Die Zukunft der SPD

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 10:26

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:15)

Es gibt eine starke Minderheit in Deutschland, die Flüchtlingen auch über die Obergrenze hinaus helfen möchte.


Die Einhaltung der Obergrenze ist für den Sozialstaat erst einmal tödlich.
Eine starke Minderheit ist wohl wirklich der richtige Ausdruck. Eine Minderheit, die auf Sozialstaat und Rechtsstaat nichts gibt, aber denen nicht Einhalt geboten wird, weil die immer so gerne von Nazis und Holocaust sprechen. Aber am Ende kein Problem, wenn die Mehrheit, welche nach Umfragen dagegen ist, aber dennoch nicht entsprechend handelt, dann schaue ich mir das einfach an. Nach mir die Sintflut.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 11. Jul 2018, 10:34

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:15)
Es gibt eine starke Minderheit in Deutschland, die Flüchtlingen auch über die Obergrenze hinaus helfen möchte.

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:26)
Die Einhaltung der Obergrenze ist für den Sozialstaat erst einmal tödlich.
Eine starke Minderheit ist wohl wirklich der richtige Ausdruck. Eine Minderheit, die auf Sozialstaat und Rechtsstaat nichts gibt, aber denen nicht Einhalt geboten wird, weil die immer so gerne von Nazis und Holocaust sprechen. Aber am Ende kein Problem, wenn die Mehrheit, welche nach Umfragen dagegen ist, aber dennoch nicht entsprechend handelt, dann schaue ich mir das einfach an. Nach mir die Sintflut.

Eine Obergrenze von Null ist unmenschlich den Flüchtlingen gegenüber. Eine Absenkung der Obergrenze ist im demokratischen Mehrheitsfindungsprozess möglich.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 10:44

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:34)

Eine Obergrenze von Null ist unmenschlich den Flüchtlingen gegenüber. Eine Absenkung der Obergrenze ist im demokratischen Mehrheitsfindungsprozess möglich.


Alleine schon die Bezeichnung von jedem, der über die Grenze kommt als Flüchtling, offenbart die gemachten Fehler.
Eine Obergrenze ist gar nicht notwendig, wenn man das geltende Recht umsonst, da kaum jemand ein Recht auf Asyl hätte nach dem Grundgesetz und Flüchtlinge nach der UN Flüchtlingskonvention ebenfalls kein Recht haben über 1.000ste km und viele Staaten zu reisen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 11. Jul 2018, 11:55

Könnt ihr mal wieder das Thema SPD besprechen?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 12:19

Alexyessin hat geschrieben:(11 Jul 2018, 12:55)

Könnt ihr mal wieder das Thema SPD besprechen?


Ich bitte höflich um Entschuldigung.

Schröder hat sich heute auch zur SPD gemeldet und ist der Ansicht, dass die SPD die Vertrauensfrage bzgl. Merkel hätte stellen sollen. Dies natürlich mehr im Hinblick auf seine Basta-Politik.
https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 62892.html
Also ich finde nicht, dass die Vertrauensfrage wegen einer Basta Politik angebracht hast. Möglicherweise wäre dennoch eine Vertrauensfrage gut gewesen für die SPD, um zu sehen, wie es denn mit der Koalition aussieht. Dem gegenüber wäre das nach knapp 100 Tagen Regierung schon hart.

Wie sieht ihr das?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon SirToby » Mi 11. Jul 2018, 15:56

Klarsteller hat geschrieben:(11 Jul 2018, 10:19)

Es gibt eben auch noch Wähler der Linken und der SPD, welche rechnen können, wobei dies nicht unbedingt etwas mit einer konservativen Einstellung zu tun hat, sondern eher mit einer selbstdenkenden Eigenschaft.


Sozial konservativ oder Struktur konservativ ist lagerübergreifend und nicht einer bestimmten Partei zuzuordnen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Klarsteller » Mi 11. Jul 2018, 15:58

SirToby hat geschrieben:(11 Jul 2018, 16:56)

Sozial konservativ oder Struktur konservativ ist lagerübergreifend und nicht einer bestimmten Partei zuzuordnen.


Diese Unterteilung habe ich natürlich nicht beachtet. Danke.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon sunny.crockett » Mi 11. Jul 2018, 20:42

Wähler hat geschrieben:(11 Jul 2018, 07:50)

Die finanzielle und soziale Ungleichheit im Inland wird weiter zunehmen. Die AfD schließt ja Solidarität mit alten und vor allem neuen Migranten eher aus. Ohne tatkräftige und ausgebildete Migranten werden wir aber unseren Wohlstand nicht aufrecht erhalten können.


Durch schlecht ausgebildete oder verweigernde Migranten wird der Wohlstand aber noch viel weniger gehalten werden können. Das ist eben der Unterschied zwischen einer sinnvollen Einwanderungspolitik und einer unkontrollierten Migration.
Hier hätte die SPD schon zu Beginn der großen Flüchtlingswelle ihre Politik auf die Stammwählerschaft ausrichten müssen, also auf die unteren Einkommen und die Arbeitslosen. Stattdessen haben sie massenhaft Konkurenz im Verbund mit Merkel eingeladen.
Ausserdem ist fast alles in die Hose gegangen, was sie als "Meilensteine" angesetzt hatten. Die Mietpreisbremse ist zur Rakete geworden, weil sie so viele Schlupflöcher eingebaut haben. Ein Mindestlohn wäre ein Prestigeprojekt gewesen, allerdings wird auch das durch Schlupflöcher und fehlender Kontrolle bei 2 Mio. Arbeitnehmern umgangen. Alle die sich jetzt kaum noch ihre Miete leisten können oder auch unter dem Mindestlohn beschäftigt sind, sind der SPD als Wähler verloren gegangen. Eigentlich schon fast verwunderlich, daß immer noch 17% die SPD wählen würden.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Boracay » Mi 11. Jul 2018, 21:03

sunny.crockett hat geschrieben:(11 Jul 2018, 21:42)

Durch schlecht ausgebildete oder verweigernde Migranten wird der Wohlstand aber noch viel weniger gehalten werden können. Das ist eben der Unterschied zwischen einer sinnvollen Einwanderungspolitik und einer unkontrollierten Migration.
Hier hätte die SPD schon zu Beginn der großen Flüchtlingswelle ihre Politik auf die Stammwählerschaft ausrichten müssen, also auf die unteren Einkommen und die Arbeitslosen. Stattdessen haben sie massenhaft Konkurenz im Verbund mit Merkel eingeladen.
Ausserdem ist fast alles in die Hose gegangen, was sie als "Meilensteine" angesetzt hatten. Die Mietpreisbremse ist zur Rakete geworden, weil sie so viele Schlupflöcher eingebaut haben. Ein Mindestlohn wäre ein Prestigeprojekt gewesen, allerdings wird auch das durch Schlupflöcher und fehlender Kontrolle bei 2 Mio. Arbeitnehmern umgangen. Alle die sich jetzt kaum noch ihre Miete leisten können oder auch unter dem Mindestlohn beschäftigt sind, sind der SPD als Wähler verloren gegangen. Eigentlich schon fast verwunderlich, daß immer noch 17% die SPD wählen würden.


1. Da Vollbeschäftigung herrscht ist den Leuten die Konkurrenz am Arbeitsmarkt egal.
2. Die Mietpreisbremse ist wieder jeglicher Logik und einfach nur erzdumm. Kostensteigerungen kannst du damit nicht verhindern.
3. Kaum ein Mindestlohnbezieher wählt SPD. Es sind meist Nichtwähler und Migranten aus der untersten Unterschicht die mit Politik nicht viel anfangen können.

Größtes Problem der SPD: Die sehr gute Wirtschaftliche Entwicklung. Da kannst du mit Geld verteilen wenig Punkten. Jeder Depp hat heute nach 5min einen Job und selbst Saisonarbeiter bekommen weit mehr als den Mindestlohn. Da wird es schwer als Partei der entrechteten. Sieht man auch daran das kaum was zur Linkspartei ging.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jack000 » Sa 14. Jul 2018, 20:49

Und weiter geht es mit dem Projekt 10%
Wegen Abschiebung von Sami A.

SPD-Abgeordneter erstattet Anzeige gegen Seehofer

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf hat Anzeige gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt. Hintergrund ist die Abschiebung des ehemaligen Bin-Laden-Leibwächters Sami A. am Freitag.

Am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden, dass er vorerst nicht abgeschoben werden dürfe.

Ein Innenminister müsse sich „an Recht und Gesetz halten“, sagte Wolf dem WDR. Der SPD-Politiker wirft Seehofer vor, die Entscheidung des Gelsenkirchener Gerichts "im Alleingang" ignoriert zu haben. Seehofer habe „ganz bewusst mal das Recht brechen wollen, um zu zeigen, dass er etwas machen kann“, sagte Wolf.

Das Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass es keine Sicherheit gebe, dass Sami A. in Tunesien nicht gefoltert werde. Es informierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge jedoch erst über seine Entscheidung, als Sami A. bereits im Flugzeug saß. Dass diese Entscheidung erst so spät an das Bamf ging, sei darauf zurückzuführen, dass alle beteiligten Behörden trotz mehrfacher Anfragen den Zeitpunkt der geplanten Abschiebung nicht bekanntgegeben hätten, teilte das Verwaltungsgericht mit.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 57217.html

Da werden die bei dem Arbeitnehmer-SPD-Klientel sicherlich richtig Punkte machen :thumbup:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Klarsteller » Mo 16. Jul 2018, 10:08

think twice hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:57)

Horst Seehofer als Bundesinnenminister ist das Peinlichste, was die deutsche Politik derzeit zu bieten hat. Er eignet sch nichtmal mehr als Lachnummer, sondern ist einfach nur noch zum Fremdschaemen.


Peinlichkeit reicht also aus, um sich, wie der SPD Abgeordnete, für einen Schlächter einzusetzen?
Ob er der Peinlichste ist, müsste noch verifiziert werden. Im Übrigen gibt es neben der Kanzlerin noch andere Kandidaten wie Flintenuschi oder Zensurmaas.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon jack000 » Mo 16. Jul 2018, 11:51

Klarsteller hat geschrieben:(16 Jul 2018, 11:08)

Peinlichkeit reicht also aus, um sich, wie der SPD Abgeordnete, für einen Schlächter einzusetzen?
Ob er der Peinlichste ist, müsste noch verifiziert werden. Im Übrigen gibt es neben der Kanzlerin noch andere Kandidaten wie Flintenuschi oder Zensurmaas.

Stegner fällt mir da ein.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mo 16. Jul 2018, 12:19

Könnt ich eueren Flüchtlingskomplex mal draußen lassen?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Wann erreicht die SPD bundesweit die 10%?

Beitragvon SirToby » Mi 18. Jul 2018, 21:06

Mit solchen Aktionen ist das nicht ausgeschlossen.

https://www.focus.de/regional/muenchen/ ... 70363.html
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Sa 21. Jul 2018, 20:45

"Klugscheißerpartei"

Er wirft der SPD-Führung mangelnden Realitätssinn und einen fehlenden Bezug zum Volk vor. Besonders hart attackierte er den Landesverband der SPD. Dort sei die Partei "auf dem Weg zurück zum Klassenkampf und Volkshochschulpolitik. Avantgarde des Proletariats. Eine Klugscheißerpartei", zitiert das Blatt den langjährigen Kommunalpolitiker.


https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 64232.html

So traut der 69-Jährige dem derzeitigen Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz eine Kanzlerkandidatur nicht zu, sagte Buschkowsky der "Welt am Sonntag".


Immerhin gibt es auch noch in der SPD vernünftige Leute. Man glaubt es kaum.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kölner1302 » So 22. Jul 2018, 11:13

Die alte traditionsreiche Partei SPD hat sich für unser aller Wohlstand sehr verdient gemacht. Wie respektlos hier über diese Partei gesprochen wird, ist nicht gerecht. Die Unterdrücker in diesem Land werden jubeln, wenn die SPD untergeht.

Seit Schröder befindet sich diese Partei aber wohl auf Abwegen.
Schröder kam mir in seinem Armani Anzug schon sehr vor wie ein Kuckucksei. Seine Maßnahmen haben die Effizienz des Exportweltmeisters Deutschland zum Ärger aller anderen Industrienationen noch weiter gesteigert, jedoch zum Nachteil der deutschen sog. Unterschicht. Befristete Verträge, Lohnbremse, der durch Hartz IV möglich gemachte soziale Absturz in die Sozialhilfe nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit und der Untergang des sozialen Wohnungsbaus haben die ursprüngliche Kernwählerschaft der SPD schon während seiner Kanzlerschaft in Bedrängis gebracht.

Martin Schulz hatte es im Februar 2017 vermocht, der SPD wieder kurzzeitig die alte Wählerschaft zuzuführen.
Drückte sich in den Umfragewerten die aufrichtige Freude über einen Kandidaten aus, der wieder in alter sozialdemokratischer Weise die "kleinen Leute", die ursprüngliche Wählerschaft der SPD ansprach und glaubhaft versprach, sich um ihre Sorgen zu kümmern?
Weil Schulz auf Nachfragen zu allgemein blieb und zu wenig konkrete Antworten gabe hatte ich dann aber das Gefühl, dass Schulz von seiner eigenen Partei zu wenig Unterstützung fand für das, um was er sich kümmern wollte...
Dies wurde dann auch kurz in den Medien thematisiert und weil die SPD nicht deutlich genug darauf reagierte, fiel die Unterstützung für Schulz als Kanzlerkandidat in den Umfragen wieder auf das allgemeine SPD Niveau.

Und bei nicht wenigen Mitgliedern der SPD, die ich persönlich kennengelernt habe, vermisse ich auch diese sozialdemokratische Grundeinstellung, die Martin Schulz aber hat.

Vermissen diese Grundeinstellung auch andere? Ist das der Grund für die Schwäche der SPD?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon DerPestbeamte » So 22. Jul 2018, 12:07

Ich wohne seit gut 30 Jahren in Dortmund und wähle hier in der Lokalpolitik seit je her die SPD. Ganz einfach, weil ich sehe, wie sich die Stadt verändert und was für SPD hier positives bewirkt. Auf Landesebene in NRW hat sie sich aber dank Fraking und manch anderer Entscheidungen bei mein den letzten Jahren ins aus geschossen. Auch die SPD auf Bundesebene ist für mich nicht mehr wählbar, da ich das Gefühl nicht los werde, das die Partei alles macht um an der Macht zu bleiben und so einen Mist bekommt meine Wählerstimmen nicht mehr.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 22. Jul 2018, 12:19

Kölner1302 hat geschrieben:(22 Jul 2018, 12:13)
Seit Schröder befindet sich diese Partei aber wohl auf Abwegen.
Schröder kam mir in seinem Armani Anzug schon sehr vor wie ein Kuckucksei. Seine Maßnahmen haben die Effizienz des Exportweltmeisters Deutschland zum Ärger aller anderen Industrienationen noch weiter gesteigert, jedoch zum Nachteil der deutschen sog. Unterschicht. Befristete Verträge, Lohnbremse, der durch Hartz IV möglich gemachte soziale Absturz in die Sozialhilfe nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit und der Untergang des sozialen Wohnungsbaus haben die ursprüngliche Kernwählerschaft der SPD schon während seiner Kanzlerschaft in Bedrängis gebracht.

Martin Schulz hatte es im Februar 2017 vermocht, der SPD wieder kurzzeitig die alte Wählerschaft zuzuführen.
Drückte sich in den Umfragewerten die aufrichtige Freude über einen Kandidaten aus, der wieder in alter sozialdemokratischer Weise die "kleinen Leute", die ursprüngliche Wählerschaft der SPD ansprach und glaubhaft versprach, sich um ihre Sorgen zu kümmern?
Weil Schulz auf Nachfragen zu allgemein blieb und zu wenig konkrete Antworten gabe hatte ich dann aber das Gefühl, dass Schulz von seiner eigenen Partei zu wenig Unterstützung fand für das, um was er sich kümmern wollte...

Die Korrektur von Hartz-IV allein wird die SPD nicht wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Die SPD hätte schon mit dem in Asylrecht beschlagenen Juristen Thomas Oppermann in der letzten großen Koalition ein Einwanderungsgesetz durchsetzen sollen, welches eine klare Antwort auf die durch die Flüchtlingswelle hervorgerufene Verunsicherung auch möglicher SPD-Wähler geben könnte.
Die SPD wirkt wie eine Partei von Gestern, die keine Antworten auf wichtige Fragen von heute hat.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Mo 30. Jul 2018, 22:47

Von der großmäuligen Tigerin zur Bettvorlegerin: Die Angst der Andrea Nahles.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... chtel.html
lili
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili » Mi 1. Aug 2018, 20:40

Die SPD geht gar nicht. Die haben nur abstruse Ideen und sie können verschwinden. Die CDU können die gleich mitnehmen.... Gerade das Thema soziale Gerechtigkeit ist so etwas von unglaubwürdig. Man wählt doch nicht den Brandstifter mit der Hoffnung, dass er das Feuer löscht.
Der Arme ist nie frei, in jedem Land dient er. (Voltaire)

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