Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

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Alpha Centauri
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 27. Jan 2020, 12:14

JosefG hat geschrieben:(27 Jan 2020, 12:12)

Sowohl beim Christentum als auch beim Islam gehört der missionarische Auftrag zum Kern der Ideologie.


Ja wohl wahr, deshalb ist diesem Eifer auch entschieden zu begegnen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Jan 2020, 12:16

Tomaner hat geschrieben:(27 Jan 2020, 12:07)

Irgendwie kotzt einem dein Schubladendenken an. Erzkonservative Christen haben auch nichts mit Christen zu tun, die vielleicht mal Weihnachten eine Kirche von innen sehen. Was dem Islam angeht, sind deren Opfer wohl zu 95 Prozent Moslems selbst und nicht Christen oder Juden. Was du schreibst ist also vollkommener Quatsch, sonst müßtest du ja schreiben, der Islam hasst vor allem Moslems. Was in aller Welt ist ein Durchschnitts-Atheist? Und was waren zum Beispiel Stalinisten?


Schlimm genug, dass die Religionen Hass in die Köpfe ihrer Schäfchen pflanzen.

Soso, 95% der Opfer des Islam sind die eigenen Schäfchen. Sehr friedliebend. :) kein Wunder, dass hier so viele wild darauf sind, dass sich der Islam auch hier ausbreitet. :thumbup:
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Jan 2020, 12:18

JosefG hat geschrieben:(27 Jan 2020, 12:12)

Sowohl beim Christentum als auch beim Islam gehört der missionarische Auftrag zum Kern der Ideologie.


Mit welchem Ziel? Aus einem Ungläubigen macht man keinen Gläubigen per Zwang.
Offenbar können viele Gläubige andere nicht nach ihrer Fasson glücklich sehen. Es könnte einem doch wurscht sein, was und ob der Nachbar glaubt.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon H2O » Mo 27. Jan 2020, 13:14

JosefG hat geschrieben:(27 Jan 2020, 12:12)

Sowohl beim Christentum als auch beim Islam gehört der missionarische Auftrag zum Kern der Ideologie.


Ich erkenne zwischen christlicher Verkündigung und Bekämpfung Ungläubiger begriffliche Unterschiede. Zumindest gibt die deutsche Sprache das her.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Kritikaster » Mo 27. Jan 2020, 13:18

Billie Holiday hat geschrieben:(27 Jan 2020, 12:18)

Mit welchem Ziel? Aus einem Ungläubigen macht man keinen Gläubigen per Zwang.
Offenbar können viele Gläubige andere nicht nach ihrer Fasson glücklich sehen. Es könnte einem doch wurscht sein, was und ob der Nachbar glaubt.

Vollkommen richtig! :thumbup:
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mo 27. Jan 2020, 14:47

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2020, 13:14)

Ich erkenne zwischen christlicher Verkündigung und Bekämpfung Ungläubiger begriffliche Unterschiede. Zumindest gibt die deutsche Sprache das her.

Ich hatte geschrieben:
JosefG hat geschrieben:(26 Jan 2020, 15:59)

Christen sehen die Moslems als Verbündete im Kampf gegen den Atheismus.

Darauf kam diese Antwort:
Billie Holiday hat geschrieben:(27 Jan 2020, 08:51)

Warum muß der Atheismus bekämpft werden?

Die Umdeutung des Kampfes gegen eine Weltanschauung in einen Kampf gegen Menschen kam dann von dir selber:
H2O hat geschrieben:(27 Jan 2020, 09:39)

Wo sehen Sie denn einen Kampf von Christen gegen "Ungläubige"?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon H2O » Mo 27. Jan 2020, 17:11

JosefG hat geschrieben:(27 Jan 2020, 14:47)

Ich hatte geschrieben:

Darauf kam diese Antwort:

Die Umdeutung des Kampfes gegen eine Weltanschauung in einen Kampf gegen Menschen kam dann von dir selber:


Was sollen denn diese Spitzfindigkeiten? Als ob im Kampf gegen Weltanschauungen die Menschen in Frieden gelassen werden könnten, wenn sie ihre Weltanschauung für die allein selig machende halten! Auf christlicher Seite sehe ich in diesem Lande keine "Bekämpfung" um Christi willen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon naddy » Mo 27. Jan 2020, 17:54

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2020, 17:11)

Auf christlicher Seite sehe ich in diesem Lande keine "Bekämpfung" um Christi willen.

Das ist allerdings nicht den Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu verdanken, sondern der Durchsetzung des Laizismus in Folge der Aufklärung. Wissenswertes dazu findet sich in diesem Beitrag.

Die strikte Trennung von Religion und Staat ist in keinem der islamisch dominierten Staaten vollzogen, noch aktuell überhaupt vorstellbar.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mo 27. Jan 2020, 18:00

Der Kampf gegen eine Weltanschauung kann zB. auch darin bestehen
zu versuchen, die Anhänger dieser Weltanschauung zu überzeugen
oder Andere vom Wechsel zu dieser Weltanschauung abzuhalten.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon H2O » Mo 27. Jan 2020, 18:44

JosefG hat geschrieben:(27 Jan 2020, 18:00)

Der Kampf gegen eine Weltanschauung kann zB. auch darin bestehen
zu versuchen, die Anhänger dieser Weltanschauung zu überzeugen
oder Andere vom Wechsel zu dieser Weltanschauung abzuhalten.


Wer will das denn? Ich sehe keine im Inland missionierende Kirche. Ich sehe hier nur Teilnehmer, die mir unaufgefordert Unausgegorenes erzählen über Seelen und Tiere. So etwas nenne ich "missionieren".
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon H2O » Mo 27. Jan 2020, 18:59

naddy hat geschrieben:(27 Jan 2020, 17:54)

Das ist allerdings nicht den Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu verdanken, sondern der Durchsetzung des Laizismus in Folge der Aufklärung. Wissenswertes dazu findet sich in diesem Beitrag.

Die strikte Trennung von Religion und Staat ist in keinem der islamisch dominierten Staaten vollzogen, noch aktuell überhaupt vorstellbar.


Den zitierten Beitrag habe ich überflogen. Missionierend. Entstellend. Wozu? Leben und leben lassen. Warum soll ich mich in unserem freiheitlichen Rechtsstaat nun mit islamischen Gesellschaftsordnungen befassen? Kulturgeschichtlich in keiner Weise in unser Grundgesetz eingeflossen, das Grundlage unseres gesellschaftlichen Miteinanders ist.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon naddy » Mo 27. Jan 2020, 20:56

H2O hat geschrieben:(27 Jan 2020, 18:59)

Den zitierten Beitrag habe ich überflogen. Missionierend. Entstellend.

Ich sehe da eher eine faktenbasierte historische Aufarbeitung. Wird da deiner Meinung nach etwas Falsches behauptet?
Wozu? Leben und leben lassen. Warum soll ich mich in unserem freiheitlichen Rechtsstaat nun mit islamischen Gesellschaftsordnungen befassen?

Weil in diesen Gesellschaftsordnungen sozialisierte Menschen hier zuwandern?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mo 27. Jan 2020, 21:42

naddy hat geschrieben:(27 Jan 2020, 17:54)

Wissenswertes dazu findet sich in diesem Beitrag.

Interessant.
Zuletzt geändert von JosefG am Di 28. Jan 2020, 02:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon unity in diversity » Di 28. Jan 2020, 02:10

Atheisten versuchen natürlich auch, für ihre Sache zu „missionieren“.
Sie nennen es Aufklärung. Dazu weisen sie unaufgefordert auf Widersprüche in Verkündigungen und Offenbarungen hin.
Das gibt den Religiösen Gelegenheit, ihrerseits aufzuklären.
Möglichst werbend, unverbissen und entspannt. Die Wichtigkeit ihres Anliegens sollte das ermöglichen. Der befreiende Aha-Effekt kommt auch durch gewinnenden Humor zustande.
Man wird nicht jeden Menschen, der gefestigt auf den Fundamenten seiner Weltsicht steht, bewegen können.
Aber man kann verhindern, daß Gelegenheitsreligiöse, also Suchende, in Hände geraten, die nicht gerade vertrauenswürdig sind.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon H2O » Di 28. Jan 2020, 08:16

naddy hat geschrieben:(27 Jan 2020, 20:56)

Ich sehe da eher eine faktenbasierte historische Aufarbeitung. Wird da deiner Meinung nach etwas Falsches behauptet?
Der Abschnitt mit den "Großkirchen" ist eine bösartige Unterstellung.
Weil in diesen Gesellschaftsordnungen sozialisierte Menschen hier zuwandern?
Die Gleichsetzung der Ziele dieser Organisationen ist nur bösartig.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Progressiver » Mo 3. Feb 2020, 20:34

Ich bin selbst Atheist. Ich sehe aber eine mögliche Partei "Die Atheisten" skeptisch. Als Erkennungsmerkmal wäre mir die Bezeichnung "atheistisch" nicht ausreichend. Atheist zu sein, bedeutet ja nur, dass man nicht an einen religiösen Gott glaubt. Aber was kommt darüber hinaus? Ich hatte es hier in diesem Forum schon mit Atheisten zu tun, die an die alleinglückseligmachende Kraft des totalen Marktes glaubten. Ja, auch Marktradikale können nach strenger Definition Atheisten sein. Auf der anderen Seite gab es aber auch die Kommunisten. Diese boten aber auch nur eine gottlose Ersatzreligion an. Auch der Buddhismus ist eine gottlose Religion. Jedenfalls, wie gesagt: Als Kriterium wäre mir das Prädikat "Atheismus" nicht ausreichend.

Für mich mache ich auch noch einen anderen Unterschied: Denjenigen zwischen (evolutionären bzw. säkularen) Humanisten einerseits. Andererseits gibt es auch die nihilistische Variante. Als jemand, der einen säkularen Humanismus vertritt, möchte ich positive Werte leben. Nihilistische Atheisten dagegen sind Bilderstürmer, die einfach nur zerstören wollen, was vorher falsch lief. Dies, ohne positive Werte zu vermitteln. Natürlich gibt es aber auch in den "richtigen" Religionen und politischen Strömungen destruktive und nihilistische Züge. Dies ist aber meine eigene persönliche Wertung.

Wichtig fände ich es, die Macht der organisierten Religionen da zurückzudrängen, wo sie sich in gefährlicher Weise in das Leben auch der Ungläubigen einmischen. Diese Lobbymacht gilt es zu sprengen. Ich bin aber auch gegen die total durchindividualisierte Gesellschaft. Denn da sind wir bei Margret Thatchers Idee, dass es keine Gesellschaft gibt. Und somit auch keine Notwendigkeit der Verantwortung der Menschen sich selbst und anderen gegenüber. So etwas ist vielleicht etwas für Psychopathen, die andere nur als Feinde sehen und gerne für den eigenen Erfolg über Leichen gehen. Aber ich denke, eine moderne Version einer Art von Kommunitarismus wäre sicher nicht schlecht. Und vor allem auch: Wenn die Menschheit nur aus total durchindividualisierten Monaden bestehen würde, wäre es für die Herrschenden ein leichtes, die vielen Individuen zu beherrschen und gegeneinander auszuspielen. Quasi "Teile und herrsche". Ein gesundes Maß an Solidarität gegenüber den Reichen und Mächtigen ist also lebensnotwendig. Ansonsten kommt es trotzdem zu Gruppenbildungen. Wenn nicht von linker, aufgeklärter Seite aus, dann aber von der rechten Seite. Also von religiösen Fundamentalisten aller Religionen und von den rechtsbraunen Tribalisten, die die Gesellschaft zerstören wollen. Und gerade das wollen wir als Mitglieder einer offenen Gesellschaft ja eben verhindern.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mo 3. Feb 2020, 23:48

Progressiver hat geschrieben:(03 Feb 2020, 20:34)

Als Erkennungsmerkmal wäre mir die Bezeichnung "atheistisch" nicht ausreichend.

Eine nähere Festlegung könnte im Parteiprogramm erfolgen.

Als jemand, der einen säkularen Humanismus vertritt, möchte ich positive Werte leben.

Man könnte folgende Überlegungen in ein Grundsatzprogramm der Partei aufnehmen:
Die viele Jahrmillionen dauernde Evolution kann gesehen werden als eine gigantische Investion der Natur, die notwendig war, um aus toter Materie das heutige bewusste Leben hervorzubringen. Daraus lässt sich eine Wertschätzung des heutigen Lebens ableiten. Aus der Unsicherheit allen Wissens folgt auch die Ungewissheit in der Frage, ob nicht doch alles einen Sinn hat, den wir heute noch nicht kennen. Und es folgt die Pflicht zur Suche als vorläufige Grundlage allen Handelns.

Wie ich im Eröffnungsbeitrag geschrieben habe, sehe ich mich selber nicht als eingefleischten Atheisten. Ich meine, dass in der Frage der Rätselhaftigkeit des Bewusstseins noch lange nicht alles geklärt ist, da könnte noch ein grundlegender Wandel des naturwissenschaftlichen Weltbildes bevorstehen. Leider gehöre ich da derzeit zu einer Minderheit.

Wichtig fände ich es, die Macht der organisierten Religionen da zurückzudrängen, wo sie sich in gefährlicher Weise in das Leben auch der Ungläubigen einmischen.

Da stimme ich zu, wobei es mir wichtig ist, auch den Islam zu diesen Religionen zu zählen und den zunehmendem Bevölkerungsanteil der Moslems im Auge zu haben. Gerade Atheisten müssen in einem vom Islam geprägten Staat eine Radikalisierung der Moslems fürchten.
Zuletzt geändert von JosefG am Di 4. Feb 2020, 07:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Papaloooo » Di 4. Feb 2020, 06:52

JosefG hat geschrieben:(26 Jan 2020, 15:59)

Tiere haben keine Seele. Die hat nur der Mensch.
Das ist offizielle christliche Lehre.

Eine der vielen Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam: Auch im Islam
kommt die unsterbliche Seele entweder in den Himmel oder in die Hölle.
Christen sehen die Moslems als Verbündete im Kampf gegen den Atheismus.

Irgendwann, vor vielen Tausend Jahren:

Unsere Urahnen waren gerade dabei, die Bäume zu verlassen.

Papa schimpft Sohn: "Mensch jetzt ist's endlich deine Manjokwurzeln, wir können ja nicht mit dem rösten auf den nächsten Blitzschlag warten!"

Sohn: "Mama Papa zum letzten Mal! Ihr habt mir nichts zu sagen, ihr habt noch keine Seele!"

*****

Der christliche Himmel zeichnet sich durch einen großen Widerspruch aus,
denn den Himmel erreicht man durch die auf Mitgefühl basierende Nächstenliebe.
In der Nächstenliebe empfindet man Glück mit dem Geben von Glück an andere.
Sieht man Leidende, so ist einem das nicht egal, man fühlt sich erst Gut, wenn man dem Mitmenschen geholfen hat.

Ein Himmel, der nicht von allen erreicht wird kann, ist nicht dergestalt:
Es ist ein Bloß-nicht-hinschauen-da-geht-es-jemandem-schlecht-Himmel.
Man glaubt an eine Sphäre der Glückseligkeit im gleichgültigen herabschauen auf die Leidenden.
Es ist kein Wunsch mehr da, ihnen zu helfen.

Oder gar: wird einem die Ausübung eines Aktes der Nächstenliebe nicht gewährt?
Ist es dann ein Himmel, mit einer Garderobe hinter der Himmelstür, mit einem Schild "Geben Sie hier bitte Ihren freien Willen ab!"

Jedes tiefere Nachdenken führt das alles ad absurdum.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mi 5. Feb 2020, 04:21

Papaloooo hat geschrieben:(04 Feb 2020, 06:52)

Man glaubt an eine Sphäre der Glückseligkeit im gleichgültigen herabschauen auf die Leidenden.
Es ist kein Wunsch mehr da, ihnen zu helfen.

Vielleicht ist einfach keine Erinnerung mehr da an irgendetwas ausserhalb dieser Sphäre.
So würden die Theologen wohl sagen.
Der Straftatbestand der Beleidigung sollte abgeschafft werden
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Papaloooo » Mi 5. Feb 2020, 06:31

JosefG hat geschrieben:(05 Feb 2020, 04:21)

Vielleicht ist einfach keine Erinnerung mehr da an irgendetwas ausserhalb dieser Sphäre.
So würden die Theologen wohl sagen.

Angenommen ich käme wegen einer Depression zum Arzt und er rät mir:
"Es gibt da ein Medikament, welches Sie dauerhaft glücklich macht, sie werden sich nach der Einnahme aber an nichts mehr erinnern. Selbst Ihre Kinder werden Ihnen fremd sein."
Wer würde denn das wollen?
Kein besonders verlockendes Angebot ist der christliche Himmel.
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