Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » So 24. Nov 2019, 10:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Nov 2019, 10:44)

Wie sagt der Volksmund so schön: "Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis".


Ja, dieser Ausspruch gilt im Kleinen und leider auch im Großen! Ich habe das Gefühl, daß unsere maßgeblichen politischen Kräfte sich verbraucht haben im selbst angerichteten Durcheinander. Keine Kraft mehr für die Vorgabe von Prioritäten und zielgerichtetes Handeln. Deshalb sinkt auch das Vertrauen in die politische Klasse.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Do 19. Dez 2019, 13:12

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Kamikaze
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Kamikaze » Fr 20. Dez 2019, 07:54



Privatsierte Infrastruktur! Fuck Yeah! Kost' ja nix! (Außer vielleicht die Zukunft, aber im Hier und Heute ist's billig...) :dead:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 23. Nov 2021, 13:55

Kamikaze hat geschrieben:(20 Dec 2019, 07:54)

Privatsierte Infrastruktur! Fuck Yeah! Kost' ja nix! (Außer vielleicht die Zukunft, aber im Hier und Heute ist's billig...) :dead:

Aber nur weil die Kiddies die Netze unterhalten und deren Ausbau finanzieren. Würden alle Kinder und Jugendliche auf die Nutzung ihrer Smartphones verzichten weil für sie Facebook und Co "uncool" geworden sind oder die Politik wegen zunehmenden Hass, Sexismus, Gewalt, Gewaltaufruf und Fake News starke Einschränkungen bei den sozialen Netzwerken vornimmt wäre das Handynetz wohl nicht mehr finanzierbar, so ein vor jahren mal erschienener bericht auf spiegel online.
Allein aus diesem grund wird es bei uns wohl nie zu enschneidenden staatlichen Restriktionen durch die politik kommen, egal was da abgeht.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Sören74 » Di 23. Nov 2021, 15:55

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Nov 2021, 13:55)

Aber nur weil die Kiddies die Netze unterhalten und deren Ausbau finanzieren. Würden alle Kinder und Jugendliche auf die Nutzung ihrer Smartphones verzichten weil für sie Facebook und Co "uncool" geworden sind oder die Politik wegen zunehmenden Hass, Sexismus, Gewalt, Gewaltaufruf und Fake News starke Einschränkungen bei den sozialen Netzwerken vornimmt wäre das Handynetz wohl nicht mehr finanzierbar, so ein vor jahren mal erschienener bericht auf spiegel online.
Allein aus diesem grund wird es bei uns wohl nie zu enschneidenden staatlichen Restriktionen durch die politik kommen, egal was da abgeht.


Welche staatlichen Restriktionen von der Politik sollte es denn Deiner Meinung nach geben?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 23. Nov 2021, 16:12

Eigentlich nicht mehr als die bereits bestehenden. Es gibt ja so einige Dinge, die Nutzer von Facebook, instagramm und Co. nicht dürfen wie z.B. das Zulassen von Persönlichkeitsrechtsverletzungen, Beleidigungen, Volksverhetzung, Fake News u.v.m. Die Betreiber der bekannten Social Media Kanäle haben zwar versprochen gegenzusteuern. Das geschieht auch, allerdings nur halbherzig. Hier müsste wesentlich mehr Druck auf die Betreiber von Facebook und co ausgeübt werden.
Aber dieses Problem darzustellen war gar nicht meine Intension. Es ging mir bei der beantwortung von Kamikazes Post nur darum einmal klar zu stellen, warum mobiles internet so billig (im Vergleich zu den nordischen Ländern allerdings nicht) und warum, bzw. wer das Mobilnetz zu einem großen teil finanziert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 23. Nov 2021, 16:13

Von Rotchina lernen heißt siegen lernen:
Chinas Regierung belegt die Gamingbranche mit strikten Jugendverboten – nicht zuletzt, weil die Parteikader sich als Volkserzieher verstehen.
https://www.rnd.de/digital/china-verbie ... R7OWU.html
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Di 23. Nov 2021, 16:16

Sören74 hat geschrieben:(23 Nov 2021, 15:55)

Welche staatlichen Restriktionen von der Politik sollte es denn Deiner Meinung nach geben?


...der Ausbau in der Fläche und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur hat die Bundesnetzagentur mit Auflagen in der HAnd.

Im Gegenzug sollte der GEMEINSAME Ausbau und Nutzung von Basisstationen - nicht nur innerhalb von Gebäuden (Stadien KAufhäusern Bahnhöfen) - erlaubt werden.

Hier könnte in der Zukunft über 40% des durch den Mobilfunk erzeugten CO2 im Betrieb eingespart, bei Technik könnten im Neubau//Aufbau ein drittel der Stationen eingespart (Strahlung) reduziert - und eine Erhöhung der "Ausleuchtung" für den Nutzer erfolgen.

Bei Masten//Türmen könnte um 20% des Stahls eingespart (Windlastverringerung) werden.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 23. Nov 2021, 16:36

Finnland macht es vor, wie es geht. Einheitliche Funkmasten von Süden bis zum Norden, lückenlos, so dass selbst dem einsamsten Elch schnelles Internet zur Verfügung steht. Außerhalb der Städte ist das Festnetz zurückgebaut worden bzw. wird das nicht mehr gepflegt. Der Standardanschluss ist da heute einer der drei großen Mobilfunkanbieter. Standard ist heute 4G, in einigen Gegenden des Qutbacks noch 3G. Das 5G-Netz wächst rasant. Downloadlimit ist in Finnland unbekannt. Egal ob surfen im Internet, Fernsehen oder Streaming, alles läuft übers Mobilnetz. Der Preis: Bei meiner letzten Finnlandtour in diesem Jahr zahlte ich für eine 1-Monats SIM-Karte, natürlich non limit 17,90 Euro.

In diesem Zusammenhang interessant: Die Finnen generieren im Durchschnitt sogar doppelt so viel Datenverkehr über ihre Mobilfunkanschlüsse wie die Nutzer in Südkorea und das bei nur 5,5 Mill. Einwohnern gegenüber fast 52 Mill. in Südkorea.

Deutschland bitte nachmachen!
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Di 23. Nov 2021, 19:21

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Nov 2021, 16:36)

Deutschland bitte nachmachen!


Hier nun alle Auflagen im Überblick:

bis Ende 2022 mindestens 98% der Haushalte je Bundesland mit > 100 MBit/s
+ alle Bundesautobahnen und Bundesstraßen mit Verbindungsfunktionsstufen 0/1*
mit > 100 MBit/s und maximal 10 Millisekunden (ms) Latenz,
+ Schienenwege mit mehr als 2.000 Fahrgästen pro Tag mit mindestens 100 MBit/s,
+ 1.000 „5G-Basisstationen“ & 500 Basisstationen mit mind. 100 MBit/s in „weißen Flecken“
* siehe Anlage 4 Seite 154 auf https://bit.ly/2TJ4Cvh

bis Ende 2024 alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 MBit/s und höchstens 10 ms Latenz,
+ alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 MBit/s,
+ die Seehäfen sowie das Kernnetz der Wasserstraßen im Binnenbereich mit mindestens 50 MBit/s,
+ alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 MBit/


https://www.5g-anbieter.info/5g-ausbau/versteigerung.html

Kostentreiber ? .....an den Milliarden Versteigerungsgebot kanns nicht liegen.....>> IN Frankreich >> :D

Frankreich hat gar auf eine Auktionierung verzichten und die Bänder gegen Auflagen kostenlos verteilt.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Nov 2021, 09:55

Die "Auflagen" sind das Papier nicht wert auf das die festgehalten wurden. Vor allem
bis Ende 2022 mindestens 98% der Haushalte je Bundesland mit > 100 MBit/s
ist ja wohl der schlechteste Witz überhaupt.
Mein Wunsch wäre: Weg vom Kabelnetz. Kein Meter Technik von Übervorgestern = Glasfaserkabel mehr verlegen. Kabelnetze außerhalb der großen Städte zurückbauen wie in Finnland. Dafür ein wirklich flächendeckendes Funknetz bis hin zum letzten Kuhstall und Almödi, ebenfals wie in Finnland (da ist es der letzte Elch) mit mindestens 4G.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Nov 2021, 10:23

Raskolnikof hat geschrieben:(24 Nov 2021, 09:55)

Die "Auflagen" sind das Papier nicht wert auf das die festgehalten wurden. Vor allem
bis Ende 2022 mindestens 98% der Haushalte je Bundesland mit > 100 MBit/s
ist ja wohl der schlechteste Witz überhaupt.
Mein Wunsch wäre: Weg vom Kabelnetz. Kein Meter Technik von Übervorgestern = Glasfaserkabel mehr verlegen. Kabelnetze außerhalb der großen Städte zurückbauen wie in Finnland. Dafür ein wirklich flächendeckendes Funknetz bis hin zum letzten Kuhstall und Almödi, ebenfals wie in Finnland (da ist es der letzte Elch) mit mindestens 4G.


Es wird genau UMGEKEHRT werden - die Glasfasernetze immer dichter - und die Funkzellen immer kleiner (aber mehr)

Denn man muss ja die Funkzellen auch versorgen - die zukünftigen Zellen haben in Großstädten die Grösse einer Ausleuchtzone einer Strassenlaterne.

(Bei der Bandbreite einer einzelnen Funkzelle ist die Versorgung per Funk der MASSE der Zellen mit SICHERHEIT bei >>allen Wetterbedingungen<< schlecht möglich)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Nov 2021, 10:39

Was 5G betrifft hast du sicherlich recht. Die Reichweite ist da wirklich schlecht, so dass 5G in ländlichen Bereichen flächendeckend nur schwer umzusetzen ist. So wird auch in Finnland 5G derzeit in den Städten aber auch kleineren Orten kontinuierlich ausgebaut wobei ich mit kleinere Orte auch solche meine mit nur einem Supermarkt, zwei Tankstellen, einer Bank, einer Baari oder Pizzeria und einem Kioski. 4G ist Standard. Bei unserem letzten Finnlandaufenthalt (wir sind dort mind. zweimal jährlich) hatten wir ein Mökki jenseits von gut und Böse (1,5 km bis zur nächsten Straße, dann 12 km Schotterpiste bis zum nächsten Dorf mit einem Supermarkt. Aber in der Hütte 4G und darüber alle deutschen TV-Programme in HD über Zattoo.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 24. Nov 2021, 16:09

Du weißt aber schon, dass diese Funken ihre Bandbreite auf alle User aufteilen müssen? Wenn das Teil 1Gbit/s schafft und da hundert User gleichzeitig zugreifen, ist es mit dem schnellen Internet schnell Essig.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Mi 24. Nov 2021, 16:49

...ist es mit dem schnellen Internet schnell Essig.


Dieser Ärger war schon in der Zeit der guten alten Telefone eingeplant. Wenn die Drähte besetzt waren, dann gab es kein Durchkommen. Es gab eben sehr viel mehr Teilnehmer als Drähte.

Mein Erlebnis mit 4G: Alles ganz wunderbar tagsüber auf dem platten Lande. Wenn dann der Feierabend mit Fernsehen ausbrach, dann wußte ich oft nicht, ob ich die trägen Reaktionen auf zu geringe verfügbare Bandbreite der Funkstrecken oder auf Grenzen der Netzverwaltung schieben sollte. Das ging bis zum freiwilligen Abschalten des Rechners, weil das System unbrauchbar wurde. Ganz offenbar wollte man mit einer Installation viel zu viele Nutzer glücklich machen.

Inzwischen habe ich eine Richtfunkstrecke mit 80 MB/sec, und offenbar nimmt dieses teure Angebot die größere Zahl der Internetbenutzer nicht an... das funktioniert ohne Flaschenhals immer noch tadellos. Sorgen hat man...

Mit 5G kann das doch gar nicht anders werden; auch dort werden die Kanäle einer Funkstrecke möglichst gut genutzt, und irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Die geringere Reichweite sorgt schon dafür, daß nicht zu viele Nutzer auf einer Funkstrecke ihr Glück versuchen können... ist also nicht unbedingt ein Fluch.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Nov 2021, 17:12

H2O hat geschrieben:(24 Nov 2021, 16:49)

Mein Erlebnis mit 4G:.


Nun - das Bayernstadion läuft ja auch .... (und bei 4G hatt ich die Finger mit dran). - die haben danach lange verloren - ....nur weil ich da mal auf den Rasen getreten hab.. :D :D :D

Aber - dass ist nur eine Frage der Anbindung.... - und da das Stadion als ein "geschlossenes Gebäude" gilt - die Planung....Kabel.... Antennen sind Vodafone - an dessen Schine dann die anderen mit dranhängen....
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Nov 2021, 18:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Nov 2021, 16:09)

Du weißt aber schon, dass diese Funken ihre Bandbreite auf alle User aufteilen müssen? Wenn das Teil 1Gbit/s schafft und da hundert User gleichzeitig zugreifen, ist es mit dem schnellen Internet schnell Essig.

Deshalb belässt man in Finnland ja auch innerhalb der Städte das Kabel und setzt außerhalb dieser auf wirklich leistungsfähiges Funknetz. Und das klappt da sehr gut und sicher. Ich bin seit 1977 beruflich und privat in Finnland unterwegs (jetzt als Rentner nur noch privat) und habe die Entwicklung des Internet so ziemlich von Beginn an mitbekommen. Und da waren uns die Finnen immer mindestens zwei Schritte voraus. Wenn du in Finnland mit dem PKW durch das Land fährst und anfängst die Funkmasten zu zählen die du siehst (und du siehst nur einen Bruchteil) dann hörst du ganz schnell auch wieder auf, nämlich wenn du dich bei hundert und etwas verzählt hast. Und wenn du dann eine Nebenstrecke fährst (evtl. Schotterpiste) und über viele Kilometer kein einziges Anwesen gesichtet hast aber plötzlich ein Funkmast durch die Baumwipfel im Wald zu sehen ist wundert man sich nur. Ja, da ist aus dem Anspruch jeden Elches Wirklichkeit geworden. :)
Zuletzt geändert von Raskolnikof am Mi 24. Nov 2021, 19:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 24. Nov 2021, 18:31

Ja, auf dem Dorf kann man das sicherlich machen, da braucht man dann aber auch ein paar Masten.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Nov 2021, 19:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Nov 2021, 18:31)

Ja, auf dem Dorf kann man das sicherlich machen, da braucht man dann aber auch ein paar Masten.
Das ist richtig. Was mich aber fasziniert ist die Tatsache, dass die Finnen es geschafft haben den besagten Elch netztechnisch bestens zu versorgen während bei uns viele Landwirte und andere Bürger gleich hinter der Ortsgrenze mit Modemgeschwindigkeit geliefert per Überlandkabel auf vergammelten, hölzernen Telegrafenmasten versorgt werden ohne Aussicht auf Besserung. Wo leben wir bloß?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Nov 2021, 22:29

Raskolnikof hat geschrieben:(24 Nov 2021, 19:58)

Das ist richtig. Was mich aber fasziniert ist die Tatsache, dass die Finnen es geschafft haben den besagten Elch netztechnisch bestens zu versorgen während bei uns viele Landwirte und andere Bürger gleich hinter der Ortsgrenze mit Modemgeschwindigkeit geliefert per Überlandkabel auf vergammelten, hölzernen Telegrafenmasten versorgt werden ohne Aussicht auf Besserung. Wo leben wir bloß?


Bei den Finnen können alle Betreiber eine Anlage mitnutzen....Anlage Kabel Antenne....Mast. (Da gibt es untereinander Verträge.)

das ist in D verboten - man darf gradmal den Mast mitnutzen.....was aber eine grössere Windlast bedeutet - mehr Stahl ...

Viel Antenne....jeder Seine Technik...jeder sein Kabel..sein Flasfaser/Richtfunkanbindung...sein EVU Anschluss...seinen Technikschrank... und natürlich extra Dachmiete....und Wartung/Techniker/Teile/Lager (Bundesnetzagentur Verbot der zusammenarbeit ausserhalb geschlossener Gebäude) 4 Fach Technik >> 4 fach Preis !! 4Fach CO2...

Das Verbot ist bei 5G nicht aufgehoben.... >> Eine Station für alle Betreiber (entsprechende Ausbaustufe) würde reichen !!

Übersetzt-
Jeder "Seine" Strasse // Bahngleis - statt gemeinsam auf einer zu fahren...

Lobbyismus - gegen Verbraucherinteresse.... Da bezahlt mann extra Lobbyistenberater. Das wird sich in D nie ändern... abwink.
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