Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

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Welcher der folgenden Aussagen zur Kernenergie in Deutschland würden Sie am ehesten zustimmen?

Wir sollten aus der Kernkraft aussteigen wie beschlossen, da sie zu große Risiken birgt
25
42%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen, aber keine neuen bauen
8
14%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen und darüber hinaus neue bauen
18
31%
Ich halte die These, dass mittels Kernkraft der CO2-Ausstoß wesentlich verringert werden kann, für falsch
3
5%
Ich halte nichts von der These, dass der Mensch über CO2-Ausstoß zum Klimawandel beiträgt
5
8%
 
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Sören74
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Sören74 » So 9. Feb 2020, 12:30

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 08:37)

Und, bitte, es geht nicht nur um Windkraft... die tatsächlich flächendeckend möglich wäre... sondern um einen Mix aus Windkraft, Sonneneinstrahlung, Biogasanlagen (auch mit Abfällen), Müllverbrennungsanlagen, Geothermie... und um Gebäudedämmung mit Heizungen auf der Grundlage von Wärmepumpen.


Yepp. Und es ist erstaunlicherweise für viele Gegner der Energiewende schwer begreifbar, dass es bei einer alternativen Technologie nicht darum geht, diese zu 100% flächendeckend einzusetzen. Es ist doch aus der Praxis ersichtlich, dass es immer auf einen Mix hinauslaufen wird. Es sagt ja auch kein Kernkraft-Ingenieur, wir müssen unseren gesamten Energiebedarf aus der Kernkraft decken.
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Teeernte
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 12:31

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:23)

Na ja, so ganz geheimnisvoll kann die Ausbeute von Windrädern je nach Standort wohl doch nicht sein.Das sagt ja schon die Betzsche Formel. Und sicher wird man Erträge abschätzen müssen, wenn man ein Projekt anstartet. Darin sehe ich auch gar nichts Verwerfliches. In Ihrer Quelle finden sich bemerkenswerte Unterschiede zwischen Windrädern in den USA und in Mitteleuropa.


USA - weites glattes LAnd ohne Baum und Berg (OPTIMUM) fast laminare Strömung.

es geht um das WETTER - wenn der WIND an einer Stelle nicht weht - weil 2 Gebirge vor den Rad stehen -
Bei mir Harz - West und Thüringer wald SUD gibt es eben fast NUR bei Nord ....NW und Ostwind Drehung aufs Rad !!! Betz hin oder her !!!

Gibt es in der Nähe "Strukturen" ist die WIND Strömung nichtlaminar. (Da greift der Flügel schlecht......das ist wie im Abgasstrom eines Tornadofliegers.)

Muss man denn hier alles selber wissen !!
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 12:43

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:30)

Yepp. Und es ist erstaunlicherweise für viele Gegner der Energiewende schwer begreifbar, dass es bei einer alternativen Technologie nicht darum geht, diese zu 100% flächendeckend einzusetzen. Es ist doch aus der Praxis ersichtlich, dass es immer auf einen Mix hinauslaufen wird. Es sagt ja auch kein Kernkraft-Ingenieur, wir müssen unseren gesamten Energiebedarf aus der Kernkraft decken.



Wenn Du hier auch propagieren willst , dass die VOLLVERSORGUNG mit EE ohne DEUTLICHE Energie- Einsparung die Zukunft IST - bist Du genau an der Richtigen STELLE !

Weiter auf dem BEWÄHRTEN KURS - >> Propaganda . >> Das Volk für DUMM VERKAUFEN.

ENTWEDER EE- mit DEUTLICHER REDUZIERUNG (Halbierung des Energiebedarfs) ....

...oder "Kindergeburtstagspropaganda"- Elekro-Polizeiauto mit 2 Rundzellen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Feb 2020, 12:44

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:30)

Das Max Planck Institut hat Zahlen geliefert.

Das sind FAKTEN! Es wurde die mögliche mit der tatsächlichen Stromproduktion durch Windräder verglichen und herausgekommen ist eine Effizienz von 25%, diese Zahl bedeutet, dass viel mehr Windräder installiert werden müssen, als du geschätzt hast. Und dabei ist dann noch nicht berücksichtigt, dass die besten Plätze schon besetzt sind und dass die Dinger dann auch an schlechteren Plätzen Arsch an Arsch in der Landschaft stehen und sich gegenseitig den Wind klauen. Was dann wiederum bedeutet, dass die Diskrepanz zwischen möglicher und und tatsächlicher Stromerzeugung noch größer wird.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Feb 2020, 12:46

Teeernte hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:43)

ENTWEDER EE- mit DEUTLICHER REDUZIERUNG (Halbierung des Energiebedarfs) ....

Es wird auch schon Verzicht propagiert, so ist es nicht. Die Deutschen sind ja aber genüg- und folgsam, die schaffen das :) :)
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.... um bis zu 80% reduziert sein kann !!!

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 12:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:44)

Das sind FAKTEN, es wurde die mögliche mit der tatsächlichen Stromproduktion durch Windräder verglichen und herauskommt ist eine Effizienz von 25%, diese Zahl bedeutet, dass viel mehr Windräder installiert werden müssen, als du geschätzt hast. Und dabei ist dann noch nicht berücksichtigt, dass die besten Plätze schon besetzt sind und dass die Dinger dann auch an schlechteren Plätzen Arsch an Arsch in der Landschaft stehen und sich gegenseitig den Wind klauen. Was dann wiederum bedeutet, dass die Diskrepanz zwischen möglicher und und tatsächlicher Stromerzeugung noch größer wird.


:thumbup:

Ein Rad hinter dem anderen - das 2. hat nur noch 75% von dem Rad in der Ersten.


Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, gerade erschienen in den Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, senkt diese Erwartung für die großflächige Energiegewinnung mit Windparks erheblich.

Die Autoren der Studie bestimmten, wieviel Energie sich bestenfalls aus Windkraft erzeugen lässt und wie sich dies auf die Effizienz jeder einzelnen Windkraftanlage auswirkt. Jede Windkraftanlage entzieht dem Wind Energie, sodass viele Anlagen großräumig zu verringerten Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten. Dieser Effekt geht über den Windschatten hinter jeder einzelnen Anlage hinaus. Die langsamere Windgeschwindigkeit verringert dann die Energieerzeugung jeder einzelnen Windkraftanlage.

Durch Berücksichtigung dieses Effekts konnten die Autoren die starke Diskrepanz zwischen theoretisch modellierten und datenbasierten Abschätzungen der Windenergie erklären, welche einerseits aus großskaligen Klimamodellen und andererseits aus Beobachtungen lokaler Windgeschwindigkeitsmessungen und kleiner Windparks stammen. Dr. Lee Miller, Erstautor der Studie, erklärt: “Man sollte nicht annehmen, dass die Windgeschwindigkeiten unverändert bleiben, wenn man viele Windkraftanlagen in einer Region installiert. Auch wenn die aus Klimamodellen berechneten Windgeschwindigkeiten nicht ganz realistisch sind, so können diese Modelle den Effekt von vielen Windkraftanlagen dennoch simulieren. Wenn man beobachtete Windgeschwindigkeiten nutzt um Windenergieerzeugung abzuschätzen, kann man diesen Effekt aber nicht erfassen.” Das im Modell errechnete Abbremsen des Winds reduziert die Effizienz der einzelnen Windkraftanlagen gewaltig. Die Autoren berechneten, dass dadurch die Energieerzeugung jeder einzelnen Anlage um bis zu 80% reduziert sein kann.



https://www.windkraft-journal.de/2016/1 ... ienz/94605
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 12:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:46)

Es wird auch schon Verzicht propagiert, so ist es nicht. Die Deutschen sind ja aber genüg- und folgsam, die schaffen das :) :)


Die meisten Deutschen interessiert der Klimawandel einen Alten Hamster.

Sobald es ans Geld geht - ist es aus. Aber - das bekommt die Truppe noch mit .
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 12:57

Teeernte hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:31)

USA - weites glattes LAnd ohne Baum und Berg (OPTIMUM) fast laminare Strömung.

es geht um das WETTER - wenn der WIND an einer Stelle nicht weht - weil 2 Gebirge vor den Rad stehen -
Bei mir Harz - West und Thüringer wald SUD gibt es eben fast NUR bei Nord ....NW und Ostwind Drehung aufs Rad !!! Betz hin oder her !!!

Gibt es in der Nähe "Strukturen" ist die WIND Strömung nichtlaminar. (Da greift der Flügel schlecht......das ist wie im Abgasstrom eines Tornadofliegers.)

Muss man denn hier alles selber wissen !!



Man muß aber auch selber wissen, daß genau aus diesen Gründen die Windräder größer werden, vermutlich doch wohl, um aus den Turbulenzen heraus zu kommen. Und daß in den Windradfeldern auf See die Spargel sich höchstens selbst im Weg stehen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 13:03

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:44)

Das sind FAKTEN! Es wurde die mögliche mit der tatsächlichen Stromproduktion durch Windräder verglichen und herausgekommen ist eine Effizienz von 25%, diese Zahl bedeutet, dass viel mehr Windräder installiert werden müssen, als du geschätzt hast. Und dabei ist dann noch nicht berücksichtigt, dass die besten Plätze schon besetzt sind und dass die Dinger dann auch an schlechteren Plätzen Arsch an Arsch in der Landschaft stehen und sich gegenseitig den Wind klauen. Was dann wiederum bedeutet, dass die Diskrepanz zwischen möglicher und und tatsächlicher Stromerzeugung noch größer wird.


Was soll ich dazu sagen: Die Windfelder in Nord- und Ostsee sind noch nicht einmal zu 1/4 genutzt; Sie möchten das Konzept Windrad schlecht reden... und am Ende Recht behalten, daß wir uns nicht selbst versorgen können. Dabei führt daran gar kein Weg vorbei, und am weiteren Ausbau der Photovoltaik auch nicht, und an Biogasanlagen, Müllverbrennungsanlagen, und, und und.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Troh.Klaus » So 9. Feb 2020, 13:06

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:30)
Yepp. Und es ist erstaunlicherweise für viele Gegner der Energiewende schwer begreifbar, dass es bei einer alternativen Technologie nicht darum geht, diese zu 100% flächendeckend einzusetzen. Es ist doch aus der Praxis ersichtlich, dass es immer auf einen Mix hinauslaufen wird. Es sagt ja auch kein Kernkraft-Ingenieur, wir müssen unseren gesamten Energiebedarf aus der Kernkraft decken.

Womit wir dann auch wieder beim Strang-Thema wären.
Selbstverständlich läuft es immer auf einen Mix hinaus. Und in diesem Mix könnte auch Kernkraft eine Rolle spielen. Zumindest temporär - existente Anlagen vorzeitig abzuschalten, macht jedenfalls aus meiner Sicht weder ökonomisch noch ökologisch Sinn. Aber das sind anscheinend Kategorien, die in Deutschland in der Wertigkeit bei Entscheidungsfindungen mittlerweile hinter Hysterie und Empörung rangieren.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 13:08

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 12:57)

Man muß aber auch selber wissen, daß genau aus diesen Gründen die Windräder größer werden, vermutlich doch wohl, um aus den Turbulenzen heraus zu kommen. Und daß in den Windradfeldern auf See die Spargel sich höchstens selbst im Weg stehen.


HÖHER - nicht grösser. !!

Die stehen sich selbst im WEG !!!

Deshalb DURCHSCHNITT ! - noch NIE so einWindfarm Feld beobachtet ? Welche Anlage "VOR" geht (schneller) - und welche "Nach" (langsamer) läuft .

Stimmt - die Dinger sind ja VORKRIEGSWARE .... also - vor dem ERSTEN ? wo man die Wellen noch mit Schleifpapier geschliffen hat. OHHHHMANNN!!!
alle schlecht justiert und das Öl hornalt. abwink.

.....und noch ein Teil zum überlegen.....

Wenn das Windrad 300 m Durchmesser hat - wie schnell laufen die Aussenspitzen bei 40 umdrehungen die Minute ?? :D :D :D

Wenn mann ein Grösseres Windrad baut - 400m ......wie schnell darf es MAX laufen um nicht in Überschall zu gehen ?

(NEBENFRAGE - wie schnell ist SCHALLGESCHWINDIGKEIT ?)


Wenn bei GROSSEM Raddurchmesser nur noch die Äusseren Flügelspitzen "Ertrag" bringen - weil die Flügel INNEN zu wenig Druck erzeugen - weil sie zu langsam laufen - könnte man kleinere Windräder bauen !!!!

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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Feb 2020, 13:16

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:03)

Was soll ich dazu sagen: Die Windfelder in Nord- und Ostsee sind noch nicht einmal zu 1/4 genutzt;

Auch dadurch steigt die Effizienz der Windräder nicht, es wird mehr Strom produziert, weil mehr Anlagen errichtet werden. Wenn es denn überhaupt dazu kommt.

Sie möchten das Konzept Windrad schlecht reden...

Unbedingt! Und deswegen musst du die Fakten ignorieren :rolleyes:
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Feb 2020, 13:19

Troh.Klaus hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:06)

Aber das sind anscheinend Kategorien, die in Deutschland in der Wertigkeit bei Entscheidungsfindungen mittlerweile hinter Hysterie und Empörung rangieren.

Hysterie und Empörung werden als die Merkmale in die Geschichte eingehen, die Merkels Politik kennzeichnen. Mit Fukushima fing es an, da hat sich Merkel von der Hysterei der Deutschen, als plötzlich alle Geigerzähler in D ausverkauft waren, anstecken lassen und ihr Fähnchen nach dem Wind gehängt.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Sören74 » So 9. Feb 2020, 13:25

Troh.Klaus hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:06)

Womit wir dann auch wieder beim Strang-Thema wären.
Selbstverständlich läuft es immer auf einen Mix hinaus. Und in diesem Mix könnte auch Kernkraft eine Rolle spielen.


Yepp, die Frage ist nur, welche Rolle könnte sie spielen in Deutschland, der EU und der Welt. Wenn ich mal Deutschland und die EU zusammenfasse, dann würde ich sagen, dass sie keine große Rolle spielen wird. Es werden in den kommenden Jahren mehr Kraftwerke aus Altersgründen abgeschaltet, als neue hinzukommen. In der EU werden aktuell an 2 KKW gebaut, deren kalkulierte Preise immer weiter ansteigen und Betriebsbeginn wie beim Berliner Flughafen permanent verschoben wird. Da muss man keine Glaskugel besitzen, dass in den kommenden 10 Jahren der Kernkraftanteil in der EU sinken wird. In der Welt gibt es sicher Regionen, wo man im Schnellverfahren Kraftwerke hochziehen kann, Beispiel China. Für die kann die Kernkraft eine größere Rolle spielen. Aber ich befürchte, dass ein Störfall ala Fukushima selbst das 1-Parteien-System China in eine schwere Krise stürzen könnte.

Troh.Klaus hat geschrieben:Zumindest temporär - existente Anlagen vorzeitig abzuschalten, macht jedenfalls aus meiner Sicht weder ökonomisch noch ökologisch Sinn. Aber das sind anscheinend Kategorien, die in Deutschland in der Wertigkeit bei Entscheidungsfindungen mittlerweile hinter Hysterie und Empörung rangieren.


Irgendwann macht die Weiterbetreibung von Altanlagen keinen Sinn mehr. Das weiß man aus der Betriebswirtschaft. Die Reparatur- und Instandhaltungskosten fressen irgendwann den Gewinn auf. In Frankreich beispielsweise stammen die meisten Anlagen aus den 70er Jahren und bei einem AKW geht man von ökonomischen Laufzeiten um die 50 Jahre aus. Da muss man auch kein Prophet sein, um da eine zukünftige Entwicklung zu sehen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Sören74 » So 9. Feb 2020, 13:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:19)

Hysterie und Empörung werden als die Merkmale in die Geschcihte eingehen, die Merksl Politik kennzeichnen. Mit Fukushima fing es an, da hat sich Merkel von der Hysterei der Deutschen, als plötzlich alle Geigerzähler in D ausverkauft wwaren, anstecken lassen und ihr Fähnchen nach dem Wind gehängt.


Die Kernkraft in Deutschland war schon vor Fukushima am Ende. Man hatte in den letzten 20 Jahren keine neue Anlage mehr gebaut oder geplant. Alle Strombetreiber haben bei dem ökonomischen Risiko und den befürchteten Protesten abgewunken, etwas neues zu bauen. Es ging letztendlich nur darum, wie lange man noch die bestehenden Anlagen betreiben will. 2000 gab es dann den ersten Beschluss, wie viele Jahre die einzelnen Kraftwerke noch laufen werden. Alles ohne Merkel. :)
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 13:56

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:25)

Yepp, die Frage ist nur, welche Rolle könnte sie spielen in Deutschland, der EU und der Welt. Wenn ich mal Deutschland und die EU zusammenfasse, dann würde ich sagen, dass sie keine große Rolle spielen wird. Es werden in den kommenden Jahren mehr Kraftwerke aus Altersgründen abgeschaltet, als neue hinzukommen. In der EU werden aktuell an 2 KKW gebaut, deren kalkulierte Preise immer weiter ansteigen und Betriebsbeginn wie beim Berliner Flughafen permanent verschoben wird. Da muss man keine Glaskugel besitzen, dass in den kommenden 10 Jahren der Kernkraftanteil in der EU sinken wird. In der Welt gibt es sicher Regionen, wo man im Schnellverfahren Kraftwerke hochziehen kann, Beispiel China. Für die kann die Kernkraft eine größere Rolle spielen. Aber ich befürchte, dass ein Störfall ala Fukushima selbst das 1-Parteien-System China in eine schwere Krise stürzen könnte.



Irgendwann macht die Weiterbetreibung von Altanlagen keinen Sinn mehr. Das weiß man aus der Betriebswirtschaft. Die Reparatur- und Instandhaltungskosten fressen irgendwann den Gewinn auf. In Frankreich beispielsweise stammen die meisten Anlagen aus den 70er Jahren und bei einem AKW geht man von ökonomischen Laufzeiten um die 50 Jahre aus. Da muss man auch kein Prophet sein, um da eine zukünftige Entwicklung zu sehen.



:thumbup:

aus Diesem Grund - (was ja auch die EE EINSCHLIESST ) - schiesst mann sich ins Knie - und stellt zusätzlich auch die NICHT Strombetriebenen Anlagen schnell auf Strom um. Schaltet auch die letzte Anlage Kernkraft und Kohle ab ....und versucht dann 100% E-Autos zu fahren - und die Heizung auf Strom umzustellen.

Wenn es den ANDEREN schlecht geht - muss es ALLEN schlecht gehen ! Stimmt ! Wenn schon Sch..... dann richtig und viel - bis zur unterkante Oberlippe !
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 13:59

Teeernte hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:08)

HÖHER - nicht grösser. !!

Die stehen sich selbst im WEG !!!

Deshalb DURCHSCHNITT ! - noch NIE so einWindfarm Feld beobachtet ? Welche Anlage "VOR" geht (schneller) - und welche "Nach" (langsamer) läuft .

Stimmt - die Dinger sind ja VORKRIEGSWARE .... also - vor dem ERSTEN ? wo man die Wellen noch mit Schleifpapier geschliffen hat. OHHHHMANNN!!!
alle schlecht justiert und das Öl hornalt. abwink.

.....und noch ein Teil zum überlegen.....

Wenn das Windrad 300 m Durchmesser hat - wie schnell laufen die Aussenspitzen bei 40 umdrehungen die Minute ?? :D :D :D

Wenn mann ein Grösseres Windrad baut - 400m ......wie schnell darf es MAX laufen um nicht in Überschall zu gehen ?

(NEBENFRAGE - wie schnell ist SCHALLGESCHWINDIGKEIT ?)


Wenn bei GROSSEM Raddurchmesser nur noch die Äusseren Flügelspitzen "Ertrag" bringen - weil die Flügel INNEN zu wenig Druck erzeugen - weil sie zu langsam laufen - könnte man kleinere Windräder bauen !!!!

Jessus...


Ich gehe davon aus, daß die Entwickler von Windrädern sich jetzt ganz erschrocken ansehen und sagen: Gut, daß uns einer davor gewarnt hat! :p
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » So 9. Feb 2020, 14:06

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:59)

Ich gehe davon aus, daß die Entwickler von Windrädern sich jetzt ganz erschrocken ansehen und sagen: Gut, daß uns einer davor gewarnt hat! :p


Das sind die billigsten Grundlagen - ausserhalb der Thermodynamik..... die Du hier DAUERND in frage stellst.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 14:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2020, 13:16)

Auch dadurch steigt die Effizienz der Windräder nicht, es wird mehr Strom produziert, weil mehr Anlagen errichtet werden. Wenn es denn überhaupt dazu kommt.


Unbedingt! Und deswegen musst du die Fakten ignorieren :rolleyes:



Kindereien: Wenn die Zahl der Windräder nicht reicht, dann werden eben weitere gebaut. Dazu ist auf See genug Platz und in der Norddeutschen Tiefebene auch. Unser Land hat gar keine andere Möglichkeit, sich CO2-neutral zu versorgen. Im Verbund mit Photovoltaik, Biogasanlagen, Müllverbrennung, vielleicht sogar Geothermie, Gebäudesanierung (Bestand), Heizung mit Wärmepumpen, werden wir dieses Ziel erreichen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon H2O » So 9. Feb 2020, 14:09

Teeernte hat geschrieben:(09 Feb 2020, 14:06)

Das sind die billigsten Grundlagen - ausserhalb der Thermodynamik..... die Du hier DAUERND in frage stellst.


Mit der Überzeugung lasse ich Sie aber gern alleine!

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