Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Thomas I » So 4. Aug 2013, 14:23

odiug » So 4. Aug 2013, 13:20 hat geschrieben:Was heisst denn bei der SPD die "Wurzeln"?
Also ich denke nicht, dass ein Gesellschaftsbild eines Wilhelm Liebknecht und August Bebel heute noch wirklich Waehler ueberzeugen koennten.
Das Proletariat st heute ja kaum noch existent.
Sozial-liberal, also die SPD der 70ger wird meiner Meinung nach heute von Alt SPDler etwas in ihrer Nostalgie romantisiert.
Helmut Schmidt wurde a nicht ohne Grund abgewaehlt.
Auch wenn man das in den Talkshows kaum noch zur Kenntnis nimmt. :p


Nu ja, richtig vom Volk abgewählt wurde Schmidt ja nun nicht, die FDP hat die Seiten gewechselt...
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 14:25

odiug » So 4. Aug 2013, 13:20 hat geschrieben:Was heisst denn bei der SPD die "Wurzeln"?
Also ich denke nicht, dass ein Gesellschaftsbild eines Wilhelm Liebknecht und August Bebel heute noch wirklich Waehler ueberzeugen koennten.
Das Proletariat st heute ja kaum noch existent.
Sozial-liberal, also die SPD der 70ger wird meiner Meinung nach heute von Alt SPDler etwas in ihrer Nostalgie romantisiert.
Helmut Schmidt wurde a nicht ohne Grund abgewaehlt.
Auch wenn man das in den Talkshows kaum noch zur Kenntnis nimmt. :p


Das ist begründet in der Familienhistorie meiner Ahnen. Meine Großeltern haben unter den Nazis sehr gelitten. Meine Großmutter sagte mir oft, dass die SPD die einzige Partei war, die gegen das Ermächtigungsgesetz Hitlers opponierte. Die furchtbar christliche Zentrumspartei war eingeknickt.

Die Großmutter eines guten Freundes von mir - er ist Professor für Philosophie - war eine der letzten Reichstagsabgeordneten der SPD. Sie sagte in ihren letzten Lebensjahren Ende der 70er, dass die SPD zu einem "Lotterhaufen" verkommen sei.

Und ? Diese Partei hat sehr gute Wurzeln, aber sie werden derzeit verleugnet.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 11971
Registriert: Di 25. Sep 2012, 07:44

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon odiug » So 4. Aug 2013, 14:28

Agricola » So 4. Aug 2013, 12:29 hat geschrieben:Allein mit diesem Satz hast du hinreichend dargelegt, daß Du weder die hier diskutierte Problematik noch die Ziele der AfD auch nur ansatzweise kapiert hast. Es geht hier nicht um die Verteidigung eines Nationalismus, sondern um die Aufrechterhaltung nationaler Souvernänität (nach dem Subsidiaritätsprinzip) in einem Europa der noch eigenständigen und selbstverantwortlichen Vaterländer.

Es ist demzufolge sinnlos weiter auf Deine - mutmaßlich eher von international linkssozialistischen Zielen beeinflußten - Aussagen einzugehen. :x

Ach! Natuerlich!
Was den sonst? :D
Ich bin kein Nationalist, ich verteidige nur die nationale Souveraenitaet gegen die boese EU!
Logisch :p
Und wer das nicht kapiert, weil die nationale Souveraenitaet nur mit den nationalen Idee ueberhaupt denkbar ist, der ist halt bloed!
Wobei ich dann schon mal nachfragen will, wie du denn nationale Souveraenitaet ohne Nation und wie du Nation ohne das nationalistsche Bewusstsein, welches die Bevoelkerung sich mit der Nation identifizieren laesst, berguenden willst ?
Das ist doch Wschi Waschi, was du hier plapperst!
Das ist die Forderung : wasch mich, aber mach mich nicht nass!
Zuletzt geändert von odiug am So 4. Aug 2013, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 11971
Registriert: Di 25. Sep 2012, 07:44

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon odiug » So 4. Aug 2013, 14:30

Thomas I » So 4. Aug 2013, 13:23 hat geschrieben:
Nu ja, richtig vom Volk abgewählt wurde Schmidt ja nun nicht, die FDP hat die Seiten gewechselt...

Stimmt, aber die Neuwahl hat diesen Schritt ja bestaetigt.
Als Schmidt ging, war er weit weniger populaer, wie heute als Gast in den Talkshows.
Dabei war er damals wenigstens noch bei Sinnen!
Aber er ist halt schon alt ... da sieht man ihm einiges nach.
Zuletzt geändert von odiug am So 4. Aug 2013, 14:34, insgesamt 2-mal geändert.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Thomas I » So 4. Aug 2013, 14:39

Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 13:25 hat geschrieben:
Das ist begründet in der Familienhistorie meiner Ahnen. Meine Großeltern haben unter den Nazis sehr gelitten. Meine Großmutter sagte mir oft, dass die SPD die einzige Partei war, die gegen das Ermächtigungsgesetz Hitlers opponierte. Die furchtbar christliche Zentrumspartei war eingeknickt.


Nun ja die KPD hätte sicherlich auch opponiert, aber das haben de Nazis ja effektiv verhindert.
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 14:43

Thomas I » So 4. Aug 2013, 13:39 hat geschrieben:
Nun ja die KPD hätte sicherlich auch opponiert, aber das haben de Nazis ja effektiv verhindert.


Korrekt.

Und Hitler war auf die "christliche" Zentrumspartei angewiesen.

Und sie haben Christus verraten.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 4421
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 23:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA
Wohnort: BRD

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Antonius » So 4. Aug 2013, 14:50

Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 13:43 hat geschrieben:Korrekt.

Und Hitler war auf die "christliche" Zentrumspartei angewiesen.

Und sie haben Christus verraten.
Ja, leider Gottes. :( :( :(

(Auch wenn sich Hitler - bei fehlender Zustimmung - sicherlich dann mit Gewalt durchgesetzt hätte.)
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 14:54

Antonius » So 4. Aug 2013, 13:50 hat geschrieben:Ja, leider Gottes. :( :( :(

(Auch wenn sich Hitler - bei fehlender Zustimmung - sicherlich dann mit Gewalt durchgesetzt hätte.)


Die Liebe Gottes ist höher als alle Vernunft. Und viele katholische und protestantische Christen haben den Tod gefunden, weil sie Widerstand leisteten.

Diese Menschen sind u.a. der Grund, warum ich meinen Glauben nicht verliere.
Agricola

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Agricola » So 4. Aug 2013, 15:01

odiug » So 4. Aug 2013, 13:28 hat geschrieben:Ach! Natuerlich!
Was den sonst? :D
Ich bin kein Nationalist, ich verteidige nur die nationale Souveraenitaet gegen die boese EU!
Logisch :p
Und wer das nicht kapiert, weil die nationale Souveraenitaet nur mit den nationalen Idee ueberhaupt denkbar ist, der ist halt bloed!
Wobei ich dann schon mal nachfragen will, wie du denn nationale Souveraenitaet ohne Nation und wie du Nation ohne das nationalistsche Bewusstsein, welches die Bevoelkerung sich mit der Nation identifizieren laesst, berguenden willst ?
Das ist doch Wschi Waschi, was du hier plapperst!
Das ist die Forderung : wasch mich, aber mach mich nicht nass!



Ich weiss, daß dieses Forum auch dem etwas einfacher strukturierten und sich mit der deutschen Sprache etwas mehr abmühenden Zeitgenossen eine Plattform zur Ausbreitung seiner zuweilen auch etwas wirren und verwirrenden Gedanken bieten soll.

Aber nachdem Du jetzt auf meinen Beitrag wieder direkt eingegangen bist, und ich eigentlich schon wiederholt ausgeführt habe, was ich unter unabdingbaren nationalen Souveränitätsrechten verstehe, ohne dabei einem überholten und bornierten Nationalismus das Wort zu reden - möchte ich dir einfach mal in aller mir jetzt angeeigneten Überheblichkeit sagen: Lerne erst mal deutsch, bemühe dich darum Sachverhalte und Ausführungen ganz zu verstehen, und sage dann was Dir mißfällt und was Du, aus welchen Gründen, völlig anders siehst.

Ansonsten ist es besser die Klappe zu halten, oder meinetwegen losgelöst von unverstandenen Beiträgen, seine andere Meinung in dem Dir gemäßen Niveau hier unters Volk zu streuen. Dieses Recht wird Dir jedenfalls niemand abstreiten. Nicht wahr. :x
Zuletzt geändert von Agricola am So 4. Aug 2013, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Max73
Beiträge: 1027
Registriert: Mi 20. Feb 2013, 09:18
Benutzertitel: Ahoi

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Max73 » So 4. Aug 2013, 16:00

frems » So 4. Aug 2013, 13:23 hat geschrieben:Hält sich. Die FDP gilt als sehr wirtschafts- bzw. unternehmensfreundlich. Mit der AfD können die Unternehmen aber nichts anfangen, wollen sicherlich keine D-Mark-Einführung, die den Export abwürgen würde, und halten die Partei aufgrund ihrer winzigen Werte für restlos überbewertet:


http://www.focus.de/finanzen/news/getei ... 54651.html


Es gibt nicht DIE Unternehmen.
Den Friseur interessiert der deutsche Export herzlichst wenig,
zumal der Euro für den Export nur bedingt und scheinbar gut ist,
das wissen die klugen unter den Unternehmern schon lange,
wenn auch die eigentlich ebenfalls nur angestellten Pseudounternehmer
ein wenig anders darüber denken mögen.
Es waren Hartz IV & Co als Folge der Euroeinführung, welche den
deutschen Export zu neuen Höhenflügen verhalfen.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44769
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 16:13

Max73 » So 4. Aug 2013, 16:00 hat geschrieben:
Es gibt nicht DIE Unternehmen.
Den Friseur interessiert der deutsche Export herzlichst wenig,
zumal der Euro für den Export nur bedingt und scheinbar gut ist,
das wissen die klugen unter den Unternehmern schon lange,
wenn auch die eigentlich ebenfalls nur angestellten Pseudounternehmer
ein wenig anders darüber denken mögen.
Es waren Hartz IV & Co als Folge der Euroeinführung, welche den
deutschen Export zu neuen Höhenflügen verhalfen.

Sowohl als auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 93186.html

Es gibt nicht nur Friseure und Exportunternehmen. Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind in internationalen Märkten tätig. Was diese auch am Euro und seinen Vorteilen haben, wissen sie mehr als gut genug.

Die Agenda 2010 war auch keine Notwendigkeit aufgrund des Euros, sondern aufgrund des Kohlschen Reformstaus. Das Thema kam schon in den 1990ern auf, als man feststellte, daß das 21. Jahrhundert wohl andere Herausforderungen stellt als es die Zeit des Kalten Krieges tat. Andere Länder, z.B. Dänemark, waren da schneller; andere, wie Frankreich, deutlich zögerlicher.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Max73
Beiträge: 1027
Registriert: Mi 20. Feb 2013, 09:18
Benutzertitel: Ahoi

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Max73 » So 4. Aug 2013, 16:19

frems » So 4. Aug 2013, 16:13 hat geschrieben:Sowohl als auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 93186.html

Es gibt nicht nur Friseure und Exportunternehmen. Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind in internationalen Märkten tätig. Was diese auch am Euro und seinen Vorteilen haben, wissen sie mehr als gut genug.

Die Agenda 2010 war auch keine Notwendigkeit aufgrund des Euros, sondern aufgrund des Kohlschen Reformstaus. Das Thema kam schon in den 1990ern auf, als man feststellte, daß das 21. Jahrhundert wohl andere Herausforderungen stellt als es die Zeit des Kalten Krieges tat. Andere Länder, z.B. Dänemark, waren da schneller; andere, wie Frankreich, deutlich zögerlicher.

Da gebe ich Dir teilweise recht.
Reformstau ist allerdings das falsche Wort,
denn die Kohlsche Sozialreform, mit der die Wiedervereinigung
gewuppt werden sollte und die durch Horst Köhler vollzogen wurde,
war auf lange Sicht die Ursache für die Agenda 2010.
Kurzfristiger Auslöser war dann allerdings die unmittelbare Euroeinführung,
weshalb es kein Zufall war, dass bereits ein Jahr danach Schröders
berühmte Agendarede kam.
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 16:25

frems » So 4. Aug 2013, 15:13 hat geschrieben:Sowohl als auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 93186.html

Es gibt nicht nur Friseure und Exportunternehmen. Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland sind in internationalen Märkten tätig. Was diese auch am Euro und seinen Vorteilen haben, wissen sie mehr als gut genug.

Die Agenda 2010 war auch keine Notwendigkeit aufgrund des Euros, sondern aufgrund des Kohlschen Reformstaus. Das Thema kam schon in den 1990ern auf, als man feststellte, daß das 21. Jahrhundert wohl andere Herausforderungen stellt als es die Zeit des Kalten Krieges tat. Andere Länder, z.B. Dänemark, waren da schneller; andere, wie Frankreich, deutlich zögerlicher.



Genosse Frems,

die Agenda 2010 empfinde ich als zutiefst ungerecht und unausgegoren. Und man kann sie nicht mit Kohlschem Reformstau rechtfertigen !
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44769
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 16:30

Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 16:25 hat geschrieben:

Genosse Frems,

die Agenda 2010 empfinde ich als zutiefst ungerecht und unausgegoren. Und man kann sie nicht mit Kohlschem Reformstau rechtfertigen !

Ich empfinde sie als gerecht. Es war halt eine Neuverteilung vieler Sozialausgaben. Mehr Menschen wurde Zugang zu Bildung ermöglicht, Betreuungsverhältnisse verbessert, Kinder bildungsferner Schichten, z.B. durch Ausweitung des Bafögs, der Weg ins Studium ermöglicht und so weiter. Kann sein, daß es manch Eitelkeit ankratzt, wenn Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger aus dem selben Topf ihr Geld kriegen, aber die damaligen Arbeitslosenzahlen, deren Ursache nicht die neue Währung war, will sicherlich niemand zurück.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Max73
Beiträge: 1027
Registriert: Mi 20. Feb 2013, 09:18
Benutzertitel: Ahoi

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Max73 » So 4. Aug 2013, 16:36

frems » So 4. Aug 2013, 16:30 hat geschrieben:Ich empfinde sie als gerecht. Es war halt eine Neuverteilung vieler Sozialausgaben. Mehr Menschen wurde Zugang zu Bildung ermöglicht, Betreuungsverhältnisse verbessert, Kinder bildungsferner Schichten, z.B. durch Ausweitung des Bafögs, der Weg ins Studium ermöglicht und so weiter. Kann sein, daß es manch Eitelkeit ankratzt, wenn Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger aus dem selben Topf ihr Geld kriegen, aber die damaligen Arbeitslosenzahlen, deren Ursache nicht die neue Währung war, will sicherlich niemand zurück.

Man hätte das zugrunde liegende Problem auch intelligent lösen können.
Hartz IV ist in Summe sehr viel teurer als der vorherige Status.
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 16:39

frems » So 4. Aug 2013, 15:30 hat geschrieben:Ich empfinde sie als gerecht. Es war halt eine Neuverteilung vieler Sozialausgaben. Mehr Menschen wurde Zugang zu Bildung ermöglicht, Betreuungsverhältnisse verbessert, Kinder bildungsferner Schichten, z.B. durch Ausweitung des Bafögs, der Weg ins Studium ermöglicht und so weiter. Kann sein, daß es manch Eitelkeit ankratzt, wenn Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger aus dem selben Topf ihr Geld kriegen, aber die damaligen Arbeitslosenzahlen, deren Ursache nicht die neue Währung war, will sicherlich niemand zurück.


Ein Beispiel einer Ungerechtigkeit, das ich nicht akzeptieren kann:

Da ist jemand 50 Jahre alt und wird arbeitslos. Er hat ca. 30 Jahre in die Sozialkassen eingezahlt und kommt in Hartz IV weil er keinen Job findet. Er wird gezwungen, sein Vermögen aufzubrauchen.

Was ist daran gerecht ?
Zuletzt geändert von Sir Porthos am So 4. Aug 2013, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44769
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 16:40

Max73 » So 4. Aug 2013, 16:36 hat geschrieben:Man hätte das zugrunde liegende Problem auch intelligent lösen können.
Hartz IV ist in Summe sehr viel teurer als der vorherige Status.

Wenn's nur darum ginge, Geld einzusparen, hätte man die Sozialausgaben reduzieren können. Aber darum ging's nicht ,auch wenn es gerne und oft behauptet wird.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44769
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 16:42

Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 16:39 hat geschrieben:
Ein Beispiel einer Ungerechtigkeit, das ich nicht akzeptieren kann:

Da ist jemand 50 Jahre alt und wird arbeitslos. Er hat ca. 30 Jahre in die Sozialkassen eingezahlt und kommt in Hartz IV weil er keinen Job findet. Er wird gezwungen, sein Vermögen aufzubrauchen.

Was ist daran gerecht ?

Wenn Du die Welt nur in "gerecht" und "ungerecht" einteilen möchtest, kann ich im Gegenzug fragen, was mit dem Kollegen ist, der nicht arbeitslos ist, aber es ohne die Reformen geworden wäre. Wer ein Vermögen anhäuft, muß sich halt auch daran beteiligen. Zudem wirst Du nach 30 Jahren Berufstätigkeit nicht direkt ALG2 beziehen.

Wieso es gerechter sein soll, wenn die Gesellschaft selbst für Reiche jeden erdenklichen Lebensstandard sichern soll ohne Gegenleistung, wüßte ich nicht.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Sir Porthos

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Sir Porthos » So 4. Aug 2013, 16:44

frems » So 4. Aug 2013, 15:42 hat geschrieben:Wenn Du die Welt nur in "gerecht" und "ungerecht" einteilen möchtest, kann ich im Gegenzug fragen, was mit dem Kollegen ist, der nicht arbeitslos ist, aber es ohne die Reformen geworden wäre. Wer ein Vermögen anhäuft, muß sich halt auch daran beteiligen. Zudem wirst Du nach 30 Jahren Berufstätigkeit nicht direkt ALG2 beziehen.

Wieso es gerechter sein soll, wenn die Gesellschaft selbst für Reiche jeden erdenklichen Lebensstandard sichern soll ohne Gegenleistung, wüßte ich nicht.

´
Ich kenne einen Fall. Er hat nach einem Jahr ALG II bezogen und mußte seine nicht "pfändungssicheren" Rücklagen aufbrauchen. Und das ist eine Schweinerei !
Max73
Beiträge: 1027
Registriert: Mi 20. Feb 2013, 09:18
Benutzertitel: Ahoi

Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Max73 » So 4. Aug 2013, 16:44

frems » So 4. Aug 2013, 16:40 hat geschrieben:Wenn's nur darum ginge, Geld einzusparen, hätte man die Sozialausgaben reduzieren können. Aber darum ging's nicht ,auch wenn es gerne und oft behauptet wird.

So einfach wie ein SPD-Hirn Volkswirtschaft denkt,
sind die Dinge dann doch nicht.
:p

Zurück zu „22. Parteien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste