US-Präsidentschaftswahl 2020

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odiug
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon odiug » Mi 13. Jan 2021, 12:43

aleph hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:37)

Lässt du uns an deiner weisheit ein wenig teilhaben?

Es ist immer die "Weisheit" des Nachhinein in so einem Fall.
Aber der Wendepunkt für Biden in den Primaries war the Old South ... North Carolina und Georgia.
Das reicht eigentlich für eine Erklärung des im Nachhinein offensichtlichen :p
Kohlhaas
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Kohlhaas » Mi 13. Jan 2021, 13:11

Senexx hat geschrieben:(13 Jan 2021, 09:36)

Gäbe es einen Lerneffekt, hätten die Amerikaner nicht Biden gewählt.

Wen sonst? Wer stand da nochmal alternativ zur Wahl?
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peterkneter
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon peterkneter » Mi 13. Jan 2021, 14:50

Hier mal ein ganz seltener Link zu FoxNews:
https://www.foxnews.com/politics/gop-sp ... ft-in-term

kann es sein, das 4-Jahres-Best-Buddy von Trump Mitch McConnell Trump nun im Senat seine Stimme verweigert??
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Cat with a whip
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Cat with a whip » Mi 13. Jan 2021, 15:58

odiug hat geschrieben:(13 Jan 2021, 09:48)

Also warum Biden die Primaries gewann, kann man schon erklären ... vor allem wenn man sich anschaut, wo er gewann.
Und was den Lerneffekt betrifft, wenn selbst Mitch dazulernen kann, dann habe ich auch noch Hoffnung für einen wie dich:

Mal schauen ...


McConnel muss da nix lernen, er nutzte Trump für die eiinteressen solange es ging, der weiß dass die GOP sich nun von Trump lösen muss, gestern hat er den Daumen gesenkt. :D
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 13. Jan 2021, 18:16

peterkneter hat geschrieben:(13 Jan 2021, 14:50)

Hier mal ein ganz seltener Link zu FoxNews:
https://www.foxnews.com/politics/gop-sp ... ft-in-term

kann es sein, das 4-Jahres-Best-Buddy von Trump Mitch McConnell Trump nun im Senat seine Stimme verweigert??


Vielleicht lässt ja auch die Ehefrau von Mitch ihren Gatten nicht mehr zu sich ins Bett, wenn er sich nicht schleunigst "häutet". Sie hat ja schließlich auch als langjährige Trumpministerin "kurz nach der Wahl" ;) hingeschmissen.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon sünnerklaas » Mi 13. Jan 2021, 18:49

peterkneter hat geschrieben:(13 Jan 2021, 14:50)

Hier mal ein ganz seltener Link zu FoxNews:
https://www.foxnews.com/politics/gop-sp ... ft-in-term

kann es sein, das 4-Jahres-Best-Buddy von Trump Mitch McConnell Trump nun im Senat seine Stimme verweigert??


Mitch McConnell ist ein prinzipienloser Opportunist, der nur seine politischen Felle wegschwimmen sieht, sollte er sich jetzt nicht mal so langsam aber sicher deutlich von Trump absetzen.
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King Kong 2006
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jan 2021, 19:50

Die mißvergnügten Trump-Armee Vertreter haben ja landesweit zum Marsch (inklusive Bewaffnung) aufgerufen.

Es drohen bewaffnete Proteste im ganzen Land

Ein internes Schreiben beim FBI geht vor der Amtseinführung Joe Bidens von Demonstrationen mit bewaffneten Trump-Anhängern in 50 US-Staaten aus. Einige der Drahtzieher seien Mitglieder von Extremistengruppen.

https://www.20min.ch/story/washington-i ... 6915344449


Auch heisst es in einem Memorandum, aus dem der Fernsehsender ABC zitierte, dass «bewaffnete Gruppen» nach Washington marschieren wollten.

https://www.luzernerzeitung.ch/internat ... ld.2085109


Zur Verteidigung des Kapitols und des neugewählten Präsidenten werden 15 000 Gardisten zusätzlich in Washington stationiert. Zur Verteidigung gegen die mißvergnügten Landsleute *
Zuletzt waren solche Verteidigungsmaßnahmen im US-Bürgerkrieg nötig. Trumps warme Worte für die Sturmtruppen waren ja "We love you!". Tja, manchmal kann die Liebe jedes Hindernis überwinden. Mal sehen, ob es so ist.

*Lincoln bezeichnete so die Aufständischen seinerzeit
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon sünnerklaas » Mi 13. Jan 2021, 20:10

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 19:50)

Die mißvergnügten Trump-Armee Vertreter haben ja landesweit zum Marsch (inklusive Bewaffnung) aufgerufen.
Zur Verteidigung des Kapitols und des neugewählten Präsidenten werden 15 000 Gardisten zusätzlich in Washington stationiert. Zur Verteidigung gegen die mißvergnügten Landsleute *
Zuletzt waren solche Verteidigungsmaßnahmen im US-Bürgerkrieg nötig. Trumps warme Worte für die Sturmtruppen waren ja "We love you!". Tja, manchmal kann die Liebe jedes Hindernis überwinden. Mal sehen, ob es so ist.

*Lincoln bezeichnete so die Aufständischen seinerzeit


Je gewalttätiger sie am 19. Januar sein werden, desto größer die Wahrschelinlichkeit, dass das nachgelagerte Impeachment erfolgreich sein wird. Was Trump und seine Anhänger da machen, ist der Inbegriff der totalen Selbstzerstörung.
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King Kong 2006
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jan 2021, 21:53

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Jan 2021, 20:10)

Je gewalttätiger sie am 19. Januar sein werden, desto größer die Wahrschelinlichkeit, dass das nachgelagerte Impeachment erfolgreich sein wird. Was Trump und seine Anhänger da machen, ist der Inbegriff der totalen Selbstzerstörung.


Für Charaktere wie Trump ist es schwer irgendetwas zwischen Sieg oder Niederlage zu erkennen. Wobei Niederlage praktisch Selbstzerstörung bedeutet. Schon Napoleon klagte darüber ständig gewinnen zu müssen. Sollte er nur ein Niederlage erleiden könnte er und sein Versuch einer Etablierung einer Dynastie wieder vom Erdboden verschwinden. Ob dabei 1 Mio. Menschen drauf gehen, wäre Männern wie ihm egal. Wie er sagte. Trump ist darauf programmiert immer nach vorne zu streben. Es gibt kein zurück. Deshalb ist es im auch völlig egal, was dabei über den Jordan geht. Er kann als Narziss nicht anders. Sicher könnte seine Nichte als Psychologin dazu Bücher schreiben. Naja, hat sie ja. Dabei darf man sich auch nicht täuschen lassen auch Napoleon konnte sentimental sein und Menschen mit Liebenswürdigkeiten überhäufen. Trump wirft auch mit love you um sich. Aber wehe, damit kommt er nicht weiter...

Mary Trump beschreibt ihren Onkel in dem am Dienstag erschienenen „Too Much and Never Enough: How My Family Created the World‘s Most Dangerous Man“ - auf Deutsch etwa: „Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“ - als verlogenen und kaltherzigen Narzissten. Die Psychologin geht auf 240 Seiten auch ausgiebig auf die komplizierte Familiengeschichte der Trumps ein.

https://www.fr.de/politik/donald-trump- ... 07960.html


Das Buch habe ich nicht gelesen. Wer Trump schon im Wahlkampf gesehen hat, wußte eigentlich, wie der tickt. Aber wenn er nicht entsprechende Helfer gehabt hätte, hätte er sich auch nicht so produzieren können. Giuliani hat sich ja zum Clown für ihn gemacht. Jetzt fliegt er wegen ihm vermutlich aus der Anwaltskammer! Diese andere schräge Anwältin Sidney nochwas, die für Trump behauptet hat, daß der seit Jahren verstorbene Chavez aus Venezuela die aktuelle Software der Wahlmaschinen - vermutlich als Geist - manipuliert hätte. Die hat jetzt eine Riesenklage wegen Verleumdung von denen am Hals. Interessiert das Trump? Wohl kaum. Generäle haben sich vornehm zurückgehalten, weil sie das Amt eine US-Präsidenten nicht beschädigen wollten uvm.
Zuletzt geändert von King Kong 2006 am Mi 13. Jan 2021, 22:00, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon conscience » Mi 13. Jan 2021, 22:00

Wie sollte mit Trump umgegangen werden ?
Entfernen. Anklagen. Inhaftieren.


Meine Meinung.
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odiug
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon odiug » Mi 13. Jan 2021, 23:03

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Jan 2021, 12:07)

Die ganze Aktion in der letzten Woche scheint für Trump und seinen Clan ernste Konsequenzen zu haben:

Mangelnder Rückhalt in der Wirtschaft: Der letzte Sargnagel für Trumps Business? Tagesschau.de)

Viele Unternehmen, für die Trump einst ein sehr attraktiver Geschäftspartner war, wollen von ihm nichts mehr wissen. Seine Geschäfte als Hotelier und Golfplatzbetreiber laufen auch - unter anderem als Folge von Covid 19 - sehr schlecht. Kaum einer will noch mit dem Namen Trump in Verbindung gebracht werden. Der Name und die Marke sind wegen Trumps Verhalten nach der Präsidentschaftswahl, vor allem aber nach dem Sturm auf das Kapitol komplett verbrannt. Dass Trump sich schon wieder an seine Anhänger gewandt hat und indirekt zur Gewalt aufgerufen hat (Quelle) kommt einer kompletten Selbstzerstörung gleich. Nicht nur Trump und sein Familienclan gehen unter, sondern mit ihnen auch das Trump-Imperium.

Also um ehrlich zu sein ... ein bisschen Schadenfreude gönn ich mir da.
Gerade das Business Image ist ihm ja wichtig :p
Ich denke, die Marke Trump ist verbrannt ... also zumindest in big Business.
Ein paar Hilly Billy Souvenirshops im Internet werden aber noch die nächsten Jahre über MAGA hats verkaufen.
Vielleicht reicht es ja auch noch zu einem Buchvertrag ... so mit Ghostwriter :D
Deutsche Übersetznung exklusiv im Kopp Verlag :p
Man munkelt auch von einem Trump Medienunternehmen ... Rush Limbaugh, Alex Jones, Carlson Tucker und in prime Time John Henedy 24 Stunden, 7 Tage, 52 Wochen und 12 Monate im Jahr :eek:
Und an Feiertagen, rerunns von The Apprentice :dead:
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Atue001 » Mi 13. Jan 2021, 23:44

Da sollte man sich keiner Ilussion hingeben. Er hat mehr Wähler für die GOP aktiviert, als jeder Präsident vor ihm.

Trump wird - wenn er es geschickt anstellt - auf Jahre immer noch Menschen finden, die ihn finanzieren. Ob über Bücher oder Einladungen zu Reden etc. etc. etc.....

Auch als Anti-Figur hat er einen Marktwert.

Und: Solange es ihm nicht verboten wird bleibt die realistische Variante, dass er 2024 nochmals antritt. Sofern er Kandidat würde - findet er definitiv auch Finanziers......und nicht nur das - seine Verwandtschaft steht ja auch schon in den Startlöchern.....

Die Ära Trump ist noch lange nicht beendet, nur weil seine Präsidentschaft endet. Und mehr noch - das eigentliche Problem in den USA ist ja nicht nur Trump, sondern vor allem, dass jemand wie Trump überhaupt so mobilisieren kann, wie es ihm gelungen ist.

Hier in Deutschland hören und lesen wir vor allem CNN, msnbc u.ä. Medien, die vor allem Trump-kritisch unterwegs sind. In den USA gibt es aber definitiv noch die alternative Szene, die anscheinend auch weite Teile der US-Bevölkerung erreicht.
Das darf und sollte man nicht vergessen - wäre es nur Trump, wäre er nie gewählt worden! Trumpism ist aber ein gesellschaftsfähiges und auch mehrheitsfähiges Modell in den USA - das zu verändern wird Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte dauern - wenn es überhaupt gelingt.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon conscience » Mi 13. Jan 2021, 23:51

Trump hat mehr Wähler für die GOP aktiviert, als jeder Präsident vor ihm, das ist wohl war. Aber er hat dabei die GOP ruiniert. Wie schnell die GOP sich davon erholen kann, kommt darauf an, ob sich die Partei von Trump emanzipieren kann und wie erfolgreich die Demokraten sind.
Gegen Antisemitismus und Antizionismus!! Unterstützt Israel!!
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Atue001 » Do 14. Jan 2021, 00:01

conscience hat geschrieben:(13 Jan 2021, 23:51)

Trump hat mehr Wähler für die GOP aktiviert, als jeder Präsident vor ihm, das ist wohl war. Aber er hat dabei die GOP ruiniert. Wie schnell die GOP sich davon erholen kann, kommt darauf an, ob sich die Partei von Trump emanzipieren kann und wie erfolgreich die Demokraten sind.


Trump dürfte die GOP ziemlich egal sein. Er hat schon immer die Welt pauschal in Anhänger (seiner Führerschaft) und Gegner unterteilt - und die GOP war stets nur Mittel zum Zweck.

Das macht es nicht besser - es sollte nur klar sein, dass das Problem nicht mit dem Abgang von Trump erledigt ist, die USA hat ein generelles Problem wenigstens mit rechteren Wählern.
Die GOP hat in der Folge entweder die Option auf Jahre hinweg zu akzeptieren, dass die Demokraten wegen der gespaltenen rechten Szene regelmäßig die Mehrheit holen, oder aber weiterhin mit rechts-aussen zu kokettieren - auch ohne Trump!

Letzteres würde ihr die Aussicht nicht nur auf ab und an mal einen Präsidenten liefern, sondern eigentlich auf Jahre hinweg die Chance liefern, vor den Demokraten zu landen.
Im Anbetracht dieser Verhältnisse ist es eher wahrscheinlich, dass die gemäßigten Republikaner seltener werden, als dass die GOP ihre Spaltung riskiert.

Das politische Klima ist - und das nicht erst seit Trump - ziemlich vergiftet.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon odiug » Do 14. Jan 2021, 09:30

Atue001 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 23:44)

Da sollte man sich keiner Ilussion hingeben. Er hat mehr Wähler für die GOP aktiviert, als jeder Präsident vor ihm.

Trump wird - wenn er es geschickt anstellt - auf Jahre immer noch Menschen finden, die ihn finanzieren. Ob über Bücher oder Einladungen zu Reden etc. etc. etc.....

Auch als Anti-Figur hat er einen Marktwert.

Und: Solange es ihm nicht verboten wird bleibt die realistische Variante, dass er 2024 nochmals antritt. Sofern er Kandidat würde - findet er definitiv auch Finanziers......und nicht nur das - seine Verwandtschaft steht ja auch schon in den Startlöchern.....

Die Ära Trump ist noch lange nicht beendet, nur weil seine Präsidentschaft endet. Und mehr noch - das eigentliche Problem in den USA ist ja nicht nur Trump, sondern vor allem, dass jemand wie Trump überhaupt so mobilisieren kann, wie es ihm gelungen ist.

Hier in Deutschland hören und lesen wir vor allem CNN, msnbc u.ä. Medien, die vor allem Trump-kritisch unterwegs sind. In den USA gibt es aber definitiv noch die alternative Szene, die anscheinend auch weite Teile der US-Bevölkerung erreicht.
Das darf und sollte man nicht vergessen - wäre es nur Trump, wäre er nie gewählt worden! Trumpism ist aber ein gesellschaftsfähiges und auch mehrheitsfähiges Modell in den USA - das zu verändern wird Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte dauern - wenn es überhaupt gelingt.

Ja eh ... Wellfare wird er und seine Brut nicht brauchen :p
Und was deine Medienkritik betrifft: Rupert Murdoch und Fox News sind gar nicht soooo das Problem in den USA.
Carlson Tucker und John Hendedy könnte man schon ertragen, wenn es sein muss.
Schlimm ist der lokale Medienmarkt und da hat die Sinclair Broadcast Group den Markt in den USA ziemlich in der Tasche ... und zwar nationwide :eek:
Es gibt in den USA kaum noch liberale Radiostationen ... dafür aber eine Flut von Rechtsknallern wie Alex Johnes :dead:
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 14. Jan 2021, 10:49

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Jan 2021, 18:49)

Mitch McConnell ist ein prinzipienloser Opportunist, der nur seine politischen Felle wegschwimmen sieht, sollte er sich jetzt nicht mal so langsam aber sicher deutlich von Trump absetzen.


So ist es :thumbup:
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon conscience » Do 14. Jan 2021, 11:11

Jetzt ist es mir klar geworden - die Schuppen sind mir von den Augen gefallen:
Der Sturm auf das Capitol, dieser auf den ersten Augenschein stümperhaft durchgeführte „Putsch“, war notwendig, um die bewaffnete Macht nach Washington DC zu holen, damit der eigentliche Staatsstreich am 20.01.2021 durchgeführt werden kann.




Satire oder Realität ? Es könnte so sein.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Meruem » Do 14. Jan 2021, 11:20

Naja auch Trumps Töchterchen scheint sich wohl um ihr Image zu sorgen sie will wohl bei der Amtseinführung von Biden dabei sein ihr Sugardaddy soll darauf wenig begeistert reagiert haben. :D
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon sünnerklaas » Do 14. Jan 2021, 11:23

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 21:53)

Für Charaktere wie Trump ist es schwer irgendetwas zwischen Sieg oder Niederlage zu erkennen. Wobei Niederlage praktisch Selbstzerstörung bedeutet. Schon Napoleon klagte darüber ständig gewinnen zu müssen. Sollte er nur ein Niederlage erleiden könnte er und sein Versuch einer Etablierung einer Dynastie wieder vom Erdboden verschwinden. Ob dabei 1 Mio. Menschen drauf gehen, wäre Männern wie ihm egal. Wie er sagte. Trump ist darauf programmiert immer nach vorne zu streben. Es gibt kein zurück. Deshalb ist es im auch völlig egal, was dabei über den Jordan geht. Er kann als Narziss nicht anders.



Wobei Trump eine ganz andere Form des Narzissten ist, als es andere in vergleichbarer Position in der Weltgeschichte waren. Stalin, Napoleon oder Mao war bewusst, dass sie für ihren Erfolg und ihren Machterhalt etwas tun mussten; nämlich selber arbeiten, Ideen entwickeln und umsetzen und dafür Aufgaben an andere zu deligieren. Alle drei waren - im Gegensatz zu Trump - Strategen durch und durch und waren von der Grundidee getrieben, ihre Länder zu modernisieren. Insofern haben sie es geschafft, trotz der zig Millionen von Toten, ihre Länder in anderen Bereichen deutlich nach vorne zu bringen. Stalin hat, als die Wehrmacht kurz vor Moskau stand, sich davon überzeugen lassen, dass er kein Militärstratege ist und hat Marschall Shukov das Militärische, das Diplomatische seinen Außenminister Molotow und vor allem dessen Mitarbeiter Gromyko machen lassen.

Trump ist nicht in der Lage, etwas an Leute zu deligieren, die eine Sache besser können als er. Trump hatte deshalb auch keine brillianten und sehr durchsetzungsfähigen Diplomaten. Hinzu kommt: Trump will nichts im Land modernisieren, er schaut nach hinten, er malt das Bild einer vermeintlich großen Vergangenheit. Das zeigt sich bei seiner Bilanz: Das einzig greifbare, was von ihm kam, waren Steuersenkungen. Aus dem von ihm versprochenen Infrastrukturpaket ist nichts geworden. Dabei wäre es angesichts der z.T. hoffnungslos veralteten und extrem störanfälligen Versorgungsinfrastruktur in den USA dringend notwendig. Mit der Umsetzung und Durchsetzung des Pakets hätte er die USA auf lange Sicht richtig voran gebracht. Er hat es nicht einmal versucht.

Trump hat auch nie die Frage gestellt, warum in den USA entwickelte Autos in den USA so schlechten Absatz finden, warum die Leute lieber in Asien oder Europa gebaute Fahrzeuge kaufen. Dass die US-Automobilindustrie seit vielen Jahren, ja schon seit Jahrzehnten in der Krise ist, hat strukturelle Ursachen.

Trump ist eben kein Modernisierer, er ist auch kein Revolutionär. Er verspricht Restauration.So etwas kann nicht funktionieren. Dass er dann auch noch kein Stratege ist, zeigt der Umstand, dass die Chinesen den von Trump angezettelten Wirtschaftskrieg dazu genutzt haben, sich ihre eigene Freihandelszone aufzubauen. Die Trump-USA stehen staunend und erschrocken am Rande und können nur zugucken, Mitspracherecht und Gestaltungsmöglichkeiten haben sie bei der größten Freihandelszone der Welt nicht.

Und Trump kann am Ende nichts eingestehen, er kann im Angesicht seiner Niederlage nur noch alles kaputt schlagen. Seine Versprechen haben sich weitgehend in Luft aufgelöst. Und dass das so ist, lag an ihm. Der größte Feind von Trump ist Trump selbst.
sünnerklaas
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon sünnerklaas » Do 14. Jan 2021, 11:26

Meruem hat geschrieben:(14 Jan 2021, 11:20)

Naja auch Trumps Töchterchen scheint sich wohl um ihr Image zu sorgen sie will wohl bei der Amtseinführung von Biden dabei sein ihr Sugardaddy soll darauf wenig begeistert reagiert haben. :D


Die will halt sicherlich auch weiterhin in New York, Los Angeles, Paris, Berlin oder London teuer shoppen gehen können. Ohne gleich aus dem Laden zu fliegen. ;)

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