Die Zukunft der SPD

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Raul71
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 13:37

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:23)

Was hat denn Kahrs dir denn getan? Oder ist das die gleiche homophobe Kutsche wie von deinem Wahlverein?
Wenn sie wüßten, was ich wähle oder meistens gewählt habe, würde sie sich selbst ihre eigenen Ohren vor Scham lang ziehen. ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 13:45

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:37)

Wenn sie wüßten, was ich wähle oder meistens gewählt habe, würde sie sich selbst ihre eigenen Ohren vor Scham lang ziehen. ;)


Im Ausweichen immer gut, der JR
Was hat denn Kahrs dir denn getan? Oder ist das die gleiche homophobe Kutsche wie von deinem Wahlverein?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Do 22. Nov 2018, 12:19

JJazzGold hat geschrieben:(20 Nov 2018, 10:06)

Dann entzerre ich es mal. :)

Heute existiert eine Menge x an Anwärtern auf das bedingungslose Bürgergeld der SPD und Grünen.
Die ist überschaubar. Darauf wolltest du meines Erachtens mit deiner Frage hinweisen. Was überschaubar ist, wäre ggfls. finanzierbar.

Der Grundgedanke, der dem zugrunde liegt, was zwar von SPD und Grünen nicht explizit erwähnt wird, ist, dass sich diese Menge X bedingt durch die Digitalisierung sukzessive vergrößert. Mehr Digitalisierung = weniger Arbeitsplätze.
Auch wenn ich diesen Gedanken nicht teile, lassen wir ihn mal so stehen.

Das bedeutet in der Auswirkung, höhere Menge X = höherer Finanzierungsaufwand.
Irgendwann ist der Punkt erreicht, zu dem der Haushalt die Finananzierung nicht mehr aus dem Bestand tragen kann.
Dass die Steuereinnahmen stetig weiter steigen, kann nicht als Prämisse dienen.

Zu diesem Zeitpunkt müssen zusätzliche Einnahmen generiert werden.

Bedingt durch das Wachsen der Menge X verringert sich gleichzeitig die Menge Y der Beitragsleister.

Wenn ich ergo vom heutigen Ist Bestand der Menge X ausgehe, dann ist heute bereits abzusehen, dass das System bedingungsloses Einkommen nur kurzfristig finanzierbar bleibt. Immer vorausgesetzt, dass die Digitalisierung Abeitsplätze bis in den mehrstelligen Millionenbereich kostet.

Die Frage muss somit heute bereits lauten, wie generiert sich der wachsende Finanzierungsaufwand?


Danke der Ehre, „ich teile den Gedanken nicht, argumentiere aber damit“ - offensichtlich traust Du mir doch Ahnung zu :thumbup:

Nun, die Finanzierung kann ausschliesslich nur aus den Gewinnen aus Digitalisierung und Automation kommen. Vereinfacht: Wenn eines Tages der selbst fahrende LKW kommt, wird der Nutzen die Investition des Besitzers und das Auskommen des nun beschäftigungslosen Fahrers finanzieren (müssen) - natürlich systemisch, nicht 1:1.

Und da sind wir halt wieder bei einer Art Bürgergeld, ohne dass mir eine der bisherigen Lösungen, auch die der Grünen gefällt.
Denn „bedingungslos“ mit der Befingung „sozial bedürftig“ zu koppeln ist eben doch wieder nicht „bedingungslos“.

Das Bürgergeld muss jeder bekommen, vom mittellosen heutigen Harzer bis zum Millionär. Dann ändert sich auch die Zahl der Beziehenden nach Einführung nicht mehr wesentlich, egal was die Wirtschsft tut.

Finanzierung durch Steuer an den dann noch erwirtschafteten Zusatzeinkomnen, den (da fehlt auch noch der Plan, wie das gehen soll) Digitalisierungs/Automationserträgen und den bisherigen Sozialleistungen.

Und die ganze Thematik: mir fällt eine Sozialleistung weg, wenn ich selbst etwas erwirtschafte, also mach ich nix - ist tot.
Ja, ich weis, wir beide sind nicht so gestrickt ... ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 22. Nov 2018, 14:58

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2018, 12:19)

Danke der Ehre, „ich teile den Gedanken nicht, argumentiere aber damit“ - offensichtlich traust Du mir doch Ahnung zu :thumbup:

Nun, die Finanzierung kann ausschliesslich nur aus den Gewinnen aus Digitalisierung und Automation kommen. Vereinfacht: Wenn eines Tages der selbst fahrende LKW kommt, wird der Nutzen die Investition des Besitzers und das Auskommen des nun beschäftigungslosen Fahrers finanzieren (müssen) - natürlich systemisch, nicht 1:1.

Und da sind wir halt wieder bei einer Art Bürgergeld, ohne dass mir eine der bisherigen Lösungen, auch die der Grünen gefällt.
Denn „bedingungslos“ mit der Befingung „sozial bedürftig“ zu koppeln ist eben doch wieder nicht „bedingungslos“.

Das Bürgergeld muss jeder bekommen, vom mittellosen heutigen Harzer bis zum Millionär. Dann ändert sich auch die Zahl der Beziehenden nach Einführung nicht mehr wesentlich, egal was die Wirtschsft tut.

Finanzierung durch Steuer an den dann noch erwirtschafteten Zusatzeinkomnen, den (da fehlt auch noch der Plan, wie das gehen soll) Digitalisierungs/Automationserträgen und den bisherigen Sozialleistungen.

Und die ganze Thematik: mir fällt eine Sozialleistung weg, wenn ich selbst etwas erwirtschafte, also mach ich nix - ist tot.
Ja, ich weis, wir beide sind nicht so gestrickt ... ;)



Du musst aber doch mit steigender Arbeitslosigkeit mit steigenden Belastungen für die Kasse rechnen, von heute ca. 2,4 Miollionen auf zukünftig 20 Millionen Bezieher dieser Alimentierung. Grob veranschlagt, dem Zehnfachen. Eine Summe, die sich vervielfachen würde, wenn das Bürgergeld, wie von SPD und Grünen nicht angedacht, an alle ausgeschüttet wird. Diesen exzessiven steuerlichen Aufwand kann die Digitalisierung und Automatisierung allein aus der Wertschöpfung nicht leisten. Also müssen die noch vorhandenen Personalkosten gedrückt werden und zusätzliche, aus Steuern finanzierte, Beihilfen generiert werden.

Ich halte das ganze für ein Versprechen, geboren aus Wahlkampftaktik im Osten der Republik, das nicht gehalten werden kann. Und wen die Wähler später wählen, wenn solch massive Sozialleistungsversprechen nicht gehalten werden können, das kann ich mir lebhaft vorstellen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Do 22. Nov 2018, 16:47

JJazzGold hat geschrieben:(22 Nov 2018, 14:58)

Du musst aber doch mit steigender Arbeitslosigkeit mit steigenden Belastungen für die Kasse rechnen, von heute ca. 2,4 Miollionen auf zukünftig 20 Millionen Bezieher dieser Alimentierung. Grob veranschlagt, dem Zehnfachen. Eine Summe, die sich vervielfachen würde, wenn das Bürgergeld, wie von SPD und Grünen nicht angedacht, an alle ausgeschüttet wird. Diesen exzessiven steuerlichen Aufwand kann die Digitalisierung und Automatisierung allein aus der Wertschöpfung nicht leisten. Also müssen die noch vorhandenen Personalkosten gedrückt werden und zusätzliche, aus Steuern finanzierte, Beihilfen generiert werden.

Ich halte das ganze für ein Versprechen, geboren aus Wahlkampftaktik im Osten der Republik, das nicht gehalten werden kann. Und wen die Wähler später wählen, wenn solch massive Sozialleistungsversprechen nicht gehalten werden können, das kann ich mir lebhaft vorstellen.


Das ist heute, in Zeiten von Vollbeschäftigung und noch optimierbarer Produktivität auch kein Thema. Deswegen ist es heute ja in der Absahner- und Umverteilerecke.

Was aber, wenn die 20 Mio. Unterbeschäftigten (Arbeitslos muss ja nicht sein) dereinst der Preis für 500% Produktivitätssteigerung sind?
Dann muss man den Weg doch trotzdem gehen, aber eben für alle verträglich (und zudem noch für die Erde).

Btw. - und das ist kein Grüner - Traue ich von den Dreien von der Tankstelle (bzw. CDU) dem Merz aufgrund seiner Vita im Investmentbereich als Einzigem zu, solche Aspekte auch schon auf dem Schirm zu haben.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 22. Nov 2018, 17:26

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2018, 16:47)

Das ist heute, in Zeiten von Vollbeschäftigung und noch optimierbarer Produktivität auch kein Thema. Deswegen ist es heute ja in der Absahner- und Umverteilerecke.

Was aber, wenn die 20 Mio. Unterbeschäftigten (Arbeitslos muss ja nicht sein) dereinst der Preis für 500% Produktivitätssteigerung sind?
Dann muss man den Weg doch trotzdem gehen, aber eben für alle verträglich (und zudem noch für die Erde).

Btw. - und das ist kein Grüner - Traue ich von den Dreien von der Tankstelle (bzw. CDU) dem Merz aufgrund seiner Vita im Investmentbereich als Einzigem zu, solche Aspekte auch schon auf dem Schirm zu haben.


Wenn du davon ausgehst, dass bis zu 20 Mio Nicht- oder Unterbeschäftigte alimentiert werden müssen, dann frage ich, woher das Geld kommen soll.
Da Nicht- oder Unterbeschäftigung selbst mit Bürgergeld zu marginaler Rente führt, woher kommt das Geld für die spätere zusätzliche Rentenunterstützung, egal, wie man das Kind nennen will, zuzüglich aller bereits heute existierenden Zulagen, plus noch zu beschließender zukünftiger Zulagen, egal ob an den Menschen per se, oder an Kommunen?

Wir beide wissen nicht, in welcher Höhe sich der Haushalt in 10, 20, 30, 50 Jahren befindet. Dass die Einnahmen stetig steigen, ist heute bereits widerlegt. Was wird passieren, wenn der Haushalt die heute initiierten Ausgaben nicht mehr deckeln kann, zum Beispiel, weil die Zahl der Alimentierten schneller steigt, als die Steuereinnahmen, die bis dato im Bezug auf Automatisierung und Digitalisierung nur als Vision existieren? Nimmt man dann Schulden auf, oder werden Leistungen gekürzt und wenn ja, welche?

Hartz IV ist von Anfang an als Übergangslösung bis zur erneuten Beschäftigung gedacht und diesen Weg sollte man meines Erachtens weiter verfolgen, statt auf de bloße Vermutung hin, eines fernen Tages wäre nicht mehr genug Arbeit für entsprechend qualifizierte Menschen vorhanden, heute schon einen finanziellen Rohrkrepierer auf den Weg bringt. Was ohnehin nicht geschehen wird, so lange die SPD an einen Koalitionsvertrag gebunden ist. Vielleicht rechnet Scholz bis zum Ende der GroKo noch einmal nach.

Was Merz betrifft, den halte ich zumindest für fähig vorausplanender zu denken, als AKK und Spahn, aber auch Merz wird sich gründlich überlegen, wie weit die Steuerschrauben angezogen werden können, bis die Wertschöpfung und die daraus resultierenden Abgaben sich in einem Verhältnis befinden, welches eine Auslagerung der Produktion oder den externen Einkauf der Produkte empfiehlt. Dann wären es 40+ Millionen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Do 22. Nov 2018, 18:39

JJazzGold hat geschrieben:(22 Nov 2018, 17:26)

Wenn du davon ausgehst, dass bis zu 20 Mio Nicht- oder Unterbeschäftigte alimentiert werden müssen, dann frage ich, woher das Geld kommen soll.
Da Nicht- oder Unterbeschäftigung selbst mit Bürgergeld zu marginaler Rente führt, woher kommt das Geld für die spätere zusätzliche Rentenunterstützung, egal, wie man das Kind nennen will, zuzüglich aller bereits heute existierenden Zulagen, plus noch zu beschließender zukünftiger Zulagen, egal ob an den Menschen per se, oder an Kommunen?

Wir beide wissen nicht, in welcher Höhe sich der Haushalt in 10, 20, 30, 50 Jahren befindet. Dass die Einnahmen stetig steigen, ist heute bereits widerlegt. Was wird passieren, wenn der Haushalt die heute initiierten Ausgaben nicht mehr deckeln kann, zum Beispiel, weil die Zahl der Alimentierten schneller steigt, als die Steuereinnahmen, die bis dato im Bezug auf Automatisierung und Digitalisierung nur als Vision existieren? Nimmt man dann Schulden auf, oder werden Leistungen gekürzt und wenn ja, welche?

Hartz IV ist von Anfang an als Übergangslösung bis zur erneuten Beschäftigung gedacht und diesen Weg sollte man meines Erachtens weiter verfolgen, statt auf de bloße Vermutung hin, eines fernen Tages wäre nicht mehr genug Arbeit für entsprechend qualifizierte Menschen vorhanden, heute schon einen finanziellen Rohrkrepierer auf den Weg bringt. Was ohnehin nicht geschehen wird, so lange die SPD an einen Koalitionsvertrag gebunden ist. Vielleicht rechnet Scholz bis zum Ende der GroKo noch einmal nach.

Was Merz betrifft, den halte ich zumindest für fähig vorausplanender zu denken, als AKK und Spahn, aber auch Merz wird sich gründlich überlegen, wie weit die Steuerschrauben angezogen werden können, bis die Wertschöpfung und die daraus resultierenden Abgaben sich in einem Verhältnis befinden, welches eine Auslagerung der Produktion oder den externen Einkauf der Produkte empfiehlt. Dann wären es 40+ Millionen.


Na, das A&O ist natürlich die Produktivitätssteigerung und der damit verbundene Wohlstandsgewinn. Wenn z.B. die Herstellung von Solarstrom im Jahr 2040, wie ernsthafte Zukunftsforscher aus dem IT-Bereich durch Extrapolation berechnen, unter 0,5 Ct/KWh kostet, dann ist da ist da schon Luft nach oben.

Und wenn die Produktivitätssteigerung ausbleibt, bleiben logischerweise auch die 20 Mio. Unterbeschäftigte aus.

Wie wir das Problem lösen:
- kapitalistisch, in dem wir jedem die Mittel geben, um am Markt teilzunehmen
- sozialistisch indem wir den „Grundbedarf“ kostenlos zuteilen

ist dann Meinung, ich bin für ersteres.

Das Fälscheste allerdings wäre, statt die Menschen zu unterstützen, krampfhaft an den Arbeitsplätzen festzuhalten (Braunkohle lässt grüßen ...)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 22. Nov 2018, 20:11

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2018, 18:39)

Na, das A&O ist natürlich die Produktivitätssteigerung und der damit verbundene Wohlstandsgewinn. Wenn z.B. die Herstellung von Solarstrom im Jahr 2040, wie ernsthafte Zukunftsforscher aus dem IT-Bereich durch Extrapolation berechnen, unter 0,5 Ct/KWh kostet, dann ist da ist da schon Luft nach oben.

Und wenn die Produktivitätssteigerung ausbleibt, bleiben logischerweise auch die 20 Mio. Unterbeschäftigte aus.

Wie wir das Problem lösen:
- kapitalistisch, in dem wir jedem die Mittel geben, um am Markt teilzunehmen
- sozialistisch indem wir den „Grundbedarf“ kostenlos zuteilen

ist dann Meinung, ich bin für ersteres.

Das Fälscheste allerdings wäre, statt die Menschen zu unterstützen, krampfhaft an den Arbeitsplätzen festzuhalten (Braunkohle lässt grüßen ...)


Jetzt haben wir den Punkt erreicht, wo uns die unterschiedliche Erwartung trennt und wir uns nur noch im Kreis drehen würden. ;)

Wenn du 20 Mio zu Alimentierende erwartest, dann kann ich deine Entscheidung nachvollziehen.
Da ich diese nicht erwarte, entfällt für mich die Entscheidung, auf welchem Weg diese versorgt werden müssten.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Do 22. Nov 2018, 20:29

JJazzGold hat geschrieben:(22 Nov 2018, 20:11)

Jetzt haben wir den Punkt erreicht, wo uns die unterschiedliche Erwartung trennt und wir uns nur noch im Kreis drehen würden. ;)

Wenn du 20 Mio zu Alimentierende erwartest, dann kann ich deine Entscheidung nachvollziehen.
Da ich diese nicht erwarte, entfällt für mich die Entscheidung, auf welchem Weg diese versorgt werden müssten.


Und weil „Prognosen schwierig sind, vor allem wenn Sie die Zukunft betreffen“ (Nils Bohr oder Mark Twain oder Karl Valentin oder wem auch immer zugeschrieben) hast Du da völlig recht.

Und so ganz persönlich - 2040 sind wir eh beide zu alimentieren, wenn es uns noch gibt - ob das dann unsere Kinder tun oder Maschinen ... Schau mer mal.

Von einer Politischen Partei erwarte ich aber, dass sie Ideen hat, wie sie ihren Markenkern in beiden Szenarien weiterentwickelt...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Do 22. Nov 2018, 21:34

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2018, 20:29)

Und weil „Prognosen schwierig sind, vor allem wenn Sie die Zukunft betreffen“ (Nils Bohr oder Mark Twain oder Karl Valentin oder wem auch immer zugeschrieben) hast Du da völlig recht.

Und so ganz persönlich - 2040 sind wir eh beide zu alimentieren, wenn es uns noch gibt - ob das dann unsere Kinder tun oder Maschinen ... Schau mer mal.

Von einer Politischen Partei erwarte ich aber, dass sie Ideen hat, wie sie ihren Markenkern in beiden Szenarien weiterentwickelt...


Das könnte ich noch erleben. Wir sind eine langlebige Familie, meine Mutter wird nächste Woche 90 Jahre alt. Die muss mit mir Vorlieb nehmen, aber ich fahre in dem Alter ein autonomes Auto und habe einen schmucken Androiden als Haus- und Gartenhilfe und bestelle online eine neue Hüfte, die sich in Minuten schmerzfrei selbst implantiert. ;)

Du hast schon recht, die Entwicklung kann nur strikt gesteuert ablaufen. Nur vertraue ich bezüglich des zu setzenden gesetzlichen Rahmens eher einer FDP und bezüglich der Umsetzung eher einer Merz CDU, als einer planlos ausschüttenden Partei, wie SPD und Grüne.


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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Fr 23. Nov 2018, 09:45

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2018, 20:29)

Und weil „Prognosen schwierig sind, vor allem wenn Sie die Zukunft betreffen“ (Nils Bohr oder Mark Twain oder Karl Valentin oder wem auch immer zugeschrieben) hast Du da völlig recht.

Und so ganz persönlich - 2040 sind wir eh beide zu alimentieren, wenn es uns noch gibt - ob das dann unsere Kinder tun oder Maschinen ... Schau mer mal.

Von einer Politischen Partei erwarte ich aber, dass sie Ideen hat, wie sie ihren Markenkern in beiden Szenarien weiterentwickelt...


Nur noch ein kurzer Nachtrag. Ich bin ja begeisterte Verfolgerin von Bundestagsdebatten. Gerade spricht Frau Lötzsch. Selbst die Die Linke geht davon aus, dass die Digitalisierung eine revolutionäre Entwicklung der Arbeitswelt darstellt, die erfordert, dass Menschen re-/qualifiziert werden müssen, um in einer veränderten Arbeitswelt tätig eingebunden werden zu können. ;)

Wenn selbst die Die Linke gedanklich soweit gediehen ist zu erkennen, dass eine veränderte Arbeitslandschaft nicht bedeutet, Arbeitswillige und -fähige mit Stillhaltegeld auf Halde zu legen, fühle ich mich in meiner Ansicht, dass jegliche Veränderung auch neue Betätigungsfelder eröffnet, bestätigt. :)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Europa2050 » Fr 23. Nov 2018, 10:17

JJazzGold hat geschrieben:(23 Nov 2018, 09:45)

Nur noch ein kurzer Nachtrag. Ich bin ja begeisterte Verfolgerin von Bundestagsdebatten. Gerade spricht Frau Lötzsch. Selbst die Die Linke geht davon aus, dass die Digitalisierung eine revolutionäre Entwicklung der Arbeitswelt darstellt, die erfordert, dass Menschen re-/qualifiziert werden müssen, um in einer veränderten Arbeitswelt tätig eingebunden werden zu können. ;)

Wenn selbst die Die Linke gedanklich soweit gediehen ist zu erkennen, dass eine veränderte Arbeitslandschaft nicht bedeutet, Arbeitswillige und -fähige mit Stillhaltegeld auf Halde zu legen, fühle ich mich in meiner Ansicht, dass jegliche Veränderung auch neue Betätigungsfelder eröffnet, bestätigt. :)


Na dann, vielleicht habt ihr ja auch alle recht - wenn eine soo große Koalition einer Meinung ist, geb ich mich als kleiner unwissender Naturwissenschaftler/IT-ler geschlagen.

Wobei - ein bissl stieren muss schon noch sein - dass die Linke keine Phantasie hat, die über morgen hinausreicht, sollte auch klar sein.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon JJazzGold » Fr 23. Nov 2018, 10:28

Europa2050 hat geschrieben:(23 Nov 2018, 10:17)

Na dann, vielleicht habt ihr ja auch alle recht - wenn eine soo große Koalition einer Meinung ist, geb ich mich als kleiner unwissender Naturwissenschaftler/IT-ler geschlagen.

Wobei - ein bissl stieren muss schon noch sein - dass die Linke keine Phantasie hat, die über morgen hinausreicht, sollte auch klar sein.


Jederzeit gestattet.
Gib dich bitte auch nicht geschlagen. Wie du selbst angemerkt hast, sind Prognosen die Zukunft betreffend schwierig.
Was uns beide eint ist die Absicht, genau hinzusehen, wie Parteien und dementsprechend jeweilige Regierungen vorausschauend planen, oder eben auch nicht, Letzteres ein Vorwurf, den ich zurzeit allen Parteien mache. Was letztendlich dabei rauskommt, können wir ohnehin nur kurze Zeit begleiten.



(Manchmal wünschte ich, mir stünde eine Zeitmaschine zur Verfügung ;) )
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Bobo » Fr 23. Nov 2018, 14:48

Die SPD hat sich selbst überflüssig gemacht und wird nicht mehr gebraucht. Daran wird Frau Nahles habseidenes kosmetisches Geschwafel nichts ändern. Sie wird schon Butter bei de Fische geben müssen, um überhaupt Gehör zu finden. Kosmetik hat ihr Vorgänger auch schon versucht. Der Ausgang ist bekannt.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 23. Nov 2018, 23:32

Eine Mehrheit der SPD Anhänger will einen linkeren Kurs inhaltlich der Partei, was ich für problematisch halte

Was aber auch wahr ist eine Mehrheit der Bürger will grundlegende Reformen des bestehenden Hartz Systems ( Ende der fragwürdigen Praxis der Sanktionen,Entbürokratisierung, realistischere Regelsätze) hin zu einem echten Sozialstaat
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 24. Nov 2018, 10:34

24. November 2018 Wie die SPD an ihrem neuen Image bastelt
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/sp ... -1.4224803
" Dafür haben Münchens Obergenossen ein Thesenpapier ausgearbeitet, das aus konservativer Perspektive schon fast sozialistische Züge aufweist. So soll es ein allgemeines Betretungsrecht für größere Innenhöfe geben, einen kommunalen Wohn- und Bodenfonds, der den privaten Immobilieninvestoren die Grundstücke wegschnappen soll, und strikte Vorgaben für die Wirtschaft. Münchner Unternehmen sollen zu einem kommunalen Mindestlohn gedrängt werden, in den kommunalen Betrieben sowie in der Stadtverwaltung wird eine solche Untergrenze ebenfalls eingeführt. Und die Firmen müssen sich zu sozialen Standards bekennen, wenn sie sich auf städtischen Flächen ansiedeln oder expandieren wollen."
Am 30. April soll das Thesenpapier verabschiedet werden, die SPD-Stadtratsliste für München wird im November 2019 erstellt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Nov 2018, 13:57

Solange die SPD die Interessen der WERKTÄTIGEN vertritt hat sie eine Zukunft.

Wenn die SPD vorrangig die Interessen von ..."BGE" Beziehern und Sozialfällen vertritt.... sollten die Deppen erkennen...das DIE LEUTE nicht wählen gehen ...und auch nicht mehr als 5% sind.


DAS ist die Grundfrage. Wer//Was ist die SPD ?? (Sozialfälle ? Grüne ? Rentnerpartei ?...)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 24. Nov 2018, 16:47

In einer pluralistischen und für Europa offenen deutschen Gesellschaft wird auch die SPD wieder ihren Platz finden. Nicht jeder hat Angst vor Überfremdung. Nicht jeder findet die Grünen trendig. Nicht jeder will freier Individualist bei der FDP sein. Es hängt sicherlich auch davon ab, wie sich die CDU neu positionieren wird.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Sa 24. Nov 2018, 18:21

Teeernte hat geschrieben:(24 Nov 2018, 13:57)

Solange die SPD die Interessen der WERKTÄTIGEN vertritt hat sie eine Zukunft.

Wenn die SPD vorrangig die Interessen von ..."BGE" Beziehern und Sozialfällen vertritt.... sollten die Deppen erkennen...das DIE LEUTE nicht wählen gehen ...und auch nicht mehr als 5% sind.


DAS ist die Grundfrage. Wer//Was ist die SPD ?? (Sozialfälle ? Grüne ? Rentnerpartei ?...)


Dann wäre die Lösung ja ganz einfach und man müsste einfach nur noch die Interessen der Rentner vertreten, dann hat man in ein paar Jahren die absolute Mehrheit.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 24. Nov 2018, 18:42

Wähler hat geschrieben:(24 Nov 2018, 16:47)

In einer pluralistischen und für Europa offenen deutschen Gesellschaft wird auch die SPD wieder ihren Platz finden. Nicht jeder hat Angst vor Überfremdung. Nicht jeder findet die Grünen trendig. Nicht jeder will freier Individualist bei der FDP sein. Es hängt sicherlich auch davon ab, wie sich die CDU neu positionieren wird.


Eigentlich wollte ich ja..., egal, eigentlich war gestern.
Komm doch bitte ein wenig in der Realität an.
Wir haben eine für Europa offene und pluralistische Gesellschaft und die SPD geht trotzdem baden.
Das kann es also nicht sein.
Gestern habe ich mich mit einem alten Freund ausgetauscht, der lange Zeit der Vorsitzender eines Ortsvereines der SPD in einer norddeutschen Landeshauptstadt war. Er hat die Hoffnung aufgegeben. Was soll ich den Leuten noch erzählen? Wir haben vielfältige Themen aber nur solche an denen die anderen Parteien sich auch abarbeiten. Nichts SPD Originales mehr.
H IV zu verbessern ist eine Schnapsidee. Zu verbessern geht natürlich immer, Schnapsidee deshalb weil es der SPD nichts bringt. Die Bevölkerung spaltet sich ganz grob in zwei Gruppen. 80% geht es gut und 20% bedürfen in irgendeiner Form der Unterstützung.
Der Fehler der SPD ist es sich auf die 20% zu konzentrieren und bei der Masse der Wähler das Gefühl auszulösen, immer HIV, wer kümmert sich denn um meine Interessen?
….und genau die 20% kann man argumentativ ohnehin nicht gewinnen, die finden sich zum großen Teil im Lager der Nichtwähler.
Der SPD können nur noch zwei Dinge helfen:
1. Das Führungspersonal radikal austauschen.
2. Neue Themen finden die sie von anderen Parteien unterscheidet.
( Im letzten Stern hat der Jörges, wie immer ein wenig großmäulig, das ganz gut beschrieben.)

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