Windräder - tickende Zeitbomben

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Teeernte
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » Do 15. Aug 2019, 23:27

Iwan der Liebe hat geschrieben:(15 Aug 2019, 22:54)

Wenn es danach ginge, würden wir heute noch auf Bäumen leben. Wer will schon neben einer Hauptstraße, einem Windkraftwerk oder gar neben einer Giftmülldeponie, einem Kohle- oder Kernkraftwerk leben? Bei den letzten drei genannten "Errungenschaften" geht es nicht nur ums Eigentumsrecht, sondern auch um die Gesundheit.


CO2 ist auch nur der Preis für Fortschritt gewesen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Atue001 » Fr 16. Aug 2019, 00:43

Die Risiken die die Menschheit in Folge der Nutzung von Energien trägt, die nicht regenerativ sind, sind inzwischen gut finanziell belegt und kalkulierbar.
In der Folge ergibt sich, dass es finanziell keine Alternative dazu gibt, dass die Menschheit sich auf nachhaltige Energieversorgung einlässt.

Nachhaltige Energieversorgung ist inzwischen ausreichend billig, dass sie mit bestehenden Konzepten die nicht nachhaltig sind, mithalten kann.

Es ist normal, dass sich solche Veränderungsprozesse über Jahre hinweg hinziehen - unterm Strich ist aber acuh heute schon jedem klar denkenden Menschen logisch, dass es in Richtung nachhaltiger Energieversorgung laufen muss.

Windräder sind vielleicht "tickende Zeitbomben" - allerdings im Vergleich zu den Problemen mit klassischen Kraftswerkstypen inklusive AKWs sind Windräder äußerst freundlich zu unserem Planeten.

Der Rest ist Lobbyismus derer, die Windräder auf Teufel komm raus verhindern wollen.
Wenig seriös.
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Teeernte
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » Fr 16. Aug 2019, 00:55

Atue001 hat geschrieben:(16 Aug 2019, 00:43)


Der Rest ist Lobbyismus derer, die Windräder auf Teufel komm raus verhindern wollen.
Wenig seriös.


Welche Branche sollen diese Lobbyisten vertreten ? (den Teufel ?)

Die Menschhheit haut sich seit Jahrtausenden die Rübe ein..... - die Menschheit handelt insgesamt UNLOGISCH ! Von kurzem Genuss//Erfolg (Einzelner) getrieben....

Ja manche (Mehrheit) rennen ihren Göttern nach. - auch eine sehr logische und klug wissenschaftlich unterlegte Entscheidung...(jedem klar denkenden Menschen logisch) :D :D :D

Die GEWALT /Macht geht von DEM aus der die grössten//besten Boote mit Soldaten baut... seit 1000 jahren. Klar kann man sich dann untereinander noch an Land in die Haare kriegen...

Aber wenn Du meinst dass DAS LOGISCH ist ....jedem klar denkenden Menschen NORMAL --- dann wird derjenige mit dem grossen BOOT das auch durchsetzen...
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Raskolnikof » Fr 16. Aug 2019, 23:07

Atue001 hat geschrieben:(16 Aug 2019, 00:43)

Die Risiken die die Menschheit in Folge der Nutzung von Energien trägt, die nicht regenerativ sind, sind inzwischen gut finanziell belegt und kalkulierbar.
In der Folge ergibt sich, dass es finanziell keine Alternative dazu gibt, dass die Menschheit sich auf nachhaltige Energieversorgung einlässt.

Nachhaltige Energieversorgung ist inzwischen ausreichend billig, dass sie mit bestehenden Konzepten die nicht nachhaltig sind, mithalten kann.

Es ist normal, dass sich solche Veränderungsprozesse über Jahre hinweg hinziehen - unterm Strich ist aber acuh heute schon jedem klar denkenden Menschen logisch, dass es in Richtung nachhaltiger Energieversorgung laufen muss.

Windräder sind vielleicht "tickende Zeitbomben" - allerdings im Vergleich zu den Problemen mit klassischen Kraftswerkstypen inklusive AKWs sind Windräder äußerst freundlich zu unserem Planeten.

Der Rest ist Lobbyismus derer, die Windräder auf Teufel komm raus verhindern wollen.
Wenig seriös.


:thumbup: :thumbup: :thumbup:
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Atue001 » Sa 17. Aug 2019, 00:02

Teeernte hat geschrieben:(16 Aug 2019, 00:55)

Welche Branche sollen diese Lobbyisten vertreten ? (den Teufel ?)

Die Menschhheit haut sich seit Jahrtausenden die Rübe ein..... - die Menschheit handelt insgesamt UNLOGISCH ! Von kurzem Genuss//Erfolg (Einzelner) getrieben....

Ja manche (Mehrheit) rennen ihren Göttern nach. - auch eine sehr logische und klug wissenschaftlich unterlegte Entscheidung...(jedem klar denkenden Menschen logisch) :D :D :D

Die GEWALT /Macht geht von DEM aus der die grössten//besten Boote mit Soldaten baut... seit 1000 jahren. Klar kann man sich dann untereinander noch an Land in die Haare kriegen...

Aber wenn Du meinst dass DAS LOGISCH ist ....jedem klar denkenden Menschen NORMAL --- dann wird derjenige mit dem grossen BOOT das auch durchsetzen...


Die Menschheit als solche hat sich inzwischen so entwickelt, dass sie den Planeten und seine Ökosphäre so ganzheitlich beeinflusst, dass das nicht mehr ignoriert werden kann.
Entweder die Menschheit schafft es, sich zumindest in gewissem Maße ganzheitlich zu organisieren, oder wesentliche Teile der Menschheit werden die nächsten 100 Jahre nicht überleben.

So einfach ist es.

Es ist eine Frage, ob wir als Menschheit inzwischen reif genug sind, um die selbst geschaffene Komplexität auch beherrschen zu können - wenn nicht, schafft uns die Natur wieder ab.

Erkennbar ist, dass ausreichend viele Menschen mit genügend IQ und Bildung dies verstanden haben - nicht klar ist, ob dies für die Menschheit reicht.
Derzeit ist es viel wahrscheinlicher, dass vieles Katastrophal laufen wird, und viele hundert Millionen Menschen bei den anstehenden Veränderungen ihr Leben viel zu früh und unnötig verlieren werden.

Wenn wir als Spezies mehr wollen, als den normalen natürlichen Gang von einem Tod wesentlicher Teile unserer Spezies, dann geht das nur, wenn wir uns als Spezies länderübergreifend ganzheitlich organisieren, und unsere Gesellschaften in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. Allen Rechsaußen ist damit schon mal per se die Geschäftsgrundlage entzogen.

Rückwärtsgewandte nationale Politik führt nur dazu, dass die Veränderungen, die die Menschheit schon angestoßen hat, global zum Aussterben von vielen Millionen von Menschen führt.
Zusammenarbeit und gemeinsame auch internationale Visionen führen dazu, dass sich die Menschheit sukzessive verändert - vom national denkenden Zweckwesen hin zum global denkenden aufgeklärten Indivídualisten.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » So 8. Sep 2019, 07:59

Regenerative Energie – Warum Norweger gegen deutsche Windmühlen kämpfen

https://www.handelsblatt.com/politik/in ... 79094.html
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Klopfer » So 8. Sep 2019, 13:16

Teeernte hat geschrieben:(16 Aug 2019, 00:55)

Welche Branche sollen diese Lobbyisten vertreten ? (den Teufel ?)
.....

Klassische Kraftwerksbetreiber und Energieerzeuger, Braunkohlekraftwerksbetreiber zum Beispiel. Und Menschen die meinen sie kämen mit Windkraft zu kurz, da gibts genügend sogenannte Wohlhabende die aus irgendwelchen Gründen ihre Pfründe in Gefahr sehen.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Klopfer » So 8. Sep 2019, 13:24


Ja ja das Handelblatt, das Sprachrohr der Unternehmer, vor allem der Familienunternehmer, die sind naturgemäss gegen alles was der Umwelt eventuell keinen oder wenig Schaden zufügt.
Schonender Umgang mit Ressourcen heisst für die immer gleich entgangener Gewinn. Und für Gewinn und Rendite ist denen bekanntlich alles wurscht.
Darum kann man das Handelsblatt ja wohl kaum als objektive Quelle nennen.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Zacherli » So 8. Sep 2019, 13:42

Klopfer hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:24)

Ja ja das Handelblatt, das Sprachrohr der Unternehmer, vor allem der Familienunternehmer, die sind naturgemäss gegen alles was der Umwelt eventuell keinen oder wenig Schaden zufügt.
Schonender Umgang mit Ressourcen heisst für die immer gleich entgangener Gewinn. Und für Gewinn und Rendite ist denen bekanntlich alles wurscht.
Darum kann man das Handelsblatt ja wohl kaum als objektive Quelle nennen.

Gerne ziehen sich Firmen auch gerne das Mäntelchen Klimaneutralität über und verteilen munter Spenden an Klimaskeptiker.

Wenn da nicht Vertrauen aufkommt :D

https://m.spiegel.de/wissenschaft/natur ... 25334.html
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » So 8. Sep 2019, 16:11

Klopfer hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:24)

Ja ja das Handelblatt, das Sprachrohr der Unternehmer, vor allem der Familienunternehmer, die sind naturgemäss gegen alles was der Umwelt eventuell keinen oder wenig Schaden zufügt.
Schonender Umgang mit Ressourcen heisst für die immer gleich entgangener Gewinn. Und für Gewinn und Rendite ist denen bekanntlich alles wurscht.
Darum kann man das Handelsblatt ja wohl kaum als objektive Quelle nennen.



>>Lügenpresse.... ?? :D :D :D

Aber die grossen Versorger haben ja die Gesamte Kraftwerkssparte outgesourced... Private grosse Kohlekraftwerke sind eben selten..... (Städte//Lönder sind hauptanteilseigner)

GEWINN ?? Die Absprache war doch klar >> Kraftwerke sozialisieren - Kabel/Leitungen privatisieren. Kabel geben staatlich zugesichert 11% Rendite. Haltbarkeit 80 Jahre... Abschreibung in 15...20. Wartungsarm.

Es gibt ausserdem noch PRämie >>> für das olle Kraftwerk. und den Bagger aus Ostzeiten...für Pfennige von der Treuhand übernommen.

Ich hab kein Kraftwerk ....Du etwa ?
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Klopfer » So 8. Sep 2019, 17:20

Teeernte hat geschrieben:(08 Sep 2019, 16:11)

>>Lügenpresse.... ?? :D :D :D

Aber die grossen Versorger haben ja die Gesamte Kraftwerkssparte outgesourced... Private grosse Kohlekraftwerke sind eben selten..... (Städte//Lönder sind hauptanteilseigner)

GEWINN ?? Die Absprache war doch klar >> Kraftwerke sozialisieren - Kabel/Leitungen privatisieren. Kabel geben staatlich zugesichert 11% Rendite. Haltbarkeit 80 Jahre... Abschreibung in 15...20. Wartungsarm.

Es gibt ausserdem noch PRämie >>> für das olle Kraftwerk. und den Bagger aus Ostzeiten...für Pfennige von der Treuhand übernommen.

Ich hab kein Kraftwerk ....Du etwa ?

Sorry, aber ich versuche erst gar nicht das wirsche Gestammel zu verstehen.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » Mo 9. Sep 2019, 00:04

Klopfer hat geschrieben:(08 Sep 2019, 17:20)

Sorry, aber ich versuche erst gar nicht das wirsche Gestammel zu verstehen.


Die "Lobby" der Kohlekraftwerker wird ausbezahlt.... Die im Osten gar mit Gold aufgewogen - wo es das Ostgerät (Tagebau/bagger) von der Treuhand "Geschenkt" gab.

Du willst Deinen ArgumentationsKÄSE nicht begreifen //kannst nicht widersprechen.

Energieversorger machen nun auf "Netz" mit einer versprochenen Rendite über 10%.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Schlettow » Sa 5. Okt 2019, 23:26

Energieminister Peter Altmeier fordert Umweltministerin Schulze auf das Artenschutzgesetz in Deutschland zu lockern um mehr Windkraftanlagen bauen zu können.


https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... nigen.html
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon H2O » So 6. Okt 2019, 00:18

Schlettow hat geschrieben:(05 Oct 2019, 23:26)

Energieminister Peter Altmeier fordert Umweltministerin Schulze auf das Artenschutzgesetz in Deutschland zu lockern um mehr Windkraftanlagen bauen zu können.


https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... nigen.html


Wir wissen doch seit einiger Zeit, daß wir einen Zielkonflikt haben zwischen Naturschutz und dem Aufbau von Energieanlagen. Man muß also sehr abwägen, ob man den Schaden auf die geschützte Natur durch erneuerbare Energien örtlich noch zulassen kann, oder ob ein unwiederbringlicher Schaden an der Schöpfung entsteht. Ohne Energie keine wirtschaftlich erfolgreiche Gesellschaft, ohne Natur und Artenvielfalt kein gelungenes Leben einer Gesellschaft.

In der augenblicklichen Lage wäre mein Ansatz, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu Lasten der Artenvielfalt voran zu treiben. Ein verfehltes Klimaziel wird auch die an mitteleuropäisches Wetter gewöhnten Arten ihre Lebensgrundlagen verlieren lassen.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Corella » So 6. Okt 2019, 12:59

H2O hat geschrieben:(06 Oct 2019, 00:18)

Wir wissen doch seit einiger Zeit, daß wir einen Zielkonflikt haben zwischen Naturschutz und dem Aufbau von Energieanlagen. Man muß also sehr abwägen, ob man den Schaden auf die geschützte Natur durch erneuerbare Energien örtlich noch zulassen kann, oder ob ein unwiederbringlicher Schaden an der Schöpfung entsteht. Ohne Energie keine wirtschaftlich erfolgreiche Gesellschaft, ohne Natur und Artenvielfalt kein gelungenes Leben einer Gesellschaft.

In der augenblicklichen Lage wäre mein Ansatz, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu Lasten der Artenvielfalt voran zu treiben. Ein verfehltes Klimaziel wird auch die an mitteleuropäisches Wetter gewöhnten Arten ihre Lebensgrundlagen verlieren lassen.


Der Konflikt, festgemacht an Rotmilan, Schreiadlern und weiteren Greifvögeln besteht so, ja. Leider verstehen aber auch Fachkollegen zu wenig, wie sehr heiße Verbrennungstechnik (auf Grund der Oxidation von Luftstickstoff) Schutzbemühungen flächenhaft zunichte macht.
Das mit der Anpassung an mitteleurpäisches Wetter ist logisch gedacht, aber komplizierter. Profis schauen im Zusammenhang eher auf Lebensraumdiversität und Durchlässigkeit.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon H2O » So 6. Okt 2019, 14:28

Corella hat geschrieben:(06 Oct 2019, 12:59)

Der Konflikt, festgemacht an Rotmilan, Schreiadlern und weiteren Greifvögeln besteht so, ja. Leider verstehen aber auch Fachkollegen zu wenig, wie sehr heiße Verbrennungstechnik (auf Grund der Oxidation von Luftstickstoff) Schutzbemühungen flächenhaft zunichte macht.
Das mit der Anpassung an mitteleurpäisches Wetter ist logisch gedacht, aber komplizierter. Profis schauen im Zusammenhang eher auf Lebensraumdiversität und Durchlässigkeit.


Tja, Profi bin ich für das Thema "Windrad" wirklich nicht. Was steht also gedanklich hinter den Begriffen Lebensraumdiversität und Durchlässigkeit? Übersetzen kann ich mir diese Begriffe, aber was im Zusammenhang mit Windrädern damit angesprochen wird, das verstehe ich nicht.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Corella » So 6. Okt 2019, 17:42

H2O hat geschrieben:(06 Oct 2019, 14:28)

Tja, Profi bin ich für das Thema "Windrad" wirklich nicht. Was steht also gedanklich hinter den Begriffen Lebensraumdiversität und Durchlässigkeit? Übersetzen kann ich mir diese Begriffe, aber was im Zusammenhang mit Windrädern damit angesprochen wird, das verstehe ich nicht.


Im Zusammenhang mit "Anpassung an mitteleuropäisches Wetter". Deine Bemerkung ging ja in Richtung unserer Verantwortung für Biodiversität...
Dazu näheres könnte den Rahmen sprengen. Unsere Hauptverantwortung läge im Bereich naturnaher Buchenwälder. Global sind schon sommergrüne Wälder etwas seltenes und die Rot-Buche ist noch mal sehr speziell (extrem maritim). Das allermeiste andere ist viel weniger von mitteleuropäischem Klimat abhängig.
Zum Thema: unsere Wirtschaftswälder z.B. vertragen m.Mn.n. grundsätzlich auch Windräder und die Zielkonflikte gibt es pauschal mit Verbrennung, mit erneuerbaren dagegen fallweise.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon H2O » So 6. Okt 2019, 20:37

@ Corella:

Irgendwann hatte ich gelesen, daß Mitteleuropa in grauer Vorzeit von Buchenwäldern bedeckt war. Ok, aus und vorbei durch wirtschaftliche Nutzung in großem Umfang. Ja auf "Wirtschaftswälder" müßte man wohl weniger Rücksicht nehmen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, daß in Kammlagen des Mittelgebirges mit gutem Windertrag nicht unbedingt und immer Wirtschaftswälder aufgeforstet wurden. Dann hat man schon den Konflikt zwischen der Notwendigkeit, erneuerbare Energien zu gewinnen und dem Wunsch, die noch verbliebenen Stücke Natur zu erhalten. Vielleicht müssen wir uns eben aufraffen, einen vergleichbar großen Teil der Wirtschaftsflächen wieder naturnah auf zu forsten. Wie weit das unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen erfolgreich sein kann... das ist schwer ein zu schätzen.
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Teeernte » So 6. Okt 2019, 21:18

Corella hat geschrieben:(06 Oct 2019, 17:42)

Im Zusammenhang mit "Anpassung an mitteleuropäisches Wetter". Deine Bemerkung ging ja in Richtung unserer Verantwortung für Biodiversität...
Dazu näheres könnte den Rahmen sprengen. Unsere Hauptverantwortung läge im Bereich naturnaher Buchenwälder. Global sind schon sommergrüne Wälder etwas seltenes und die Rot-Buche ist noch mal sehr speziell (extrem maritim). Das allermeiste andere ist viel weniger von mitteleuropäischem Klimat abhängig.
Zum Thema: unsere Wirtschaftswälder z.B. vertragen m.Mn.n. grundsätzlich auch Windräder und die Zielkonflikte gibt es pauschal mit Verbrennung, mit erneuerbaren dagegen fallweise.


Biosphäre an Land ist fürs CO2 vollkommen unrelevant.

Naturnah = ohne Brandschutz ?

Nebenbei .... die Aktuelle Netzfrequenz.... >> https://www.netzfrequenz.info/aktuelle- ... quenz-full
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Re: Windräder - tickende Zeitbomben

Beitragvon Corella » So 6. Okt 2019, 21:51

H2O hat geschrieben:(06 Oct 2019, 20:37)

@ Corella:

Irgendwann hatte ich gelesen, daß Mitteleuropa in grauer Vorzeit von Buchenwäldern bedeckt war. Ok, aus und vorbei durch wirtschaftliche Nutzung in großem Umfang. Ja auf "Wirtschaftswälder" müßte man wohl weniger Rücksicht nehmen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, daß in Kammlagen des Mittelgebirges mit gutem Windertrag nicht unbedingt und immer Wirtschaftswälder aufgeforstet wurden. Dann hat man schon den Konflikt zwischen der Notwendigkeit, erneuerbare Energien zu gewinnen und dem Wunsch, die noch verbliebenen Stücke Natur zu erhalten. Vielleicht müssen wir uns eben aufraffen, einen vergleichbar großen Teil der Wirtschaftsflächen wieder naturnah auf zu forsten. Wie weit das unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen erfolgreich sein kann... das ist schwer ein zu schätzen.


Wenn Hänge sehr steil und/oder zerklüftet sind, dann tendieren sie zu geringer Nutzung (selten). Dies sind meist kleine Sonderstandorte mit was anderem, als Buche. Ansonsten sind Kammlagen nicht geschont. Oft stärker geschädigt, weil Luftschadstoffe "ausgekämmt" werden.
"Naturnah aufforsten" meist Etikettenschwindel. Ökologen wurden in der "Klöcknerrunde" zum Thema gar nicht gehört. Eigenes Thema, sprengt Rahmen.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)

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