Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon unity in diversity » So 11. Feb 2018, 15:29

Hyde hat geschrieben:(11 Feb 2018, 01:53)

Von der Leyen hat mit dem Elterngeld und dem Kita-Ausbau nicht nur Deutschlands Familienpolitik aus dem Mittelalter geholt, sondern damit auch noch Wirtschaft und Geburtenrate gleichzeitig gerettet. Allein dafür muss man ihr ewig dankbar sein. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass die politischen Maßnahmen der Familienministerin von der Leyen die sinnvollsten und wichtigsten in 12 Jahren Kabinett Merkel waren.

Ich will mir gar nicht ausmalen, wie unser Land heute aussähe ohne Elterngeld, ohne Kitas, ohne Ganztagsschulen. Dann wäre der Fachkräftemangel noch viel größer, die Wirtschaft schwächer und die Steuereinnahmen geringer (wegen geringerer Frauenerwerbsbeteiligung in der Wirtschaft) und die Geburtenrate wäre immer noch so niedrig wie in den 90ern und folglich unser Rentensystem langfristig noch mehr im Arsch.

Womit willst du die Fremd- oder Eigengebohrenen beschäftigen, wenn die Arbeitsproduktivität schneller wächst, als die Produktion?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » So 11. Feb 2018, 15:51

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:17)

Das Votum der Basis zu ignorieren dürfte der SPD aber auch nicht gut bekommen,


Es gibt kein alleiniges Votum der Basis. Das hast du wohl falsch verstanden. Es gibt ein Mitgliedervotum. Das heißt ALLE Mitglieder werden dort mitstimmen, auch die Vorsitzenden und Amtsträger.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 15:59

Alexyessin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:51)

Es gibt kein alleiniges Votum der Basis. Das hast du wohl falsch verstanden. Es gibt ein Mitgliedervotum. Das heißt ALLE Mitglieder werden dort mitstimmen, auch die Vorsitzenden und Amtsträger.


Ich dachte Mitglieder und Basis wäre das selbe, was sonst ist die Basis?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » So 11. Feb 2018, 16:13

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 15:59)

Ich dachte Mitglieder und Basis wäre das selbe, was sonst ist die Basis?


Die Basis sind die Orts- und Kreisverbände als solches. Aber bei dieser Abstimmung darf jeder abstimmen, nicht nur ein Teil der Mitglieder.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon sünnerklaas » So 11. Feb 2018, 16:42

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 14:29)

Das klingt als ob Scholz bei der CDU-Wählerschaft punkten könnte, aber er muss ja bei den SPD-Wählern punkten und die bucklige Verwandtschaft ala Stegner und Nahles wählt man eben so oder so mit, das dürfte den geneigten CDU-Wähler abschrecken und für die eher Linken dürfte er wie ein kalter Technokrat wirken, so wirkt er jedenfalls auf mich.


Die CDU hat niemanden außer Armin Laschet, der schon mal eine Wahl gewonnen hat. Und Laschet hat bisher noch nicht unter Beweis gestellt, dass er auch das Regieren versteht. Spahn, Klöckner&Co. haben noch keine Wahlen gewonnen und auch noch keiner Landesregierung vorgestanden. Und CSU-Kanzlerkandidaten werden nun einmal außerhalb Bayerns nicht gewählt. Das haben Strauß und Stoiber erleben müssen und auch Söder wäre da komplett chancenlos.
Scholz steht dagegen für Solidität und Bodenständigkeit. Hamburg steht mit ihm einfach gut da. Und Scholz zeichnet noch etwas anderes aus: er ist tatkräftig und durchsetzungsfähig. Beides sind Eigenschaften, die auch Gerhard Schröder und Helmut Schmidt hatten, wobei bei Schmidt im Nachhinein noch etwas wichtiges dazu kam: er war nie Parteivorsitzender. Das hat das Regieren zwar für ihn anstrengend gemacht, aus heutiger Sicht war die Trennung zwischen Kanzleramt und Bundesvorsitz genau das, was zum hohen Ansehen Schmidts heute beigetragen hat.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Willi Brand » So 11. Feb 2018, 16:47

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:00)

Die SPD weigert sich die Tragweite der Migrationspolitik für ihre Wählerschaft anzuerkennen und dass obwohl mit Sarrazin und Buschkowsky gleich zwei prominente SPD-Politiker die Problematik schon vor Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. So schrumpft die Wählerschaft der SPD eben auf Beamte und gut situierte Salonlinke und die haben noch Grüne und Linke als glaubwürdigere Alternativen, während die Arbeiterschaft von der Stange geht. In vielen europäischen Ländern ist die klassische Sozialdemokratie untergegangen, kein Wunder, bei wem soll Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert heute noch verfangen, wo die Probleme ganz andere sind?

Die "Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert" erkennen Sie bei der SPD wo genau?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Willi Brand » So 11. Feb 2018, 16:48

Der General hat geschrieben:(11 Feb 2018, 01:02)

Deine Beiträge, nicht nur in diesem Strang gefallen mir sehr gut :thumbup:

Schwarz/Gelb und dann noch der Willi als Biene, passt ;) :D

Weiter so !

:)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 17:53

sünnerklaas hat geschrieben:(11 Feb 2018, 16:42)

Die CDU hat niemanden außer Armin Laschet, der schon mal eine Wahl gewonnen hat. Und Laschet hat bisher noch nicht unter Beweis gestellt, dass er auch das Regieren versteht. Spahn, Klöckner&Co. haben noch keine Wahlen gewonnen und auch noch keiner Landesregierung vorgestanden. Und CSU-Kanzlerkandidaten werden nun einmal außerhalb Bayerns nicht gewählt. Das haben Strauß und Stoiber erleben müssen und auch Söder wäre da komplett chancenlos.
Scholz steht dagegen für Solidität und Bodenständigkeit. Hamburg steht mit ihm einfach gut da. Und Scholz zeichnet noch etwas anderes aus: er ist tatkräftig und durchsetzungsfähig. Beides sind Eigenschaften, die auch Gerhard Schröder und Helmut Schmidt hatten, wobei bei Schmidt im Nachhinein noch etwas wichtiges dazu kam: er war nie Parteivorsitzender. Das hat das Regieren zwar für ihn anstrengend gemacht, aus heutiger Sicht war die Trennung zwischen Kanzleramt und Bundesvorsitz genau das, was zum hohen Ansehen Schmidts heute beigetragen hat.


Welche Wahl hat Merkel gewonnen bevor sie Kanzler wurde? Die SPD-Stammwählerschaft wird Scholz nicht wählen weil sie die Agenda 2010 nicht vergessen hat, die hirntote CDU-Stammwählerschaft wird CDU wählen egal wer Kanzlerkandidat ist, der Rest hat die Wahl zwischen Grüne (progressive CDU-Wähler), AfD und FDP. Jede dieser Parteien ist für sich genommen glaubhafter als Union oder SPD.

Die Sache ist doch die, SPD-Wähler sind bei der Linken (Fokus auf soziale "Gerechtigkeit") oder den Grünen (Fokus auf Umwelt und Minderheiten) besser aufgehoben, während CDU-Wähler besser bei der FDP (Fokus auf Wirtschaftsliberalismus) oder der AfD (Fokus auf echten Konservatismus und "Heimatverbundenheit") aufgehoben sind. SPD und Union sind derartig beliebig und vor allem unberechenbar geworden (SPD führt illegitime Kriege und schleift den Sozialstaat, CDU schafft die Grenzen ab), dass sie als Volksparteien kaum überleben werden weil sie ihren Markenkern und damit jedwede Glaubwürdigkeit verloren haben, Seehofer als Law and Order Mann, während seine Partei den ersten Selbstmordanschlag auf deutschem Boden zu verantworten hat, ausgerechnet in der mittelfränkischen Provinzhauptstadt Ansbach.

Willi Brand hat geschrieben:(11 Feb 2018, 16:47)

Die "Klassenkampfrhetorik aus dem 19. Jahrhundert" erkennen Sie bei der SPD wo genau?


Das war überspitzt ausgedrückt, Deutschland ist im weltweiten Vergleich ein Schlaraffenland, da mit sozialer Gerechtigkeit in den Wahlkampf zu ziehen aber den Elefanten im Raum zu ignorieren kann nur in die Hose gehen, da wird sich z.B. über das Gesundheitssystem beschwert während jeder Arbeitslose krankenversichert ist, davon können die Menschen in den USA nur träumen; die Probleme sind wahrlich andere und wie gesagt, es war die SPD die den Sozialstaat geschliffen hat und deren hauptverantwortliche Akteure bis heute höchste Ämter begleiten, siehe Olaf Scholz.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Willi Brand » Mo 12. Feb 2018, 12:35

unity in diversity hat geschrieben:(02 Feb 2018, 19:43)

Wenn die Basis nein sagt, steigen die Umfragewerte.

Nein, sie steigen nicht. Wenn die GroKo nicht zustande kommt und es Neuwahlen gibt, wird die SPD abgestraft. Dann droht ein Wahlergebnis von deutlich unter 20 Prozent. Die Menschen sind das Hickhack um die Regierungsbildung einfach leid, und wenn die SPD nicht regieren will (was realistisch gesehen nur mit der Union möglich ist), dann wird sie eben nicht mehr gewählt.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Excellero » Mo 12. Feb 2018, 12:42

Willi Brand hat geschrieben:(12 Feb 2018, 12:35)

Nein, sie steigen nicht. Wenn die GroKo nicht zustande kommt und es Neuwahlen gibt, wird die SPD abgestraft. Dann droht ein Wahlergebnis von deutlich unter 20 Prozent. Die Menschen sind das Hickhack um die Regierungsbildung einfach leid, und wenn die SPD nicht regieren will (was realistisch gesehen nur mit der Union möglich ist), dann wird sie eben nicht mehr gewählt.


Nein dann würde die SPD wieder im Kurs steigen, weil sie dann wenigstens EINMAL in den letzten 20 Jahren ein Versprechen gehalten hätten, und wenns nur darum geht in die Opposition zu gehen.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Willi Brand » Mo 12. Feb 2018, 12:47

Excellero hat geschrieben:(12 Feb 2018, 12:42)

Nein dann würde die SPD wieder im Kurs steigen, weil sie dann wenigstens EINMAL in den letzten 20 Jahren ein Versprechen gehalten hätten, und wenns nur darum geht in die Opposition zu gehen.

Vielleicht - wenn die Parteiführung von Anfang an beim Nein zur GroKo geblieben wäre und Verhandlungen mit der Union kategorisch abgelehnt hätte. Aber dieses Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, und dann doch wieder nicht, das wird der Wähler auf jeden Fall abstrafen.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Feb 2018, 18:29

Bei Insa geht es immer weiter bergab, nur noch 16,5% für die SPD, bei Forsa sind es noch 17%, bei Emnid 20%.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Hyde » Mo 12. Feb 2018, 18:37

Die geringen Umfragewerte sind für mich kein Wunder. Ich glaube nicht, dass die sozial Schwächergestellten und Geringverdiener (= die eigentliche Wählergruppe der SPD) ein Interesse daran haben, ihren begrenzten Reichtum mit der restlichen EU und mit Zuwanderern zu teilen. Und da die SPD sich in den Koalitionsverhandlungen eingesetzt hat für mehr deutsches Geld an Brüssel und mehr Flüchtlinge in Deutschland, sehen viele einstige SPD-Wähler ihre Interessen nicht mehr durch die SPD vertreten, im Gegenteil.

Die SPD macht eigentlich Politik für wohlhabende Schichten, denn die können es noch am ehesten verkraften, wenn sie mehr Geld an Brüssel abgeben sollen und wenn Arbeitskräftekonkurrenz durch Flüchtlinge in der Unterschicht entsteht.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Feb 2018, 18:57

Hyde hat geschrieben:(12 Feb 2018, 18:37)

...und wenn Arbeitskräftekonkurrenz durch Flüchtlinge in der Unterschicht entsteht.

Es ist ja nicht nur die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, man konkurriert ja auch um günstigen Wohnraum und bei den Tafeln ist es auch schon zu unschönen Szenen gekommen. All das treibt der AfD die Wähler in die Arme und die SPD ist völlig immun gegen diese Einsicht.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Julian » Mo 12. Feb 2018, 20:32

Hyde hat geschrieben:(12 Feb 2018, 18:37)

Die geringen Umfragewerte sind für mich kein Wunder. Ich glaube nicht, dass die sozial Schwächergestellten und Geringverdiener (= die eigentliche Wählergruppe der SPD) ein Interesse daran haben, ihren begrenzten Reichtum mit der restlichen EU und mit Zuwanderern zu teilen. Und da die SPD sich in den Koalitionsverhandlungen eingesetzt hat für mehr deutsches Geld an Brüssel und mehr Flüchtlinge in Deutschland, sehen viele einstige SPD-Wähler ihre Interessen nicht mehr durch die SPD vertreten, im Gegenteil.

Die SPD macht eigentlich Politik für wohlhabende Schichten, denn die können es noch am ehesten verkraften, wenn sie mehr Geld an Brüssel abgeben sollen und wenn Arbeitskräftekonkurrenz durch Flüchtlinge in der Unterschicht entsteht.


Ja, das ist die berühmte Vergrünung der SPD - absurderweise glaubt die SPD, den Grünen und deren Inhalten und Wählern nachlaufen zu müssen. Der Einsatz der SPD für die Flüchtlinge geht direkt auf Kosten der deutschen Arbeiter - und das nicht nur finanziell, sondern viel umfassender, denn die Arbeiter leben weniger im Rotweingürtel wie die Grünenwähler, sondern eher in den Gebieten, wo die Flüchtlinge in großer Zahl angesiedelt werden und zusammen mit den anderen Muslimen die Gesellschaft zunehmend in ihrem Sinne dominieren.

Ebenso dürften deutsche Arbeiter weniger von der freigebigen Europapolitik halten, mit der deutsches Steuergeld für Europa und ideologische Projekte verschleudert wird.

In die gleiche Kategorie könnte man auch die ökologische Wende der SPD rechnen, die den Strom irrsinnig verteuert hat (was vor allem für schwächere Einkommensschichten relevant ist). Von den ganzen Ökosubventionen hingegen profitieren vor allem Hausbesitzer, die ihre Dächer mit unnützen Solarzellen zupflastern können - nicht irgendwelche Arbeiter in Mietwohnungen.

Kurz: Die SPD hat sich ihre 16,5% in der aktuellen INSA-Umfrage redlich verdient. Es verwundert eher, dass noch so viele bei der SPD das Kreuzchen machen würden, aber das dürften eben nicht wenige muslimische Migranten sein (bei sogenannten Deutschtürken hat die SPD die absolute Mehrheit!), die sich bei der SPD eine Politik in ihrem Sinne erhoffen.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon jack000 » Mo 12. Feb 2018, 21:32

Julian hat geschrieben:(12 Feb 2018, 20:32)Die SPD hat sich ihre 16,5% in der aktuellen INSA-Umfrage redlich verdient.

Sicherlich muss man auch bedenken dass es immer mehr Parteien im Bundestag gibt aber es ist unglaublich wie eine traditionelle Partei wie die SPD runtergewirtschaftet wurde!
Gerade bei der hohen Beschäftigungsquote hätte sich die SPD sehr gut als Partei für die Arbeitnehmer profilieren können aber davon ist fast nichts zu bemerken.
Das mit diesem Scholz kein Blumentopf zu gewinnen ist, hatte ich mir schon von Anfang an so gedacht. Bleibt zu hoffen das irgendwann mal sich die komplette Führungsriege erneuert und so ein Neuanfang gestartet werden kann. Mit diesen Berufspolitikern die nie gearbeitet haben wird das nix!

Auch auf Länderebene habe ich in BW nicht feststellen können für was die SPD eigentlich steht. Dieser Nils Schmid hatte das Charisma einer Parkuhr und dann waren die auch noch für S21 und als S21-Gegner habe ich dann die Grünen 2 mal gewählt.
=> So wird man seine Wähler los!
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon odiug » Mo 12. Feb 2018, 21:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Feb 2018, 18:57)

Es ist ja nicht nur die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, man konkurriert ja auch um günstigen Wohnraum und bei den Tafeln ist es auch schon zu unschönen Szenen gekommen. All das treibt der AfD die Wähler in die Arme und die SPD ist völlig immun gegen diese Einsicht.

Ja klar ... weil der Flüchtling in den Großstädten mit dem Harz 4 Empfänger um die luxus-sanierten Wohnungen in den Innenstädten konkurriert.
Und das,nachdem seit Jahrzehnten der soziale Wohnungsbau von allen ignoriert wurde, weil der Markt wird es schon richten.
Und :"die nehmen uns die Arbeitsplätze weg" ist auch wieder da ... wer hätte das gedacht :p
Erst sind es eh nur untaugliche Wirtschaftsflüchtlinge, die nur in das Sozialsystem einwandern und jetzt nehmen sie den Deutschen Arbeiter auch noch die Arbeit weg :eek:
Und das,obwohl subsidiär geschützte Kriegsflüchtlinge eh kaum eine Arbeitserlaubnis bekommen und wenn sie doch eine Lehrstelle finden und genehmigt bekommen, kommt der Abschiebekönig aus Bayern und lässt sie aus dem Betrieb von der Polizei in den Flieger nach Afghanistan stecken.
Und das in Deutschland Menschen auf Nahrungsmittelspenden angewiesen sind, ist nicht das Problem.
Das Problem ist, wenn da plötzlich ein Flüchtling in der Schlange steht :eek:
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Dieter Winter » Mo 12. Feb 2018, 21:42

DarkLightbringer hat geschrieben:(02 Feb 2018, 15:11)

Die Umfragewerte werden in jedem Fall wieder steigen.


Aktuell liegt die SPD bei 16,5% und die Union kommt noch auf 29,5. AfD 15 Punkte.

Die GroKo ist eine einzige Katastrophe!
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 12. Feb 2018, 21:49

Dieter Winter hat geschrieben:(12 Feb 2018, 21:42)

Aktuell liegt die SPD bei 16,5% und die Union kommt noch auf 29,5. AfD 15 Punkte.

Die GroKo ist eine einzige Katastrophe!


Sie hätte aktuell bei einer Neuwahl keine politische Mehrheit so viel.zur " GROßEN KOALITION" eine großes Polit Theater ist dass ja.
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Re: 17,5%!! ...Was glaubt ihr, wie würde sich ein Ablehnen der GroKo seitens der SPD-Basis auf deren Umfragewerte auswir

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 12. Feb 2018, 21:53

odiug hat geschrieben:(12 Feb 2018, 21:39)

Ja klar ... weil der Flüchtling in den Großstädten mit dem Harz 4 Empfänger um die luxus-sanierten Wohnungen in den Innenstädten konkurriert.
Und das,nachdem seit Jahrzehnten der soziale Wohnungsbau von allen ignoriert wurde, weil der Markt wird es schon richten.
Und :"die nehmen uns die Arbeitsplätze weg" ist auch wieder da ... wer hätte das gedacht :p
Erst sind es eh nur untaugliche Wirtschaftsflüchtlinge, die nur in das Sozialsystem einwandern und jetzt nehmen sie den Deutschen Arbeiter auch noch die Arbeit weg :eek:
Und das,obwohl subsidiär geschützte Kriegsflüchtlinge eh kaum eine Arbeitserlaubnis bekommen und wenn sie doch eine Lehrstelle finden und genehmigt bekommen, kommt der Abschiebekönig aus Bayern und lässt sie aus dem Betrieb von der Polizei in den Flieger nach Afghanistan stecken.
Und das in Deutschland Menschen auf Nahrungsmittelspenden angewiesen sind, ist nicht das Problem.
Das Problem ist, wenn da plötzlich ein Flüchtling in der Schlange steht :eek:



Die AFD reite auf dem.Thema Flüchtlinge ja aucgg deshalb so gut, weil.kaum ein Sympathisant der AFD erkennt dass diese Partei bei anderen wichtigen.Themen ( Digitalisierung, Umwelt und Klima, Rente,Reform der sozialen Sicherungssysteme) nichts zu bieten hat

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