poll-co ... ?r=US&IR=T

Das ist der letzte Sargnagel des Empires. Ein Erbfeind weniger. Vielleicht werden wir sogar noch die Balkanisierung Englands erleben, mit dem Südwesten oder sogar einem reinen Stadtstaat London als EU-Beitrittskandidat.

Kurzfristig stellt sich erst einmal die Frage: Wie kann man von einer unabhängigen Republik Schottland profitieren? Der EU-Beitritt sollte innerhalb weniger Jahre erledigt sein. Kann Glasgow in 15-20 Jahren so stinkereich werden, wie es Dublin heute schon ist?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » Mi 19. Jun 2019, 07:12

Misterfritz hat geschrieben:(18 Jun 2019, 22:19)
Die Briten zu verstehen?
Ich glaube, das gehört zu den Unmöglichkeiten.
Da jammern jetzt die Landwirte in Cornwall, dass sie auf Erntehelfer aus Osteuropa verzichten müssen und die Ernte auf den Feldern verfault - aber Cornwall hat mit Mehrheit für den Brexit gestimmt. Das lässt sich in vielen Regionen, die von der EU profitieren, beobachten: Sie haben für den Brexit gestimmt.
Ernsthaft, soviel "Irrsinn" muss man nicht verstehen ....

Die britische Regierung und das Unterhaus werden es fertig bringen, gleichzeitig über die Austrittsrechung und den EU-Haushalt ab 2020 zu verhandeln, wenn es zu einer Verlängerung der Brexitverhandlungen über den 31. Oktober hinaus kommt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon NB3 » Mi 19. Jun 2019, 10:35

Wähler hat geschrieben:(19 Jun 2019, 07:12)

Die britische Regierung und das Unterhaus werden es fertig bringen, gleichzeitig über die Austrittsrechung und den EU-Haushalt ab 2020 zu verhandeln, wenn es zu einer Verlängerung der Brexitverhandlungen über den 31. Oktober hinaus kommt.


Die Brexitverhandlungen werden auf jeden Fall weitergehen. GB hat seine Schulden immer noch nicht bezahlt, zudem sind die Menschenrechte von Ausländern in GB und die irische Grenze noch immer ungeklärt. Wenn die Briten Handelsverträge haben wollen, müssen Sie erstmal das Grundlegendste klären. Unabhängig davon werden die Briten am 31.10. aus der EU hinausgeworfen, egal wie sehr sie um eine Mitgliedschaftsverlängerung betteln. Die EU hat sich dazu etliche Male unmißverständlich geäußert.
Eine geringe Chance auf eine fortgesetzte Duldung GBs in der EU sehe ich in einer Wahl von Rory Stewart zum PM. Er ist der einzige Kandidat, der seine Arbeit macht, der weiß, was er tut, mit dem man vernünftig auf Augenhöhe reden kann. Verhandlungen mit ihm sind keine Zeitverschwendung. Das restliche Gesocks kann man ungehört wegschicken. Johnson ist der Schlimmste, liest nicht einmal die eigenen Berater, kam im britischen Bildungs- und Politikbetrieb immer mit seichtem Blabla durch, brachte es damit zum Außenminister und PM-Favoriten. Aus dem wird nichts Respektables mehr.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mi 19. Jun 2019, 12:01

NB3 hat geschrieben:(19 Jun 2019, 07:11)

"Conservative members would rather break up the United Kingdom, and destroy their own party, than stay in the European Union, according to a new poll."

https://www.businessinsider.com/poll-co ... ?r=US&IR=T

Das ist der letzte Sargnagel des Empires. Ein Erbfeind weniger. Vielleicht werden wir sogar noch die Balkanisierung Englands erleben, mit dem Südwesten oder sogar einem reinen Stadtstaat London als EU-Beitrittskandidat.

Kurzfristig stellt sich erst einmal die Frage: Wie kann man von einer unabhängigen Republik Schottland profitieren? Der EU-Beitritt sollte innerhalb weniger Jahre erledigt sein. Kann Glasgow in 15-20 Jahren so stinkereich werden, wie es Dublin heute schon ist?


Ein Beitrag, der gut zeigt, wie so manche kritiklose deutsche EU-Befürworter denken. Unter der Oberfläche des EU-Friede-Freude-Eierkuchens schillert der alte Hass auf England durch ("Ein Erbfeind weniger").

Offenbar scheint die EU durchaus als Herrschaftsinstrument verstanden zu werden, dem man sich zu unterwerfen hat - ansonsten wird man beschimpft und muss mit üblen Konsequenzen rechnen.

Dass es auch Gründe geben kann, der EU in ihrer gegenwärtigen Form nicht angehören zu wollen, und dass dies ein legitimes politisches Ziel ist, zu dem man so oder anders stehen kann, scheint vielen nicht einzuleuchten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mi 19. Jun 2019, 12:18

NB3 hat geschrieben:(19 Jun 2019, 12:09)

Außer dummen Pöbeleien auf Kneipenniveau hast du nichts zu bieten?


Vom "Erbfeind" haben doch Sie geschrieben. Sie müssen dann auch damit rechnen, dass dies jemand kritisiert, selbst dann, wenn Sie Ihren nationalistischen Hass ins EU-Mäntelchen hüllen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fliege » Mi 19. Jun 2019, 13:06

NB3 hat geschrieben:(meine Unterstreichung; 19 Jun 2019, 07:11)
"Conservative members would rather break up the United Kingdom, and destroy their own party, than stay in the European Union, according to a new poll."

https://www.businessinsider.com/poll-co ... ?r=US&IR=T

Das ist der letzte Sargnagel des Empires. Ein Erbfeind weniger. Vielleicht werden wir sogar noch die Balkanisierung Englands erleben, mit dem Südwesten oder sogar einem reinen Stadtstaat London als EU-Beitrittskandidat.
Julian hat geschrieben:(19 Jun 2019, 12:01)
Ein Beitrag, der gut zeigt, wie so manche kritiklose deutsche EU-Befürworter denken. Unter der Ober fläche des EU-Friede-Freude-Eierkuchens schillert der alte Hass auf England durch ("Ein Erbfeind weniger").

Offenbar scheint die EU durchaus als Herrschaftsinstrument verstanden zu werden, dem man sich zu unterwerfen hat - ansonsten wird man beschimpft und muss mit üblen Konsequenzen rechnen.

Die Wendung "Ein Erbfeind weniger" ist mir auch aufgefallen. Die Gedanken, die du äußerst, habe ich mir ebenfalls gemacht. Und mir scheint, dass du dich nicht irrst.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 19. Jun 2019, 13:11

Julian hat geschrieben:(19 Jun 2019, 12:01)

Ein Beitrag, der gut zeigt, wie so manche kritiklose deutsche EU-Befürworter denken. Unter der Oberfläche des EU-Friede-Freude-Eierkuchens schillert der alte Hass auf England durch ("Ein Erbfeind weniger").

Offenbar scheint die EU durchaus als Herrschaftsinstrument verstanden zu werden, dem man sich zu unterwerfen hat - ansonsten wird man beschimpft und muss mit üblen Konsequenzen rechnen.

Dass es auch Gründe geben kann, der EU in ihrer gegenwärtigen Form nicht angehören zu wollen, und dass dies ein legitimes politisches Ziel ist, zu dem man so oder anders stehen kann, scheint vielen nicht einzuleuchten.


Was ist das fuer ein Bloedsinn???

EU Befuerworter sind kritiklos?

Der alte Hass auf England????

EU als Herrschaftsinstrument????

OK ich verstehen das ist die Argumentation des Neo Nationalistischen Sumpfes.

England ist im Moment dabei sich in die Irrelevanz der Geschichte zu begeben. Boris Johnson, Luegenbold und Trump Lakei, als PM! Schottland wird da nicht mitmachen und die IRA graebt die Bomben aus wenn die gemeinsame Grenze mit der Republik Irland einen Schlagbaum bekommt.

Die Alt Kolonialisten haben nicht gemerkt das sie keine Weltmacht mehr sind. England braucht Europa aber Europa braucht nicht unbedingt England.

Lass sie ziehen wenn sie ihre Schulden bezahlt haben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 19. Jun 2019, 13:23

Wähler hat geschrieben:(19 Jun 2019, 07:12)

Die britische Regierung und das Unterhaus werden es fertig bringen, gleichzeitig über die Austrittsrechung und den EU-Haushalt ab 2020 zu verhandeln, wenn es zu einer Verlängerung der Brexitverhandlungen über den 31. Oktober hinaus kommt.


Wenn die EU noch einer Verlängerung zustimmt ist die EU nachweislich dümmer als eine Scheibe Toast! :x
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon NB3 » Mi 19. Jun 2019, 13:56

Julian hat geschrieben:(19 Jun 2019, 12:18)

Vom "Erbfeind" haben doch Sie geschrieben. Sie müssen dann auch damit rechnen, dass dies jemand kritisiert, selbst dann, wenn Sie Ihren nationalistischen Hass ins EU-Mäntelchen hüllen.


Langweiliger Wadenbeisser. Schon mal über eine Karriere in der Linkspartei nachgedacht? Dort kann man es mit der Mentalität weit bringen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Mehmet » Mi 19. Jun 2019, 14:00

Eiskalt hat geschrieben:(19 Jun 2019, 13:23)

Wenn die EU noch einer Verlängerung zustimmt ist die EU nachweislich dümmer als eine Scheibe Toast! :x

Es wird immer so weiter gehen: Aufgeschoben, Verlängert, Aufgeschoben, Verlängert, Aufgeschoben, Verlängert... etc. etc. etc.

Bis halt das gewünschte Ergebnis - wie immer das auch aussehen mag - zustande gekommen ist. Großbritannien kommt doch sowieso schon viel zu gut bei weg und kann scheinbar machen was es will.

Das ist halt die EU.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 19. Jun 2019, 14:04

Mehmet hat geschrieben:(19 Jun 2019, 14:00)

Es wird immer so weiter gehen: Aufgeschoben, Verlängert, Aufgeschoben, Verlängert, Aufgeschoben, Verlängert... etc. etc. etc.

Bis halt das gewünschte Ergebnis - wie immer das auch aussehen mag - zustande gekommen ist. Großbritannien kommt doch sowieso schon viel zu gut bei weg und kann scheinbar machen was es will.

Das ist halt die EU.


Ja, dümmer als eine Scheibe Toast eben.
Toast kann schimmeln, so mancher Politiker kann nichts! :)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mi 19. Jun 2019, 16:24

Die Briten haben ihren OBERTAOSTI in Jonson so gut wie gefunden, verbal müssen die Tories noch abstimmen, Die USA haben ihren sprechenden Wischmopp, Nur Deutschland hat nichts aufzubieten, Merkel taugt noch nicht Mal zum verarschen.Die Frau ist so innovationsresistent
wie ein Stein.Wenn man wenigstens über diese Weide im Wind lachen könnte:-))
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kohlhaas » Mi 19. Jun 2019, 17:02

Fliege hat geschrieben:(18 Jun 2019, 21:20)

Hallo? Es geht seit geraumer Zeit hier im Thread darum, die Briten zu verstehen (und zwar als Intermezzo, bis der Machtkampf bei den Tories zu weiteren Ergebnissen führt). Es liegt an dir, etwas Verstehensarbeit zu investieren. Falls du das nicht möchtest, ist es auch okay.

Nochmal für Dich zum Mitdenken: Wenn Du Behauptungen aufstellst, dann solltest Du auch Belege dafür nennen, und nicht mich auffordern, den Wahrheitsgehalt Deiner Aussagen irgendwo nachzurecherchieren. Ich habe tatsächlich wenig Lust, Verstehensarbeit in unbelegte Behauptungen von Dir zu investieren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kohlhaas » Mi 19. Jun 2019, 17:29

Julian hat geschrieben:(19 Jun 2019, 12:01)

Ein Beitrag, der gut zeigt, wie so manche kritiklose deutsche EU-Befürworter denken. Unter der Oberfläche des EU-Friede-Freude-Eierkuchens schillert der alte Hass auf England durch ("Ein Erbfeind weniger").

Offenbar scheint die EU durchaus als Herrschaftsinstrument verstanden zu werden, dem man sich zu unterwerfen hat - ansonsten wird man beschimpft und muss mit üblen Konsequenzen rechnen.

Dass es auch Gründe geben kann, der EU in ihrer gegenwärtigen Form nicht angehören zu wollen, und dass dies ein legitimes politisches Ziel ist, zu dem man so oder anders stehen kann, scheint vielen nicht einzuleuchten.


Das halte ich für eine Fehlinterpretation der hier laufenden Diskussion. Die meisten Leute, die hier über den Brexit "schimpfen", tun dies nicht aus "Britenhass", sondern eher aus "enttäuschter Liebe". Hier hat auch niemand das Recht der Briten geleugnet, aus der EU auszutreten. Die "enttäuschten Liebenden" vertreten hier nur die Auffassung, dass die britischen Bürger von ihren Politikern belogen worden sind und mit der Zustimmung zum Brexit einen fatalen Fehler gemacht haben, der sich noch schwer rächen wird.

Was man aber auf gar keinen Fall so stehen lassen kann, ist Deine Andeutung, dass die EU Großbritannien beschimpft oder den Briten wegen ihres Austrittswunsches "üble Konsequenzen" angedroht hätte. Es gab über zwei Jahre hinweg professionell geführte (zumindest von EU-Seite aus) Verhandlungen, denen letztlich sogar die britischen Verhandlungsführer zugestimmt haben. In diesen Verhandlungen hat die EU nur gefordert, dass sich Großbritannien an eingegangene Verpflichtungen hält und abgeschlossene Verträge respektiert. Die Forderung nach Vertragstreue kann per Definition keine "Drohung mit üblen Konsequenzen" sein

Dass es berechtigte Kritik an der EU gibt, hat auch niemand bestritten. Großbritannien hat nur keine Alternativvorschläge gemacht, die mehrheitsfähig gewesen wären. Selbstverständlich darf Großbritannien jetzt ausscheiden, weil es der EU "in seiner gegenwärtigen Form" nicht mehr angehören will. Genauso selbstverständlich dürfen die restlichen 27 Nationen der EU aber auch darauf beharren, so bleiben zu dürfen wie sie sind oder so werden zu dürfen wie sie werden wollen.

Das ist Demokratie. Auch das gehört zur Wahrheit! Daraus zu schließen, dass die EU ein "Herrschaftsinstrument" sei, geht völlig am Thema vorbei. Die EU hat dem Austrittswunsch der Briten keine Steine in den Weg gelegt. Sie hat nur Vertragstreue verlangt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 19. Jun 2019, 20:53

Kohlhaas hat geschrieben:(19 Jun 2019, 17:29)

Das halte ich für eine Fehlinterpretation der hier laufenden Diskussion. Die meisten Leute, die hier über den Brexit "schimpfen", tun dies nicht aus "Britenhass", sondern eher aus "enttäuschter Liebe". Hier hat auch niemand das Recht der Briten geleugnet, aus der EU auszutreten. Die "enttäuschten Liebenden" vertreten hier nur die Auffassung, dass die britischen Bürger von ihren Politikern belogen worden sind und mit der Zustimmung zum Brexit einen fatalen Fehler gemacht haben, der sich noch schwer rächen wird.

Was man aber auf gar keinen Fall so stehen lassen kann, ist Deine Andeutung, dass die EU Großbritannien beschimpft oder den Briten wegen ihres Austrittswunsches "üble Konsequenzen" angedroht hätte. Es gab über zwei Jahre hinweg professionell geführte (zumindest von EU-Seite aus) Verhandlungen, denen letztlich sogar die britischen Verhandlungsführer zugestimmt haben. In diesen Verhandlungen hat die EU nur gefordert, dass sich Großbritannien an eingegangene Verpflichtungen hält und abgeschlossene Verträge respektiert. Die Forderung nach Vertragstreue kann per Definition keine "Drohung mit üblen Konsequenzen" sein

Dass es berechtigte Kritik an der EU gibt, hat auch niemand bestritten. Großbritannien hat nur keine Alternativvorschläge gemacht, die mehrheitsfähig gewesen wären. Selbstverständlich darf Großbritannien jetzt ausscheiden, weil es der EU "in seiner gegenwärtigen Form" nicht mehr angehören will. Genauso selbstverständlich dürfen die restlichen 27 Nationen der EU aber auch darauf beharren, so bleiben zu dürfen wie sie sind oder so werden zu dürfen wie sie werden wollen.

Das ist Demokratie. Auch das gehört zur Wahrheit! Daraus zu schließen, dass die EU ein "Herrschaftsinstrument" sei, geht völlig am Thema vorbei. Die EU hat dem Austrittswunsch der Briten keine Steine in den Weg gelegt. Sie hat nur Vertragstreue verlangt.


Versuchst du gerade tatsächlich einen Populisten zu belehren? :)
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