mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » So 5. Jan 2020, 16:38

Quatschki hat geschrieben:(05 Jan 2020, 16:31)

Das erste ist Wirtschaft, das zweite ist Bedürfnisbefriedigung, also das, weswegen wir Wirtschaft betreiben.
Letztlich geht es immer ums persönlichen Wohlbefinden. Um unsere Bedürfnisse, und wie wir sie befriedigen. Deshalb steht der vierbeinige Freund des Stadtmenschen anders als die Nutztiere des Landwirtes außerhalb irgendwelcher Renditeüberlegungen.


Nein, Ihnen paßt aus irgendeinem Grunde nicht, daß man sich ernsthaft mit der Doppelnutzung von Teilen unserer Landfläche befaßt, die ja ganz offenbar und grundsätzlich möglich ist. Und so kommt geräuschlos erzeugter und weitgehend klimaneutraler Strom als existenzielles Bedürfnis nicht auf die Höhe des Bedürfnisses von Haustieren als Seelentröster. [Keine Bange, ich habe auch Haustiere.]
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Corella » So 5. Jan 2020, 16:46

H2O hat geschrieben:(05 Jan 2020, 15:21)

Nanu, was sind denn das für Leute, denen man erklären muß, daß die Verbrennung von fossilen Brennstoffen seit Millionen Jahren gespeicherten Kohlenstoff in Form des Klimagases CO2 freisetzt? Ich meine schon, daß die weiträumige Umstellung und das Verbrennungsverbot für fossile Brennstoffe den Umfang der Förderung der schwarzen Brühe mindert. Nur mit Bauchschmerzen würde ich nicht an die Energiewende heran gehen. Ich verlasse mich in der Sache lieber auf das Wissen der Energieforscher im Fraunhofer-Institut und im Wuppertal Institut für Energie und Klima. Immerhin hat deren Bewertung der notwendigen Umstellung unserer Wirtschafts- und Lebensweise keinen der hochmögenden Ökonomen gejuckt... und einmal sehr ketzerisch: Verantwortung wird Herr Sinn sicher auch nicht für seine Vorschläge übernehmen? Die Verantwortung soll jetzt genau genommen wer übernehmen? Etwa jene, die auch die Verantwortung für die Folgen des Betriebs von AKW so mannhaft tragen?


Braunkohleföderung bei uns, Erdöl in Norwegen, Steinkohle in Australien, massive bis hektische Billigförderung in Nahost, für das und mehr stellt W. Sinn hypothetisch ein "Grünes Paradoxon" auf. Je mehr Leute verzichten, desto mehr Preisdruck steigert die Nachfrage anderswo und desto eifriger versuchen die Ressourcen-Haber ihr Zeugs noch los zu werden. Heißt: wir subventionieren unfreillig dem Texaner seinen Pickup, genauso wie Kohlekraftwerke in China. Und die Photovoltaiksubventionen nehmen sie en passon auch noch mit.
Aber ich stimme Dir zu, bisher ist nigends jemand, mit dem solches vertrauenswürdig diskutierbar wäre. Weil die Geundlagen nie ehrlich sind. W. Sinn ist z.B. Typ Folgenleugner, er findet die IPCC-Ziele "gegriffen". Und er argumentiert wie viele hier im Forum auch, nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Weil irgendein Aspekt wie Fixkosten zur Regulierung vorgehaltener Kraftwerke oder abgeschalteter Windmühlen entstehen muss eine wahnwitzige Speicherkapazität her usw.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Quatschki » So 5. Jan 2020, 17:05

H2O hat geschrieben:(05 Jan 2020, 16:38)

Nein, Ihnen paßt aus irgendeinem Grunde nicht, daß man sich ernsthaft mit der Doppelnutzung von Teilen unserer Landfläche befaßt, die ja ganz offenbar und grundsätzlich möglich ist. Und so kommt geräuschlos erzeugter und weitgehend klimaneutraler Strom als existenzielles Bedürfnis nicht auf die Höhe des Bedürfnisses von Haustieren als Seelentröster. [Keine Bange, ich habe auch Haustiere.]

Nur ein kleiner Teil des in Deutschland verbrauchten Stromes dient der Deckung existenzieller Bedürfnisse.
Ich habe nichts gegen Doppelnutzung, wenn sie sinnvoll ist.
Zum Beispiel Solarzellenbelag für Radwege oer Autobahnen. Warum nicht?
Aber mich stört es, wenn grüne Natur mit Solarstrukturen zugepflastert wird, egal ob darunter noch was wächst oder nicht. Wenn durch so etwas die Natur eh vergewaltigt und zerstört wird, können wir auch weiter Kohle und Öl verfeuernt.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » So 5. Jan 2020, 17:16

Corella hat geschrieben:(05 Jan 2020, 16:46)

Braunkohleföderung bei uns, Erdöl in Norwegen, Steinkohle in Australien, massive bis hektische Billigförderung in Nahost, für das und mehr stellt W. Sinn hypothetisch ein "Grünes Paradoxon" auf. Je mehr Leute verzichten, desto mehr Preisdruck steigert die Nachfrage anderswo und desto eifriger versuchen die Ressourcen-Haber ihr Zeugs noch los zu werden. Heißt: wir subventionieren unfreillig dem Texaner seinen Pickup, genauso wie Kohlekraftwerke in China. Und die Photovoltaiksubventionen nehmen sie en passon auch noch mit.
Aber ich stimme Dir zu, bisher ist nigends jemand, mit dem solches vertrauenswürdig diskutierbar wäre. Weil die Geundlagen nie ehrlich sind. W. Sinn ist z.B. Typ Folgenleugner, er findet die IPCC-Ziele "gegriffen". Und er argumentiert wie viele hier im Forum auch, nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Weil irgendein Aspekt wie Fixkosten zur Regulierung vorgehaltener Kraftwerke oder abgeschalteter Windmühlen entstehen muss eine wahnwitzige Speicherkapazität her usw.


Ja, da kommt wieder der Beitrag von Blue Monday ins Spiel, der Energieeinstand, Herstellungskosten und Energieertrag benutzt, um die Kosten für die kWh ab zu schätzen. Nicht betrachtet werden dabei die Folgen für Natur und Umwelt, die letzten Endes für kostenlos gehalten werden. Wir ahnen inzwischen aber, daß diese Betrachtung vernünftigerweise angestellt werden sollte.

Natürlich muß der Juckepunkt "Energiespeicher" mit Nachdruck abgeräumt werden. Die Konzepte gibt es; sie müssen alltagstauglich entwickelt werden. Mein Tipp: Synthetisches Methan in der Nachnutzung vorhandener Erdgassysteme zur Speicherung und Verteilung.

Diesen Traum hatten "wir" vor 40 Jahren schon mit aufgeladenem Methan, das am Verbraucher wieder entladen wird und darüber hinaus auch zur stofflichen Verwertung verfügbar ist. Am Erzeuger aber durch eine Atomkraftanlage aus Braunkohle erzeugt (igitt-igitt!) und aufgeladen wurde. Wegen igitt-igitt ist daraus nie etwas geworden. Vielleicht ein Grund, mit heutigem Wissen und heutigen Möglichkeiten neu darüber nach zu denken... wenn synthetisches Methan als Ausgangsprodukt einer Photovoltaik oder eines Windrads in Verkehr gebracht werden soll.

http://juser.fz-juelich.de/record/82389 ... 03_NFE.pdf
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon BlueMonday » So 5. Jan 2020, 17:29

H2O hat geschrieben:(05 Jan 2020, 15:21)

Nanu, was sind denn das für Leute, denen man erklären muß, daß die Verbrennung von fossilen Brennstoffen seit Millionen Jahren gespeicherten Kohlenstoff in Form des Klimagases CO2 freisetzt


Ja, Gott sei Dank. Was glauben Sie, wie die Gesellschaft (weltweit) aussähe ohne diese Freisetzung?
Ein Großteil der heutigen Zivilisation würde gar nicht existieren. In der Philosophie würde man da von einem "performativen Widerspuch" sprechen. Wenn man sich also mit dem Inhalt eines Sprechakts(mit der "Performanz") gegen die Grundlage seiner eigenen Existenz und damit auch gegen die Möglichkeit überhaupt sprechen zu können, richtet.
But who would build the roads?
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » So 5. Jan 2020, 17:30

Quatschki hat geschrieben:(05 Jan 2020, 17:05)

Nur ein kleiner Teil des in Deutschland verbrauchten Stromes dient der Deckung existenzieller Bedürfnisse.
Ich habe nichts gegen Doppelnutzung, wenn sie sinnvoll ist.
Zum Beispiel Solarzellenbelag für Radwege oer Autobahnen. Warum nicht?
Aber mich stört es, wenn grüne Natur mit Solarstrukturen zugepflastert wird, egal ob darunter noch was wächst oder nicht. Wenn durch so etwas die Natur eh vergewaltigt und zerstört wird, können wir auch weiter Kohle und Öl verfeuernt.


Ihr erster Satz ist natürlich eine steile These. Klar, der Stromverbrauch für unser Forum ist nur mühsam als existenziell notwendig zu erklären. :)

Ja, dann einmal her damit, mit den Solarbelägen für Verkehrswege. Wenn diese Beläge der Verkehrsbelastung zwei Jahrzehnte Stand halten, dabei tüchtig Strom erzeugen und der Abrieb kein Umweltgift enthält, dann wäre das eine gute Sache.

Im Unterschied dazu wäre die Doppelnutzung immerhin möglich, und ob sie in großem Stile sinnvoll ist, das wäre zu ermitteln. So wie auch zu ermitteln ist, wie weit vorhandene und neue Dachflächen und Gebäudewände für Photovoltaik wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen wären. Ich baue derzeit ein Dach, das nur mit Photovoltaik-Panels gedeckt ist. Dann werde ich ja sehen, was mit dieser Doppelnutzung heute möglich ist.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » So 5. Jan 2020, 17:36

BlueMonday hat geschrieben:(05 Jan 2020, 17:29)

Ja, Gott sei Dank. Was glauben Sie, wie die Gesellschaft (weltweit) aussähe ohne diese Freisetzung?
Ein Großteil der heutigen Zivilisation würde gar nicht existieren. In der Philosophie würde man da von einem "performativen Widerspuch" sprechen. Wenn man sich also mit dem Inhalt eines Sprechakts(mit der "Performanz") gegen die Grundlage seiner eigenen Existenz und damit auch gegen die Möglichkeit überhaupt sprechen zu können, richtet.


Über den ersten Teil Ihres Beitrags ist gar kein Streit möglich. So war das und so ist das... nur unausgesprochen: So darf das nicht bleiben, wenn wir diese Erde zu 8 oder 10 Mrd Menschen bewohnen und weiter an des Segnungen irgendeiner Zivilisation teilhaben wollen. So jedenfalls die Erkenntnis von Leuten, die davon mehr verstehen als ich. Die wollen uns als Menschheit wohl kaum durch den Kakao ziehen! :)
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Corella » So 5. Jan 2020, 18:36

BlueMonday hat geschrieben:(05 Jan 2020, 17:29)

Ja, Gott sei Dank. Was glauben Sie, wie die Gesellschaft (weltweit) aussähe ohne diese Freisetzung?
Ein Großteil der heutigen Zivilisation würde gar nicht existieren. In der Philosophie würde man da von einem "performativen Widerspuch" sprechen. Wenn man sich also mit dem Inhalt eines Sprechakts(mit der "Performanz") gegen die Grundlage seiner eigenen Existenz und damit auch gegen die Möglichkeit überhaupt sprechen zu können, richtet.


Die Fraktion "Karl der Käfer" hat den Streit um die grüne Revolution verloren, o.k. Aber Ihre Zuspitzung wird dem Thema so nicht gerecht. Die konventionelle Landwirtschaft hat Nachhaltigkeitsprobleme!
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Kamikaze » Di 7. Jan 2020, 07:11

Mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, weniger Kohlestrom: 2019 wurden hierzulande deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Laut Studie sanken die CO2-Emissionen so stark, dass das Ziel für 2020 in Reichweite ist.


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/co ... d-101.html

Das gibt doch Grund zur Hoffnung. :)
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Jan 2020, 09:20

Kamikaze hat geschrieben:(07 Jan 2020, 07:11)

Das gibt doch Grund zur Hoffnung. :)

Deutschland:
"Die Denkfabrik Agora Energiewende geht in ihrer Jahresauswertung davon aus, dass der Treibhausgasausstoß um 50 Millionen Tonnen oder sieben Prozent gegenüber 2018 zurückgegangen ist."

Welt:
"Demnach nahm der Ausstoß des klimaschädlichen Gases mit knapp 37 Milliarden Tonnen weltweit um 0,6 Prozent in 2019 zu. "
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019- ... tweit-2019

Wie sagte mal ein Bänker so schön: "Peanuts".
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » Di 7. Jan 2020, 15:32

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Jan 2020, 09:20)

Deutschland:
"Die Denkfabrik Agora Energiewende geht in ihrer Jahresauswertung davon aus, dass der Treibhausgasausstoß um 50 Millionen Tonnen oder sieben Prozent gegenüber 2018 zurückgegangen ist."

Welt:
"Demnach nahm der Ausstoß des klimaschädlichen Gases mit knapp 37 Milliarden Tonnen weltweit um 0,6 Prozent in 2019 zu. "
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019- ... tweit-2019

Wie sagte mal ein Bänker so schön: "Peanuts".


Daher haben Banken und Banker heute durchweg das Ansehen, das sie sich mit solchem Hochmut erworben haben. Ein unglaublicher Absturz im öffentlichen Ansehen mit Betrügereien zum Schaden der Gesellschaft.

Also, wenn die Zahlen der CO2-Minderung nicht gemogelt sind, sondern als Ergebnis einer nüchternen Analyse bekannt werden, dann ist das Ergebnis schon sehr erfreulich, weil es Mut macht, trotz schier unfaßbarer Größenverhältnisse die Probleme an zu gehen.

Ich halte es auch für vernünftig, mit unseren Mitteln und unserer Technik deutlich sichtbar unsere deutschen Probleme zu lösen. Dann werden Nachfragen nach dem "Wie geht das denn?" höchstwahrscheinlich unsere Wirtschaft beleben.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Jan 2020, 15:40

Egal wie viel CO2 Deutschland weniger ausstößt, es ist völlig belanglos für das Klima, einzig Investoren und Konzerne freuen sich über die Einnahmen, die man den Stromkunden aus der Tasche zieht.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon jack000 » Mo 10. Feb 2020, 15:17

watisdatdenn? hat geschrieben:(12 Jul 2018, 06:52)

Eine tolle Meldung!

Im ersten Halbjahr 2018 wurde in Deutschland mehr Strom durch erneuerbare Energie erzeugt als durch Kohle!

http://w3.windmesse.de/windenergie/pm/2 ... il-anstieg

Was meint ihr?
Ist damit das Ende der Fahnenstange erreicht, weil die Grundlast bald nicht mehr sichergestellt werden kann, oder lässt sich das noch weiter steigern?
Bei wie viel Prozent erneuerbarer Energie ist euer Meinung nach Schluss?

Jean Lütz warnt zum Thema:
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon H2O » Mo 10. Feb 2020, 16:27

Jetzt kommen schon alternde Quatschköppe ohne jede politische Verantwortung oder wissenschaftlich erworbene Fachkompetenzen ins Spiel. Die Energiewende ist seit fast 20 Jahren im Gespräch; sie setzt auf Forschungsergebnisse unserer mit Energietechnik befaßten Institute in Wuppertal und Karlsruhe...... und viele andere, nicht nur in Deutschland. Inzwischen erreichen Windräder und Solarpanels bisher für unmöglich gehaltene Energieausbeuten, kommen in angesehenen Forschungseinrichtungen ersonnene Verfahren der Energiespeicherung in die praktische Nutzung. Das alles hat offenbar nie stattgefunden, und es ist noch offenbarer nur vernünftig, benebelten Kassandrarufen zu folgen. Sämtliche Bundesregierungen seit 1998 sind in keiner Weise befugt gewesen, diesen Weg ein zu schlagen und zielstrebig weiter zu verfolgen.

Da wollen etliche Leute Deutschland in ein Narrenhaus umgestalten! Ein Aufruf an unsere hochqualifizierten Forscher auf dem Gebiet der Energietechnik, sich ganz schnell dahin zu bewerben, wo man mit ihren Konzepten etwas an zu fangen weiß.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon imp » Mo 10. Feb 2020, 16:45

Man kann davon ausgehen, dass Deutschland mittelfristig merkliche Teile seines Bedarfes an Brenngasen selber deckt. Das wäre gewissermaßen die nächste Stufe der Energiewende, nachdem der Direktverbrauch nur schwer gen 100 Prozent zu bringen wäre.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Dieter Winter » Mo 10. Feb 2020, 17:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Jan 2020, 15:40)

Egal wie viel CO2 Deutschland weniger ausstößt, es ist völlig belanglos für das Klima,


Aber nicht für die Befindlichkeiten der Ideologen. Sie können dann mit stolz geschwellte Brust herumlaufen und darauf verweisen, was sie doch für tolle Menschen sind. Typisch doitsch halt. :)
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Teeernte » Mo 10. Feb 2020, 20:32

imp hat geschrieben:(10 Feb 2020, 16:45)

Man kann davon ausgehen, dass Deutschland mittelfristig merkliche Teile seines Bedarfes an Brenngasen selber deckt. Das wäre gewissermaßen die nächste Stufe der Energiewende, nachdem der Direktverbrauch nur schwer gen 100 Prozent zu bringen wäre.



Heisse Luft ? Da simmer schon immer spitze.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 10. Feb 2020, 20:41

Dieter Winter hat geschrieben:(10 Feb 2020, 17:12)
Aber nicht für die Befindlichkeiten der Ideologen. Sie können dann mit stolz geschwellte Brust herumlaufen und darauf verweisen, was sie doch für tolle Menschen sind. Typisch doitsch halt. :)

Und selbstverständlich auf die Regierung schimpfen, dass die ja gar nichts in Sachen Klimawandel unternehme.
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Quatschki » Mo 10. Feb 2020, 21:26

Man muß das nur anders kommunizieren:
Wir hinterlassen unsere Kohle den künftigen Generationen!
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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Beitragvon Axelhaxel » Mo 10. Feb 2020, 23:25

BlueMonday hat geschrieben:(05 Jan 2020, 17:29)

Ja, Gott sei Dank. Was glauben Sie, wie die Gesellschaft (weltweit) aussähe ohne diese Freisetzung?
Ein Großteil der heutigen Zivilisation würde gar nicht existieren. In der Philosophie würde man da von einem "performativen Widerspuch" sprechen. Wenn man sich also mit dem Inhalt eines Sprechakts(mit der "Performanz") gegen die Grundlage seiner eigenen Existenz und damit auch gegen die Möglichkeit überhaupt sprechen zu können, richtet.

Besser und nicht so teuer, dank des selbstgemachten Klimawandels, der noch sehr viel teurer wird.

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