Die Zukunft der CDU

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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Wähler » Do 27. Dez 2018, 06:40

Liberty hat geschrieben:(26 Dec 2018, 18:10)
Was soll der "MerzFlügel" schon machen?

In der Unionsfraktion des Bundestages Druck auf Merkel und AKK ausüben.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Dez 2018, 08:14

Moses hat geschrieben:(26 Dec 2018, 12:03)

Nun, wenn sie etwas von ihrer Ziehmutter und deren Ziehvater gelernt hat, dann wird sie Merz in Bälde wegbeißen.


Ein “interessanter“ Versuch die Flügel zu einen, indem man dem einen Flügel mittels beissender Ironie vermittelt, seine Interessenvertretung hätte in einer AKK CDU keinen Platz. Das war neben der Aufstellung von Ziemiak als Generalsekretär schon der zweite Fehler innerhalb kurzer Zeit. Knapp 50% CDU lassen sich auf Dauer nicht ohne internen und externen Schaden wegbeissen.

Mir ist unverständlich, weshalb diese Frau aus dem Saarland nicht in der Lage ist, harmonisierend auf Zeit zu spielen, indem sie das Angebot dankend annimmt und darauf verweist, dass der Wunsch bei Kabinettsänderung in Betracht gezogen wird. Aber ich bin weder CDU intern, noch CDU Wählerin, weshalb mir auch weiterhin unverständlich bleiben wird, wie man mittels Ohrfeigen Harmonie schafft.

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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon sünnerklaas » Do 27. Dez 2018, 10:55

JJazzGold hat geschrieben:(27 Dec 2018, 08:14)

Ein “interessanter“ Versuch die Flügel zu einen, indem man dem einen Flügel mittels beissender Ironie vermittelt, seine Interessenvertretung hätte in einer AKK CDU keinen Platz. Das war neben der Aufstellung von Ziemiak als Generalsekretär schon der zweite Fehler innerhalb kurzer Zeit. Knapp 50% CDU lassen sich auf Dauer nicht ohne internen und externen Schaden wegbeissen.

Mir ist unverständlich, weshalb diese Frau aus dem Saarland nicht in der Lage ist, harmonisierend auf Zeit zu spielen, indem sie das Angebot dankend annimmt und darauf verweist, dass der Wunsch bei Kabinettsänderung in Betracht gezogen wird. Aber ich bin weder CDU intern, noch CDU Wählerin, weshalb mir auch weiterhin unverständlich bleiben wird, wie man mittels Ohrfeigen Harmonie schafft.



Den Fehler hat eher Merz begangen - und zwar indem er sich persönlich entschieden hat, nicht für das Amt eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden zu kandidieren. Vermutlich wäre das unter seiner Würde gewesen. Damit zeigt er aber auch, dass er im Grunde nicht für das Amt des Bundesvorsitzenden geeignet ist.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Dez 2018, 12:23

sünnerklaas hat geschrieben:(27 Dec 2018, 10:55)

Den Fehler hat eher Merz begangen - und zwar indem er sich persönlich entschieden hat, nicht für das Amt eines stellvertretenden Bundesvorsitzenden zu kandidieren. Vermutlich wäre das unter seiner Würde gewesen. Damit zeigt er aber auch, dass er im Grunde nicht für das Amt des Bundesvorsitzenden geeignet ist.


Das wäre taktisch äusserst unklug gewesen und eines ist der Merz mit Sicherheit nicht, dumm, ansonsten hätte er den klugen Schachzug, sich bereit für ein Ministerium zu erklären. nicht vollzogen. Mit der Aussicht den wirtschaftsorientierten Flügel der CDU zukünftig repräsentieren zu wollen, kann man sich nicht unter den anderen Flügel eingliedern. Dazu muss man einen Kontrast bilden. Als Vize wäre das nicht möglich gewesen. Der macht schon alles richtig. Jetzt stehen Merkel und Merkels Mädchen in einer Ecke, aus der sie nur schwer wieder herauskommen. Dazu noch die völlig unnötige Ironie und ein Generalsekretär, der in der Denkweise eher bei den Grünen anzusiedeln ist, wenn das nicht Harmonie pur signalisiert. Ironie off.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Do 27. Dez 2018, 21:01

Liberty hat geschrieben:(26 Dec 2018, 18:10)

Was soll der "MerzFlügel" schon machen?


Druck
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Liberty » Sa 29. Dez 2018, 01:49

Alexyessin hat geschrieben:(27 Dec 2018, 21:01)
Druck


Welches Druckmittel haben sie denn?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Sa 29. Dez 2018, 02:20

Liberty hat geschrieben:(29 Dec 2018, 01:49)

Welches Druckmittel haben sie denn?


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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon sünnerklaas » Sa 29. Dez 2018, 15:07

JJazzGold hat geschrieben:(27 Dec 2018, 12:23)

Das wäre taktisch äusserst unklug gewesen und eines ist der Merz mit Sicherheit nicht, dumm, ansonsten hätte er den klugen Schachzug, sich bereit für ein Ministerium zu erklären. nicht vollzogen. Mit der Aussicht den wirtschaftsorientierten Flügel der CDU zukünftig repräsentieren zu wollen, kann man sich nicht unter den anderen Flügel eingliedern. Dazu muss man einen Kontrast bilden. Als Vize wäre das nicht möglich gewesen. Der macht schon alles richtig. Jetzt stehen Merkel und Merkels Mädchen in einer Ecke, aus der sie nur schwer wieder herauskommen. Dazu noch die völlig unnötige Ironie und ein Generalsekretär, der in der Denkweise eher bei den Grünen anzusiedeln ist, wenn das nicht Harmonie pur signalisiert. Ironie off.


Scho viele haben vor lauter strategischer Taktiererei ihr eigentliches Ziel aus den Augen verloren.

In der CDU scheint es bei Teilen eine große Sehnsucht nach den beim Leipziger Parteitag 2003 formulierten Zielen zu geben. Dummerweise funktioniert das dort, wo es umgesetzt wurde, nicht. In Niedersachsen hat die Regierung Christian Wulff völlig überstürzt die Bezirksregierungen aufgelöst. Die - unter anderem sehr teuren -
Folgen bekommt man heute zu sehen. So fehlt zum Beispiel eine effektive Kommunalaufsicht, die zum Beispiel das Aufstellen von Bebauungs- und Flächennutzungsplnen fachlich begleitet. Dort fuhrwerken auf kommunaler Ebene Fachfremde und vor allem ehrenamtlich, also Laien herum. Das Thema hat kommunal- und landespolitisch eine sehr hohe Brisanz, zumal viele Unterlagen nach der Auflösung der Bezirksregierungen ganz einfach verschwunden bzw, vernichtet wurden. Eine Archivierung fand nicht wirklich statt. Den Kommunen und dem Land drohen da in nächster Zeit Wellen an Schadensersatzklagen. In Sachen Investitionen sind solche schweren Fehler und Unsicherheit natürlich absolut kontraprouktiv...

Ein anderes Beispiel ist das Thema Privatsierung von Infrastrutur (v.a. im Bereich Telekommunikation, aber auch bei der Bahn und der Versorgung). Im Bereich der Daseinsvorsorge funktioniert das Prinzip der Marktwirtschaft nicht. Der Breitbandausbau stockt, weil sich die dafür zuständigen - in der Regel börsennotierten - Unternehmen nichts vom Staat sagen lassen wollen. Bestenfalls wird bestehende Infrastruktur zum Spottpreis übernommen - und dann wird auf Verschleiss geahren. Ist alles kaputt, kann der Staat das wieder haben - um es zu reparieren bzw. neu zu bauen. Noch kontraproduktiver sind natürlich "Zukunftspläne", wie sie die Regierung McAllister durchgepeitscht und die vor allem Schulschließungen vorgesehen haben. Bedenken wurden mit dem Hinweis, die "Schwäbische Hausfrau mit dem spitzen Bleistift" hätte das auch gemacht, vom Tisch gefegt.

Im Bereich des Wohungsbaus haben sich die neoliberalen Konzepte als fatal erwiesen: die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften wurden zu Spottpreisen verschleudert. Jetzt hat man nichts und steht angesichts der herrschenden Wohnungsnot mit leeren Händen da.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Wähler » Do 10. Jan 2019, 17:18

Spiegel 10. Januar 2019 Kein Platz für Merz
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 47440.html
Merz schloss gegenüber Vertrauten aus, unter Angela Merkel ein Ministeramt zu übernehmen. In einem Interview hatte kurz vor Weihnachten die Bereitschaft bekundet, ins Kabinett einzutreten.

"Friedrich Merz wird keine offizielle Funktion in der Partei übernehmen. Das ist das Ergebnis mehrerer Telefongespräche, die Merz nach SPIEGEL-Informationen in dieser Woche mit CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geführt hat...Merz werde sich am Prozess um das Grundsatzprogramm beteiligen und sich auch zu den Themen Außen- und Sicherheitspolitik äußern, hieß es. Eine formale Rolle werde er aber nicht spielen."
Merz hat sich wohl auch selbst zurückgezogen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Echt » Di 15. Jan 2019, 02:58

Die CDU hat mal wieder ein Geldproblem. Die können sich beim Thema Geld einfach nicht an die Regeln halten.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... haben.html

Ein hessischer Landtagsabgeordneter der CDU soll seinen Kreisverband illegal finanziert haben. Sollten die Vorwürfe stimmen, drohen Haftstrafen. Es stellt sich eine brisante Frage: Was, wenn es in der Bundespolitik ähnlich zugeht wie in Wiesbaden?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Echt » Fr 18. Jan 2019, 18:29

Die CDU spinnt jetzt auch schon so rum wie die SPD

Erfolglosen Akademikern soll das BAföG erlassen werden. https://www.welt.de/wirtschaft/karriere ... rkung.html

Würden mehr Menschen studieren, wenn sich die Förderung verbessert? Die Bildungsministerin glaubt das und plant eine BAföG-Reform. Teil davon: die Rückzahlung der Schulden in bestimmten Fällen zu erlassen. Ökonomen streiten über den Anreiz.


Wirklich toll. Fördern und produzieren von Versagern.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Orbiter1 » Di 22. Jan 2019, 19:16

Heilsbringer Merz macht wieder seinen Job bei Blackrock und arbeitet an der nächsten Mio damit er weiter seinen Status in der gehobenen Mittelschicht festigen kann. Wahlkämpfen für die CDU mag er gar nicht. "Seine Begründung: Wahlkämpfe müssten von denen geführt werden, die sich um Mandate bewerben. Und er habe kein Mandat, nicht in der CDU, nicht im Parlament, auch nicht in der Regierung." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/political-a ... 92198.html

Falls bei der CDU mal ein Kanzlerkandidat gesucht werden sollte und alle auf den Knieen rutschen und laut "Bitte! Bitte! Bitte! rufen wird er es sich ja vielleicht nochmal überlegen.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon JJazzGold » Di 22. Jan 2019, 23:25

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jan 2019, 19:16)

Heilsbringer Merz macht wieder seinen Job bei Blackrock und arbeitet an der nächsten Mio damit er weiter seinen Status in der gehobenen Mittelschicht festigen kann. Wahlkämpfen für die CDU mag er gar nicht. "Seine Begründung: Wahlkämpfe müssten von denen geführt werden, die sich um Mandate bewerben. Und er habe kein Mandat, nicht in der CDU, nicht im Parlament, auch nicht in der Regierung." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/political-a ... 92198.html

Falls bei der CDU mal ein Kanzlerkandidat gesucht werden sollte und alle auf den Knieen rutschen und laut "Bitte! Bitte! Bitte! rufen wird er es sich ja vielleicht nochmal überlegen.


Wer viel verdient zahlt auch viele Steuern.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Echt » Mi 23. Jan 2019, 01:17

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jan 2019, 19:16)

Heilsbringer Merz macht wieder seinen Job bei Blackrock und arbeitet an der nächsten Mio damit er weiter seinen Status in der gehobenen Mittelschicht festigen kann. Wahlkämpfen für die CDU mag er gar nicht. "Seine Begründung: Wahlkämpfe müssten von denen geführt werden, die sich um Mandate bewerben. Und er habe kein Mandat, nicht in der CDU, nicht im Parlament, auch nicht in der Regierung." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/political-a ... 92198.html

Falls bei der CDU mal ein Kanzlerkandidat gesucht werden sollte und alle auf den Knieen rutschen und laut "Bitte! Bitte! Bitte! rufen wird er es sich ja vielleicht nochmal überlegen.


Warum sollte er sich verheizen lassen? Er kann jetzt in Ruhe abwarten. In der Zwischenzeit verdient er noch ein bisschen Geld. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt wieder in die Politik einzusteigen wird er sie vielleicht nutzen. Oder auch nicht.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Mi 23. Jan 2019, 08:27

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jan 2019, 19:16)

Heilsbringer Merz macht wieder seinen Job bei Blackrock und arbeitet an der nächsten Mio damit er weiter seinen Status in der gehobenen Mittelschicht festigen kann. Wahlkämpfen für die CDU mag er gar nicht. "Seine Begründung: Wahlkämpfe müssten von denen geführt werden, die sich um Mandate bewerben. Und er habe kein Mandat, nicht in der CDU, nicht im Parlament, auch nicht in der Regierung." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/political-a ... 92198.html

Falls bei der CDU mal ein Kanzlerkandidat gesucht werden sollte und alle auf den Knieen rutschen und laut "Bitte! Bitte! Bitte! rufen wird er es sich ja vielleicht nochmal überlegen.


Heilsbringer war ja eher ein Ausdruck der politischen Gegner.
Warum also sollte er nicht in seinen Job zurückkehren?
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Zinnamon » Mi 23. Jan 2019, 08:37

Alexyessin hat geschrieben:(23 Jan 2019, 08:27)

Heilsbringer war ja eher ein Ausdruck der politischen Gegner.
...


Ein Etikett, das sich unmittelbar, um nicht zu sagen penetrant aufdrängte, nachdem er vom neoliberal-konservativen bis deutlich rechtsdrehenden Anteil der Gesellschaft als Messias der Postmerkel-Ära gefeiert wurde.

;)
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Mi 23. Jan 2019, 08:40

Zinnamon hat geschrieben:(23 Jan 2019, 08:37)

Ein Etikett, das sich unmittelbar, um nicht zu sagen penetrant aufdrängte, nachdem er vom neoliberal-konservativen bis deutlich rechtsdrehenden Anteil der Gesellschaft als Messias der Postmerkel-Ära gefeiert wurde.

;)


Das habe ich so nicht warhgenommen.
Ich hielt aber diese "Messias" Story schon bei Obama und Schulz überflüssig. Dient nur als diskreditierung und ist für mich halt sehr unsachlich.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Zinnamon » Mi 23. Jan 2019, 08:58

Alexyessin hat geschrieben:(23 Jan 2019, 08:40)

Das habe ich so nicht warhgenommen.
Ich hielt aber diese "Messias" Story schon bei Obama und Schulz überflüssig. Dient nur als diskreditierung und ist für mich halt sehr unsachlich.


Da ist was dran. Wobei Merz in D und Obama in den USA alleine durch ihren hohen Polarisierungsfaktor eher derbe Kritik naturgemäss anziehen.

Selbst einen Trump könnte man ausschliesslich sachlich abhandeln, aber niemand muss das. Populisten haben in diesem Zusammenhang vllt insofern eine Sonderrolle, als dass sie diesen Effekt bewusst mit einbeziehen, dabei aber immer in Gefahr laufen, die Geister, die sie riefen nicht mehr loszuwerden.

Ich halte Merz für einen kleinen Populisten. Godfather of Populismus Trump kann er den Rang in diesem Leben natürlich nicht mehr ablaufen. Schulz hätte bessere Ansätze, jedoch einen viel zu kurzen Atem.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon Alexyessin » Mi 23. Jan 2019, 09:07

Zinnamon hat geschrieben:(23 Jan 2019, 08:58)

Wobei Merz in D und Obama in den USA alleine durch ihren hohen Polarisierungsfaktor eher derber Kritik naturgemäss anziehen.

Selbst einen Trump könnte man ausschliesslich sachlich abhandeln, aber niemand muss das. Populisten haben in diesem Zusammenhang vllt insofern eine Sonderrolle, als dass sie diesen Effekt bewusst mit einbeziehen, dabei aber immer in Gefahr laufen, die Geister, die sie riefen nicht mehr loszuwerden.

Ich halte Merz für einen kleinen Populisten. Godfather of Populismus Trump kann er den Rang in diesem Leben natürlich nicht mehr ablaufen. Schulz hätte bessere Ansätze, jedoch einen viel zu kurzen Atem.


Diese Einschätzung teile ich nicht. Ich halte Merz überhaupt nicht für einen Populisten. Im Gegenteil.
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Re: Die Zukunft der CDU

Beitragvon imp » Do 24. Jan 2019, 13:56

Zinnamon hat geschrieben:(23 Jan 2019, 08:58)

Da ist was dran. Wobei Merz in D und Obama in den USA alleine durch ihren hohen Polarisierungsfaktor eher derbe Kritik naturgemäss anziehen.

Selbst einen Trump könnte man ausschliesslich sachlich abhandeln, aber niemand muss das. Populisten haben in diesem Zusammenhang vllt insofern eine Sonderrolle, als dass sie diesen Effekt bewusst mit einbeziehen, dabei aber immer in Gefahr laufen, die Geister, die sie riefen nicht mehr loszuwerden.

Ich halte Merz für einen kleinen Populisten. Godfather of Populismus Trump kann er den Rang in diesem Leben natürlich nicht mehr ablaufen. Schulz hätte bessere Ansätze, jedoch einen viel zu kurzen Atem.

Dem Merz fehlt jegliche Ausstrahlung. Er versucht Populismus, aber er wirkt eher wie ein bösartiger Sparkassendirektor auf Amphetaminen.
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