Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

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Kamikaze
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Kamikaze » Mi 30. Sep 2020, 13:50

naddy hat geschrieben:(30 Sep 2020, 13:20)

Gewöhnlich wird sowas mit dem Passepartout-Argument: "Der Kunde will das so!" begründet. Daß man dem Kunden allerdings in den seltensten Fällen die Wahl läßt, wird leider verschwiegen. Schließlich müssen die Discounter ihr Geschäftsmodell beschützen.

DIESER Kunde Will das nicht immer so!
Ich sage ganz ehrlich: Lieber eine Plastikhaut, als Zeug, das schon (gefühlt) hundert Leute befingert, angeniest und angehustet haben. Insbesondere bei Lebensmitteln ist das also mitunter nicht ganz schlecht. Den gleichen Effekt hätte man natürlich, wenn das Zeug hinter Glas liegen und von einem Menschen ausgegeben würde - das will aber vermutlich niemand bezahlen müssen.
Das Ganze wird jedoch auch stellenweise übertrieben. Insbesondere, wenn Plastikverpackungen nochmal in Plastik verpackt werden, um dann in einem Karton landen, der dann in einen Versandkarton mit Füllmaterial gesteckt wird, der dann mit Plastik eingewickelt wird. :rolleyes:
Ebenso ist mir unverständlich, warum manche Dinge überhaupt eingepackt werden müssen (Müllbeutel z.B.).
Aber wie man es auch dreht und wendet: Ganz auf Plastik(-verpackungen) zu verzichten schaffe ich nicht - eine Reduktion des Mülls (z.B: durch Meidung von Tresorverpackungen) kann aber durchaus gelingen.
Bei Online-Bestellungen erlebe ich eine ziemlich drastische Spreizung: Manches ist praktisch garnicht verpackt, bzw. nicht ausreichend um Transportschäden wenigstens ein wenig zu erschweren, während andere Sendungen hier eintreffen und gefühlt noch einem Atomangriff standhalten würden.
Deshalb interessiert mich ja, wie man seinen Müll tatsächlich auf "eine Plastiktüte im Monat" reduzieren kann. Auch wenn ich vermutlich dieses Level nicht erreichen kann, so kann ich doch Anstrengungen dahingehend unternehmen und mich "verbessern".
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Realist2014 » Mi 30. Sep 2020, 15:47

Laertes hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:56)

Dass a) die notwendigen Gegenmassnahmen möglichst damit gegenfinanziert werden können und b) gesellschaftlicher Konsens erreichbar bleibt, was die Höhe angeht. Letztlich ist das primär eine politische Frage, keine wirtschaftliche, wie auch Mineralölsteuer, Sozialversicherungsbeiträge etc.


Meine Frage zielte eigentlich auf das "was" du besteuern möchtest
Flugreisen fallen ja eher aus...
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon franzmannzini » Do 1. Okt 2020, 04:27

Kamikaze hat geschrieben:(30 Sep 2020, 07:33)

Wie schaffen Sie das?
Alleine die Werbung, die trotz Aufkleber regelmäßig in meinem Briefkasten landet dürfte einmal im Monat meine Papiertonne füllen.


Die Werbung in meinem Briefkasten habe ich durch Abmahnungen auf null reduziert, wichtig waren hierbei zwei Firmen, die Post-Direkt-GmbH und
die Infopost (Jetzt Dialogpost), alle anderen wie Lottofaber usw habe ich direkt abgemahnt, nachdem sie die Werbepost auf telefonische Anfrage nicht unterlassen konnten.

Kamikaze hat geschrieben:Von Unmengen an Plastik bei Supermarkt-Produkten und insb. Online-Lieferungen ganz zu schweigen.
Zwar versuche ich auch Müll zu sparen aber laut Ihrer Darstellung sind Sie da um Längen effizienter unterwegs als ich... Wie?


Es ist schwierig, besonders bei Non-Food, bei Technikdingen kaufe ich gerne Aussteller oder auch gebrauchte Artikel, die sind meistens nicht eingepackt, online
kaufe ich wenig bis garnichts, nur wenn es überhaupt nicht anders geht.
Natürlich wird es immer schwieriger den offline-Handel zu nutzen. Mal sehen wie sich das entwickelt.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Kamikaze » Do 1. Okt 2020, 06:37

franzmannzini hat geschrieben:(01 Oct 2020, 04:27)

Die Werbung in meinem Briefkasten habe ich durch Abmahnungen auf null reduziert, wichtig waren hierbei zwei Firmen, die Post-Direkt-GmbH und
die Infopost (Jetzt Dialogpost), alle anderen wie Lottofaber usw habe ich direkt abgemahnt, nachdem sie die Werbepost auf telefonische Anfrage nicht unterlassen konnten.


Wie haben Sie diese Abmahnungen formuliert?
Mir wurde bisher jedes mal sinngemäß so geantwortet: Der Zusteller wurde darüber informiert, dass er das unterlassen soll, aber da das über Subunternehmer funktioniert gäbe es da keine direkte Handhabe...

Es ist schwierig, besonders bei Non-Food, bei Technikdingen kaufe ich gerne Aussteller oder auch gebrauchte Artikel, die sind meistens nicht eingepackt, online
kaufe ich wenig bis garnichts, nur wenn es überhaupt nicht anders geht.
Natürlich wird es immer schwieriger den offline-Handel zu nutzen. Mal sehen wie sich das entwickelt.

Aussteller kaufen ist natürlich eine gute Idee (eigentlich naheliegend - warum bin ich noch nicht darauf gekommen?) - allerdings kaufe ich nur wenig Technik, die im Laden ausgestellt ist - wenn es hier in der Gegend überhaupt entsprechende Läden gibt. Zwar gibt es in München zu fast allem irgendwo einen Laden - allerdings ist der ÖPNV von weiter draußen eine Katastrophe, und Autofahren ist ja auch nicht so besonders zuträglich für die Umwelt...
Wie kommen Sie dem Müll im Lebensmittelbereich bei? Da fällt bei mir ein Großteil des regelmäßig wiederkehrenden Mülls an.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Laertes » Do 1. Okt 2020, 08:18

Realist2014 hat geschrieben:(30 Sep 2020, 15:47)

Meine Frage zielte eigentlich auf das "was" du besteuern möchtest
Flugreisen fallen ja eher aus...

Energie aus fossilen Energiequellen. Methan-Emissionen. Allgemein gesprochen die Freisetzung von Treibhausgasen aus dem Kyoto-Protokoll in Wirtschaftsprozessen. Idealerweise besteuert mit dem Preisäquivalent zu ihrer Neutralisierung an dem Ort, wo die Produkte konsumiert werden. Mal so is Blaue gesponnen.
"Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann."
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Teeernte » Do 1. Okt 2020, 08:51

franzmannzini hat geschrieben:(01 Oct 2020, 04:27)

Die Werbung in meinem Briefkasten habe ich durch Abmahnungen auf null reduziert, wichtig waren hierbei zwei Firmen, die Post-Direkt-GmbH und
die Infopost (Jetzt Dialogpost), alle anderen wie Lottofaber usw habe ich direkt abgemahnt, nachdem sie die Werbepost auf telefonische Anfrage nicht unterlassen konnten.



Es ist schwierig, besonders bei Non-Food, bei Technikdingen kaufe ich gerne Aussteller oder auch gebrauchte Artikel, die sind meistens nicht eingepackt, online
kaufe ich wenig bis garnichts, nur wenn es überhaupt nicht anders geht.
Natürlich wird es immer schwieriger den offline-Handel zu nutzen. Mal sehen wie sich das entwickelt.


:thumbup:

Ja die Werbung mit dem Papierwust gehört schon lange auf den CO2 Index. Eigenartigerweise wollen die Grünen DA nicht ran.
Mit einem Aufkleber auf dem Briefkasten ists etwas weniger. Wichtig ist auch - beim Ausweis holen - dort gegen Adresshandel einsprechen.

Verpackungsmüll ufert aus - da die Transporteure die Waren mindestens 2 m werfen wollen. Auch hier ist Staat mit Vorgaben gefragt - muss ein Päckchen wirklich für eine Raumfahrtmission abgepolstert werden ? Ja - wenn ich mir meine Sendungen so anschau.

Nächster Punkt - ANSCHLUSSZWANG von Kleingrundstücken (Datschen, Wochenendhäuschen...) 4 MülltonnenPFLICHT inklusive Anfahrt des Müllautos und doppelte Anfahrt des Inhabers. Da kommt keine Werbung, die Verpackung ist bereits bei der Anreise vorsortiert ...
Aber Umsatz der Gemeinden geht eben noch vor Umwelt.

Für Technikläden braucht man sicher ZEit. Ich bin in den Letzten Jahren nicht mehr dazu gekommen. Das Zeugs geht immernoch genauso schnell kaputt//verliert seinen Nutzen - durch gezielte Sollbruchstellen - oder Nichtfunktionierende Internetexplorer.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon franzmannzini » Do 1. Okt 2020, 19:57

Kamikaze hat geschrieben:(01 Oct 2020, 06:37)
Wie haben Sie diese Abmahnungen formuliert?
Mir wurde bisher jedes mal sinngemäß so geantwortet: Der Zusteller wurde darüber informiert, dass er das unterlassen soll, aber da das über Subunternehmer funktioniert gäbe es da keine direkte Handhabe...


Zuerst telefoniere ich mit dem Absender, dann bekommt er eine Brief von mir mit einem gesetzten Ultimatum von meistens einem Monat,
falls dies nicht fruchtet, klagt mein Anwalt vor Gericht auf Unterlassung.
Der Zusteller ist nicht der richtige Ansprechpartner, sondern der Versender oder der Auftraggeber für die Versendung.
Hat ja bei mir auch 3 Jahre gedauert, bis der Briefkasten clean war.

Kamikaze hat geschrieben:Aussteller kaufen ist natürlich eine gute Idee (eigentlich naheliegend - warum bin ich noch nicht darauf gekommen?) - allerdings kaufe ich nur wenig Technik, die im Laden ausgestellt ist - wenn es hier in der Gegend überhaupt entsprechende Läden gibt. Zwar gibt es in München zu fast allem irgendwo einen Laden - allerdings ist der ÖPNV von weiter draußen eine Katastrophe, und Autofahren ist ja auch nicht so besonders zuträglich für die Umwelt...
Wie kommen Sie dem Müll im Lebensmittelbereich bei? Da fällt bei mir ein Großteil des regelmäßig wiederkehrenden Mülls an.


Bei Lebensmitteln kaufe ich für den täglichen Bedarf alles "frisch", Obst, Gemüse, Fleisch, Backwaren, bei Lagerhaltung kann ich natürlich nicht auf Büchsen oder ähnliches verzichten.
Naja, alles in allem ist es Luxus sich damit zu beschäftigen, aber man kann ja auch kleine Schritte machen.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon franzmannzini » Do 1. Okt 2020, 20:11

Teeernte hat geschrieben:(01 Oct 2020, 08:51)

:thumbup:

Ja die Werbung mit dem Papierwust gehört schon lange auf den CO2 Index. Eigenartigerweise wollen die Grünen DA nicht ran.
Mit einem Aufkleber auf dem Briefkasten ists etwas weniger. Wichtig ist auch - beim Ausweis holen - dort gegen Adresshandel einsprechen.

Verpackungsmüll ufert aus - da die Transporteure die Waren mindestens 2 m werfen wollen. Auch hier ist Staat mit Vorgaben gefragt - muss ein Päckchen wirklich für eine Raumfahrtmission abgepolstert werden ? Ja - wenn ich mir meine Sendungen so anschau.

Nächster Punkt - ANSCHLUSSZWANG von Kleingrundstücken (Datschen, Wochenendhäuschen...) 4 MülltonnenPFLICHT inklusive Anfahrt des Müllautos und doppelte Anfahrt des Inhabers. Da kommt keine Werbung, die Verpackung ist bereits bei der Anreise vorsortiert ...
Aber Umsatz der Gemeinden geht eben noch vor Umwelt.

Für Technikläden braucht man sicher ZEit. Ich bin in den Letzten Jahren nicht mehr dazu gekommen. Das Zeugs geht immernoch genauso schnell kaputt//verliert seinen Nutzen - durch gezielte Sollbruchstellen - oder Nichtfunktionierende Internetexplorer.


Bei uns auf der Arbeit, ist das mit den Verpackungen auch ein riesen Problem, Außenkarton, Innenkarton und Luftpolsterfolie bis zu 30Meter.
Da wirken meine privaten Bestrebungen dann immer etwas lächerlich.

Bei den Technikläden hat sich ja der Trend entwickelt, das zu verkaufen was alle kaufen, Nischenprodukte werden gar nicht mehr angeboten.
Eigentlich wird nur noch Billigschrott verkauft.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2020, 20:12

Laertes hat geschrieben:(01 Oct 2020, 08:18)

Energie aus fossilen Energiequellen. Methan-Emissionen. Allgemein gesprochen die Freisetzung von Treibhausgasen aus dem Kyoto-Protokoll in Wirtschaftsprozessen. Idealerweise besteuert mit dem Preisäquivalent zu ihrer Neutralisierung an dem Ort, wo die Produkte konsumiert werden. Mal so is Blaue gesponnen.



also Spritpreise...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Kamikaze » Do 1. Okt 2020, 20:19

Realist2014 hat geschrieben:(01 Oct 2020, 20:12)

also Spritpreise...


Und Kohle, und Fleisch, und noch etliches mehr.
Ist ja nicht so, dass das liebe Auto die einzige Treibhausgasquelle im täglichen Leben des Durchschnittsbürgers ist. ;)
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Laertes » Do 1. Okt 2020, 20:41

Realist2014 hat geschrieben:(01 Oct 2020, 20:12)

also Spritpreise...
Sprit macht nur 14% der klimarelevanten Emissionen aus. Unwesentlich mehr als landwirtschaftliche Nebenprodukte. Also nein, nicht primär oder ausschließlich die Spritpreise.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Okt 2020, 13:01

China hat verlautbaren lassen, man wolle vor 2060 klimaneutral sein: https://www.sueddeutsche.de/politik/chi ... -1.5043257

Das reicht aber nicht, um das 2°C Ziel einzuhalten, muss die Menschheit bis zum Jahr 2045 sämtlichen CO2-Ausstoß auf NULL reduziert haben. Zumal China seinen CO2-Ausstoß in diesem Jahrzehnt noch weiter steigern wird, eas bedeutet, dass das restliche CO2-Budget schneller verbraucht wird und dementsprechend die Zeit noch knapper wird.

Und dazu kommt noch, dass China weltweit weiter Kohlekraftwerke baut, was dann auch wieder am CO2-Budget nagt und die Zeit, um das 2°C Ziel zu erreichen, noch knapper werden lässt.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Nov 2020, 00:07

Alte Umweltsau gegen jungen Klimaschützer?
Von wegen: In einer Studie des Wuppertal Instituts zeigen sich die Älteren durch die Bank umweltbewusster als die junge Generation.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 55238.html
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Toblerone » Do 19. Nov 2020, 00:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Nov 2020, 00:07)

Alte Umweltsau gegen jungen Klimaschützer?
Von wegen: In einer Studie des Wuppertal Instituts zeigen sich die Älteren durch die Bank umweltbewusster als die junge Generation.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 55238.html

Der Mensch wird es nicht schaffen. Es ist gegen seine Natur vernünftig zu sein und Verzicht kennt und kann er nicht. Auf der einen Seite mahnt man zur Zurückhaltung, gleichzeitig aber treibt man das Wachstum ungebremst ins unermässliche voran und macht so jeden Fortschritt wieder zunichte.
Fressen macht Spaß, Luxus macht Spaß. Es benötigt schon mehrere Tiefschläge um aus dieser Sucht wieder auf den Boden der Tatsachen aufzuschlagen.
Der Klimawandel und das Artensterben werden früher oder später für Tatsachen sorgen, soviel ist sicher.

P.s. Eigentlich war das für dein Post vor dem letzten gedacht.
Concrete
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Concrete » Do 19. Nov 2020, 01:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Nov 2020, 00:07)
Alte Umweltsau gegen jungen Klimaschützer?
Von wegen: In einer Studie des Wuppertal Instituts zeigen sich die Älteren durch die Bank umweltbewusster als die junge Generation.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 55238.html


große überraschung. :rolleyes:
natürlich nur für diejenigen, die dachten, aufgrund der medialen überrepräsentation von FFR, gibt die ganze junge generation den hardcore-frugalisten. dabei sind die alle nur noch bescheuerter als die generation davor.

während muddi brav auf den markt einkaufen geht und den müll trennt, fahren die youngsters mit ihren neuen autos um die wette nach Mäcces, um den fresskick zu befriedigen der nach ein paar köpfchen hasch nunmal unweigerlich auftritt.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Elmar Brok » Do 19. Nov 2020, 02:38

Concrete hat geschrieben:(19 Nov 2020, 01:07)

große überraschung. :rolleyes:
natürlich nur für diejenigen, die dachten, aufgrund der medialen überrepräsentation von FFR, gibt die ganze junge generation den hardcore-frugalisten. dabei sind die alle nur noch bescheuerter als die generation davor.

während muddi brav auf den markt einkaufen geht und den müll trennt, fahren die youngsters mit ihren neuen autos um die wette nach Mäcces, um den fresskick zu befriedigen der nach ein paar köpfchen hasch nunmal unweigerlich auftritt.

:rollingeyes:
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Billie Holiday » Do 19. Nov 2020, 07:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Nov 2020, 00:07)

Alte Umweltsau gegen jungen Klimaschützer?
Von wegen: In einer Studie des Wuppertal Instituts zeigen sich die Älteren durch die Bank umweltbewusster als die junge Generation.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 55238.html


Omi ist es jedenfalls nicht, die jährlich das neueste Handy am Ohr hat, um den Globus fliegt und monatlich einen Schwung Billig-Klamotten bei Primark oder H&M kauft.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Liegestuhl » Do 19. Nov 2020, 08:17

Zum Thema:

Man könnte aufhören, Kinder in die Welt zu setzen. Es gibt bereits zu viele Menschen, die diesen Planeten für mehr oder weniger sinnvolle Konsumgüter ausbeuten.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon Kamikaze » Do 19. Nov 2020, 09:12

Liegestuhl hat geschrieben:(19 Nov 2020, 08:17)

Zum Thema:

Man könnte aufhören, Kinder in die Welt zu setzen. Es gibt bereits zu viele Menschen, die diesen Planeten für mehr oder weniger sinnvolle Konsumgüter ausbeuten.


Auch wenn der Vorschlag sicherlich nicht jeder Logik entbehrt ist die Umsetzung doch ziemlich unmöglich angesichts der alt hergebrachten und durch die Politik geförderten Werte der Familiengemeinschaft, zu der eben auch Kinder gehören.
Das Verbieten (oder auch nur einschränken) des Kinderkriegens wurde in China bereits erfolglos versucht (1-Kind-Politik). Angesichts der geringen Wertschätzung für Menschen dieses Regimes und des dennoch ausbleibenden Erfolgs halte ich eine Durchsetzung hierzulande für ausgeschlossen.
Dazu kommt, dass die durchschnittliche Deutsche Frau "nur" 1,x Kinder bekommt und damit zumindest statistisch die Bevölkerung hierzulande ohnehin rückläufig wäre, wenn dieses Phänomen nicht durch Zuwanderung kompensiert würde.

Schlussendlich bleibt festzustellen, dass Wohlstand und Bildung die Hauptkriterien für niedrige Geburtenraten zu sein scheinen, während besonders in armen und vergleichsweise wenig gebildeten Ländern die Bevölkerungszahlen stark zunehmen.
Also: Wohlstand und Bildung für alle, und das Bevölkerungsproblem wäre weitgehend gelöst.
Bis dahin wird es der persönlichen Entscheidung (und der biologischen Möglichkeit) eines jeden Paares überlassen bleiben müssen, ob und wie viele Kinder sie haben wollen.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitragvon ThorsHamar » Do 19. Nov 2020, 09:19

Gibt es denn mittlerweile schon einen Konsens, welches Klima, also welches zu welchem Zeitpunkt und von welchem Ort der Erde, geschützt werden soll?
Oder wollen wir mal endlich anfangen, auf den natürlichen Klimawandel gesellschaftlich und technologisch adäquat zu reagieren und die Notwendigkeit des konkreten Schutzes unserer Welt wieder "Umweltschutz" nennen und somit SICHTBAR, ABRECHENBAR UND VERANTWORTLICH DEFINIERBAR, zu machen?
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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