Bauen schadet Klima

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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 11:19

JJazzGold hat geschrieben:(19 Sep 2019, 10:55)

Das ist doch auf privater Ebene recht einfach darstellbar, wenn z.B. die Jungen mit den Alten zusammenziehen, statt dass sich beide Parteien jeweils eignen, knappen bodenversiegelnden Wohnraum zulegen. Wie halten Sie es in Ihrer Familie damit?
Es ist ja immer recht einfach, anderen vorschreiben zu wollen, wenn man dem selbst nicht gewillt ist nachzukommen.


Aber ja doch; in Notzeiten haben 3 Kinder in einem Bett geschlafen, haben Vater und Mutter in der Wohnstube auf dem Ausziehsofa genächtigt. Und ein Schlafbursche hat noch auf der Küchenbank geschlafen. Toilette für drei Wohnungen auf dem Zwischengeschoß oder unten im Hof. Kenne ich alles noch. Meine Eltern sind früh gestorben; das hat ein Wohnungsproblem gelöst.

Aber ich glaube, ich sollte damit aufhören. Heute haben wir unsere eigenen Vorstellungen von selbstbestimmtem Leben, arbeitsfähige Menschen müssen anpassungsfähig wechselnden Arbeitsstellen nachreisen. Ich jedenfalls gönne Menschen ihre Selbstbestimmung; so haben wir das mit meinen hochbetagten Schwiegereltern gehalten. Eine wirklich kleine Wohnung in unserer Nähe angemietet, und ansonsten bei uns in der Familie von spätem Vormittag bis Einbruch der Dunkelheit. Menschenpflicht und gern geübt; schade, daß sie nicht mehr leben!

Heute leben meine Kinder in unserem Hause, und wir Alten haben uns nach Polen abgesetzt. So ist allen gedient.

Wir brauchen Konzepte, wie wir selbstbestimmtes Leben im Alter und Familienleben und Arbeitsleben, also 3 Generationen, unter einen Hut bringen können und dabei dennoch unsere Schöpfung bewahren.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 11:34

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:03)

Warum glaubst du, dass zehn statt acht Etagen nicht gebaut werden sollten, wo Technik und Nachfrage es erlauben?


Meinetwegen gern; dann aber folgerichtig keine anderen Wohnungen mehr zulassen. Denn schön ist diese Wohnform nicht, wenn die Häuser im Block zusammen stehen. Eine Frage der Gleichheit und Gerechtigkeit.

In Berlin gab es dann noch die Bebauung der 5 Hinterhöfe und Seitenflügel mit Lichthöfen 15 m X 15 m, meist 4 Stockwerke hoch, kein Fahrstuhl. Geht alles. Aber wollen wir das, während andere Menschen dann im Grunewald in geräumigen Villen im Grünen leben können?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 11:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:01)

Mehr Bauland ausweisen, da wo die Nachfrage sehr hoch ist. Dass zB. in Berlin das Tempelhofer Feld nicht bebaut werden darf, ist angesichts der steigenden Mieten in Berlin ein schlechter Witz.


Kann man machen; meinetwegen sämtliche freien Flächen zubauen. Aber darüber sollten schon politische Mehrheiten entscheiden. Ich würde das Vorgehen nicht unterstützen. Ich habe 11 Jahre im alten West-Berlin gelebt; das fand ich steinern genug.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 11:44

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:40)

Ich würde das Vorgehen nicht unterstützen.

Dass du dem sozialistischen Kasernierungsgedanken "alle wohnen gleich" anhängst ist klar geworden, Plattenbausiedlungen sind nur auch nicht das Gelbe vom Ei.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 11:50

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:34)

Meinetwegen gern; dann aber folgerichtig keine anderen Wohnungen mehr zulassen. Denn schön ist diese Wohnform nicht, wenn die Häuser im Block zusammen stehen. Eine Frage der Gleichheit und Gerechtigkeit.

In Berlin gab es dann noch die Bebauung der 5 Hinterhöfe und Seitenflügel mit Lichthöfen 15 m X 15 m, meist 4 Stockwerke hoch, kein Fahrstuhl. Geht alles. Aber wollen wir das, während andere Menschen dann im Grunewald in geräumigen Villen im Grünen leben können?

Wenn es nur recht schoen fein teuer ist, warum nicht? Und das besorgt der Markt. Klimatisch wirkt jeder Neubau schwerer als viele Jahre der Bestandsnutzung.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 11:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:44)

Dass du dem sozialistischen Kasernierungsgedanken "alle wohnen gleich" anhängst ist klar geworden, Plattenbausiedlungen sind nur auch nicht das Gelbe vom Ei.


Völlig Ihrer Meinung; nur sollten Sie mir den Beitrag zeigen, wo ich die Menschen in Kasernen wohnen lassen wollte. Daß ich aber bei knappster Verfügbarkeit von Baugrund und Wohnungen dann wenigstens auf Gleichheit der Zuteilung poche, hat damit gar nichts zu tun. Dazu werden sinnvolle Wohnkonzepte gesucht... auch unterschiedliche, die diesem Anspruch genügen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon unity in diversity » Do 19. Sep 2019, 11:58

odiug hat geschrieben:(19 Sep 2019, 10:03)

Mir sind Mieten egal ... ich zahle keine :p
Ich bin auch allergisch gegen verwöhnte Hippster in Berlin und ihrem Gejammere, weil sie zum ersten mal Miete zahlen sollen :eek:
Geh nach Sendal, Görlitz, Deggendorf oder Duisburg, wenn dir Berlin zu teuer ist.
Das mal vorne weg.

Dennoch stimme ich mal mit der Grundthese überein, dass zu viel und an der falschen Stelle gebaut wird in Deutschland.
Ich würde das nur nicht am Wohnungsbau fest machen.
Riesige Logistikzentren am Arsch der Welt sind eine Fehlentwicklung.
Ebenso wie gigantische Einkaufszentren auf dem Land und ähnlicher Mist, den keiner braucht.

Diesem Ausgrenzungsungeist hat Grönemeyer den Kampf angesagt.
Jeder darf überall wohnen, regional und global.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 12:07

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:55)

Völlig Ihrer Meinung; nur sollten Sie mir den Beitrag zeigen, wo ich die Menschen in Kasernen wohnen lassen wollte.

Wo sollen die vielen Menschen denn sonst leben? Alle in Villen im Grunewald, da ist der Baugrund dann plötzlich nicht mehr knapp?

Daß ich aber bei knappster Verfügbarkeit von Baugrund und Wohnungen dann wenigstens auf Gleichheit der Zuteilung poche, hat damit gar nichts zu tun.

Selbstverständlich hat es damit zu tun, Wohnungen werden in der Regel nicht vom Staat zugeteilt. Und nochmal: knapper Baugrund ist eine politische Entscheidung, die man ändern sollte, ehe man sich dem Sozialismus zuwendet.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 12:08

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:50)

Wenn es nur recht schoen fein teuer ist, warum nicht? Und das besorgt der Markt. Klimatisch wirkt jeder Neubau schwerer als viele Jahre der Bestandsnutzung.


Ich kenne diese Wohnform "Hochhaus mit Fahrstuhlschacht, 2 Kabinen" mit 6 Parteien je Stockwerk. Dort wohnen ganz überwiegend die Leute, die wenig Miete bezahlen können, wobei in Frankfurt "wenig" schon furchterweckend ist. Das muß also nicht von Natur aus "schön fein teuer" sein. Schön ist das nur, wenn man eine weite Aussicht hat. Wenn man gegen die nächste Häuserfront blickt, dann ist das niederschmetternd.

Klar; aber im Abstand von 30 Jahren sind in intensiv genutzten Altbauwohnungen sehr umfangreiche Modernisierungsarbeiten fällig... oder die Bausubstanz verfällt. Bei der Gelegenheit könnte man sehr große Wohnungen teilen; einmal, damit der Wohnraum bezahlbar bleibt... und dann erhöht sich auch die Zahl dieser Wohnungen. Parkplatz... na ja. Aber ohne Programm und Planung läuft da nichts.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 12:13

unity in diversity hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:58)

Diesem Ausgrenzungsungeist hat Grönemeyer den Kampf angesagt.
Jeder darf überall wohnen, regional und global.

Es geht hier nicht so sehr uns duerfen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 12:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:07)

Wo sollen die vielen Menschen denn sonst leben? Alle in Villen im Grunewald, da ist der Baugrund dann plötzlich nicht mehr knapp?

Solchen Unsinn habe ich aber nicht vorgeschlagen. Es gibt doch Bebauungsweisen, die dazwischen liegen, wie man an vielen Beispielen sehen kann. Teile der Neuen Vahr in Bremen sind so gestaltet worden. Aber Bremen ist durch den schwierigen Baugrund vermutlich ein Sonderfall.

Selbstverständlich hat es damit zu tun, Wohnungen werden in der Regel nicht vom Staat zugeteilt. Und nochmal: knapper Baugrund ist eine politische Entscheidung, die man ändern sollte, ehe man sich dem Sozialismus zuwendet.

Tja, an solche Zeiten kann ich mich noch recht gut erinnern. Da wurde Wohnraum bewirtschaftet, und ein Wohnungsamt sorgte für Zuteilung nach Warteliste und Dringlichkeit. Üble Zeiten. Auch eine politische Entscheidung.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 12:38

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:16)

Solchen Unsinn habe ich aber nicht vorgeschlagen.

Wie würden denn die Häuser aussehen, in denen die über 80 Mio Menschen in Deutschland alle gleich wohnen würden? Wenn ich mir das hier angucke https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... e_Vahr.jpg dann unterscheidet sich das nicht wesentlich von Plattenbauten, vllt. ein bisschen mehr Grün und etwas weitläufiger, was angesichts des äußerst knappen Baugrunds ja aber auch wieder problematisch ist, da muss auch zusammen gerückt werden. Und wie geht das eigentlich mit "gleich" und "gerecht" weiter? Ist es denn nicht ungerecht, dass der Fabrikbesitzer zwar in einer gleichartigen Wohnung wie sein Arbeiter wohnt, er sich aber mit dem dicken S-Benz zur Arbeit chauffieren lässt, während der Arbeiter auf den ÖPNV angewiesen ist?

Tja, an solche Zeiten kann ich mich noch recht gut erinnern.

Und diese Zeiten sollen wieder zurück kommen, weil alles so schön gerecht und alle gleich arm waren?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 12:41

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 11:19)

Aber ja doch; in Notzeiten haben 3 Kinder in einem Bett geschlafen, haben Vater und Mutter in der Wohnstube auf dem Ausziehsofa genächtigt. Und ein Schlafbursche hat noch auf der Küchenbank geschlafen. Toilette für drei Wohnungen auf dem Zwischengeschoß oder unten im Hof. Kenne ich alles noch. Meine Eltern sind früh gestorben; das hat ein Wohnungsproblem gelöst.

Aber ich glaube, ich sollte damit aufhören. Heute haben wir unsere eigenen Vorstellungen von selbstbestimmtem Leben, arbeitsfähige Menschen müssen anpassungsfähig wechselnden Arbeitsstellen nachreisen. Ich jedenfalls gönne Menschen ihre Selbstbestimmung; so haben wir das mit meinen hochbetagten Schwiegereltern gehalten. Eine wirklich kleine Wohnung in unserer Nähe angemietet, und ansonsten bei uns in der Familie von spätem Vormittag bis Einbruch der Dunkelheit. Menschenpflicht und gern geübt; schade, daß sie nicht mehr leben!

Heute leben meine Kinder in unserem Hause, und wir Alten haben uns nach Polen abgesetzt. So ist allen gedient.

Wir brauchen Konzepte, wie wir selbstbestimmtes Leben im Alter und Familienleben und Arbeitsleben, also 3 Generationen, unter einen Hut bringen können und dabei dennoch unsere Schöpfung bewahren.



Wenn Sie sich nach Polen abgesetzt haben, statt mit Ihren Kindern das Haus zu teilen, dann versiegeln Sie zusätzlich bei den Polen den Boden. Das Modell, jeder Generation ein eigenes Haus sei Ihnen gegönnt. Nur Ansprüche an Andere, sich per Wohnraum zu beschränken dürfen Sie dann auch nicht stellen. Dann sitzen Sie nämlich im Glashaus.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 12:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:38)

Wie würden denn die Häuser aussehen, in denen die über 80 Mio Menschen in Deutschland alle gleich wohnen würden? Wenn ich mir das hier angucke https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... e_Vahr.jpg dann unterscheidet sich das nicht wesentlich von Plattenbauten, vllt. ein bisschen mehr Grün und etwas weitläufiger, was angesichts des äußerst knappen Baugrunds ja aber auch wieder problematisch ist, da muss auch zusammen gerückt werden. Und wie geht das eigentlich mit "gleich" und "gerecht" weiter? Ist es denn nicht ungerecht, dass der Fabrikbesitzer zwar in einer gleichartigen Wohnung wie sein Arbeiter wohnt, er sich aber mit dem dicken S-Benz zur Arbeit chauffieren lässt, während der Arbeiter auf den ÖPNV angewiesen ist?

Den Königsweg zu einer allumfassenden Lösung unseres Wohnungsmangels werden wir beiden hier wohl nicht finden. Aber in Siedlungen wie der Neuen Vahr oder Blockdiek wohnen die Menschen ganz gern, jedenfalls die, die ich dazu gehört habe. Der Vergleich mit Plattenbauten liegt ja auch nahe; preisgünstiges Bauen mit vorgefertigten Bauelementen. Denn "bezahlbar" sollen die Wohnungen ja auch bleiben. Mir bricht es schier das Herz, wenn ich als Fabrikbesitzer mit meinem Mitarbeiter auf einem Flur leben muß. Aber vielleicht läßt sich ja etwas an der Inneneinrichtung machen, damit ich da wenigstens nicht so popelig wohnen muß? Der dicke Daimler wäre die nächste Baustelle. Dafür gibt es den Strang über SUV & Co.

Und diese Zeiten sollen wieder zurück kommen, weil alles so schön gerecht und alle gleich arm waren?

Wenn zunehmend mehr Mitbürger in der Tinte sitzen, dann wird sich an solchen Maßnahmen nicht so viel verbessern lassen, fürchte ich. Aber selbstverständlich wünsche ich mir Überfluß an allem, besonders an Natur und Umwelt. Das scheint mir aber nicht so richtig hin zu hauen!
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 12:54

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:52)

Den Königsweg zu einer allumfassenden Lösung unseres Wohnungsmangels werden wir beiden hier wohl nicht finden. Aber in Siedlungen wie der Neuen Vahr oder Blockdiek wohnen die Menschen ganz gern, jedenfalls die, die ich dazu gehört habe. Der Vergleich mit Plattenbauten liegt ja auch nahe; preisgünstiges Bauen mit vorgefertigten Bauelementen. Denn "bezahlbar" sollen die Wohnungen ja auch bleiben. Mir bricht es schier das Herz, wenn ich als Fabrikbesitzer mit meinem Mitarbeiter auf einem Flur leben muß. Aber vielleicht läßt sich ja etwas an der Inneneinrichtung machen, damit ich da wenigstens nicht so popelig wohnen muß? Der dicke Daimler wäre die nächste Baustelle. Dafür gibt es den Strang über SUV & Co.


Wenn zunehmend mehr Mitbürger in der Tinte sitzen, dann wird sich an solchen Maßnahmen nicht so viel verbessern lassen, fürchte ich. Aber selbstverständlich wünsche ich mir Überfluß an allem, besonders an Natur und Umwelt. Das scheint mir aber nicht so richtig hin zu hauen!


Weshalb sollte der Fabrikbesitzer auf demselben Flur mit seinen Angestellten leben?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 12:57

JJazzGold hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:41)


Wenn Sie sich nach Polen abgesetzt haben, statt mit Ihren Kindern das Haus zu teilen, dann versiegeln Sie zusätzlich bei den Polen den Boden. Das Modell, jeder Generation ein eigenes Haus sei Ihnen gegönnt. Nur Ansprüche an Andere, sich per Wohnraum zu beschränken dürfen Sie dann auch nicht stellen. Dann sitzen Sie nämlich im Glashaus.


Im wahrsten Sinne des Wortes... Glashaus. Ich meine, daß unser Wohnungsmangel uns in Deutschland zwickt, insbesondere in Ballungsräumen. Da habe ich mich abgesetzt und der nächsten Generation Platz gemacht, lebe in einem sterbenden Dorf (Landflucht auch in Polen). So ist allen geholfen... oder?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 12:59

JJazzGold hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:54)


Weshalb sollte der Fabrikbesitzer auf demselben Flur mit seinen Angestellten leben?


Das soll er überhaupt nicht; er sollte das als Vorzug verstehen, wenn er unbedingt im Ballungsgebiet wohnen möchte. Volksnah! ;)
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 13:03

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:52)

Der Vergleich mit Plattenbauten liegt ja auch nahe; preisgünstiges Bauen mit vorgefertigten Bauelementen.

Da frage ich mich jetzt aber, warum du dich erst so dagegen verwehrt hast?

Denn "bezahlbar" sollen die Wohnungen ja auch bleiben.

Der Staat hat es doch!

Aber vielleicht läßt sich ja etwas an der Inneneinrichtung machen, damit ich da wenigstens nicht so popelig wohnen muß?

Wäre das denn gerecht und gleich, wenn du die 200" 8K OLED-Glotze für 20.000 € an der Wand hängen hast und der Arbeitslose nebenan in die flimmernde 20" Röhre gucken muss?

Der dicke Daimler wäre die nächste Baustelle.

Ja, was schwebt dir denn in der Richtung so vor, was wäre gleich und gerecht? 3l Lupos für alle?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 13:04

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:57)

Im wahrsten Sinne des Wortes... Glashaus. Ich meine, daß unser Wohnungsmangel uns in Deutschland zwickt, insbesondere in Ballungsräumen. Da habe ich mich abgesetzt und der nächsten Generation Platz gemacht, lebe in einem sterbenden Dorf (Landflucht auch in Polen). So ist allen geholfen... oder?


Wenn das alle so machen würden, dann gäbe es in Kürze keinen verfügbaren Raum auf dem Land mehr, weder in Deutschland, noch in Polen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 13:05

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:59)

Das soll er überhaupt nicht; er sollte das als Vorzug verstehen, wenn er unbedingt im Ballungsgebiet wohnen möchte. Volksnah! ;)


Der kauft sich im Ballungsgebieten ein Penthaus, oder im Speckgürtel eine hübsche Villa.
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