Zukunft der CSU

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Tom Bombadil
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 19. Jan 2019, 10:06

Was hat er gesagt? :D
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 10:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Jan 2019, 10:06)

Was hat er gesagt? :D


Wer?
Blume, dieser menschenverachtende katholische Missionar?
Söder, der "Asyltourismus" Versager?
Seehofer, der Wendehals?
Dobrindt, der Unworte-Schwätzer?
Kreutzer, der sonor die Männer CSU Schönredende?
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 19. Jan 2019, 11:25

Haben die sich heute alle frauenfeindlich geäußert???
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 11:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Jan 2019, 11:25)

Haben die sich heute alle frauenfeindlich geäußert???


Nein. Die alle hat quasi die Erkenntnis schockartig getroffen, dass die CSU eine für Frauen wenig attraktive Partei ist.
Das will man ändern, wobei im Kabinett ein ca. 20%tiger Frauenanteil als Beispiel dient.

Die CSU soll jünger, moderner und weiblicher werden, mit den altbekannten männlichen Dackeln.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Ein Terraner » Sa 19. Jan 2019, 11:36

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2019, 08:25)

, um zu nichts anderem nütze zu sein, als zum Kaffee kochen für die Herren.


Sie haben ja noch die Mortler, deren Aufgabe ist es so zu tun als wäre sie eine Topfpflanze. Vielleicht brauchen sie ja noch mehr davon.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon jorikke » Sa 19. Jan 2019, 11:39

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2019, 10:46)

Wer?
Blume, dieser menschenverachtende katholische Missionar?
Söder, der "Asyltourismus" Versager?
Seehofer, der Wendehals?
Dobrindt, der Unworte-Schwätzer?
Kreutzer, der sonor die Männer CSU Schönredende?


Eins bleibt.
Irgendwer muss in Bayern regieren.
...und nachdem die CSU deiner Meinung nach nur aus Unfähigen besteht, befürchte ich das du mittelfristig noch zu einem Anhänger der Grünen mutierst. Der Partei mit den größten Zuwächsen in Bayern, das Wählerpotential aufsagend, das der FDP versagt bleibt.
Das muss grauselig für dich sein, sei tapfer.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 19. Jan 2019, 12:16

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2019, 11:31)

Die CSU soll jünger, moderner und weiblicher werden, mit den altbekannten männlichen Dackeln. [/color]

Und deshalb geht es jetzt mit der CSU bergab? Irgendwie verstehe ich das nicht, aber egal, die Wahlergebnisse werden es zeigen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 13:13

jorikke hat geschrieben:(19 Jan 2019, 11:39)

Eins bleibt.
Irgendwer muss in Bayern regieren.
...und nachdem die CSU deiner Meinung nach nur aus Unfähigen besteht, befürchte ich das du mittelfristig noch zu einem Anhänger der Grünen mutierst. Der Partei mit den größten Zuwächsen in Bayern, das Wählerpotential aufsagend, das der FDP versagt bleibt.
Das muss grauselig für dich sein, sei tapfer.


Halloooo Jorikke, tänzel.
Weshalb sollte ich die Grünen wählen? Die haben Bayern nichts zu bieten, was mittel- bis langfristig erstrebenswert wäre.

Mir bietet die FDP alles, was ich für richtig, fortschrittlich und liberal ansehe.
Gäbe es keine Leute wie mich in Bayern, die pro ihrem Bundesland denken und wählen, wäre der FDP der Wiedereinzug in den Landtag versagt geblieben. Eine meiner besten Eigenschaften ist, gelassen abwarten zu können. :)

Insofern warte ich gelassen ab, wie die CSU mittels männlich bräsigem södern, “Mia, de CSU, san Bayern und de Andern ham uns goar nix zum sagn“, jünger, moderner und weiblicher werden will, quasi ein Paradoxon.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 13:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Jan 2019, 12:16)

Und deshalb geht es jetzt mit der CSU bergab? Irgendwie verstehe ich das nicht, aber egal, die Wahlergebnisse werden es zeigen.


Mit Phrasen gewinnt man in Bayern keine Wahlen mehr. Betrachte die Umfrage Werte der CSU.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 13:17

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Jan 2019, 11:36)

Sie haben ja noch die Mortler, deren Aufgabe ist es so zu tun als wäre sie eine Topfpflanze. Vielleicht brauchen sie ja noch mehr davon.


Naa, braucht's net, das Grüne sitzt im bayerischen Landtag dort, wo es hingehört, in der Opposition.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Ein Terraner » Sa 19. Jan 2019, 13:23

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2019, 13:17)

Naa, braucht's net, das Grüne sitzt im bayerischen Landtag dort, wo es hingehört, in der Opposition.

Das war mehr auf die Geistigen Fähigkeiten bezogen als auf die ökologische Einstellung. :D
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 13:26

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Jan 2019, 13:23)

Das war mehr auf die Geistigen Fähigkeiten bezogen als auf die ökologische Einstellung. :D


Mir fällt auf Anhieb keine CSU Frau ein, der ich zutrauen würde, die CSU moderner, jünger und weiblicher zu machen.
Alle, denen ich das zugetraut hätte, haben sich dieser altbackenen, gesöderten CSU entzogen.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 14:40

PS: Söder auch nicht, der bestätigt meine Wahrnehmung von einer männlichen CSU, indem er intoniert, "wenn es einem gelingt Deutschland voran zu bringen, dann ist es die CSU."
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 14:42

Nur 87,4% für Söder, schade, ich hätte ihm 100% gewünscht.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon jorikke » Sa 19. Jan 2019, 15:17

JJazzGold hat geschrieben:(19 Jan 2019, 14:42)

Nur 87,4% für Söder, schade, ich hätte ihm 100% gewünscht.


An der Klasse von Martin Schulz muss er noch arbeiten.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Jan 2019, 15:26

jorikke hat geschrieben:(19 Jan 2019, 15:17)

An der Klasse von Martin Schulz muss er noch arbeiten.


Bei dir hatte ich vorausgesetzt, dass du ein Danaergeschenk erkennst.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Liberty » So 20. Jan 2019, 21:13

Mit Söder wird die CSU noch weichgespülter, noch wendehälsiger, noch CDU-höriger als unter Seehofer.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Mär 2019, 11:25

Die CSU "weichgespült"?

Eines der interessantesten Kapitel zur CSU ist das des "Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik" (ASP, https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitskr ... itspolitik).

Interessant schon erstmal, dass ausgerechnet dieser Arbeitskreis in einer "Wir-in-Bayern"-Partei zu den mitgliederstärksten und bestorganisiertesten Suborganisationen der CSU zählt.
Der Arbeitskreis verfügt über Bezirksverbände in jedem der Regierungsbezirke Bayerns und in der Landeshauptstadt München. Diese untergliedern sich weiter in Kreisverbände.

Außerdem gibt es Fachausschüsse für die Themen Außenpolitik, Sicherheitspolitik-Bundeswehr, Europa und Entwicklungspolitik.


Einige Thesen nach ein bissel Beschäftigung mit dem Thema:

- Der ASP wurde Mitte der 60er als "Wehrpolitischer Arbeitskreis (WPA)" gegründet. Seinen jetzigen Namen erhielt er erst (nach einer Fusion mit einem anderen AK) 2004. Ziele des WPAs war sowohl eine Interessenvertretung der damals noch jungen Bundeswehr wie auch der bayerischen Rüstungsindustrie. Der aktuelle Vorsitzende Florian Hahn ist gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied in der IABG, einem Technologiekonzern, der ganz wesentlich auch von Aufträgen aus dem Rüstungsbereich lebt. Große Bundeswehrstandorte (wie Cham, Oberpfalz, "Nordgaukaserne") finden sich traditionell vor allem entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs.

- Interessant ist, dass die Vertriebenenverbände unter dieser Bezeichnung zwar nicht mehr eine so tragende Rolle wie in den 50ern bis 70ern spielte, dass aber die ihnen nahestenden Personen mit dem ASP offenbar noch immer ein diichtes Netz bilden. Namentlich der Sudetendeutsche und nach wie vor sehr einflussreiche CSU-Politiker Bernd Posselt tritt immer wieder im Zusammenhang mit Ernennungen von ASP-Funktionsträgern in Erscheinung. Die CSU scheint so gesehen eine zwar gewandelte aber noch immer sehr sehr "schwarze" Partei zu sein

- Völlig, um hunderttachzig Grad gedreht hat sich das Verhältnis dieser CSU-Kreise zu Osteuropa und Russland. Waren bis 1990 dies quasi die Teufelsmächte so werden sie heute als Bewahrer von Konservatismus, Nation und Tradition gesehen. Nur ein Beispiel: Ein Vertreter des russischen Konsulats wird zu einer Versammlung der ASP Rosenheim eingeladen.
Deutlich zu spüren war an diesem Abend die eher pro-russische Einstellung vieler Anwesender: So äußerten sich einige der Gäste besorgt über die derzeit angespannten politischen Beziehungen zwischen Europa und Russland und den Ausschluss Russlands vom internationalen Dialog, etwa beim G7-Gipfel 2015, was Matvienko bestätigte: „Selbst zu Zeiten des Kalten Krieges gab es mehr Dialog mit Russland als heute.“ Er bekräftigte aber auch, dass Russland jederzeit bereit für die Wiederaufnahme des gemeinsamen Dialogs sei und lobte den Besuch von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer vor Kurzem in seiner Heimat. Dies sei von den Russen als positives Signal empfunden und in der russischen Presse überwiegend gut aufgenommen worden. Weiteren Besuch aus dem Freistaat heiße man willkommen, vor allem Vertreter aus der Wirtschaft: „Es gibt trotz der Sanktionen Möglichkeiten, wie wir kooperieren können.“
https://www.asp-rosenheim.de/2016/04/15 ... en-dialog/[/quote]
Als jemand, der noch weiß, welche Bedeutung die "Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft" in der DDR hatte und wie die CSU wohl in den 70er Jahren zu einer solchen organisation stand, glaubt man einfach seinen Augen nicht trauen zu können.

- Ausrichtung nach Osteuropa/Russland auch sonst: Verkehrsminister Scheuer unterhält intensive Beziehungen nach Prag. Nach wie vor und auch jetzt ist die Person Orbán (wenn auch hinter vorgehaltener Hand) ein Lieblingskind in Teilen der CSU.

CSU-Außenpolitik: von Strauß bis heute ein zentrales Kapitel in einer Partei, die viele zeitgenossen zuallererst mal mit "Bayern" identifizieren.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon Alpha Centauri » Di 19. Mär 2019, 12:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Mar 2019, 11:25)

Die CSU "weichgespült"?

Eines der interessantesten Kapitel zur CSU ist das des "Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik" (ASP, https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitskr ... itspolitik).

Interessant schon erstmal, dass ausgerechnet dieser Arbeitskreis in einer "Wir-in-Bayern"-Partei zu den mitgliederstärksten und bestorganisiertesten Suborganisationen der CSU zählt.


Einige Thesen nach ein bissel Beschäftigung mit dem Thema:

- Der ASP wurde Mitte der 60er als "Wehrpolitischer Arbeitskreis (WPA)" gegründet. Seinen jetzigen Namen erhielt er erst (nach einer Fusion mit einem anderen AK) 2004. Ziele des WPAs war sowohl eine Interessenvertretung der damals noch jungen Bundeswehr wie auch der bayerischen Rüstungsindustrie. Der aktuelle Vorsitzende Florian Hahn ist gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied in der IABG, einem Technologiekonzern, der ganz wesentlich auch von Aufträgen aus dem Rüstungsbereich lebt. Große Bundeswehrstandorte (wie Cham, Oberpfalz, "Nordgaukaserne") finden sich traditionell vor allem entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs.

- Interessant ist, dass die Vertriebenenverbände unter dieser Bezeichnung zwar nicht mehr eine so tragende Rolle wie in den 50ern bis 70ern spielte, dass aber die ihnen nahestenden Personen mit dem ASP offenbar noch immer ein diichtes Netz bilden. Namentlich der Sudetendeutsche und nach wie vor sehr einflussreiche CSU-Politiker Bernd Posselt tritt immer wieder im Zusammenhang mit Ernennungen von ASP-Funktionsträgern in Erscheinung. Die CSU scheint so gesehen eine zwar gewandelte aber noch immer sehr sehr "schwarze" Partei zu sein

- Völlig, um hunderttachzig Grad gedreht hat sich das Verhältnis dieser CSU-Kreise zu Osteuropa und Russland. Waren bis 1990 dies quasi die Teufelsmächte so werden sie heute als Bewahrer von Konservatismus, Nation und Tradition gesehen. Nur ein Beispiel: Ein Vertreter des russischen Konsulats wird zu einer Versammlung der ASP Rosenheim eingeladen.
https://www.asp-rosenheim.de/2016/04/15 ... en-dialog/

Als jemand, der noch weiß, welche Bedeutung die "Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft" in der DDR hatte und wie die CSU wohl in den 70er Jahren zu einer solchen organisation stand, glaubt man einfach seinen Augen nicht trauen zu können.

- Ausrichtung nach Osteuropa/Russland auch sonst: Verkehrsminister Scheuer unterhält intensive Beziehungen nach Prag. Nach wie vor und auch jetzt ist die Person Orbán (wenn auch hinter vorgehaltener Hand) ein Lieblingskind in Teilen der CSU.

CSU-Außenpolitik: von Strauß bis heute ein zentrales Kapitel in einer Partei, die viele zeitgenossen zuallererst mal mit "Bayern" identifizieren.[/quote]


Das sich einige Parteien im Bundestag ausländische Diktatoren zum Vorbild nehmen Linkspartei Maduro und Putin AFD Putin und Orban CSU Orban sagt viel übdr die demokratische Gesinnung von Teilen dieser Parteien aus.
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Re: Zukunft der CSU

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Mär 2019, 14:41

@αC: Ich glaube, da hast du jetzt irgendwie die Anzettelung irgendeiner Links-Rechts-Polemik herausgelesen...

Ich habe jetzt eigentlich eher so persönliche Eindrücke aufgeschrieben und würde mich über Bestätitungen/Widerlegungen/Korrekturen freuen.

Der zentrale Verständnis/Unverständnis-Punkt bei mir ist ersteinmal überhaupt das offensichtliche und starke außenpolitische Engagement einer Partei, die zumindest außerhalb von Bayern als eine mit starkem regionalen Bezug wahrgenommen wird.
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