Die Zukunft der SPD

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Fliege
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Sa 24. Nov 2018, 19:11

jorikke hat geschrieben:(24 Nov 2018, 18:42)
Der SPD können nur noch zwei Dinge helfen:
1. Das Führungspersonal radikal austauschen.
2. Neue Themen finden die sie von anderen Parteien unterscheidet.
(Im letzten Stern hat der Jörges, wie immer ein wenig großmäulig, das ganz gut beschrieben.)

Magst du kurz skizzieren, was Jörges geschrieben hat?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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jorikke
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 24. Nov 2018, 20:09

Fliege hat geschrieben:(24 Nov 2018, 19:11)

Magst du kurz skizzieren, was Jörges geschrieben hat?


Der Stern ist entsorgt. Kann also nur aus dem Gedächtnis antworten. Er bezog sich wohl auf Willy Brandt und der seinerzeit völlig neuen Ostpolitik. "Wandel durch Annäherung."
Damit hatte Brandt ein Thema, an das sich andere Parteien noch nicht ran wagten.
In diesem Sinne schlägt er vor, die SPD möge Themen aufgreifen die momentan zwar noch nicht opportun, dafür aber als Alleinstellungsmerkmal dienen können, um sich von den anderen Parteien abzuheben.
( Wie heißt es in Loriots Jodelsketch? Man möchte ja mal was Eigenes haben. )
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Sa 24. Nov 2018, 21:15

jorikke hat geschrieben:(24 Nov 2018, 20:09)
Der Stern ist entsorgt. Kann also nur aus dem Gedächtnis antworten. Er bezog sich wohl auf Willy Brandt und der seinerzeit völlig neuen Ostpolitik. "Wandel durch Annäherung."
Damit hatte Brandt ein Thema, an das sich andere Parteien noch nicht ran wagten.
In diesem Sinne schlägt er vor, die SPD möge Themen aufgreifen die momentan zwar noch nicht opportun, dafür aber als Alleinstellungsmerkmal dienen können, um sich von den anderen Parteien abzuheben.
( Wie heißt es in Loriots Jodelsketch? Man möchte ja mal was Eigenes haben. )

Mit Jodeln hat es die SPD bereits versucht. ;-)

Nun wären langfristig wirksame Ideen gefragt. Diese sollten m. E. im Bereich Europa (wir sind wir), Migration (wir sind schon genug) und Computer/Roboter-Revolution (viele werden woanders gebraucht; von der Werkshalle in Krankheits- und Pflegeinstitutionen) liegen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 21:23

jorikke hat geschrieben:(24 Nov 2018, 20:09)

Der Stern ist entsorgt. Kann also nur aus dem Gedächtnis antworten. Er bezog sich wohl auf Willy Brandt und der seinerzeit völlig neuen Ostpolitik. "Wandel durch Annäherung."
Damit hatte Brandt ein Thema, an das sich andere Parteien noch nicht ran wagten.
In diesem Sinne schlägt er vor, die SPD möge Themen aufgreifen die momentan zwar noch nicht opportun, dafür aber als Alleinstellungsmerkmal dienen können, um sich von den anderen Parteien abzuheben.
( Wie heißt es in Loriots Jodelsketch? Man möchte ja mal was Eigenes haben. )




Die SPD könnte ja behaupten, dass der Mittelstand NICHT entlastet werden müsse, weil es andere Stände nötiger haben, z.B. Arbeitnehmer, Kleinunternehmer usw...

Die Gefahr, die sich damit verbinden würde, wäre allerdings ein Einbruch an Spendengeldern. Dazu wird es allerdings auch kommen, wenn die Sozen keine 5% mehr erreichen, denn kein Unternehmer investiert in eine politische Kraft, wenn es ihm nichts nützt...

Außerdem würde den Sozen diese 180-Grad-Wende vermutlich kein Mensch abnehmen. Sie haben mittelfristig fertig.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 25. Nov 2018, 08:20

Wähler hat geschrieben:(24 Nov 2018, 16:47)
In einer pluralistischen und für Europa offenen deutschen Gesellschaft wird auch die SPD wieder ihren Platz finden. Nicht jeder hat Angst vor Überfremdung. Nicht jeder findet die Grünen trendig. Nicht jeder will freier Individualist bei der FDP sein. Es hängt sicherlich auch davon ab, wie sich die CDU neu positionieren wird.

jorikke hat geschrieben:(24 Nov 2018, 18:42)
Der Fehler der SPD ist es sich auf die 20% zu konzentrieren und bei der Masse der Wähler das Gefühl auszulösen, immer HIV, wer kümmert sich denn um meine Interessen?
….und genau die 20% kann man argumentativ ohnehin nicht gewinnen, die finden sich zum großen Teil im Lager der Nichtwähler.
Der SPD können nur noch zwei Dinge helfen:
1. Das Führungspersonal radikal austauschen.
2. Neue Themen finden die sie von anderen Parteien unterscheidet.

Schau Dir einmal die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland an:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 31931.html
Da betrachtest Du nur die 20% unter der Armutsgrenze. Das Medianeinkommen beträgt hingegen nur noch 1750 Euro im Monat. Das Median-Vermögen liegt bei 50 000 Euro.
Da die Deutschen nach wie vor mehrheitlich zur Miete wohnen und immer mehr Menschen in Ballungsräumen leben, werden die sozialen Themen wieder an Bedeutung gewinnen. Davon könnte die SPD profitieren, wenn sie die 50% unterhalb des Medianeinkommens und -vermögens wieder mehr anspricht.
Erstaunlicher Weise kümmern sich jetzt sogar die Grünen auch um die 20% unterhalb der Armutsgrenze.
siehe auch: Verhältnis Medianlohn Durchschnittslohn Kaufkraft 1995 bis 2012
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 58777.html
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 28. Nov 2018, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » So 25. Nov 2018, 09:26

yogi61 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 18:21)

Dann wäre die Lösung ja ganz einfach und man müsste einfach nur noch die Interessen der Rentner vertreten, dann hat man in ein paar Jahren die absolute Mehrheit.


Die Psychologie der (aller) Rentner bei der Wahl .....und die Kosten der "Wahlgeschenke" für (alle) Rentner zur Wahl der SPD ist doch etwas zu "Teuer"....um mit Rentnern die Mehrheit zu erreichen.

Meiner MEinung geht es nur - mit einer Politik für Werktätige ....(und ehemalige Werktätige jetzt Rentner) die nächste Nähe für SPD Politik und "Mehrheit"//Volkspartei..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 10:20

Teeernte hat geschrieben:(25 Nov 2018, 09:26)

Die Psychologie der (aller) Rentner bei der Wahl .....und die Kosten der "Wahlgeschenke" für (alle) Rentner zur Wahl der SPD ist doch etwas zu "Teuer"....um mit Rentnern die Mehrheit zu erreichen.

Meiner MEinung geht es nur - mit einer Politik für Werktätige ....(und ehemalige Werktätige jetzt Rentner) die nächste Nähe für SPD Politik und "Mehrheit"//Volkspartei..


Hah, ha, teuer? Du wirst es in den nächsten Jahrzehnten erleben. Gegen die Lobbymacht der Senioren wird in den nächsten Jahrzehnten keine Politik gemacht werden können. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen, weil wir diesen Fall bisher nicht hatten. Es ist ja nicht nur so, dass da plötzlich Millionen Menschen in Rente gehen, es sind auch gerade diese Menschen, die pünktlich zur Wahlurne gehen, anders als bei den sozial schwachen Leuten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 11:35

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 10:20)

Hah, ha, teuer? Du wirst es in den nächsten Jahrzehnten erleben. Gegen die Lobbymacht der Senioren wird in den nächsten Jahrzehnten keine Politik gemacht werden können. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen, weil wir diesen Fall bisher nicht hatten. Es ist ja nicht nur so, dass da plötzlich Millionen Menschen in Rente gehen, es sind auch gerade diese Menschen, die pünktlich zur Wahlurne gehen, anders als bei den sozial schwachen Leuten.


Seit 15 Jahren bin ich nun Rentner. Wenn ich so etwas von Lobbymacht der Senioren lese, bleibt nur ein verständnisloses Schmunzeln. Was für skurrile Schreckensszenarien werden denn da gebastelt?
Die einzige Rentenreform, die die Situation der Rentner wesentlich verbessert hat fand 1957 mit der Umstellung von Kapital- auf Umlage finanzierte
Renten statt. Seit der Zeit erhöhen sich die Renten im Maßstab der steigenden Einkommen der Arbeitnehmer.
Alles geregelt, wie das in Deutschland halt Brauch ist.
Das die Menschen mit der größten Lebenserfahrung auch bewusst wählen, spricht doch - im positiven Sinn - für sich.
Man kann sein Staatsverständnis natürlich auch auf Penner-Basis stellen.
...weit wirst du damit nicht kommen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 11:44

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 10:20)

Hah, ha, teuer? Du wirst es in den nächsten Jahrzehnten erleben. Gegen die Lobbymacht der Senioren wird in den nächsten Jahrzehnten keine Politik gemacht werden können. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen, weil wir diesen Fall bisher nicht hatten. Es ist ja nicht nur so, dass da plötzlich Millionen Menschen in Rente gehen, es sind auch gerade diese Menschen, die pünktlich zur Wahlurne gehen, anders als bei den sozial schwachen Leuten.


Was hindert die sozial schwachen Leute zur Wahlurne zu gehen, oder per Briefwahl zu wählen?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 11:50

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:35)

Seit 15 Jahren bin ich nun Rentner. Wenn ich so etwas von Lobbymacht der Senioren lese, bleibt nur ein verständnisloses Schmunzeln. Was für skurrile Schreckensszenarien werden denn da gebastelt?
Die einzige Rentenreform, die die Situation der Rentner wesentlich verbessert hat fand 1957 mit der Umstellung von Kapital- auf Umlage finanzierte
Renten statt. Seit der Zeit erhöhen sich die Renten im Maßstab der steigenden Einkommen der Arbeitnehmer.
Alles geregelt, wie das in Deutschland halt Brauch ist.
Das die Menschen mit der größten Lebenserfahrung auch bewusst wählen, spricht doch - im positiven Sinn - für sich.
Man kann sein Staatsverständnis natürlich auch auf Penner-Basis stellen.
...weit wirst du damit nicht kommen.


Und was soll Dein Rückblick auf die Vergangenheit uns jetzt genau sagen? Ich schrieb doch bereits, dass wir diesen Fall in der Bundesrerpublik noch nicht hatten und ja, die Politiker wollen auch in Zukunft gewählt werden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 11:55

JJazzGold hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:44)

Was hindert die sozial schwachen Leute zur Wahlurne zu gehen, oder per Briefwahl zu wählen?


Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 11:57

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:50)

Und was soll Dein Rückblick auf die Vergangenheit uns jetzt genau sagen? Ich schrieb doch bereits, dass wir diesen Fall in der Bundesrerpublik noch nicht hatten und ja, die Politiker wollen auch in Zukunft gewählt werden.


Das war kein Rückblick auf die Vergangenheit. Vielmehr habe ich aufgezeigt, dass Kontinuität bis heute ein positives Beispiel sinnvoller Politik ist.
Wir können uns spaßeshalber natürlich darauf einigen über Nebelgebilde zu diskutieren, die wir noch nicht hatten und nicht haben werden.
...viel Lustiges ist möglich.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 12:00

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:55)

Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.


Eine eigenartige Denkweise, die ich nicht nachvollziehen kann.
Mir ist z.B. auch bewusst, dass sich die Regierungstätigkeit oder besser gesagt Untätigkeit, der CSU nicht ändern wird und diese durch die FW auch noch zementiert wird, aber deshalb gehe ich trotzdem weiterhin wählen. Koalitionen verändern sich in Bund und Land nachweislich.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:04

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:57)

Das war kein Rückblick auf die Vergangenheit. Vielmehr habe ich aufgezeigt, dass Kontinuität bis heute ein positives Beispiel sinnvoller Politik ist.
Wir können uns spaßeshalber natürlich darauf einigen über Nebelgebilde zu diskutieren, die wir noch nicht hatten und nicht haben werden.
...viel Lustiges ist möglich.


Ich war es nicht, der von der Rentenrform von 1957 schwadroniert hat und Dein Gottvertrauen in die staatstragenden Gedanken der Baby-Boomer in allen Ehren, aber liegst Du vermutlich falsch. Es ist nicht nur so, dass die den Druck alleine aufbauen werden, die werden sicherlich von der Politik sogar befeuert werden, die um die Stimmen buhlen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:06

JJazzGold hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:00)

Eine eigenartige Denkweise, die ich nicht nachvollziehen kann.
Mir ist z.B. auch bewusst, dass sich die Regierungstätigkeit oder besser gesagt Untätigkeit, der CSU nicht ändern wird und diese durch die FW auch noch zementiert wird, aber deshalb gehe ich trotzdem weiterhin wählen. Koalitionen verändern sich in Bund und Land nachweislich.

Das glaube ich Ihnen ja auch, aber ich weiss, dass das bei Teilen der Bevölkerung durch Privatfernsehen systematisch vertrottelten Herde eben nicht der Fall ist.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » So 25. Nov 2018, 12:15

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:04)

Ich war es nicht, der von der Rentenrform von 1957 schwadroniert hat und Dein Gottvertrauen in die staatstragenden Gedanken der Baby-Boomer in allen Ehren, aber liegst Du vermutlich falsch. Es ist nicht nur so, dass die den Druck alleine aufbauen werden, die werden sicherlich von der Politik sogar befeuert werden, die um die Stimmen buhlen.


Jetzt verstehe ich dich kaum noch. Mein Hinweis auf die einzig wirkliche Erhöhung der Renten war kein schwadronieren sondern der Hinweis auf
Tatsachen. Mein Thema waren im Wesentlichen die von dir grundlos attackierten Rentner. Du kannst, wenn´s deiner Einstellung gut tut gerne die Rentner als Feindbild aufbauen. Schlichter Quatsch, das wollte ich aufzeigen.
An Baby-Boomer habe ich keine Sekunde gedacht. Um eine weitere völlig unsinnige Verbreiterung eines an sich ursprünglich klaren Themas zu vermeiden, mache ich hier Schluss.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » So 25. Nov 2018, 12:20

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:06)

Das glaube ich Ihnen ja auch, aber ich weiss, dass das bei Teilen der Bevölkerung durch Privatfernsehen systematisch vertrottelten Herde eben nicht der Fall ist.


Jedem seine freie Entscheidung. Wer nicht will, der hat schon.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » So 25. Nov 2018, 12:20

jorikke hat geschrieben:(25 Nov 2018, 12:15)

Jetzt verstehe ich dich kaum noch. Mein Hinweis auf die einzig wirkliche Erhöhung der Renten war kein schwadronieren sondern der Hinweis auf
Tatsachen. Mein Thema waren im Wesentlichen die von dir grundlos attackierten Rentner. Du kannst, wenn´s deiner Einstellung gut tut gerne die Rentner als Feindbild aufbauen. Schlichter Quatsch, das wollte ich aufzeigen.
An Baby-Boomer habe ich keine Sekunde gedacht. Um eine weitere völlig unsinnige Verbreiterung eines an sich ursprünglich klaren Themas zu vermeiden, mache ich hier Schluss.


Ich baue kein Feindbild auf, ich richte mich nach den Tatsachen, weil ich selber zu den Baby Boommern gehöre
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Nov 2018, 12:32

yogi61 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 11:55)

Das ist doch längst geklärt. Sie fühlen sich von der Politik nicht vertreten und haben den Eindruck durch ihr Wahlverhalten nichts ändern zu können. Befeuert wurde das doch durch die asozial Politk der SPD in den jämmerlichen grossen Koalitionen. Die Kurve der Leute die zur Wahl gingen, zeigte doch klar nach unten und die Diskussionen über Politikverdrossenheit waren doch allgegenwärtig. Das durch die sogenannte Flüchtlingkrise eine gewisse Repolitisierung stattgefunden hat, überdeckt doch nicht, dass viele Menschen auch heute noch Frust haben, auch wenn sie die AFD als gewisses Ventil ansehen.


Ein Grundproblem.ist dass in politischen Systemen .die mit mehr Einfluss ,Macht und Geld auch die politischen Entscheidungsprozesse mit beeinflussen und die ohne Einfluss ,Macht und Geld eben weniger bis gar nicht,Wahlen hin oder her, dass hat Precht mal sehr schön beschrieben vom der Antike bis in unser digitales21 Jhr. hat sich an diesem Grundübel nichts geändert egal ob nun.Diktatur oder Demokratie.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Bobo » Mo 26. Nov 2018, 16:00

Teeernte hat geschrieben:(24 Nov 2018, 13:57)

Solange die SPD die Interessen der WERKTÄTIGEN vertritt hat sie eine Zukunft.

Wenn die SPD vorrangig die Interessen von ..."BGE" Beziehern und Sozialfällen vertritt.... sollten die Deppen erkennen...das DIE LEUTE nicht wählen gehen ...und auch nicht mehr als 5% sind.


DAS ist die Grundfrage. Wer//Was ist die SPD ?? (Sozialfälle ? Grüne ? Rentnerpartei ?...)


Deine Schreibweise von "WERKTÄTIGEN" lässt vermuten wie du die Teilung der Gesellschaft im Geiste vollzogen hast. "WERKTÄTIGE" auf der einen Seite und ???? auf der anderen? Abschaum? Hm. Wie passen die Wahlergebnisse dazu? Muss uns das Land erst um die Ohren fliegen, bis sich was ändert? Hat nicht der große Helmut Kohl selbst zum Ende seiner Amtszeit öffentlich eingeräumt, dass die Arbeitgeberverbände ihn zum "Pakt für Arbeit" brutal über den Tisch gezogen haben? Man hätte ihn besser zugehört, dann stünden wir jetzt nicht vor der Frage, wann der wirtschaftlichen Spaltung der Gesellschaft die politische folgt und welchen Preis sie allen abverlangen wird. Und wenn wir schon dabei sind. Welche signifikante Senkung der Sozialabgaben erlebten die WERKTÄTIGEN seit Einführung der Schandagende eigentlich? Ich erinnere keine.

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