Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

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Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Multiethnische Gesellschaft
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Deutsche Gesellschaft
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Andere Meinung
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Wähler
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wähler » So 13. Mär 2016, 17:13

harry52 hat geschrieben:(07 Mar 2016, 08:22)
Und dann gibt es dazwischen die Mitte wie ich,
die versuchen mit Verstand und gewaltlos Probleme zu lösen. Außerdem lebe ich seit Jahrzehnten mit Menschen mit Migrationshintergrund (Spanien, Türkei, Italien, Portugal, ...) zusammen und finde diesen Thread ziemlich schräg. Meine Tochter ist 14 und hatte schon in der Grundschule zehn Mitschülerinnen mit Migrationshintergrund und jetzt auf der Gesamtschule auch. Die Hälfte aller Freundinnen meiner Tochter haben Migrationshintergrund. Bei uns ist sie doch schon seit Jahrzehnten völlig normal die Multiethnische Gesellschaft.

Da hilft wohl nur eine dosierte Konfrontation zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Ohne Einwanderungsgesetz mit fairen Richtlinien und Regeln wird es wahrscheinlich nicht funktionieren.
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DeutschlandSubjektiv
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon DeutschlandSubjektiv » So 17. Apr 2016, 18:10

Wer sich mal eine Portion Realität bzgl. der nicht-existierenden Parallelgesellschaften abholen will, der kann sich ja mal das Buch "Deutschland im Blaulicht" reinziehen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Teeernte » So 17. Apr 2016, 18:31

JFK hat geschrieben:(08 Mar 2016, 20:06)

Genau diese Art der Stigmatisierung spaltet sie Gesellschaft.


An den Hintern fassen.... ist ein Unterschied zu "IN den Hintern fassen".... und wenn das DEIN Arabischer FREUND macht (Fremde Mädels...ohne zu fragen) ..

ist er .....nicht von hier. (....und nebenbei ein armes SCHw....n)

Daran wird sich NUR mit viel MIGRATION etwas ändern.... (Dass später dann ein hiesiger dabei ist , die Mädels IN den Hintern zu greifen?) :D :D

Stigma ? Realität...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Antonius
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Antonius » So 17. Apr 2016, 18:55

DeutschlandSubjektiv hat geschrieben:(17 Apr 2016, 18:10)
Wer sich mal eine Portion Realität bzgl. der nicht-existierenden Parallelgesellschaften abholen will, der kann sich ja mal das Buch "Deutschland im Blaulicht" reinziehen.
Dem kann ich nur beipflichten.

- Tania Kambouri, Deutschland im Blaulicht, Piper-Verlag, München, Berlin, Zürich, 2015.

Siehe auch:
viewtopic.php?f=34&t=58954&hilit=tania+kambouri&start=280
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wähler » Mo 25. Apr 2016, 06:57

siehe auch:
Wähler hat geschrieben:Re: Islamistischer Terroranschlag in Essen(24 Apr 2016, 18:26)
Sehr anregender Presseclub (+ Nachgefragt) zum Thema: Die Angst vor dem Islam – Panikmache oder berechtigte Sorgen?
http://www.ardmediathek.de/tv/Presseclu ... d=34900376
Statt ein Fazit wiederzugeben, möchte ich auf ein Erkenntnisproblem hinweisen:
In Europa gibt es seit der Französischen Revolution eine klare Trennung zwischen Staat und Religion.
Im Nahen- und Mittleren Osten gibt es eine extrem konservative sunnitische Monarchie in Saudi-Arabien und eine schiitische Islamische Republik Iran, die nach einer "modernen Revolution" entstanden ist.
Habe diese Spielarten der Vermischung von Staat und Religion einen Einfluss auf die Entstehung des sogenannten islamistischen Terrorismus, wie ihn Al Qaida und der IS vertreten?
Wieviel von diesen regionalen Konflikten spielt sich davon hier in Deutschland ab?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wähler » Sa 30. Apr 2016, 07:47

http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... 24419.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Epoch_Times
Epoch Times 24. April 2016 Durch Isolation zur Parallelgesellschaft
"Es bilden sich Parallelgesellschaften, in denen eine geringe Normenakzeptanz vorherrscht. Wir reden hier über kein religiöses Problem. Denn mit dem Islam hat das alles nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um jahrhundertealte Regeln, die aus Stammesstrukturen kommen."
In Deutschland habe es in den 1980-er Jahren für die Kinder der Einwanderer keine Schulpflicht gegeben und die Erwachsenen durften nicht arbeiten. "Man hatte seinerzeit mit einer baldigen Rückkehr der Menschen gerechnet. Doch das ist nicht eingetreten."

In der aktuellen Flüchtlingskrise dürften diese Fehler nicht wiederholt werden, betont Jacob. (Dirk Jacob, Kriminaldirektor am LKA Berlin) Die baldige Integration sei so wichtig, "weil vor allem junge Männer, völlig unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder der Nationalität, die anfälligste Gruppe für Kriminalität sind".

Die integrierende Entwicklungshilfe an den Flüchtlingen zum Zweck der Einwanderung oder dem Wiederaufbau in der befriedeten Heimat ist ohne Alternative.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wähler » Fr 20. Mai 2016, 06:25

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... ageIndex_2
FAZ 19. Mai 2016 Lebensverhältnisse vieler Migranten sind schwierig
In Geld heißt das: Der durchschnittliche deutsche Haushalt hat netto 1730 Euro im Monat, der entsprechende Migrantenhaushalt 1482 Euro und der türkische Durchschnittshaushalt nur 1242 Euro.

Während ein deutscher Durchschnittshaushalt aus 1,9 Personen besteht und auf 59 Quadratmetern pro Kopf lebt, bestehen türkische Haushalte im Durchschnitt aus 3,2 Personen mit einer Wohnfläche von 32 Quadratmetern pro Kopf. Die ermittelten monatlichen Mietausgaben türkischer Haushalte sind indes mit 530 Euro im Monat höher als der Durchschnitt...Dass viele Migranten in großen Städten leben, trage zu einem „erschwerten Zugang zu bezahlbarem und geeignetem Wohnraum“ bei.

Unter den heute 17- bis 45-Jährigen mit türkischen Wurzeln haben 40 Prozent höchstens die Hauptschule abgeschlossen; 51 Prozent haben nach der Schulzeit keinen Berufsabschluss erreicht. Zum Vergleich: Von den Migranten aus den anderen Gastarbeiterländern, also Südeuropa und dem früheren Jugoslawien, haben 35 Prozent keinen Berufsabschluss; unter den deutschen Vergleichspersonen sind das weniger als 20 Prozent.

Unter allen 16,4 Millionen Personen mit Migrationshintergrund äußerten 80 Prozent den Wunsch, für immer in Deutschland zu bleiben. Unter den Befragten türkischer Herkunft waren es dagegen nur zwei Drittel.

Bei den Flüchtlingen wird es sich wohl ähnlich entwickeln.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 20. Mai 2016, 10:52

Wie gut würde unsere derzeitige Gesellschaft mit dem was übrigbleibt auskommen ? Ohne weitgehend unerwünschten Zulauf von "Außen". Ein Mangel an Arbeitskräften kann man im "Schengenraum" eher nicht vermuten. Weitgehend "freizügig" gibt es auch ohne Flüchtlinge für die reicheren Staaten in der EU bereits recht große Probleme mit dem allgemeinen sozialen Gefälle.

Es gibt da jemanden dessen "Kriegsindex" (auch wenn einem der "Erfinder" nicht passt) durchaus logisch daherkommt. Vereinfacht - wer mehr "Anwärter" auf verfügbare Beschäftigungsverhältnisse hat bzw. "produziert", darf sich über soziale Probleme nicht wundern. Umgekehrt, wer produktive menschliche Arbeitsplätze durch maschinelle Produktion ersetzt und nicht gleichzeitig für finanziellen Ausgleich bemüht ist, läuft in die selbe Falle.

Auch ohne Migranten, welche das immer selbe Grundproblem "außer Landes" treibt, ist Europa (leider nicht nur EU) zunehmend mit Menschen "gesegnet", welche in keiner Weise für die Produktivität "erforderlich" sind. Ein immer größeren Teil wird (dort wo das noch funktioniert) in den "unproduktiven Dienstleistungsbereich" verschoben. Die "natürliche Abnahme" von längst nicht mehr benötigten Arbeitskräften, kann nicht Schritt halten mit den Veränderungen die gerade bei "Industrie 4.0" angekommen ist.

"außereuropäisches Ausland" - dort hat man die bereits angedeuteten internen Probleme in "Reinkultur". Im Gegensatz zu den Ländern der sog. "Ersten Welt", besteht aus den verschiedensten kulturellen, sozialen und religiösen Gründen die "Hauptproduktion" in weiteren Landeskindern, für die es außer rückständigen Sozialstrukturen (Eltern werden von den überlebenden Kindern noch ein Weilchen erhalten), keinerlei "Bedarf" gibt. Die Folgen sind unausweichlich und das übliche "westliche Containment" funktioniert "leider" nicht mehr.

Ein (zumindest mir) einleuchtende Beispiel - wo 100 "Ruheständler" von 600 Bewerbern abgelöst werden sollen, ist ein gewisser "negativer Effekt" unvermeidlich. Da ja hier nicht die ausgefeilte Bildung über den Erfolg einen Arbeitsplatz zu ergattern entscheidet, sondern schlicht Zufall oder irgendwelche Manipulationen - Resultat immer gleich - 500 Individuen bleiben ohne Job. Dies wäre ja kein Problem, aber da es sich hier um den landesweiten Durchschnitt handelt, ist das ein sehr, sehr großes Problem

Besonders unerfreulich, die Betroffenen stehen meist am Anfang ihres Erwachsenendaseins und die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze werden (zumindest in den dafür "geeigneten" Staaten) noch weiter abnehmen. In sehr "unproduktiven" Staaten - dort wird allenfalls verbraucht, was anderswo die hochmodernen Fabriken verlässt, sind alle die es irgendwie hinbekommen im "zivilen Staatsdienst" oder in einer Armee, die meist repressive Aufgaben im Inland hat. Oder um die "Nachbarn" mit den selben Problemen daran zu hindern, das Wenige das "man" hat, wegzunehmen oder diese den Nachbarn selbst anzutun.

Im Prinzip ist sich da Mensch treu geblieben - diese Probleme gibt es seit es Menschen gibt. Leider gibt es inzwischen so viele davon, das bereits die pure Anzahl sich zum Hauptproblem entwickelt hat. Der "Erfinder" diese Indexes, Herr Gunnar Heinsohn hat die folgenden Beispiele und deren "Bürgerkriegsindex" mit dem Deutschen verglichen. Mit dem Index von 6 liegen Afghanistan, Gaza oder Uganda (und alle vergleichbaren Länder) ganz "vorn". Ganz sicher nicht der einzige Grund für "innere Unzufriedenheit" schneidet doch D mit 0,8 derzeit scheinbar als absolut friedlich ab.

Wir haben uns zu sehr über unsere bislang erfreuliche Situation gewöhnt und offensichtlich nicht begriffen, dass auch hier längst "innere" Veränderungen stattfinden die man eben nicht mit noch mehr "Enthaltsamkeit" in den Griff bekommen kann. Das in der gegenwärtigen Situation über eine vergleichsweise, "handvoll exotischer Spezialisten" hinaus, absolut keinerlei Bedarf an "Migranten" aus "Übersee" besteht, der sich nicht problemlos aus "EU-Beständen" befriedigen ließe.

Erst recht kein Bedarf an Menschen, welche so sind wie sie sind, weitgehend "inkompatibel" zu unserer Kultur, die nun gerade nicht innerlich von Festigkeit strotzt. "Integration" - warum jemanden mühevoll integrieren, wenn bei näherer Betrachtung wohl oder übel feststeht, wir brauchen keine zusätzliche Belastungen auf dem Arbeitsmarkt - auf dem Wohnungsmarkt usw. Der irre Gedanke, sich junge, aber vollkommen systemfremde zur Erarbeitung von Pensions- und Rentenansprüchen ins Land zu wünschen, könnte angesichts der vorhandenen produktiven Vollarbeitsplätze, nicht dümmer sein. Selbst wenn dieser Teil funktionieren könnte, woher kommt dann der "Ersatz", wenn diese Kohorte selbst einmal "Pensions- und Rentenansprüche" geltend machen wird ?

Ein (friedliches) Gesundschrumpfen mit dem Ziel, Ressourcen und Bevölkerung miteinander in Einklang zu bringen ist pure Vernunft. Leider "stören" da jene, welche selbst durch ihre Kultur in Kombination mit einer der gewalttätigsten Religionen, tendenziell nun rein garnix von Anpassung an die begrenzten irdischen Verhältnisse halten, gar sehr. Das noch immer fragile, mühsam erkämpfte "innere Gleichgewicht" in den wenigen Ausnahmeländern Europas, wird schon durch die anderen europäischen Staaten, welche das noch lange nicht sein werden - "ausgewogen sein" - durchaus schon in Frage gestellt. Man muss nun nicht mit übergroßer Intelligenz gesegnet sein um zu verstehen, welchen "Impakt" große gleichzeitige und unerwünschte Migrationsbewegungen in den "Schengenraum" haben werden. Bis ein "Migrant" sich vollkommen assimiliert haben wird, vergehen nach entsprechenden Untersuchungen ~70 Jahre. In dieser Zeit wird nur langsam abfallend die selbe Anzahl Kinder gezeugt werden, was wiederum den Bemühungen sich den vorhandenen Ressourcen anzupassen zuwiderläuft. Dies dürfte umso dramatischer verlaufen, wenn sich die bereits üblichen Parallelgesellschaften noch weiter vergrößern werden. Ein Blick ins Nachbarland Frankreich, sollte genügen...
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Julian » Sa 21. Mai 2016, 14:33

Helmuth_123 hat geschrieben:(30 Aug 2015, 13:28)

Angeregt durch den heutigen Presseclub (30.08.15) möchte ich einen Strang zum Thema aufmachen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Im Presseclub hat einer der anwesenden Journalisten den Wunsch geäußert, dass die deutsche Gesellschaft in eine multiethnische Gesellschaft, nach Vorbild der USA transformiert werden soll. Dementsprechend würde aus dem bisherigen zumindest de jure Nationalstaat, ein Staat werden, der seine Grundlage nicht mehr in der Nation sieht. Welche Meinung habt ihr dazu. Soll aus der deutschen Gesellschaft eine multiethnische Gesellschaft werden und welche Vorteile und Nachteile können sich aus der einen oder anderen Alternative ergeben. Und wenn man sich für eine Option entschieden hat, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gesellschafts- und Kulturpolitik.


Es hängt immer davon ab, wie man den Begriff der multiethnischen Gesellschaft definiert. Normalerweise streite ich mich nicht gerne um Begriffe; ich diskutiere viel lieber über politische Aussagen.

Wo ich lebe, ist eine multiethnische Gesellschaft schon Realität - und insgesamt funktioniert das Zusammenleben auch ganz gut. Natürlich braucht es Regeln; so finde ich es selbstverständlich, dass alle Menschen, die hier länger leben wollen, Deutsch lernen müssen. Sie müssen auch das Gesetz achten und unserem Staat gegenüber loyal sein; dies gilt auch im Kriegsfall.

Meiner Meinung nach sollten Einwanderer auch danach streben, Deutsche zu werden und sich als Deutsche zu fühlen. Dazu muss freilich die aufnehmende Gesellschaft auch bereit sein, denn Begriff des Deutschen zu erweitern. Ein Deutscher kann eben auch dunkle Hautfarbe haben, er kann auch Muslim sein, und seine Lieblingsspeise kann Falafel statt Schweinebraten sein.

Ich glaube nicht, dass eine multiethnische Gesellschaft dem modernen Konzept einer Nation widerspricht. So spielt die Nation und ihre Symbole in den USA in vielerlei Hinsicht eine größere Rolle als in Deutschland. Eine multiethnische Gesellschaft schließt auch nicht aus, dass man Patriot ist und deutsche Traditionen pflegt. Es wäre eben nur wünschenswert, dass man sich anderen gegenüber öffnet und sie daran teilhaben lässt.

Solch ein politisch-ziviles Konzept einer Nation, einer Gesellschaft, eines Staates finde ich vielversprechender als traditionelle ethnische Konzepte, die in unserer heutigen Welt zu verengt erscheinen. Die Zukunft gehört den Ländern, die es schaffen, ein neues Verständnis von Staat und Nation zu schaffen, ein Verständnis, das zwar strenge Maßstäbe an potentielle neue Bürger anlegt, aber unabhängig ist von ethnischer Herkunft. Nicht umsonst sind Länder wie die USA, Kanada, Australien, Neuseeland oder auch Singapur so erfolgreich.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon harry52 » Do 26. Mai 2016, 16:43

immernoch_ratlos hat geschrieben: Ein Blick ins Nachbarland Frankreich, sollte genügen...

Ist schon klar.
Frankreichs Wirtschafts- und Finanzpolitik ist linkspopulistisch und das geben Sie ja auch zu. Gleichzeitig haben Sie mit dem FN schon seit vielen vielen Jahren eine starke rechtspopulistische Partei, die die Schuld nicht der 35 Stundenwoche gibt und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Franzosen, sondern den Migranten. Keiner von den mittleren Parteien (außer jetzt Valle) wagt es deswegen unpopuläre, aber nötige Reformen zu machen. Seit Jahren steht das Land still und die Schulden wachsen und wachsen und wachsen...

Die Populisten haben einen extrem negativen Einfluß auf die Reformfähigkeit. Das eigentliche Problem ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und die bekommt man nur mit Unpopulärem, wie weniger Mindestlohn, ein paar Nullrunden, wieder 40 Stunden arbeiten, nicht so früh in Rente, ...

Und uns droht in den nächsten 20 Jahren das Gleiche, denn jetzt haben wir auch eine rechtspopulistische Partei. Die SPD sagt ja jetzt schon, wie sie die kleinen Leute zurückholen will. Mit Geschenken, teuren Geschenken, mehr Geschenke...
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 28. Mai 2016, 09:23

Hallo harry52 - meine "steile These" - "wir" hatten schon immer "Populisten von Rechts" nur eben als "tatkräftiges Phänomen" scheint das neu zu sein. Das einfache Denkmuster "wer schuld sein muss", passt eben in die meisten Hirne viel besser hinein. Bloß nix kompliziertes - Fakten "oh Gott" - klare Faktenresistenz - führt zu einem schönen und einfachen Weltbild.

Allerdings auch "weiter Links"

Geradezu "kindlich simpel" der allgemeine Glaube (nur ein populäres Beispiel) "die Merkel muss weg" - und alles "Ungemach" endet schlagartig - alle Migranten dieser Welt kehren flugs zurück an den "heimischen Herd" um dort je nach Lage so oder anders zu verrecken.

Allein an dieser Kurzdenke - nur Eintagsfliegen scheinen die Welt in vergleichbarer Weise zu sehen - wird erkennbar, wie hilflos "wir" all diesen Problemen ausgeliefert sind.

Ach ja "die Merkel" - nun sie ist halt da - und irgendwer scheint sie gewählt zu haben - gleichgültig wie fehlerbehaftet ihr Wirken war und ist, so dämlich, in ihrem Abgang die Lösung sämtlicher Probleme zu sehen, bin ich auch ohne übermäßiger Freude an ihrer Politik nun mal nicht. Mir stellt sich in diesem Fall die einfache Frage - was oder wer - kommt "danach" - und wichtigste Frage, sind die massiven Probleme hier und anderswo überhaupt lösbar :?:

OK alles wird gut...
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Ultra-tifosi » Di 21. Jun 2016, 23:37

nichtkorrekt hat geschrieben:(30 Aug 2015, 13:59)

Ein multi-ethnische Gesellschaft ist sicherlich nichts wünschenwertes, aber sie wird Europa (nicht nur Deutschland) de facto aufgezwungen. Ich denke umso tiefer die religiösen und kulturellen Gräben zwischen den Ethnien sind umso größer das Konfliktpotenzial. Solche Gesellschaften werden irgendwann auseinanderreißen


eben. Aber das checken unsere Linken erst wenn es zu spät ist & knallen wird.

Wer glaubt er könnte aus dem Nahen Osten Millionen Menschen holen & ihre Probleme zu Hause lassen, der irrt sich gewaltig.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Ultra-tifosi » Di 21. Jun 2016, 23:50

Zunder hat geschrieben:(14 Dec 2015, 23:47)

Wenn die Saudis den Ölhahn zudrehen, ist die deutsche Automobilindustrie im Eimer. Und wenn die Automobilindustrie im Eimer ist, ist die gesamte Wirtschaft im Eimer. Was dann kommt, hatten wir schon mal. Das braucht kein Mensch.


Das Öl für die deutsche Industrie kommt nur zu 2,5% aus Saudi-Arabien. Wäre kein großer Verlust, wenn die uns das Öl abdrehen wollen, nebenbei ist Öl aktuell eh spottbillig auf dem internationalen Markt zu haben, da würden die sich nur selber schaden.

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Konventionelle-Energietraeger/oel,did=515604.html

Der Anteil Saudischen Öl´s am deutschen Mineralöl-import halbierte sich in den letzten 3 Jahren auch noch...
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon H2O » Mi 22. Jun 2016, 07:37

Ultra-tifosi hat geschrieben:(21 Jun 2016, 23:37)

eben. Aber das checken unsere Linken erst wenn es zu spät ist & knallen wird.

Wer glaubt er könnte aus dem Nahen Osten Millionen Menschen holen & ihre Probleme zu Hause lassen, der irrt sich gewaltig.


Alles so weit klar und nachvollziehbar; sollte man die Menschen wegen dieser erkennbaren Probleme verrecken und ersaufen lassen? Oder welche Vorschläge könnten Sie dazu aus dem Ärmel schütteln?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wähler » Sa 2. Jul 2016, 07:31

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... picks=true
Zeit 2. Juli 2016 Zuwanderung von EU-Bürgern nach Deutschland auf Rekordhoch
Aus einer Zuwanderung von 685.485 und einer Abwanderung von 303.036 EU-Bürgern ergab sich eine Nettozuwanderung von 382.449.

Die meisten Zuwanderer kamen demnach mit 174.779 Menschen aus Rumänien, gefolgt von Polen (147.910) Bulgarien (71.709) und dem jüngsten EU-Mitglied Kroatien (50.646). Damit stammen fast vier Fünftel (533.000) der im vergangenen Jahr zugezogenen EU-Ausländer aus den osteuropäischen Staaten.

Insgesamt leben in Deutschland 4,1 Millionen der laut der Statistikbehörde Eurostat insgesamt 18,5 Millionen EU-Migranten. Es folgen Großbritannien (3,1 Millionen), Frankreich (2,2), Spanien (2) und Italien (1,8).

Deutschland braucht wohl weniger Zuwanderung von außerhalb der EU, als die anderen EU-Staaten.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » So 17. Jul 2016, 11:08

Ultra-tifosi hat geschrieben:(21 Jun 2016, 23:37)

eben. Aber das checken unsere Linken erst wenn es zu spät ist & knallen wird.

Wer glaubt er könnte aus dem Nahen Osten Millionen Menschen holen & ihre Probleme zu Hause lassen, der irrt sich gewaltig.

Meckern bringt jetzt auch nicht mehr viel, die Flüchtlinge schauen zu und reagieren darauf. Man sollte sich gleich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten machen, das mag zwar der Untergang der deutschen Gesellschaft sein, doch dafür ist es der Aufgang einer neuen Zivilisation. Zurückschauen rentiert sich nicht.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » So 7. Aug 2016, 06:17

viewtopic.php?p=3620988#p3620988

Spring doch bitte selber über deine Stöckchen. Relativ homogene Gesellschaften sind konstituierender Ausgangspunkt für die Entstehung einer Kultur überhaupt, andernfalls gäbe es überhaupt keine Vielzahl erkennbar unterschiedlicher Kulturen, die sich zu Multikulti mischen könnten. Dabei ist es auch kein Widerspruch, wenn sich eine relativ homogene Kultur aus diversen Einflüssen anderer Kulturen über meist längere Zeiträume speist.

Willst du bspw. die Homogenität der Kultur der Japaner, Finnen, Tschechen etc, der muslimischen Länder weltweit, bestreiten, nur weil die auch Pizza essen oder Smartphones aus Südkorea nutzen ?
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Umetarek » So 7. Aug 2016, 08:03

Ich hatte gerade wieder ein erhellendes Erlebnis beim Messen, vorgestern hat uns erst eine deutsche Oma mit Getränk versorgt und anschließend ein Palästinenser in seinem Lokal eingeladen zu Bier und Rieslingschorle, bezahlen durften wir nichts, er selbst trinkt keinen Alkohol.

Und was lernen wir daraus? Besser man vermisst in der Pfalz als in Baden, da wird man beschimpft, oder bekommt noch die Polizei geschickt.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Hyde » Fr 30. Sep 2016, 21:44

nichtkorrekt hat geschrieben:(30 Aug 2015, 13:59)

Ein multi-ethnische Gesellschaft ist sicherlich nichts wünschenwertes, aber sie wird Europa (nicht nur Deutschland) de facto aufgezwungen. Ich denke umso tiefer die religiösen und kulturellen Gräben zwischen den Ethnien sind umso größer das Konfliktpotenzial. Solche Gesellschaften werden irgendwann auseinanderreißen


Gegen eine multiethnische Gesellschaft ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden, solange sich das "Multi" auf die ethnische Zugehörigkeit bezieht. Welche Hautfarbe jemand hat, ist letztlich unwichtig. Bei wichtigen gesellschaftlichen Werten hingegen sollte keine Vielfalt, kein Multikulti geduldet werden. Deswegen braucht unsere Gesellschaft eine humanistische westliche Leitkultur, in die sich alle Zuwanderer assimilieren sollten.
Falsch wäre es dagegen, wenn man von Migranten erwarten würde, dass sie sich in jedem Bereich anpassen müssen. Sie müssen nicht deutsches Essen mögen oder ihre Essgewohnheiten aufgeben, sie müssen nicht eine typisch-deutsche Religion haben, sie müssen nicht Fan eines deutschen Fußballvereins sein, usw. In solchen Bereichen ist Vielfalt und Multikulti völlig in Ordnung.

Entscheidend ist, wie man Leitkultur versteht. Versteht man darunter einen bestimmten Wertekanon, dann ist es richtig und vernünftig, eine deutsche Leitkultur zu befürworten. Es muss sogar eine solche Leitkultur geben, um den sozialen Frieden nicht zu gefährden und Parallelgesellschaften zu verhindern.
Falsch wäre es aus meiner Sicht, wenn man unter Leitkultur verstünde, dass Migranten sich in jedem denkbaren Bereich des gesellschaftlichen Lebens an die deutsche Mehrheitsgesellschaft anpassen müssten. Dass also überspitzt gesagt ihr Lieblingsessen Sauerkraut sein muss, in der Garage ein VW stehen muss und sie Fan von Bayern München sein müssen.

Also: aus meiner Sicht ist gegen eine multiethnische Gesellschaft nichts einzuwenden, solange sich alle in ihr vertretenen Ethnien an einer wertebasierten Leitkultur orientieren. Genau das ist für das Gelingen einer multiethnischen Gesellschaft entscheidend.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » Mo 3. Okt 2016, 11:32

Hyde hat geschrieben:(30 Sep 2016, 21:44)

Gegen eine multiethnische Gesellschaft ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden, solange sich das "Multi" auf die ethnische Zugehörigkeit bezieht. Welche Hautfarbe jemand hat, ist letztlich unwichtig. Bei wichtigen gesellschaftlichen Werten hingegen sollte keine Vielfalt, kein Multikulti geduldet werden. Deswegen braucht unsere Gesellschaft eine humanistische westliche Leitkultur, in die sich alle Zuwanderer assimilieren sollten.
Falsch wäre es dagegen, wenn man von Migranten erwarten würde, dass sie sich in jedem Bereich anpassen müssen. Sie müssen nicht deutsches Essen mögen oder ihre Essgewohnheiten aufgeben, sie müssen nicht eine typisch-deutsche Religion haben, sie müssen nicht Fan eines deutschen Fußballvereins sein, usw. In solchen Bereichen ist Vielfalt und Multikulti völlig in Ordnung.

Entscheidend ist, wie man Leitkultur versteht. Versteht man darunter einen bestimmten Wertekanon, dann ist es richtig und vernünftig, eine deutsche Leitkultur zu befürworten. Es muss sogar eine solche Leitkultur geben, um den sozialen Frieden nicht zu gefährden und Parallelgesellschaften zu verhindern.
Falsch wäre es aus meiner Sicht, wenn man unter Leitkultur verstünde, dass Migranten sich in jedem denkbaren Bereich des gesellschaftlichen Lebens an die deutsche Mehrheitsgesellschaft anpassen müssten. Dass also überspitzt gesagt ihr Lieblingsessen Sauerkraut sein muss, in der Garage ein VW stehen muss und sie Fan von Bayern München sein müssen.

Also: aus meiner Sicht ist gegen eine multiethnische Gesellschaft nichts einzuwenden, solange sich alle in ihr vertretenen Ethnien an einer wertebasierten Leitkultur orientieren. Genau das ist für das Gelingen einer multiethnischen Gesellschaft entscheidend.

das finde ich einen tollen Gedanken und irgendwie beruhigend, aber wir leben immer noch in einem amerikanisierten Deutschland und das bisschen deutscher Kultur das noch übrig ist, wird vom Multikulti „zerbombt“ werden, ich sehe den einzigen Weg um den zu entgehen eine neue gemeinsame Kultur, von dieser sich alle Parteien gleich groß anstrengen müssen, um sie zu erreichen.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.

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