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Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:12
von Tom Bombadil
Ebiker hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:10)

Früher gabs keine Widrigkeiten und die Rechnung war halb so hoch.

Wir müssen doch das Klima retten :D

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:16
von H2O
Ebiker hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:10)

Früher gabs keine Widrigkeiten und die Rechnung war halb so hoch.


Tja, seufz, das war früher einmal! Künftig gäbe es damit auch keine Schwierigkeiten, weil wir uns weitestgehend abgeschafft hätten, wenn wir lustig so weiter leben wollten.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:17
von H2O
Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:12)

Wir müssen doch das Klima retten :D
Tja, da ist etwas dran! Vielleicht gelingt uns das ja; das wäre doch erfreulich.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:19
von Ebiker
H2O hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:16)

Tja, seufz, das war früher einmal! Künftig gäbe es damit auch keine Schwierigkeiten, weil wir uns weitestgehend abgeschafft hätten, wenn wir lustig so weiter leben wollten.


statistisch hab ich noch ca 30 Jahre, solange wirds die Erde noch tun.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:21
von Teeernte
imp hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:11)

Es gibt keinen Grund zur Panik. Gewinnung und Rückverstromung von Wasserstoff und weiter Methan wird bei einem EE-Anteil unter 60 Prozent nur in Nischen interessant - Produktion etwa für die Bereitstellung dieser Gase für konkrete Anwendungen oder Abregelung im Netz als Selbstzweck/Frequenzstabilisierung. In groß brauchen wir sowas mal, wenn wir über 75-80 Prozent EE haben. Auf dem Weg dahin wollen wir erst einmal EE-Spitzen nutzen, um fossile Brennstoffe zu sparen. Da gibt es einige Wege.


Mannnnnn wir hatten das schon. Da gibts keine Zulassung für. Metalle verspröden durch Wasserstoff. Die Wartungs - und Tauschintervalle der Armaturen und Dichtungen steigt DRASTISCH - und müssten ab 5% VOL% alle gewechselt werden.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:25
von H2O
Ebiker hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:19)

statistisch hab ich noch ca 30 Jahre, solange wirds die Erde noch tun.


Das könnte sein; so schwarz würde ich auch nicht malen wollen. Jetzt müssen Sie nur noch den Rest der Menschen hier davon überzeugen, daß dann für alle Schluß sein sollte, und schon werfen wir unsere guten alten Öfen wieder an. Problem gelöst!

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:26
von Tom Bombadil
H2O hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:17)

Vielleicht gelingt uns das ja;

Extrem unwahrscheinlich.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:28
von Tom Bombadil
H2O hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:25)

Jetzt müssen Sie nur noch den Rest der Menschen hier davon überzeugen, daß dann für alle Schluß sein sollte...

Die Friday-Kids sind ja schon davon überzeugt.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 21:39
von H2O
imp hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:11)

Es gibt keinen Grund zur Panik. Gewinnung und Rückverstromung von Wasserstoff und weiter Methan wird bei einem EE-Anteil unter 60 Prozent nur in Nischen interessant - Produktion etwa für die Bereitstellung dieser Gase für konkrete Anwendungen oder Abregelung im Netz als Selbstzweck/Frequenzstabilisierung. In groß brauchen wir sowas mal, wenn wir über 75-80 Prozent EE haben. Auf dem Weg dahin wollen wir erst einmal EE-Spitzen nutzen, um fossile Brennstoffe zu sparen. Da gibt es einige Wege.


Offenbar sind Sie auf dem Gebiet gut unterwegs:

Einmal abgesehen von Verbundnetzen, in denen Energie so zu sagen hin und her schwappt, um eine Versorgungslücke regional füllen zu können... wie wollen wir denn bei Flaute und Dunkelheit eine weiträumige Versorgungslücke füllen?

Und weitere Frage: Wodurch wird in Wechselrichtersystemen denn eine Frequenzdrift verursacht? Rotierende Umformer werden doch zunehmend aus der Mode kommen... oder?

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 22:17
von kaka
imp hat geschrieben:(28 Jan 2019, 21:11)

Es gibt keinen Grund zur Panik. Gewinnung und Rückverstromung von Wasserstoff und weiter Methan wird bei einem EE-Anteil unter 60 Prozent nur in Nischen interessant - Produktion etwa für die Bereitstellung dieser Gase für konkrete Anwendungen oder Abregelung im Netz als Selbstzweck/Frequenzstabilisierung. In groß brauchen wir sowas mal, wenn wir über 75-80 Prozent EE haben. Auf dem Weg dahin wollen wir erst einmal EE-Spitzen nutzen, um fossile Brennstoffe zu sparen. Da gibt es einige Wege.


Soweit ich weiß hat Wasserstoff mehrer Probleme, die Energie welche benötigt wird, um es herzustellen, es braucht viel Platz und ist extrem flüchtig. Mir ist auch bewusst, dass eine Steuerung mithilfe einer KI zur Anpassung der benötigten Energie theoretisch möglich ist. Das Problem ist, wie sieht es aus wenn ein Überschuss an Sonne scheint, dann gibt es zu viel Energie, wohin damit. Man kann es nicht in ein Lager packen. Bei Kohle, Gas und Uran (hier mehr oder weniger) geht das.

Interessanter wäre es diese Energie zu benutzen, um das CO2 in der Atmossphäre zu binden, z.B. als Kohle. So könnte man nicht nur eine Steigerung verhindern, sondern es Senken!

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 22:46
von imp
kaka hat geschrieben:(28 Jan 2019, 22:17)
Das Problem ist, wie sieht es aus wenn ein Überschuss an Sonne scheint, dann gibt es zu viel Energie, wohin damit.

- Substitution konventioneller Mittel- und Spitzenlasten
- Heizleistungen

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 22:54
von Teeernte
kaka hat geschrieben:(28 Jan 2019, 22:17)

Interessanter wäre es diese Energie zu benutzen, um das CO2 in der Atmossphäre zu binden, z.B. als Kohle. So könnte man nicht nur eine Steigerung verhindern, sondern es Senken!


Einfach gemacht - Barium- oder Kaliumhdroxid wird gern genommen müsste in 50 km Höhe...fein verteilt. Leider ist das CO2 nur ein (Kleiner) Teilaspekt. Es handelt sich dort ja nur um wenige Tonnen (Weltweit) ......CO2 Lässt sich aber gut "verkaufen".

(Sonst hätten die Chinesen die Welt schon "gerettet..")

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 23:15
von H2O
kaka hat geschrieben:(28 Jan 2019, 22:17)

Soweit ich weiß hat Wasserstoff mehrer Probleme, die Energie welche benötigt wird, um es herzustellen, es braucht viel Platz und ist extrem flüchtig. Mir ist auch bewusst, dass eine Steuerung mithilfe einer KI zur Anpassung der benötigten Energie theoretisch möglich ist. Das Problem ist, wie sieht es aus wenn ein Überschuss an Sonne scheint, dann gibt es zu viel Energie, wohin damit. Man kann es nicht in ein Lager packen. Bei Kohle, Gas und Uran (hier mehr oder weniger) geht das.

Interessanter wäre es diese Energie zu benutzen, um das CO2 in der Atmossphäre zu binden, z.B. als Kohle. So könnte man nicht nur eine Steigerung verhindern, sondern es Senken!


Es gibt nichts, was es nicht gibt. :)

Einfach einmal hier nachlesen, was die Menschheit sich einfallen lassen hat, und warum daraus bisher so wenig wurde:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... g/4125.pdf

Das Thema CO2-Bindung wird dort ab Seite 18 behandelt.

Als Grüner meine ich, daß wir mit aller Kraft unser Land und andere dort aufforsten sollten, wo eine landwirtschaftliche Nutzung nur zu schlechten Ergebnissen führen würde. Anstatt dessen will man die Regenwälder in fast allen Entwicklungs- und Schwellenländern wirtschaftlich nutzen durch Rodung und Holzeinschlag. Ein Wahnsinn!

Vor allem sehe ich in dieser Form der Aufforstung noch die geringsten Risiken. Natürlich sind Vorkehrungen gegen weiträumige Waldbrände notwendig; das kostet also Geld für die Pflege dieser Anpflanzungen.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 23:17
von kaka
imp hat geschrieben:(28 Jan 2019, 22:46)

- Substitution konventioneller Mittel- und Spitzenlasten
- Heizleistungen


Soweit ich weiß werden die Spitzenlasten von den Gaskraftwerken gedeckt. Diese will man aber nicht abschalten, sondern es geht um die Grundlast und die kann EE nicht decken.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 00:31
von imp
kaka hat geschrieben:(28 Jan 2019, 23:17)

Soweit ich weiß werden die Spitzenlasten von den Gaskraftwerken gedeckt. Diese will man aber nicht abschalten, sondern es geht um die Grundlast und die kann EE nicht decken.

Auch in einer Dunkelflaute kannst du mit etwa 5 Prozent der installierten Windkraft immer rechnen.

Viele Moderne Gaskraftwerke sind einen Großteil der Jahresstunden weit heruntergeregelt oder ganz aus. Aus Umweltschutz-Sicht und auch aus stofflicher Sicht ist jede substituierte Gas-Betriebsstunde ein Gewinn. Wenn du zu viel Strom im Netz hast, fährst du den Gasverbrauch herunter. Das geht mit modernen Kohlekraftwerken ein Stück weit auch, jedoch deutlich träger und unwirtschaftlicher. Zudem sind die mehrfach nachgerüsteten Altkraftwerke dafür nicht gemacht. Die wollen möglichst nah an der vollen Last unverändert durchlaufen. Viele von ihnen müssen bald weg. Damit entsteht eine Lücke, die Gasturbinen wieder schließen. zwischen 2014 und 2018 waren schlechte Jahre für Gaskraftwerke. Insgesamt ist die Idee vom Grundlastkraftwerk, das technisch oder wirtschaftlich begründet immer laufen muss, veraltet. Die Bedienung der Grundlast im Netz ist mit PV, Biomasse, Wind und Gasturbinen auch in Deutschland möglich.

Betrachtet man nicht allein Deutschland sondern das gesamte UCTE-Netzgebiet, relativieren sich die Tiefpunkte der Windenergieproduktion deutlich.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 11:11
von Tom Bombadil
Hieraus wird mMn. ersichtlich, dass die Reserven nicht ausreichen, um den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie zu decken: https://www.bundesnetzagentur.de/cln_14 ... -node.html

Es muss bis 2022 imho zwingend Neubauten von mind. 10 GW Leistung geben, das werden dann wohl Gaskraftwerke sein. Hiernach: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gep ... eutschland komme ich auf ca. 2,5 GW, das reicht nicht.

Hat jemand bessere Informationen?

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 11:37
von Ebiker
imp hat geschrieben:(29 Jan 2019, 00:31)



Betrachtet man nicht allein Deutschland sondern das gesamte UCTE-Netzgebiet, relativieren sich die Tiefpunkte der Windenergieproduktion deutlich.


Das tun sie nicht wie ich schon mehrfach dokumentiert habe. Letztlich wird die Grundlast von Gaskraftwerken aufgefangen werden müssen, dazu gibt es z.Zt. noch genug ungenutzte Reserven. Aber das wird teuer und steigert die Abhängigkeit.

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 11:53
von kaka
imp hat geschrieben:(29 Jan 2019, 00:31)

Auch in einer Dunkelflaute kannst du mit etwa 5 Prozent der installierten Windkraft immer rechnen.

Viele Moderne Gaskraftwerke sind einen Großteil der Jahresstunden weit heruntergeregelt oder ganz aus. Aus Umweltschutz-Sicht und auch aus stofflicher Sicht ist jede substituierte Gas-Betriebsstunde ein Gewinn. Wenn du zu viel Strom im Netz hast, fährst du den Gasverbrauch herunter. Das geht mit modernen Kohlekraftwerken ein Stück weit auch, jedoch deutlich träger und unwirtschaftlicher. Zudem sind die mehrfach nachgerüsteten Altkraftwerke dafür nicht gemacht. Die wollen möglichst nah an der vollen Last unverändert durchlaufen. Viele von ihnen müssen bald weg. Damit entsteht eine Lücke, die Gasturbinen wieder schließen. zwischen 2014 und 2018 waren schlechte Jahre für Gaskraftwerke. Insgesamt ist die Idee vom Grundlastkraftwerk, das technisch oder wirtschaftlich begründet immer laufen muss, veraltet. Die Bedienung der Grundlast im Netz ist mit PV, Biomasse, Wind und Gasturbinen auch in Deutschland möglich.

Betrachtet man nicht allein Deutschland sondern das gesamte UCTE-Netzgebiet, relativieren sich die Tiefpunkte der Windenergieproduktion deutlich.



Rein theoretisch ist es vlt. möglich. Die Frage ist nur wieviel EE - Einheiten zu diesem Zweck gebaut werden müssen und wie Strom während der Dunkelflaute Produziert werden kann.

Es wäre eher interessanter die Forschung dahingehend voranzutreiben aus der in der Atmosphäre bestehenden Energie Strom zu gewinnen oder Ähnliches, um eben den Kreis zu schließen. (Treibhauseffekt abzusenken)

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 12:05
von kaka
Hab einen interessanten Artikel gefunden:

Wie Versorgungssicherheit trotz Dunkelflaute funktioniert

Einfach mal googeln!

Re: mehr Strom durch erneuerbare Energie als durch Kohle

Verfasst: Di 29. Jan 2019, 12:09
von Alter Stubentiger
imp hat geschrieben:(29 Jan 2019, 00:31)

Auch in einer Dunkelflaute kannst du mit etwa 5 Prozent der installierten Windkraft immer rechnen.

Viele Moderne Gaskraftwerke sind einen Großteil der Jahresstunden weit heruntergeregelt oder ganz aus. Aus Umweltschutz-Sicht und auch aus stofflicher Sicht ist jede substituierte Gas-Betriebsstunde ein Gewinn. Wenn du zu viel Strom im Netz hast, fährst du den Gasverbrauch herunter. Das geht mit modernen Kohlekraftwerken ein Stück weit auch, jedoch deutlich träger und unwirtschaftlicher. Zudem sind die mehrfach nachgerüsteten Altkraftwerke dafür nicht gemacht. Die wollen möglichst nah an der vollen Last unverändert durchlaufen. Viele von ihnen müssen bald weg. Damit entsteht eine Lücke, die Gasturbinen wieder schließen. zwischen 2014 und 2018 waren schlechte Jahre für Gaskraftwerke. Insgesamt ist die Idee vom Grundlastkraftwerk, das technisch oder wirtschaftlich begründet immer laufen muss, veraltet. Die Bedienung der Grundlast im Netz ist mit PV, Biomasse, Wind und Gasturbinen auch in Deutschland möglich.

Betrachtet man nicht allein Deutschland sondern das gesamte UCTE-Netzgebiet, relativieren sich die Tiefpunkte der Windenergieproduktion deutlich.


Bei der Power to gas Technologie geht es in Siebenmeilenstiefeln vorwärts. Tatsächlich kann man damit quasi alles machen. Auch Autos betanken. Wir haben schließlich ein riesiges Gasnetz und ebenso riesige Gasspeicher. Damit kann man dann eigentlich auch auf das E-Auto verzichten was ja technologisch eine Sackgasse ist da man auch wieder nur begrenzt verfügbare Mineralien nutzen muß.