Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Sa 26. Dez 2015, 22:30

DeutschlandSubjektiv » Di 15. Dez 2015, 15:15 hat geschrieben:Okay, das mit den LEDs erscheint noch machbar, allerdings sind deren Anschaffungskosten relativ hoch. Von daher würde das etwas dauern, bis sich das auszahlt, fürchte ich. Kühlschrank ist neu, Herd ist ein Gasherd... das Potenzial ist, glaube ich, bis aufs Licht fast ausgeschöpft. :(



Die letzten 20 Jahre zeigen, das der Energieverbrauch sowohl EU-weit als auch in Deutschland praktisch stagniert. Mit anderen Worten, Deutschland war trotz aller Anstrengungen, eine Trendwende im Energieverbrauch einzuleiten, auch nicht erfolgreicher als die Klimasünder USA oder China.
Was ist das Problem? Die einfache Erklärung hierfür ist, dass praktisch sämtliche Einsparungen mit Hilfe von energieeffizienteren Geräten durch unseren zusätzlichen Energiehunger zunichte gemacht wurden. Einen solchen sogenannten Rebound-Effekt findet man im Kleinen, wenn Personen ihre neuen Sparlampen nicht mehr ausschalten, öfter halbvolle Waschmaschinen laufen lassen oder „energieeffiziente“ Riesenfernseher und Monsterkühlschränke kaufen. Die neuen Geräte sind zwar technologisch effizienter als ihre Vorgänger, verbrauchen aber durch ihre Größe auch mehr Strom. In diesem Fall sprechen wir von einem direkten Rebound-Effekt: Die Einsparungen werden durch zusätzlichen Verbrauch zunichte gemacht. Wie stark dieser Effekt sein kann, lässt sich anschaulich im Mobilitätssektor aufzeigen. Seit mehr als 50 Jahren beträgt die Zeit, die wir täglich zur Fortbewegung nutzen, zwischen 60 und 90 Minuten. Dabei hat sich die zurückgelegte Distanz um 350 % erhöht (Schaefer, 2006). Das liegt zum einen an besseren Transportmöglichkeiten, die uns ein schnelleres Vorankommen ermöglichen, und zum anderen an niedrigeren Fahrtkosten pro Kilometer. Kurzum, mit einem relativ stabilen Zeit- und Geldbudget nutzen wir moderne Technologien, um weiter und schneller voran zu kommen.
Es kommt noch schlimmer. Natürlich können Licht und Fernseher nicht ewig laufen, die Heizung kann nicht noch wärmer machen und das Auto kann nicht unbegrenzt fahren. Irgendwann werden daher weitere Energieeffizienzmaßnahmen zu Energieeinsparungen und damit zu niedrigeren Strom-, Tank- und Gasrechnungen führen. Bleibt die Frage: Was tun mit dem gesparten Geld?
Hand aufs Herz: Was tun Sie mit Ihrem zusätzlichen Weihnachtsgeld? Ich weiß es nicht, aber zur Kompensation des eigenen CO2-Ausstoßes oder für den Umweltschutz legen es die Wenigsten an (Herring & Roy, 2007). Die Verhaltensökonomie zeigt klar, dass wir eine schier unbegrenzte Anzahl an persönlichen Bedürfnissen haben, die wir, wenn Zeit und Geld zur Verfügung stehen, befriedigen. Das eingesparte Geld wird also praktisch immer in zusätzlichen Konsum angelegt. Ökologisch betrachtet ist das meist wenig vorteilhaft, denn die eingesparten 500 Euro durch Wärmedämmung und LEDs sind, angelegt in einem Langstreckenflug, weitaus CO2-intensiver, als wenn Sie das Geld über Ihre Heizung in die Luft geblasen hätten. In diesem Fall sprechen wir von einem indirekten Rebound-Effekt. Wir werden immer einen Weg finden, zusätzliches Geld auszugeben, und genau hier ist der Haken: Denn zusätzliches Geld verwenden wir meist nicht ökologischer, als wenn wir es erst gar nicht eingespart hätten.


....wir sparen........genau - NICHTs.
Zuletzt geändert von Teeernte am Sa 26. Dez 2015, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon H2O » So 27. Dez 2015, 14:49

Teeernte » 2015-12-26, 22:30 hat geschrieben:
....wir sparen........genau - NICHTs.


Ja, das stimmt; es sei denn, daß wir die eingesparten Mittel nicht
mehr benötigen, um dennoch ganz zufrieden leben zu können.

Wir müssen ja nicht immer mehr haben wollen... "simplify your life",
auch das ist doch möglich: Zusätzlich, und meist tut das noch nicht
einmal weh! Man könnte ja, wenn man denn unbedingt wollte!
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » So 27. Dez 2015, 17:04

Teeernte » Sa 26. Dez 2015, 22:30 hat geschrieben:Die letzten 20 Jahre zeigen, das der Energieverbrauch sowohl EU-weit als auch in Deutschland praktisch stagniert. Mit anderen Worten, Deutschland war trotz aller Anstrengungen, eine Trendwende im Energieverbrauch einzuleiten, auch nicht erfolgreicher als die Klimasünder USA oder China.
Was ist das Problem? Die einfache Erklärung hierfür ist, dass praktisch sämtliche Einsparungen mit Hilfe von energieeffizienteren Geräten durch unseren zusätzlichen Energiehunger zunichte gemacht wurden. Einen solchen sogenannten Rebound-Effekt findet man im Kleinen, wenn Personen ihre neuen Sparlampen nicht mehr ausschalten, öfter halbvolle Waschmaschinen laufen lassen oder „energieeffiziente“ Riesenfernseher und Monsterkühlschränke kaufen. Die neuen Geräte sind zwar technologisch effizienter als ihre Vorgänger, verbrauchen aber durch ihre Größe auch mehr Strom. In diesem Fall sprechen wir von einem direkten Rebound-Effekt: Die Einsparungen werden durch zusätzlichen Verbrauch zunichte gemacht. Wie stark dieser Effekt sein kann, lässt sich anschaulich im Mobilitätssektor aufzeigen. Seit mehr als 50 Jahren beträgt die Zeit, die wir täglich zur Fortbewegung nutzen, zwischen 60 und 90 Minuten. Dabei hat sich die zurückgelegte Distanz um 350 % erhöht (Schaefer, 2006). Das liegt zum einen an besseren Transportmöglichkeiten, die uns ein schnelleres Vorankommen ermöglichen, und zum anderen an niedrigeren Fahrtkosten pro Kilometer. Kurzum, mit einem relativ stabilen Zeit- und Geldbudget nutzen wir moderne Technologien, um weiter und schneller voran zu kommen.
Es kommt noch schlimmer. Natürlich können Licht und Fernseher nicht ewig laufen, die Heizung kann nicht noch wärmer machen und das Auto kann nicht unbegrenzt fahren. Irgendwann werden daher weitere Energieeffizienzmaßnahmen zu Energieeinsparungen und damit zu niedrigeren Strom-, Tank- und Gasrechnungen führen. Bleibt die Frage: Was tun mit dem gesparten Geld?
Hand aufs Herz: Was tun Sie mit Ihrem zusätzlichen Weihnachtsgeld? Ich weiß es nicht, aber zur Kompensation des eigenen CO2-Ausstoßes oder für den Umweltschutz legen es die Wenigsten an (Herring & Roy, 2007). Die Verhaltensökonomie zeigt klar, dass wir eine schier unbegrenzte Anzahl an persönlichen Bedürfnissen haben, die wir, wenn Zeit und Geld zur Verfügung stehen, befriedigen. Das eingesparte Geld wird also praktisch immer in zusätzlichen Konsum angelegt. Ökologisch betrachtet ist das meist wenig vorteilhaft, denn die eingesparten 500 Euro durch Wärmedämmung und LEDs sind, angelegt in einem Langstreckenflug, weitaus CO2-intensiver, als wenn Sie das Geld über Ihre Heizung in die Luft geblasen hätten. In diesem Fall sprechen wir von einem indirekten Rebound-Effekt. Wir werden immer einen Weg finden, zusätzliches Geld auszugeben, und genau hier ist der Haken: Denn zusätzliches Geld verwenden wir meist nicht ökologischer, als wenn wir es erst gar nicht eingespart hätten.


Stagnieren ist besser als weiter steigen. Insofern ist die Entwicklung positiv zu werten.

Unabhängig davon, entscheidet sich der Klimawandel nicht in Deutschland. Entscheidend wird sein, was in den USA, China, Indien, Südamerika und Afrika passiert.
Zuletzt geändert von Kibuka am So 27. Dez 2015, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » So 27. Dez 2015, 17:34

H2O » So 27. Dez 2015, 15:49 hat geschrieben:
Ja, das stimmt; es sei denn, daß wir die eingesparten Mittel nicht
mehr benötigen, um dennoch ganz zufrieden leben zu können.

Wir müssen ja nicht immer mehr haben wollen... "simplify your life",
auch das ist doch möglich: Zusätzlich, und meist tut das noch nicht
einmal weh! Man könnte ja, wenn man denn unbedingt wollte!


von 2000 bis 2016 haben "wir" in D 29.154 Mrd € also für "NICHTS" ausgegeben..... vom Volk für das EEG ERPRESST.... (NICHT für Schulen...Bildung...Rente.....ein besseres Leben..)

EEG in Zahlen - Erneuerbare Energien https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... GQ&cad=rja

Haleluja.....
Zuletzt geändert von Teeernte am So 27. Dez 2015, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » So 27. Dez 2015, 17:54

Die Energiewende ist leider ein Beispiel für verkorkste Planwirtschaft. Das passiert, wenn man hirnlose Politiker auf die freie Marktwirtschaft loslässt. Die Kosten explodieren und die Ziele werden verfehlt.

Dummerweise muss in der Politik im Gegensatz zu einem Unternehmen niemand seinen Kopf hinhalten, wenn es schief läuft. Dieselben Politiker machen nahtlos weiter mit dem Murks!
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon H2O » So 27. Dez 2015, 19:06

Kibuka » 2015-12-27, 17:54 hat geschrieben:Die Energiewende ist leider ein Beispiel für verkorkste Planwirtschaft. Das passiert, wenn man hirnlose Politiker auf die freie Marktwirtschaft loslässt. Die Kosten explodieren und die Ziele werden verfehlt.

Dummerweise muss in der Politik im Gegensatz zu einem Unternehmen niemand seinen Kopf hinhalten, wenn es schief läuft. Dieselben Politiker machen nahtlos weiter mit dem Murks!


Freundlicher Widerspruch! Die Energiewende hat nun ganz
bestimmt nichts mit "freier Marktwirtschaft" zu tun... ganz im
Gegenteil! Ich kann nicht recht beurteilen, ob die Energiewende
nicht von Natur aus aufwendig und kostspielig sein muß, oder
ob ihre Ziele nicht auch günstiger zu erreichen sein könnten.

Die Energiewende hat etwas mit Vernichtung unserer Lebens-
grundlagen zu tun, wie man derzeit von einigen aufstrebenden
Städten dieser Welt täglich lesen kann. So ist sattsam bekannt,
daß für noch etwa 300 Jahre genügend viel Kohle verfügbar sein wird,
wenn man unseren Energieverbrauch damit bestreiten wollte.
Nur wird dieser Verbrauch mit der Vergiftung unserer Atemluft enden...
oder eben auch sehr teuer. Ob die Klimaveränderung davon ausgelöst
wird... das bestreiten manche Leute, eine Mehrheit meint wohl,
daß das so ist. Nun wird die Wahrheit aber nicht durch Mehrheiten
gefunden; damit muß man leben.

Ich vermute, daß dieser Widerspruch, nämlich die Erwartung einer
preisgünstigen Energiewende, die aber tatsächlich sehr teuer wird, zu
vielen halbfaulen Kompromissen geführt hat. Es gibt auch Leute,
die sich beklagen, daß Energie nicht billiger wird, weil wir doch eine
Energiewende nur zu diesem Zweck ersonnen hätten!

Wir müssen also teuere energetische Sanierungen unserer Wohnungen
durchführen, teurer bauen mit Blick auf möglichst geringen Energiever-
brauch, verkehrstechnisch vernünftige Lösungen überlegen, wie der
Verlust unserer viel zu viel Energie fressenden Mobilität möglichst erträglich
bleibt. "Freier Markt"? Sicher nicht!

Mit diesem Eiertanz müssen wir leben, ob uns das nun gefällt oder nicht!

Oder wir beschließen, uns gegenseitig um zu bringen, indem wir den
Rest Natur auf diesem Erdball durch Unvernunft vernichten, durch
Überbevölkerung, Übernutzung, energiefressende Helferlein und "alles
sofort und unbegrenzt".
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Mi 30. Dez 2015, 00:59

H2O » So 27. Dez 2015, 19:06 hat geschrieben:Freundlicher Widerspruch! Die Energiewende hat nun ganz
bestimmt nichts mit "freier Marktwirtschaft" zu tun... ganz im
Gegenteil! Ich kann nicht recht beurteilen, ob die Energiewende
nicht von Natur aus aufwendig und kostspielig sein muß, oder
ob ihre Ziele nicht auch günstiger zu erreichen sein könnten.


Die derzeitige Energiewende hat natürlich wenig mit freier Marktwirtschaft zu tun!

H2O » So 27. Dez 2015, 19:06 hat geschrieben:Die Energiewende hat etwas mit Vernichtung unserer Lebens-
grundlagen zu tun, wie man derzeit von einigen aufstrebenden
Städten dieser Welt täglich lesen kann. So ist sattsam bekannt,
daß für noch etwa 300 Jahre genügend viel Kohle verfügbar sein wird,
wenn man unseren Energieverbrauch damit bestreiten wollte.
Nur wird dieser Verbrauch mit der Vergiftung unserer Atemluft enden...
oder eben auch sehr teuer. Ob die Klimaveränderung davon ausgelöst
wird... das bestreiten manche Leute, eine Mehrheit meint wohl,
daß das so ist. Nun wird die Wahrheit aber nicht durch Mehrheiten
gefunden; damit muß man leben.


Worauf spielst du nun konkret an? Das wir die Energiewende brauchen, weil wir unsere Atemluft nicht mehr weiter mit Kohlestrom vergiften dürfen?

Zunächst einmal sind moderne Kohlekraftwerke mit Filteranlagen ausgerüstet. Oben raus kommt eigentlich nur noch CO2 und das ist ungiftig, solange man es nicht zu 100% einatmet.

Die Abschaltung der Kohlekraftwerke hat aber mit der verkorksten Energiewende nichts zu tun. Es geht um die Art und Weise, wie die Politik die Energiewende aussteuert. Allein das EEG ist ein Witz.

H2O » So 27. Dez 2015, 19:06 hat geschrieben:Ich vermute, daß dieser Widerspruch, nämlich die Erwartung einer
preisgünstigen Energiewende, die aber tatsächlich sehr teuer wird, zu
vielen halbfaulen Kompromissen geführt hat. Es gibt auch Leute,
die sich beklagen, daß Energie nicht billiger wird, weil wir doch eine
Energiewende nur zu diesem Zweck ersonnen hätten!


Dass die Energiewende kostspielig ist, ist völlig klar.

Weit weniger klar ist jedoch, warum die Politik beispielsweise die Photovoltaik jahrelang mit Milliardensummen stark gefördert hat. Auch nicht klar ist, warum die Politik überhaupt Subventionsvergütungen für Technologien garantiert. Genauso fragwürdig ist die Verzahnung innerhalb der Europäischen Union. Eine Energiewende, die im Alleingang von Deutschland durchgezogen wird, während die europäischen Strommärkte liberalisiert werden, ist völlig hirnrissig.

H2O » So 27. Dez 2015, 19:06 hat geschrieben:Wir müssen also teuere energetische Sanierungen unserer Wohnungen
durchführen, teurer bauen mit Blick auf möglichst geringen Energiever-
brauch, verkehrstechnisch vernünftige Lösungen überlegen, wie der
Verlust unserer viel zu viel Energie fressenden Mobilität möglichst erträglich
bleibt. "Freier Markt"? Sicher nicht!


Doch, freier Markt! Und mit frei meine ich nicht, Narrenfreiheit, sondern eine intelligente Aussteuerung. Zum Beispiel kann die Politik die Laufzeiten der AKW festlegen oder, wie schon geschehen, den Ausstieg aus der Kernkraft. Sie ist aber nicht dafür verantwortlich, einzelne Technologien zu fördern oder selektiv Industrien zu begünstigen.

H2O » So 27. Dez 2015, 19:06 hat geschrieben:Mit diesem Eiertanz müssen wir leben, ob uns das nun gefällt oder nicht!

Oder wir beschließen, uns gegenseitig um zu bringen, indem wir den
Rest Natur auf diesem Erdball durch Unvernunft vernichten, durch
Überbevölkerung, Übernutzung, energiefressende Helferlein und "alles
sofort und unbegrenzt".


Leben bedeutet Energie nutzen. Damit musst du dich anfreunden oder wir müssen alle Selbstmord begehen.

Energie steht auch im Überfluss zur Verfügung. Die Sonne liefert in nur 3 Stunden soviel Energie, dass damit der Jahresenergiebedarf der gesamten Erdbevölkerung abzudecken wäre.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Mi 30. Dez 2015, 03:14

Ich hatte ja gehofft - dass ihr mindestens etwas Mitdenkt.... die Energiewende hat bis heute Null Komma NICHTS gebracht -auch nicht in der CO2 Einsparung... und 30 Mrd Euro gekostet. Mit 50 % EE geht der Strompreis jenseits von 50 Cent die kWh....

Die Schallgrenze ist bei 60 Cent erreicht - dann gibts eine Regierung - wo "Grün" gestrichen wird.....komplett....

Ob bis dahin die Kernkraft noch in Betrieb ist ? - Danach ist Kohle, Öl und Gas dann wieder Brennstoff..... ab 1,30€ je Liter Sprit (in der Herstellung) lohnt dann Kohleverflüssigung.... (da ist dann Schwefel und Quecksilber auch raus).

Natürlich kann man Energie auch auf "Bezugsschein"/Person abgeben - die Frage ist - ob das mit dem Kapitalismus geht....

- ob nicht gleich der Euro der Bezugsschein IST.

Bedenkt auch - das Nahrungsmittel direkt am Energiepreis "hängen". (Lieber Mais als Strom - oder Weizen im Magen ?)

Bei welchem Energiepreis gehen die Leute auf die Strasse ? (Muss nicht in D sein... - Italien, Polen....Frankreich reicht...)


Sicher liegt der Schlüssel auch in der Energieerzeugung - da bleibt ja bereits 40% der Energie hängen ......

Es müsste beim Verbrauch gespart werden.... Transport und Wärme... = warm anziehen.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon H2O » Mi 30. Dez 2015, 15:17

Kibuka » 2015-12-30, 00:59 hat geschrieben:...
... Das wir die Energiewende brauchen, weil wir unsere
Atemluft nicht mehr weiter mit Kohlestrom vergiften dürfen?

warum die Politik beispielsweise die Photovoltaik jahrelang
mit Milliardensummen stark gefördert hat. Auch nicht klar ist,
warum die Politik überhaupt Subventionsvergütungen für
Technologien garantiert.

... Leben bedeutet Energie nutzen. Damit musst du dich an-
freunden oder wir müssen alle Selbstmord begehen.

Energie steht auch im Überfluss zur Verfügung. Die Sonne liefert
in nur 3 Stunden soviel Energie, dass damit der Jahresenergie-
bedarf der gesamten Erdbevölkerung abzudecken wäre.



Ja, ich meine schon, daß die Kohleverstromung erhebliche
Mengen giftiger Stoffe freisetzt. Mag sein, daß Filter das Unheil
begrenzen können... wohin dann mit dem herausgefilterten
Zeug? CO2 als Gasschicht, die zur Erhöhung der Erdtempe-
ratur beiträgt... das wird schon nicht völlig aus der Luft gegriffen
sein... ach, wenn man das nur könnte!

Vielleicht wäre es pfiffig, einen mittleren Energieverbrauch zu
berechnen, und die eingesparten Energiekosten je Verbraucher
zusätzlich zu vergüten, Mehrverbrauch aber zusätzlich zu belasten.
Das wäre dann unabhängig von einer eingesetzten Energieversor-
gung oder Gebäudetechnik. Hauptsache, die zentrale Versorgung
aus öffentlichen Netzen kann entlastet werden.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Do 31. Dez 2015, 12:25

H2O » Mi 30. Dez 2015, 15:17 hat geschrieben:
Ja, ich meine schon, daß die Kohleverstromung erhebliche
Mengen giftiger Stoffe freisetzt. Mag sein, daß Filter das Unheil
begrenzen können... wohin dann mit dem herausgefilterten
Zeug? CO2 als Gasschicht, die zur Erhöhung der Erdtempe-
ratur beiträgt... das wird schon nicht völlig aus der Luft gegriffen
sein... ach, wenn man das nur könnte!


Das Kohlestrom aus Umweltsicht nicht unbedingt optimal ist, steht außer Frage. Ich sagte lediglich, dass moderne Kohlekraftwerke nur noch geringe Mengen giftiger Schadstoffe ausstoßen. Das Kernproblem ist dort heute das CO2, und damit konkret der Treibhauseffekt. Da schaut es beispielsweise bei den chinesischen Kohlekraftwerken ganz anders aus. Hast du dir dort einmal die benachbarten Städte angeschaut? Die Atemluft ist dort dermaßen schlecht, in Europa hätte man bei solchen Werten längst den Katastrophenalarm ausgerufen und das Kraftwerk geschlossen.

H2O » Mi 30. Dez 2015, 15:17 hat geschrieben:Vielleicht wäre es pfiffig, einen mittleren Energieverbrauch zu
berechnen, und die eingesparten Energiekosten je Verbraucher
zusätzlich zu vergüten, Mehrverbrauch aber zusätzlich zu belasten.
Das wäre dann unabhängig von einer eingesetzten Energieversor-
gung oder Gebäudetechnik. Hauptsache, die zentrale Versorgung
aus öffentlichen Netzen kann entlastet werden.


In den vergangenen 20 Jahren ist beim Thema Energieeinsparung sehr viel in Deutschland getan worden. Gebäude wurden isoliert, elektrische Geräte, wie Kühlschränke, Fernseher oder Trockner wurden deutlich sparsamer. Auch bei den Automobilen ist sehr viel passiert. Moderne Autos verbrauchen heute einige Liter weniger, als noch im Jahr 1990.

Zwischen 1970 und 1990 stieg der deutsche Stromverbrauch von 2.500 kWh auf 7.000 kWh. Und das obwohl die Bevölkerung in dieser Zeit bei nahezu konstant 80 Millionen war (DDR eingeschlossen). Seitdem stagniert er bei diesem Wert.

Der Primärenergieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland betrug 1990 rund 15.000 Petjoule. Im Jahr 2014 waren es nur noch 13.000 Petajoule.

https://de.wikipedia.org/wiki/Energieve ... eutschland

Im selben Zeitraum von 1990 bis heute, stieg die Zahl der KFZ (LKW, PKW) weiter an. Er verdoppelte sich fast von 35 Millionen auf 60 Millionen. Es fanden mit dem Internet, den Computern und anderen technischen Neuerungen zahlreiche zusätzliche Energieverbraucher ihren Weg in den Alltag.

http://www.guenzl.net/enthemmung/bilder/kfzs.gif

Und dennoch stagniert bzw. sinkt der Primärenergiebedarf in Deutschland. Das würde ich durchaus als Erfolg für die Energieeinsparungsmaßnahmen sehen. Wir haben deutlich besseren Lebensstandard und konnten unseren Verbrauch sogar leicht senken.

Unabhängig davon geht es weniger um den Verbrauch, als darum wie wir unsere Energie gewinnen. Das sollte möglichst nachhaltig und ökologisch erfolgen.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Do 31. Dez 2015, 12:49

Kibuka » Do 31. Dez 2015, 13:25 hat geschrieben:
Der Primärenergieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland betrug 1990 rund 15.000 Petjoule. Im Jahr 2014 waren es nur noch 13.000 Petajoule.

https://de.wikipedia.org/wiki/Energieve ... eutschland

Im selben Zeitraum von 1990 bis heute, stieg die Zahl der KFZ (LKW, PKW) weiter an. Er verdoppelte sich fast von 35 Millionen auf 60 Millionen. Es fanden mit dem Internet, den Computern und anderen technischen Neuerungen zahlreiche zusätzliche Energieverbraucher ihren Weg in den Alltag.


Unabhängig davon geht es weniger um den Verbrauch, als darum wie wir unsere Energie gewinnen. Das sollte möglichst nachhaltig und ökologisch erfolgen.


....Im selben Zeitraum von 1990 bis heute,......wurde (fast) die gesamte DDR - Industrie stillgelegt, .... die Aluminiumherstellung (für die zB Krümmel errichtet wurde) heruntergefahren (auf 2/3 und machen mehr Recycl.) .... , die Stahlproduktion und die Elektrochemie ( Karbid, Chlor) minimiert.

Die Einsparung durch die Abschaltung der DDR Industrie erfüllte genau die Kyoto-Vereinbarungen.

Die weiteren Einsparungen trafen Rentner und arme Leute, die sich teuere Energie nicht leisten können.

Es fanden mit dem Internet, den Computern und anderen technischen Neuerungen zahlreiche zusätzliche Energieverbraucher ihren Weg in den Alltag.

....da das Einkommen sich nicht wie die Energiepreise verdreifacht hat - müssen die Leute irgendwo Abstriche machen.... - man kann den Euro nicht 2 mal ausgeben.

----------------------------------------------------------------------

Unter dem Strich - wir haben zusätzlich 30 Mrd Euro ausgegeben (die Kosten der Stillegung der DDR Industrie hier nicht mitgezählt) ...haben 30%EE (deren Produktion zum Teil in China stattfindet...) - und haben NICHTS "gespart"......auch nicht beim CO2 Ausstoß (wenn man die Abschaltung der DDR Industrie einbezieht).

Eine tolle Leistung !


Nachtrag : Energieintensive Prozesse ins Ausland zu verlagern spart diese NUR im BRD Budget....Nicht Weltweit...
Zuletzt geändert von Teeernte am Do 31. Dez 2015, 13:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Do 31. Dez 2015, 13:28

Teeernte » Do 31. Dez 2015, 12:49 hat geschrieben:....Im selben Zeitraum von 1990 bis heute,......wurde (fast) die gesamte DDR - Industrie stillgelegt, .... die Aluminiumherstellung (für die zB Krümmel errichtet wurde) heruntergefahren (auf 2/3 und machen mehr Recycl.) .... , die Stahlproduktion und die Elektrochemie ( Karbid, Chlor) minimiert.


So ein Unsinn!

Die DDR hatte keine Industrie mehr. Das waren Ruinen.

In der Bundesrepublik wurde auch nicht die gesamte Industrie stillgelegt.

Auch deine Aussage, die Stahlproduktion wäre eliminiert worden ist Humbug.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stahl/Tab ... d_Grafiken

Laut oberen Daten betrug die Stahlproduktion 1990 rund 43.980 Tausend Tonnen. Im Jahr 2013 lag sie bei 42.645 Tausend Tonnen, also fast auf selbem Niveau.

Bei der Aluminiumproduktion zeigt sich das folgende Bild.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... C3.A4ndern

1990 wurden 740 Tausend Tonnen produziert, 2013 waren es Tausend 550 Tonnen. Ein gewisser Rückgang, der aber nichts aussagt.

Die deutsche Industrie besteht nämlich nicht nur aus Stahlproduktion und Aluminiumproduktion! Deren Anteil am Primärenergiebedarf dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen.
Zuletzt geändert von Kibuka am Do 31. Dez 2015, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Do 31. Dez 2015, 20:01

Kibuka » Do 31. Dez 2015, 14:28 hat geschrieben:
So ein Unsinn!

Die DDR hatte keine Industrie mehr. Das waren Ruinen.

In der Bundesrepublik wurde auch nicht die gesamte Industrie stillgelegt.

Auch deine Aussage, die Stahlproduktion wäre eliminiert worden ist Humbug.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stahl/Tab ... d_Grafiken

Laut oberen Daten betrug die Stahlproduktion 1990 rund 43.980 Tausend Tonnen. Im Jahr 2013 lag sie bei 42.645 Tausend Tonnen, also fast auf selbem Niveau.

Bei der Aluminiumproduktion zeigt sich das folgende Bild.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... C3.A4ndern

1990 wurden 740 Tausend Tonnen produziert, 2013 waren es Tausend 550 Tonnen. Ein gewisser Rückgang, der aber nichts aussagt.

Die deutsche Industrie besteht nämlich nicht nur aus Stahlproduktion und Aluminiumproduktion! Deren Anteil am Primärenergiebedarf dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen.


Die DDR

Im Pro-Kopf-Vergleich mit der BRD wurde in der DDR in den 1980ern u.a. 25% mehr Primärenergie verbraucht, die CO2-Emissionen waren doppelt und die SO2-Emissionen gar zehnmal so hoch. Dies hatte teilweise erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur,...


Etwas Rückenwind war schon dabei, dass Deutschland seine Treibhausgasminderungsziele am Ende des alten Kyoto-Protokolls erreicht hat. Da war einmal die Abwicklung der alten kohlelastigen DDR-Industrie und dann die Auslagerung der globalisierten Massenproduktion vor allem nach Asien. Sie führt dazu, dass Emissionen aus der Produktion nicht mehr uns angerechnet werden, sondern vor allem den Lieferländern. Das gilt nicht nur für importierte Fertigprodukte sondern mittlerweile sind selbst in den Industrieprodukten die in Deutschland zusammengebaut werden im Schnitt 40 Prozent der Teile importiert.

Das Umweltbundesamt in Dessau (UBA) kommt in seinem diesjährigen Abschlussbericht an die Europäische Kommission zu dem Ergebnis, dass nach den jetzt vorgelegten offiziellen Emissionsdaten für das Jahr 2012, also dem Ende des alten Kyoto-Protokolls, die jährlichen Treibhausgas-Emissionen Deutschlands 24,7 Prozent unter dem Niveau von 1990, dem Basisjahr der Klimaverhandlungen, lagen. Die Selbstverpflichtung Deutschlands hatte bei 21 Prozent weniger Treibhausgasemissionen pro Jahr gelegen.
http://www.heise.de/tp/news/Deutschland ... 08636.html

Wallfallprofits Kyoto...>> fraunhofer................................treibgasminderung.pdf


KLIMA/534: Operation gelungen, Patient tot - ...
Wer den Blick fest auf sein Ziel rich­tet, läuft Ge­fahr, nicht mit­zu­be­kom­men, was rechts und links des Wegs ge­schieht. Ein si­gni­fi­kan­ter An­teil an der ver­meint­li­chen BRD-Er­folgs­ge­schich­te des Kli­ma­schut­zes kommt der wie­der­ver­ein­nahm­ten DDR zu, deren vor­wie­gend von Kohle be­trie­be­ne In­dus­trie weit­ge­hend ab­ge­baut wurde. In den neun­zi­ger Jah­ren wurde da­durch schät­zungs­wei­se die Hälf­te der Emis­si­ons­ein­spa­run­gen er­zielt. Hinzu kommt die um­fang­rei­che Aus­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on von in Deutsch­land ver­brauch­ten Gü­tern. Wenn Auto, Handy und wand­gro­ßer Fern­seh­schirm in Asien her­ge­stellt wer­den, ver­ha­gelt die Pro­duk­ti­on der Güter dort und nicht bei uns die Kli­ma­bi­lanz. Deutsch­land hat die Bord­stein­kan­te nicht aus ei­ge­ner Kraft be­wäl­tigt, son­dern konn­te sich dabei zu­nächst auf die DDR und dann vor allem auf die asia­ti­schen Län­der stüt­zen.


Die CO2-Emissionen der neuen Bundesländern sanken von 1990 bis 1995 um 133 Millionen Tonnen oder um 44 Prozent. Dabei erfolgten die größten Rückgänge in den Sektoren: Energieerzeugung und -umwandlung um 67 Millionen Tonnen (-41 %), Industrie um 34 Millionen Tonnen (-69 %), Haushalte, Kleinverbraucher und Gewerbe um 31 Millionen Tonnen (- 52 %).

Steigerung der Effizienz im Osten ... :D :D :D


>>....In der Bundesrepublik wurde auch nicht die gesamte Industrie stillgelegt. ...

hatte ich auch nicht geschrieben... >> minimiert.....

Stahlproduktion....schau dazu auf den Verbrauch...

Bei Alu - ebenso.....und zusätzlich - die Recyklingquote... :D Anteil - Verbrauch zu Produktion.

In D ist ja Alu noch staatlich gestützt...

Welche Branchen müssen mit Abstrichen bei den Ökostromrabatten rechnen? Die Aluminium-Industrie nicht, sie ist für alle Parteien tabu. Die Unterstützung der hiesigen Alu-Herstellung ist immens, ökonomisch wie ökologisch aber sehr fragwürdig.

Primäraluminium ist direkt aus dem Rohstoff Bauxit per Elektrolyse gewonnenes Aluminium. Als Sekundäraluminium wird jenes Leichtmetall bezeichnet, das aus wiederverwertetem Alt-Alu per Recycling (BILLIGer/weniger Energie) gewonnen wird.


Die Essener Alu-Hütte der Firma Trimet verbraucht so viel Strom wie die gesamte Stadt Essen - einschließlich aller anderen Industrie- und Gewerbebetriebe. Für die Herstellung von einer Tonne Primäraluminium werden im Schnitt rund 15 Megawatt-Stunden Strom benötigt


umweltbundesamt.de
Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren
Im Sektor Industrie ging der Endenergieverbrauch (EEV) im Betrachtungszeitraum ab dem Jahr 1990 merklich zurück. Dies ist hauptsächlich auf den Schwund der Industrie in den neuen Bundesländern zwischen 1990 und 1993 zurückzuführen. Er bleibt aber weiterhin der verbrauchintensivste Sektor (siehe Abb. und Tab. „Endenergieverbrauch 2013 nach Sektoren und Energieträgern“).
http://www.umweltbundesamt.de/daten/energiebereitstellung-verbrauch/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren

Ja Lügenpresse ????... >> Umweltbundesamt...???? :D :D

(Kibu.....??? die Einsparung gabs....weil beim Kacken weniger gepubst werden musste..???)
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon NMA » Fr 1. Jan 2016, 12:31

Stagnieren ist tatsächlich besser als weiter steigen.

Besonders gut dann, wenn sich dabei ungeahnte Technologieschübe ergeben, wie sonst nur in Kriegszeiten. Und wahnsinnige Konjunkturschübe, z. B. für alles, was baulich mit Dämmung zu tun hat (Handwerk, Baubranche) - sinnvoll oder nicht, ist ein anderes Thema und ein sehr weites Feld.

Aber es ist doch so, dass wir revolutionäre Innovationen generieren, die, gäbe es keinen Anlass zu sparen, kaum denkbar waren. Und das wie gesagt ohne Krieg!

Das ist absolut neu und wird langfristig extrem wichtig für Deutschland als Exportland mit Sendungsbewusstsein. Unser Industriezeitalter ist vorbei. Wir müssen Innovationen exportieren. Und die Bereitschaft zum Wandel vorleben und verbreiten. So schaffen wir uns selbst einen gigantischen Markt.

Das Ausbleiben der Energiewende bringt für die Wirtschaft was? Genau – nichts! Und dieses nichts wird langfrisig sauteurer. An Investitionen zu sparen ist was für Notzeiten und nichts für diejenigen, die morgen noch einen Blumentopf gewinnen wollen. Das liegt auf der Hand, dazu brauchts nicht erst große Studien.
Zuletzt geändert von NMA am Fr 1. Jan 2016, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » Fr 1. Jan 2016, 12:50

NMA » Fr 1. Jan 2016, 13:31 hat geschrieben:Stagnieren ist tatsächlich besser als weiter steigen.

Besonders gut dann, wenn sich dabei ungeahnte Technologieschübe ergeben, wie sonst nur in Kriegszeiten. Und wahnsinnige Konjunkturschübe, z. B. für alles, was baulich mit Dämmung zu tun hat (Handwerk, Baubranche) - sinnvoll oder nicht, ist ein anderes Thema und ein sehr weites Feld.

Aber es ist doch so, dass wir revolutionäre Innovationen generieren, die, gäbe es keinen Anlass zu sparen, kaum denkbar waren. Und das wie gesagt ohne Krieg!.


Eine staatlich verordnete - durch Lobbyisten getriebene EE-Konjunktur ist natürlich "der Fortschritt" - genau wie ein 5 Jahrplan der Blockpartein unter der Führung der SED und des besten Kanzlers aller Zeiten...

arbeite mit, plane mit, regiere mit .... oh neeeee - diskriminierung.....

Hartz4 - zahl den Beitrag - und lass die Lobbyisten in ruhe Regieren.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Fr 1. Jan 2016, 22:28

Teeernte » Fr 1. Jan 2016, 12:50 hat geschrieben:
Eine staatlich verordnete - durch Lobbyisten getriebene EE-Konjunktur ist natürlich "der Fortschritt" - genau wie ein 5 Jahrplan der Blockpartein unter der Führung der SED und des besten Kanzlers aller Zeiten...

arbeite mit, plane mit, regiere mit .... oh neeeee - diskriminierung.....

Hartz4 - zahl den Beitrag - und lass die Lobbyisten in ruhe Regieren.


Was ist jetzt konkret dein Anliegen?

Wenn du die Energiewende kritisieren willst, dann rennst du bei mir offene Türen ein. Die Art und Weise, wie die Energiewende politisch verwaltet wird ist extrem fragwürdig. Die Energiewende an sich, ist durchaus sinnvoll. Früher oder später mussten wir aus der Atomkraft aussteigen. Und die Kohlekraft hat auch ein natürliches Ablaufdatum.
Zuletzt geändert von Kibuka am Fr 1. Jan 2016, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon H2O » Sa 2. Jan 2016, 17:59

Kibuka » 2015-12-31, 12:25 hat geschrieben:...
...geht es weniger um den Verbrauch, als darum
wie wir unsere Energie gewinnen. Das sollte möglichst
nachhaltig und ökologisch erfolgen.


Wir wissen oder ahnen doch aber, daß größere
Energiememengen aus erneuerbaren Energien
nicht stetig verfügbar sind, die Speichertechnik
für erneuerbare Energien bisher nicht wirtschaftlich
zu betreiben ist. Die Umwandlungsverluste sind
erschreckend hoch, etwa bei der Erzeugung von
"Windgas".

Deshalb meine ich, daß wir alle uns sehr bewußt mit
Energiespartechniken auf allen Gebieten unseres
Bedarfs an zu freunden haben werden.

"Nachhaltig, ökologisch" übersetze ich frei mit
"erneuerbare Energien nutzen".
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Teeernte » So 3. Jan 2016, 11:52

Kibuka » Fr 1. Jan 2016, 23:28 hat geschrieben:
Was ist jetzt konkret dein Anliegen?

Wenn du die Energiewende kritisieren willst, dann rennst du bei mir offene Türen ein. Die Art und Weise, wie die Energiewende politisch verwaltet wird ist extrem fragwürdig. Die Energiewende an sich, ist durchaus sinnvoll. Früher oder später mussten wir aus der Atomkraft aussteigen. Und die Kohlekraft hat auch ein natürliches Ablaufdatum.


Um von EE zu leben - sind wir so weit weg - wie von einer dauer - Wohngemeinschaft auf dem Mond.

Früher oder Später ??

Ähm - ich würd es machen wenn es sinnvoll und MACHBAR ist.

Schau auf den Beitrag von H2O ....das sehe ich genau so.

Wnenn nicht JEDER (auch Industrie und Transport) die HÄLFTE des derzeitigen Energieverbrauchs (Ohne Substitut) einspart - kannst Du lange debattieren. (ÄHM das wird dann mit WENDE nichts)
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon DeutschlandSubjektiv » Mo 11. Jan 2016, 20:19

...irgendwie nur dumm, wenn dann die ganzen energie-intensiven Industrien Deutschland lebewohl sagen. Und wir als Bürger die nächsten Jahre erstmal weiter die ständig steigenden Stromkosten bezahlen müssen. Naja, offenbar ist hierbei die Leidensgrenze der Deutschen offenbar noch nicht erreicht, meine persönliche allerdings schon ;) .
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon NMA » Mo 11. Jan 2016, 20:51

Natürlich muss der Strom teurer werden. Es gibt noch erhebliche Einsparpotenziale. Und wir brauchen mehr Handlungsdruck bei der Dezentralisierung, ... Akkus für Häuser ...
Und bei der Industrie versteht sich.

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