Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

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Welcher der folgenden Aussagen zur Kernenergie in Deutschland würden Sie am ehesten zustimmen?

Wir sollten aus der Kernkraft aussteigen wie beschlossen, da sie zu große Risiken birgt
33
42%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen, aber keine neuen bauen
10
13%
Wir sollten die Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke ausdehnen und darüber hinaus neue bauen
25
32%
Ich halte die These, dass mittels Kernkraft der CO2-Ausstoß wesentlich verringert werden kann, für falsch
3
4%
Ich halte nichts von der These, dass der Mensch über CO2-Ausstoß zum Klimawandel beiträgt
7
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 78
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Tom Bombadil
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » So 18. Apr 2021, 10:36

Ein Spambeitrag musste in die Ablage verschoben werden. Bitte beim Thema bleiben!
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Troh.Klaus » So 18. Apr 2021, 14:31

Perkeo hat geschrieben:(18 Apr 2021, 05:03)
Man könnte ja festlegen:
1) kleiner als die natürliche Radioaktivität.
2) deutscher Grenzwert von 1mS/a aus allen künstlichen Quellen - im Wesentlichen 1)
3) kleiner als die krebserregenden Emissionen aus Kohlekraftwerken, die Deutschland “nur” noch bis Ende das nächsten Jahrzehnts betreibt.
4) wie 3), aber nur die Radioaktivität der Kohlekraftwerke allein. Man müsste prüfen ob das allein schon reicht.

Nach Angabe von Tepco war Ende letzten Jahres bei knapp 30% des gespeicherten kontaminierten Wassers die Belastung im Rahmen der Vorgaben der japanischen Regulierungsbehörden für die Entsorgung z.B. ins Meer, mit Ausnahme von Tritium (CS137 90Bq/l, CS134 60Bq/l, Co60 200Bq/l, Sb125 800Bq/l, Ru106 100Bq/l, Sr90 30Bq/l, I129 9Bq/l, Tc99 1.000Bq/l, C14 2.000Bq/l, H3 60.000Bq/l). Das ist auch die generelle Vorgabe für die anderen 70%, heißt, da muss noch viel gereinigt werden, was z.B. so auch im Report des "ALPS Committee" steht. Die internationale Überwachung ist im Übrigen durch die IAEA gegeben,
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon olli » Di 11. Mai 2021, 21:24

es brodelt wieder
https://www.heise.de/tp/features/Tscher ... 41637.html

Vielleicht sollte unsere Qualitätspresse mal darüber berichten anstatt über Corona. Das man heute wieder die Atomkraft als Energiequelle sieht zeigt wie vergesslich die Menschheit ist.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Sa 15. Mai 2021, 15:54

olli hat geschrieben:(11 May 2021, 21:24)

es brodelt wieder
https://www.heise.de/tp/features/Tscher ... 41637.html

Vielleicht sollte unsere Qualitätspresse mal darüber berichten anstatt über Corona. Das man heute wieder die Atomkraft als Energiequelle sieht zeigt wie vergesslich die Menschheit ist.

Ich glaube nicht, dass irgendjemand vergessen hat dass es eine Reaktorkatastrophe in Tschernobyl gab oder dass die Presse viele Gelegenheiten auslässt uns daran zu erinnern. Ich denke es sind zwei Phänomene:

1) Der Klimawandel lässt mehr und mehr Menschen zweifeln, ob der Atomausstieg 2022 und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern 2045 eine so tolle Idee war. Umgekehrt hätte auch mir eingeleuchtet. Fossile Energieversorgung ist objektiv gefährlicher als Kernenergie, dass ist nach meinem Wissen die einstimmige Meinung derer, die sich die Mühe gemacht haben nachzurechnen, anstatt nur mit dem Strom aus der Steckdose zu vergleichen.

2) Sowohl die Aktivisten als auch die Qualitätspresse haben die Angewohnheit, sich genau dann nicht aufzuregen wenn es ausnahmsweise mal angebracht wäre. Weitere Beispiele sind die Explosion der Deckelsprühleitung in Brunsbüttel oder das fehlende unabhängige Notstandssystem in Biblis. Auch bei Asse regt man sich über alles mögliche und unmögliche auf, aber nicht dass es nie ein Genehmigungsverfahren als Endlager durchlaufen hat, geschweige denn offiziell genehmigt war.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » Sa 15. Mai 2021, 18:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 May 2021, 17:31)

Freunde der Sonne und des Atoms!

Hier geht es NICHT um die Kernkraft, die wird in Deutschland nichts zur Klimaneutralität beitragen. Daher diskutiert dieses Thema bitte in den dafür vorgesehenen Strängen.

Ok, du bist der Boss, aber ich erlaube mir hier zu antworten:
1) Es sind noch 24 Jahre bis 2045, länger als der Atomausstieg beschlossen ist.
2) Wäre es nicht das erste Mal, dass der Ausstieg hinterfragt wird.
3) In Deutschland genutzter Atomstrom könnte auch aus Nachbarländern importiert sein - dann würde doch Kernenergie einen Beitrag leisten.
4) Neben dem unwahrscheinlichen Beitrag der Kernenergie zum Erreichen der Klimaziele wäre auch der wesentlich wahrscheinlichere Beitrag des Atomausstiegs zu deren Nichterreichen zu diskutieren.
5) Last but not least geht es nicht nur um die Kernenergie als solche, sondern um die zugrundeliegende Ideologie: Dass Deutschland auf Milliarden Tonnen CO2-Einsparung verzichtet, ist zwar schade, aber noch verkrafbar. Dass Milliarden und Abermilliarden für nutzlose bis kontraproduktive Maßnahmen verpulvert werden, ist die eigentliche Katastrophe. Und das ist ja nicht auf dieses eine Beispiel beschränkt. Wir MÜSSEN lösungsorientierter und technologieoffener vorgehen.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 15. Mai 2021, 19:26

Perkeo hat geschrieben:(15 May 2021, 18:55)
...aber ich erlaube mir hier zu antworten:

Kein Problem, hier gehört es ja auch hin.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon olli » Sa 15. Mai 2021, 22:58

Der Skandalreaktor von Mochovce geht demnächst in Betrieb:
https://www.heise.de/tp/features/Slowak ... 46438.html

Kein Sicherheitsbehälter, minderwertige Hochdruckleitungen, die Reaktorkammer wurde wie ein Schweizer Käse aufgebohrt, beim Probelauf sind die Notstromaggregate explodiert und trotzdem wird sowas in Europa in Betrieb genommen. :?: :mad2:
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon franzmannzini » So 16. Mai 2021, 01:59

olli hat geschrieben:(15 May 2021, 22:58)

Der Skandalreaktor von Mochovce geht demnächst in Betrieb:
https://www.heise.de/tp/features/Slowak ... 46438.html

Kein Sicherheitsbehälter, minderwertige Hochdruckleitungen, die Reaktorkammer wurde wie ein Schweizer Käse aufgebohrt, beim Probelauf sind die Notstromaggregate explodiert und trotzdem wird sowas in Europa in Betrieb genommen. :?: :mad2:



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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » So 16. Mai 2021, 05:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 May 2021, 19:26)

Kein Problem, hier gehört es h ja auch hin.

Ich widerspreche der Einschätzung dass es dort nicht hingehört hätte. Wir können bis 2045 klimaneutral werden ohne Kernenergie, aber nicht mit den gleichen Denkstrukturen die damals zum Atomausstieg führten und heute verhindern, dass dieser hinterfragt wird.
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Re: Kernenergie - eine Lösung gegen den Klimawandel?

Beitragvon Perkeo » So 16. Mai 2021, 05:34

olli hat geschrieben:(15 May 2021, 22:58)

Der Skandalreaktor von Mochovce geht demnächst in Betrieb:
https://www.heise.de/tp/features/Slowak ... 46438.html

Kein Sicherheitsbehälter, minderwertige Hochdruckleitungen, die Reaktorkammer wurde wie ein Schweizer Käse aufgebohrt, beim Probelauf sind die Notstromaggregate explodiert und trotzdem wird sowas in Europa in Betrieb genommen. :?: :mad2:

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Perkeo hat geschrieben:(15 May 2021, 15:54)
Sowohl die Aktivisten als auch die Qualitätspresse haben die Angewohnheit, sich genau dann nicht aufzuregen wenn es ausnahmsweise mal angebracht wäre.

Man könnte manchmal zum Verschwörungstheoretiker werden und eine Absicht vermuten: Die Anti-Atom-Bewegung kann nicht diskutieren, dass kerntechnische Sicherheit von der Bauart abhängt, weil dann fast die gesamte Argumentation zusammenbricht wie ein Kartenhaus.

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