US-Todesstrafe - allgemein

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Kritikaster
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Kritikaster » Mo 30. Nov 2020, 18:47

Che Guevara hat geschrieben:(30 Nov 2020, 18:34)

Todesstrafe.. Ich würde sagen wenn Pädophile getötet werden ist es mehr als in Ordnung, weil Grundgesetz.. die Würde eines MENSCHEN ist unantastbar.. sollte geändert werden in..
die Würde eines MENSCHLICH VERHALTENDEN Menschens Ist unantastbar.

Und dann lassen wir andere als Dich entscheiden, was als menschlich zu betrachten ist, und - "schwupps" - schon könntest Du am Galgen hängen.

Kannst Du ja mögen, aber ich wäre, auch in Deinem Fall, nicht dafür.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Haegar » Di 1. Dez 2020, 08:45

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Nov 2020, 18:36)

Gewalt und Sadismus sind menschlich. Oder welches andere Lebewesen tötet aus Lust?


Bei unseren Katzen die ab und zu mit lebenden Mäusen ihren "Spass" haben, bin ich mir manchmal nicht so sicher..
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Zahnderschreit
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Zahnderschreit » Di 1. Dez 2020, 08:52

Che Guevara hat geschrieben:(30 Nov 2020, 18:34)

Todesstrafe.. Ich würde sagen wenn Pädophile getötet werden ist es mehr als in Ordnung, weil Grundgesetz.. die Würde eines MENSCHEN ist unantastbar.. sollte geändert werden in..
die Würde eines MENSCHLICH VERHALTENDEN Menschens Ist unantastbar.


Wenn ich das Problem, dass auch fälschlicherweise ein Unschuldiger verurteilt werden könnte, ignoriere, dann würde ich dem völlig zustimmen. Andere Probleme sehe ich bei der Todesstrafe nicht.
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Stoner
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Stoner » Di 1. Dez 2020, 09:12

Zahnderschreit hat geschrieben:(01 Dec 2020, 08:52)

Wenn ich das Problem, dass auch fälschlicherweise ein Unschuldiger verurteilt werden könnte, ignoriere, dann würde ich dem völlig zustimmen. Andere Probleme sehe ich bei der Todesstrafe nicht.


Ich schon. Ich möchte dem Staat kein Recht zubilligen, Menschen im Rahmen einer solchen Strafe zu legitim töten. Mir geht es dabei nicht einmal um den Veurteilten als solchen - vielen kann man die Hölle wünschen -, und trotzdem: mir ist die Allmacht des Staates suspekt. Als Gesellschaft kann man sich m.E. nicht wünschen, dass der Staat dem launischen Volksempfinden nachgibt, wer denn nun den Tod "verdient". Die Todesstrafe ist ein totalitäres Merkmal.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 1. Dez 2020, 09:15

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_89037768/england-vater-sieht-in-baby-den-teufel-und-wirft-ihn-in-einen-fluss.html

Ein Fall, der nur bestürzen kann. Vor allem , weil dabei ein 11 Monate altes Baby zu Tode kam.
Das englischee Gericht verurteilte den Täter, den 23-jährigen Vater, wegen Totschlags, nicht wegen Mord. Das Strafmaß steht noch aus. Sollte dieser Mann nicht doch der Tat angemessen und auch hinsichtlich präventiver Abschreckung zum Tod auf Bewährung verurteilt werden? - Schließlich ging das Gericht aufgrund einer Gutachteraussage davon aus, dass der Täter wusste, dass er etwas Falsches tat. Auch, weil zu erwarten ist, dass der Täter im Gefängnis oder der Sicherungsverwahrung sowieso wieder morden wird, weil er nichts zu verlieren hat.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Senexx » Di 1. Dez 2020, 09:20

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(01 Dec 2020, 09:15)

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_89037768/england-vater-sieht-in-baby-den-teufel-und-wirft-ihn-in-einen-fluss.html

Ein Fall, der nur bestürzen kann. Vor allem , weil dabei ein 11 Monate altes Baby zu Tode kam.
Das englischee Gericht verurteilte den Täter, den 23-jährigen Vater, wegen Totschlags, nicht wegen Mord. Das Strafmaß steht noch aus. Sollte dieser Mann nicht doch der Tat angemessen und auch hinsichtlich präventiver Abschreckung zum Tod auf Bewährung verurteilt werden? - Schließlich ging das Gericht aufgrund einer Gutachteraussage davon aus, dass der Täter wusste, dass er etwas Falsches tat. Auch, weil zu erwarten ist, dass der Täter im Gefängnis oder der Sicherungsverwahrung sowieso wieder morden wird, weil er nichts zu verlieren hat.


Weiter schreibt die "Daily Mail", dass der heute 23-Jährige schon im Alter von 17 eine Psychose aufgrund von Cannabis-Konsum entwickelt habe.


Das allen Cannabis-Befürwortern ins Stammbuch.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Stoner » Di 1. Dez 2020, 09:39

Senexx hat geschrieben:(01 Dec 2020, 09:20)

Das allen Cannabis-Befürwortern ins Stammbuch.


Sie sind Anti-Alkoholiker?
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 1. Dez 2020, 10:04

Stoner hat geschrieben:(01 Dec 2020, 09:39)

Sie sind Anti-Alkoholiker?


Daß Drogen, egal ob shit, Alk, LSD, Koks, crack, Heroin und sog. Designerdrogen das Hirn in akute Krisenzustände wie etwa Psychosen schieben können, ist nichts Neues. Der Mann ist aber offenbar schon in jungen Jahren an Schizophrenie erkrankt gewesen. Und diese Krankheit wird nicht durch Cannabis erzeugt. Ebenso können psychotische Zustände und in diesem Zustand begangene Handlungen auch andere auslösende Ursachen haben. Gerade bei Schizophrenie ist das Krankheitsbild sehr umfangreich und unterschiedlich dazu. Von Aggressionshandlungen nach aussen bis hin zu auf den Erkrankten selbst gerichteter Autoaggressivität.

Ich hatte einer unheilbar schizophrenen Frau mal den Arm von einer Kette einer Buchbinderzusammentragmaschine weggezogen, als sie von ihrem Therapieplatz aufgestanden war, sich zu dem nahegelegenem Maschinenpark eines großen Buchverlags schlich, weil ihr "eine Stimme ihrer Oma" gesagt hatte, sie müsse diese böse Maschine stoppen. Die Frau war stocknüchtern, hatte weder Alkohol getrunken oder "Zeuch" geraucht.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Ammianus » Di 1. Dez 2020, 11:16

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(01 Dec 2020, 09:15)

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_89037768/england-vater-sieht-in-baby-den-teufel-und-wirft-ihn-in-einen-fluss.html

Ein Fall, der nur bestürzen kann. Vor allem , weil dabei ein 11 Monate altes Baby zu Tode kam.
Das englischee Gericht verurteilte den Täter, den 23-jährigen Vater, wegen Totschlags, nicht wegen Mord. Das Strafmaß steht noch aus. Sollte dieser Mann nicht doch der Tat angemessen und auch hinsichtlich präventiver Abschreckung zum Tod auf Bewährung verurteilt werden? - Schließlich ging das Gericht aufgrund einer Gutachteraussage davon aus, dass der Täter wusste, dass er etwas Falsches tat. Auch, weil zu erwarten ist, dass der Täter im Gefängnis oder der Sicherungsverwahrung sowieso wieder morden wird, weil er nichts zu verlieren hat.


Nein, dass ist nicht zu erwarten. Verurteilte Mörder werden nur äußerst selten wieder rückfällig.
"Ich möchte an einem Ort sein, an dem es keine Politik gibt, keine Waffen, keine Religion."
Libanesin Anfang August 2020
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 1. Dez 2020, 23:31

Ammianus hat geschrieben:(01 Dec 2020, 11:16)

Nein, dass ist nicht zu erwarten. Verurteilte Mörder werden nur äußerst selten wieder rückfällig.


Sie haben den Kontext meines Beitrags bezüglich vorangegangener Diskussionen nicht wirklich berücksichtigt bzw. registriert, wie mir scheint.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Ammianus » Mi 2. Dez 2020, 10:45

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(01 Dec 2020, 23:31)

Sie haben den Kontext meines Beitrags bezüglich vorangegangener Diskussionen nicht wirklich berücksichtigt bzw. registriert, wie mir scheint.


Auch ein Versuch, der Realität aus dem Weg zu gehen. Ich empfehle trotzdem eine nähere Beschäftigung mit dem Problem "Mörder" im allgemeinen.
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Bobo » Mi 2. Dez 2020, 12:50

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(30 Nov 2020, 16:57)

Was Ihnen ad persomam spammend so alles "scheint", interessiert hier nicht. Wenn Sie Dr. Thomas Müller als halbseidenen Autoren bezeichnen und sich damit lächerlich machen wollen, bitte sehr.

Ansonsten gibt es zu Ihren "hängt sie höher"-Statements nichts weiter zu sagen, ausser:
Montezumas kopflose Rache als ethisch/moralische Grundlage einer modernen Rechtsauffassung und Strafrechtsordnung ist entschieden abzulehnen.


Ich wäre an Ihrer Stelle etwas zurückhaltender mit dem Vorwurf des ad personam spam. Lesen Sie Ihre Beiträge einmal nach. Wer Ihnen nach dem Maul redet, der braucht seine Meinung nicht weiter zu argumentieren, wogegen Fürsprecher der Todesstrafe von Ihnen wie folgt klassifiziert werden. Nicht in der Lage … Von Rachegelüsten erfüllt, ohne Argumente … Gottgleiche Rachengel, blabla.

Dann reklamieren Sie die Wiederholung von Argumenten. Was bleibt einem denn, wenn Sie diese so hartnäckig ignorieren? Bis auf dem Hinweis zur Wiederholung, sind Sie mit keinem ernst zu nehmenden Wort darauf eingegangen. Trotz Ihrer Selbstentwaffnung fordern Sie obendrein stichhaltige Argumente für die TS, ohne zu bemerken, dass sie selbst ein bemerkenswertes Argument dafür lieferten, als sie einräumten, dass dieselbe Mörder bisher nicht abschreckte! Warum ist das so? Darüber sollten Sie sich mal ein paar Gedanken machen. Ich kann auch gern helfen. Weil sie kaum noch zur Anwendung kommt! Jeder Killer, jeder Anwalt weiß mittlerweile, er braucht nur zu gestehen, um ihr zu entkommen. Besonders brutale Fälle ausgenommen. Wenn ein Killer nicht von der ultimativen Strafe abgeschreckt wird, kann Haft es noch viel weniger! Die killen bereits zur Verdeckung ihres Verbrechens, in der Hoffnung, schon dieser Strafe zu entkommen. Wenn die Todesstrafe also nicht abschreckt, wieso gestehen denn so viele Täter sobald der Staatsanwalt sie in Aussicht stellt? Bevor sie nun dem Irrtum verfallen, ich hätte mich mit dem letzten Satz selbst ausargumentiert, stellen sie sich der Frage, wie viele der im Angesicht der TS hätten ihre Taten wohl eingestanden, wenn sie die TS nicht hätten fürchten müssen? Und bitte! Ein falsches Geständnis ließe sich aufgrund fehlendem Täterwissen leicht als solches entlarven!

Deshalb mein Hinweis auf zu ehrgeizige Staatsanwälte! Mein Schlusswort galt dem Lächerlich machen bezüglich deines Vorbildes Dr. Thomas Müller. Dem Tiroler, der Robert K. Ressler seinem Mentor nennt, einem Mann, der zuvor ein Buch mit dem reißerischen Titel für Gutgläubige veröffentlichte: „Ich jagte Hannibal Lecter“.



wohl als Verkaufs fördernde Maßnahme seiner Veröffentlichung, nachdem Ressler seine Veröffentlichungen mit dem reißerrischen Titel „Ich jagte Hannibal Lecter“ veröffentlicht hatte. Mag bei Leichtgläubigen funktionieren. Alle anderen wissen, dass Hannibal Lecter lediglich eine Kunstfigur des Romanautors Thomas Harris ist, die auf insgesamt drei Figuren basiert. Einem verurteilten Arzt und zwei Serienmörder, die der FPI Profiler John E. Douglas während seiner Tätigkeit gefasst hat. Douglas war einer der ersten Profiler beim FPI und verzeichnete erstaunliche Erfolge. Somit darfst du dich womöglich auf das nächste tolle buch deines tiroler Profilers mit dem Titel, „Ich fasste die Mörder aus dem Orientexpress“ freuen. Herkules Poirot wird da sicher blass aussehen. Wenn ein solcher Autor sich dann überrascht gibt, dass sein Serienmörder ihm im Hochsicherheitstrakt Tee anbot und sich um die nassen Socken sorgte, und sich über solch soziales Verhalten überrascht gibt, sagt das einiges über die Erwartungshaltung des Naivlings. Wenn Sie dann also nach Argumenten für und wider der US- TS suchen, dann in den USA und bitte nicht im Tirol! Das empfinde ich als lächerlich.

Gleiches gilt für die Vorstellung, Befürworter wären von irgendwelchen Rachegedanken erfüllt. Ich empfinde die Fürsprache eher als die volle Anerkennung der Realitäten! Abschreckung - siehe dazu auch oben zum Thema sowie Schutz der Gesellschaft vor dem puren Bösen durch Sicherstellen, dass abartige Killer ohne Respekt vor dem Leben anderer auf dieser Welt niemanden mehr ermorden.
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
(Mahatma Gandhi)
Eulenwoelfchen

Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 2. Dez 2020, 15:19

Ammianus hat geschrieben:(02 Dec 2020, 10:45)

Auch ein Versuch, der Realität aus dem Weg zu gehen. Ich empfehle trotzdem eine nähere Beschäftigung mit dem Problem "Mörder" im allgemeinen.


Lesen Sie doch bitte zunächst meine Beiträge auf den vorangegangenen Seiten, bevor Sie hier Empfehlungen an mich abgeben.
Vielleicht hatte ich mich bereits mit mehr Mördern beschäftigt, als Sie annehmen. ;)
Eulenwoelfchen

Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 2. Dez 2020, 15:33

Bobo hat geschrieben:(02 Dec 2020, 12:50)

Ich wäre an Ihrer Stelle etwas zurückhaltender mit dem Vorwurf des ad personam spam. Lesen Sie Ihre Beiträge einmal nach. Wer Ihnen nach dem Maul redet, der braucht seine Meinung nicht weiter zu argumentieren, wogegen Fürsprecher der Todesstrafe von Ihnen wie folgt klassifiziert werden. Nicht in der Lage … Von Rachegelüsten erfüllt, ohne Argumente … Gottgleiche Rachengel, blabla.

Dann reklamieren Sie die Wiederholung von Argumenten. Was bleibt einem denn, wenn Sie diese so hartnäckig ignorieren? Bis auf dem Hinweis zur Wiederholung, sind Sie mit keinem ernst zu nehmenden Wort darauf eingegangen. Trotz Ihrer Selbstentwaffnung fordern Sie obendrein stichhaltige Argumente für die TS, ohne zu bemerken, dass sie selbst ein bemerkenswertes Argument dafür lieferten, als sie einräumten, dass dieselbe Mörder bisher nicht abschreckte! Warum ist das so? Darüber sollten Sie sich mal ein paar Gedanken machen. Ich kann auch gern helfen. Weil sie kaum noch zur Anwendung kommt! Jeder Killer, jeder Anwalt weiß mittlerweile, er braucht nur zu gestehen, um ihr zu entkommen. Besonders brutale Fälle ausgenommen. Wenn ein Killer nicht von der ultimativen Strafe abgeschreckt wird, kann Haft es noch viel weniger! Die killen bereits zur Verdeckung ihres Verbrechens, in der Hoffnung, schon dieser Strafe zu entkommen. Wenn die Todesstrafe also nicht abschreckt, wieso gestehen denn so viele Täter sobald der Staatsanwalt sie in Aussicht stellt? Bevor sie nun dem Irrtum verfallen, ich hätte mich mit dem letzten Satz selbst ausargumentiert, stellen sie sich der Frage, wie viele der im Angesicht der TS hätten ihre Taten wohl eingestanden, wenn sie die TS nicht hätten fürchten müssen? Und bitte! Ein falsches Geständnis ließe sich aufgrund fehlendem Täterwissen leicht als solches entlarven!

Deshalb mein Hinweis auf zu ehrgeizige Staatsanwälte! Mein Schlusswort galt dem Lächerlich machen bezüglich deines Vorbildes Dr. Thomas Müller. Dem Tiroler, der Robert K. Ressler seinem Mentor nennt, einem Mann, der zuvor ein Buch mit dem reißerischen Titel für Gutgläubige veröffentlichte: „Ich jagte Hannibal Lecter“.



wohl als Verkaufs fördernde Maßnahme seiner Veröffentlichung, nachdem Ressler seine Veröffentlichungen mit dem reißerrischen Titel „Ich jagte Hannibal Lecter“ veröffentlicht hatte. Mag bei Leichtgläubigen funktionieren. Alle anderen wissen, dass Hannibal Lecter lediglich eine Kunstfigur des Romanautors Thomas Harris ist, die auf insgesamt drei Figuren basiert. Einem verurteilten Arzt und zwei Serienmörder, die der FPI Profiler John E. Douglas während seiner Tätigkeit gefasst hat. Douglas war einer der ersten Profiler beim FPI und verzeichnete erstaunliche Erfolge. Somit darfst du dich womöglich auf das nächste tolle buch deines tiroler Profilers mit dem Titel, „Ich fasste die Mörder aus dem Orientexpress“ freuen. Herkules Poirot wird da sicher blass aussehen. Wenn ein solcher Autor sich dann überrascht gibt, dass sein Serienmörder ihm im Hochsicherheitstrakt Tee anbot und sich um die nassen Socken sorgte, und sich über solch soziales Verhalten überrascht gibt, sagt das einiges über die Erwartungshaltung des Naivlings. Wenn Sie dann also nach Argumenten für und wider der US- TS suchen, dann in den USA und bitte nicht im Tirol! Das empfinde ich als lächerlich.

Gleiches gilt für die Vorstellung, Befürworter wären von irgendwelchen Rachegedanken erfüllt. Ich empfinde die Fürsprache eher als die volle Anerkennung der Realitäten! Abschreckung - siehe dazu auch oben zum Thema sowie Schutz der Gesellschaft vor dem puren Bösen durch Sicherstellen, dass abartige Killer ohne Respekt vor dem Leben anderer auf dieser Welt niemanden mehr ermorden.


Für eine Diskussion Ihres vorstehenden "hängt sie höher"-Konvulats stehe ich nicht mehr zur Verfügung.
Ihre rachefühligen Bauchjodler und Fantasien, die Sie immer wieder zu Fakten hindrehen, werden durch ständige Wiederholung nicht zutreffender, sondern nur nervtötender.

Zu Dr. Müller und ihren "Wiki-Wissen" ist nur eines zu sagen: Lesen Sie erstmal das Buch. Damit der Stuss, den sie darüber episch breit verzapfen "müssen", wenigstens etwas überschaubarer bleibt.
Guten Tag!
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 2. Dez 2020, 16:33

Billie Holiday hat geschrieben:(29 Nov 2020, 01:27)

Du springst rein, liest zwei Beiträge, hast keine Ahnung, worum es geht, aber wirfst usern, die sich schon seit mehreren Seiten austauschen, Argumentationslosigkeit vor?

Na ja, ein Hinweis auf dem vorausgegangenem Threadverlauf hätte vieles erklärt.
Und ja, Einsatzantworten erhöhen die Möglichkeiten zur Fehlinterpretation meinerseits.
Und unter Gegnern der US- Todesstrafe sollte das respektvoll geklärt werden sollen.
Ich bitte Sie hier um Entschuldigung aufgrund meiner Reaktion
und würde mich über einen respektvollen Umgang weiterhin freuen.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 2. Dez 2020, 16:55

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(28 Nov 2020, 18:26)

Das kann ich aus meinr Wahrnehmung heraus nur bestätigen. Und dahingend ist sie auch nicht verpflichtet, etwas ausführlicher zu bestätigen. Ihre Ausführungen und Begründungen waren eindeutig und klar genug, die TS abzulehnen.

Werter Herr*in, Frau* Eulenwölfchen,
niemals würde ich Ihrer Wahrnehmung widersprechen, aber es ist auch gut,
wenn Sich US-Todesstrafengegner als solche zu erkennen geben.
Ihre Unterstützung der Userin habe ich somit wohlwollend zur Kenntnis genommen
und mir Gedanken gemacht über respektvollen Umgang. Danke dafür.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon naddy » Mi 2. Dez 2020, 17:17

Ein vermutlich vergeblicher Versuch die Diskussion wieder etwas sachlicher zu machen:

Vor ein oder zwei Tagen lief auf ZDF-Info eine Doku über die "Maras" in El Salvador. Dabei handelt es sich um Jugend-Gangs, die wahllos morden und die Bevölkerung terrorisieren. Da die Maßnahmen der Regierung sich bei der Bekämpfung dieses Problems als unwirksam erwiesen haben - bzw. entlegene Provinzen gar nicht erreichen -, gibt es nun Zusammenschlüsse von bewaffneten Bürgern, welche die Sache nach dem Motto: "Auge um Auge, Zahn um Zahn" selbst aus der Welt schaffen wollen. Wie sie in einem am Ende der Doku geführten Interview selbst einräumen ist ihnen bewußt, daß sie dabei "morden".

Mir geht es nun nicht um die allgemeine Bewertung von Selbstjustiz, sondern um die Frage, ob die Morde beider Gruppierungen unter strafrechtlichen und auch moralischen Gesichtspunkten als "gleichwertig" einzuordnen wären und demzufolge über die jeweiligen Täter - wenn sie gefaßt werden - das gleiche Urteil zu verhängen wäre. Oder müßte man den Angehörigen der "Bürgerwehr" eine durch staatliches Versagen verursachte "Notwehrsituation" zumindest strafmildernd zugutehalten?

Ich schreibe das mit der Intention, zu einer etwas differenzierteren Auseinandersetzung mit der Frage: "Welche Strafe bei Mord?" beizutragen.
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Billie Holiday » Mi 2. Dez 2020, 17:28

Notwehr ist kein Mord.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Eulenwoelfchen

Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 2. Dez 2020, 17:37

Bielefeld09 hat geschrieben:(02 Dec 2020, 16:55)

Werter Herr*in, Frau* Eulenwölfchen,
niemals würde ich Ihrer Wahrnehmung widersprechen, aber es ist auch gut,
wenn Sich US-Todesstrafengegner als solche zu erkennen geben.
Ihre Unterstützung der Userin habe ich somit wohlwollend zur Kenntnis genommen
und mir Gedanken gemacht über respektvollen Umgang. Danke dafür.


In dem Fall, He-Wölfchen. Sie liest aber mit, und teilt meine Haltung zur TS 1:1.
Dass Sie sich überhaupt Gedanken machen, noch dazu solche selbstreflektierenden, ehrt Sie in meinen Augen. Chapeau!
Eulenwoelfchen

Re: US-Todesstrafe - allgemein

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 2. Dez 2020, 18:04

naddy hat geschrieben:(02 Dec 2020, 17:17)

Ein vermutlich vergeblicher Versuch die Diskussion wieder etwas sachlicher zu machen:

Vor ein oder zwei Tagen lief auf ZDF-Info eine Doku über die "Maras" in El Salvador. Dabei handelt es sich um Jugend-Gangs, die wahllos morden und die Bevölkerung terrorisieren. Da die Maßnahmen der Regierung sich bei der Bekämpfung dieses Problems als unwirksam erwiesen haben - bzw. entlegene Provinzen gar nicht erreichen -, gibt es nun Zusammenschlüsse von bewaffneten Bürgern, welche die Sache nach dem Motto: "Auge um Auge, Zahn um Zahn" selbst aus der Welt schaffen wollen. Wie sie in einem am Ende der Doku geführten Interview selbst einräumen ist ihnen bewußt, daß sie dabei "morden".

Mir geht es nun nicht um die allgemeine Bewertung von Selbstjustiz, sondern um die Frage, ob die Morde beider Gruppierungen unter strafrechtlichen und auch moralischen Gesichtspunkten als "gleichwertig" einzuordnen wären und demzufolge über die jeweiligen Täter - wenn sie gefaßt werden - das gleiche Urteil zu verhängen wäre. Oder müßte man den Angehörigen der "Bürgerwehr" eine durch staatliches Versagen verursachte "Notwehrsituation" zumindest strafmildernd zugutehalten?

Ich schreibe das mit der Intention, zu einer etwas differenzierteren Auseinandersetzung mit der Frage: "Welche Strafe bei Mord?" beizutragen.



Ich habe diese Doku auch gesehen. Erwähnen sollte man auch, dass diese Bürgerwehren von bestens vernetzten Polizisten initiiert und auch ausgeführt werden. Einer Anführer einer dieser örtlichen Bürgerwehren, erklärte, er habe kraft seiner guten Beziehungen zu den staatlichen Polizeibehörden keinerlei Probleme, wg. seiner Morde, die er schon beging bzw. noch begehen werde, belangt zu werden. Er sei ja selbst Polizist und wisse, wie das gehe, zu morden, ohne erwischt werden zu können.

Strafmilderd in welchem Rechtsraum? - Einem mit oder ohne TS? - Bei letzterem: Keine Hinrichtung eines Mörders, obwohl klar ist, dass der Täter wieder morden würde?

MORD ist eine Tat, die das Tatmerkmal "Tötung aus niederen Beweggründen" aufweist.

Es gibt daher keine unterschiedliche Bewertung für Mord. MORD bleibt MORD. Zumindest in unserem Rechtssraum in D.
Das einzige, was hier wegfallen könnte, wäre die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Da Sie das besonders gut wissen, frage ich mich, wieso Sie hier ein solches Fass aufmachen?

Wenn schon, dann müssten Sie nicht nach dem jeweiligen Strafmaß fragen, sondern danach, ob man bestimmte Morde als Morde sehen könnte, die "moralisch" gar keine sind. Nur so ein "Mördchen".

Meines Wissens gibt es auch im anglo-amerikanischen Strafrechtsraum den Straftatbestand "Totschlag". Auch n einem minderschweren Fall.
Dann sollen halt die Geschworenen und Gerichte einen MORD, den ausgerechnet ein Polizist im vollen, wissentlichen Rechtsunbewusstsein beging, nur als so ein minderschweres Tötungsdelikt sanktionieren. :dead:

Genug Verständnis der TS-Apologeten kann man als fast sicher voraussetzten. :rolleyes:

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