Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

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XT6000

Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 17:58

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 17:56 hat geschrieben:
Ist es so? Mal ehrlich. Ich glaube, dass Vorstandsvorsitzende zu den Personen gehören, die mit am meisten angelogen werden.

Wenn jeder Kleinunternehmer mit dieser Ausrede durchkäme, dann gute Nacht
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3x schwarzer Kater
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:00

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 17:54 hat geschrieben:

VW ist zumindest für das Land Niedersachsen systemrelevanter als einige Banken es ja waren.


Ich glaube da unterschätzt du die Systemrelevanz der Banken. Die ergibt sich aus ganz anderen Gründen als der Größe und der Anzahl der Arbeitsplätze, die sie zur Verfügung stellen.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:00

XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 17:57 hat geschrieben:bei Opel war man anderer Meinung.

wenn nun alles und jedes nach Willkür und Tageslage zur Systemrelevanz und zum Rettungswahn erklärt wird, wird unser gesamtes System zur reinen Farce ... wenn es das nicht sowieso schon ist

nein, mit einem Autobauer weniger geht die Welt nicht unter, genausowenig wie sie untergeht, wenn eine Fluglinie ausscheidet, oder eine Hotelkette ...


Bei Opel war auch kein Land mit 20 Prozent der Anteile im Boot.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:01

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 17:56 hat geschrieben:
Ist es so? Mal ehrlich. Ich glaube, dass Vorstandsvorsitzende zu den Personen gehören, die mit am meisten angelogen werden.


Dann hat er den Laden aber nicht im Griff gehabt.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:01

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:00 hat geschrieben:
Ich glaube da unterschätzt du die Systemrelevanz der Banken. Die ergibt sich aus ganz anderen Gründen als der Größe und der Anzahl der Arbeitsplätze, die sie zur Verfügung stellen.


Ja, das wird uns ja gerne eingetrichtert.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 18:03

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:00 hat geschrieben:
Bei Opel war auch kein Land mit 20 Prozent der Anteile im Boot.

ist keine Rechtfertigung.

Wenn regelmäßig vorgelebt wird, dass Regeln nur für die gelten sollen, die die Dummen sind, und andere sich ihre Regeln selber schreiben und vor allem leben dürfen, wie sie gerade Lust haben, und auch noch wiederholt damit durchkommen, wird unser Credo vom angeblich so überlegenen Rechtsstaat zur reinen Farce ... dann braucht sich in Zukunft niemand mehr an Regeln halten
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:03

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 17:58 hat geschrieben:
Die Konsequenzen müssen den verantwortlichen Leuten doch klar gewesen sein. Auf den Fluren der Konzernzentralen rennen doch fast ebnsoviele Juristen wie Ingenieure herum.


Wenn die Konsequenzen klar gewesen wären, dann wäre es nicht passiert. Wir reden hier über klassisches Organisationsversagen. Wenn es auf den Fluren der Konzernzentrale Gesprächsthema gewesen wäre, dann wäre das nie passiert.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:04

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:01 hat geschrieben:
Ja, das wird uns ja gerne eingetrichtert.


nö, das ist so.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon frems » Mi 23. Sep 2015, 18:04

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:00 hat geschrieben:
Ich glaube da unterschätzt du die Systemrelevanz der Banken. Die ergibt sich aus ganz anderen Gründen als der Größe und der Anzahl der Arbeitsplätze, die sie zur Verfügung stellen.

Niedersachsen ohne VW ist einfach nur Sachsen.
Labskaus!

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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 18:05

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 17:58 hat geschrieben:
Die Konsequenzen müssen den verantwortlichen Leuten doch klar gewesen sein. Auf den Fluren der Konzernzentralen rennen doch fast ebnsoviele Juristen wie Ingenieure herum.

welche Konsequenzen haben denn nicht haftende Personen für ihre Entscheidungen?
Zumal ihnen auch noch täglich vorgelebt wird, dass sie für ihre Taten mit dem goldenen Fallschirm ausgerüstet davonkommen.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:07

XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 18:03 hat geschrieben:ist keine Rechtfertigung.

Wenn regelmäßig vorgelebt wird, dass Regeln nur für die gelten sollen, die die Dummen sind, und andere sich ihre Regeln selber schreiben und vor allem leben dürfen, wie sie gerade Lust haben, und auch noch wiederholt damit durchkommen, wird unser Credo vom angeblich so überlegenen Rechtsstaat zur reinen Farce ... dann braucht sich in Zukunft niemand mehr an Regeln halten


Ich habe damit auch nicht sagen wollen, dass ich mit das Geschwafel von der Systemrelevanz zu eigen machen möchte. Wir werden aber sehen wie die Politik reagiert.Da darf jetzt auch gerne mal in Ruhe aufgearbeitet werden, auch im Bundesverkehrsministerium und ob oder wann die etwas wussten oder gar vertuschten.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:12

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:03 hat geschrieben:
Wenn die Konsequenzen klar gewesen wären, dann wäre es nicht passiert. Wir reden hier über klassisches Organisationsversagen. Wenn es auf den Fluren der Konzernzentrale Gesprächsthema gewesen wäre, dann wäre das nie passiert.


Ich glaube wir sollten hier eher offen von kriminellen Machenschaften reden. Organisationsversagen kommt sicher noch hinzu, aber auch die Leute die die Entscheidungen zum Betrug getroffen haben, dürften wohl in der Lage gewesen sein sich juristisch beraten zu lassen, aber vielleicht waren ja auch ein paar Juristen in die Entscheidungen involviert, wer weiss das heute schon.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon jack000 » Mi 23. Sep 2015, 18:13

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 17:56 hat geschrieben:
Ist es so? Mal ehrlich. Ich glaube, dass Vorstandsvorsitzende zu den Personen gehören, die mit am meisten angelogen werden.

Ich nehme Winterkorn zu 100% ab, das er nichts gewusst hat. Aber dafür ist man Vorstandsvorsitzender mit dem höchsten Gehalt im DAX30 um zu wissen wenn man angelogen wird.
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Rücktritt Wintherkorn, richtig oder falsch?

Beitragvon jorikke » Mi 23. Sep 2015, 18:20

Soeben wird der Rücktritt gemeldet.
Ist seine Entscheidung richtig?
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Re: Rücktritt Wintherkorn, richtig oder falsch?

Beitragvon John Galt » Mi 23. Sep 2015, 18:22

Er hat da überhaupt nicht mitzureden.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Kibuka » Mi 23. Sep 2015, 18:22

3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 16:53 hat geschrieben:
Ich glaube, dass sowas schneller passiert als man glaubt. Die Konsequenzen dessen was da passiert ist liegen schließlich erst jetzt auf dem Tisch. Ich denke nicht dass irgendeiner der Beteiligten sich dessen bewusst war, was er eigentlich macht. Nur so ist das zu erklären. Das ist klassisches Organisationsversagen.


Die entsprechende Software soll von 2005 sein. Ich glaube da ist etwas gewaltig schief gelaufen im Konzern. Sollte Winterkorn tatsächlich ahnungslos sein, so gibt es im Konzern offenbar ein Eigenleben in den Abteilungen. Wie auch immer. Irgendjemand hat angeordnet diese Software zu entwickeln. Denjenigen gilt es jetzt zu ermitteln!
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 23. Sep 2015, 18:22

yogi61 » Mi 23. Sep 2015, 18:12 hat geschrieben:
Ich glaube wir sollten hier eher offen von kriminellen Machenschaften reden.


Genau das glaube ich nicht. Eine kriminelle Machenschaft dieses Ausmaßes in einem Unternehmen, das 500.000 Mitarbeiter hat, kann nicht funktionieren. Nicht innerhalb des Unternehmens. Da findet man nicht die Verbündeten. Das ist unmöglich. Es wäre auch unmöglich, das geheim zu halten. Insofern ist die erste Erklärung, dass sich die Beteiligten einfach nicht bewusst waren, was für ein Fass sie tatsächlich aufmachen. Und genau das beruht immer in einer falschen Einschätzung der Situation.
Ich empfehle für Interessierte immer das Buch "Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen" von Dietrich Dörner. Da wird das anschaulich erklärt. Sehr aufschlussreich.
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Re: Rücktritt Wintherkorn, richtig oder falsch?

Beitragvon jorikke » Mi 23. Sep 2015, 18:23

John Galt » Mi 23. Sep 2015, 18:22 hat geschrieben:Er hat da überhaupt nicht mitzureden.

Gut, das erklärt alles.
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Re: Rücktritt Wintherkorn, richtig oder falsch?

Beitragvon frems » Mi 23. Sep 2015, 18:23

Damit verliert VW seinen besten Mitarbeiter, den man für die Aufklärung gewisser Fälle gut hätte gebrauchen können. Für die US-Justiz dürfte es recht unerheblich sein, daß man nun einen Sündenbock abstößt.
Labskaus!

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Re: Rücktritt Wintherkorn, richtig oder falsch?

Beitragvon XT6000 » Mi 23. Sep 2015, 18:25

an dieser Frage wird sich nun zeigen, ob unser Rechtsstaat tatsächlich ein Rechtsstaat ist, oder ob Regeln für bestimmte, sich für Master of the Universe haltende *hüstel* "Eliten", nicht gelten brauchen, und sie schon wieder konsequenzlos davonkommen.

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