germanische, ungarische und türkische runen

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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 14:39

Kohlhaas hat geschrieben:(08 Oct 2019, 12:44)

Das ist vielleicht nicht unbedingt Ahnungslosigkeit, sondern resultiert zum Teil daraus, dass isoliert die Ergebnisse eines Wissenschaftszweigs betrachtet werden, ohne dass andere "eigentlich einschlägige" Wissenschaften beteiligt sind. Im vorliegenden Fall ziehen Populationsgenetiker Schlüsse über menschliche Wanderungsbewegungen in der Vergangenheit, ohne dass Erkenntnisse von Historikern dabei einbezogen werden.

Ob eine "Migration" dazu führt, dass Kulturtechniken und zum Beispiel Sprache "mitmigrieren", hängt zum Beispiel davon ab, welche Dauer und welchen Umfang die Migrationsbewegung hat. Beispiel: Als die Kohlevorkommen im Ruhrgebiet erschlossen wurden, kam eine große Zahl von polnischen Arbeitskräften nach Deutschland. Heute noch erkennbar an der Häufigkeit von Familiennamen wie Wesalowski, Cerschinsky oder Mucha. Populationsgenetisch lässt sich diese Migration vermutlich nachweisen. Sie hat aber nicht dazu geführt, dass sich hierzulande die Sachkultur oder die Sprache nennenswert verändert haben. Andererseits gibt es zahlreiche Fälle, in denen Sachkultur und zum Teil auch Sprache sich verbreitet haben, ohne dass es zu einem genetischen Austausch kam (z.B. im Kontakt "barbarischer" Nachbarvölker mit dem römischen Reich).

Ich will den Wert der Populationsgenetik keineswegs wegdiskutieren. Ich bin nur der Meinung, dass man ihre Ergebnisse nicht vorschnell als reine Wahrheit einstufen sollte. Sinnvoll wäre es, diesen Zweig der Genetik interdisziplinär einzubinden.


Ja. Der von D.A. verlinkte nature-Artikel zielt gar nicht darauf ab, die Hypothese der Sprachverwandtschaft zu falsifizieren. Sondern die durch sie zur Debatte stehende Hypothese einer auch eindeutig biologisch-genetischen Verwandtschaft in Frage zu stellen. Und man kommt eben tatsächlich zu etwas anderen Ergebnissen. Soweit ich sehe, wird nirgends in dem Artikel dann ein Rückschluss auf die Falsifikation der Sprachverwandtschaft und der Existenz einer abgrenzbaren finno-ugrischen Sprachfamilie gezogen. Der eine, etwas dümmere ungarische Leser dieses Artikels wird daraus den Schluss ziehen: Gott sei dank. Vielleicht sind wir ja doch wenigstens nicht nur mit Chanten und Mansen und anderen Rentierzüchtervölkern verwandt. Und gut ist. Der andere, etwas klügere ungarische Leser wird die nächste Frage stellen: Warum existiert dann dennoch diese Sprachverwandtschaft?
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 14:54

Dark Angel hat geschrieben:(08 Oct 2019, 11:25)

NEIN - die ungarische Sprache hat sich NICHT erhalten wie sie ist.

Das habe ich falsch formuliert. Sorry. Erhalten haben sich die strukturellen sprachlichen Verwandtschaftsbeziehungen zu den anderen Sprachen der finno-ugrischen Sprachfamilie. Natürliche lebende Sprachen sind grundsätzlich dynamisch und veränderlich.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Selina » Di 8. Okt 2019, 14:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2019, 14:39)

Ja. Der von D.A. verlinkte nature-Artikel zielt gar nicht darauf ab, die Hypothese der Sprachverwandtschaft zu falsifizieren. Sondern die durch sie zur Debatte stehende Hypothese einer auch eindeutig biologisch-genetischen Verwandtschaft in Frage zu stellen. Und man kommt eben tatsächlich zu etwas anderen Ergebnissen. Soweit ich sehe, wird nirgends in dem Artikel dann ein Rückschluss auf die Falsifikation der Sprachverwandtschaft und der Existenz einer abgrenzbaren finno-ugrischen Sprachfamilie gezogen. Der eine, etwas dümmere ungarische Leser dieses Artikels wird daraus den Schluss ziehen: Gott sei dank. Vielleicht sind wir ja doch wenigstens nicht nur mit Chanten und Mansen und anderen Rentierzüchtervölkern verwandt. Und gut ist. Der andere, etwas klügere ungarische Leser wird die nächste Frage stellen: Warum existiert dann dennoch diese Sprachverwandtschaft?


Genau. Und auch wenn das Folgende nun sicher sehr laienhaft klingt, will ich es mal sagen: Bei meinem früheren Besuch in Budapest und meinen Begegnungen mit dem damaligen Partner meiner Kommilitonin, einem Ungarn, hab ich auf Anhieb gedacht, ohne das Ungarische zu verstehen (außer Erzsébet híd und Egészségedre), Wahnsinn, das klingt aber alles ziemlich finnisch :D Und auch wenn ich Finnen höre, höre ich eine entfernte Verwandtschaft zum Ungarischen heraus. Nur vom Singsang und der Lautmalerei beider Sprachen ausgegangen. Ich weiß, klingt doof, hab ich damals aber so empfunden.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 15:24

Ammianus hat geschrieben:(08 Oct 2019, 14:06)

Der hier verlinkte Text des Deutschlandfunks stammt von einem Journalisten, der einfach Zeug zusammenschmeißt, das so gar nicht zusammen gehört.
Zum Inhalt:

Er berichtet, davon, wie Genetisch festgestellt wurde, dass die Jäger-Sammler des Mesoltihikums eine völlig andere Population sind als die Bauern der Bandkeramiker. Das ist, was ich weiter oben und schon an anderer Stelle schrieb. Dann tauchen Aussagen auf, Zähne sagten nichts über das Verhalten von Populationen aus. Das behauptet auch niemand. Niemand behauptet, die Genanalyse sage etwas über die Wirtschaftsweise, die Keramik, das Siedlungswesen - zusammengefasst die Kultur - der Bandkeramiker oder mesolithischen Jägersammlern aus. Dafür ist die Archäologie zuständig. Und eben auch nicht die manchmal angeführten Historiker. Historiker oder Geschichtswissenschaftler befassen sich mit schriftlichen Quellen. Alle schriftlosen Zeitalter sind Sache der Archäologen, die man auch Prähistoriker nennt. Und Archäologen haben nur materielle Dinge, Funde und Befunde sowie Ergebnsse von Hilfswissenschaften in der Hand. Seit den 50ern ist das die Radiokarbonmethode, seit den 60ern dommt die Dendrochronologie dazu. Damit ließ sich Fundgut genauer datieren, was vorher mit anderen Methoden gemacht wurde. Man merkt das, wenn man Zeitskalen aus der Zeit vor diesen Methoden mit heutigen vergleicht.

Das ist jetzt eine vernünftig klingende Erklärung der Zuständiigkeiten in Abhängigkeit von den jeweils verfügbaren Quellen und Methoden. Gut.

Ich habe unlängst einen Bericht über Spekulationen gehört, wonach ein in Griechenland gefundener menschlicher Unterkiefer und ein in Bulgarien gefundener menschlicher Backenzahn möglicherweise eine Revision der Geschichte von Afrika als "Wiege der Menschheit" erforderlich machen. Vielleicht tue ich den entsprechenden Wissenschaftlern - auch aus eigener Unkenntnis - Unrecht. Aber das lege ich gewissermaßen erstmal in die geistige Ablage. Zu erinnerlich ist mir noch die Aufregung um den "freien Willen", der sich angeblich als Illiusion erwiesen habe, nur weil Neurologen ein bestimmtes Experiment durchführten. Tatsächlich jedoch muss der Begriff "Freier Wille" überhaupt erstmal in seiner philosophischen Tiefe und Dialektik überdacht werden. Ein vollständig freier Wille ist genauso unfrei wie eine vollständig determinierte Vorgabe. Nicht die Messung ist das Problem sondern die Interpretation.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 15:26

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 14:59)

Genau. Und auch wenn das Folgende nun sicher sehr laienhaft klingt, will ich es mal sagen: Bei meinem früheren Besuch in Budapest und meinen Begegnungen mit dem damaligen Partner meiner Kommilitonin, einem Ungarn, hab ich auf Anhieb gedacht, ohne das Ungarische zu verstehen (außer Erzsébet híd und Egészségedre), Wahnsinn, das klingt aber alles ziemlich finnisch :D Und auch wenn ich Finnen höre, höre ich eine entfernte Verwandtschaft zum Ungarischen heraus. Nur vom Singsang und der Lautmalerei beider Sprachen ausgegangen. Ich weiß, klingt doof, hab ich damals aber so empfunden.

Irgendwo hattest Du etwas über Péter Nádas mit einem Artikel in der ZEIT geschrieben. Oder? Darauf wollte ich unbedingt antworten. Ich finde den Beitrag nicht mehr ....
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Selina » Di 8. Okt 2019, 15:34

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2019, 15:26)

Irgendwo hattest Du etwas über Péter Nádas mit einem Artikel in der ZEIT geschrieben. Oder? Darauf wollte ich unbedingt antworten. Ich finde den Beitrag nicht mehr ....


Meinst du das? Der heißt Ádám Nádasdy.

viewtopic.php?f=75&t=63225&start=280#p4585857
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Ammianus » Di 8. Okt 2019, 15:44

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2019, 15:24)

Das ist jetzt eine vernünftig klingende Erklärung der Zuständiigkeiten in Abhängigkeit von den jeweils verfügbaren Quellen und Methoden. Gut.

Ich habe unlängst einen Bericht über Spekulationen gehört, wonach ein in Griechenland gefundener menschlicher Unterkiefer und ein in Bulgarien gefundener menschlicher Backenzahn möglicherweise eine Revision der Geschichte von Afrika als "Wiege der Menschheit" erforderlich machen. Vielleicht tue ich den entsprechenden Wissenschaftlern - auch aus eigener Unkenntnis - Unrecht. Aber das lege ich gewissermaßen erstmal in die geistige Ablage. Zu erinnerlich ist mir noch die Aufregung um den "freien Willen", der sich angeblich als Illiusion erwiesen habe, nur weil Neurologen ein bestimmtes Experiment durchführten. Tatsächlich jedoch muss der Begriff "Freier Wille" überhaupt erstmal in seiner philosophischen Tiefe und Dialektik überdacht werden. Ein vollständig freier Wille ist genauso unfrei wie eine vollständig determinierte Vorgabe. Nicht die Messung ist das Problem sondern die Interpretation.


Viele Nachrichten erreichen uns als Laien durch Journalisten. Viele Journalisten haben sich oft auch nur ein laienhaftes Wissen über das angeeignet, über das sie schreiben. Größte Vorsicht zum Beispiel sollte walten, wenn ein Artikel oder TV-Bericht, Dokum usw. mit der Behauptung beginnt, die Geschichte müsse neu geschrieben werden. Das ist eine regelrechte Phrase, die immer wieder auftaucht.
In der Archäologie, jedenfalls der richtigen ist der Konjunktiv, sag ich jedenfalls immer wieder gern, eine Gottheit: wohl, möglicherweise, wahrscheinlich usw.
Das von dir angeführte Beisspiel ist mir bekannt. Hier ist es genau so möglich, dass noch vor den bisher bekannten vorsapienten Hominiden auch noch frühere Vertreter es bis Südosteuropa geschafft haben. Halte ich für viel wahrscheinlicher, denn wir haben nichts in der Hand, dass sich aus denen dann in Europa die Formen entwickelt haben, die wir kennen.
Aber der Journalist will seine Sensation verkaufen und nimmt hier das was zwar nicht völlig unmöglich ist aber sehr unwahrscheinlich und präsentiert es als Geschichtsrevision. Nun kann man sagen, dass er ja auch den Konjunktiv bemüht. Aber die Revision steht doch im Vordergrund.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 15:53

Ammianus hat geschrieben:(08 Oct 2019, 15:44)

Viele Nachrichten erreichen uns als Laien durch Journalisten. Viele Journalisten haben sich oft auch nur ein laienhaftes Wissen über das angeeignet, über das sie schreiben. Größte Vorsicht zum Beispiel sollte walten, wenn ein Artikel oder TV-Bericht, Dokum usw. mit der Behauptung beginnt, die Geschichte müsse neu geschrieben werden. Das ist eine regelrechte Phrase, die immer wieder auftaucht.
In der Archäologie, jedenfalls der richtigen ist der Konjunktiv, sag ich jedenfalls immer wieder gern, eine Gottheit: wohl, möglicherweise, wahrscheinlich usw.
Das von dir angeführte Beisspiel ist mir bekannt. Hier ist es genau so möglich, dass noch vor den bisher bekannten vorsapienten Hominiden auch noch frühere Vertreter es bis Südosteuropa geschafft haben. Halte ich für viel wahrscheinlicher, denn wir haben nichts in der Hand, dass sich aus denen dann in Europa die Formen entwickelt haben, die wir kennen.
Aber der Journalist will seine Sensation verkaufen und nimmt hier das was zwar nicht völlig unmöglich ist aber sehr unwahrscheinlich und präsentiert es als Geschichtsrevision. Nun kann man sagen, dass er ja auch den Konjunktiv bemüht. Aber die Revision steht doch im Vordergrund.


Liest man den hier vielzitierten nature-Artikel wirklich durch (habe ich), kann man das nur bestätigen. Er verweist ausdrücklich auf die statistischen Unsicherheiten, spricht von typischen "pitfalls" bei der Interpretation der Ergebnisse solcher Analysen und davon, dass eine Hypothese weder bestätigt noch widerlegt werden kann. Generelle Aussagen der Form "Die Ungarn sind mit den Völkern, die die Linguisten zur finno-ugrischen Sprachfamilie zählen, nicht verwandt" lassen sich daraus nicht ableiten.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 16:18

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 15:34)

Meinst du das? Der heißt Ádám Nádasdy.

viewtopic.php?f=75&t=63225&start=280#p4585857


Haha. Ja. Ich hatte das nur kurz überlesen. Da brauche ich mich nicht wundern. Péter Nádas hat auch sehr vieles in der ZEIT und anderen deutschen Publikationen geschrieben, aber nix über die finno-ugrische Sprachfamilie. Er ist übrigens einer der Kandidaten für den nächsten Literatur-Nobelpreis.

Nicht ganz so bekannt ist der Sprachwissenschaftler, Anglizist und Schriftsteller Ádám Nádas. Aber mit dem, was er in der ZEIT zu diesem Problem vieler Ungarn mit der finno-ugrischen Sprachverwandtschaft schreibt, gehört er wahrscheinlich zu denen, die - wie die meisten Intellektuellen in Ungarn - in jüngerer Zeit im gesellschaftlichen Abseits stehen. Oder ins Ausland (oft nach Deutschland) gegangen sind. Da wo Herkunft, Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Nation, Heimat, Identität hoch im Kurs stehen, wird eigenständiges Denken wenig geachtet.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Okt 2019, 16:57

Dark Angel hat geschrieben:(08 Oct 2019, 11:25)
Die eigentliche Verwandtschaft ist NICHT die sprachverwandtschaft, sondern die genetische Verwandtschaft.
Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen die einwandernden Ethnien, die bereits vorhandene Sprache übernommen haben, aber auch das kann mittels Populationsgenetik erklärt/belegt werden.

Das logische Problem bei dem ganzen Schwall deiner EInlassungen ist, dass du einen Konsens, der zwischen dir und denen, die gleicher oder ähnlicher Ansicht sind wie du, für einen allgemeinen Konsens hältst. Was allein über die Vorstellung einer parallel (wenn auch natürlich nicht unabhängig) - laufenden kulturellen Evolution - neben der biologischen Evolution - geschrieben wurde, ist beträchtlich. Es ist üblich, direkt oder indirekt, in einer irgendwie standpunktbezogenen Weise zu argumentieren. Man versucht, argumentativ einen Standpunkt plausibel zu machen. Und nicht, ihn zu "erklären" zu wollen. Nach dem Motto, dass über dessen Richtigkeit ohnehin kein Zweifel besteht. Sonst wird eine sachliche DIskussion schwierig.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Okt 2019, 17:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2019, 14:39)

Ja. Der von D.A. verlinkte nature-Artikel zielt gar nicht darauf ab, die Hypothese der Sprachverwandtschaft zu falsifizieren. Sondern die durch sie zur Debatte stehende Hypothese einer auch eindeutig biologisch-genetischen Verwandtschaft in Frage zu stellen. Und man kommt eben tatsächlich zu etwas anderen Ergebnissen. Soweit ich sehe, wird nirgends in dem Artikel dann ein Rückschluss auf die Falsifikation der Sprachverwandtschaft und der Existenz einer abgrenzbaren finno-ugrischen Sprachfamilie gezogen. Der eine, etwas dümmere ungarische Leser dieses Artikels wird daraus den Schluss ziehen: Gott sei dank. Vielleicht sind wir ja doch wenigstens nicht nur mit Chanten und Mansen und anderen Rentierzüchtervölkern verwandt. Und gut ist. Der andere, etwas klügere ungarische Leser wird die nächste Frage stellen: Warum existiert dann dennoch diese Sprachverwandtschaft?

Das hat auch niemand behauptet!
Es ging und geht darum, dass sprachliche Verwandtschaft ohne genetische Verwandtschaft nicht gibt, vor allem nicht bei rezenten Sprachen bzw bei Sprachen, die erst vor relativ kurzer Zeit "eingewandert" sind.
Eine genetische Verwandtschaft ist bisher nicht nachgewiesen - nicht mehr und nicht weniger.
Darum kann auch keine - bis heute bzw heute bestehende - Verwandtschaft zu irgendeinem Volk/Stamm postuliert werden, die ebenfalls eine Sprache der Uralischen Sprachfamilie angehören.
Bis auf wenige Ausnahmen ist nicht einmal bekannt, welche Völker/Stämme sich zur Föderation der Magyaren zusammen geschlossen haben, ob sie eine gemeinsame Sprache gesprochen haben oder ob sie aus Angehörigen unterschiedlicher Sprachfamilien bestanden, ebenso wenig ist bekannt, auf welchem Weg/welcher Route die Magyaren in das Karpatenbecken eingewandert sind.
Von einer Falsifikation der Zugehörigkeit zu einer Sprachfamilie war nirgends die Rede!
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Okt 2019, 17:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2019, 16:57)

Das logische Problem bei dem ganzen Schwall deiner EInlassungen ist, dass du einen Konsens, der zwischen dir und denen, die gleicher oder ähnlicher Ansicht sind wie du, für einen allgemeinen Konsens hältst. Was allein über die Vorstellung einer ;) parallel (wenn auch natürlich nicht unabhängig) - laufenden kulturellen Evolution - neben der biologischen Evolution - geschrieben wurde, ist beträchtlich. Es ist üblich, direkt oder indirekt, in einer irgendwie standpunktbezogenen Weise zu argumentieren. Man versucht, argumentativ einen Standpunkt plausibel zu machen. Und nicht, ihn zu "erklären" zu wollen. Nach dem Motto, dass über dessen Richtigkeit ohnehin kein Zweifel besteht. Sonst wird eine sachliche DIskussion schwierig.

Ich halte GAR NICHTS für Konsens!
Ich habe lediglich festgestellt, dass sprachliche Verwandtschaft auch genetische Verwandtschaft bedingt, wie das bei Angehörigen der Indoeuropäischen Sprachfamilie der Fall ist.
Siehe HIER und HIER.

Was soll eigentlich eine "parallel laufende kulturellen Evolution" sein?
Wozu parallel?
Von welchen Vorstellungen schwatzt Du eigentlich?

Dass gerade DU eine sehr eindimensionale, eingeschränkte Sicht auf Kultur hast, hast Du ja nun oft genug dargelegt.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Selina » Di 8. Okt 2019, 19:23

Dark Angel hat geschrieben:(08 Oct 2019, 17:53)

Ich halte GAR NICHTS für Konsens!
Ich habe lediglich festgestellt, dass sprachliche Verwandtschaft auch genetische Verwandtschaft bedingt, wie das bei Angehörigen der Indoeuropäischen Sprachfamilie der Fall ist.
Siehe HIER und HIER.

Was soll eigentlich eine "parallel laufende kulturellen Evolution" sein?
Wozu parallel?
Von welchen Vorstellungen schwatzt Du eigentlich?

Dass gerade DU eine sehr eindimensionale, eingeschränkte Sicht auf Kultur hast, hast Du ja nun oft genug dargelegt.


In diesem Punkt wurde dir aber in mehreren Beiträge widersprochen und gesagt, nein, sprachliche "Verwandtschaft" bedingt eben nicht immer auch genetische "Verwandtschaft". Weil es bei der Entstehung von Sprachen eben auch viele Wege des Informationsaustausches gibt, die sich durch Wanderbewegungen, Erzählungen und vielfältige Kontakte der Individuen auszeichnen, ohne dabei immer zu kopulieren oder volkstümlicher gesagt, Familien mit Nachwuchs zu gründen. Das auch, aber nicht nur. Es geht nicht nur um Genetik und Biologie, sondern - wie immer - auch um das Begegnen, Zusammenleben und Interagieren von Menschen, zum Teil mit völlig verschiedenen Wurzeln. Dazu gehören auch das Weitertragen handwerklicher Fähigkeiten, die Übermittlung alter Gesänge und Erzählungen uswusf. Alles immer mit direktem sprachlichen Informationsaustausch verbunden, wo sich Wörter, Klang, Semantik weiterverbreiteten. All das ist eben nicht alleine mit Populationsgenetik zu erfassen. Und weil das eben genauso ist, sprechen die unterschiedlichsten Wissenschaftler ja auch sehr intensiv miteinander. Diese Kontroversen sind wichtig, um gegenseitig Erkenntnisse auszutauschen und abzugleichen, möglicherweise auch mal gemeinsame Hypothesen aufzustellen und zu verfolgen. Alles denkbar. Und weil du diesen Punkt in einem meiner Beiträge besonders kritisiertest: Dass sich die Wissenschaftler verschiedener Zweige natürlich nicht irgendwie "einigen" wie etwa in der Politik beim Schließen von Kompromissen, das hatte ich so natürlich nicht gemeint. Mit "Einigen" meinte ich eher das oben Gesagte, ein wirkliches gutes interdisziplinäres Zusammenarbeiten. Man kann gespannt sein, was dabei in den nächsten Jahren noch herauskommt. Bedingung: Die Freiheit der Wissenschaften sollte erhalten bleiben und nicht - wie in Ungarn - bedroht sein.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Okt 2019, 20:39

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 19:23)

In diesem Punkt wurde dir aber in mehreren Beiträge widersprochen und gesagt, nein, sprachliche "Verwandtschaft" bedingt eben nicht immer auch genetische "Verwandtschaft". Weil es bei der Entstehung von Sprachen eben auch viele Wege des Informationsaustausches gibt, die sich durch Wanderbewegungen, Erzählungen und vielfältige Kontakte der Individuen auszeichnen, ohne dabei immer zu kopulieren oder volkstümlicher gesagt, Familien mit Nachwuchs zu gründen.

Selina hast du die Artikel über die Herkunft der indoeuropäischen Sprachen und die Bevölkerungsentwicklung in Europa gelesen und vor allem verstanden?
Aus diesen beiden Artikeln geht eindeutig hervor, dass ALLE Träger der indoeuropäischen Sprachen genetisch verwandt sind. Sprachliche Verwandtschaft bedingt genetische Verwandtschaft.
Sprachen entstehen NICHT über Informationsaustausch oder Erzählungen und auch NICHT über "vielfältige Kontakte der Individuen".
Um Informationen austauschen zu können (oder Erzählungen) muss man einander verstehen und dazu ist zwingend eine gemeinsame Sprache notwendig!
Bei Wanderbewegungen haben die Menschen ihre Sprache mitgenommen und auf ihrer Wanderung weiter entwickelt, ggf Elemente anderer Sprachen in ihre Sprache übernommen.
Sie haben sich in den unterschiedlichsten Regionen angesiedelt, dabei die autochthone Bevölkerung a) verdrängt oder b) assimiliert. In beiden Fällen blieb die Sprache, die sie mitgebracht hatten erhalten und wurde weiter entwickelt.
Und natürlich haben sich die Menschen auf ihren Wanderungen auch fortgepflanzt - sonst wärnse ja ausgestorben!

Mein Gott, was hast Du nur für seltsame Vorstellungen. Da verlinkt man Artikel und Beiträge, in denen die Korrelation von Sprache und Genetik, die Korrelation von genetischer Verwandtschaft und sprachlicher Verwandtschaft erläutert wird und was kommt raus ... der größte Unfug!

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 19:23)
Das auch, aber nicht nur. Es geht nicht nur um Genetik und Biologie, sondern - wie immer - auch um das Begegnen, Zusammenleben und Interagieren von Menschen, zum Teil mit völlig verschiedenen Wurzeln. Dazu gehören auch das Weitertragen handwerklicher Fähigkeiten, die Übermittlung alter Gesänge und Erzählungen uswusf. All das ist eben nicht alleine mit Populationsgenetik zu erfassen.

Nein Selina darum geht es eben NICHT!
Wir sprechen hier über einen Zeitraum von 7000(!) Jahren - von der Besiedlung Europas durch die ersten Bauern bis zum Ende der Völkerwanderung und da wurden kulturelle Errungenschaften, Sprache etc NICHT über "Begegnen, Zusammenleben und Interagieren von Menschen" weiter gegeben und schon gar keine handwerklichen Fähigkeiten.
Im Gegenteil - besondere Fähigkeiten wurden gehütet, das war etwas, was man anderen voraus hatte, was man zu seinem Vorteil nutzen konnte und auch nutzte.
Kulturelle Errungenschaften wurden durch Assimilation und/oder Integration anderer Gruppen weiter gegeben, erfolgten durch Handelsbeziehungen etc. "Alte Gesänge und Erzählungen" bezogen sich auf die Gruppe in der sie entstanden sind und die wurden auch nur von dieser Gruppe verstanden, die wurden NICHT weiter gegeben, die gelangten evtl zufällig, in abgewandelter Form zu anderen Gruppen.
Du darfst heutige soziale Strukturen und Lebensumstände nicht einfach auf die Frühgeschichte transferieren, das funktioniert nicht, da kommt nur Murks raus.
Sorry, aber Deine Vorstellungen sind kindlich naiv.

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 19:23)Und weil das eben genauso ist, sprechen die unterschiedlichsten Wissenschaftler ja auch sehr intensiv miteinander. Diese Kontroversen sind wichtig, um gegenseitig Erkenntnisse auszutauschen und abzugleichen, möglicherweise auch mal gemeinsame Hypothesen aufzustellen und zu verfolgen. Alles denkbar.

Nein, das ist eben nicht genauso und ist auch nicht denkbar, so funktioniert Wissenschaft nicht!
Bei kontroversen Diskussionen geht es NICHT um "gegenseitig Erkenntnisse auszutauschen und abzugleichen", sondern um das Falsifizieren von Hypothesen/Theorien und nein, es geht auch NICHT darum "mal gemeinsame Hypothesen aufzustellen und zu verfolgen.", sondern darum, wer die "bessere", die genauere Erklärung/Hypothese liefern kann.

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 19:23)Dass sich die Wissenschaftler verschiedener Zweige natürlich nicht irgendwie einigen wie etwa in der Politik beim Schließen von Kompromissen, das hatte ich so natürlich nicht gemeint. Mit "Einigen" meinte ich eher das oben Gesagte, ein wirkliches gutes interdisziplinäres Zusammenarbeiten. Man kann gespannt sein, was dabei in den nächsten Jahren noch herauskommt. Bedingung: Die Freiheit der Wissenschaften sollte erhalten bleiben und nicht - wie in Ungarn - bedroht sein.

Selina, Alterumswissenschaftler arbeiten interdisziplinär zusammen - sie arbeiten mit den verschiedensten naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammen!
Nur erfolgt diese Zusammenarbeit auf einer Grundlage, die sich grundlegend von deiner naiven Vorstellung unterscheidet.
Und sorry - auch in Deutschland ist die Freiheit der Wissenschaft in Gefahr, weil immer mehr versucht wird, eine bestimmte ideologische Richtung vorzugeben, Diskussion(en) unterbunden und Wissenschaftler gemobbt werden, die sich den Ideologien nicht unterordnen.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Selina » Di 8. Okt 2019, 21:04

Dark Angel hat geschrieben:(08 Oct 2019, 20:39)

Selina hast du die Artikel über die Herkunft der indoeuropäischen Sprachen und die Bevölkerungsentwicklung in Europa gelesen und vor allem verstanden?
Aus diesen beiden Artikeln geht eindeutig hervor, dass ALLE Träger der indoeuropäischen Sprachen genetisch verwandt sind. Sprachliche Verwandtschaft bedingt genetische Verwandtschaft.
Sprachen entstehen NICHT über Informationsaustausch oder Erzählungen und auch NICHT über "vielfältige Kontakte der Individuen".
Um Informationen austauschen zu können (oder Erzählungen) muss man einander verstehen und dazu ist zwingend eine gemeinsame Sprache notwendig!
Bei Wanderbewegungen haben die Menschen ihre Sprache mitgenommen und auf ihrer Wanderung weiter entwickelt, ggf Elemente anderer Sprachen in ihre Sprache übernommen.
Sie haben sich in den unterschiedlichsten Regionen angesiedelt, dabei die autochthone Bevölkerung a) verdrängt oder b) assimiliert. In beiden Fällen blieb die Sprache, die sie mitgebracht hatten erhalten und wurde weiter entwickelt.
Und natürlich haben sich die Menschen auf ihren Wanderungen auch fortgepflanzt - sonst wärnse ja ausgestorben!

Mein Gott, was hast Du nur für seltsame Vorstellungen. Da verlinkt man Artikel und Beiträge, in denen die Korrelation von Sprache und Genetik, die Korrelation von genetischer Verwandtschaft und sprachlicher Verwandtschaft erläutert wird und was kommt raus ... der größte Unfug!


Nein Selina darum geht es eben NICHT!
Wir sprechen hier über einen Zeitraum von 7000(!) Jahren - von der Besiedlung Europas durch die ersten Bauern bis zum Ende der Völkerwanderung und da wurden kulturelle Errungenschaften, Sprache etc NICHT über "Begegnen, Zusammenleben und Interagieren von Menschen" weiter gegeben und schon gar keine handwerklichen Fähigkeiten.
Im Gegenteil - besondere Fähigkeiten wurden gehütet, das war etwas, was man anderen voraus hatte, was man zu seinem Vorteil nutzen konnte und auch nutzte.
Kulturelle Errungenschaften wurden durch Assimilation und/oder Integration anderer Gruppen weiter gegeben, erfolgten durch Handelsbeziehungen etc. "Alte Gesänge und Erzählungen" bezogen sich auf die Gruppe in der sie entstanden sind und die wurden auch nur von dieser Gruppe verstanden, die wurden NICHT weiter gegeben, die gelangten evtl zufällig, in abgewandelter Form zu anderen Gruppen.
Du darfst heutige soziale Strukturen und Lebensumstände nicht einfach auf die Frühgeschichte transferieren, das funktioniert nicht, da kommt nur Murks raus.
Sorry, aber Deine Vorstellungen sind kindlich naiv.


Nein, das ist eben nicht genauso und ist auch nicht denkbar, so funktioniert Wissenschaft nicht!
Bei kontroversen Diskussionen geht es NICHT um "gegenseitig Erkenntnisse auszutauschen und abzugleichen", sondern um das Falsifizieren von Hypothesen/Theorien und nein, es geht auch NICHT darum "mal gemeinsame Hypothesen aufzustellen und zu verfolgen.", sondern darum, wer die "bessere", die genauere Erklärung/Hypothese liefern kann.


Selina, Alterumswissenschaftler arbeiten interdisziplinär zusammen - sie arbeiten mit den verschiedensten naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammen!
Nur erfolgt diese Zusammenarbeit auf einer Grundlage, die sich grundlegend von deiner naiven Vorstellung unterscheidet.
Und sorry - auch in Deutschland ist die Freiheit der Wissenschaft in Gefahr, weil immer mehr versucht wird, eine bestimmte ideologische Richtung vorzugeben, Diskussion(en) unterbunden und Wissenschaftler gemobbt werden, die sich den Ideologien nicht unterordnen.


Dark Angel, du machst immer wieder dieselben Fehler in der Kommunikation: Zuerst beleidigst du deine dir widersprechenden Mitdiskutanten und dann appellierst du an sie, doch bitte deinen ellenlangen, zum Teil sehr unverständlichen, sich häufig wiederholenden Erklärungen zu folgen. Und tun sie das nicht, widersprechen sie, sind sie erledigt. Nö, das macht keinen Spaß. Du wirkst immer so, als wollest du gar nicht diskutieren, sondern einfach gewinnen, Sieger sein, das eigene Wissen auf Biegen und Brechen an den Mann, die Frau bringen. Du fühlst dich einfach nicht wohl, wenn du mal nicht in der dozierenden Rolle bist. Alle sollen andächtig nicken und dir hundertprozentig folgen, dann ist alles gut. Und damit bis du die "kindlich Naive", nicht ich. Du denkst nur in Schwarz-Weiß, antithetisches Denken (zwei Seiten einer Medaille), Ambivalenzen sind dir fremd. Auch von Variantendenken scheinst du noch nie etwas gehört zu haben. Nämlich, dass mitunter mehrere verschiedene Theorien, mehrere Erklärungs-Varianten zu einem Sachverhalt parallel existieren können, denen man auf verschiedenen Wegen nachgeht. Da vergeht einem beizeiten die Lust und das Interesse, dem noch weiter zu folgen. Hinzu kommt dieser ständige pseudowissenschaftliche Biologismus. Ich hatte es in letzter Zeit wirklich immer mal versucht, mich auf deine Argumente einzulassen, habe deine Links gelesen, wollte eine friedliche, gelassene Diskussion. Aber nee. Ok, dann wars das wieder mal von mir. Mein Bedarf an DA-Vorträgen, gespickt mit Beleidigungen, ist gedeckt.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Okt 2019, 22:09

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 21:04)

Dark Angel, du machst immer wieder dieselben Fehler in der Kommunikation: Zuerst beleidigst du deine dir widersprechenden Mitdiskutanten und dann appellierst du an sie, doch bitte deinen ellenlangen, zum Teil sehr unverständlichen, sich häufig wiederholenden Erklärungen zu folgen. Und tun sie das nicht, widersprechen sie, sind sie erledigt. Nö, das macht keinen Spaß. Du wirkst immer so, als wollest du gar nicht diskutieren, sondern einfach gewinnen, Sieger sein, das eigene Wissen auf Biegen und Brechen an den Mann, die Frau bringen. Du fühlst dich einfach nicht wohl, wenn du mal nicht in der dozierenden Rolle bist. Alle sollen andächtig nicken und dir hundertprozentig folgen, dann ist alles gut. Und damit bis du die "kindlich Naive", nicht ich. Du denkst nur in Schwarz-Weiß, antithetisches Denken (zwei Seiten einer Medaille), Ambivalenzen sind dir fremd. Auch von Variantendenken scheinst du noch nie etwas gehört zu haben. Nämlich, dass mitunter mehrere verschiedene Theorien, mehrere Erklärungs-Varianten zu einem Sachverhalt parallel existieren können, denen man auf verschiedenen Wegen nachgeht. Da vergeht einem beizeiten die Lust und das Interesse, dem noch weiter zu folgen. Hinzu kommt dieser ständige pseudowissenschaftliche Biologismus. Ich hatte es in letzter Zeit wirklich immer mal versucht, mich auf deine Argumente einzulassen, habe deine Links gelesen, wollte eine friedliche, gelassene Diskussion. Aber nee. Ok, dann wars das wieder mal von mir. Mein Bedarf an DA-Vorträgen, gespickt mit Beleidigungen, ist gedeckt.

Ja ich weiß Selina, wenn du keine Argumente mehr hast, kommt ad personam und dein "Kommunikationsgeschwatze".
Tut mir leid, aber beim Thema Sprachentwicklung und populationsgenetische Untersuchungsergebnisse gibt es keine "Antithetik" - keine inhaltlichen Gegensätze, hier geht es nicht um Lyrik, sondern um Wissenschaft.
Und das was du zur Sprachentwicklung, Sprachverbreitung sowie kultureller Einflussnahme geschrieben hast, ist sachlich unc fachlich falsch.
Es geht nicht um Meinungen, sondern um Fakten und wie die Faktenlage (gegenwärtig) ist beschreiben Archäologie und Populationsgenetik.
Dass Du mit allem was mit Biologie, Erklärungen die Teilgebiete der Biologie liefern, auf Kriegsfuß stehst, hast du ja oft genug dokumentiert.
Merke: Biologie ist Wissenschaft, KEINE Ideologie, auch wenn DU das nicht akzeptieren kannst.
Und NEIN - bei naturwissenschaftlichen Ergebnissen gibt es KEINE "mehere Erklärungsvarianten" - Naturwissenschaft hat nichts mit "wünsch dir was" zu tun, da gibt es auch keine "mehrere verschiedene Theorien" die parallel existieren.
Das mag in den Kunstwissenschaften oder in der Philosophie sie sein, in den Naturwissenschaften ist das NICHT der Fall, die sind nämlich kein Schwatzverein und da haben auch "Ambivalenzen" nichts zu suchen - entweder man hat eine Erklärung und kann die begründen oder man hat keine - da gibt es kein "sowohl als auch".
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 9. Okt 2019, 10:35

Dark Angel hat geschrieben:(08 Oct 2019, 20:39)

Selina hast du die Artikel über die Herkunft der indoeuropäischen Sprachen und die Bevölkerungsentwicklung in Europa gelesen und vor allem verstanden?
Aus diesen beiden Artikeln geht eindeutig hervor, dass ALLE Träger der indoeuropäischen Sprachen genetisch verwandt sind. Sprachliche Verwandtschaft bedingt genetische Verwandtschaft.
Sprachen entstehen NICHT über Informationsaustausch oder Erzählungen und auch NICHT über "vielfältige Kontakte der Individuen".

Ersteinmal "entstehen" Sprachen nicht sondern entwickeln sich. Es gibt keinen Bruch zwischen Nichtsprachlichkeit und der Existenz einer natürlichen Sprache. Dass sprachliche Verwandtschaft in irgendeiner Art auch auf genetische Verwandtschaft hinweist, ist ja nicht falsch. Aber: Es gibt nicht eine genetische Spur und dann einen ihr folgenden Graubereich, in welchem sich tatsächliche kulturelle Praktiken wie "Sprache" in mehr oder minder großem Abstand abspielen. Weil Kommunikation und Austausch Eigengesetzlichkeiten erzeugt, die von der genetischen Spur nicht abgebildet werden könnnen. Das, was eben kulturelle Evolution ausmacht. Die ist zu einem großen Anteil unabhängig von biologischer Evolution. Schau: Nimm einfach mal das Beispiel "Popmusik". Alle heutigen lebendigen Sprachen sind durch und durch durchsetzt von Wörtern der Popkultur. Beispiele dafür brauche ich wohl nicht bringen. Sie kommen zu einem hohen Anteil aus dem angloamerikanischen Kulturbereich. Wie soll sich das in einer "genetischen Spur" abbilden? Wie? Wie sollen Menschen in 500 Jahren durch genetische Analysen darauf kommen, dass es in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Popmusikrevolution gegeben hat, die eine drastische Auswirkung auf die lebendige gesprochene Sprache hatte? Bitte: Wie? Und wenn dieses Phänomen prinzipiell erstmal als vorhanden gezeigt ist, dann kann es zumindest graduell auch für frühere Zeitepochen vorhanden gewesen sein.

Und komm. Du kannst (und sollst auch) deine eigene Argumentationen mit Quellenangaben belegen. Aber hör mit deinen peinlichen Leseempfehlungen auf. Das nervt! So gut wie alle wissenschafttlichen Diskussionen in meinem real life (ziemlich viele), wären in solchen Fällen nach 5 Minuten beendet.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Adam Smith » Mi 9. Okt 2019, 10:48

Sprechen die Ungarn eine indoeuropäische Sprache? Handelt es sich um eine Turksprache?
Das ist Kapitalismus:

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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 9. Okt 2019, 11:28

Selina hat geschrieben:(08 Oct 2019, 14:59)

Genau. Und auch wenn das Folgende nun sicher sehr laienhaft klingt, will ich es mal sagen: Bei meinem früheren Besuch in Budapest und meinen Begegnungen mit dem damaligen Partner meiner Kommilitonin, einem Ungarn, hab ich auf Anhieb gedacht, ohne das Ungarische zu verstehen (außer Erzsébet híd und Egészségedre), Wahnsinn, das klingt aber alles ziemlich finnisch :D Und auch wenn ich Finnen höre, höre ich eine entfernte Verwandtschaft zum Ungarischen heraus. Nur vom Singsang und der Lautmalerei beider Sprachen ausgegangen. Ich weiß, klingt doof, hab ich damals aber so empfunden.


"Egészségedre" ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel für das Phänomen Agglutinierung. Wörtlich wird "auf deine Gesundheit" im Ungarischen als "Gesundheitdeinedrauf" gebildet. "Egészség", "Gesundheit" selbst, heißt im Prinzip "Ganzheit". "egész" ist "ganz" und "ség" ist sowas wie "-heit". Im Finnischen heißt Gesundheit "terveys" und das finnische "Hallo" "terve". Irgendwo las ich, dass dieses "terve" anderen Ursprungs ist und wohl eher etwas mit dem aus dem germanischen Sprachraum kommenden "derb" zu tun hat. Finnen fühlen sich gesund, wenn sie sich als widerstandsfähig erleben, Ungarn, wenn sie sich als ganz im Sinne von nicht auseinandergefallen fühlen.

Spaß beiseite. Das geistig kulturelle Klima in Ungarn hat sich drastisch gewandelt. Speziell Budapest ist eigentlich eine kosmopolitische Metropole. Mit sowohl ungarischen wie auch deutschen und jüdischen Einflüssen. Mit großen Namen. Gegenwärtig findet in Ungarn eine forcierte Magyarisierung der gesamten Kultur statt. Dass die Ungarn sprachlich um jeden Preis zu den Turkvölkern gehören sollen ist nicht (nur) eine Frage der Wissenschaft sondern regierungsamtliche Staatsideologie. "Die Ungarn betrachten sich als Nachkommen von Attila, hun-türkischen Ursprungs, und die ungarische Sprache ist ein Verwandter der türkischen Sprachen", Zitat Viktor Orbán. Feind Nummer eins dieser Ideologie sind Geisteswissenschaftler, Künstler, Journalisten, Intellektuelle. Sämtliche Gender-Studies-Hochschulbereiche wurden bereits abgewicketl. Wie im gesamten ehemaligen k.u.k.-Raum auch vermischt sich diese Intellektuellenfeindlichkeit mit Antisemitismus. Beide, der Literatur-Nobelpreisträger von 2002, Imre Kertész wie auch ein möglicherweise kommender Preisträger Péter Nádas sind - wie viele andere - Ungarn mit einem jüdischen Herkunftshintergrund. Die Orbánsche Politik möchte das Bild der Ungarn von einem Land der Literaten, Musiker und (Quer)denker zu einem Land der Fahrzeugingenieure, Fußballtrainer, Kernkraftsanlagenspezialisten, Schmiede, Bäcker und Landwirte machen. Und der kulturelle Hintergrund dazu sind nicht die Kaffehäuser Budapests sondern Wiesen, auf denen Reiterspiele laufen und Städte, deren Ortsschilder mit "altungarischen Runen" beschriftet sind. Es ist ein Grauen! Die Querdenker verlassen das Land oder leben das, was man "innere Emigration" nennt. Das muss man wissen, wenn man die emotionale Aufgewühltheit verstehen will, die entsteht, wenn man in einem politischen Forum in Deutschland etwas von "germanischen, ungarischen und türkischen Runen" liest.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Mi 9. Okt 2019, 12:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Oct 2019, 10:35)

Ersteinmal "entstehen" Sprachen nicht sondern entwickeln sich. Es gibt keinen Bruch zwischen Nichtsprachlichkeit und der Existenz einer natürlichen Sprache. Dass sprachliche Verwandtschaft in irgendeiner Art auch auf genetische Verwandtschaft hinweist, ist ja nicht falsch. Aber: Es gibt nicht eine genetische Spur und dann einen ihr folgenden Graubereich, in welchem sich tatsächliche kulturelle Praktiken wie "Sprache" in mehr oder minder großem Abstand abspielen. Weil Kommunikation und Austausch Eigengesetzlichkeiten erzeugt, die von der genetischen Spur nicht abgebildet werden könnnen. Das, was eben kulturelle Evolution ausmacht. Die ist zu einem großen Anteil unabhängig von biologischer Evolution. Schau: Nimm einfach mal das Beispiel "Popmusik". Alle heutigen lebendigen Sprachen sind durch und durch durchsetzt von Wörtern der Popkultur. Beispiele dafür brauche ich wohl nicht bringen. Sie kommen zu einem hohen Anteil aus dem angloamerikanischen Kulturbereich. Wie soll sich das in einer "genetischen Spur" abbilden? Wie? Wie sollen Menschen in 500 Jahren durch genetische Analysen darauf kommen, dass es in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Popmusikrevolution gegeben hat, die eine drastische Auswirkung auf die lebendige gesprochene Sprache hatte? Bitte: Wie? Und wenn dieses Phänomen prinzipiell erstmal als vorhanden gezeigt ist, dann kann es zumindest graduell auch für frühere Zeitepochen vorhanden gewesen sein.

Sprache ist keine kulturelle Praktik, sondern IST Kultur und Sprache - die Fähigkeit zu sprechen - ist entstanden ==> Mutation des FOXP2-Gen. Menschen (Homo apiens sapiens) mit mutiertem FOXP2-Gen sind unfähig a) überhaupt zu sprechen und b) sinnvolle Sätze zu bilden.
Die Entstehung von Sprache (Protosprache) kann mittels neurowissenschaftlicher Untersuchungen etwa 50.000 Jahre zurückverfolgt werden - hängt mit dem Alter bestimmter Hirnareale zusammen und das Sprachzentrum ist eines der jüngsten im menschlichen Gehirn. Ohne die entsprechende genetische Voraussetzung und das entsprechende Hirnareal gibt es keine Sprache bzw Protosprache, aus der eine komplexe Sprache bzw unterschiedliche Sprachen entwicklet werden können.
So viel zum Thema "es gibt nicht die genetische Spur ..."
Als kulturelle Evolution wird die Gesamtheit gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse bezeichnet - in Anlehnug an die biologische Evolution - eine Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen = die Entwicklung einfach strukturierter Jäger-und Sammler-Gesellschaften zu immer komplexeren gesellschaftlichen Strukturen.
Sprache/Sprachentwicklung ist Teilbereich kultureller Evolution, unterliegt innerhalb dieser der gleichen Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen.
Kommunikation entwickelt keine Eigengesetzlichkeit, sondern verläuft parallel zur gesellschaftlichen Entwicklung bzw folgt dieser ==> einfach strukturierte Gesellschaften verfügen über eine wesentlich einfacher strukturierte Sprache als komplexe.

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Oct 2019, 10:35)Und komm. Du kannst (und sollst auch) deine eigene Argumentationen mit Quellenangaben belegen. Aber hör mit deinen peinlichen Leseempfehlungen auf. Das nervt! So gut wie alle wissenschafttlichen Diskussionen in meinem real life (ziemlich viele), wären in solchen Fällen nach 5 Minuten beendet.

Peinliche Leseempfehlungen?
Zitierte Links, die Argumente stützen und/oder erläutern, sind also peinlich?
Na gut "Mister Allwissend", werde ich mir merken und dich darauf hinweisen, wenn DU mal wieder peinlich wirst (Unsinn von dir gibst).
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