Was wollen die Grünen?

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Alpha Centauri
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 18. Aug 2019, 10:02

Atue001 hat geschrieben:(18 Aug 2019, 00:22)

Am Besten wäre es, wenn ausreichend viele Menschen aus intrinsischer Motivation heraus sich einfach so verhalten würden, dass es Klimaneutral ist.

Nur - Utopien helfen zwar beim Denken, aber nicht für die Realität.

Es wird nicht ohne klare Richtungsangaben gehen, wohin die Reise gehen soll. Ein Kompromiss aus Verboten und Anreizen.



Entscheidend ist auch nicht, was die Grünen wollen - sondern entscheidend ist, was der Planet und die Menschheit braucht.


Ohne eine Kombination wird man die selbst gesteckten Klimaschutz Ziele wohl kaum erreichen ( durch reines Nichtstun und ein einfach weiter so machen ohnehin nicht) aber wie Harald Lesch treffend formulierte: " Mit dem Thema und der ökologischen Notwendigkeit eines Klima neutralen Wirtschaftssystems hätten sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon in den 80ziger,90ziger Jahren tiefgründig beschäftigen sollen , heute nun ist man zu spät dran und spürt den Druck vieles verändern zu müssen . Staaten treffen auf diversen Klimakonferenzen zwar tolle Verabredungen nur handeln sie nicht danach und während uns allen die Zeit davon läuft.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon zollagent » So 18. Aug 2019, 10:06

Fliege hat geschrieben:(17 Aug 2019, 15:18)

Eine Sentenz wie diese oder gar genau diese Sentenz könnte auf dem Grabstein stehen, der vom absichtsvoll und zugleich zwecklos um die Ecke gebrachten deutschen Wohlstand künden wird.

Das ist das gleiche Geschwätz, wie es Herr Trump verkündet. Eine Wirtschaft, die auf Kosten der Umwelt "floriert", entzieht sich selbst langfristig die Grundlagen für ihr Handeln. Mahnendes Beispiel ist wohl Bitterfeld.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 18. Aug 2019, 10:13

zollagent hat geschrieben:(18 Aug 2019, 10:06)

Das ist das gleiche Geschwätz, wie es Herr Trump verkündet. Eine Wirtschaft, die auf Kosten der Umwelt "floriert", entzieht sich selbst langfristig die Grundlagen für ihr Handeln. Mahnendes Beispiel ist wohl Bitterfeld.


:thumbup: die mahnenden Endkonsequenzen solcher beschränkter Ansuchten und Mentalitäten lassen sich archäologisch global sehr gut beobachten.

Von Trump erwarte ich da geistig nicht viel , der ist Geldhai kein Intellektueller bzw. Wissenschaftler der was von Klimaforschung versteht, für Trump und andere Leugner gibt es ja nicht mal einen Unterschied zwischen Wetter und Klima.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon zollagent » So 18. Aug 2019, 10:22

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Aug 2019, 10:13)

:thumbup: die mahnenden Endkonsequenzen solcher beschränkter Ansuchten und Mentalitäten lassen sich archäologisch global sehr gut beobachten.

Von Trump erwarte ich da geistig nicht viel , der ist Geldhai kein Intellektueller bzw. Wissenschaftler der was von Klimaforschung versteht, für Trump und andere Leugner gibt es ja nicht mal einen Unterschied zwischen Wetter und Klima.

Von Trumps Gefolgsleuten und Fans kann man da auch nicht viel erwarten. Heute morgen war auf N-TV ein Bericht über die Kandidatenkür der Demokraten in Iowa, da wurden auch Anhänger Trumps befragt. Und zwar Leute aller Altersgruppen. Das Ergebnis ist erschütternd. Keiner von denen nimmt offenbar wahr, was Herr Trump so national und international treibt. Da scheint ein komplette Bevölkerungsgruppe in einer Informationsblase zu leben, die sie von allem abschottet, was sich in der Welt so ereignet.

Leider war aber auch genau so zu sehen, was die Demokraten so ins Feld schicken dürfte durch die Bank chancenlos sein. Weder sind da gute Redner dabei, noch Leute, die außerhalb ihres speziellen Steckenpferdes für die Führung einer Weltmacht irgendeine Eignung mitbringen. Einzig Joe Biden kam einigermaßen staatsmännisch rüber.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 18. Aug 2019, 10:36

zollagent hat geschrieben:(18 Aug 2019, 10:22)

Von Trumps Gefolgsleuten und Fans kann man da auch nicht viel erwarten. Heute morgen war auf N-TV ein Bericht über die Kandidatenkür der Demokraten in Iowa, da wurden auch Anhänger Trumps befragt. Und zwar Leute aller Altersgruppen. Das Ergebnis ist erschütternd. Keiner von denen nimmt offenbar wahr, was Herr Trump so national und international treibt. Da scheint ein komplette Bevölkerungsgruppe in einer Informationsblase zu leben, die sie von allem abschottet, was sich in der Welt so ereignet.

Leider war aber auch genau so zu sehen, was die Demokraten so ins Feld schicken dürfte durch die Bank chancenlos sein. Weder sind da gute Redner dabei, noch Leute, die außerhalb ihres speziellen Steckenpferdes für die Führung einer Weltmacht irgendeine Eignung mitbringen. Einzig Joe Biden kam einigermaßen staatsmännisch rüber.


So ist es. Das Pariser Abkommen ist für die USA ohnehin tot,um so wichtiger dass wenigsten.China,Indien EU ihre Zusagen einhalten, konsequenter Klimaschutz den nicht zuletzt auch die Grünen ja fordern.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 18. Aug 2019, 21:44

Könnte der Bundeskanzler ditekt vom Wahlvolk gewählt werden können AKK oder Scholz glaubte man den Umfragen gegen Robert Habeck einpacken, eine Mehrheit wünscht sich ihn als Kanzler, eine noch deutlichere Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund damit es bei der Klimapolitik endlich mal vorangeht.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Atue001 » Mo 19. Aug 2019, 00:04

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Aug 2019, 21:44)

Könnte der Bundeskanzler ditekt vom Wahlvolk gewählt werden können AKK oder Scholz glaubte man den Umfragen gegen Robert Habeck einpacken, eine Mehrheit wünscht sich ihn als Kanzler, eine noch deutlichere Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund damit es bei der Klimapolitik endlich mal vorangeht.


Ich fürchte, das ist zu optimistisch. Klar - viele Bürger teilen das Unbehagen und sind auch der Meinung, dass man mehr für den Klimaschutz machen sollte......wenn es aber ernst wird, dann wir die Gegenreaktion auch kommen. Und dann werden die Grünen Wähler verlieren......

Die Position der Bürger ist: Wasch mir den Buckel, aber mach mich nicht nass......

Ohne Einschränkungen aber wird es nicht gehen, wenn man auch nur die Ziele von Paris einhalten will.
Sobald die Grünen mal an der Regierung sind, wird die Opposition sagen: Ja, all das was die Grünen da wollen, wollen wir auch - aber wir machen es billiger.....und damit haben wir politischen Wettstreit, und das wird den Grünen auch wieder Stimmen kosten.

Ändert nix dran: Erst mal brauchen wir eine Grüne Regierung!
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 21. Aug 2019, 22:30

Atue001 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 00:04)

Ich fürchte, das ist zu optimistisch. Klar - viele Bürger teilen das Unbehagen und sind auch der Meinung, dass man mehr für den Klimaschutz machen sollte......wenn es aber ernst wird, dann wir die Gegenreaktion auch kommen. Und dann werden die Grünen Wähler verlieren......

Die Position der Bürger ist: Wasch mir den Buckel, aber mach mich nicht nass......

Ohne Einschränkungen aber wird es nicht gehen, wenn man auch nur die Ziele von Paris einhalten will.
Sobald die Grünen mal an der Regierung sind, wird die Opposition sagen: Ja, all das was die Grünen da wollen, wollen wir auch - aber wir machen es billiger.....und damit haben wir politischen Wettstreit, und das wird den Grünen auch wieder Stimmen kosten.

Ändert nix dran: Erst mal brauchen wir eine Grüne Regierung!



Genau diese verlogenen Mentalität gerade von den Alten und vermeintlichen Profis ist es, die Wut der Fridays speist am 20.September soll es wieder eine Großdemo geben für eine konsequente Klimaschutzpolitik um das Pariser Abkommen einzuhalten und weiter Druck auf Union und SPD zu machen Motto " Radikal Klima neutral".

Da geb ich dir recht ohne Abstriche wird es nicht gehen, man sollte aufhören sich selbst etwas vor zu machen.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 22. Aug 2019, 11:19

Atue001 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 00:04)

Ich fürchte, das ist zu optimistisch. Klar - viele Bürger teilen das Unbehagen und sind auch der Meinung, dass man mehr für den Klimaschutz machen sollte......wenn es aber ernst wird, dann wir die Gegenreaktion auch kommen. Und dann werden die Grünen Wähler verlieren......

Die Position der Bürger ist: Wasch mir den Buckel, aber mach mich nicht nass......

Ohne Einschränkungen aber wird es nicht gehen, wenn man auch nur die Ziele von Paris einhalten will.
Sobald die Grünen mal an der Regierung sind, wird die Opposition sagen: Ja, all das was die Grünen da wollen, wollen wir auch - aber wir machen es billiger.....und damit haben wir politischen Wettstreit, und das wird den Grünen auch wieder Stimmen kosten.

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Solange das Siechtum dieser Regierung in.Sachen konsequente Umwelt- und Klimaschutzpolitik so weiter geht, profitieren die Grünen ein anderer Aspekt ist dass sich die Grünen als Anti AFD geben und auch so wahrgenommen werden, zumal auch im Osten sich zeigt dass die Grünen dort zulegen.

Zu den drei Landtagswahlen gab es eine Umfrage zu den Themenschwerpunkten, also welche Themen ausschlaggebend bei der Wahlentscheidung sind und vom Wähler als wichtig erachtet werden.

1. Asyl- und Flüchtlingspolitik, Innere Sicherheit

2. Naturschutz,Umwelt - und Klimapolitik

3. Bildungspolitik.

Es zeigt da jetzt schon in den Umfragen dass CDU und SPD mit heftigen Niederlagen rechnen müssen während die AFD triumphieren wird uns auch die Grünen ordentlich zu legen werden.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Atue001 » Do 22. Aug 2019, 22:18

Auch wenn ich den Ländern viel zutraue - ganz bestimmt auch eine klimafreundlichere Politik bei grüner Beteiligung als ohne - im Sinne dessen was EIGENTLICH notwendig ist, ist der Druck durch die Bevölkerung auf die Politik noch viel zu gering. Und selbst die Klimasensiblen Grünen sehe ich noch nicht an der Front, die notwendigen Einschränkungen, die uns die nächsten Jahre eigentlich begleiten müssten, durchzusetzen.

Bezogen auf die Erfordernisse durch die Herausforderungen des Klimawandels sind die Grünen derzeit ganz sicher die Partei, die am ehesten relevante Reformen umsetzt. Gleichzeitig sind sie auch gerade deshalb inzwischen Mehrheitsfähig, weil sie nicht ausreichend radikal auftreten.

Für die Herausforderung des Klimawandels wäre eine Grüne absolute Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nicht ausreichend - da ist die Gesellschaft insgesamt einfach zu spät dran. Trotzdem sind die Grünen meiner Ansicht nach derzeit die Innovativste Partei, die ernsthaft sich bemüht, ganzheitlich und nachhaltig aufzutreten. Nimmt man die Sachkomptenz noch mit hinzu, gibt es eigentlich keine Alternative zu den Grünen, wenn Menschen verstanden haben, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für die Menschheit der letzten 500.000 Jahre ist.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 22. Aug 2019, 23:05

Atue001 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 22:18)

Auch wenn ich den Ländern viel zutraue - ganz bestimmt auch eine klimafreundlichere Politik bei grüner Beteiligung als ohne - im Sinne dessen was EIGENTLICH notwendig ist, ist der Druck durch die Bevölkerung auf die Politik noch viel zu gering. Und selbst die Klimasensiblen Grünen sehe ich noch nicht an der Front, die notwendigen Einschränkungen, die uns die nächsten Jahre eigentlich begleiten müssten, durchzusetzen.

Bezogen auf die Erfordernisse durch die Herausforderungen des Klimawandels sind die Grünen derzeit ganz sicher die Partei, die am ehesten relevante Reformen umsetzt. Gleichzeitig sind sie auch gerade deshalb inzwischen Mehrheitsfähig, weil sie nicht ausreichend radikal auftreten.

Für die Herausforderung des Klimawandels wäre eine Grüne absolute Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nicht ausreichend - da ist die Gesellschaft insgesamt einfach zu spät dran. Trotzdem sind die Grünen meiner Ansicht nach derzeit die Innovativste Partei, die ernsthaft sich bemüht, ganzheitlich und nachhaltig aufzutreten. Nimmt man die Sachkomptenz noch mit hinzu, gibt es eigentlich keine Alternative zu den Grünen, wenn Menschen verstanden haben, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für die Menschheit der letzten 500.000 Jahre ist.


Was das Thema Klimaschutz,Natur- und Umweltpolitik angeht sicher sind da die Grünen von den BT Parteien am glaubwürdigsten (was ja auch an ihrer Entstehungsgeschichte liegt und ihr historisches Kernthema was mittlerweile politisches Top Thema ist und auch bleiben wird) da kommt von anderen Parteien wenig oder zumindest nicht ausreichend konsequentes und konkretes, um diese drängende Problem mal endlich wirksam abzugehen. Siehe das Trauerspiel Klimakabinett , dass geht alles zu behäbig .
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon relativ » Fr 23. Aug 2019, 08:11

Alpha Centauri hat geschrieben:(22 Aug 2019, 23:05)

Was das Thema Klimaschutz,Natur- und Umweltpolitik angeht sicher sind da die Grünen von den BT Parteien am glaubwürdigsten (was ja auch an ihrer Entstehungsgeschichte liegt und ihr historisches Kernthema was mittlerweile politisches Top Thema ist und auch bleiben wird) da kommt von anderen Parteien wenig oder zumindest nicht ausreichend konsequentes und konkretes, um diese drängende Problem mal endlich wirksam abzugehen. Siehe das Trauerspiel Klimakabinett , dass geht alles zu behäbig .

Ich will es mal so ausdrücken. Selbst wenn die Grünen mit ner hohen Prozentzahl an Wählerstimmen an einer neuen Regierung beteiligt wären, oder sogar den Kanzler stellen dürfen, reichen allein diese Prozente nicht aus um Automatisch einen wirklichen Umbruch hinzubekommen, dafür bräuche man eine geselslchaftliche Entwicklung wie z.B. die Einsicht, daß AKWs zu gefährlich sind. Erst dann können wirksame Maßnahmen auch so umgesetzt werden, daß daraus eine schnelleres dynamischen gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung entsteht, die wir, glaubt man den großteil der Wissenschaftler, ja dringend brauchen.
Gibt es zu viele die nicht überzeugt werden können, werden diese Kräfte alles Unternehmen um diesen Wandel zu verhindern/zu verlangsamen wie auch schon in den letzten Jahrzehnten zu beobachten war.
Wir brauchen also nix mehr als ein Wunder, oder eben eine so klare und unmissverständliche Botschaft aus der Natur, daß jeder Menschen das Risiko erkennt und quasi nur vor der Wahl steht Untergang oder Change.
Ich halte das 2 Szenario für wahrscheinlicher. Vermutlich haben wir aber nach dem 2 Szenario nicht mehr viel zu entscheiden, bzw Auswahl.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Zacherli » Fr 23. Aug 2019, 09:58

relativ hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:11)

Ich will es mal so ausdrücken. Selbst wenn die Grünen mit ner hohen Prozentzahl an Wählerstimmen an einer neuen Regierung beteiligt wären, oder sogar den Kanzler stellen dürfen, reichen allein diese Prozente nicht aus um Automatisch einen wirklichen Umbruch hinzubekommen, dafür bräuche man eine geselslchaftliche Entwicklung wie z.B. die Einsicht, daß AKWs zu gefährlich sind. Erst dann können wirksame Maßnahmen auch so umgesetzt werden, daß daraus eine schnelleres dynamischen gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung entsteht, die wir, glaubt man den großteil der Wissenschaftler, ja dringend brauchen.
Gibt es zu viele die nicht überzeugt werden können, werden diese Kräfte alles Unternehmen um diesen Wandel zu verhindern/zu verlangsamen wie auch schon in den letzten Jahrzehnten zu beobachten war.
Wir brauchen also nix mehr als ein Wunder, oder eben eine so klare und unmissverständliche Botschaft aus der Natur, daß jeder Menschen das Risiko erkennt und quasi nur vor der Wahl steht Untergang oder Change.
Ich halte das 2 Szenario für wahrscheinlicher. Vermutlich haben wir aber nach dem 2 Szenario nicht mehr viel zu entscheiden, bzw Auswahl.

Laut Wissenschaft verbleiben noch 8 Jahre und dann ist der Punkt für eine noch mögliche Veränderung überschritten. Ich befürchte es ist schon zu spät, die Folgen sind drastischer als vorhergesagt. Dennoch wäre es ein fataler Weg, weiter zu machen wie bisher.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon relativ » Fr 23. Aug 2019, 10:16

Zacherli hat geschrieben:(23 Aug 2019, 09:58)

Laut Wissenschaft verbleiben noch 8 Jahre und dann ist der Punkt für eine noch mögliche Veränderung überschritten. Ich befürchte es ist schon zu spät, die Folgen sind drastischer als vorhergesagt. Dennoch wäre es ein fataler Weg, weiter zu machen wie bisher.


Es gibt für mich eh keine Alternative als immer alles noch Mögliche zu versuchen, die mögliche Katastrophe abzuwenden.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 23. Aug 2019, 11:15

Zacherli hat geschrieben:(23 Aug 2019, 09:58)

Laut Wissenschaft verbleiben noch 8 Jahre und dann ist der Punkt für eine noch mögliche Veränderung überschritten. Ich befürchte es ist schon zu spät, die Folgen sind drastischer als vorhergesagt. Dennoch wäre es ein fataler Weg, weiter zu machen wie bisher.


Richtig im Grunde ist aus ökologischer Sicht in Sachen Naturschutz - und Klimapolitik einfach weiter so der falsche Weg, aber ich glaube auch der Zug ist längst abgefahren ( die Wirtschaft und den Lebensstil ganz generell auf Klima neutral umzustellen, damit hätte man schon in den 80zigern und 90ziger wie Lesch anmerkte von Seiten der Politik beginnen müssen, (die wissenschaftlichen Daten waren damals schon eindeutig) doch selbst heute wenn man sieht wie die Regierung herum streitet und nicht konsequent vorwärts kommt, zudem wenn man hier liest was einige User zu dem wichtigen Thema schreiben und von sich geben ( von Diffamierungen der Fridays als Schulschwänzer, das herum reiten au der Krankheit von Greta , diese naive Haltung der technische Fortschritt alleine reicht aus um die negativen Folgen, des von Menschen mit verursachten Klimawandels zu bekämpfen,) da bekommt man den Eindruck gewisse Kreise habenden ernst der Lage noch immer nicht begriffen ( oder wollen es aus diversen Motiven auch gar nicht wirklich) .

Harald Lesch hat es mal treffend formuliert: Die meisten würden zwar den Satz " unseren Kindern und Enkelkinder soll es einmal besser gehen als uns" bejahend unterschreiben, nur rein ökologisch gesehen verhalten wir uns überhaupt nicht so, die Wahrheit nämlich ist, dass wir rein ökologisch betrachtet auf Kosten der kommenden Generationen leben, die dass ausbaden müssen was wir auf unseren Planeten negativ durch unser Handeln ( Lebensstil) anrichten ( ,Raubbau an der Natur zur Wohlstandgewinnug, der Verbrauch von Ressourcen, CO 2 Emissionen) in Richtung vor allem den reichen Nationen gerichtet, wir sägen uns doch selbst dem Ast ab auf dem wir sitzen.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Zacherli » Fr 23. Aug 2019, 12:07

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 Aug 2019, 11:15)

Richtig im Grunde ist aus ökologischer Sicht in Sachen Naturschutz - und Klimapolitik einfach weiter so der falsche Weg, aber ich glaube auch der Zug ist längst abgefahren ( die Wirtschaft und den Lebensstil ganz generell auf Klima neutral umzustellen, damit hätte man schon in den 80zigern und 90ziger wie Lesch anmerkte von Seiten der Politik beginnen müssen, (die wissenschaftlichen Daten waren damals schon eindeutig) doch selbst heute wenn man sieht wie die Regierung herum streitet und nicht konsequent vorwärts kommt, zudem wenn man hier liest was einige User zu dem wichtigen Thema schreiben und von sich geben ( von Diffamierungen der Fridays als Schulschwänzer, das herum reiten au der Krankheit von Greta , diese naive Haltung der technische Fortschritt alleine reicht aus um die negativen Folgen, des von Menschen mit verursachten Klimawandels zu bekämpfen,) da bekommt man den Eindruck gewisse Kreise habenden ernst der Lage noch immer nicht begriffen ( oder wollen es aus diversen Motiven auch gar nicht wirklich) .

Harald Lesch hat es mal treffend formuliert: Die meisten würden zwar den Satz " unseren Kindern und Enkelkinder soll es einmal besser gehen als uns" bejahend unterschreiben, nur rein ökologisch gesehen verhalten wir uns überhaupt nicht so, die Wahrheit nämlich ist, dass wir rein ökologisch betrachtet auf Kosten der kommenden Generationen leben, die dass ausbaden müssen was wir auf unseren Planeten negativ durch unser Handeln ( Lebensstil) anrichten ( ,Raubbau an der Natur zur Wohlstandgewinnug, der Verbrauch von Ressourcen, CO 2 Emissionen) in Richtung vor allem den reichen Nationen gerichtet, wir sägen uns doch selbst dem Ast ab auf dem wir sitzen.

Richtig. Allein das der Mensch in einem Jahr das 1,6 fache an Ressourcen verbraucht macht es deutlich. Wobei der Verbrauch der reichsten Länder bei schockierenden 3.5 fachen über dem liegt was diesen Ländern zustünde.
Der mündliche Wille ist zwar da, aber der Wille zum Verzicht der eigenen Angewohnheiten nicht. Skrupelos fordern einige, soll der Afrikaner doch verzichten.

Aber man sieht, das statt Umdenke nationalistische Parteien gewählt werden, die genau in die falscheste aller falschen Richtungen steuern, ohne Rücksicht auf alles was kommt.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 23. Aug 2019, 16:14

Zacherli hat geschrieben:(23 Aug 2019, 12:07)

Richtig. Allein das der Mensch in einem Jahr das 1,6 fache an Ressourcen verbraucht macht es deutlich. Wobei der Verbrauch der reichsten Länder bei schockierenden 3.5 fachen über dem liegt was diesen Ländern zustünde.
Der mündliche Wille ist zwar da, aber der Wille zum Verzicht der eigenen Angewohnheiten nicht. Skrupelos fordern einige, soll der Afrikaner doch verzichten.

Aber man sieht, das statt Umdenke nationalistische Parteien gewählt werden, die genau in die falscheste aller falschen Richtungen steuern, ohne Rücksicht auf alles was kommt.


Seit Anfang Juli lebt jeder Mensch rein an Rohstoffe und Ressourcen die für. 1Jahre zur Verfügung stehen über seine ökologischen Verhältnisse.

Wir verbrauchen mehr als wie nach wächst und zur Verfügung steht eine negative Bilanz,

Wenn man mal nur die durchschnittlichen CO2 Emissionen von einem.Afrikaner mit denen eines Europäer vergleicht ,.dann wird klar offensichtlich wer der größere Verursacher ist und eigentlich verzichten sollte,
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 23. Aug 2019, 22:26

relativ hat geschrieben:(23 Aug 2019, 10:16)

Es gibt für mich eh keine Alternative als immer alles noch Mögliche zu versuchen, die mögliche Katastrophe abzuwenden.


An sich schon nur bei solchen Gestalten wie Trump, Bolsonaro oder Putin die teils den Klimawandel als Erfindung der Chinesen ab tun habe ich da so meine Zweifel.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Atue001 » Fr 23. Aug 2019, 22:35

Es kommt aber auch noch das Gefühl der Hilflosigkeit dazu, wenn man wieder auf die Fakten schaut. Ohne die vier größten CO2-Länder, die zusammen mehr als 50% der Treibhausemissionen weltweit erzeugen, wird jede noch so grundlegende Reform die wir in Deutschland oder sogar der EU beschließen und vielleicht umsetzen, im Sande verlaufen. China, USA, Rußland und Indien.
Nimmt man das, sowie den Fakt, dass nur noch wenige Jahre Zeit bleiben - dann ist eigentlich klar, dass das Spiel verloren ist - und zwar ganz gleich, wie gut man selbst spielt - und selbst spielen wir alles andere als gut.

Das bedeutet nicht, dass wir aufhören dürfen, es zu versuchen - denn wir werden zwar das 1,5 Grad Ziel verpassen, und wohl auch das 2 Grad Ziel - aber wenn wir nichts unternehmen, werden es 6 Grad und mehr - und die sind deutlich dramatischer als nur 3 Grad.

Andererseits, wenn ich mir vorstelle, dass Deutschland ein Klimapaket beschließt, welches dann vor allem wieder auf Freiwilligkeit setzt, werden wir unsere Ziele nicht erreichen.
Mir ist nicht klar, wieso man kein Tempolimit für Deutschland beschließen kann.
Mir ist nicht klar, wieso man den Stromtrassenausbau nicht dramatisch beschleunigen kann.
Mir ist nicht klar, wieso man den Ausbau erneuerbarer Energien nicht deutlich vorantreiben kann - gerne auch damit, dass alle Dächer, die gute Möglichkeiten für PV bieten, zwangsbelegt werden. Entweder der Hausbesitzer legt sich die Anlage selbst zu, oder die Stromanbieter bekommen die Dachfläche gegen eine geringfügige Zwangsmiete.
Mir ist nicht klar, wieso wir in Deutschland keine "Umweltplakette" für die Autobahnnutzung für jeden vorschreiben können, der nicht ein Auto fährt, was entweder elektrisch fährt, oder aber weniger als 3l/100km verbraucht. Für jeden Liter mehr kostet die Plakette 2€ je Monat. Gerne auch für LKWs. Das dürfte locker mehr als 1 MRd. EUR je Jahr bringen.
Und bei innerdeutschen Flügen habe ich auch kein Verständnis dafür, dass wir keine Kerosinsteuer o.ä. fertig bringen.
Die Wohnungsdämmung würde ich so weitergeben, dass nicht gedämmte Wohnungen durch den Mieter mit 10% ab 2022 und dann für jedes weitere Jahr ein Prozentpunkt mehr in der Miete gemindert werden dürfen.

Also - das sind alles nicht fertig durchdachte Konzepte - aber trotzdem könnte man auch einfach mal mit pragmatischen Lösungen starten, und dann die Feinjustierung im Nachgang erledigen. In Deutschland reden wir derzeit so lange über die scheinbar optimale Lösung, dass einfach nichts passiert.

Dieser Fortschrittsverhindernde Stillstand betrifft Deutschland ja längst nicht nur beim Klimaschutz. Wir finden ähnliche "Ich mach nix"-Strategien doch auch bei der Digitalisierung, dem Netzausbau und vieles mehr. Nehmen wir doch mal den Blödsinn des digitalen Rundfunks....da ist Deutschland Steinzeit. WLAN überall....schnelles Internet....wie wäre es mal, Printwerbung zu verbieten, und statt dessen aber jedem Bürger ein digitales Postfach einzurichten!

In Deutschland muss immer erst noch der letzte Zauderer dazu überredet werden, dass dieser aus intrinsischer Motivation mal was neues ausprobiert.....und ohne Zustimmung auch von diesem, fängt man gar nicht erst an was zu verändern.....

Ich hätte schon die hoffnung, dass die Grünen gegen diesen Mief ein wenig gegensteuern! Allein - auch bei einer absoluten Mehrheit im Bund wäre das noch lange nicht möglich.....
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 23. Aug 2019, 22:44

Atue001 hat geschrieben:(23 Aug 2019, 22:35)

Es kommt aber auch noch das Gefühl der Hilflosigkeit dazu, wenn man wieder auf die Fakten schaut. Ohne die vier größten CO2-Länder, die zusammen mehr als 50% der Treibhausemissionen weltweit erzeugen, wird jede noch so grundlegende Reform die wir in Deutschland oder sogar der EU beschließen und vielleicht umsetzen, im Sande verlaufen. China, USA, Rußland und Indien.
Nimmt man das, sowie den Fakt, dass nur noch wenige Jahre Zeit bleiben - dann ist eigentlich klar, dass das Spiel verloren ist - und zwar ganz gleich, wie gut man selbst spielt - und selbst spielen wir alles andere als gut.

Das bedeutet nicht, dass wir aufhören dürfen, es zu versuchen - denn wir werden zwar das 1,5 Grad Ziel verpassen, und wohl auch das 2 Grad Ziel - aber wenn wir nichts unternehmen, werden es 6 Grad und mehr - und die sind deutlich dramatischer als nur 3 Grad.

Andererseits, wenn ich mir vorstelle, dass Deutschland ein Klimapaket beschließt, welches dann vor allem wieder auf Freiwilligkeit setzt, werden wir unsere Ziele nicht erreichen.
Mir ist nicht klar, wieso man kein Tempolimit für Deutschland beschließen kann.
Mir ist nicht klar, wieso man den Stromtrassenausbau nicht dramatisch beschleunigen kann.
Mir ist nicht klar, wieso man den Ausbau erneuerbarer Energien nicht deutlich vorantreiben kann - gerne auch damit, dass alle Dächer, die gute Möglichkeiten für PV bieten, zwangsbelegt werden. Entweder der Hausbesitzer legt sich die Anlage selbst zu, oder die Stromanbieter bekommen die Dachfläche gegen eine geringfügige Zwangsmiete.
Mir ist nicht klar, wieso wir in Deutschland keine "Umweltplakette" für die Autobahnnutzung für jeden vorschreiben können, der nicht ein Auto fährt, was entweder elektrisch fährt, oder aber weniger als 3l/100km verbraucht. Für jeden Liter mehr kostet die Plakette 2€ je Monat. Gerne auch für LKWs. Das dürfte locker mehr als 1 MRd. EUR je Jahr bringen.
Und bei innerdeutschen Flügen habe ich auch kein Verständnis dafür, dass wir keine Kerosinsteuer o.ä. fertig bringen.
Die Wohnungsdämmung würde ich so weitergeben, dass nicht gedämmte Wohnungen durch den Mieter mit 10% ab 2022 und dann für jedes weitere Jahr ein Prozentpunkt mehr in der Miete gemindert werden dürfen.

Also - das sind alles nicht fertig durchdachte Konzepte - aber trotzdem könnte man auch einfach mal mit pragmatischen Lösungen starten, und dann die Feinjustierung im Nachgang erledigen. In Deutschland reden wir derzeit so lange über die scheinbar optimale Lösung, dass einfach nichts passiert.

Dieser Fortschrittsverhindernde Stillstand betrifft Deutschland ja längst nicht nur beim Klimaschutz. Wir finden ähnliche "Ich mach nix"-Strategien doch auch bei der Digitalisierung, dem Netzausbau und vieles mehr. Nehmen wir doch mal den Blödsinn des digitalen Rundfunks....da ist Deutschland Steinzeit. WLAN überall....schnelles Internet....wie wäre es mal, Printwerbung zu verbieten, und statt dessen aber jedem Bürger ein digitales Postfach einzurichten!

In Deutschland muss immer erst noch der letzte Zauderer dazu überredet werden, dass dieser aus intrinsischer Motivation mal was neues ausprobiert.....und ohne Zustimmung auch von diesem, fängt man gar nicht erst an was zu verändern.....

Ich hätte schon die hoffnung, dass die Grünen gegen diesen Mief ein wenig gegensteuern! Allein - auch bei einer absoluten Mehrheit im Bund wäre das noch lange nicht möglich.....


Einerseits sicher hast du recht dass wir Klima politisch ohnehin auf verlorene Posten stehen machen Russland, Indien, China, und dir USA ( erst recht unter Trump) nicht mit,andererseits ist dass kein Argument dass selbst nichts tut, ( denn auch wir tun zu wenig) die Zeit läuft ab währenddessen tun wir alle so ( Politik, Wirtschaft,Gesellschaft) als können wir mut unseren Raubbau der Natur und Verschwendung der Ressourcen des Planeten ewig so weiter machen.( ohne negativen Konsequenzen für uns selbst ) dass ist ja das Fatale.

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