Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

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Welcher der folgenden Aussagen zur Kernenergie in Deutschland würden Sie am ehesten zustimmen?

Wir sollten aus der Kernkraft aussteigen wie beschlossen, da sie zu große Risiken birgt
25
42%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen, aber keine neuen bauen
8
14%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen und darüber hinaus neue bauen
18
31%
Ich halte die These, dass mittels Kernkraft der CO2-Ausstoß wesentlich verringert werden kann, für falsch
3
5%
Ich halte nichts von der These, dass der Mensch über CO2-Ausstoß zum Klimawandel beiträgt
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 59
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Teeernte
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 14:15

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 14:09)

Mit der Überzeugung lasse ich Sie aber gern alleine!


Da lass ich drauf pfeiffen.. :D :D :D

https://www.youtube.com/watch?v=0-aqoC1wNUU
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Teeernte
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 14:20

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 14:08)

Kindereien: Wenn die Zahl der Windräder nicht reicht, dann werden eben weitere gebaut. Dazu ist auf See genug Platz und in der Norddeutschen Tiefebene auch. Unser Land hat gar keine andere Möglichkeit, sich CO2-neutral zu versorgen. Im Verbund mit Photovoltaik, Biogasanlagen, Müllverbrennung, vielleicht sogar Geothermie, Gebäudesanierung (Bestand), Heizung mit Wärmepumpen, werden wir dieses Ziel erreichen.



gibs schon... :D


Wir haben die Lösung von das Ganze
Mit uns bekommt ihr noch eine Chance

Wir unterkellern Schleswig-Holstein
Und dann werden die Alpen tapiziert
Oberbayern pinseln wir mit Holzleim
Und das Ruhrgebiet wird Asphaltiert
Fallt doch nich mehr auf die Spinner rein
Die reden so als wär das kompliziert
Wir haben unsre Politik schön fein
Auf vier Punkte reduziert
Leute, wählt die TVP - TVP
Denn gehört ihr bald zur hotvolaie


https://www.youtube.com/watch?v=nu23G-W_tUE
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Tom Bombadil
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Feb 2020, 16:35

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 14:08)

Kindereien

Dir auch noch einen schönben Restsonntag.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 16:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 16:35)

Dir auch noch einen schönben Restsonntag.


Sylvia... ääh, Sabine naht mit Brausen!
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Mi 8. Jul 2020, 21:28

Mal ein paar Fragen zur Anregung:
WENN Kernenergie nix zum Klimaschutz taugt, wieso hatte Frankreich schon 1990 einen pro-Kopf CO2-Ausstoß etwa auf dem Niveau, das Deutschland erst 2019 erreichte?

WENN Kernenergie so teuer ist und Erneuerbare so billig wieso hat Deutschland die höchsten Strompreise der EU und Frankreich sogar unterdurchschnittliche?

WENN es kein Endlager für abgebrannte Brennelemente gibt, warum ist in Finnland gerade eines im Bau?

WENN sicherer Betrieb unmöglich ist, warum gab es von 2003 bis einschließlich keinen einzigen Störfall (laut offizieller Definition) in deutschen Kernkraftwerken? Um das mal in Perspektive zu setzen: Eine falsche Beschriftung kann schon die nächsthöhre Kategorie “ernster Störfall” sein.

WENN Gorleben so ungeeignet als Endlager ist, warum gelang es in 7 Jahren Rot-Grün nicht, das offiziell festzustellen? Warum wollte Trittin lieber nichts wissen als die Wahrheit wissen?

Rechenaufgabe: Ich lasse
a) Kernkraftwerke “nur” 20 Jahre ohne Nachrüstung laufen oder
b) Kernkraftwerke so lange laufen, wie sie es schaffen alle 10 Jahre das Unfallrisiko zu halbieren.
Ab wann bin ich mit b) schlechter dran als mit a)?
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 8. Jul 2020, 21:35

Das könnte die Lösung sein:
Der Dual-Fluid-Reaktor: Kernkraft ohne langlebige Abfälle und Unfallrisiken.
https://dual-fluid-reaktor.de/
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Do 9. Jul 2020, 05:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Jul 2020, 21:35)

Das könnte die Lösung sein:
Der Dual-Fluid-Reaktor: Kernkraft ohne langlebige Abfälle und Unfallrisiken.
https://dual-fluid-reaktor.de/

Einerseits finde ich, dass wir dieses und auch andere Generation-IV Reaktorkonzepte auf jeden Fall unterstützen sollten. Andererseits zeigt die Erfahrung sowohl mit dem Kugelhaufenreaktor als auch Gen III-Konzepten wie dem EPR und AP 1000: Man sollte nie unterschätzen, wie schwer der Weg ist von einer Idee, die prinzipiell funktionieren sollte, oder auch definitiv funktioniert, zu einer serienreifen Anlagentechnik.
EIGENTLICH müssten wir Mit Generation III+ inklusive nachgerüsteter Altanlagen spätestens bis gestern die Kohle ersetzen. Aber wenn die Anti-Atom-Junkies partout eine Ausstiegsdroge brauchen, dann kann Gen IV Kernenergie durchaus helfen. Immer noch besser als bis in alle Ewigkeit fossile Kraftwerke behalten, weil Wind und Solar eben doch nicht reichen und das Speicherproblem nicht angegangen wird.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kamikaze » Fr 10. Jul 2020, 16:49

Perkeo hat geschrieben:(09 Jul 2020, 05:41)

Einerseits finde ich, dass wir dieses und auch andere Generation-IV Reaktorkonzepte auf jeden Fall unterstützen sollten. Andererseits zeigt die Erfahrung sowohl mit dem Kugelhaufenreaktor als auch Gen III-Konzepten wie dem EPR und AP 1000: Man sollte nie unterschätzen, wie schwer der Weg ist von einer Idee, die prinzipiell funktionieren sollte, oder auch definitiv funktioniert, zu einer serienreifen Anlagentechnik.
EIGENTLICH müssten wir Mit Generation III+ inklusive nachgerüsteter Altanlagen spätestens bis gestern die Kohle ersetzen. Aber wenn die Anti-Atom-Junkies partout eine Ausstiegsdroge brauchen, dann kann Gen IV Kernenergie durchaus helfen. Immer noch besser als bis in alle Ewigkeit fossile Kraftwerke behalten, weil Wind und Solar eben doch nicht reichen und das Speicherproblem nicht angegangen wird.


Und wie lange würde der bau entsprechender Anlagen voraussichtlich dauern?
Ich schätze mal, bis der erste Gen4-Reaktor ans Netz gehen könnte ist die Wende in Richtung Wind und Solar längst geschafft, und das ganz ohne Risiko eines Katastrophalen Unfalls, Fallout oder atomare Verseuchung. ;)
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 10. Jul 2020, 18:45

Kamikaze hat geschrieben:(10 Jul 2020, 16:49)

Und wie lange würde der bau entsprechender Anlagen voraussichtlich dauern?
Ich schätze mal, bis der erste Gen4-Reaktor ans Netz gehen könnte ist die Wende in Richtung Wind und Solar längst geschafft, und das ganz ohne Risiko eines Katastrophalen Unfalls, Fallout oder atomare Verseuchung. ;)

Ich persönlich bin auch sehr skeptisch gegenüber Nuklearenergie. Ich denke aber, dass es Anwendungen gibt, wo diese Technologie eine vernünftige Lösung ist. Vor allem denke ich, dass man in diesem Bereich weiter forschen und entwickeln muss. Und das geht eben nur, wenn die Techologie auch weiter genutzt wird.

Das ist ähnlich wie bei dem Untertageabbau von Steinkohle. Unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft braucht das nicht mehr in größerem Maßstab. Trotzdem war es ein Fehler, in Deutschland sämtliche Kohlegruben zu schließen. Deutschland hatte weltweit die führende Technologie in diesem Bereich. Was, wenn man in 30 oder 50 Jahren feststellt, dass Steinkohle wieder für irgendwas gebraucht wird? Dann haben wir alle Fähigkeiten zum Abbau verloren.

Genauso ist das mit der Atomkraft. Die darf nicht mehr die "Basis" der Stromerzeugung sein, aber die Technologie sollte weiter erforscht und entwickelt werden.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » Fr 10. Jul 2020, 18:57

Genauso ist das mit der Atomkraft. Die darf nicht mehr die "Basis" der Stromerzeugung sein, aber die Technologie sollte weiter erforscht und entwickelt werden.


Damit bin ich völlig einverstanden; wer weiß, wo man einmal damit landet. Wissenschaftliche Neugierde also. Dafür aber industrielle Großanlagen zu betreiben oder gar die Energieversorgung damit ergänzen... da sträuben sich bei mir alle verbliebenen Haare. Am Ende unterstützen wir noch Kernschmelzen, um daran zu lernen, wie man sie beherrschen könnte. Das geht mir entschieden zu weit!
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon imp » Fr 10. Jul 2020, 18:58

Kohlhaas hat geschrieben:(10 Jul 2020, 18:45)

Ich persönlich bin auch sehr skeptisch gegenüber Nuklearenergie. Ich denke aber, dass es Anwendungen gibt, wo diese Technologie eine vernünftige Lösung ist. Vor allem denke ich, dass man in diesem Bereich weiter forschen und entwickeln muss. Und das geht eben nur, wenn die Techologie auch weiter genutzt wird.

Das ist ähnlich wie bei dem Untertageabbau von Steinkohle. Unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft braucht das nicht mehr in größerem Maßstab. Trotzdem war es ein Fehler, in Deutschland sämtliche Kohlegruben zu schließen. Deutschland hatte weltweit die führende Technologie in diesem Bereich. Was, wenn man in 30 oder 50 Jahren feststellt, dass Steinkohle wieder für irgendwas gebraucht wird? Dann haben wir alle Fähigkeiten zum Abbau verloren.

Genauso ist das mit der Atomkraft. Die darf nicht mehr die "Basis" der Stromerzeugung sein, aber die Technologie sollte weiter erforscht und entwickelt werden.

Es gibt in Deutschland und Europa anderen Bergbau und von der Ausrüstung staatlich gefütterter Gnadenprojekte kann auch keine Ausrüstungsindustrie leben, dazu braucht sie Aufträge aus der ganzen Welt.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 10. Jul 2020, 19:06

imp hat geschrieben:(10 Jul 2020, 18:58)

Es gibt in Deutschland und Europa anderen Bergbau und von der Ausrüstung staatlich gefütterter Gnadenprojekte kann auch keine Ausrüstungsindustrie leben, dazu braucht sie Aufträge aus der ganzen Welt.


Natürlich. Das meinte ich aber nicht. Großflächigen Bergbau gab es bei uns ja schon lange nicht mehr. Ich bin nur der Meinung, dass man ein einzelnes Bergwerk hätte weiter betreiben sollen. Das hätte die Volkswirtschaft sich locker leisten können. Die Kosten für die Sicherung all der alten Schächte fallen doch sowieso an.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 10. Jul 2020, 19:10

H2O hat geschrieben:(10 Jul 2020, 18:57)

Damit bin ich völlig einverstanden; wer weiß, wo man einmal damit landet. Wissenschaftliche Neugierde also. Dafür aber industrielle Großanlagen zu betreiben oder gar die Energieversorgung damit ergänzen... da sträuben sich bei mir alle verbliebenen Haare. Am Ende unterstützen wir noch Kernschmelzen, um daran zu lernen, wie man sie beherrschen könnte. Das geht mir entschieden zu weit!

Genauso meinte ich es. An der Entwicklung, dass wir unseren Energiebedarf mittelfristig aus regenerativen Quellen (Sonne, Wind, Wasser) decken müssen, führt kein Weg vorbei. Die Atomkraft ist schon deshalb keine "Lösung", wiel auch die Uranvorkommen "endlich" sind.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » Fr 10. Jul 2020, 19:20

imp hat geschrieben:(10 Jul 2020, 18:58)

Es gibt in Deutschland und Europa anderen Bergbau und von der Ausrüstung staatlich gefütterter Gnadenprojekte kann auch keine Ausrüstungsindustrie leben, dazu braucht sie Aufträge aus der ganzen Welt.


Tatsächlich war unsere Ausrüstungsindustrie international ganz erfolgreich (ist sie vielleicht sogar noch). Aber ohne die Herausforderungen der Kohleförderung verliert sie ganz allmählich die Möglichkeit, sich technisch darauf ein zu stellen und so im Wettbewerb vorn mit zu mischen.

Die Werftindustrie könnte man als warnendes Beispiel sehen. Aus Mangel an Aufträgen für Allerweltsschiffe ist die Zahl der Werften in Deutschland geschrumpft; einige wenige Werften für Sonderschiffbau (Kreuzfahrtschiffe, Kriegsschiffe, Luxusjachten) sind erfolgreich oder hangeln sich am Rande der Pleite entlang. Am Ende erteilt das Verteidigungsministerium einen Großauftrag an eine niederländische Werft, vermutlich weil die im Management von Großaufträgen besser aufgestellt ist als Konsortien kränkelnder deutscher Werften (siehe den Skandal mit dem Großsegler Gorch Fock!).

So kann es dann auch der deutschen Ausrüstungsindustrie für den Bergbau gehen: sie wird auf die Funktion von Zulieferern für national erfolgreiche ausländische Hersteller zurück gedrängt. Vielleicht ist unsere Ausrüstungsindustrie für den Bergbau dort schon längst angelangt!

Ich meine, daß wir uns industriell auf Dinge zurückziehen müssen, die wir hier zu Lande auch ernsthaft betreiben. Wenn wir uns dort in die Riemen legen, dann sollten wir mit unseren technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten auch sehr konkurrenzfähige Produkte und Systeme anbieten können und damit in aller Welt erfolgreich sein.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon aleph » Sa 11. Jul 2020, 10:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Jul 2020, 21:35)

Das könnte die Lösung sein:
Der Dual-Fluid-Reaktor: Kernkraft ohne langlebige Abfälle und Unfallrisiken.
https://dual-fluid-reaktor.de/

Das steht noch in den Anfängen der Forschung und es ist noch sehr ungewiss, ob das realisiert werden kann.

https://www.deutschlandfunk.de/dual-flu ... f%C3%A4lle.

https://www.energie-lexikon.info/rp-ene ... 05_04.html

Die Umwandlung von Elementen mit langen Zerfallszeiten in andere Elemente mit relativ kurzen Zerfallsraten kostet auch ganz schön viel Energie.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kamikaze » Di 14. Jul 2020, 15:23

aleph hat geschrieben:(11 Jul 2020, 10:01)

Das steht noch in den Anfängen der Forschung und es ist noch sehr ungewiss, ob das realisiert werden kann.

https://www.deutschlandfunk.de/dual-flu ... f%C3%A4lle.

https://www.energie-lexikon.info/rp-ene ... 05_04.html

Die Umwandlung von Elementen mit langen Zerfallszeiten in andere Elemente mit relativ kurzen Zerfallsraten kostet auch ganz schön viel Energie.


So viel "vielleicht" und "möglicherweise", aber interessanterweise gelingt es [Moderation] erstaunlich gut, diese Technik als Gegenspieler zur längst funktionierenden Technik der EE zu positionieren - obwohl alles noch weit von einem möglichen Bau einer Testanlage (von industriellem Einsatz ganz zu schweigen) entfernt ist - noch viel weiter als Batteriespeicher-"Kraftwerke" und Wasserstofferzeugung und -Verarbeitung in Wüstengebieten.

[Moderation: Spam und übertriebene Polemik entfernt, bitte beim Strangthema bleiben.]
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon imp » Do 16. Jul 2020, 17:02

Kamikaze hat geschrieben:(14 Jul 2020, 15:23)

So viel "vielleicht" und "möglicherweise", aber interessanterweise gelingt es [Moderation] erstaunlich gut, diese Technik als Gegenspieler zur längst funktionierenden Technik der EE zu positionieren - obwohl alles noch weit von einem möglichen Bau einer Testanlage (von industriellem Einsatz ganz zu schweigen) entfernt ist - noch viel weiter als Batteriespeicher-"Kraftwerke" und Wasserstofferzeugung und -Verarbeitung in Wüstengebieten.

[Moderation: Spam und übertriebene Polemik entfernt, bitte beim Strangthema bleiben.]

Tja, so verschieden sind die Meinungen. Ich halte das für rausgeschmissenes Geld, jedenfalls wenn man diese Technik allein aus dieser Ecke betrachtet. Es gibt sicher Anwendungen dafür, aber die Ökowende hält das jetzt nicht mehr an.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Do 23. Jul 2020, 17:58

Kamikaze hat geschrieben:(14 Jul 2020, 15:23)

So viel "vielleicht" und "möglicherweise", aber interessanterweise gelingt es [Moderation] erstaunlich gut, diese Technik als Gegenspieler zur längst funktionierenden Technik der EE zu positionieren - obwohl alles noch weit von einem möglichen Bau einer Testanlage (von industriellem Einsatz ganz zu schweigen) entfernt ist - noch viel weiter als Batteriespeicher-"Kraftwerke" und Wasserstofferzeugung und -Verarbeitung in Wüstengebieten.

[Moderation: Spam und übertriebene Polemik entfernt, bitte beim Strangthema bleiben.]


Wo ist denn die funktionierende Technik der EE?
- Nach wie vor mehr als drei Viertel der Primärenergie Fossil
- Deutscher Pro-Kopf CO2-Ausstoß bestenfalls im Mittelfeld, weit weit hinter Großbritannien und Frankreich.
- Nach wie vor Braunkohletagebau
- Wasserstofferzeugung ist auch nicht viel näher an der flächendeckenden Erzeugung als beispielsweise Brutreaktoren.
- Umweltzerstörung durch erneuerbare Energieträger wird mehr und mehr zum Thema.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Do 23. Jul 2020, 18:21

aleph hat geschrieben:(11 Jul 2020, 10:01)

Das steht noch in den Anfängen der Forschung und es ist noch sehr ungewiss, ob das realisiert werden kann.

https://www.deutschlandfunk.de/dual-flu ... f%C3%A4lle.

https://www.energie-lexikon.info/rp-ene ... 05_04.html

Die Umwandlung von Elementen mit langen Zerfallszeiten in andere Elemente mit relativ kurzen Zerfallsraten kostet auch ganz schön viel Energie.

1) Reaktoren mit wesentlich erhöhter Sicherheit, u.A. Core Catcher und andere Maßnahmen zur Beherrschung der Kernschmelze sind keine Zukunftsmusik, sondern Stand der Technik.
2) Die Spaltung von Plutonium kostet nicht sondern bringt Energie.
3) So oder so brauchen wir ein Endlager für die bisherigen Abfälle. Ein Verschieben der Prioritäten hin zur schnellen CO2-Reduktion hätte nichts Wesentliches verschlimmert.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kamikaze » Fr 24. Jul 2020, 07:07

Perkeo hat geschrieben:(23 Jul 2020, 18:21)

Reaktoren mit wesentlich erhöhter Sicherheit, u.A. Core Catcher und andere Maßnahmen zur Beherrschung der Kernschmelze sind keine Zukunftsmusik, sondern Stand der Technik.

Aber eben nicht eingebaut (zumindest in der BRD). Auch gab es vor dem Beschluss des Atomausstiegs keinerlei Bestrebungen derartige Technik nachzurüsten (allenfalls auf Staatskosten). In sofern: Kein Argument.

Ein Verschieben der Prioritäten hin zur schnellen CO2-Reduktion hätte nichts Wesentliches verschlimmert.

Doch: Das bereits vorhandene und durch Laufzeit stetig wachsende Risiko verlängert und weitere radioaktive Abfälle erzeugt, die ebenfalls eingelagert werden müssen.

Wo ist denn die funktionierende Technik der EE?
- Nach wie vor mehr als drei Viertel der Primärenergie Fossil
- Deutscher Pro-Kopf CO2-Ausstoß bestenfalls im Mittelfeld, weit weit hinter Großbritannien und Frankreich.
- Nach wie vor Braunkohletagebau
- Wasserstofferzeugung ist auch nicht viel näher an der flächendeckenden Erzeugung als beispielsweise Brutreaktoren.
- Umweltzerstörung durch erneuerbare Energieträger wird mehr und mehr zum Thema.


> Um genau zu sein sind noch 56% der Primärenergie fossil und Atom. Der Rest ist aus erneuerbaren: https://strom-report.de/strom/
Zudem wäre die Formulierung "NUR NOCH" 56% wesentlich zutreffender. Die EE wachsen stetig.
> Der Deutsche Pro-Kopf-CO2-Ausstoß im Jahr 2017 lag bei ca. 8,7t und damit tatsächlich im weltweiten Mittelfeld. Um so wichtiger was dafür bzw. dagegen zu tun. Sieht man sich die Statistik des Energiemix an wird man feststellen, dass seither einiges passiert ist und der Weg aus diesem Gesichtspunkt richtig erscheint. Leider konnte ich hierzu keine aktuelleren Daten finden, die den Trend verdeutlichen.
> Der Braunkohletagebau wird uns gemäß dem Beschluss zum Kohleausstieg noch bis ins Jahr 2038 verfolgen. Danach ist hoffentlich damit Schluss. Dauert zwar, ist aber schon beschlossene Sache.
> Wasserstofferzeugung, Lagerung, Transport und Nutzung sind bestens erforscht und bereits heute im Einsatz. Großtechnische Anlagen zur Wandlung von erneuerbarem Strom in eben solchen ist ebenfalls beschlossene Sache und erste Pilotanlagen sind bereits ans Netz gegangen. Etwas Lektüre zum Thema: https://www.br.de/wissen/wasserstoff-en ... o-100.html
> Wo wird Umweltzerstörung durch EE ein Thema? Aktuell höre ich eher von riesigem Potential in doppelt genutzten Flächen: https://www.ise.fraunhofer.de/de/leitth ... k-apv.html
Erste Erkenntnisse in dieser Sache legen nahe, dass sich auf diese Weise Ackerbau in besonders dürregeplagten Regionen massiv verbessern lässt - zusätzlich zum Solarstrom, der sozusagen nebenbei erzeugt wird.

tl;dr: Ihre "Argumente" sind keine.
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