Impeachment!?

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schokoschendrezki
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Re: Impeachment!?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 29. Nov 2019, 09:43

odiug hat geschrieben:(29 Nov 2019, 00:21)

Jonathan Pie ist gut ... da gebe ich dir recht.
Jim Jefferies bläst ins gleiche Horn und wettert gerne gegen die Snowflakes.
Und recht haben beide ... Snowflakes nerven.
Oder um einen Aphorismus zu zitieren, den so mancher Oskar Wild zuschreiben, andre Mark Twain:
The opposite of good isn't evil. It is having good intentions.
Die Antwort auf Snowflakes ist aber nicht Trump, Boris Johnson, Orban, Erdogan oder Putin.
Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, die Antwort auf Trump wäre Biden.
Ein "back to normal" ist genau jenes ignorieren des Protest, das Trump erst ermöglichte.

Und Elizabeth Warren? Die wird in einem jüngeren ZEIT-Artikel zwar mit der bezeichnenden Überschrift "Extrem Lieb" ( :p ) porträtiert ... aber gleichzeitig wird darin klargemacht: Alles andere als eine leichtgewichtige "Snowflake". Im Gegenteil. Professionell, umstürzlerisch, nicht fortzublasen. Nur eben in die andere Richtung. Immer noch weiter nach links. Verstaatlichung auf ganzer Linie. (Wie kann das eigentlich verfangen in den USA ...) Also ähnlich wie (ein umgedrehter) Trump?
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Fr 29. Nov 2019, 09:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 09:43)

Und Elizabeth Warren? Die wird in einem jüngeren ZEIT-Artikel zwar mit der bezeichnenden Überschrift "Extrem Lieb" ( :p ) porträtiert ... aber gleichzeitig wird darin klargemacht: Alles andere als eine leichtgewichtige "Snowflake". Im Gegenteil. Professionell, umstürzlerisch, nicht fortzublasen. Nur eben in die andere Richtung. Immer noch weiter nach links. Also ähnlich wie (ein umgedrehter) Trump?

Schau her: ich bin der Meinung, dass einige Dinge extrem schief laufen.
Besonders klar wurde das in der Bankenkrise.
Und es genügt nicht mehr, an ein paar Stellschrauben zu drehen, sondern es braucht radikalere Reformen.
Das gilt so bei uns, wie auch ... und dort vielleicht sogar noch mehr ... in den USA.
Trump ist Ausdruck dieser Unzufriedenheit, von daher ist Biden als Kandidat des "back to normal" genau jene Arroganz und Ignoranz, die die abgehängten Wähler in die Arme dieses Con Man in Chief treibt.
Ich denke nach Trump, ist ein "back to normal" keine Antwort auf die Fragen, die den Leuten unter den Nägeln brennen.
Und wenn sich dabei einige Profiteure des Status Quo in die Hose pissen, so finde ich das nicht weiter schlimm.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 29. Nov 2019, 09:59

odiug hat geschrieben:(29 Nov 2019, 09:55)

Schau her: ich bin der Meinung, dass einige Dinge extrem schief laufen.
Besonders klar wurde das in der Bankenkrise.
Und es genügt nicht mehr, an ein paar Stellschrauben zu drehen, sondern es braucht radikalere Reformen.
Das gilt so bei uns, wie auch ... und dort vielleicht sogar noch mehr ... in den USA.
Trump ist Ausdruck dieser Unzufriedenheit, von daher ist Biden als Kandidat des "back to normal" genau jene Arroganz und Ignoranz, die die abgehängten Wähler in die Arme dieses Con Man in Chief treibt.
Ich denke, nach Trump, ist ein "back to normal" keine Antwort auf die Fragen, die den Leuten unter den Nägeln brennen.
Und wenn sich dabei einige Profiteure des Status Quo in die Hose pissen, so finde ich das nicht weiter schlimm.

Das ist zwar keine Antwort auf meine Frage .... aber ich verstehe dich schon ...
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Fr 29. Nov 2019, 10:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Nov 2019, 09:59)

Das ist zwar keine Antwort auf meine Frage .... aber ich verstehe dich schon ...

Ja ... OK ... die Frage ist doch, warum wählen Leute gegen ihre Interessen, wenn sie ihr Kreuzchen bei Trump, Orban, Erdogan oder Putin machen :?:
Teil der Antwort liegt in dem, was man in den USA "cultural War" nennt.
Deswegen heizt Trump diesen auch so an ... es nutzt ihm, lenkt die Frage, darf man "merry Crissmas" sagen doch von den eigentlichen Problemen, um die sich Politik kümmern sollte ab und spaltet die Wählerschaft.
Und wenn Teile des linken Spektrums in den USA sich auf diesen Mist einlassen, dann spielen sie Trumps spiel und haben damit schon verloren.
Das Gleiche gilt so auch für "Weihnachtsmarkt" hier in Deutschland.
Der Punkt wäre, diese Traditionen nicht als Anlass zur Ausgrenzung zu nehmen, sondern sie als Einladung zu verstehen.
Wenn der Muslim am Bratwurststand eine halal Bratwurst isst und alkoholfreien Glühwein trinkt, ist es wirklich mehr als egal, ob er dabei an das Christkind denkt.
Wichtig ist nur, wir haben eine gute Zeit.
Und damit das möglich ist, ist es auch gut, wenn es halah Bratwurst auf dem Christkindlesmarkt gibt.
Deswegen muss man das Ding aber nicht Wintermarkt nennen.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Amun Ra » Fr 29. Nov 2019, 17:53

odiug hat geschrieben:(29 Nov 2019, 09:55)
...
Trump ist Ausdruck dieser Unzufriedenheit, von daher ist Biden als Kandidat des "back to normal" genau jene Arroganz und Ignoranz, die die abgehängten Wähler in die Arme dieses Con Man in Chief treibt.
Ich denke nach Trump, ist ein "back to normal" keine Antwort auf die Fragen, die den Leuten unter den Nägeln brennen.
Und wenn sich dabei einige Profiteure des Status Quo in die Hose pissen, so finde ich das nicht weiter schlimm.

Ich habe dieses "back to normal" bisher eher verstanden als "Weg von dem Trump'schen Chaos und hin zu ernsthafter Politik" denn als "Machen wir einfach blind da weiter wo Obama aufgehört hat", aber was du sehr schön beschreibst würde durchaus erklären warum die Demokraten gerade so gespalten zwischen den eher konservativen Kandidaten (Biden, Harris und ich glaube Yang zählt auch dazu) und den eher progressiven Kandidaten (Sanders, Warren und ich meine Buttigieg, kann mich aber bei letzterem irren) sind. Wenn ich die letzten Umfragen richtig im Kopf habe, bewegen sich die beiden Lager ja ungefähr im gleichen ballpark, was die Beliebtheitswerte bei den demokratischen Parteimitgliedern angeht.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Adam Smith » Fr 29. Nov 2019, 18:14

Amun Ra hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:53)

Ich habe dieses "back to normal" bisher eher verstanden als "Weg von dem Trump'schen Chaos und hin zu ernsthafter Politik" denn als "Machen wir einfach blind da weiter wo Obama aufgehört hat", aber was du sehr schön beschreibst würde durchaus erklären warum die Demokraten gerade so gespalten zwischen den eher konservativen Kandidaten (Biden, Harris und ich glaube Yang zählt auch dazu) und den eher progressiven Kandidaten (Sanders, Warren und ich meine Buttigieg, kann mich aber bei letzterem irren) sind. Wenn ich die letzten Umfragen richtig im Kopf habe, bewegen sich die beiden Lager ja ungefähr im gleichen ballpark, was die Beliebtheitswerte bei den demokratischen Parteimitgliedern angeht.


Die einen sind ja die Wähler wie bei Trump (Biden) die Armen und Verzweifelten sowie Dummen und die anderen die Reichen und Klugen (Sanders).
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Fr 29. Nov 2019, 19:07

Amun Ra hat geschrieben:(29 Nov 2019, 17:53)

Ich habe dieses "back to normal" bisher eher verstanden als "Weg von dem Trump'schen Chaos und hin zu ernsthafter Politik" denn als "Machen wir einfach blind da weiter wo Obama aufgehört hat", aber was du sehr schön beschreibst würde durchaus erklären warum die Demokraten gerade so gespalten zwischen den eher konservativen Kandidaten (Biden, Harris und ich glaube Yang zählt auch dazu) und den eher progressiven Kandidaten (Sanders, Warren und ich meine Buttigieg, kann mich aber bei letzterem irren) sind. Wenn ich die letzten Umfragen richtig im Kopf habe, bewegen sich die beiden Lager ja ungefähr im gleichen ballpark, was die Beliebtheitswerte bei den demokratischen Parteimitgliedern angeht.

Buttigieg ist eher ein moderater und liegt auf der Linie von Biden, nur jünger, frischer, unverbrauchter und unbelasteter.
Aus dem wird noch mal was, wenn er am Ball bleibt ... nur halt nicht jetzt.
Punkt ist folgender: "Yes we can" entpuppte sich dann doch eher als :"Well ... who tought about that ... not really ..."
Das gilt so für den eher halbherzigen Versuch einer universellen Krankenversicherung ... dabei hätte Obama die Chance gehabt, das auf richtiger Beine zu stellen.
Aber nein ... er bestand auf bipartisan support und versemmelte es.
Das gilt so für die Außenpolitik ... aus "bring our troops back !" wurde "Yea ... we kill with drones now." und selbst Reagan sprang mit den Bankern im Savings & Loans Skandal noch ganz anders um, als Obama.
Unter Reagan landeten noch Banker im Knast, unter Obama stopften man ihnen die Taschen voll mit Notenpressegeld ... dafür sorgte Timothy Geithner.
Das einzig Gute an Timothy war, er wechselte nach seinem Job als Finanzminister zu Goldman Sachs ... Trump holt seine von Goldman Sachs ... "drain the swomp!" :dead:
Man schaut heute auf Obama so ... nennen wir das mal nostalgisch verklärt ... aber nur wegen dem Vergleich mit heute.
Das war auch bei Clinton so.
Mit Bush Junior ar auch Bill auf einmal gar nicht mehr so schlimm ... dabei war er es, der der Demokratischen Partei die Grube grub mit seiner neoliberalen Politik, die geradewegs, verstärkt duch die Inkompetenz von Bush Junior in die Finanzkrise führte.
Es gibt sogar Leute, die sehnen sich nach Bush Junior zurück :eek:
Da gab es einen schönen Sketch von SNL, die Georg W zur Wahl von Trump sagen liesen: "History is mercyfull ... it took only eight years and i will not be remembered as the worst President in history." :p
So weit hat uns Trump schon getrieben ... und genau deswegen ist ein "back to normal", für das Biden steht, auch nicht die Antwort auf Trump.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 30. Nov 2019, 06:35

odiug hat geschrieben:(29 Nov 2019, 19:07)

Unter Reagan landeten noch Banker im Knast, unter Obama stopften man ihnen die Taschen voll mit Notenpressegeld ... dafür sorgte Timothy Geithner.
Unter Obama stopfte man den Bankern die Taschen voller Notenpressegeld? Da wär ich um einen Link dankbar. Ansonsten sah das bei den Banken in den ersten 6 Jahren der Obama Präsidentschaft so aus. Kam aber noch einiges hinterher.

"Internationale Großbanken sind in den vergangenen Jahren für Fehltritte in den Vereinigten Staaten kräftig zur Kasse gebeten worden. Die Financial Times hat berechnet, dass die Finanzinstitute seit Beginn der Finanzkrise rund 100 Milliarden Dollar Strafen zahlen mussten. Es scheint, als wollten Aufseher und Obama-Regierung den Vorwurf aus der Welt schaffen, dass die Banker bei der Aufarbeitung der Finanzkrise zu sanft angefasst würden." Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 64735.html

Im übrigen hat Obama die durch die Vorgängerregierungen geöffneten regulatorischen Scheunentore geschlossen die die Finanzkrise erst entstehen ließen. Trump hat sie inzwischen wieder aufgemacht. Die USA sind nun mal ein Hort der unternehmerischen Freiheit. Die nächste Finanzkrise ist damit vorprogrammiert. Beim Schuldenstand (Staat, Unternehmen, Privathaushalte) liegt man inzwischen erheblich über den Zahlen von 2007, auch weltweit. Nur eine offenbar geistig umnachtete Regierung in Deutschland faselt ständig wirres Zeug über eine Schwarze Null und fährt die Staatsverschuldung seit Jahren runter anstatt sie zu erhöhen.

Was das Impeachment betrifft gibt es inzwischen Umfragen die zur Erkenntnis kommen dass die öffentlichen Anhörungen die Stimmung in der Bevölkerung nahezu Null verändert haben. Beide Lager sehen sich durch die öffentlichen Anhörungen in ihrer Meinung bestätigt. Das hätte man sich auch sparen können und weiterhin bei den Anhörungen hinter verschlossenen Türen bleiben sollen.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Sa 30. Nov 2019, 12:30

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Nov 2019, 06:35)

Unter Obama stopfte man den Bankern die Taschen voller Notenpressegeld? Da wär ich um einen Link dankbar. Ansonsten sah das bei den Banken in den ersten 6 Jahren der Obama Präsidentschaft so aus. Kam aber noch einiges hinterher.

"Internationale Großbanken sind in den vergangenen Jahren für Fehltritte in den Vereinigten Staaten kräftig zur Kasse gebeten worden. Die Financial Times hat berechnet, dass die Finanzinstitute seit Beginn der Finanzkrise rund 100 Milliarden Dollar Strafen zahlen mussten. Es scheint, als wollten Aufseher und Obama-Regierung den Vorwurf aus der Welt schaffen, dass die Banker bei der Aufarbeitung der Finanzkrise zu sanft angefasst würden." Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 64735.html

Im übrigen hat Obama die durch die Vorgängerregierungen geöffneten regulatorischen Scheunentore geschlossen die die Finanzkrise erst entstehen ließen. Trump hat sie inzwischen wieder aufgemacht. Die USA sind nun mal ein Hort der unternehmerischen Freiheit. Die nächste Finanzkrise ist damit vorprogrammiert. Beim Schuldenstand (Staat, Unternehmen, Privathaushalte) liegt man inzwischen erheblich über den Zahlen von 2007, auch weltweit. Nur eine offenbar geistig umnachtete Regierung in Deutschland faselt ständig wirres Zeug über eine Schwarze Null und fährt die Staatsverschuldung seit Jahren runter anstatt sie zu erhöhen.

Was das Impeachment betrifft gibt es inzwischen Umfragen die zur Erkenntnis kommen dass die öffentlichen Anhörungen die Stimmung in der Bevölkerung nahezu Null verändert haben. Beide Lager sehen sich durch die öffentlichen Anhörungen in ihrer Meinung bestätigt. Das hätte man sich auch sparen können und weiterhin bei den Anhörungen hinter verschlossenen Türen bleiben sollen.

100 Milliarden ist nett ... aber allein das erste Rettungspaket, für das Obama noch als Senator, aber schon gewählter Präsident in der Amtsübergabezeit stimmte, hat schon 700 Milliarden gekostet.
Und das war erst der Anfang um den unmittelbaren Kollaps zu vermeiden.
Und ja ... ich verstehe ja warum man das machte.
Es wurde aber nicht ein Banker zur Verantwortung gezogen ... und da gibt es einige, die in den 'Knast gehörten.
Sagt dir der Begriff Magnetar Trade was ?
https://www.propublica.org/article/the- ... bble-going
Das ist nach wie vor legal und auch nur ein Beispiel von vielen :eek:
Und ja ... die Bundesregierung war noch schlimmer.
Der Dolchstoß gegen die Deutsche Sozialdemokratie war nicht Harz 4 und Schröder, wie uns alle vorgaukeln ... es war Peer Steinbrück und seine Reaktion auf die Finanzkrise.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 30. Nov 2019, 14:36

odiug hat geschrieben:(30 Nov 2019, 12:30)

100 Milliarden ist nett ... aber allein das erste Rettungspaket, für das Obama noch als Senator, aber schon gewählter Präsident in der Amtsübergabezeit stimmte, hat schon 700 Milliarden gekostet.
Die Strafzahlungen über 100 Mrd $ sind aus meiner Sicht ein ordentliches Sümmchen. Und was das Rettungspaket aus dem Jahr 2008 über 700 Mrd $ betrifft sah das bereits 1 1/2 Jahre später so aus:

"Gleichzeitig machte Obama aber klar, dass die Rettung der Bankenbranche für die Steuerzahler bisher billiger was als angenommen. Das Rettungsprogramm für Banken habe die US-Regierung seit Oktober 2008 bislang rund 117 Mrd. Dollar gekostet - prognostiziert waren 341 Mrd. Dollar. Insgesamt hatte die Regierung für das Rettungspaket seinerzeit mehr als 700 Mrd. Dollar veranschlagt, aber viele Banken haben bereits einen Großteil zurückgezahlt." Quelle: https://www.welt.de/welt_print/wirtscha ... e-ein.html
Und das war erst der Anfang um den unmittelbaren Kollaps zu vermeiden.
Ja, dann gab es noch Konjunkturprogramme um die Wirtschaft nicht abschmieren zu lassen, aber die gab es weltweit. 50 Mio Arbeitslose wären die USA teurer gekommen. Kommt da jetzt noch was zu ihrer Aussage dass den Bankern unter Obama das Notenpressegeld in die Taschen gestopft wurde? Mir ist nichts dergleichen bekannt.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Sa 30. Nov 2019, 15:41

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Nov 2019, 14:36)

Die Strafzahlungen über 100 Mrd $ sind aus meiner Sicht ein ordentliches Sümmchen. Und was das Rettungspaket aus dem Jahr 2008 über 700 Mrd $ betrifft sah das bereits 1 1/2 Jahre später so aus:

"Gleichzeitig machte Obama aber klar, dass die Rettung der Bankenbranche für die Steuerzahler bisher billiger was als angenommen. Das Rettungsprogramm für Banken habe die US-Regierung seit Oktober 2008 bislang rund 117 Mrd. Dollar gekostet - prognostiziert waren 341 Mrd. Dollar. Insgesamt hatte die Regierung für das Rettungspaket seinerzeit mehr als 700 Mrd. Dollar veranschlagt, aber viele Banken haben bereits einen Großteil zurückgezahlt." Quelle: https://www.welt.de/welt_print/wirtscha ... e-ein.html
Ja, dann gab es noch Konjunkturprogramme um die Wirtschaft nicht abschmieren zu lassen, aber die gab es weltweit. 50 Mio Arbeitslose wären die USA teurer gekommen. Kommt da jetzt noch was zu ihrer Aussage dass den Bankern unter Obama das Notenpressegeld in die Taschen gestopft wurde? Mir ist nichts dergleichen bekannt.

Ja ... auch bei Savings&Loans machte der Steuerzahler langfristig einen Gewinn.
Amis sind da pragmatistischer in Solchen Angelegenheiten.
Dennoch wurde niemand zur Verantwortung gezogen.
Und das halte ich bis heute für einen Fehler ... machen doch die gleichen Leute weiter, als ob nix gewesen wäre.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Liberty » So 1. Dez 2019, 02:38

Die Ironie des ganzen ist doch, dass Biden genau das gemacht hat, was die Demokraten Trump vorwerfen.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Kohlhaas » So 1. Dez 2019, 17:08

Liberty hat geschrieben:(01 Dec 2019, 02:38)

Die Ironie des ganzen ist doch, dass Biden genau das gemacht hat, was die Demokraten Trump vorwerfen.

Die Demokraten werfen Trump vor, dass er seine Macht als Präsident genutzt haben soll, um eigene, persönliche Interessen zu verfolgen. Es ist schlechterdings unmöglich, dass Biden genau das gleiche gemacht haben könnte, weil Biden nicht Präsident ist.

Die Ironie des ganzen ist, dass angebliche republikanische Patrioten einen Mann im Amt halten, den sie nicht ausstehen können, der konsequent Amerika schadet und der überdies auch noch ein völlig verblödeter Narzist ist. Und das alles nur aus Gründen des Machterhalts.... SO patriotisch sind die Republikaner!
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Tom Bombadil » So 1. Dez 2019, 17:38

odiug hat geschrieben:(29 Nov 2019, 00:29)

Gar nix ... geht mir am Arsch vorbei.

Das ist aber jetzt schon eine Makroaggression :cool:
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Re: Impeachment!?

Beitragvon naddy » So 1. Dez 2019, 19:29

Kohlhaas hat geschrieben:(01 Dec 2019, 17:08)

Die Ironie des ganzen ist, dass angebliche republikanische Patrioten einen Mann im Amt halten, den sie nicht ausstehen können, der konsequent Amerika schadet und der überdies auch noch ein völlig verblödeter Narzist ist. Und das alles nur aus Gründen des Machterhalts.... SO patriotisch sind die Republikaner!


Ich denke, es ist eher umgekehrt. Trump hält die Republikaner an der Sonne, weil sie keine Alternative anbieten können, die auch nur annähernd die gleichen Beliebtheitswerte bei der Bevölkerung erreichen könnte. Sonst könnte er sich seine Macken und Eskapaden doch gar nicht leisten.

"Der Anführer von Ratten kann kein Löwe sein" (irgendein Russe, ich glaube Dostojewski...).
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Liberty » So 1. Dez 2019, 22:16

Kohlhaas hat geschrieben:(01 Dec 2019, 17:08)
Die Demokraten werfen Trump vor, dass er seine Macht als Präsident genutzt haben soll, um eigene, persönliche Interessen zu verfolgen. Es ist schlechterdings unmöglich, dass Biden genau das gleiche gemacht haben könnte, weil Biden nicht Präsident ist.


Biden war VP und Ukraine-Beauftrager der US-Regierung. Kurz nach dem Sturz von Janukowitsch reiste Biden nach Kiew. Einen Monat später wurde sein Sohn in den Verwaltungsrat von Bursima, dem grössten Gaskonzern der Ukraine berufen, wo er 50.000 Dollar im Monat verdiente, obwohl er über keinerlei berufliche Erfahrung in der Gasbranche verfügte.

Dann hat Biden die ukrainische Regierung erpresst den Generalstaatanwalt zu entlassen, der gegen Bursima wegen Korruption und Geldwäsche ermittelte. Biden hat 1 Mrd. Dollar Hilfsgelder für die Ukraine zurückgehalten um die ukrainische Regierung zu zwingen diesen Generalstaatsanwalt zu entlassen.
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » So 1. Dez 2019, 23:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Dec 2019, 17:38)

Das ist aber jetzt schon eine Makroaggression :cool:

Nein nein ... was ich mache ist "passive aggressive" in "Snowflakespeech" :p
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Cobra9 » Mo 2. Dez 2019, 10:26

Liberty hat geschrieben:(01 Dec 2019, 22:16)

Biden war VP und Ukraine-Beauftrager der US-Regierung. Kurz nach dem Sturz von Janukowitsch reiste Biden nach Kiew. Einen Monat später wurde sein Sohn in den Verwaltungsrat von Bursima, dem grössten Gaskonzern der Ukraine berufen, wo er 50.000 Dollar im Monat verdiente, obwohl er über keinerlei berufliche Erfahrung in der Gasbranche verfügte.

Dann hat Biden die ukrainische Regierung erpresst den Generalstaatanwalt zu entlassen, der gegen Bursima wegen Korruption und Geldwäsche ermittelte. Biden hat 1 Mrd. Dollar Hilfsgelder für die Ukraine zurückgehalten um die ukrainische Regierung zu zwingen diesen Generalstaatsanwalt zu entlassen.


Das ist deine Vermutung. Aber der Nachweis fehlt bisher. Es ist aber bekannt das Burisma regelmäßig prominente Namen sich gesichert hat.
Aleksander Kwasniewski beispielsweise. Aber selbst wenn deine Gedanken stimmen würden. Es geht um Trump der mehrfach ein nachweisbares Problem hat.

Biden ist natürlich ne schillernde Figur. Aber Trump ist im Fadenkreuz
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Auf meiner Liste : Alter Stubentiger, Alster
und Neuzugang Everythingchanges wo so konkrete Aussagen liefert wie ein Troll in der Mystik :p
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Re: Impeachment!?

Beitragvon odiug » Mo 2. Dez 2019, 11:57

Liberty hat geschrieben:(01 Dec 2019, 22:16)

Biden war VP und Ukraine-Beauftrager der US-Regierung. Kurz nach dem Sturz von Janukowitsch reiste Biden nach Kiew. Einen Monat später wurde sein Sohn in den Verwaltungsrat von Bursima, dem grössten Gaskonzern der Ukraine berufen, wo er 50.000 Dollar im Monat verdiente, obwohl er über keinerlei berufliche Erfahrung in der Gasbranche verfügte.

Dann hat Biden die ukrainische Regierung erpresst den Generalstaatanwalt zu entlassen, der gegen Bursima wegen Korruption und Geldwäsche ermittelte. Biden hat 1 Mrd. Dollar Hilfsgelder für die Ukraine zurückgehalten um die ukrainische Regierung zu zwingen diesen Generalstaatsanwalt zu entlassen.

Die Britische Regierung, die EU, der IMF und die US Regierung mit der Unterstützung durch den Congress haben von der Ukraine gefordert, den korrupten Staatsanwalt Wiktor Schokin zu entlassen.
Wenn du Biden Korruption vorwirfst um seinen Sohnemann zu schützen, dann frag dich bitte mal, was die Britische Regierung denn damit zu tun haben soll, auf deren Veranlassung im Rahmen von Untersuchungen gegen ukrainische Oligarchen, die Unwilligkeit von Wiktor Schokin darin zu partizipieren erst zum Problem für die westlichen Unterstützer der Ukraine gegen die russische Aggression wurde.
Ich gebe dir aber darin recht, dass Biden die Rolle seines Sohn bei Burisma damals hätte ansprechen und erklären müssen und sich auch davon distanzieren hätte müssen.
Das ist aber ein Maßstab an das Verhalten von Politikern, den wir bei Trump komplett vergessen können.
Denn mal ehrlich: welche Qualifikationen hat den Donald jr., Ivanka oder Kutschner :?:
Und die arbeiten nicht einmal bei fragwürdigen Firmen, die "arbeiten" im weißen Haus :eek:
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Re: Impeachment!?

Beitragvon Strangequark » Mo 2. Dez 2019, 12:58

Liberty hat geschrieben:(01 Dec 2019, 02:38)

Die Ironie des ganzen ist doch, dass Biden genau das gemacht hat, was die Demokraten Trump vorwerfen.

Erscheint mir aber auch keine durchdachte Argumentation zu sein: "Wenn Biden das darf, dann darf das Trump doch auch!". Dann wäre Trump ja keinen Deut besser, im Gegenteil.

Und selbst wenn es stimmen würde was die Republikaner Biden vorwerfen, sind das immer noch 2 ganz unterschiedliche Kaliber. Das eine wäre ein Vizepräsident der seine Macht dazu ausnutzt um seinen Sohn vor einer kriminellen ausländischen Justiz zu schützen. Das andere ist ein Präsident der zwielichtige Kontakte zu einer kriminellen ausländischen Justiz herstellt um sie dazu zu bewegen ein Verfahren gegen seinen politischen Kontrahenten zu starten. Das erste kann, denke ich, jeder von uns nachvollziehen weil er vermutlich genauso handeln würde, das zweite allerdings spricht für einen narzisstischen Charakter der einen Scheiß auf Demokratie gibt weil der persönliche Erfolg über allem steht.

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