Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

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terrok
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Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon terrok » Do 18. Apr 2013, 15:30

Hier im Forum beschweren sich ja einige, wie teuer uns die Energiewende kommt. Auch Minister Altmaier hat ja schon darauf hingewiesen:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 86525.html


Ihm zufolge kostet uns der Spaß in 30 Jahren 1 Billion Euro. Doch was man nicht fragt ist, was kostet uns eigentlich das Ausbleiben?

Die deutsche Gesellschaft überweist pro Jahr ca. 80 Mrd. Euro für den Import von Kohle, Gas und Öl, vorrangig nach Russland und in den nahen Osten.

http://www.energiepolitik.de/eipix-ener ... stenindex/

Das macht in 30 Jahren 2400 Mrd. Euro (bei gleichbleibendem Verbrauch und Preis, was eher eine Utopie ist)

Hinzu kommen Folgekosten, deren Höhe nicht wirklich abschätzbar sind. Nicholas Stern schätzt sie auf das 5fache der Kosten für die Energiewende, das wären dann ja nochmal 5 Billionen obendrauf. Da lägen wir dann bei 7,4 Billionen in 20 Jahren...


Was macht finanziell mehr Sinn? Man sollte zudem noch beachten, dass das Geld für Rohstoffe das Land verläßt. Die Investitionen in erneuerbare Energien verbleiben zum großen Teil im Land und schaffen Arbeitsplätze, da Photovoltaikanlagen und Windräder installiert und auch gewartet werden müssen.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Do 18. Apr 2013, 15:43

Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten. Wind- und Solartechnik kommen langsam im Preisregionen, in denen Neuanlagen kaum noch gefördert werden müssen. Konsequenterweise sinkt die EEG-Prämie für eingespeisten Solarstrom von derzeit 15 cent auf ca 10-11 cent Ende des Jahres. Immer mehr Solarstrom wird nicht nach EEG, sondern direkt vermarktet und ist dann für den Käufer oft billiger als Netzstrom. Für Altanlagen muss natürlich angemessen lange nach den alten Sätzen weitergezahlt werden.

Der große Preistreiber ist aber nicht die EEG-Umlage. Konventioneller Netzstrom wird auch jenseits von Steuern und Umlagen teurer. Dabei geben die Energiekonzerne vorrangig Preissteigerungen beim Gas an die Verbraucher weiter, während Tiefpreise im Einkauf immer in die Rendite fließen.

Deutschland wird sich in Zukunft nicht leisten können, zu wenig Strom aus dauerhaft vor Ort verfügbaren Quellen wie Wind, Sonne, Wasserkraft, Geothermik und Biomasse zu erzeugen.

Dafür müssen die Weichen gestellt werden und es wäre gut, wenn die Patente für kommende Energiespeichertechniken für den Privathaushalt nicht in China oder USA, sondern auch in der EU ausgestellt würden.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Boracay » Do 18. Apr 2013, 17:24

SoleSurvivor » Do 18. Apr 2013, 14:43 hat geschrieben:Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten. Wind- und Solartechnik kommen langsam im Preisregionen, in denen Neuanlagen kaum noch gefördert werden müssen.


;)
Dann wäre es doch nur konsequent diese ekelhafte Abzocke sofort einzustellen und nichts mehr zu fördern....?

Wir sind von einer Rentabilität bei dem Solarschwachsinn noch 100 Lichtjahre entfernt und beim Wind wurde die Einspeisevergütung wegen Offshore sogar noch erhöht!

Konsequenterweise sinkt die EEG-Prämie für eingespeisten Solarstrom von derzeit 15 cent auf ca 10-11 cent Ende des Jahres. Immer mehr Solarstrom wird nicht nach EEG, sondern direkt vermarktet und ist dann für den Käufer oft billiger als Netzstrom.


Ja, das ist richtig teil. Diese ekelhaften Dreckschweine die sich die Dinger aufs Dache hauen um die Stromkunden so richtig abzuzocken sollen also den Strom ohne Steuern und Umlagen direkt selbst für sich kassieren dürfen wenn sie ihn brauchen, und ihne ins Netz blasen zu astronomischen Kosten wenn sie ihn nicht brauchen. Geil!

Diese Arschlöcher sollen für die Speicher gefälligst selbst aufkommen!

Der große Preistreiber ist aber nicht die EEG-Umlage.


Wenn ich mir den Strompreis anschauen - dann schon. Einfach mal bei google eingeben.

Die Förderung der PV-Energie ist das größte Verbrechen am deutschen Volk seit Endes des zweiten Weltkriegs.
HugoBettauer

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Do 18. Apr 2013, 17:48

Boracay » Do 18. Apr 2013, 16:24 hat geschrieben:
;)
Dann wäre es doch nur konsequent diese ekelhafte Abzocke sofort einzustellen und nichts mehr zu fördern....?

Bestehende Anlagen haben Bestandschutz, das ist richtig. Für die Projektentwickler ist es auch sinnvoll, dass die Solarförderung quartalsweise der ursprünglich vereinbarten Zielmenge entgegensinkt und bald null beträgt, aber eben in einem Planungskorridor. Sonst bringst du Unruhe in den Markt und das ergibt dann hastig durchgepeitschte Torschlußprojekte. Das willst du nicht.

Wir sind von einer Rentabilität bei dem Solarschwachsinn noch 100 Lichtjahre entfernt und beim Wind wurde die Einspeisevergütung wegen Offshore sogar noch erhöht![/quote]
Offshore-Windparks sind nicht ohne Probleme. In McPomm kann man gar nicht so viel Strom verbrauchen wie die ranschaffen und die Durchleitung gen Süden ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Dabei sind Offshore-Anlagen sogar teurer im Betrieb als an Land. Der Vorteil: Man hat sie nicht vor der Haustür. Ist also spießerkompatibler, daher besser für die CDU.

Falsch ist, dass Solarstrom nicht rentabel sein kann. Es kommt eben drauf an: In der Direktvermarktung erzielt er Preise, die über EEG liegen, aber unter dem Haushaltsstromtarif deines lokalen Versorgers. Wenn du heute eine Anlage in Betrieb nimmst, musst du mindestens 10% direktvermarkten. Was sich derzeit nicht rechnet, ist am EEG vorbei zur allgemeinen Netzeinspeisung (Strombörse) Solarstrom anzubieten. Dafür fehlen noch ein paar Prozente, außerdem versauen hier die Netzentgelte einen Teil der Rendite.

Ja, das ist richtig teil. Diese ekelhaften Dreckschweine die sich die Dinger aufs Dache hauen um die Stromkunden so richtig abzuzocken


Kleine Dachanlagen sind primär zur Senkung des eigenen Strombezuges vom Netz gedacht. In Verbindung mit neueren Speichersystemen ist sogar die Einspeisung von Überkapazitäten reduzierbar. Rechnerisch hast du, wenn du heute eine Dachanlage baust, mehr Geld gemacht wenn du eine Kilowattstunde weniger einkaufen musst als wenn du eine Kilowattstunde per EEG einspeist.

Es wird da viel Lobbying betrieben. Ist ja auch leicht, dem Nachbarn mit der Dachanlage gram zu sein für die Stromrechnung. Da wirst du aber grandios von der Energielobby verarscht. Der große Preistreiber ist nicht dein Nachbar. Guck mal, wer wirklich am EEG verdient: Großinvestoren wie Prokon mit Windparks am Arsch der Welt und die Energiekonzerne mit ihren großflächigen Windparks und Solarfeldern. Die sind es, die wirklich bei 90% EEG und 10% Direktnetz sind. Dein Nachbar kommt allenfalls auf 20% EEG, höchstens. Und davon zahlt er einen Teil durch seinen Strombezug beim Versorger sogar noch selber, während die Hetzer in den Chefetagen die EEG-Gelder einstecken und sich über dich kaputtlachen.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon terrok » Fr 19. Apr 2013, 09:14

Boracay » Do 18. Apr 2013, 17:24 hat geschrieben: ;)
Dann wäre es doch nur konsequent diese ekelhafte Abzocke sofort einzustellen und nichts mehr zu fördern....?

Wir sind von einer Rentabilität bei dem Solarschwachsinn noch 100 Lichtjahre entfernt und beim Wind wurde die Einspeisevergütung wegen Offshore sogar noch erhöht!


Zunächst einmal möchte ich dich zu deinem Stammtischvokabular beglückwünschen.

Wir sind also Lichtjahre von der Rentabilität entfernt?

Guckst du hier:

http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeff ... ergien.pdf


:eek:
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Fr 19. Apr 2013, 10:06

Nach dieser Studie lagen schon 2011/12 die Stromgestehungskosten Solar unter dem Endkundenstrompreis. Gerade bei Kleinanlagen, die vorrangig zum Verbrauch in der unmittelbaren Umgebung (zB im eigenen Haus) beitragen und bei denen Einspeisung eine nachrangige Idee ist, ist hier also auch ohne Förderung wirtschaftlicher Betrieb gegeben.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Antisozialist » Fr 19. Apr 2013, 22:29

SoleSurvivor » Fr 19. Apr 2013, 10:06 hat geschrieben:Nach dieser Studie lagen schon 2011/12 die Stromgestehungskosten Solar unter dem Endkundenstrompreis. Gerade bei Kleinanlagen, die vorrangig zum Verbrauch in der unmittelbaren Umgebung (zB im eigenen Haus) beitragen und bei denen Einspeisung eine nachrangige Idee ist, ist hier also auch ohne Förderung wirtschaftlicher Betrieb gegeben.


Eine Milchmädchenrechnung, da die Netz- und übrigen Kraftwerkskapazitäten unverändert für dunkle Zeiten bereitstehen müssen und der Strom aus den übrigen Quellen mit Umsatz- und Energiesteuer belastet wird.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon MHC » So 21. Apr 2013, 15:44

Ende 2012 betrug die " Solarkraftwerkskapazität " in der BRD ca. 32 GWp. Die jetzige Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, Solarkraftwerke weiter zu fördern, bis die Kapazität von 52 GWp in der BRD erreicht sein wird. Diese zusätzlichen 20 GWp werden den EEG-Zahlern insgesamt ca. 45 Mrd. Euro an Förderung kosten. Ab 2020 rechne ich damit, das der " Solaranteil " der EEG-Umlage sinken wird, da es sich ab diesem Zeitpunkt für manche Anlagen rechnen wird, den Eigenverbrauch über Speicher zu erhöhn.
Diese ominösen 1 Billionen Euro werden n.M. nur erreicht werden, wenn die Offshorepläne von 10 GW oder mehr umgesetzt werden sollten.


mfg
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oder 24 ist ungefähr 30
http://www.youtube.com/watch?v=j3DY1_zijgA&feature=relmfu
HugoBettauer

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » So 21. Apr 2013, 19:05

MHC » So 21. Apr 2013, 14:44 hat geschrieben:Ende 2012 betrug die " Solarkraftwerkskapazität " in der BRD ca. 32 GWp. Die jetzige Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, Solarkraftwerke weiter zu fördern, bis die Kapazität von 52 GWp in der BRD erreicht sein wird. Diese zusätzlichen 20 GWp werden den EEG-Zahlern insgesamt ca. 45 Mrd. Euro an Förderung kosten.


Das ist nicht zwingend. Schließlich ist die EEG-Vergütung mittlerweile sehr niedrig und weiter sinkend. Solarbetreiber werden insbesondere bei neuen Anlagen auf Modelle setzen, bei denen nur ein geringer Teil der Einnahmen auf EEG-Vergütung basiert. Das rechnet sich einfach besser.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon hfrik » Do 30. Mai 2013, 14:33

Zudem darfman nicht vergessen, dass auch Kohlekraftwerke im Neubau 7ct je kWh brauchen um ihre Baukosten zu verdienen und KKW um 10 ct/kWh.
Die sind heute an der börse nicht zu bekommen - weswegen noch stopbare Kraftwerksprojekte abgebrochen werden, und die fertiggebauten zähneknirschend abgeschrieben werden. Das Geld wird im Stromvertrieb und bei den Netzen verdient.
Für KRaftwerksbetreiber gibt es aktuell nur noch brennstoffkosten für die billigsten Meiler - die mit teuererem gas befeuerten Kraftwerke bleiben aus. Jahrelang inzwischen.
Nur gegen abgeschriebene Kraftwerke di ebi niedrigsten cO2-Zertifikatspreisen zum Brennstoffpreis (Ohne Pesonal, Reparaturen etc...) einspeisen haben Wind und Solar noch keine Chance ohne EEG Unterstützung. Am strommarkt (Börse) läuftda gerade ein gnadenloser Preis-Verdrängungswettkampf.
Aber zu den heutigen preisen kann auch kein Kohlekraftwerk nicht einseisen, irgendwann muss repariert und sanert werden - oder das teil geht vom NEtz, und irgendwann gehen die Börsenpreise wieder auf 7-10ct/kWh hoch. Womit dann die EEg-Einspeisevergütung für Wind unter dem Börsen Durchsnittspreis liegt, und der PV-Einspeisetarif nur noch knapp darüber. Dann bietet das EEG nur noch Planungssoicherheit, wodurch Strom günstiger angeboten werden kann, die Förederung ist dann nur noch gering.

Was noch ein Problem ist, sind diefehlenden Leitungskapazitäten.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Do 30. Mai 2013, 14:42

Das ist lösbar, aber nicht sehr schnell. Der logische nächste Schritt ist die Schaffung halbautonomer Lokalnetze, die auch beim Ausfall ihrer Nachbarmaschen weiterfunktionieren. Hier sind einige Pilotkommunen in Thüringen auf dem Weg, wobei eine volle Autarkie noch nicht wirtschaftlich erreicht wird. Interessant war der sprunghafte Anstieg der Bürger, die ans Biomasse-Nahwärmenetz angeschlossen werden wollten, nachdem die Anlage einen Winter durchlief und bewies, dass die Heizung nicht ausgeht.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Fr 31. Mai 2013, 00:30

terrok » Do 18. Apr 2013, 14:30 hat geschrieben:Was macht finanziell mehr Sinn?


Die Frage muss vielmehr lauten, was macht für wen finanziell mehr Sinn? Von der Energiewende profitieren derzeit jedenfalls nicht die normalen Verbraucher. Die dürfen für die neue Infrastruktur teuer bezahlen, weit mehr als für die klassischen Erzeuger.

Profitieren tun die Photovoltaik- und Windradproduzenten weltweit, sowie Investoren, die sich in Windparks, Netze oder große Solarparks einkaufen können! Auch Kleininvestoren, die sich Anlagen auf ihre Dächer setzen, werden vom Stromkunden quersubventioniert.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Antisozialist » Fr 31. Mai 2013, 19:39

SoleSurvivor » Do 30. Mai 2013, 14:42 hat geschrieben:Das ist lösbar, aber nicht sehr schnell. Der logische nächste Schritt ist die Schaffung halbautonomer Lokalnetze, die auch beim Ausfall ihrer Nachbarmaschen weiterfunktionieren. Hier sind einige Pilotkommunen in Thüringen auf dem Weg, wobei eine volle Autarkie noch nicht wirtschaftlich erreicht wird. Interessant war der sprunghafte Anstieg der Bürger, die ans Biomasse-Nahwärmenetz angeschlossen werden wollten, nachdem die Anlage einen Winter durchlief und bewies, dass die Heizung nicht ausgeht.


Ich lasse mich auch gerne ans Biomasse-Nahwärmenetz anschließen, wenn das Angebot stark subventioniert wird.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Di 4. Jun 2013, 15:08

Da bist du auf dem Holzweg.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon relativ » Di 4. Jun 2013, 15:15

Kibuka » Do 30. Mai 2013, 23:30 hat geschrieben:
Die Frage muss vielmehr lauten, was macht für wen finanziell mehr Sinn? Von der Energiewende profitieren derzeit jedenfalls nicht die normalen Verbraucher. Die dürfen für die neue Infrastruktur teuer bezahlen, weit mehr als für die klassischen Erzeuger.

Profitieren tun die Photovoltaik- und Windradproduzenten weltweit, sowie Investoren, die sich in Windparks, Netze oder große Solarparks einkaufen können! Auch Kleininvestoren, die sich Anlagen auf ihre Dächer setzen, werden vom Stromkunden quersubventioniert.


Also für mich sehen die Profiteure der Energiewende, laut ihrer post, breit gefächert aus, gerade wenn ich sie mit der vorherigen Profiteurliste vergleiche.
Wobei die alten auch teilweise die neuen Profiteure sind, halt nur nicht mehr die einzigen. Solange das Geld im Konsumkreislauf bleibt, oder damit Forschung, Arbeitsplätze und Fortschritt finanziert wird ist doch alles in Ordnung.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Di 4. Jun 2013, 15:43

http://www.jenapolis.de/2013/06/thuerin ... -aus-jena/

Jetzt gründet sich auch in Thüringen ein Verband für die Energiewende.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Kibuka » Di 4. Jun 2013, 17:51

relativ » Di 4. Jun 2013, 14:15 hat geschrieben:
Also für mich sehen die Profiteure der Energiewende, laut ihrer post, breit gefächert aus, gerade wenn ich sie mit der vorherigen Profiteurliste vergleiche.
Wobei die alten auch teilweise die neuen Profiteure sind, halt nur nicht mehr die einzigen. Solange das Geld im Konsumkreislauf bleibt, oder damit Forschung, Arbeitsplätze und Fortschritt finanziert wird ist doch alles in Ordnung.


Ich bin mir nicht sicher, ob die breitere Fächerung im Vergleich zur Vergangenheit nun ein Grund ist, in Feierlaune auszubrechen. Für die Durchschnittsfamilie ist es garantiert nur ein geringer Trost, angesichts einer jährlichen Mehrbelastung von geschätzten 500,00 € (eigene und indirekte Kosten).
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon HugoBettauer » Di 4. Jun 2013, 18:09

Energie wird teurer, seit den 70ern kennt man das von der Tankstelle. Jetzt können die normalen Leute mit am Rad drehen.
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Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon relativ » Mi 5. Jun 2013, 10:14

Kibuka » Di 4. Jun 2013, 16:51 hat geschrieben:
Ich bin mir nicht sicher, ob die breitere Fächerung im Vergleich zur Vergangenheit nun ein Grund ist, in Feierlaune auszubrechen. Für die Durchschnittsfamilie ist es garantiert nur ein geringer Trost, angesichts einer jährlichen Mehrbelastung von geschätzten 500,00 € (eigene und indirekte Kosten).


Die Feierlaune wird nie entstehen, wenn etwas mehr kostet als vorher.
Die Frage die man sich selber beantworten kann/sollte, in wie weit kann ich die Mehrkosten durch Energiesparen selber eingrenzen und wieviel dieser Mehrkosten gehen aufs Konto der Profiteure, die den Markt kontrolieren, oder dem Staat durch Steuern.
Wichtig bei dieser Energiewende ist, daß keiner im Winter frieren muss, oder sein Essen nicht mehr kochen kann, weil er sich den Strom nicht mehr leisten kann.
Klar gibt es bei so einem Projekt immer Härtefälle, aber solange dies Einzelfälle bleiben, stelle ich dieses gesellschaftliche Projekt nicht in Frage.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Dr. Nötigenfalls

Re: Was kostet das Ausbleiben der Energiewende

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » So 28. Jul 2013, 11:52

Die Laufzeit Staatlicher Förderung der Energiewende wurde zu langfristig angesetzt.
Jetzt ists so das je mehr wir Strom sparen,umso schneller die (EEG)-Umlage erhöht wird.

Erst hätte es Investitionszwang für die Netze geben müssen.
Dann erst Kraftwerksbau.

Aber um zu solcher Erkenntnis zu gelangen darf man wahrscheinlich nicht studiert haben.
Zuletzt geändert von Dr. Nötigenfalls am So 28. Jul 2013, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.

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