Die Zukunft der CDU

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Wähler
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Wähler » Mo 4. Feb 2019, 18:07

Zeit 4. Februar 2019 Die CDU-Chefin hat angekündigt, von der Revisionsklausel im Koalitionsvertrag Gebrauch machen zu wollen
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... zeitbilanz
"Kramp-Karrenbauer schrieb auf Twitter, sie habe mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU darüber gesprochen, wie man "Deutschland unter geänderten Rahmenbedingungen zukunftsfähig halten" könne. "Dazu nutzen wir die Revisionsklausel im Koalitionsvertrag und werden eigene Vorschläge vorlegen." Mit rund 25.000 Mitgliedern gilt die MIT als einflussreiche Gruppierung in der Union."
Wie praktisch doch die Revisionsklausel im Koalitionsvertrag für AKK ist.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Europa2050 » Mo 4. Feb 2019, 21:05

Echt hat geschrieben:(04 Feb 2019, 18:04)

Wer hat gesagt, dass die parlamentarische Demokratie abgeschafft werden soll?


Die genannten Beispiele sind alle rein formal parlamentarische Demokratien - und doch sind sie eindimensional ausgerichtet. Man gaukelt dem Bürger einfache Lösungen vor. Und wehe, man hat eine Minderheitenmeinung oder einfach ganz individuell andere Bedürfnisse als die Masse ...

Da ist mir das Ringen unserer Parteien um Kompromisse doch lieber - auch wenn ich natürlich viel besser wüsste, wie unsere Probleme am besten zu lösen sind. ;)
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stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Echt » Di 5. Feb 2019, 06:21

Europa2050 hat geschrieben:(04 Feb 2019, 21:05)

Die genannten Beispiele sind alle rein formal parlamentarische Demokratien - und doch sind sie eindimensional ausgerichtet. Man gaukelt dem Bürger einfache Lösungen vor. Und wehe, man hat eine Minderheitenmeinung oder einfach ganz individuell andere Bedürfnisse als die Masse ...

Da ist mir das Ringen unserer Parteien um Kompromisse doch lieber - auch wenn ich natürlich viel besser wüsste, wie unsere Probleme am besten zu lösen sind. ;)


Also ich habe hier nirgendwo behauptet, dass das Parteiensystem abgeschafft werden soll. Deshalb weiss ich nicht warum du mich damit konfrontierst. Ich habe nur gesagt, dass SPD und CDU bald keine Rolle mehr spielen werden, wenn sie so weiter machen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 5. Feb 2019, 08:43

Echt hat geschrieben:(05 Feb 2019, 06:21)

Also ich habe hier nirgendwo behauptet, dass das Parteiensystem abgeschafft werden soll. Deshalb weiss ich nicht warum du mich damit konfrontierst. Ich habe nur gesagt, dass SPD und CDU bald keine Rolle mehr spielen werden, wenn sie so weiter machen.


Warum sollten sie keine Rolle mehr spielen?
Und dann hast du noch folgende Behauptung aufgestellt:
Die Altparteien haben die Demokratie missbraucht und in den Dreck gezogen


An was machst du diese Behauptung fest?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 10:16

Selina hat geschrieben:(04 Feb 2019, 15:06)

Kannst du das belegen?


Ist doch ganz einfach. Die letzten Wahlergebnisse.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 10:20

Selina hat geschrieben:(04 Feb 2019, 15:00)

Nein, die "Altparteien" werden nicht überflüssiger. Gerade jetzt werden sie gebraucht, um die Demokratie wieder zu festigen. Die ist nämlich stark gefährdet durch den Rechtsruck und das zunehmende Verbreiten von faschistoidem Gedankengut durch die Neue Rechte, deren Kern die AFD ist.


Die Demokratie ist gefährdet durch all ihre Gegner. Die findet man in den Reihen aller Parteien. Führend sind in dem Fall die linksradikalen Flügel, die rechtsradikalen Flügel und natürlich die islamistischen Demokratiegegner. Rechts-und linksradikale Elemente findet man in den entsprechenden Parteien die im Bundestag vertreten sind.

Ich weigere mich standhaft gegen ein Außerachtlassen der anderen Demokratiegegner nur weil es momentan schick ist den Untergang an rechten Parolen festzumachen. Untergehen wird diese Demokratie mit Sicherheit nicht.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Do 7. Feb 2019, 09:23

Skeptiker hat geschrieben:(06 Feb 2019, 18:37)

Wenn ich dazu meine Sichtweise geben darf …

Servus, ich habe den Beitrag aus dem AfD-Thread rübergezogen, denn ich denke en grande passt er hier viel besser rein.

Skeptiker hat geschrieben:(06 Feb 2019, 18:37)
Das "System Merkel" ist die Ausdehnung der politischen Bandbreite der CDU, weit über die Mitte hinaus, insbesondere die Gesellschaftspolitik betreffend. Man ist sich sicher gewesen rechts keinen mächtigen Gegenspieler zu haben, also hat man sich Machterhalt gesichert indem man den Linken die Themen wegnimmt. Als Beispiel sei das Thema Ehe für alle genannt, welches pünktlich kurz vor der Bundestagswahl plaziert wurde.


Ich denke das Thema Ehe für Alle eignet sich da weniger als Linksbezug. Das ist ein klassisches Liberales Feld. Und, soweit ich mich erinnern kann, ist eine der Strömungen der CDU auch immer eine liberale gewesen. Nebenbei wäre das Thema wohl früher oder später von den Gerichten in Karlsruhe eh auf den Tisch gekommen - ähnlich zur Wehrpflicht.

Was aber korrekt ist, das Frau Dr. Merkel, die CDU in die Moderne geführt hat um Wahlen zu gewinnen. Denn Wahlen zu gewinnen um dann Ämter verteilen zu können ist eins, wenn nicht gerade das wichtigste Bindemittel der Union seit jeher gewesen.

Skeptiker hat geschrieben:(06 Feb 2019, 18:37)
Es mag ja sein, dass sich gesellschaftliche Strömungen im Rahmen einer immerwährenden Modernisierung nach links bewegen. Was aber passiert mit denen, die eine konservative Meinung haben? Die werden auf einmal politisch heimaltlos. Und noch mehr, indem die CDU nach links rübermacht, verschwinden die Kontraste in der Politik, was die Metapher der Allparteienkoalition ausdrückt. Es macht schließlich keinen Unterschied mehr was man wählt, es passiert sowieso das gleiche - so jedenfalls die Wahrnehmung derer, die es sich anders wünschen. Ergebnis ist Wahlmüdigkeit. Das Auftreten der AfD hat das radikal geändert.


Das ist aber die Folge der großen Koalitionen und nicht eines "System Merkel".

Skeptiker hat geschrieben:(06 Feb 2019, 18:37)
Das System Merkel zeigt, dass es schlecht für die CDU sein könnte die eigenen Grundwerte zu verteidigen. Also gibt man sie auf um so sicher zu regieren. Damit schadet Frau Merkel mE der Demokratie ungemein. Sie treibt die Menschen an die Ränder, dorthin, wo sie glauben Alternativen zu der aktuellen Politik der Mitte zu finden. Das macht die Grünen und die AfD stark. In ihnen manifestieren sich die zwei Originale, die als echte Opposition zu Merkel gesehen werden, wobei die konservative Merkel den Grünen mittlerweile deutlich näher steht als der konservativ bis rechtsextremen AfD.


Liegt aber auch daran, das die Grüne Wählerschaft und somit die Partei bürgerlicher geworden sind.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Do 7. Feb 2019, 12:09

Ein bisserl untergeganen ist wohl die Rolle, die Jens Spahn und Frau Klöckner momentan spielen.
Herr Spahn darf als Bundesgesundheitsminister mit nach Davos zum Weltwirtschaftsgipfel UND auch zur SiKo nach München.
An selbigen Ort trifft dann auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein.

Da ich mir zwar mit viel Mühe noch vorstellen mag, das Weltwirtschaft und Gesundheitspolitik zusammen kommen verstehe ich wirklich nicht, was die beiden Fachminister bei der Si Ko wollen.
Außer natürlich, das es darum geht Kontakte zu knüpfen um für ein späteres, größeres Ministerium geeignet zu sein.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon van Kessel » Do 7. Feb 2019, 12:26

Nicht nur bei der CDU reisen Politiker gerne in der Weltgeschichte herum. Es geht - wie in allen anderen menschlichen Bereichen auch - um die Selbstdarstellung, weniger um Reputation. Seit Einführung einer 'Beliebtheitsskala' ist die -self-promotion- wichtiger als das Amt.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 21:04

Alexyessin hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:23)

Was aber korrekt ist, das Frau Dr. Merkel, die CDU in die Moderne geführt hat um Wahlen zu gewinnen. Denn Wahlen zu gewinnen um dann Ämter verteilen zu können ist eins, wenn nicht gerade das wichtigste Bindemittel der Union seit jeher gewesen.


Zum einen das. Zum anderen denke ich aber auch, dass Merkel die CDU auch wieder koalitionsfähiger gemacht hat. Die CDU war nach Kohl 7 Jahre weg von der Macht (zumindest in Berlin). In vielen Punkten hat man Ziele vertreten, für die es keine zweite Partei mehr gab, mit der man das hätte durchsetzen können. Es drohte einfach, dass sich außerhalb der CDU Mehrheiten gegen sie finden würden, wie für den Mindestlohn oder Abschaffung der Wehrplicht. Und um mit der SPD koalitionsfähig zu sein, musste man doch so einiges über Bord werfen, wofür man keine Mehrheiten gefunden hätte. Nicht wenige haben das Merkel übel genommen. Aber wenn man Mehrheiten bekommen will, muss man auch so eine Kröte wie den Mindestlohn akzeptieren (was aus meiner Sicht auch richtig war, ihn einzuführen).
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon sünnerklaas » Do 7. Feb 2019, 23:46

Sören74 hat geschrieben:(07 Feb 2019, 21:04)

Zum einen das. Zum anderen denke ich aber auch, dass Merkel die CDU auch wieder koalitionsfähiger gemacht hat. Die CDU war nach Kohl 7 Jahre weg von der Macht (zumindest in Berlin). In vielen Punkten hat man Ziele vertreten, für die es keine zweite Partei mehr gab, mit der man das hätte durchsetzen können. Es drohte einfach, dass sich außerhalb der CDU Mehrheiten gegen sie finden würden, wie für den Mindestlohn oder Abschaffung der Wehrplicht. Und um mit der SPD koalitionsfähig zu sein, musste man doch so einiges über Bord werfen, wofür man keine Mehrheiten gefunden hätte. Nicht wenige haben das Merkel übel genommen. Aber wenn man Mehrheiten bekommen will, muss man auch so eine Kröte wie den Mindestlohn akzeptieren (was aus meiner Sicht auch richtig war, ihn einzuführen).


Hätte die CDU/CSU versucht, den Mindestlohn zu verhindern, wäre sie weiterhin FÜR die Wehrpflicht eingetreten, hätte sie trotz Fukushima weiterhin am Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie festgehalten, hätte sie NULL Chance gehabt. Man darf ja nicht vergessen: die Bundestagswahl 2013 hat Schwarz-Gelb krachend verloren. Es wäre sogar eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit drin gewesen. Genau diese Option hatte aber die SPD ausgeschlossen. Es gab eine klare Ansage: wenn es für Rot-Grün nicht reichen würde, würde die SPD die Große Koalition anstreben.
Und die Rechnung der Kanzlerin ist ja bei allen Wahlen aufgegangen - für schlechte Politik mussten in erster Linie die Koalitionspartner bluten: die SPD, die FDP und bei der letzten Wahl die CSU.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon sünnerklaas » Do 7. Feb 2019, 23:52

Alexyessin hat geschrieben:(07 Feb 2019, 12:09)

Ein bisserl untergeganen ist wohl die Rolle, die Jens Spahn und Frau Klöckner momentan spielen.
Herr Spahn darf als Bundesgesundheitsminister mit nach Davos zum Weltwirtschaftsgipfel UND auch zur SiKo nach München.
An selbigen Ort trifft dann auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein.

Da ich mir zwar mit viel Mühe noch vorstellen mag, das Weltwirtschaft und Gesundheitspolitik zusammen kommen verstehe ich wirklich nicht, was die beiden Fachminister bei der Si Ko wollen.
Außer natürlich, das es darum geht Kontakte zu knüpfen um für ein späteres, größeres Ministerium geeignet zu sein.


Wobei man berücksichtigen muss, dass Spahn selbst in konservativen Kreisen inzwischen als Schwätzer angesehen wird und Frau Klöckner anzulasten ist, dass sie nicht in der Lage war, als Spitzenkandidatin der CDU eine Landtagswahl zu gewinnen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Feb 2019, 08:02

sünnerklaas hat geschrieben:(07 Feb 2019, 23:46)

Hätte die CDU/CSU versucht, den Mindestlohn zu verhindern, wäre sie weiterhin FÜR die Wehrpflicht eingetreten, hätte sie trotz Fukushima weiterhin am Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie festgehalten, hätte sie NULL Chance gehabt. Man darf ja nicht vergessen: die Bundestagswahl 2013 hat Schwarz-Gelb krachend verloren.


Nein, es war für FDP der Rücksturz zur Normalen Prozent. Merkel hingegen hat ein fulminantes Ergebnis liefern können.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Feb 2019, 08:02

sünnerklaas hat geschrieben:(07 Feb 2019, 23:52)

Wobei man berücksichtigen muss, dass Spahn selbst in konservativen Kreisen inzwischen als Schwätzer angesehen wird und Frau Klöckner anzulasten ist, dass sie nicht in der Lage war, als Spitzenkandidatin der CDU eine Landtagswahl zu gewinnen.


Was machen die dann auf der SiKo?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Liberty » Mo 11. Feb 2019, 21:15

AKK beim "Werkstattgespräch" der CDU:

"Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten...."

Der ehrlichste Moment einer CDU-Vorsitzenden seit vielen Jahren.

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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Feb 2019, 08:12

Liberty hat geschrieben:(11 Feb 2019, 21:15)

AKK beim "Werkstattgespräch" der CDU:

"Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten...."

Der ehrlichste Moment einer CDU-Vorsitzenden seit vielen Jahren.


Ouh, und das bedeutet jetzt?
Mann oh mann, du bist dich auch um nichts zu schade, was?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Musterdemokrat » Sa 16. Feb 2019, 18:43

Die CDU ist eine Sammlungsbewegung, keine Programmpartei, wie etwa die SPD. Daraus resultiert zwangsläufig eine stärkere Bindung an die Person der/des Parteivorsitzendenden. Ich halte dieses Modell einer Sammlungsbewegung in einer Demokratie für deplatziert, denn die Bindung an Personen kann den innperparteilichen Meinungsbildungsprozess abträglich sein. Seilschaften ausgehend von der Parteispitze entstehen leichter. Fehler, die die Führung macht, werden nicht oder schwerer korrigiert, solange die betreffende Person im Amt ist. Wenn die dann gleichzig noch Kanzlerin ist, und die Fehlentscheidungen aus Rücksicht auf die innerparteiliche Machtarithmetik nicht zeitnah korrigiert und eingestanden werden, ist das fatal für ganz Deutschland (siehe Grenzöffnung bzw. Rettung Griechenlands), nicht nur für die CDU.

Wenn sich die CDU nicht zur Programmpartei wandelt, dann geht das gewurstel weiter so und Fehler der Parteiführung werden weiter schöngeredet im Kanzlerwahlverein, aber nichts wird verbessert. Daher: notfalls lieber weg mit der alten CDU und neue Partei gründen, die diesen historischen Geburtsfehler korrigiert.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon JJazzGold » So 24. Feb 2019, 10:20

Das sieht, wie erwartet, nach einem zukünftigen schwarz-grün Bündnis aus.

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... gruen.html
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Liberty » So 24. Feb 2019, 17:39

War doch klar. Schwarz-Grün war auch Merkels Wunschbündnis. Die CDU setzt auch schon seit Jahren das grüne Parteiprogramm Stück und Stück politisch um. AKK macht da weiter, wo Merkel aufhört.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Cat with a whip » Mo 4. Mär 2019, 19:31

JJazzGold hat geschrieben:(24 Feb 2019, 10:20)

Das sieht, wie erwartet, nach einem zukünftigen schwarz-grün Bündnis aus.

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... gruen.html



Mit der Kramp Karrenbauer? Eher nicht. Verunglimpfung entfernt. Moses, Mod
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum

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