Reichen Flächen für Energiewende?

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Teeernte
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 12:15

H2O hat geschrieben:(11 Feb 2020, 12:03)

Ja, das Thema bleibt spannend für mich. wenn der Kollege wieder im Dienst sein wird, bitte nachfragen.

Eine Anmerkung zur PV-Anlage: Die Sonneneinstrahlung liefert in Mitteleuropa etwa 1 kW/m². Je nach spektralem Nutzungsgrad der Panels kann man daraus 20% bis 30% elektrische Energie abzweigen. Bei 40 m² => 40 kW => 10 kW elektrisch. 8 Stunden am Tag => 80 kWh. 200 Sonnentage => 16.000 kWh. Ja, die 7.000 kW sind glaubhaft, denn 8 Stunden am Tag steht die Spitzenleistung der Sonneneinstrahlung nicht zur Verfügung.

Aber die Sonnenleistung steht doch genau dann zur Verfügung, wenn Ihr Kollege eher eine Klimaanlage bräuchte. Wie löst er diesen Widerspruch? Zieht er auch im Herbst und Frühjahr tagsüber die 2 kW für die Wärmepumpe aus seinen 40 m²-PV-Anlage? Oder hat er sich einen riesigen Wasserspeicher für die Heizung angelegt?

(Ich habe 85 m² PV in Arbeit in der Hoffnung, damit hier häufige Netzausfälle zu überbrücken. Damit will ich Umwälzpumpen weiter laufen lassen, weil das öffentliche Stromnetz meine Heizungssteuerung in Betrieb hält. Im Winter traue ich der PV-Anlage nicht über den Weg. Deshalb habe ich einen Batteriespeicher mit 30 kWh in der Planung, den ich im Winter aus dem öffentlichen Netz lade, und wenn die Sonne scheint, dann eben nebenbei aus der PV-Anlage. Wenn alles gut geht: Im Sommer kein Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz, im Winter dann wohl heftig. Die Heizung mit einem wasserführenden Kaminofen mit Holzscheiten... plattes Land, keine Nachbarn.)


Die Netzausfälle sind doch selten und nur Kurzzeitig - so dass ein Benzinaggregat von 1kWh den Haushalt NOTBETRIEB auf einer Phase halten soll.... Umwäzpumpe, Heizungssteuerung, Licht und TV.

Das Ganze kostet 200 Eu - wenn es TEUER ist. - Händisch Start und Stop. Da selten im Einsatz - und LEER gelagert - fast keinen Verschleiss.

Wenn ich das einsetzen muss - lass ich den kleinen Tank leeer orgeln. Das ist nach 3-4 Stunden so weit - meistens ist der Strom früher schon wieder da.
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Gruwe
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Gruwe » Di 11. Feb 2020, 12:16

H2O hat geschrieben:(11 Feb 2020, 12:03)
Eine Anmerkung zur PV-Anlage: Die Sonneneinstrahlung liefert in Mitteleuropa etwa 1 kW/m². Je nach spektralem Nutzungsgrad der Panels kann man daraus 20% bis 30% elektrische Energie abzweigen. Bei 40 m² => 40 kW => 10 kW elektrisch. 8 Stunden am Tag => 80 kWh. 200 Sonnentage => 16.000 kWh. Ja, die 7.000 kW sind glaubhaft, denn 8 Stunden am Tag steht die Spitzenleistung der Sonneneinstrahlung nicht zur Verfügung.


Rechne doch einfach mit Vollaststunden, ist deutlich einfacher.


Aber die Sonnenleistung steht doch genau dann zur Verfügung, wenn Ihr Kollege eher eine Klimaanlage bräuchte. Wie löst er diesen Widerspruch? Zieht er auch im Herbst und Frühjahr tagsüber die 2 kW für die Wärmepumpe aus seinen 40 m²-PV-Anlage? Oder hat er sich einen riesigen Wasserspeicher für die Heizung angelegt?


Diesen Widerspruch löst er aktuell noch garnicht. Deshalb schrieb ich, dass dies eine rein bilanzielle Betrachtung ist.
In seinem Forschungsprojekt beschäft er sich allerdings mit solchen Themen: Eisspeicher, Wärmepumpe, PVT-Kollektoren, etc.
Aus seiner Sicht geht am Thema Wärmepumpe in Zukunft nichts mehr vorbei.


(Ich habe 85 m² PV in Arbeit in der Hoffnung, damit hier häufige Netzausfälle zu überbrücken. Damit will ich Umwälzpumpen weiter laufen lassen, weil das öffentliche Stromnetz meine Heizungssteuerung in Betrieb hält. Im Winter traue ich der PV-Anlage nicht über den Weg. Deshalb habe ich einen Batteriespeicher mit 30 kWh in der Planung, den ich im Winter aus dem öffentlichen Netz lade, und wenn die Sonne scheint, dann eben nebenbei aus der PV-Anlage. Wenn alles gut geht: Im Sommer kein Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz, im Winter dann wohl heftig. Die Heizung mit einem wasserführenden Kaminofen mit Holzscheiten... plattes Land, keine Nachbarn.)


Ich sehe keinen Grund, Netzausfälle mit einer 30kWh-Batterie überbrücken zu müssen. Oder betreibst du ein Krankenhaus oder irgendwas in der Richtung?
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Di 11. Feb 2020, 13:25

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 12:15)

Die Netzausfälle sind doch selten und nur Kurzzeitig - so dass ein Benzinaggregat von 1kWh den Haushalt NOTBETRIEB auf einer Phase halten soll.... Umwäzpumpe, Heizungssteuerung, Licht und TV.

Das Ganze kostet 200 Eu - wenn es TEUER ist. - Händisch Start und Stop. Da selten im Einsatz - und LEER gelagert - fast keinen Verschleiss.

Wenn ich das einsetzen muss - lass ich den kleinen Tank leeer orgeln. Das ist nach 3-4 Stunden so weit - meistens ist der Strom früher schon wieder da.


Vermutlich haben Sie Recht. Die Insellösung fand ich besonders schick, weil hier doch schon einmal 8 Stunden und mehr elektrisch gesehen "tote Hose" vorkommt. Das eigentlich Kostspielige sind die Batterien... für hohen Eigenverbrauch und eben als Puffer bei Stromausfall. Ich habe mir das System Stromversorgung/Stromverbraucher insgesamt so überlegt, daß ich im Sommer wohl gar kein öffentliches Netz brauche. Im Winter muß ich ja wohl, und da lade ich die Batterien aus dem Netz anstelle aus der PV-Anlage... mit Vorrang auf PV-Anlage, versteht sich. Einspeisung ins öffentliche Netz ist nicht vorgesehen. Mitte des Jahres sollte die Sache funktionieren. Ich habe mir also eine "unterbrechungsfreie Stromversorgung" genehmigt.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 13:42

H2O hat geschrieben:(11 Feb 2020, 13:25)

Vermutlich haben Sie Recht. Die Insellösung fand ich besonders schick, weil hier doch schon einmal 8 Stunden und mehr elektrisch gesehen "tote Hose" vorkommt. Das eigentlich Kostspielige sind die Batterien... für hohen Eigenverbrauch und eben als Puffer bei Stromausfall. Ich habe mir das System Stromversorgung/Stromverbraucher insgesamt so überlegt, daß ich im Sommer wohl gar kein öffentliches Netz brauche. Im Winter muß ich ja wohl, und da lade ich die Batterien aus dem Netz anstelle aus der PV-Anlage... mit Vorrang auf PV-Anlage, versteht sich. Einspeisung ins öffentliche Netz ist nicht vorgesehen. Mitte des Jahres sollte die Sache funktionieren. Ich habe mir also eine "unterbrechungsfreie Stromversorgung" genehmigt.


Nur mal ein Tip.... Mobilfunker bauen die Mobilfunkanlage neu - da fliegen oft die Akkus raus. 4 G Umrüstung - 4 Jahre her - nun 5 G - da gibt es 4 Jahr alte Puffer Akkus - die rund 12-14 Jahre halten - für einen SPOTTPREIS. (Schrott)

Der "gute" Schrottpreis ist in den Provinzen selten erreichbar - es gibt Gebiete - in denen der Schrotti keine Bleibatterien nimmt...

(Achtung - die sind voll geladen....und IRRE SCHWER. - Komplettpaket immer 48V - 8x6 V - 250Ah .... 4x12 v 100 Ah) Die breiten Kupferbrücken mit geben lassen !

Heute 1,22 Eu das Kilo. bei einer 6v250A sind das 40 Eu. MAXIMAL....die gesamte Anlage ist dann bei 350 Eu .....aber 12 kWh gebaut . - man sollte maximal 50% davon wirklich nutzen ! Die dinger brauchen Tiefentladeschutz ! WARTUNGSFREI ! SUPER ! Herstellungsjahr eingebrannt - meistens mit Güteaufklebern..

Zur Not tut es auch ein alter GabelstaplerAKKU. - zuviel Kapazität ist aber nicht immer guuuut .... wenn die altern - hat der Akku dann einen VERLUSTANTEIL.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Di 11. Feb 2020, 13:56

Gruwe hat geschrieben:(11 Feb 2020, 12:16)

Rechne doch einfach mit Vollaststunden, ist deutlich einfacher.




Diesen Widerspruch löst er aktuell noch garnicht. Deshalb schrieb ich, dass dies eine rein bilanzielle Betrachtung ist.
In seinem Forschungsprojekt beschäft er sich allerdings mit solchen Themen: Eisspeicher, Wärmepumpe, PVT-Kollektoren, etc.
Aus seiner Sicht geht am Thema Wärmepumpe in Zukunft nichts mehr vorbei.




Ich sehe keinen Grund, Netzausfälle mit einer 30kWh-Batterie überbrücken zu müssen. Oder betreibst du ein Krankenhaus oder irgendwas in der Richtung?


Letztere Anmerkung kann ich nur mit "man gönnt sich ja sonst nix" beantworten. Natürlich haben Sie Recht. Waschmaschine und Geschirrspüler sind so ausgelegt, daß sie nach einem Stromausfall dort weiter machen, wo sie aufhören mußten. Und wenn die Suppe auf dem Herd kalt wird, dann mache ich sie eben wieder warm, wenn ich Strom habe. Das ging ja bisher auch! Nur beim Wasser wird die Sache wirklich dumm. Mein Wasserwerk hat 75 l Reserve, und danach kommt der Luftpuffer zur Druckerzeugung. Den muß mein Klempner dann wieder aufblasen, wenn ich zu viel Wasser entnommen habe.

Mein Ziel ist ungefähr 3 Tage Stromausfall sommers wie winters zu überbrücken, ohne viel Theater veranstalten zu müssen. Das ist dann schon "deluxe", da haben Sie ganz Recht!
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Di 11. Feb 2020, 14:07

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 13:42)

Nur mal ein Tip.... Mobilfunker bauen die Mobilfunkanlage neu - da fliegen oft die Akkus raus. 4 G Umrüstung - 4 Jahre her - nun 5 G - da gibt es 4 Jahr alte Puffer Akkus - die rund 12-14 Jahre halten - für einen SPOTTPREIS. (Schrott)

Der "gute" Schrottpreis ist in den Provinzen selten erreichbar - es gibt Gebiete - in denen der Schrotti keine Bleibatterien nimmt...

(Achtung - die sind voll geladen....und IRRE SCHWER. - Komplettpaket immer 48V - 8x6 V - 250Ah .... 4x12 v 100 Ah) Die breiten Kupferbrücken mit geben lassen !

Heute 1,22 Eu das Kilo. bei einer 6v250A sind das 40 Eu. MAXIMAL....die gesamte Anlage ist dann bei 350 Eu .....aber 12 kWh gebaut . - man sollte maximal 50% davon wirklich nutzen ! Die dinger brauchen Tiefentladeschutz ! WARTUNGSFREI ! SUPER ! Herstellungsjahr eingebrannt - meistens mit Güteaufklebern..

Zur Not tut es auch ein alter GabelstaplerAKKU. - zuviel Kapazität ist aber nicht immer guuuut .... wenn die altern - hat der Akku dann einen VERLUSTANTEIL.


Erst einmal vielen Dank für den Akku-Tipp. Ich werde meinen Elektriker fragen, ob er einen kennt der einen kennt, der solche Batterien 48 V abgibt,. Wenn die zum Ladekonzept der Konverter passen, dann: Warum nicht! Platz ist genug vorhanden.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 14:51

Gruwe hat geschrieben:(11 Feb 2020, 12:10)

Die obige Rechnung trifft die Annahme, dass die GESAMTE Energie aus 100% PV-Strom gedeckt wird. Was genau ist daran nicht zu verstehen?

Kein Mensch verbraucht 130kWh am Tag rein elektrisch derzeit.


(Bei 24 h Akku - für Solar die Voraussetzung)
- benötigt man so viel an Fläche - wie die Anlage im UNÜNSIGSTEN Fall am Tag bringt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

DIE 5 kWp bringen am Tag im Winter - 19 kWh im Monat.... 633 Wh am TAG.

Hier ist schon ein Akku dran - sonst hätt ich die 633 Wh nur in 6...8 h zur Verfügung - REST >> Dunkeltuten.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Gruwe » Di 11. Feb 2020, 14:58

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 14:51)

(Bei 24 h Akku - für Solar die Voraussetzung)
- benötigt man so viel an Fläche - wie die Anlage im UNÜNSIGSTEN Fall am Tag bringt.


Ich bin immer wieder zutiefst ergriffen von deinem Genie, an dem du uns zudem teilhaben lässt! :rolleyes:


Gruwe hat geschrieben:(11 Feb 2020, 00:37)

Rein bilanzielle Betrachtung:
...
Wohl gemerkt: Das ergibt sich rein bilanziell, wenn man davon ausgeht, dass die Speicherung ideal ist und kein Problem darstellt.
...
Wie gut man das mit Speichern und Sektorkopplung wann wie gut umgesetzt werden kann, darüber kann man jetzt mutmaßen.
...
Allerdings bezieht sich die Betrachtung jetzt rein auf Photovoltaik. Windkraft, Wasserkraft, etc. sind auch noch da.
...
Ich sehe da auch in der Praxis eher das Speicherproblem bzw. die notwendige Wirtschaftsleistung.


Aber vielleicht hast du auch noch irgendwelche neuartigen Erkenntnisse für uns? :x

Denn dass diese Überlegung so ganz sicher nicht die Praxis sein wird, sollte durchaus jedem bewusst sein.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 15:17

Gruwe hat geschrieben:(11 Feb 2020, 14:58)

Ich bin immer wieder zutiefst ergriffen von deinem Genie, an dem du uns zudem teilhaben lässt! :rolleyes:




Aber vielleicht hast du auch noch irgendwelche neuartigen Erkenntnisse für uns? :x

Denn dass diese Überlegung so ganz sicher nicht die Praxis sein wird, sollte durchaus jedem bewusst sein.


Also nimm bitte einen windstillen Monat im dunklen Winter. (Das soll ja zunehmen....Dunst weil nicht kalt genug... und extrem)

PV - gering (deutlich unter 20%) der Normalleistung
WKA - gering (deutlich unter 20%) der Normalleistung
Biogas - gering (fehlende Wärme) (deutlich unter 20%) der Normalleistung



IST DATEN


Verbrauch :

ZUSAÄTZLICH :
Heizung - HOCH 100 % (insgesamt die JAHRESQUOTE - fast 100% Anteil - 300 % "Normal" )
Prozesswärme - erhöht 75%
E-Auto - erhöht 75% mehr Schlupf , Glätte , Autoheizung - 2kWh die erste halbe Stunde ZUSÄTZLICH je Fahrzeug.

Speicherverlust - ja der fehlt auch noch.


Worst Case – Wikipedia
Der Ausdruck Worst Case bezeichnet als Anglizismus den schlechtesten oder den ungünstigsten (anzunehmenden) Fall.

Oder willst Du Bilanziell im KALTEN sitzen ?
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Gruwe » Di 11. Feb 2020, 15:20

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 15:17)
Oder willst Du Bilanziell im KALTEN sitzen ?


Ich will bilanziell garnix!

Wenn du nicht verstanden hast, was der Sinn meiner Rechnung war, dann kann ich dir leider nicht helfen!
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 15:31

Gruwe hat geschrieben:(11 Feb 2020, 15:20)

Ich will bilanziell garnix!

Wenn du nicht verstanden hast, was der Sinn meiner Rechnung war, dann kann ich dir leider nicht helfen!


Nun ich hab die verstanden - ich brauch bilanziell auch nur eine halbe Frau ,

die 12 Stunden die ich wach bin - und da nur 4 Stunden von zuhause ... abzüglich Fernsehprogramm.

>> Aber ich hab Ansprüche - und nehme doch eine GANZE.

Ist - wie beim Auto - Bilanzeill Bedarf 30 Minuten Je Fahrzeug und Tag . Es steht den Rest des Tages.

und doch hat (fast) jeder einen.

Propaganda ist - wenn man den Bedarf KLIEN rechnet.

Falls Du keinen Ausfall wünscht - bilanzier den Worst Case.



(REICHT die FLÄCHE ist die Frage ...... und eben nicht - Rechter Winkel auf Kochend Wasser - in Kelvin. Pi Daumen Fensterkreuz.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon BlueMonday » Di 11. Feb 2020, 18:42

Es wurde ja schon in diesem Thread darauf verwiesen: Man muss bei einer Bilanz natürlich auch die energetischen Investitionen als Kosten berücksichtigen. Um eine PV-Anlage (oder Windkraftanlage) betreiben zu können, muss ja erst mal eine riesige energetische Kette davor als Voraussetzung geschaffen werden, angefangen bei der Ressourcengewinnung, beim Transport der Ressourcen usw. usf. Bei einer totalen Energiewende fällt nun die energetische Subvention aus anderen Bereichen (der Diesel-LKW etc.) völlig weg. Die Stunde der Wahrheit naht. Dann muss die "grüne Energie" sich selbst tragen und noch einen ausreichenden Überschuss erzeugen. Ohne wegschauendes Milchmädchen, sondern um die real aufzubringenden Kosten von A bis Z geht es dann. Der energetische Aufwand vergrößert freilich dann auch die nötige Fläche. Je schlechter das Verhältnis zwischen energetischen Kosten und Return(Erntefaktor/Energy Return on Energy Invested), desto höher der Flächenbedarf. Nähert man sich der 0 unterm Strich, dann reicht bald keine Fläche mehr. Und auf eine Studie, die sich mit dem Erntefaktor von PV-Anlagen in unseren Breiten realistisch auseinandersetzt, wurde auch schon verwiesen.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Di 11. Feb 2020, 19:01

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 15:17)

Also nimm bitte einen windstillen Monat im dunklen Winter. (Das soll ja zunehmen....Dunst weil nicht kalt genug... und extrem)

PV - gering (deutlich unter 20%) der Normalleistung
WKA - gering (deutlich unter 20%) der Normalleistung
Biogas - gering (fehlende Wärme) (deutlich unter 20%) der Normalleistung



IST DATEN


Verbrauch :

ZUSAÄTZLICH :
Heizung - HOCH 100 % (insgesamt die JAHRESQUOTE - fast 100% Anteil - 300 % "Normal" )
Prozesswärme - erhöht 75%
E-Auto - erhöht 75% mehr Schlupf , Glätte , Autoheizung - 2kWh die erste halbe Stunde ZUSÄTZLICH je Fahrzeug.

Speicherverlust - ja der fehlt auch noch.


Worst Case – Wikipedia
Der Ausdruck Worst Case bezeichnet als Anglizismus den schlechtesten oder den ungünstigsten (anzunehmenden) Fall.

Oder willst Du Bilanziell im KALTEN sitzen ?


Sie werfen hier mit Zahlen und Begriffen um sich, die Sie schon erklären sollten. Dann könnte man nämlich auch damit gedanklich umgehen und gemeinsam auf Lösungen hinarbeiten. So ist das weitgehend unmöglich.

Ich will nicht im Kalten sitzen... habe deshalb meine Aufenthaltsräume vernünftig gegen Zugluft und Wärmeverluste gesichert, in diffusionsoffener Bauweise mit sehr geringem Energiebedarf. Meine sämtlichen Haushaltsgeräte habe ich in der sparsamsten Energieklasse beschafft, meine Lampen sind ausnahmslos LEDs.

Mein Stromverbrauch beträgt 220 kWh monatlich... und es gibt keine andere Einspeisung... ok, die Sonne für warmes Wasser. Das Wasser muß ich aber selbst aus dem Grundwasser hochpumpen.

Ich weiß auch die Leistungsaufnahme des Hauses im Winter: 900 kWh monatlich für 120 m². Das sind ungefähr 700 kWh für Heizung und Warmwasser, weil keine andere Energieeinspeisung vorhanden ist. Ja, Sonne hätten wir gern... Diese elektrische Energie werde ich im kommenden Winter durch einen wasserführenden 13 kW-Holzofen aufbringen, der bisher nur als "Schmuckstück" unseren Wintergarten ziert. Wenn ich den 3,5 Stunden lang betreibe, dann muß ich jeden 2. Tag Feuer machen, um den Pufferkessel auf zu heizen.

Aus unseren Berichten hier lerne ich, daß ich mit einer Wärmepumpe meinen Heizstrom im Winter auf ~200 kWh mindern könnte. Diesen Rest kann ich nur mit obigem Holzfeuer auf Null treiben. Das geht wegen Feinstaub und Rauchgas natürlich nur noch auf dem platten Lande, aber da bin ich ja inzwischen zu Hause.

Mit Photovoltaik kann ich meinen "Frühjahrs-Sommer-Herbst-Bedarf" lässig decken, Aber im Winter muß ich elektrische Energie einkaufen... 215 kWh monatlich. Fast juckt es mich, ein Windrad auf zu stellen. Aber das lasse ich lieber, weil hier im Herbst und Frühjahr sehr große Vogelschwärme einfallen.

Diogenes wäre mit weniger elektrischer Energie ausgekommen. :)

Ach ja, diese Zahlen kann ich in meinem Datentrack beim Versorger ENEA jederzeit online nachlesen... da ist nichts "schöngerechnet". ;)
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » Di 11. Feb 2020, 20:14

H2O hat geschrieben:(11 Feb 2020, 19:01)

Sie werfen hier mit Zahlen und Begriffen um sich, die Sie schon erklären sollten. Dann könnte man nämlich auch damit gedanklich umgehen und gemeinsam auf Lösungen hinarbeiten. So ist das weitgehend unmöglich.

Ich will nicht im Kalten sitzen... habe deshalb meine Aufenthaltsräume vernünftig gegen Zugluft und Wärmeverluste gesichert, in diffusionsoffener Bauweise mit sehr geringem Energiebedarf. Meine sämtlichen Haushaltsgeräte habe ich in der sparsamsten Energieklasse beschafft, meine Lampen sind ausnahmslos LEDs.

Mein Stromverbrauch beträgt 220 kWh monatlich... und es gibt keine andere Einspeisung... ok, die Sonne für warmes Wasser. Das Wasser muß ich aber selbst aus dem Grundwasser hochpumpen.

Ich weiß auch die Leistungsaufnahme des Hauses im Winter: 900 kWh monatlich für 120 m². Das sind ungefähr 700 kWh für Heizunund Warmwasser, weil keine andere Energieeinspeisung vorhanden ist. Ja, Sonne hätten wir gern... Diese elektrische Energie werde ich im kommenden Winter durch einen wasserführenden 13 kW-Holzofen aufbringen, der bisher nur als "Schmuckstück" unseren Wintergarten ziert. Wenn ich den 3,5 Stunden lang betreibe, dann muß ich jeden 2. Tag Feuer machen, um den Pufferkessel auf zu heizen.

Aus unseren Berichten hier lerne ich, daß ich mit einer Wärmepumpe meinen Heizstrom im Winter auf ~200 kWh mindern könnte. Diesen Rest kann ich nur mit obigem Holzfeuer auf Null treiben. Das geht wegen Feinstaub und Rauchgas natürlich nur noch auf dem platten Lande, aber da bin ich ja inzwischen zu Hause.

Mit Photovoltaik kann ich meinen "Frühjahrs-Sommer-Herbst-Bedarf" lässig decken, Aber im Winter muß ich elektrische Energie einkaufen... 215 kWh monatlich. Fast juckt es mich, ein Windrad auf zu stellen. Aber das lasse ich lieber, weil hier im Herbst und Frühjahr sehr große Vogelschwärme einfallen.

Diogenes wäre mit weniger elektrischer Energie ausgekommen. :)

Ach ja, diese Zahlen kann ich in meinem Datentrack beim Versorger ENEA jederzeit online nachlesen... da ist nichts "schöngerechnet". ;)


Ja ich kann auch nachschauen - ich hab ein Smappee. Ein Energiemonitor der "anzeigt" was zugeschalten ist.

449 kWh die letzten 30 Tage....98,83 € .

Ich heiz mit Gas.

Heißwasser würd ich an Deiner Stelle gleich mit Sonne machen. https://www.ebay.de/i/142520363518

Das Gas bei mir ....2 Etagen , 100 quadrat Grundfläche ....Heizung und WW. - im Jahr 1000 Eu.

Aber 13 Dachflächen - isss blöd mit Solar.

Mein Warmwasserspeicher im Keller ist Standard 120L und nach 12 Stunden nur noch lauwarm. 40 Grad - warm für "heiss" ...

Damit komm ich auf 1600 h Berieb im Jahr.

und die Heizung läuft mit Kennlinie gesteuert.....mit Fernbedienung.
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Di 11. Feb 2020, 21:15

Teeernte hat geschrieben:(11 Feb 2020, 20:14)

Ja ich kann auch nachschauen - ich hab ein Smappee. Ein Energiemonitor der "anzeigt" was zugeschalten ist.

449 kWh die letzten 30 Tage....98,83 € .

Oha, das ist heftig; na ja, kommt eben auf die Zahl der Personen und die Haushaltsführung an. Bei uns nur 2 ziemlich alte Leute zu bekochen und bewaschen.
Ich heiz mit Gas.
Wollte ich auch so anlegen für Heizen und Kochen. Aber meine Frau drohte mit Scheidung, und dann habe ich lieber die sehr einseitige Energieversorgung aus dem öffentlichen Netz mitsamt seinen Störungen hingenommen.

Heißwasser würd ich an Deiner Stelle gleich mit Sonne machen. https://www.ebay.de/i/142520363518

Dafür habe ich eine Solaranlage aufgebaut; aber im Winter liefert die keinen Ertrag. Ansonsten eine sehr gute Sache bis Ende Oktober und ab Ende März dann wieder! Damit ist zugleich die Heizung abgedeckt... und im Winter künftig mit Holzfeuer. Der Kessel 1,1 m³ hält genug Energie für 2 Wintertage. Warmwasser erzeuge ich mit dem Kessel. Bis 40 °C Kesseltemperatur oben immer sehr angenehm verfügbar.

Die Heizung ist eine Wand- und Decken-Strahleranlage mit Metallschläuchen im Kunststoffmantel hinter Rigipsplatten. 6 m Schlauch je m² Wohnfläche.
Das Gas bei mir ....2 Etagen , 100 quadrat Grundfläche ....Heizung und WW. - im Jahr 1000 Eu.

Der Etagenbau ist heizungstechnisch sicher vorteilhaft. Mit den Kosten kann ich nicht viel anfangen, obwohl die natürlich am wichtigsten sind. Welche Energie in kWh steht dahinter? Wir wohnen in einem "Erdbunker" zu ebener Erde mit Glasfronten zum Wintergarten und Fenstern in der anderen Firstwand... Haus im Haus umlüftet.

Aber 13 Dachflächen - isss blöd mit Solar.
Klar, Fenstergauben usw, wer denkt am Anfang an Photovoltaik! Was vielleicht hinhaut: Solarpanel für Warmwasser im Sommer. Erstaunlich, was diese Panels liefern!

Mein Warmwasserspeicher im Keller ist Standard 120L und nach 12 Stunden nur noch lauwarm. 40 Grad - warm für "heiss" ...
Der Warmwasserspeicher bei mir (1.100 ltr) ist ein Koloss dagegen; den bringt man nicht kurz mal eben unter ohne Vorplanung! Der ist aber auch als Heizungspuffer ausgelegt für die Wandheizungen mit 30 °C Vorlauf bis 40 °C Vorlauf bei arktischer Kälte. Bisher höchstens 32 °C beobachtet...

Damit komm ich auf 1600 h Berieb im Jahr.

Ist damit die Brenndauer des Gasbrenners gemeint?

und die Heizung läuft mit Kennlinie gesteuert.....mit Fernbedienung.

Bei mir ist der Vorlauf mit der Außentemperatur geregelt; die Umwälzpumpe läuft, wenn ein Raum Wärme abruft, weil dort die eingestellte Raumtemperatur abgesunken ist.

Ab Jahresmitte wird die Versorgungsinsel mit Photovoltaik betriebsbereit sein. Ich hatte einigen Verdruß mit Baugenehmigungen für ein "Wirtschaftsgebäude" = Garage plus Geräteraum plus 2 Kellerräume, einer für die Energieanlage, einer für Obst und Gemüse und Kartoffeln. Das Dach habe ich mit Blick auf Photovoltaik angelegt: 45 ° Gefälle, 85 m², Ausrichtung Südwestwest, volle Sonne von 11:00 bis 19:00 (im Sommer!)
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Corella » So 16. Feb 2020, 11:42

BlueMonday hat geschrieben:(11 Feb 2020, 18:42)

Es wurde ja schon in diesem Thread darauf verwiesen: Man muss bei einer Bilanz natürlich auch die energetischen Investitionen als Kosten berücksichtigen. Um eine PV-Anlage (oder Windkraftanlage) betreiben zu können, muss ja erst mal eine riesige energetische Kette davor als Voraussetzung geschaffen werden, angefangen bei der Ressourcengewinnung, beim Transport der Ressourcen usw. usf. Bei einer totalen Energiewende fällt nun die energetische Subvention aus anderen Bereichen (der Diesel-LKW etc.) völlig weg. Die Stunde der Wahrheit naht. Dann muss die "grüne Energie" sich selbst tragen und noch einen ausreichenden Überschuss erzeugen. Ohne wegschauendes Milchmädchen, sondern um die real aufzubringenden Kosten von A bis Z geht es dann. Der energetische Aufwand vergrößert freilich dann auch die nötige Fläche. Je schlechter das Verhältnis zwischen energetischen Kosten und Return(Erntefaktor/Energy Return on Energy Invested), desto höher der Flächenbedarf. Nähert man sich der 0 unterm Strich, dann reicht bald keine Fläche mehr. Und auf eine Studie, die sich mit dem Erntefaktor von PV-Anlagen in unseren Breiten realistisch auseinandersetzt, wurde auch schon verwiesen.


Technische Entwicklung ausgeblendet!
Aber solange Wirtschaft wachsen muss, wird jede Fläche knapp.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Teeernte » So 16. Feb 2020, 12:38

Corella hat geschrieben:(16 Feb 2020, 11:42)

Technische Entwicklung ausgeblendet!
Aber solange Wirtschaft wachsen muss, wird jede Fläche knapp.


Deppen von Verbrauchern ebenso !!!

Billig-Kleidung – Was Mode zum Klimafaktor Nummer 1 macht
Veröffentlicht am 12.02.20 um 15:55 Uhr

TATSÄCHLICH SIEHT DIE DURCHSCHNITTLICHE CO2-PRODUKTION PRO PERSON SO AUS:

Flüge: 5 Prozent
Strom: 7 Prozent
Freizeitaktivitäten: 8 Prozent
Kauf von Technischen Geräten: 12 Prozent
Heizung: 14 Prozent
Ernährung: 16 Prozent
Verkehr 18 Prozent

.......
Und mit der eigenen Kleidung verursacht jeder 19 Prozent seines CO2-Fußabdrucks.

Damit ist Kleidung Klimafaktor Nummer 1.


https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a ... a-100.html


Es gibt viele junge Mädels - die tragen die Artikel nur noch ein paar Stunden... um dann den MÜLL damit zu füttern.

Kostet ja auch nur noch wenige Euro.

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Absatz an neuer Kleidung mehr als verdoppelt. Es wird immer billiger und immer schneller produziert. Fast Fashion heißt dieses Phänomen. Während es früher 2 Kollektionen pro Jahr gab, haben Zara und H&M heute bis zu 24 mal neue Klamotten im Schaufenster. Zwei Mal im Monat wird alles ausgetauscht.
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Adam Smith
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Adam Smith » Mi 19. Feb 2020, 17:53

Die RheinEnergie startet den Bau von PV-Parks. Es geht also weiter mit dem Ausbau.

https://mobil.express.de/zukunft/mobili ... n-33828930
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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H2O
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon H2O » Mi 19. Feb 2020, 18:08

Adam Smith hat geschrieben:(19 Feb 2020, 17:53)

Die RheinEnergie startet den Bau von PV-Parks. Es geht also weiter mit dem Ausbau.

https://mobil.express.de/zukunft/mobili ... n-33828930


Wird in der Quelle etwas über eine Zweitnutzung der PV-Parks gesagt? Damit werden ja große Flächen für die Nutzungsdauer der PV-Anlagen nur noch für Spezialaufgaben... freilaufende Hühner und Enten, Schafe nutzbar. Das war eine der letzten Meldungen aus der Öko-Gemeinde.

Mir wäre der mehr private Ausbau der PV auf Dächern lieber; schade, daß es da an Anreizen fehlt. Landschaften zubauen und Möglichkeiten für Großinvestoren schaffen ist offenbar vorrangiges Staatsziel. Schade!
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Adam Smith
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Re: Reichen Flächen für Energiewende?

Beitragvon Adam Smith » Mi 19. Feb 2020, 18:33

H2O hat geschrieben:(19 Feb 2020, 18:08)

Wird in der Quelle etwas über eine Zweitnutzung der PV-Parks gesagt? Damit werden ja große Flächen für die Nutzungsdauer der PV-Anlagen nur noch für Spezialaufgaben... freilaufende Hühner und Enten, Schafe nutzbar. Das war eine der letzten Meldungen aus der Öko-Gemeinde.

Mir wäre der mehr private Ausbau der PV auf Dächern lieber; schade, daß es da an Anreizen fehlt. Landschaften zubauen und Möglichkeiten für Großinvestoren schaffen ist offenbar vorrangiges Staatsziel. Schade!


Es gibt keine Zweitnutzung.

Um die Energiewende richtig in Schwung zu bringen, plant Rheinenergie-Boss Dr. Dieter Steinkamp (59) in diesem Jahr den Bau von großen Freiflächen-Solarparks. Auf Arealen, die eh dauerhaft brach liegen und sich weder für Landwirtschaft, Wohnungs- oder Gewerbebau eignen sollen. Premiere soll das Projekt im Kölner Westen feiern – neben dem Klärwerk Weiden.


Eine Zweitnutzung des Flächenverbrauchs von PV-Anlagen die sich nicht auf Dächern befinden ist auch kaum möglich. PV-Anlagen die sich auf Dächern befinden stellen ja schon die Zweitnutzung der Fläche dar.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.

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