Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

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Quatschki
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Quatschki » So 9. Okt 2016, 20:52

epona hat geschrieben:(09 Oct 2016, 20:46)

Wer von importierten Menschen sabbelt, der hat nicht nur keine Ahnung vom Kochen, der sollte bei Currywurst und Pommes bleiben.

Nur wenn das Curry von einem echten Inder und die Pommes von einem Franzosen zubereitet wurden,
ansonsten bleibe ich bei Bockwurst mit Semmel.
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Laertes
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Laertes » So 9. Okt 2016, 20:59

Sind multiethnisch und multikulturell nicht zwei Paar verschiedene Schuhe? Welche Rolle spielt die ethnische Herkunft wenn alle auf das gleiche Gesellschaftsideal hinwirken? Und was hilft es wenn zwar alle deutsche Volksgenossen sind, aber die einen die Diktatur des Proletariats, die anderen die Diktatur der Arier und wieder andere die Diktatur des Kapitals errichten wollen?

Menschen sind unterschiedlich (genetisch und biografisch). An einer pluralistischen Gesellschaft führt schon deshalb kein Weg vorbei. Aber für mich gibt es einen Korridor des gesellschaftlichen Konsens, in welchen Grenzen ich diesen Pluralismus für wünschenswert halte. Demokratie, Grundgesetz, Aufklärung, westliche Werte und Lebensart. Das ist per Definition nicht multikulturell sondern monokulturell (westlich). Dabei mit zu machen sind von mir aus Angehörige aller Ethnien eingeladen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 21:01

epona hat geschrieben:(09 Oct 2016, 20:46)

Wer von importierten Menschen sabbelt, der hat nicht nur keine Ahnung vom Kochen, der sollte bei Currywurst und Pommes bleiben.


Hey, nix gegen Currywurst. :mad: :D
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 21:15

Laertes hat geschrieben:(09 Oct 2016, 20:59)

Sind multiethnisch und multikulturell nicht zwei Paar verschiedene Schuhe? Welche Rolle spielt die ethnische Herkunft wenn alle auf das gleiche Gesellschaftsideal hinwirken? Und was hilft es wenn zwar alle deutsche Volksgenossen sind, aber die einen die Diktatur des Proletariats, die anderen die Diktatur der Arier und wieder andere die Diktatur des Kapitals errichten wollen?

Menschen sind unterschiedlich (genetisch und biografisch). An einer pluralistischen Gesellschaft führt schon deshalb kein Weg vorbei. Aber für mich gibt es einen Korridor des gesellschaftlichen Konsens, in welchen Grenzen ich diesen Pluralismus für wünschenswert halte. Demokratie, Grundgesetz, Aufklärung, westliche Werte und Lebensart. Das ist per Definition nicht multikulturell sondern monokulturell (westlich). Dabei mit zu machen sind von mir aus Angehörige aller Ethnien eingeladen.


Wie nennt man es wenn Menschen innerhalb eines Staates unterschiedlicher Folklore (Kultur/Religion etc.) anhängen, aber sich den Rahmenbedingungen die der Staat vorgibt unterordnen und in diesem Sinne das Gemeinwesen voranbringen und sich ihm anpassen?
Ist das ein multikultureller Staat? Ich glaube alleine bei der Definition gehen die Meinungen auseinander.
Nehmen wir den Verteidigungsminister von Kanada als personifiziertes Beispiel dafür

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ister.html
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » So 9. Okt 2016, 21:47

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 21:15)

Wie nennt man es wenn Menschen innerhalb eines Staates unterschiedlicher Folklore (Kultur/Religion etc.) anhängen, aber sich den Rahmenbedingungen die der Staat vorgibt unterordnen und in diesem Sinne das Gemeinwesen voranbringen und sich ihm anpassen?


Ich denke das ist nicht Problem. Sondern die Frage wenn irgendwelche Kulturen versuchen diese Rahmenbedingungen eines Staates zu umterminieren .
Und selbst die Angst der Angst davor.......reicht schon, weil vieles zu schnell geht, zu fremd ist.

So zumindest erkläre ich mir Pegida, Afd und Co.
Und mit Peace, Love and Harmony ....lässt sich das eben nicht beiseite reden.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Laertes » So 9. Okt 2016, 22:15

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 21:15)

Wie nennt man es wenn Menschen innerhalb eines Staates unterschiedlicher Folklore (Kultur/Religion etc.) anhängen, aber sich den Rahmenbedingungen die der Staat vorgibt unterordnen und in diesem Sinne das Gemeinwesen voranbringen und sich ihm anpassen?


Überspitzt: Das nennt man Gesellschaft in Auflösung. Gesellschaft im Sinne von funktionierender Gemeinschaft kann nicht von oben verordnet werden. Funktionierende, stabile und intakte Gesellschaften bilden sich bottom up und nicht top down. Und sie bilden sich auf der Basis von Vertrauen, gleichen Werten, Vorhersehbarkeit wie der andere tickt und Interaktion bei gemeinschaftlichen Anstrengungen (Ernte, Dorffest, Zusammenarbeit, ...).

Pragmatisch betrachtet ist die folkloristische Frage Dirdl oder Bollenhut nichts was unsere Gesellschaft sprengen wird. Andererseits sollte uns Jugoslawien ein warnendes Beispiel bleiben wie schnell die zivilisatorische Tünche in einer multi-kulturell-ethnischen Gesellschaft in Massenmord, Progrom und systematischer Vergewaltigung endet.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 22:29

BingoBurner hat geschrieben:(09 Oct 2016, 21:47)

Ich denke das ist nicht Problem. Sondern die Frage wenn irgendwelche Kulturen versuchen diese Rahmenbedingungen eines Staates zu umterminieren .
Und selbst die Angst der Angst davor.......reicht schon, weil vieles zu schnell geht, zu fremd ist.

So zumindest erkläre ich mir Pegida, Afd und Co.
Und mit Peace, Love and Harmony ....lässt sich das eben nicht beiseite reden.


Das diese Rahmenbedingungen unterminiert werden geht natürlich nicht. Ich denke da an Salafisten, Nazis, Kommunisten etc.
Aber das meine ich gar nicht. Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Kultur können trotzdem zusammen leben und darin übereinstimmen, das jeder nach eigener Facon glücklich wird, aber trotzdem dem Gemeinwesen nützt. Das schliesst sich doch überhaupt nicht aus.
Was mich betrifft, ich bin ein Verfechter dieses Verfassungspatriotismus und glaube das Multikulti (im Sinne eines die Grundregeln akzeptierenden Patriotismus) möglich ist und ich glaube nicht an Peace, Love and Harmony. Ich glaube das alle Feinde dieser freiheitlichen Gesellschaft, egal aus welcher Ecke, den Knüppel im Rücken spüren müssen.
Und ich bin der Ansicht das alle, die diese Gesellschaft voranbringen willkommen sein sollen, vollkomen egal welchem kulturellen Firlefanz sie folgen.
Es gibt Staaten die diesem Prinzip folgen und die erfolgreich sind. Daher verstehe ich bis heute nicht, warum Multikulti nicht funktionieren soll. Das ist in meinen Augen ein ideologisches Postulat: "Was nicht sein soll, darf nicht sein."
Zuletzt geändert von Wasteland am So 9. Okt 2016, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 22:43

Laertes hat geschrieben:(09 Oct 2016, 22:15)

Überspitzt: Das nennt man Gesellschaft in Auflösung. Gesellschaft im Sinne von funktionierender Gemeinschaft kann nicht von oben verordnet werden. Funktionierende, stabile und intakte Gesellschaften bilden sich bottom up und nicht top down. Und sie bilden sich auf der Basis von Vertrauen, gleichen Werten, Vorhersehbarkeit wie der andere tickt und Interaktion bei gemeinschaftlichen Anstrengungen (Ernte, Dorffest, Zusammenarbeit, ...).


In einer urbanen, globalisierten Gesellschaft gibt es aber diese gemeinschaftlichen Anstrengungen im Sinne eines Kollektivs nicht. Zumindest nicht als alternativlose Zwangsveranstaltung. Da sucht sich jeder was ihm gefällt.
Der Zusammenhalt entsteht da anders.
Ich bin nicht der Meinung das solch eine Gesellschaft sich in Auflösung befindet. Der Zusammenhalt entsteht doch über gemeinsame Werte die über detaillierte kulturelle Spezifika wie Ernte, Volksfest etc. hinausgehen.
Z.B. Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschenrechte etc.

Laertes hat geschrieben:(09 Oct 2016, 22:15)
Pragmatisch betrachtet ist die folkloristische Frage Dirdl oder Bollenhut nichts was unsere Gesellschaft sprengen wird. Andererseits sollte uns Jugoslawien ein warnendes Beispiel bleiben wie schnell die zivilisatorische Tünche in einer multi-kulturell-ethnischen Gesellschaft in Massenmord, Progrom und systematischer Vergewaltigung endet.


Jugoslawien ist aber auch ein Extrembeispiel. Drei verschiedene Gruppen, historisch verfeindet, bei denen Religion und nationale Zugehörigkeit instrumentalisiert wurden um Machtansprüche zu unterstreichen und die Bevölkerung aufzuwiegeln.
Das geht immer am einfachsten über ethnische, nationale oder religiöse Zugehörigkeit.
Laut UN sind aber 90% der Staaten weltweit multiethnisch. Wäre das grundsätzlich ein Problem, dann gäbe es fast überall Krieg.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Billie Holiday » So 9. Okt 2016, 22:49

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 22:29)

Das diese Rahmenbedingungen unterminiert werden geht natürlich nicht. Ich denke da an Salafisten, Nazis, Kommunisten etc.
Aber das meine ich gar nicht. Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Kultur können trotzdem zusammen leben und darin übereinstimmen, das jeder nach eigener Facon glücklich wird, aber trotzdem dem Gemeinwesen nützt. Das schliesst sich doch überhaupt nicht aus.
Was mich betrifft, ich bin ein Verfechter dieses Verfassungspatriotismus und glaube das Multikulti (im Sinne eines die Grundregeln akzeptierenden Patriotismus) möglich ist und ich glaube nicht an Peace, Love and Harmony. Ich glaube das alle Feinde dieser freheitlichen Gesellschaft, egal aus welcher Ecke, den Knüppel im Rücken spüren müssen.
Und ich bin der Ansicht das alle, die diese Gesellschaft voranbringen willkommen sein sollen, vollkomen egal welchem kulturellen Firlefanz sie folgen.
Es gibt Staaten die diesem Prinzip folgen und die erfolgreich sind. Daher verstehe ich bis heute nicht, warum Multikulti nicht funktionieren soll. Das ist in meinen Augen ein ideologisches Postulat: "Was nicht sein soll, darf nicht sein."


Kommt wohl drauf an, wie man Mulitkulti definiert. Wenn letztlich alle an einem Strang ziehen, ist es völlig wurscht, wie und ob der einzelne zuhause betet oder sein Leben gestaltet.
An eine nicht enden wollende Gruppenumarmung voller Harmonie glaube ich auch nicht, weiß auch nicht, ob ich das wollte.
Ein friedliches Nebeneinander, wo alle die Gesetze achten und sich entweder mit Respekt und Freundschaft begegnen, oder sich aus dem Wege gehen, ist ein durchaus denkbares Szenario. :thumbup: Es ist ja nicht so, dass in den Ländern, wo Multikulti gut klappt, sich alle in Liebe und Zuneigung ergeben sind.

Im übrigen lese ich Deine Beiträge sehr gern, sie sind jenseits allen Kitsches. :)
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Jekyll » So 9. Okt 2016, 22:59

Occham hat geschrieben:(09 Oct 2016, 19:00)

Hast du schon mal eine Birne oder einen Apfel sagen hören, das er/sie zu der Kultur gehört, die die tatsächliche Wahrheit kennen? Und hast du schon mal gesehen, wie die Birne den Apfel bekriegt, weil keiner begreifen will, das die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt?
Ich esse die immer auf, bevor sie was sagen können. Dann werden sie in meinem Verdauungstrakt zwangsassimiliert.

Also ich noch nicht, es gibt bessere Vergleiche für Multiethnie.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 23:03

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Oct 2016, 22:49)

Kommt wohl drauf an, wie man Mulitkulti definiert. Wenn letztlich alle an einem Strang ziehen, ist es völlig wurscht, wie und ob der einzelne zuhause betet oder sein Leben gestaltet.
An eine nicht enden wollende Gruppenumarmung voller Harmonie glaube ich auch nicht, weiß auch nicht, ob ich das wollte.
Ein friedliches Nebeneinander, wo alle die Gesetze achten und sich entweder mit Respekt und Freundschaft begegnen, oder sich aus dem Wege gehen, ist ein durchaus denkbares Szenario. :thumbup: Es ist ja nicht so, dass in den Ländern, wo Multikulti gut klappt, sich alle in Liebe und Zuneigung ergeben sind.

Im übrigen lese ich Deine Beiträge sehr gern, sie sind jenseits allen Kitsches. :)


Danke, das geht runter wie Öl. :)

Ich verstehe halt nicht warum vernunftbegabte Menschen es nicht schaffen sollten friedlich zu koexistieren, egal ob sie nun chinesisches Neujahr begehen oder einen Sonnentanz machen oder ein Bierfass anstechen.
Das Problem fängt da an, wo sie andere belästigen, drangsalieren und zwingen wollen irgendwelchen Traditionen zu folgen. Das gilt auch für konservative Muslime.
Aber warum soll man nicht leben und leben lassen können, wenn alles im friedlichen Einverständnis ist? Ich verstehe das nicht.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Selina » So 9. Okt 2016, 23:17

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:03)

Das Problem fängt da an, wo sie andere belästigen, drangsalieren und zwingen wollen irgendwelchen Traditionen zu folgen. Das gilt auch für konservative Muslime.


:thumbup: Der Daumen ist für den gesamten Dialog von euch beiden gedacht. Sehe ich auch so. Und nur als Ergänzung zu deinem obigen Satz: Das gilt auch für Christen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 23:25

Selina hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:17)

:thumbup: Der Daumen ist für den gesamten Dialog von euch beiden gedacht. Sehe ich auch so. Und nur als Ergänzung zu deinem obigen Satz: Das gilt auch für Christen.


Und Juden und Buddhisten usw.. Das gilt generell.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Jekyll » So 9. Okt 2016, 23:25

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:03)

Danke, das geht runter wie Öl. :)

Ich verstehe halt nicht warum vernunftbegabte Menschen es nicht schaffen sollten friedlich zu koexistieren, egal ob sie nun chinesisches Neujahr begehen oder einen Sonnentanz machen oder ein Bierfass anstechen.
Das Problem fängt da an, wo sie andere belästigen, drangsalieren und zwingen wollen irgendwelchen Traditionen zu folgen. Das gilt auch für konservative Muslime.
Aber warum soll man nicht leben und leben lassen können, wenn alles im friedlichen Einverständnis ist? Ich verstehe das nicht.
Zuviel Frieden und Harmonie kann auch langweilig sein. Ich glaube, das Leben setzt mehr auf Dynamik und Kreativität. Evolution scheint eine höhere Priorität zu haben als ein friedliches Miteinander.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 9. Okt 2016, 23:30

Jekyll hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:25)

Zuviel Frieden und Harmonie kann auch langweilig sein. Ich glaube, das Leben setzt mehr auf Dynamik und Kreativität. Evolution scheint eine höhere Priorität zu haben als ein friedliches Miteinander.


Evolution ist aber nicht geeignet um menschliches miteinander und Politik zu erklären. Sonst wäre Dauerkrieg oder "Naturzustand" wie Hobbes es nannte.
In einem Staatswesen müssen gewisse evolutionäre Grundregeln ausgesetzt werden, sonst gäbe jeder jedem ständig auf die Fresse.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Selina » So 9. Okt 2016, 23:43

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:25)

Und Juden und Buddhisten usw.. Das gilt generell.


Genau. Gilt vor allem für Fundamentalisten aller Religionen. Ansonsten kann man doch gut miteinander auskommen. Man muss sich ja wirklich nicht permanent umarmen unbedingt, einfach nur akzeptieren. Ein bisschen Neugier auf den scheinbar "Fremden" kann auch nicht schaden. Meistens kann man sogar was lernen dabei. Und die schönsten Feten sind die Multikulti-Sessions.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Laertes » Mo 10. Okt 2016, 00:06

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:30)

Evolution ist aber nicht geeignet um menschliches miteinander und Politik zu erklären.


Ab 00:14:57 die Zusammenfassung warum Politik und Religion auf evolutionäre Vorteile zurückgehen:

http://www.ted.com/talks/jonathan_haidt ... e#t-886133

(Ich weiß, ich wiederhole mich)
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Mo 10. Okt 2016, 00:59

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 21:15)

Wie nennt man es wenn Menschen innerhalb eines Staates unterschiedlicher Folklore (Kultur/Religion etc.) anhängen, aber sich den Rahmenbedingungen die der Staat vorgibt unterordnen und in diesem Sinne das Gemeinwesen voranbringen und sich ihm anpassen?
Ist das ein multikultureller Staat? Ich glaube alleine bei der Definition gehen die Meinungen auseinander.
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https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ister.html

Ein multikultureller Staat wäre die mögliche Mischung von Kulturen die sich im wesentlichen nur in der Folklore unterscheiden, ansonsten ist der Begriff bereits eine Mogelpackung. Kulturen, die konträre Sichtweisen auf Individualität und Kollektivismus haben, können nicht wirklich plausibel in einem Rahmen harmonieren.

Die einschränkende Vorgabe eines Rahmens löst den Widerspruch ja nicht auf, der Rahmen unterdrückt ihn nur. Wenn die innere Einstellung beim Zuwanderer zu Individualität und Kollektiv nicht im Widerspruch zur Landeskultur steht, bedarf es keines Korsettes, weil übrig nur Folklore und absolut privat gelebter Glaube bliebe.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 01:48

Wasteland hat geschrieben:(09 Oct 2016, 22:29)
Daher verstehe ich bis heute nicht, warum Multikulti nicht funktionieren soll. Das ist in meinen Augen ein ideologisches Postulat: "Was nicht sein soll, darf nicht sein."


Das sehe ich genau so !
Nur, das ist halt ein Ideal und dafür muss man streiten........STREITEN.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Wenn du in Australien lebst und dein nächster Nachbar 10 Kilometer weit weg ist, wird es dich nicht stören was er in seinen Garten macht.
Das ist aber nicht einfach auf Deutschland übertragbar. Hier fehlt schlicht der Platz. Deshalb mehr Regelungen. Und Australien hat schon rigide Einwanderungsregelungen.

Die Reibungspunkte findest du in Diskussionen wieder. Burka, was bedeutet Religionsfreiheit ? darf ein Kreuz im Gerichtssaal hängen ?......
Natürlich kann man sich immer auf das GG zurück ziehen. Aber das ist eben nur die Rahmenbedingung.
Der gesellschaftliche "Konflikt" muss eben in der Politik/Gesellschaft ausgefochten werden.

Es mag so abgelutscht klingen aber ein Paradebeispiel ist für mich die Nationalmannschaft.
Kannst machen was du willst. Kannst nach Mekka pilgern usw. aber wer sich in einen bestimmten Rahmen nicht anpasst und die Leistung nicht bringt, der fliegt halt.
Klassiker ist seid jeher das Singen der Nationalhymme......




Ich persönlich halte von Özil bis Vogts in dieser Frage für Pfeifen.
Denn wenn ich da stehen würde, würde ich mir die Lunge aus dem Leib schreien.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 02:24

Jekyll hat geschrieben:(09 Oct 2016, 23:25)

Zuviel Frieden und Harmonie kann auch langweilig sein. Ich glaube, das Leben setzt mehr auf Dynamik und Kreativität. Evolution scheint eine höhere Priorität zu haben als ein friedliches Miteinander.


Das ist ein falsches Verständnis von Evolution bzw. Leben.
Kooperation, Milde, Hilfe, Fürsorge, Mitgefühl, Sinn für Gemeinschaft........sind keine "menschlichen", geistig erdachte Konstrukte.

Sie sind evolutionär entwickelt. Wie Krallen, Fingernägel, Zähne, was weiß ich.
Kennst du "genetischen Unterschied" zwischen mir und dir ?
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