US-Präsidentschaftswahl 2020

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Fliege
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US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Fliege » Di 29. Sep 2020, 11:59

Trumps Wirken und Trumps Erfolg sind gewürdigt, Kandidaten nominiert, Chancen für Trumps Wiederwahl evaluiert — und nun steht bald die Wahl selber an, nämlich am 3. November 2020.

Glanzlichter des Wahlkampfes dürften die drei vereinbarten TV-Rededuelle zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden werden: "Die erste Debatte soll am 29. September in Cleveland im Bundesstaat Ohio stattfinden. Die beiden weiteren Debatten sollen am 15. Oktober in Miami in Florida und am 22. Oktober in Nashville in Tennessee folgen" (N-TV online).

In der nun bevorstehenden Nacht auf Mittwoch steigt das erste Duell: "Welt.de überträgt die Debatte ab 2.55 Uhr im Livestream" (Welt online).

In diesem Strang geht es um Ereignisse und Einschätzungen zur US-Präsidentschaftswahl von den TV-Duellen bis zur endgültigen Feststellung des Wahlsiegers.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Fliege » Di 29. Sep 2020, 12:02

Auf das TV-Ereignis in der Nacht bin ich sehr gespannt und erwarte mir davon erste Aufschlüsse für den späteren Wahlausgang.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Liberty » Di 29. Sep 2020, 14:42

Bei den Demokraten stapelt man vor dem Duell tief. Sie ahnen wohl, was da Böses auf sie zukommt, wenn Opa Biden aus seinem Keller vor TV Kameras muss. :D
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Schnitter » Di 29. Sep 2020, 15:01

Eigentlich ist der Drops doch schon gelutscht.....
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Moses » Di 29. Sep 2020, 17:22

Schnitter hat geschrieben:(29 Sep 2020, 15:01)

Eigentlich ist der Drops doch schon gelutscht.....

Was bewegt dich zu dieser Auffassung?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Vongole » Di 29. Sep 2020, 17:23

Liberty hat geschrieben:(29 Sep 2020, 14:42)

Bei den Demokraten stapelt man vor dem Duell tief. Sie ahnen wohl, was da Böses auf sie zukommt, wenn Opa Biden aus seinem Keller vor TV Kameras muss. :D

Na ja, dass der "Debatten"gegner Trump heißt, wissen sie schon lange.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Alexyessin » Di 29. Sep 2020, 18:07

Dann werde ich mal meine Pflicht tun und mir das heute ansehen. Kann mich bitte jemand morgen früh mit PN aufwecken, damit ich eine Zusammenfassung schreibe? Danke.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon conscience » Di 29. Sep 2020, 18:09

Alexyessin hat geschrieben:(29 Sep 2020, 18:07)

Dann werde ich mal meine Pflicht tun und mir das heute ansehen. Kann mich bitte jemand morgen früh mit PN aufwecken, damit ich eine Zusammenfassung schreibe? Danke.


Gerne :thumbup:

Wann möchtest Du den geweckt werden :D
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Schnitter » Di 29. Sep 2020, 19:43

Moses hat geschrieben:(29 Sep 2020, 17:22)

Was bewegt dich zu dieser Auffassung?


Der Abstand in den Umfragen erscheint mir zu groß.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Fliege » Di 29. Sep 2020, 19:49

Schnitter hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:43)
Der Abstand in den Umfragen erscheint mir zu groß.

Und wenn es mit den Umfragen so "gut" ausgeht wie vor vier Jahren?
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Elmar Brok » Di 29. Sep 2020, 19:58

Keine Ahnung, ob es ein Narrativ von Fox News, Trump und co. ist, dass sich mir einprägt. Aber meine Erwartungshaltung gegenüber Biden ist auf einem Allzeittief. Ich erwarte eigentlich überhaupt nichts, außer dass sich Biden nicht völlig blamiert. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber Trump scheint wirklich ein Meister darin zu sein, Zweifel an Biden (und Clinton) tief in einem zu verankern. Das Bild des alten, senilen und schwachen Bidens, der letztlich nur eine Marionette ist. Biden kann wenig dagegen tun, es reichen 2-3 schwache Momente, die sich einprägen, um das Narrativ Trumps zu stärken. Wäre ich relativ unentschlossen un Wähler in den USA könnte ich mir schon vorstellen, dass ich am Tag der Wahl dann doch Trump wählen würde. Weil er trotz seines Alters doch irgendwie wie das Gegenteil wirkt. Vielleicht deute ich da auch zu viel hinein. Mal sehen wie Biden sich heute schlägt.

Inzwischen frage mich daher schon, ob die Aufstellung von Biden wirklich die klügste Entscheidung der Demokraten war. Gefühlt war er die Notoption, um Sanders zu verhindern. Wenn sich das mal nicht rächt.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Laertes » Di 29. Sep 2020, 20:03

Falls Trump wiedergewählt wird, dann deshalb weil ausreichend viele Amerikaner das so wollen. Um zu wissen woran man mit Trump ist, braucht es ja nun wirklich keine TV-Duelle mehr. Gestern habe ich irgendwo die Bezeicnung Sadopopulismus dafür gelesen, dass viele US Bürger Trump wählen, wohlwissend dass es für sie persönlich schlechter wird - Hauptsache der politische Gegner muss noch mehr unter Trump leiden.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Laertes » Di 29. Sep 2020, 20:09

Laertes hat geschrieben:(29 Sep 2020, 20:03)

Falls Trump wiedergewählt wird, dann deshalb weil ausreichend viele Amerikaner das so wollen. Um zu wissen woran man mit Trump ist, braucht es ja nun wirklich keine TV-Duelle mehr. Gestern habe ich irgendwo die Bezeicnung Sadopopulismus dafür gelesen, dass viele US Bürger Trump wählen, wohlwissend dass es für sie persönlich schlechter wird - Hauptsache der politische Gegner muss noch mehr unter Trump leiden.


PS: Bei genauerem Nachdenken müsste es aus Sicht der Trump-Wähler nicht Masopopulismus heißen?
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Fliege » Di 29. Sep 2020, 20:10

Elmar Brok hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:58)

Inzwischen frage mich daher schon, ob die Aufstellung von Biden wirklich die klügste Entscheidung der Demokraten war. Gefühlt war er die Notoption, um Sanders zu verhindern. Wenn sich das mal nicht rächt.

Nun bin ich gespannt, ob Trump bereits im ersten Duell darauf hinweist, dass Biden womöglich nur den Wahlplatzhalter für Kamala Harris gibt.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Elmar Brok » Di 29. Sep 2020, 20:19

Fliege hat geschrieben:(29 Sep 2020, 20:10)

Nun bin ich gespannt, ob Trump bereits im ersten Duell darauf hinweist, dass Biden womöglich nur den Wahlplatzhalter für Kamala Harris gibt.

Mir fehlt tatsächlich der Glaube, dass Biden vier Jahre Präsidentschaft durchhalten wird. Trump wird in diesem Duell so agieren, wie man ihn kennt. Biden ist die Variable.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon franzmannzini » Di 29. Sep 2020, 20:30

Elmar Brok hat geschrieben:(29 Sep 2020, 20:19)

Mir fehlt tatsächlich der Glaube, dass Biden vier Jahre Präsidentschaft durchhalten wird. Trump wird in diesem Duell so agieren, wie man ihn kennt. Biden ist die Variable.


Wenn er ständig einen Teleprompter(Berater) hat, ist das kein Problem.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Schnitter » Di 29. Sep 2020, 21:03

Fliege hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:49)

Und wenn es mit den Umfragen so "gut" ausgeht wie vor vier Jahren?


Vor 4 Jahren gab es bekanntlich "freundliche Mithilfe".

Da spielen die sozialen Medien diesmal wohl nicht mit.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Ove Haithabu » Di 29. Sep 2020, 22:54

Elmar Brok hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:58)
Keine Ahnung, ob es ein Narrativ von Fox News, Trump und co. ist, dass sich mir einprägt. Aber meine Erwartungshaltung gegenüber Biden ist auf einem Allzeittief. Ich erwarte eigentlich überhaupt nichts, außer dass sich Biden nicht völlig blamiert. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber Trump scheint wirklich ein Meister darin zu sein, Zweifel an Biden (und Clinton) tief in einem zu verankern. Das Bild des alten, senilen und schwachen Bidens, der letztlich nur eine Marionette ist. Biden kann wenig dagegen tun, es reichen 2-3 schwache Momente, die sich einprägen, um das Narrativ Trumps zu stärken. Wäre ich relativ unentschlossen un Wähler in den USA könnte ich mir schon vorstellen, dass ich am Tag der Wahl dann doch Trump wählen würde. Weil er trotz seines Alters doch irgendwie wie das Gegenteil wirkt. Vielleicht deute ich da auch zu viel hinein. Mal sehen wie Biden sich heute schlägt.

Ja, ich bin auch gespannt. Wenn Herr Trump einen guten Tag hat, dann nimmt er Herrn Biden auseinander und säht Zweifel an dessen Gesundheit. Wenn Herr Biden nicht aufpasst, tritt er in die Falle oder andere Fettnäpfen und zahlt hinteher den Preis. Herr Trump hat gegenüber Herrn Biden den Vorteil, lügen zu können ohne dass es ihm seine Anhänger übel nehmen.

Elmar Brok hat geschrieben:(29 Sep 2020, 19:58)
Inzwischen frage mich daher schon, ob die Aufstellung von Biden wirklich die klügste Entscheidung der Demokraten war. Gefühlt war er die Notoption, um Sanders zu verhindern. Wenn sich das mal nicht rächt.

In der Tat. Die Vorwahlen der Demokraten waren allerdings eine Selbst-Demontage. So sehr, sich die Kandidaten da angegangen sind (z. B. Herr Sanders gegen Herrn Bloomberg), ist es schon bemerkenswert, das die überhaupt noch ihre eigenen Wähler mobilisieren können.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Ove Haithabu » Di 29. Sep 2020, 23:09

Liberty hat geschrieben:(29 Sep 2020, 21:46)

Trump muss auf jeden Fall angreifen und das wird er wohl auch tun. Die Debates sind seine Chance das Ruder rumzureissen. Biden ist ein schlechter Debattenredner und dazu noch hochgradig dement.

Trump muss Biden in die Defensive drängen, ihn unter Druck setzen und zu spontanen Erwiderungen zwingen. Würde mich wundern, wenn Biden da nicht gnadenlos untergeht.

Dass Herr Biden dement ist, glaube ich nicht. Dass er nicht debattieren kann, glaube ich schon eher. Und das spricht schon genug gegen ihn. Wenn er sich von einem Herrn Trump abservieren lässt, wie soll er sich dann auf der Weltbühne mit Russen und Chinesen schlagen ? Das werden die Wähler sicher registrieren.

Wobei es eh im Auge des Betrachters ist, ob er gnadenlos untergegengen ist oder nicht. Aus der Entfernung, ohne die USA gut zu kennen, scheint es mir als ob die meisten Wähler in dem doch sehr polarisierten Wahlkampf ihre Meinung eh schon gemacht haben. So viele Unentschlossene wie zu vorherigen Wahlen gibt es diesmal meines Erachtens nach wohl nicht. Die Trump Anhänger werden hinterher sagen, Trump hat haushoch gewonnen und die Biden Anhänger werden das Gegenteil behaupten.

Auch die Medien haben sich wohl schon festgelegt, selbst wenn Herr Biden während der Debatte einen Schwächeanfall erleidet, werden einige Medien berichten das er die Debatte gewonnen hat. Die Artikel sind sicher schon fertig geschrieben.
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Re: US-Präsidentschaftswahl 2020

Beitragvon Schnitter » Mi 30. Sep 2020, 00:23

Ove Haithabu hat geschrieben:(29 Sep 2020, 23:09)
Wobei es eh im Auge des Betrachters ist, ob er gnadenlos untergegengen ist oder nicht. Aus der Entfernung, ohne die USA gut zu kennen, scheint es mir als ob die meisten Wähler in dem doch sehr polarisierten Wahlkampf ihre Meinung eh schon gemacht haben.


11 % sind noch unentschieden. Diese Debatten werden maßlos überschätzt. Kein Wunder, denn um Inhalte geht es da ja bekanntlich nicht.

Eigentlich ist Biden durch.

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