Linux, Unix und BSD

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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon imp » Do 30. Mai 2019, 14:02

H2O hat geschrieben:(26 May 2019, 09:29)

Jetzt habe ich gleich zwei "Schrottrechner". Die Linux-Distributionen haben allgemein einen Umfang angenommen, der bei 2 GB RAM diese Grenze überschreitet. Mein Sohn hat mir über eine lange Kette von Diskussionen "antiX" zukommen lassen. Diese Distribution kommt angeblich (so weit auch nachgeprüft!) mit <398 MB RAM aus. Da hätte ich meine Toughbooks noch nutzen können!

Hat ein Teilnehmer mit antiX Erfahrungen gesammelt, den ich dazu befragen könnte, damit ich nicht jedes Rädchen im Getriebe selbst erforschen muß?

Wenn dich der Sohn unterstützen mag, warum nicht. Es ist auch nur ein Debian-Derivat mit xfce.

Ein aktuelles openSUSE oder Fedora mit xfce kannst du auch auf 512 MB RAM noch betreiben. Die Frage ist eben: Nimmst du in Kauf, dass du beim Office länger wartest, dass du nicht hunderte Tabs im Browser öffnen kannst und auf videolastigen Seiten das Blättern ruckelt?

Wenn das OK ist, ist antix oder jedes andere System mit einem leichten Window Manager prinzipiell OK.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 30. Mai 2019, 21:37

Als Bericht zu verstehen, nicht etwa als Hilferuf: Meine Altchen machten mit 2 GB und UBUNTU 16.04 LTS (UNITY) ganz ordentlich ihre Arbeit. Dann kam der nächste Schritt auf UBUNTU 18.04 LTS (GNOME-Ableger)... und da stotterten die Altchen erkennbar.

Also zurück auf 16.04 LTS. Das lief dann wieder ganz ordentlich. Allerdings kam dann im Rahmen der Programmpflege eine Aktualisierung, und dann lief das Programm nicht mehr. Ich vermute deshalb, daß die Benutzerprogramme immer umfangreicher werden, so daß sie nicht mehr vollständig im RAM 2GB gehalten werden können.

So lange also AntiX mit älteren Versionen von Firefox und Thunderbird betrieben wird, stößt man nicht an diese Grenze, muß aber mit funktionellen Einschränkungen leben. Niemand kann auf diesem Gebiet zaubern!

Interessehalber werde ich mich noch ein Weilchen mit AntiX und meinen Altchen (SONY VGN-TZ11) befassen. So alte Kumpels läßt man doch nicht so schnell im Stich! Aber mir dämmert's schon, daß durch diese Versuche kein harter Wettbewerber für UBUNTU entstehen kann, daß man also den Rest der eigenen Lebenszeit mit ergiebigeren Themen gestalten sollte.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon imp » Fr 31. Mai 2019, 06:48

H2O hat geschrieben:(30 May 2019, 21:37)

Als Bericht zu verstehen, nicht etwa als Hilferuf: Meine Altchen machten mit 2 GB und UBUNTU 16.04 LTS (UNITY) ganz ordentlich ihre Arbeit. Dann kam der nächste Schritt auf UBUNTU 18.04 LTS (GNOME-Ableger)... und da stotterten die Altchen erkennbar.

Also zurück auf 16.04 LTS. Das lief dann wieder ganz ordentlich. Allerdings kam dann im Rahmen der Programmpflege eine Aktualisierung, und dann lief das Programm nicht mehr. Ich vermute deshalb, daß die Benutzerprogramme immer umfangreicher werden, so daß sie nicht mehr vollständig im RAM 2GB gehalten werden können.

So lange also AntiX mit älteren Versionen von Firefox und Thunderbird betrieben wird, stößt man nicht an diese Grenze, muß aber mit funktionellen Einschränkungen leben. Niemand kann auf diesem Gebiet zaubern!

Interessehalber werde ich mich noch ein Weilchen mit AntiX und meinen Altchen (SONY VGN-TZ11) befassen. So alte Kumpels läßt man doch nicht so schnell im Stich! Aber mir dämmert's schon, daß durch diese Versuche kein harter Wettbewerber für UBUNTU entstehen kann, daß man also den Rest der eigenen Lebenszeit mit ergiebigeren Themen gestalten sollte.


Ich wünsche dir viel Erfolg dabei. Es sind nicht nur die Browser. Auch die angezeigten Seiten, Medien, werden immer umfangreicher. Nicht wenig davon geht in ablenkende Werbung :(
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Sa 31. Aug 2019, 03:34

Ich kenne antiX leider nicht.

Es scheint in MX Linux eingeflossen zu sein.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon grün » Sa 8. Feb 2020, 21:43

Nein, antiX gibt es noch. Nur MEPIS nicht mehr.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 3. Jul 2020, 17:37

Ein Linux für Windows-Umsteiegr: https://www.youtube.com/watch?v=tc9CLN1gseU
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Mi 26. Aug 2020, 20:15

Eine Zeit lang dachte ich, BSD könne mit den freien (Umsteiger-)Systemen mithalten. Jetzt sehe ich Linux klar vorne.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon grün » Mi 26. Aug 2020, 20:22

Warum?
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 27. Aug 2020, 18:19

Gibt es ein Versprechen unter "Linux, Unix und BSD-Freunden", ihr Wissen ahnen zu lassen und es danach für sich zu behalten? ;)

Negator, welches freie Linux sehen Sie im Augenblick "vorn"... und warum? Ich würde in unserem Forum gern mehr darüber erfahren.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 27. Aug 2020, 18:50

BSD ist auch nicht wirklich auf den Desktopbetrieb ausgelegt, macOS ist die Ausnahme. GhostBSD soll aber ganz ordentlich funktionieren, den Mate-Desktop finde ich recht ansehnlich und funktionell.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Do 27. Aug 2020, 19:24

Linux bedient eine größere Bandbreite von Usern, vom Einsteiger bis zum Profi. :rolleyes: :thumbup:
Maat & Mate :thumbup:
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Negator » Do 27. Aug 2020, 19:32

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2020, 18:19)

Gibt es ein Versprechen unter "Linux, Unix und BSD-Freunden", ihr Wissen ahnen zu lassen und es danach für sich zu behalten? ;)

Negator, welches freie Linux sehen Sie im Augenblick "vorn"... und warum? Ich würde in unserem Forum gern mehr darüber erfahren.

Linuxer haben zunächst geschlossene Zirkel gebildet, das war schlecht für das System.

Für mich sind nach wie vor Mint und Ubuntu vorne. Die gehen einfach auf die Platte, haben gute Anwendungsprogramme im Köcher und sind mit Mate oder Xfce windowsnah einzurichten.

Aufholer:
- MX Linux (Debian)
- Manjaro (Arch)
- Antergos (Arch)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon grün » Do 27. Aug 2020, 19:42

Negator hat geschrieben:Linux bedient eine größere Bandbreite von Usern, vom Einsteiger bis zum Profi. :rolleyes: :thumbup:


Was genau fehlt dir bei GhostBSD?
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 27. Aug 2020, 20:01

Ja gut, Ubuntu benutze ich seit meinem Ausscheiden aus der Arbeitswelt, in der Windows das Maß aller Dinge geworden war. Das sind nun über 12 Jahre zufriedener Nutzung dieses für Privatleute kostenlosen Angebots.

Nach meinem Verständnis baut MINT sehr weitgehend auf Ubuntu auf, mit einer eigenen Bedienoberfläche.

Da aber auch Ubuntu sehr weitgehend auf Debian aufbaut, frage ich mich ernsthaft, was diese Vielfalt uns DAUs bringt... außer verschworenen Gruppen von Nutzern, die in der Entwicklung möglicher Linux-Varianten ihren Lebenszweck sehen.

Ich sehe mein Festhalten an Ubuntu als Möglichkeit, meine Unabhängigkeit von professioneller Dienstleistung zu bewahren. Die geschaffene Umgebung von UbuntuUsers ermöglicht einen vergleichbar einfachen Einstieg, wenn es doch einmal zu einem Problem mit der HW-SW-Zusammenarbeit kommt. Ich folge allerdings auch den HW-Empfehlungen der Ubuntu-Gemeinde.

Manchmal wünsche ich mir als sehr persönliche Nische die Programmierung im Linux-Befehlssatz... aber der erste Schwung scheitert sehr schnell an den ungewohnten Schwierigkeiten... und dem bequemen Zugang zu fertigen Lösungen zur alltäglichen Nutzung.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon grün » Do 27. Aug 2020, 20:02

Benutzeroberflächen sind austauschbar.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 27. Aug 2020, 20:31

grün hat geschrieben:(27 Aug 2020, 19:42)

Was genau fehlt dir bei GhostBSD?


So einfach in die Runde gefragt, dürfte diese Frage für Ratlosigkeit sorgen. Ich vermute, daß es sich um ein ganz wunderbar anwendbares Entwicklungssystem handelt, an dem UNIX-Anhänger viel Freude haben. Anwenderschar überschaubar.

So einfache Fragen wie Drucker, Scanner, Kombigeräte, integrierte Webcams... wie weit werden die von GhostBSD gelöst? Ich vermute: Selbst ist der Mann.

Aber auf der Ebene des DAUs hat sich in der täglichen Anwendung Ubuntu durchgesetzt. Auf der Ebene des DAUs ist es fast Wurst, welcher Code hinter dem Anwenderprogramm steckt... Hauptsache das Anwenderprogramm läuft wie erhofft.

Das wird vermutlich völlig anders aussehen, wenn man umfangreiche Anwenderprogramme entwickeln will. Als DAU und alter Mensch bin ich schon froh, wenn ich mir mit LibreOffice Calc ein kleines Hilfsprogramm zur Pflege meines Tablettenvorrats (rechtzeitige Nachbestellung) anlegen kann! :thumbup:
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 27. Aug 2020, 20:43

grün hat geschrieben:(27 Aug 2020, 20:02)

Benutzeroberflächen sind austauschbar.


Richtig; deshalb bezeichneten Ubuntu-Fanatiker immer neue Bedienoberflächen als Wallpaper. In der Ubuntu-Welt gibt es inzwischen mindestens 6 "offizielle" Bedienoberflächen, die Nutzervorlieben entgegenkommen oder deren Ressourcenbedarf (RAM) ihren Einsatz auf älterer HW erlaubt. Ich halte mich aus Bequemlichkeit an die jeweilige Hauptrichtung.. und wechsele die HW, wenn die altgediente HW das nicht mehr zuläßt.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Atue001 » Fr 28. Aug 2020, 01:05

Wenn man heute in den PC Markt reinschaut, dann ist und bleibt Windows das führende Betriebssystem. Mit all seinen Stärken und Schwächen.

Wer als Alternative Linux einsetzt, der hat insofern regelmäßig eine bestimmte Idee, warum er/sie das tut.

Das Kostenargument greift selten - denn Windows wird regelmäßig stark gebundelt mit Hardware und dort stark subventioniert mitgeliefert.
Für ein kostenfreies Office braucht man nicht auf Linux wechseln - auch unter Windows gibt es die relevanten Alternativen, um nicht auf den Microsoft-Zug aufspringen zu müssen.

Das Sicherheitsargument greift nur bedingt - ein modernes Windows 10 mit den Standard-Einstellungen und dem Defender in Kombination steht Linux-Systemen in Punkto Sicherheit nicht wirklich nach.

Für Windows spricht, dass man sich viel weniger Gedanken machen muss als bei Linux - für Linux spricht, dass man sich doch bitte ein paar Gedanken machen sollte!

Es ist reizvoll, insbesondere auf älteren Rechnern noch ein Linux zu installieren, weil Linux-Varianten für alle möglichen Hardwareausstattungen existieren - auch Schmalspurvarianten. Bei Windows sieht es da enger aus. Moderne Windows-Editionen haben durchaus ihren Hardware-Ressourcenhunger - wer da an Hauptspeicher oder einer SSD-Platte gespart hat, der hat wenig Spaß. Bei Linux findet man immer noch ein System, was auch noch mit älterer Hardware und generell knappen Hardwareressourcen gut zurecht kommt.....aber das geht immer auch mit einem Kompromiss einher, was beispielsweise die Fähigkeiten der grafischen Oberfläche angeht.


Technologisch ist Linux ganz sicher ein sehr reizvoller Ansatz - aber für DAUs ist gerade dieser Aspekt nicht sonderlich wichtig.

Ist man mal in der Linux-Welt angekommen, dann ist Ubuntu sicher eine gute Wahl - oder auch MINT, was aber auf Ubuntu aufbaut.....je spezieller die Hardware, oder auch die Softwarewünsche sind, desto mehr lohnt es sich, auch über diese Grundsysteme hinaus zu schauen......

Ein modernes Ubuntu oder MINT ist durchaus auch als Einsteigersystem geeignet - und ausreichend Software gibt es auch.
Umgekehrt - wer nur mal mit Unix seine Erfahrungen machen will, findet viele Konzepte daraus inzwischen auch in Windows wieder. Und: Je mehr Software auf Browser-Oberflächen setzt, und aus der Cloud gerechnet wird, desto weniger spielt das konkrete Client-Betriebssystem eine Rolle. Da geben sich Windows und Linux nicht sonderlich viel......


Zu Linux würde ich vor allem dann raten, wenn mit älterer Hardware versucht wird, noch möglichst lange ein Office-tauglichen PC zu betreiben. Ansonsten ist Linux geeignet für alle, die sich damit auseinandersetzen wollen. Die Unterschiede in der Oberflächenbedienung liegen bei modernen Linux-Editionen nicht mehr so arg groß auf der Hand, wenn man Linux mit Windows vergleicht. Unter der Haube hingegen spricht viel für Linux - aber Linux ist ein Betriebssystem, und wer unter die Haube schaut, entdeckt dort auch ein Betriebssystem. Und solche haben die Eigenschaft, dass sie nicht trivial sind.

Das gilt in gleicher Weise auch für Windows - nur versteckt Windows die vorhandene Komplexität etwas besser gegenüber dem Nutzer - weshalb noch immer viele Windows einfach mitnutzen. Für Tester ist Linux in jeder Edition aber eine echte Alternative.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Fr 28. Aug 2020, 09:04

Tja, im Ernst: Ich habe (gottlob!) noch nie eine Schadsoftware auf meinen Ubuntu-Rechnern entdeckt. Was sicher nicht bedeutet, daß es sie nicht dennoch gibt!

Ohne Vorkenntnisse der Computerei wird die Erstnutzung von Ubuntu etwas mühsam. Mag sein, daß junge Leute heutzutage schon genügend Einblicke erhalten haben, so daß das wirklich nicht schwieriger ist als unter Windows. Unter Windows kennt man aber immer jemanden, der einen kennt, und dann kommt man dort hinein. Bei Linux muß man lesen oder man hat zufällig einen Bekannten, der sich auch damit befaßt.

Ich finde die Bedienoberflächen von Windows 10 und Ubuntu 18.04 Standard doch einigermaßen unterschiedlich. Spätestens auf der Ebene der Benutzerprogramme sind die Unterschiede vernachlässigbar.

Das Kostenargument spielt schon noch eine Rolle. Die Ubuntu-Distribution wird mit einer ganzen Menge hochwertiger Benutzerprogramme geliefert, die nahezu mühelos zu installieren sind... kostenlos. Programme wie Firefox sind so mächtig geworden, daß der Ressourcenbedarf durch diese hochwertigen Benutzerprogramme schon aufgebläht wird. Wenn man sie nutzt, dann fällt es danach schwer, darauf wieder zu verzichten für einen weniger leistungsfähigen Browser... also rüstet man die HW auf, indem man den Empfehlungen der Ubuntu-Gemeinde folgt. Das klappt dann sofort.

Dateiformate sind auch keine Hürde mehr, wenn man mit Windows-Nutzern die Datenausgaben der Nutzerprogramme austauscht.

Und dann wird auch der Ubuntu-Nutzer so bequem, daß er auf den Umstieg auf Windows verzichtet, selbst dann, wenn er auf professionelle Interfaces zu externen Geräten (Videoüberwachung...) verzichten muß. Verzichten, Faust in der Tasche machen. :mad2:
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Occham » Fr 28. Aug 2020, 09:18

Was an linux bedauerlich ist, das Projekte mit guten Ansätzen plötzlich verschwinden, wenn die Entwickler sich aus Eigenmotiven entscheiden, dieses Projekt nicht mehr weiter verfolgen zu wollen. Bei kostenpflichtiger Software kommt halt der nächste Programmierer...
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.

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