Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

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epona
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 09:52

JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 09:39 hat geschrieben:
Inwieweit sich die Kapazitäten ad hoc erweitern lassen konnte man eindrucksvoll an den Unis und Studentenwohnungen ablesen, als G8 Studenten zusammen mit G9 Studenten anfingen zu studieren. Die Studenten sassen auf den Treppen in den Vorlesungssälen und Bürger wurden mehrfach dazu aufgerufen, Studenten privaten Wohnraum anzubieten, da der Markt für bezahlbare Studentenbuden in einem Umkreis von 50 km leergefegt war. Ich halte es für hemmungslos naiv, davon zu träumen, das würde sich mittels einer illusionären zügigen Kapazitätserweiterung schon alles regeln.


Ich halte es schlicht für dumm Angst vor einem Ansturm massenhafter syrischer Studierwilliger zu haben.
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Frank_Stein
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon Frank_Stein » Sa 12. Sep 2015, 10:00

Piedro » Fr 11. Sep 2015, 22:36 hat geschrieben:
Für solches Gefasel gibt es bestimmt einen passenden Strang. Hier geht es um Flüchtlinge, und die kommen nicht wegen der gebährunfreudigen, deutschen Frauen.


Das steht natürlich in einem Zusammenhang. Sie kommen, weil wir sie ins Land lassen.
und einige lassen sie ins Land, weil sie der irrsinnigen Meinung sind, dass damit unser
Rentenproblem in 15-30 Jahren gelöst werden können - dass ist ein Irrglaube jener,
die meinen durch massenhafte Einwanderung unsere Probleme zu lösen. Das Gegenteil wird
der Fall sein, denn es wird mehr Probleme dadurch geben und keines der anderen Probleme
gelöst werden.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Frank_Stein
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon Frank_Stein » Sa 12. Sep 2015, 10:03

Lighthouse » Fr 11. Sep 2015, 19:29 hat geschrieben:

Moin, Moin Theo,

dann verrate uns doch bitte, wie man Frauen dazu bringt mehr Kinder in die Welt zu setzen? Frauen, die eine qualifizierte Ausbildung haben sind im Regelfall schon 35 Jahre alt, bevor sie das erste Kind in die Welt setzen können. Dann haben diese Frauen Karriereabsichten, wie beispielsweise meine Tochter, die als Diplom Pädagogin Pädagogik und Psychologie unterrichtet. Ihre Freundin ist Apothekerin und berät die Apotheken der Kliniken in NRW
Beide Frauen haben nach einem Jahr Auszeit wieder im Job angefangen, da sie höhere Ziele anstreben.

Wie glaubst Du könntest Du diese beiden Frauen dazu animieren noch Kinder zu bekommen?

LG Rolf


Indem man den Menschen sagt, dass alles, was sie für wichtig halten wertlos ist, wenn sie keine Kinder haben.
Frauen mit Kindern sind nicht das arme Heimchen am Herd, sondern sie leisten den wichtigsten Beitrag für
diese Gesellschaft, den es gibt.

Ohne Kinder ist alles nichts!
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:04

theo » Sa 12. Sep 2015, 10:00 hat geschrieben:
Das steht natürlich in einem Zusammenhang. Sie kommen, weil wir sie ins Land lassen.
und einige lassen sie ins Land, weil sie der irrsinnigen Meinung sind, dass damit unser
Rentenproblem in 15-30 Jahren gelöst werden können - dass ist ein Irrglaube jener,
die meinen durch massenhafte Einwanderung unsere Probleme zu lösen. Das Gegenteil wird
der Fall sein, denn es wird mehr Probleme dadurch geben und keines der anderen Probleme
gelöst werden.


Wir heißen sie willkommen weil es Menschen sind.
Und Menschen haben neben Fortpflanzung (die für dich offenbar vorrangig ist), viele andere Fähigkeiten.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:05

theo » Sa 12. Sep 2015, 10:03 hat geschrieben:
Indem man den Menschen sagt, dass alles, was sie für wichtig halten wertlos ist, wenn sie keine Kinder haben.
Frauen mit Kindern sind nicht das arme Heimchen am Herd, sondern sie leisten den wichtigsten Beitrag für
diese Gesellschaft, den es gibt.

Ohne Kinder ist alles nichts!


Wenn es so wäre, warum bleiben nicht die Papis daheim um Kindlein zu betreuen?
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon Frank_Stein » Sa 12. Sep 2015, 10:09

epona » Sa 12. Sep 2015, 10:04 hat geschrieben:
Wir heißen sie willkommen weil es Menschen sind.
Und Menschen haben neben Fortpflanzung (die für dich offenbar vorrangig ist), viele andere Fähigkeiten.


Dir liegt offensichtlich nicht viel am Fortbestand der Nachkommen meiner Vorfahren - mir schon.
Es gibt kein Recht auf ein besseres Leben, wenn man es sich nicht im Heimatland selbst erarbeitet.
Das ist oft ein Generationenprojekt - aber nur so wird die Welt besser.

Wenn jeder einfach dorthin abwandert, wo er für seine Arbeit am meisten bekommt, dann kann diese Welt nicht
funktionieren. Das Sozialsystem kann man dann auch gleich mit einstampfen - und unterschiedliche
Kulturen können sich auch nicht entwickeln, dass haben wir lauter entwurzelte Menschen, die keine
Identität mehr haben - so wie die Amerikaner. Ich will nicht, dass Mitteldeutschland zu einer Art Amerika wird.
Ich will hier weiterhin in einer homogenen Gesellschaft leben, wie wir es seit über 1000 Jahren tun.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon Frank_Stein » Sa 12. Sep 2015, 10:12

epona » Sa 12. Sep 2015, 10:05 hat geschrieben:
Wenn es so wäre, warum bleiben nicht die Papis daheim um Kindlein zu betreuen?


Das ist entweder eine dumme Frage oder eine falsche Aussage.
Es findet sehr oft statt, dass beide Elternteile sich abwechseln.
Ansonsten versucht derjenige zur Arbeit zu gehen, der mehr
Geld verdient, denn man benötigt natürlich auf Geld, um Kinder
zu erziehen. Aber alles Geld ist wertlos, wenn man keine Kinder hat.
Zuletzt geändert von Frank_Stein am Sa 12. Sep 2015, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:14

theo » Sa 12. Sep 2015, 10:09 hat geschrieben:
Dir liegt offensichtlich nicht viel am Fortbestand der Nachkommen meiner Vorfahren - mir schon.
Es gibt kein Recht auf ein besseres Leben, wenn man es sich nicht im Heimatland selbst erarbeitet.
Das ist oft ein Generationenprojekt - aber nur so wird die Welt besser.

Wenn jeder einfach dorthin abwandert, wo er für seine Arbeit am meisten bekommt, dann kann diese Welt nicht
funktionieren. Das Sozialsystem kann man dann auch gleich mit einstampfen - und unterschiedliche
Kulturen können sich auch nicht entwickeln, dass haben wir lauter entwurzelte Menschen, die keine
Identität mehr haben - so wie die Amerikaner. Ich will nicht, dass Mitteldeutschland zu einer Art Amerika wird.
Ich will hier weiterhin in einer homogenen Gesellschaft leben, wie wir es seit über 1000 Jahren tun.


Deine Sachsen-Vorfahren sind mir tatsächlich völlig schnuppe.
Es geht um Menschen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion.
Wurzeln kann ein Mensch überall schlagen, wenn er angenommen wird und sich entfalten kann.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:18

theo » Sa 12. Sep 2015, 10:12 hat geschrieben:
Das ist entweder eine dumme Frage oder eine falsche Aussage.
Es findet sehr oft statt, dass beide Elternteile sich abwechseln.
Ansonsten versucht derjenige zur Arbeit zu gehen, der mehr
Geld verdient, denn man benötigt natürlich auf Geld, um Kinder
zu erziehen. Aber alles Geld ist wertlos, wenn man keine Kinder hat.


Quatsch!

Frauen haben u.a. ein geringeres Einkommen weil sie Jahre ihres Lebens mit Kinderaufzucht verbringen.
Warum sind so wenig Papis dazu bereit?

Ergänzung: Frauen haben die besseren Schul/Studienabschlüsse verfügen über Kompetenzen von die Männer nur träumen.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon Brimborium » Sa 12. Sep 2015, 10:18

theo » Sa 12. Sep 2015, 10:00 hat geschrieben:und einige lassen sie ins Land, weil sie der irrsinnigen Meinung sind, dass damit unser
Rentenproblem in 15-30 Jahren gelöst werden können.

Wie sehr hast Du denn bereits für die Behebung des Rentenproblems gesorgt?
:?:
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon Lighthouse » Sa 12. Sep 2015, 10:24

SoleSurvivor » Sa 12. Sep 2015, 07:29 hat geschrieben:Die Studentenzahlen vieler Unis in Deutschland sinken etwas und das wird noch einige Zeit so bleiben.

Warum ein syrischer Arzt aber an einer deutschen Uni studieren sollte, statt an einem deutschen Krankenhaus zu arbeiten, bleibt mal wieder offen.



Moin, Moin SoleSurvivor,

dann würde ich mich an Deiner Stelle informieren, wie ein ausländischer Arzt in Deutschland seine Approbation bekommt.
So lernst du etwas hinzu.

LG Rolf
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 10:35

epona » Sa 12. Sep 2015, 09:52 hat geschrieben:
Ich halte es schlicht für dumm Angst vor einem Ansturm massenhafter syrischer Studierwilliger zu haben.



Und ich halte es für dumm zu glauben, irgendein Politmessias würde das schon irgendwie regeln. Wobei bei den Gläubigen selbst keine Ahnung existiert, wie das zu regeln wäre. Die da oben werden es schon richten.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:39

JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 10:35 hat geschrieben:

Und ich halte es für dumm zu glauben, irgendein Politmessias würde das schon irgendwie regeln. Wobei bei den Gläubigen selbst keine Ahnung existiert, wie das zu regeln wäre. Die da oben werden es schon richten.


An einen Messias glaube ich auch nicht.
Ich fühle mich ganz einfach weder überrannt noch überfordert.
Wir müsen uns den Gegebenheiten anpassen und haben das enorme Glück über die notwendigen Voraussetzungen zu verfügen.
obk
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon obk » Sa 12. Sep 2015, 10:46

epona » Sa 12. Sep 2015, 09:39 hat geschrieben:
An einen Messias glaube ich auch nicht.
Ich fühle mich ganz einfach weder überrannt noch überfordert.
Wir müsen uns den Gegebenheiten anpassen und haben das enorme Glück über die notwendigen Voraussetzungen zu verfügen.


Hallo

Ehrlich? Bei aller Begeisterung, über die Entscheidung, Türen aufzumachen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir die Voraussetzungen nicht mehr haben... ganz banal und praktisch. Wir brauchen z.B. "Platz"! Der kann auch schnell Mangelware werden. Ich sage auch immer... jetzt aber schnell olle Hotels und leere Hallen her... :thumbup: ...aber wie lange? Bei uns - ländliche Gegend - wird gerade die 2. BEA diskutiert... noch sagen alle... "brauchen wir nicht"... schau'n wir mal...

Wie gesagt: Noch ist der Zustand nicht erreicht... aber an ernste Prognosen, wann... da wagt sich derzeit keiner ran.

MfG
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 10:51

epona » Sa 12. Sep 2015, 10:39 hat geschrieben:
An einen Messias glaube ich auch nicht.
Ich fühle mich ganz einfach weder überrannt noch überfordert.
Wir müsen uns den Gegebenheiten anpassen und haben das enorme Glück über die notwendigen Voraussetzungen zu verfügen.



Es würde mich auch wundern, wenn Sie in Ihrem Alter noch zu den Studenten zählen würden. "Wir" sind in diesem Fall die Universitäten, technischen Hochschulen, etc. und der vorhandene Wohnraum und beides organisiert sich nun einmal nicht ad hoc zur Kapazitätserweiterung, nicht einmal, wenn der Absturm durch das G8 und G9 Abitur längerfristig abzuschätzen war. Ergo wird das nichts mit der gewünschten "einfachen Kapazitätserweiterung". Das sind Wunschträume, damit die Friedefreudeeierkuchenwelt stabil bleibt. Die Realität wird zeigen, dass es eben nicht ausreichend ist, Willkommensfähnchen zu schwenken und Sachspenden zu organisieren und zu sortieren und Deutschunterricht zu geben. Die Realität fängt bei verfügbarem, bezahlbarem Wohnraum, Schul- und Hochschulkapazitäten und Arbeitsplätzen an.
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon schelm » Sa 12. Sep 2015, 10:54

epona » Sa 12. Sep 2015, 08:52 hat geschrieben:
Ich halte es schlicht für dumm Angst vor einem Ansturm massenhafter syrischer Studierwilliger zu haben.

Ich auch, denn hunderttausende syrische Studenten hier in der Realität, die könnten D bereichern, wenn sie nicht anschließend doch Taxi fahren. Zu erkennen allerdings, wo Bedarfs- und Kapazitätsgrenzen liegen könnten, hat nichts mit " Angst " zu tun, sondern der Beurteilung der Lage.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon epona » Sa 12. Sep 2015, 10:57

JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 10:51 hat geschrieben:
Die Realität fängt bei verfügbarem, bezahlbarem Wohnraum, Schul- und Hochschulkapazitäten und Arbeitsplätzen an. [/color]


Da stimme ich zu.
Eine lohnenswerte Aufgabe, die Einzelpersonen nicht bewerkstelligen können.
Wir haben die Kapazitäten um die Voraussetzungen zu erfüllen.
Zuletzt geändert von epona am Sa 12. Sep 2015, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 11:11

epona » Sa 12. Sep 2015, 10:57 hat geschrieben:
Da stimme ich zu.
Eine lohnenswerte Aufgabe, die Einzelpersonen nicht bewerkstelligen können.
Wir haben die Kapazitäten um die Voraussetzungen zu erfüllen.



Genau das bezweifle ich, aufgrund örtlicher Kenntnisse.
Ich werde von Ihnen auch nicht verlangen, wie es hier mehr und mehr Usus wird, das per Link zu belegen, denn Sie können es nicht belegen. Das können weder Sie, noch eine Kommune, noch ein Bundesland, noch eine Regierung in Berlin, weil die Zahlen zurzeit gar nicht abschätzbar sind. Es ist ergo tatsächlich messianischer Glaube, der zu solchem "Alles wird gut" Glauben führt, denn Wissen kann es nicht sein.
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Re: Gysi : " Flüchtlinge sind eine Chance "

Beitragvon schelm » Sa 12. Sep 2015, 11:11

epona » Sa 12. Sep 2015, 09:14 hat geschrieben:
Deine Sachsen-Vorfahren sind mir tatsächlich völlig schnuppe.
Es geht um Menschen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion.
Wurzeln kann ein Mensch überall schlagen, wenn er angenommen wird und sich entfalten kann.

Wurzeln kann ein Mensch überall schlagen, wenn er sich in ein bestehendes Gefüge integriert. Wenn er das nicht tut, bleibt er ein Fremdkörper, oder er bildet durch Nachzug parallele Gefüge ( Segregation ), oder die Mehrheitsverhältnisse kehren sich lokal/regional/überregional im Laufe der Zeit um, damit verdrängt man das bisherige Gefüge.

Oft beschleicht mich das Gefühl, bestimmte Bürger in D fiebern dem geradezu entgegen.
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Re: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Sep 2015, 11:20

JJazzGold » Sa 12. Sep 2015, 11:11 hat geschrieben:Genau das bezweifle ich...

Ich auch. Wo soll das Geld dafür denn plötzlich her kommen? Oder ist doch jede Menge Geld da und wurde den Bürgern bisher nur vorenthalten? Ist ja nicht so, als wären Unis, Schulen und Kindergärten in Topzustand und ohne Kapazitätsprobleme. Die Äußerungen Merkels und anderer Politiker klingen in meinen Ohren viel mehr wie das Pfeifen im Walde und wie Durchhalteparolen, um erstmal den Deckel draufzuhalten. Das ganze Ausmaß der Probleme wird auch erst in ein bis zwei Jahren deutlich werden, wenn die jetzigen Flüchtlinge das Bewerberverfahren durchlaufen haben und dann in den Wohnungs- und Arbeitsmarkt drängen und ihre Kinder in die Kindergärten, Schulen und Unis gehen wollen. Dann ist auch der "Refugees Welcome"-Vollrausch ausgeschlafen und die Kopfschmerzen und Magenprobleme fangen an. Und just zu dem Zeitpunkt steht die nächste Bundestagswahl auf dem Programm, man kann nur hoffen, dass es bis dahin keine rechtspopulistische Partei geschafft hat, sich einigermaßen seriös zu positionieren.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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