Linux, Unix und BSD

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Apr 2021, 15:40

Es ist halt die Frage, ob man den Studenten einen Gefallen damit tut, wenn man zB. Photoshop mit Gimp ersetzt, wenn die nachher im Job mit Photoshop arbeiten müssen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 15:56

H2O hat geschrieben:(07 Apr 2021, 08:29)

Als ganz glücklicher Ubuntuuser erlaube ich mir dennoch die Frage, wodurch sich diese Linux-Distribution für Einsteiger auszeichnet... was sie anbietet, um Einsteigern das Leben leicht zu machen. Welche Benutzerfunktion sie anbietet, die sie (fast) unentbehrlich für Sie macht. Mich treibt die reine und unvoreingenommene Neugierde. :)


Manjaro bietet mit dem aur-repository (all-user-repository) eben den zugang zu dem allerneuesten Shice. Es ist ziemlich nahe an einer rolling-release wie arc(s)h und trotzdem relativ stabil. Ist ein Kompromiss aus maximaler Aktualität und Halbwegs stabil. Bei aller Freude (auch ich nutze Manjaro auf einem Rechner) sollte man sich klar sein das Manjaro zu den "bleeding-edge" distros gehört. bleeding-edge kann man frei als "ein blaues Auge bekommen" übersetzen und das bedeutet das es nur eine frage der zeit ist, bis man sich ein update einfängt das dann eben alles zerschiesst. Deshalb sollte man immer ein Backup vor einem größeren update machen, no backup, no mercy. Wenn man also nicht unbedingt immer die neueste Version einer Software braucht ist man wie mit ubuntu in deinem fall auf der sicheren seite.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 16:03

grün hat geschrieben: bedeutet nur, dass man eben nicht nur alle 6 bis 12 Monate größere Updates bekommt, sondern andauernd. Das sorgt auch für schnellere Sicherheitsupdates. Folgerichtig sind größere Überraschungen eher selten.


oha, da habe ich aber persönlich andere Erfahrungen mit den Überraschungseiern die ein Update einem beschert, aber sei's drum.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 16:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 10:22)

Die wirklichen Nerds hantieren mit Linux from Scratch oder Gentoo und kompilieren sich ihre Kernel exakt passend für ihre Hardware selber. Dafür fehlen mir aber Zeit und Wissen.


Nicht nur dir, deshalb gibt es ja die vorcompilierten Distros. LFS ist gut dokumentiert und deshalb klasse für die Lernkurve aber wer ist noch bereit sich 1-2 Wochen hinzusetzen und komplett alles selbst zu compilieren ? Den eigenen Kernel kann man darüberhinaus auch in jeder Distro nachträglich für sich selbst compilieren und anpassen, aber der Zeitaufwand zum Nutzen ? Ist was für Spielkinder und Interessierte aber für den Otto-Normal-Nutzer nicht wirklich spannend.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 35196
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Mi 7. Apr 2021, 19:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 15:40)

Es ist halt die Frage, ob man den Studenten einen Gefallen damit tut, wenn man zB. Photoshop mit Gimp ersetzt, wenn die nachher im Job mit Photoshop arbeiten müssen.


Stimmen denn die Bearbeitungsfunktionen für Bildformate in ihrer Wirkung nicht weitestgehend überein? Ich meine... wenn das so ungefähr zutrifft, dann sollte die Knopfologie doch einen lernwilligen Menschen nicht ernsthaft umhauen.

Ich erinnere mich an den Versuch einer Großstadt (war das nicht München?), ihre Softwarepakete durchweg auf Linux um zu stellen, um ganz viel Geld zu sparen. Der Versuch ist inzwischen wohl gescheitert. Ich vermute daran, daß man bei komplizierteren SW-Paketen dann kaum professionelle Hilfe bekommt, während bei MS Windows die Unternehmen Angebote machen... Vermutung... und Beratungsleute wollen von ihrer Beratungstätigkeit leben können. Letzteres muß ich wohl nicht vermuten! ;)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Apr 2021, 19:24

H2O hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:14)

Stimmen denn die Bearbeitungsfunktionen für Bildformate in ihrer Wirkung nicht weitestgehend überein?

Manches wird sicherlich ähnlich funktionieren, aber Photoshop ist viel umfangreicher und professioneller. Wer als Grafik-Designer arbeiten will, der kommt imho an Photoshop nicht vorbei.

Der Versuch ist inzwischen wohl gescheitert.

Der Versuch ist am Lobbyismus gescheitert. München geht zurück zu Microsoft, Microsoft eröffnet sein Deutschland HQ in München.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 19:28

H2O hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:14)

Stimmen denn die Bearbeitungsfunktionen für Bildformate in ihrer Wirkung nicht weitestgehend überein? Ich meine... wenn das so ungefähr zutrifft, dann sollte die Knopfologie doch einen lernwilligen Menschen nicht ernsthaft umhauen.


Mit darktable und rawtherapee stehen dir 2 Programme zur professionellen Fotobearbeitung zur Verfügung und wenn es um ambitionierte Bildbearbeitung geht kommt man sowohl bei photoshop als auch bei gimp nicht um die ebenenbearbeitung rum, da nehmen sie sich nichts. Mit dem Add-On Gmic bietet Gimp alles was Photoshop auch bietet und ist im Gegensatz zu Photoshop sogar schneller.
Falls es dich interessiert schaue mal bei Youtube nach "MyGimpTutorialChannel" dann siehst du wie mächtig Gimp ist. Was die Photoshop Nutzer abschreckt ist eben das man sehr lange benötigt um so eine Software nutzen zu können und wenn man Jahre brauchte um Photoshop zu beherrschen dann scheut man natürlich nochmal so eine Lernkurve machen zu müssen. Wer von null anfängt kann problemlos auf Gimp setzen. Der Lernaufwand ist wie bei Photoshop sehr hoch aber ziemlich identisch.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 19:28

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:24)

Manches wird sicherlich ähnlich funktionieren, aber Photoshop ist viel umfangreicher und professioneller. Wer als Grafik-Designer arbeiten will, der kommt imho an Photoshop nicht vorbei.


Einspruch euer Ehren. Siehe Gmic
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Apr 2021, 19:32

Hilft auch nix, weil die Agenturen mit Photoshop arbeiten.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 35196
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Mi 7. Apr 2021, 19:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:32)

Hilft auch nix, weil die Agenturen mit Photoshop arbeiten.

Wir haben also das Hase & Igel-Problem: "Ik bün all'hier!"
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 19:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:32)

Hilft auch nix, weil die Agenturen mit Photoshop arbeiten.


Man kann Bildbearbeitung aber nicht auf Agenturen runterbrechen. Als ambitionierter Hobbyfotograf kenne ich auch viele professionelle Fotografen die in den letzten Jahren umgeschwenkt sind. Auf dem Mac nutzen sie darktable oder sind auf captureone umgestiegen weil das Abo-Modell von Adobe eine Katastrophe ist und vor allem die Frage der Lizenzrechte wo es viele Streitereien gab. Photoshop ist schon lange nicht mehr der Platzhirsch auch wenn seine Verbreitung immer noch sehr groß ist. Aber in der Bildbearbeitung, auch professionell, hat sich viel geändert. So kann ich zum Beispiel problemlos unter Linux Filmprofile nutzen die auch in der normalen Ansicht mit jeder anderen Anwendung gültig sind. Unter Windows sind die nur in Lightroom gültig. Startet man da einen normalen Bildbetrachter sind die Filmprofile futsch. Es gibt vieles was da besser läuft als unter Photoshop.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Apr 2021, 22:47

olli hat geschrieben:(07 Apr 2021, 19:47)

Man kann Bildbearbeitung aber nicht auf Agenturen runterbrechen.

Die Rede war von einer Universität und Studenten, da gehe ich dann in Sachen Adobe davon aus, dass dort angehende Designer ausgebildet werden und nicht Hobbyfotografen ;) Ich habe nichts gegen Gimp oder Darktable, warum auch, aber die Realität in den Agenturen und Kreativabteilungen ist in der Regel Adobe.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
olli
Beiträge: 939
Registriert: Mo 11. Jan 2021, 17:57

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon olli » Mi 7. Apr 2021, 23:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Apr 2021, 22:47)

Die Rede war von einer Universität und Studenten, da gehe ich dann in Sachen Adobe davon aus, dass dort angehende Designer ausgebildet werden und nicht Hobbyfotografen ;) Ich habe nichts gegen Gimp oder Darktable, warum auch, aber die Realität in den Agenturen und Kreativabteilungen ist in der Regel Adobe.


Oha, Fotografie wird tatsächlich auch heute noch professionell betrieben, alleine die Produktfotografie ist schon ein Markt für sich.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 37749
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Apr 2021, 08:51

Der Umstieg von Gimp auf Photoshop sollte weniger schwer sein als umgekehrt.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Apr 2021, 09:51

olli hat geschrieben:(07 Apr 2021, 23:16)

Oha, Fotografie wird tatsächlich auch heute noch professionell betrieben, alleine die Produktfotografie ist schon ein Markt für sich.

Und wenn die Agentur, die die Produkt-Broschüre/-Website macht, vom Produktfotografen eine PSD-Datei haben möchte, weil die besser in den Workflow passt?

MMn. kommt man im prof. Kreativbereich nicht um Adobe Produkte herum:
Profitiert hat davon vor allem Adobe: Der Konzern sicherte sich früh die Rechte an der Bildbearbeitungssoftware. Heute hat er je nach Schätzung einen Marktanteil von bis zu 90 Prozent bei professionellen Nutzern und verdient damit Milliarden.
https://www.sueddeutsche.de/digital/30- ... -1.4802982

Finde ich das toll? Nein. Aber es ist nunmal Realität.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 37749
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Apr 2021, 10:00

Gimp kann doch mit PSD-Dateien umgehen.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50022
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Apr 2021, 10:33

Scheint prof. Nutzer aber nicht zu überzeugen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 21108
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 15. Apr 2021, 14:35

Das Ganze hat mich hier jetzt schon ein bisschen neugierig gemacht. Ich habe hier noch ein etwa 8 Jahre altes Lenovo Ideapad mit einem i5-Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher rumliegen. Da ist noch Windows 7 installiert. Das habe ich auf Windows 10 upgegraded und die Lizenz auf mein neues Notebook übertragen. Das Lenovo würde ich mir jetzt gerne so als Reservenotebook herrichten, für den Fall der Fälle. Und da kam mir jetzt mangels Betriebssystem Linux in den Sinn. Müsste eigentlich reichen. Das was ich zum Arbeiten brauche ist größtenteils SAAS, da reicht also ein Browser. Auf Microsoft Office kann ich mal eine Zeit verzichten, da tuts auch Open Office oder Libre Office. Und dazu noch Thunderbird als E-Mailclient. Da kann ich dann durchaus eine Zeit vernünftig arbeiten. Damit das Ding aber nicht komplett ungenutzt irgendwo verstaubt hab ich mir gedacht, dass ich es auch noch als mobiles Tonstudio nutze, das ich auch mal in den Proberaum unserer Band mitnehmen kann. Da wäre mir mein neues Notebook zu schade. Und mal sehen, eventuel lass ich auch meine Retrospiekonsole vom Raspberry Pi umziehen und installier mir noch Kodi drauf. Das wäre es aber auch schon.
Was soll ich nun für eine Linux-Distribution installieren? Ich habe an Linux Mint gedacht oder Ubuntu. Was meint ihr?
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 37749
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Liegestuhl » Do 15. Apr 2021, 14:44

Ich bin damals von Ubuntu zu Linux Mint gewechselt als Canonical mit diesem unsagbaren Unity-Quatsch anfing. Zudem bin ich immer noch mit Werbung und Kaufangeboten belästigt worden. Ich weiß nicht, ob das heute immer noch so ist.

Bei Ubuntu und bei Linux Mint ist die Community zumindest so groß, dass Fragen nicht unbeantwortet bleiben.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
Benutzeravatar
grün
Beiträge: 508
Registriert: So 1. Nov 2015, 02:09

Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon grün » Do 15. Apr 2021, 15:01

Auf einem acht Jahre alten Laptop ist OpenBSD vermutlich die bessere Wahl.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
-- Nicolás Gómez Dávila

Zurück zu „43. Computer - Internet - Telekommunikation - Netzpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast