Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Welcher der folgenden Aussagen zur Kernenergie in Deutschland würden Sie am ehesten zustimmen?

Wir sollten aus der Kernkraft aussteigen wie beschlossen, da sie zu große Risiken birgt
40
43%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen, aber keine neuen bauen
12
13%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen und darüber hinaus neue bauen
29
32%
Ich halte die These, dass mittels Kernkraft der CO2-Ausstoß wesentlich verringert werden kann, für falsch
4
4%
Ich halte nichts von der These, dass der Mensch über CO2-Ausstoß zum Klimawandel beiträgt
7
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 92
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relativ
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon relativ » Di 23. Nov 2021, 12:06

Ich bitte doch die Moderation und user in Personalunion persönlich motivierte Mutmaßungen einzustellen. Danke
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Teeernte
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » Di 23. Nov 2021, 16:23

relativ hat geschrieben:(23 Nov 2021, 14:19)

Wie kannst du wissen das es Quatsch ist, wenn du die Quellen gar nicht kennst. :?: :eek:


Kernraft ist vollkommen Ungefährlich - und die "Entsorgung" geklärt.

..hab ich gelesen... :D :D :D
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Atue001 » Di 23. Nov 2021, 22:33

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Nov 2021, 11:05)

Genial ist es für diejenigen, die abkassieren, also für Konzerne, Großgrundbesitzer und Investoren. Das gesamte Konstrukt basiert auf Subventionen und das wird am Ende immer zu einem Desaster für die, die es bezahlen müssen, das Ganze ist eine gigantische Geldumverteilungsmaschine von unten nach oben. Und ja, das gilt auch für Subventionen in Kohle und Kernkraft, aber zumindest von den Kohlesubventionen haben ja wenigstens noch die Bergarbeiter profitiert.


Von mir aus kannst du das so sehen - allerdings ist es auch nicht gerade unüblich, dass man neue Technologien in einem gewissen Maß subventioniert. Natürlich kann man stattdessen auch ungesteuerte Märkte bevorzugen - die neigen halt ein wenig zum überdrehen und Extrema zu begünstigen. In solchen Märkten sind allerdings die Schwächeren in der Gesellschaft nicht die, die besonders profitieren....

Dass das EEG hätte nach kurzer Zeit überarbeitet werden müssen - dem würde ich zustimmen. Doch die Weiterentwicklung wurde verpennt bzw. sogar teilweise in falsche Richtungen entwickelt.

Für die Thematik des Threads ist diese ggf. auch unterschiedliche Bewertung der Vergangenheit allerdings wenig relevant.

Da steht Deutschland ja noch ganz gut da, schließlich hat man seit 1973 den CO2-Ausstoss beinahe halbiert*), das sieht in vielen anderen Länder viel schlechter aus. Dass das jetzt ohne Kernenergie deutlich schwieriger wird, ist auch klar.

*) https://www.statista.com/statistics/449 ... s-germany/


Man könnte auch sagen: Obwohl es Deutschland aufgrund mehrerer Sonderentwicklungen gelungen ist den CO2-Ausstoss seit 1973 beinahe zu halbieren, gehört es noch immer mit zu den Ländern mit einem ziemlich hohen Pro-Kopf-Ausstoss https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf#/media/Datei:2019_Worldwide_CO2_Emissions_(by_region,_per_capita),_variwide_chart.png und zu den TOP-10-Ländern im CO2-Ausstoß absolut.
https://www.co2online.de/klima-schuetzen/klimawandel/co2-ausstoss-der-laender/

Aber auch das hilft beim Thema Kernenergie nicht wirklich weiter, um diese im Sinne des Threads zu beurteilen.
Allenfalls in dem Sinne, dass man die wenigen AKWs in Deutschland eventuell ein wenig länger laufen lassen könnte......allerdings wäre der Effekt für die Einsparmaßnahmen Deutschlands überschaubar, eine solche Maßnahme politisch wenig gewollt, und auch die Energiekonzerne haben sich längst darauf eingerichtet, dass in Deutschland die restlichen AKWs abgeschaltet werden.

Unternehmen wie beispielsweise die Energieversorger brauchen vor allem möglichst stabile Rahmenbedingungen um sich zu entwickeln. Die sind derzeit erst mal gesetzt - sie erneut umzuschmeißen und das ohne Not wäre eher kontraproduktiv.

Für Deutschland sagen die Energieversorger eigentlich aus, dass die Energiewende zwar sportlich, aber machbar ist. Für einen sinnvollen sozialen Ausgleich haben nicht die Energieversorger zu sorgen, das ist Angelegenheit der Politik.


Und international - ist und bleibt die Kernenergie bezogen auf die Gesamtenergiemenge eine nicht ganz unwichtige, aber dennoch auch nicht übermäßig relevante Komponente. Da der Ausbau der Kernenergie im relevanten Zeitfenster mit derzeitig verfügbarer Technologie zu langsam und zu teuer ist, wird sie allerdings absehbar eher an Bedeutung verlieren - wenn nicht neue Techniken ins Spiel kommen. Auf diese kann man hoffen und spekulieren - allerdings stehen dem gegenüber inzwischen gut erforschte und verfügbare regenerative Energiequellen, die auch in Massenproduktion gefertigt werden.

Damit bleibt es unterm Strich dabei, dass die Kernenergie vielleicht einen kleinen Beitrag im Gesamtkontext liefern kann - aber sicher bleibt deren Relevanz auf Jahre überschaubar und für Deutschland kann man die Kernenergie auf absehbare Zeit als irrelevant betrachten.

Alles weitere ist dann Spekulation und Träumerei - der fortschreitende Klimawandel ist hingegen Realität, und das Zeitfenster knapp. Zu viel Hoffnung auf noch nicht verfügbare Techniken sollte man da nicht setzen - sonst kann man den absaufenden Enkeln erklären: Wir hätten den Klimawandel ja aufhalten können, aber wir dachten halt, dass neue AKWs das Problem lösen.....und die kamen halt nicht schnell genug......
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 24. Nov 2021, 08:58

Atue001 hat geschrieben:(23 Nov 2021, 22:33)

Von mir aus kannst du das so sehen - allerdings ist es auch nicht gerade unüblich, dass man neue Technologien in einem gewissen Maß subventioniert.

Diese Art der Subventionierung läuft seit mittlerweile 21 Jahren, da kam in D das erste Gesetz mit Fördercharakter für EE "auf die Welt".

Für die Thematik des Threads ist diese ggf. auch unterschiedliche Bewertung der Vergangenheit allerdings wenig relevant.

Das ist richtig.

...Pro-Kopf-Ausstoss...

Der ist für die Klimaerwärmung irrelevant. Oder ist Palau der weltweit groesste CO2- Sünder?

und zu den TOP-10-Ländern im CO2-Ausstoß absolut.

Mit irrelevanten 2%.

Aber auch das hilft beim Thema Kernenergie nicht wirklich weiter, um diese im Sinne des Threads zu beurteilen.

Sicher würde es helfen, wenn zB. die AKW länger laufen würden als die Braunkohlekraftwerke. Der dt. CO2-Ausstoss würde drastisch sinken, wenn man diese anstatt den AKW im Jahr 2022 komplett abschalten würde.

...allerdings wäre der Effekt für die Einsparmaßnahmen Deutschlands überschaubar...

Würde man erst die 9 dreckigsten Kohlekraftwerke abschalten, könnte man 168 Mio to CO2 Ausstoß pro Jahr einsparen, das sind satte 28% des gesamten dt. CO2-Ausstosses.

...eine solche Maßnahme politisch wenig gewollt...

Richtig, dank der Grünen müssen wir weiter dreckige Braunkohle verbrennen.

...sie erneut umzuschmeißen und das ohne Not wäre eher kontraproduktiv.

Davon ist ja auch keine Rede, ich habe hier schon zigmal geschrieben, dass die Kernenergie in Deutschland erledigt ist. Daher ist das Thema jetzt für mich erledigt.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon relativ » Mi 24. Nov 2021, 11:43

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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Nov 2021, 12:58

relativ hat geschrieben:(24 Nov 2021, 11:43)

Moderation: regelwidriger Teil entfernt.
(Das Blaue ::: ) ist von mir - :D :D

Nun 4 werden es sehen - wie AUSNAHMEN mit "Grüüüüüüüünstrom" aus Kohle laufen.

Datteln - 25% des Bahnstrom aus Kohle - DIE AUSNAHME aus dem Kohleausstieg....

Nur kurz zu den Daten >>
Laut Betreiber Uniper und Bundesumweltministerium erzeugt Datteln rund 780 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom,


https://www.quarks.de/technik/energie/d ... %20Prozent

Wie Sprecher des Bundesumweltministeriums bereits bestätigt haben, rechnet die Bundesregierung ab dem Sommer und bis 2038 mit Mehremissionen durch Datteln 4.
Bis 2038 rechnet sie, so erfährt man, mit zehn Millionen Tonnen zusätzlichem CO2.


Eine Minuseinsparung... :D :D :D
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon blues » Mi 24. Nov 2021, 17:57

Perkeo hat geschrieben:(21 Nov 2021, 21:10)

Sorge um den bestehenden Müll werden durch den Ausstieg auch nicht los, und warum der Müll von 90 Jahren Kernenergie schwerer zu entsorgen sein soll als von 60 Jahren, dazu habe ich noch kein sachliches Argument gehört.


Die Zukunft liegt auch in Deutschland noch für Jahrzehnte in den fossilen Energieträgern. Stand 2020 laut Umwelt-Bundesamt beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger am deutschen Primärenergieverbrauch immer noch weniger als 20%.
Der endgültige Atomausstieg ist JETZT. Und wenn wir JETZT nicht hingekriegt haben, Kernenergie durch etwas anderes als Kohle zu ersetzen, dann ist das Vorhaben Atomausstieg ohne Vernachlässigung des Klimaschutzes jetzt endgültig gescheitert.

Ich kann deine Sorgen bzgl. der Erneuerbaren nicht nachvollziehen, bei richtiger Subvention und bei zielgerichteten Investitionen - auch der EU - klappt das.
Keine Angst.
Der Ausstieg aus der Kernenergie bringt wenigstens keinen neuen Müll.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon blues » Mi 24. Nov 2021, 17:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Nov 2021, 08:55)

Den Artikel der Tagesschau hast du gelesen? Die Forschung geht weiter, zwar nicht in Deutschland, aber das ist ja egal.


Ja, natürlich habe den gelesen und bin auch der Meinung, dass wir weiter forschen sollten den bestehenden Müll zu reduzieren.

wer weiß, vielleicht klappt es ja.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Daddeldu » Mi 24. Nov 2021, 20:43

blues hat geschrieben:(24 Nov 2021, 17:57)

Ich kann deine Sorgen bzgl. der Erneuerbaren nicht nachvollziehen, bei richtiger Subvention und bei zielgerichteten Investitionen - auch der EU - klappt das.

Heißt das, es wird nie wieder ohne Subventionierung der Alternativen Energien gehen?
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon blues » Mi 24. Nov 2021, 21:12

Daddeldu hat geschrieben:(24 Nov 2021, 20:43)

Heißt das, es wird nie wieder ohne Subventionierung der Alternativen Energien gehen?


Du meinst so wie das Betreiben der AKWs

Ein etwas älterer Artikel:

"Kein Atommeiler ohne staatliche Hilfe"
https://www.boell.de/de/navigation/klim ... 10260.html

Aber, nein, um deine Frage zu beantworten, ich meine die tragen sich selbst, staatliche Hilfe brauchen wir für den Aus und Umbau der Energiepolitik.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Nov 2021, 22:42

blues hat geschrieben:(24 Nov 2021, 21:12)

Du meinst so wie das Betreiben der AKWs

Ein etwas älterer Artikel:

"Kein Atommeiler ohne staatliche Hilfe"
https://www.boell.de/de/navigation/klim ... 10260.html

Aber, nein, um deine Frage zu beantworten, ich meine die tragen sich selbst, staatliche Hilfe brauchen wir für den Aus und Umbau der Energiepolitik.


Propaganda !!

Der Staat//Land (als Eigner der Energieversorger) hat SICH in D die AKW gebaut !! Ich kenne keinen "Privatbau" in D ....

>> fast 100% Steuergekd...//Staatshaftung.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 25. Nov 2021, 08:48

Das alles zeigt nur sehr schön den Irrsinn von Subventionen auf: der Staat verschenkt Geld, damit Unternehmen Gewinne machen können und der Bürger darf es bezahlen.

Entweder baut der Staat die Kohle-, Gas-, Kern- und EE-Kraftwerke selber und betreibt sie dann auch (Verpachtung wäre auch noch eine Idee) oder er hält sich ganz raus.

Aber man darf sich auch nichts vormachen, die hohen Energiepreise sind ja in erster Linie dem Staat geschuldet, der auf Energie massenhaft Steuern und Abgaben erhebt.

Und der Staat ist es auch mit irren Vorschriften die Speicherung von EE-Energie erschwert. Wenn ein Windpark den Marktpreis für seinen eigenen Strom bezahlen muss, nur um ihn speichern zu dürfen, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass diese Technologie nicht voran kommt. Aber da kann man bestimmt auch was mit Subventionen machen :dead:
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Sören74 » Do 25. Nov 2021, 12:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Nov 2021, 08:48)

Das alles zeigt nur sehr schön den Irrsinn von Subventionen auf: der Staat verschenkt Geld, damit Unternehmen Gewinne machen können und der Bürger darf es bezahlen.

Entweder baut der Staat die Kohle-, Gas-, Kern- und EE-Kraftwerke selber und betreibt sie dann auch (Verpachtung wäre auch noch eine Idee) oder er hält sich ganz raus.


Es gibt in meinen Augen mehr als diese zwei Möglichkeiten. Staaten wie Deutschland und insbesondere Frankreich haben ja gezeigt, wie man beispielsweise die Kernkraft fördern kann, ohne selbst die Kraftwerke zu bauen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Atue001 » Fr 26. Nov 2021, 00:07

Subventionen als solche sind kein Irrsinn - sie dienen durchaus einer gewünschten Glättung von ansonsten teilweise bedrohlichen Veränderungsprozessen.

Subventionen wie wir sie heute beispielsweise in Deutschland haben - da würde ich das Attribut Irrsinn durchaus gelten lassen.
Es gibt HEUTE Subventionen für den Straßenverkehr, die Bahn und das Flugzeug. Das Auto wird subventioniert - und zwar sowohl Benziner, Diesel als auch Stromer, Gasfahrzeuge, Fahrräder etc.etc. etc......

Der Irrsinn liegt darin, dass die Politik immer wieder mal das durchaus sinnvolle Instrument der Subvention bemüht - aber nur selten eine früher mal sinnvolle Subvention auch wieder streicht.

WENN ich den Umstieg bei der Mobilität in Richtung ÖPNV organisieren will, dann macht es vielleicht Sinn, den ÖPNV zu subventionieren - mehr noch aber würde es Sinn machen, die Subventionen auf die Konkurrenz des ÖPNVs zu unterlassen.

Bei der Energiepolitik kennen wir das auch und auch schon über lange Zeiträume!
Über unterschiedlichste Förderinstrumente wird mal die Kernenergie, mal die Kohleenergie, mal das Gas subventioniert.....und die erneuerbaren natürlich auch.
Es WAR auch mal richtig, was für den Bergbau zu machen. Ist es das aber heute noch? Oder wäre es heute an der Zeit, alle subventionierend wirkende Maßnahmen in Richtung Kohle konsequent auslaufen zu lassen......

Subventionen sind an und für sich nicht schlecht - weil sie Lenkungswirkung entfachen. Absurd wird es aber, wenn man immer wieder nur neue Subventionen einführt, die alten Subventionen widersprechen, wenn man gleichzeitig die alten Subventionen nicht abbaut.

Im Bereich der Kernenergie ist es völlig richtig, heute ALLE Subventionen für die Kernenergie konsequent zu beenden. Die Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien - und die brauchen gar nicht so stark subventioniert zu werden, wenn man nur die bestehenden Subventionen für Kohle, Öl und Gas konsequent beendet......
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Teeernte » Fr 26. Nov 2021, 00:56

Atue001 hat geschrieben:(26 Nov 2021, 00:07)

Im Bereich der Kernenergie ist es völlig richtig, heute ALLE Subventionen für die Kernenergie konsequent zu beenden. Die Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien - und die brauchen gar nicht so stark subventioniert zu werden, wenn man nur die bestehenden Subventionen für Kohle, Öl und Gas konsequent beendet......


Das Blöde ist nur - da braucht Mann® eine Diktatur dazu..... oder einen Energiepreis , den die Wähler akzeptieren.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 26. Nov 2021, 08:58

Warum braucht man eine Diktatur, um Subventionen für die Kernenergie zu streichen?

@Atue001: ich halte Subventionen nur zur Anschubfinanzierung gerechtfertigt, nach spätestens 5 Jahren muss die finanzierte Sache alleine laufen, sonst reitet man ein totes Pferd.

Oder nehmen wir mal die staatliche Förderung und Zuschüsse fürs Eigenheim. Warum muss ich als Steuerzahler das Eigenheim fremder Menschen mitbezahlen? Sowas ist mir nicht vermittelbar. Sicher ist es sinnvoll, dass die Menschen Vermögen aufbauen, aber dann müsste man auch alle Bürger inkludieren und nicht nur die, die die Möglichkeit haben, sich ein Haus zu bauen. Wo ist die staatliche Förderung und Zuschüsse für mein Aktienportfolio?
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Sören74 » Fr 26. Nov 2021, 10:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Nov 2021, 08:58)

@Atue001: ich halte Subventionen nur zur Anschubfinanzierung gerechtfertigt, nach spätestens 5 Jahren muss die finanzierte Sache alleine laufen, sonst reitet man ein totes Pferd.


Nun, man hat die Kernkraft in Deutschland länger mit Finanzhilfen, Forschungsausgaben oder Steuervergünstigungen subventioniert. Demzufolge ein totes Pferd.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Kamikaze » Fr 26. Nov 2021, 18:46

Sören74 hat geschrieben:(26 Nov 2021, 10:00)

Nun, man hat die Kernkraft in Deutschland länger mit Finanzhilfen, Forschungsausgaben oder Steuervergünstigungen subventioniert. Demzufolge ein totes Pferd.


Korrekt. Ebenso: Autos, Gasheizungen und Dieselkraftstoff (und vieles vieles mehr). Kommen auch alle seit WEIT mehr als 5 Jahren nicht ohne Förderung aus. Alles tote Pferde. :)
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Atue001 » Fr 26. Nov 2021, 23:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Nov 2021, 08:58)

Warum braucht man eine Diktatur, um Subventionen für die Kernenergie zu streichen?

@Atue001: ich halte Subventionen nur zur Anschubfinanzierung gerechtfertigt, nach spätestens 5 Jahren muss die finanzierte Sache alleine laufen, sonst reitet man ein totes Pferd.

Oder nehmen wir mal die staatliche Förderung und Zuschüsse fürs Eigenheim. Warum muss ich als Steuerzahler das Eigenheim fremder Menschen mitbezahlen? Sowas ist mir nicht vermittelbar. Sicher ist es sinnvoll, dass die Menschen Vermögen aufbauen, aber dann müsste man auch alle Bürger inkludieren und nicht nur die, die die Möglichkeit haben, sich ein Haus zu bauen. Wo ist die staatliche Förderung und Zuschüsse für mein Aktienportfolio?


Hier ist die Finanzierung von Eigenheimen eigentlich nicht das Thema. Es geht lediglich um die Kernenergie - und die ist unter diesen Aspekten eben gerade keine Lösung für den Klimawandel - selbst dann nicht, wenn noch so viele das eigentlich wollen......es rechnet sich einfach nicht.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 27. Nov 2021, 10:28

Subventionen "rechnen" sich grundsätzlich nicht.
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