Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

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G.Rasheimer
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon G.Rasheimer » Sa 1. Mär 2014, 14:27

C.W. - lupenreiner Freispruch :D :D :D
....mit dem legendären „Blackout Schliff“ in C-Amigo Ausführung :p
Bakelit

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 14:28

lass mal stecken, mir sind solche Aufstellungen, wie du sie hier zeigst, so was von suspekt......

Diese Aufstellungen bringen nur Knatsch und Frust in die Gesellschaft, weil es fast unmöglich ist, sich gegen die Vereinnahmung unter Nutzung der Moralsauce zu wehren...der das tut, steht ja gegen das allgemeine Befinden und steht per se schon am Pranger...

Hatten wir schon über ecclesische Zeiträume hinweg zu ertragen und hat uns auch mit in die Arme des völkischen Uberbewustseins getrieben.

Nicht mit mir. Recht verhilft mir ohne moralischen Zusatzstoff zu dem, was ich brauche......selbst ein Fehlurteil schreckt mich weniger, als die Selbstgerechtigkeit der Moralapostel.

echt ;)
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Macc
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Macc » Sa 1. Mär 2014, 16:24

Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 09:34 hat geschrieben:
Macc » Sa 1. Mär 2014, 03:45 hat geschrieben:
Guter Beitrag :thumbup:


Moral ist eine persönliche Messlatte, man kann aus diesem persönlichen Standard dann mit anderen die Gemeinsamkeiten suchen und finden. Das wird dann als Recht konstutuiert. Mehr nicht. Die Moral eines Cerberus, einer Sirene geht mir an der Pobacke vorbei, sie mögen sich daran halten. Ich brauche diesen Standard nicht, habe mit anderen in den hier herrschenden Gesetzen das Notwendige trefflich für mich gefunden.



Ja, wir wissen ja jetzt, daß du auf Moral pfeifst. Solche Typen muß es anscheinend auch geben
" Die EU ist kein zahnloser Tiger, sie ist überhaupt kein Tiger, sie ist ein Bettvorleger " ( Heinz Buschkowsky )
SIRENE

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon SIRENE » Sa 1. Mär 2014, 18:14

Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 15:28 hat geschrieben:lass mal stecken, mir sind solche Aufstellungen, wie du sie hier zeigst, so was von suspekt......

Diese Aufstellungen bringen nur Knatsch und Frust in die Gesellschaft, weil es fast unmöglich ist, sich gegen die Vereinnahmung unter Nutzung der Moralsauce zu wehren...der das tut, steht ja gegen das allgemeine Befinden und steht per se schon am Pranger...

Hatten wir schon über ecclesische Zeiträume hinweg zu ertragen und hat uns auch mit in die Arme des völkischen Uberbewustseins getrieben.

Nicht mit mir. Recht verhilft mir ohne moralischen Zusatzstoff zu dem, was ich brauche......selbst ein Fehlurteil schreckt mich weniger, als die Selbstgerechtigkeit der Moralapostel.

echt ;)
Wovon sprechen deine Finger?
Chruschtschow

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Chruschtschow » Sa 1. Mär 2014, 18:28

Oj.
Lupenreiner Demokrat und lupenreiner Freispruch...wie originell.
Man kann die Liste ja weiter schreiben:
Lupenreine NSU Ermittlungen, lupenreine Ostpolitik, lupenreine Rentenformel,
lupenreine Beziehungen zu Amerika, lupenreine Integrationspolitik........
Bakelit

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 22:27

SIRENE » Sa 1. Mär 2014, 18:14 hat geschrieben:
Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 15:28 hat geschrieben:lass mal stecken, mir sind solche Aufstellungen, wie du sie hier zeigst, so was von suspekt......

Diese Aufstellungen bringen nur Knatsch und Frust in die Gesellschaft, weil es fast unmöglich ist, sich gegen die Vereinnahmung unter Nutzung der Moralsauce zu wehren...der das tut, steht ja gegen das allgemeine Befinden und steht per se schon am Pranger...

Hatten wir schon über ecclesische Zeiträume hinweg zu ertragen und hat uns auch mit in die Arme des völkischen Uberbewustseins getrieben.

Nicht mit mir. Recht verhilft mir ohne moralischen Zusatzstoff zu dem, was ich brauche......selbst ein Fehlurteil schreckt mich weniger, als die Selbstgerechtigkeit der Moralapostel.

echt ;)
Wovon sprechen deine Finger?


Davon, das deine Argumente nie in einer Gesellschaft zu Tragen kommen dürfen...sie würden die Gesellschaft kaputt machen. Du darfst dich in ein Monasterium mit deinen Gedanken zurückziehen..kontemplativ hat das was.

echt ;)
Praia61
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Praia61 » Sa 1. Mär 2014, 22:43

Macc » Sa 1. Mär 2014, 16:24 hat geschrieben:
Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 09:34 hat geschrieben:
Moral ist eine persönliche Messlatte, man kann aus diesem persönlichen Standard dann mit anderen die Gemeinsamkeiten suchen und finden. Das wird dann als Recht konstutuiert. Mehr nicht. Die Moral eines Cerberus, einer Sirene geht mir an der Pobacke vorbei, sie mögen sich daran halten. Ich brauche diesen Standard nicht, habe mit anderen in den hier herrschenden Gesetzen das Notwendige trefflich für mich gefunden.



Ja, wir wissen ja jetzt, daß du auf Moral pfeifst. Solche Typen muß es anscheinend auch geben

Das steht so nicht geschrieben.
Ich lese es so , dass er andere Moralvorstellungen hat.
Ihr seid Spitze auf der Moralskala 10 (Maximum) . Aber das ist ja eh geheuchelt :D
Er auf 6- bis 7 ;)
SIRENE

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon SIRENE » So 2. Mär 2014, 10:46

Ich habe auf einer Plattform (müßte nachsehen, auf welcher) nach dem Angebot des Deals vorausgesagt, daß das Gericht zugunsten von Christian Wulff entscheiden wird. Weiß man, worum es letztlich geht, läßt sich die Wahrscheinlichkeit von Vorhersagen dramatisch verbessern. Schafft man es dann noch, mit einer einfache Methode, Selbsttäuschungen und Denkfehler zu vermeiden, hat man zwar immer viele Menschen gegen sich, aber vor allem keine Finger, über die man keine Kontrolle mehr hat, was sie schreiben.

Gell Bakelit.

Du wirst mir nun sagen, welche Punkte meiner Moralvorstellungen geeignet sind, Gesellschaften zu zerstören. (Wenn dir die Farbe nicht gefällt, darfst Du beim Zitieren gerne eine andere nehmen.) Tust Du das nicht, werde ich mehr als 5.000 Leute, die ich mit qualifziertem Kommunikations- und Rechtswissen entlastet habe, anmailen und bitten, hier Accounts zu eröffnen und jegliches "Jurismus" im Keim zu ersticken. Darauf habe ich bisher verzichtet, weil Thomas I mal so nett mit mir gehustet hat, daß er nun genesen ist ... :rolleyes:

Man sollte seine Finger wirklich unter Kontrolle haben, wenn man sich an die großen Themen der Menschenwelt heranwagt. Ich habe meine unter Kontrolle, was auch darauf beruht, daß ein Neurologe bei mir mal außergewöhnliche Hirnaktivitäten feststellte und die Wissenschaft davon ausgeht, daß Pianisten mit ihrer Kunst das trefflich unterstützen (Interaktionstraining). Ich wurde, als ich noch Zeit hatte zum Klavier spielen, öfter mit Keith Jarrett verglichen, wenn dir der was sagt. Und daß ich mal ein Hörspiel produziert habe, das von Experimenten aus dem Bauch eines Klavieres getragen und von Ernst Gethmann gesendet worden ist, in einer Datenbank sich u. a. folgendes* findet, sollte dir zumindest die Mühe abfordern, meine Gedanken mit allgemeingültigen Denk-, Rechts- und Erfahrungssätzen oder wenigstens mit verständig lebensnaher, konsensfähiger Betrachtungsweise zu kritisieren. Hier eine nicht zu üppige Zusammenfassung meiner Moralvorstellungsgrundlage, mit der sich die vieler Zeitgenossen erstaunlich aufwerten liese ...

            *"Für die menschliche Kommunikation stellt das Telefon zweifellos einen Triumph der Technik dar.
            Die Bedienung ist kinderleicht, und in Sekundenschnelle hat man die gewünschte Verbindung hergestellt.
            Falls die Nummer stimmt. Wenn nicht, kommt der menschliche Faktor ins Spiel.
            Und in dem stecken mehr Tücken als in der Technik."

Was für ein Triumpf könnte der Computer für euch werden, Bakelit, Praja61, ff ... :D

Änderung: LINK zum obigen Zitat: http://www.hoerdat.de
Zuletzt geändert von SIRENE am So 2. Mär 2014, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Fadamo » So 2. Mär 2014, 11:01

Bakelit » Sa 1. Mär 2014, 09:34 hat geschrieben:
Der Beitrag ist völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei geschrieben. Diese Moralaposteln vergessen immer, dass es das Recht ist, was letztlich über einen Tatbestand urteilt. Den Schlussstrich zieht.



Das recht wird doch in deutschland so zurecht gebogen,dass es am ende passen tut.
Immer zur zufriedenheit der obrigkeit. :D
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon That's me » So 2. Mär 2014, 11:19

Der Richter und sein Opfer
Die Zahl der bekannt gewordenen Justizirrtümer wird in keiner amtlichen Statistik ausgewiesen. Wie verschwindend gering sie sei, wird häufig damit belegt, dass es nur wenige Wiederaufnahmeverfahren gibt. So verzeichnet die Statistik für das Jahr 2010 nur 1176 Fälle, in denen Strafgerichte sich nach der rechtskräftigen Verurteilung eines Täters mit neu aufgetauchten Zweifeln an der Wahrheit des Schuldspruchs auseinandersetzen mussten. 1176 von mehr als 800000 im Jahr: Das ist eine verschwindend geringe Zahl. Ist sie zu vernachlässigen?
...
Die Arbeit eines Richters ist ähnlich verantwortungsvoll und gefährlich wie die eines Arztes. Nun stelle man sich ein Krankenhaus vor, in dem von 1000 Patienten im Jahr nur einem einzigen der falsche Lungenflügel amputiert oder das falsche Organ transplantiert wird. Wer würde sich freiwillig in so ein Krankenhaus begeben? Doch die Zahl der Menschen, deren Leben irrtümlich oder leicht­fertig durch die Justiz ruiniert wurde, ist sehr viel größer.

Wie groß sie ist, hat erst kürzlich ein Richter enthüllt. Ralf Eschelbach, als Richter am Bundesgerichtshof einer der mächtigsten und erfahrensten Juristen Deutschlands, fällt über die Justiz ein vernichtendes Urteil. Es sei die »Lebenslüge« der Justiz, schreibt der Mann, der seit 1988 als Richter arbeitet, dass es »kaum falsche Strafurteile gebe«. Nach Eschelbachs Schätzung ist jedes vierte Straf­urteil ein Fehlurteil....
»Es wird die Gefahr übersehen, wie einfach und gebräuchlich es ist, unerwünschte Personen im Wege des Strafverfahrens aus dem Verkehr zu ziehen«, warnt BGH-Richter Eschelbach...


Beim letzem Satz drängt sich jedoch schon die Frage auf, wie unerwünscht Ex-Politiker, Ex-Präsidenten , Funktionäre der Geldmächte, oder Fußballpräsidenten, Frauenrechtlerinnen oder Postchefs, sind.

TM, die meint, dass alleine durch die Prozess- und Anwaltskosten die finanzielle Leistungsstärke Einfluss auf ein Gerichtsverfahren hat
Zuletzt geändert von That's me am So 2. Mär 2014, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
Amnesty International.
Bakelit

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Bakelit » So 2. Mär 2014, 11:30

That's me » So 2. Mär 2014, 11:19 hat geschrieben:Der Richter und sein Opfer
Die Zahl der bekannt gewordenen Justizirrtümer wird in keiner amtlichen Statistik ausgewiesen. Wie verschwindend gering sie sei, wird häufig damit belegt, dass es nur wenige Wiederaufnahmeverfahren gibt. So verzeichnet die Statistik für das Jahr 2010 nur 1176 Fälle, in denen Strafgerichte sich nach der rechtskräftigen Verurteilung eines Täters mit neu aufgetauchten Zweifeln an der Wahrheit des Schuldspruchs auseinandersetzen mussten. 1176 von mehr als 800000 im Jahr: Das ist eine verschwindend geringe Zahl. Ist sie zu vernachlässigen?
...
Die Arbeit eines Richters ist ähnlich verantwortungsvoll und gefährlich wie die eines Arztes. Nun stelle man sich ein Krankenhaus vor, in dem von 1000 Patienten im Jahr nur einem einzigen der falsche Lungenflügel amputiert oder das falsche Organ transplantiert wird. Wer würde sich freiwillig in so ein Krankenhaus begeben? Doch die Zahl der Menschen, deren Leben irrtümlich oder leicht­fertig durch die Justiz ruiniert wurde, ist sehr viel größer.

Wie groß sie ist, hat erst kürzlich ein Richter enthüllt. Ralf Eschelbach, als Richter am Bundesgerichtshof einer der mächtigsten und erfahrensten Juristen Deutschlands, fällt über die Justiz ein vernichtendes Urteil. Es sei die »Lebenslüge« der Justiz, schreibt der Mann, der seit 1988 als Richter arbeitet, dass es »kaum falsche Strafurteile gebe«. Nach Eschelbachs Schätzung ist jedes vierte Straf­urteil ein Fehlurteil....
»Es wird die Gefahr übersehen, wie einfach und gebräuchlich es ist, unerwünschte Personen im Wege des Strafverfahrens aus dem Verkehr zu ziehen«, warnt BGH-Richter Eschelbach...


Beim letzem Satz drängt sich jedoch schon die Frage auf, wie unerwünscht Ex-Politiker, Ex-Präsidenten , Funktionäre der Geldmächte, oder Fußballpräsidenten, Frauenrechtlerinnen oder Postchefs, sind.

TM, die meint, dass alleine durch die Prozess- und Anwaltskosten die finanzielle Leistungsstärke Einfluss auf ein Gerichtsverfahren hat


lach..

und welche tiefer Bedeutung hat das...wenn es sicher ist, dass Einfluss immer Einfluss hat...immer gehabt hat und immer haben wird. Eine der wesentlichen Quellen des Antriebs für menschliche Schaffenskraft ist es, Einfluss über was zu gewinnen. Viele erreichen nicht einmal Einfluss über sich selbst.

Die Regeln, die Einflussmöglichkeiten zu begrenzen, sind da und werden ständig den Entwicklungen angepasst. Vielleich geht dieser Prozess manchen zu langsam..Aber die Mühle mahlen halt ggf. langsam, damit was Fruchtbares dabei raus kommt und nicht Schnellschüsse.

Wo ist da schon wieder das Problem ? Außer natürlich.....lach

echt ;)
Zuletzt geändert von Bakelit am So 2. Mär 2014, 11:33, insgesamt 2-mal geändert.
SIRENE

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon SIRENE » So 2. Mär 2014, 12:04

Bakelit » So 2. Mär 2014, 12:30 hat geschrieben: ... Die Regeln, die Einflussmöglichkeiten zu begrenzen, sind da und werden ständig den Entwicklungen angepasst. Vielleich geht dieser Prozess manchen zu langsam..Aber die Mühle mahlen halt ggf. langsam, damit was Fruchtbares dabei raus kommt und nicht Schnellschüsse.

Wo ist da schon wieder das Problem ? Außer natürlich.....lach

echt ;)
Das Problem bist Du und viele Gleich- und Ähnlichdenkende,
die davon ausgehen, es seien machtvolle Einflußnahmen von oben im Gange,
die zu Verbesserungen unseres Miteinander und Nebeneinanders führen.
Mächtige oben können allenfalls gut dirigieren.
Was passiert, ist auf das Tun vieler zurückzuführen.

Seit Menschengedenken neigen größere Zusammenballungen von Vernunftwesen dazu, mit dieser saublöden Gewaltfantasie ein Aneinandervorbei und Gegeneinander zu schaffen, das irgendwann eskalieren muß, um Überlebende mit bißchen Sein und nichts Haben zufrieden zu stellen. Und gegen diese mörderischen Quatsch mit vielen elenden Vorbereitungen dazu, die von gegenteiligen Hoffnungen getragen werden, gibt es nur ein Kraut, das wirklich, gründlich und nachhaltig helfen würde: GERECHTIGKEIT.

Und die kann nur mit der Kraft vieler "VON UNTEN" entstehen ...!!
Zuletzt geändert von SIRENE am So 2. Mär 2014, 12:07, insgesamt 2-mal geändert.
SIRENE

Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon SIRENE » So 2. Mär 2014, 16:42

That's me,

    "Thomas Darnstädt, Dr. jur., geboren 1949, ist Jurist und Journalist mit den Schwerpunkten Polizeirecht, Bürgerrechte und internationales Recht. Seit 1984 ist er Redakteur beim SPIEGEL, und leitete einige Jahre das Ressort Deutsche Politik. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg."

Als ich das gelesen hatte, wußte ich bescheid. Er meint nämlich auch folgendes:

    "Rund 42000 Euro Haftentschädigung für 1500 Tage im Gefängnis erhielt er, doch was bringt das schon? Allein seine Schulden bei Rechtsanwälten betragen mehr als 200000 Euro. Um jeden Euro Schadensersatz für Verdienstausfall, Arztrechnungen, für ein zerstörtes Leben müssen seine Anwälte mit der Justiz ringen. Und Geld verdienen kann Wörz nach dieser Tortur vorerst nicht mehr."

Als Jurist müßte der Autor von "Der Richter und sein Opfer" eigentlich in der Lage sein, Rechtsvorschriften zu lesen und darauf hinzuweisen, daß bis auf den immateriellen Schaden, der lt. Haftentschädigungsgesetz auf 25 Euro Pauschale pro Tag Haft begrenzt ist, noch weiterer Schadensersatz möglich ist. Und nicht zu knapp, wenn man es richtig anstellt und den Staat Zug um Zug mit seinen Wiedergutmachungspflichten in Anspruch nimmt ...

Die Kooperation von Medienwirtschaft und Rechtswirtschaft
ist eine gewaltige Volksverarschung,
die nur möglich wurde, weil der Bürger nie erfuhr,
daß er ein Leiterchen an die Mauer des Kompetenzmonopols der Juristen stellen kann
und dann von oben aus seinen Gewalttätern im Staatsdienst
und seinen Rechtsberatern zurufen kann,
wo's lang geht.


Im übrigen: Hier was zum Thema Fehlurteile ...
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Pachuchel
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Pachuchel » So 2. Mär 2014, 17:39

SIRENE » Fr 28. Feb 2014, 22:19 hat geschrieben:spezies8472, absurd ist für mich was anderes. Nicht der Lobbyismus schadet der Demokratie. Einflußnahmen kann man nicht unterbinden (wie deutlich erkennbar). Politiker, die sich in widerrechtlicher Weise beeinflussen lassen, schaden der Demokratie! Alles ist mit Macht und Geld verbunden, ausnahmslos! Wollten wir das ändern, müßten wir gegen die Mechanik arbeiten und zerstören, was uns ermöglicht hat. Was wir tun können ist, ma§voll mit der Macht und der Verteilung des Geldes umzugehen! Wo bitte ist es gelungen, Geld von Macht zu trennen? Anzunehmen, man könne eine solche Trennung steuern in demokratischen Systemen, ist für mich absurd.

Unternehmer leben davon, Dinge zu tun, die was bewegen. Daß Petitionen mehr zur Beruhigung der Petenten dienen, kann man erkennen, wenn man sich mit der Effizienz von Petitionen und den Möglichkeiten der Einflußnahme der Bittsteller auf das Petitionsverfahren beschäftigt.

Sorry, aber was Du über das angeblich fundamentale Grundprinzip von Demokratien geschrieben hast, ist daneben. Wo kämen wir hin, wenn demokratische Rechtsstaaten sich das Recht herausnähmen, die Art der Beeinflussung zu steuern und für jeden gleichzurichten? Die einzige zulässige Justierung von Einflußnahmen darf über unser Regelwerk geschehen, und das könnte man selbstverständlich auch so detaillieren und damit überregeln, daß sich niemand mehr was trauen würde. Damit würden wir einen Großteil unserer Aktivitäten lahm legen. Unsere Gesellschaft ist schon lahmarschig genug.

Demokratisch ist, allen möglichst viel Freiraum zu ermöglichen!

Mafiöse Strukturen gibt es überall, wo zu viel Korruption herrscht, und korrumptive Mechanismen leben von der Unfähigkeit der Menschen, sich gerecht zu verhalten. Diese Unfähigkeit entsteht mit der Gleichsetzung von "gerecht" mit "angemessen, fair". Und diesen Quatsch leisten wir uns, weil wir davon ausgehen, daß nur andere Denkfehler machen und wir nie schuld sind, wenn was schief gelaufen ist. Und so weiter und so fort bis in alle Ewigkeit.

Wir könnten ohne weiteres aufhören mit diesem erbärmlichen Schei§. Entschuldigung. Aber ich denke, es braucht was Prägnantes an dieser Stelle, weil das allzugerne ins rechte Auge geht und aus dem linken wieder herausfällt.

SIRENE hat geschrieben:Deren Interessen dürfen nur nicht zu stark und unrecht werden, doch dafür müßten andere Kräfte sorgen.
Da hast Du mich nicht richtig verstanden. Von Drecksarbeit kann keine Rede sein. Ich meine nämlich die Arbeit der Juristen. Doch was kann schon dabei herauskommen, wenn so viel Orientierungslosigkeit herrscht, daß ein Jurist so meint und ein anderer anders, letztlich zwei Juristen drei Meinungen haben und sich darüber einig sind, daß das Volk auch das frißt. Hauptsache, es hat was zu kauen.

Daß wir uns Volksvertreter leisten, bedeutet doch nicht, daß die Vorbildfunktion haben müssen. Wo hast Du denn das her? Die haben die Interessen des Volkes zu vertreten. Im besten Fall sind sie kompetent und in der Lage, die Interessen ihrer Wähler wahr zu nehmen! Schon das allein ist eine hohe Kunst, die wenige drauf haben. Die meisten wissen so gut wie nichts über grundsätzliche und deshalb weit verbreitete Kommunikationsbehinderungen in unseren Denkbeulen. Es ist, als würden wir Fleisch kaufen von einem, der als Schuster ausgebildet ist, weil Schuhsohlen Ähnlichkeit haben können mit Schnitzeln. (Ein wenig übertrieben, gewiß.)

Was Du unter Herdentrieb verstehst, ist für mich die Grundlage von Gruppenmacht. Was sich dafür abspielt findet sich überall. Auch dagegen sind wir machtlos, könnten das aber beherrschen, wenn wir nicht zu doof wären und zu faul.

Dein Beispiel, in dem Du Rechtsstaaten mit Unternehmen vergleichst, ist sicher nicht falsch, denn alles funktioniert nach gewissen Strukturen und fügt sich zu allem möglichen, das Einfluß aufeinander nimmt und Dinge anstrebt aus ganz bestimmten Gründen. Doch schaust Du offensichtlich -wie die meisten übrigens- zu sehr nach oben und vermutest bei Mächtigen oben zu viel Macht. Kein Spitzenmanager, kein Diktator, kann machen was er will, könnte gegen den Willen vieler anderer agieren. Tut er das, ist er schneller weg vom Fenster, als es brauchte, um hinauswinken zu können. Mächtige bekommen ihre Einflußgewalt ausschließlich von anderen, die bei zu viel Dummheit im Augenblick der Machtübergabe ohnmächtig werden. Beschäftigt ein Spitzenunternehmen mit fantastischen Bilanzen und Zukunftschancen Arbeitnehmer unter dem Mindestlohn, haben viele, die unter dem Hund arbeiten dafür gesorgt, daß ein entsprechendes Ausbeutungsniveau entsteht mit vielen Ohnmächtigen, die ihr Maul halten und malochen.

Was Du über die Notwendigkeit eines korrekten Informationsmanagement schreibst, kann ich nur gut und richtig finden. Die "7 Worte des Friedens" sind übrigens von mir und bringen das auf den Punkt: VERMUTE NICHTS BÖSES UND INFORMIERE DEINE PARTNER. (Hinter der Lieblingsbeschäftigung vieler, Böses bei anderen zu vermuten, steckt unsere Schwerfälligkeit, sich in andere zu versetzen, die für uns wichtig sind. Und selbst wenn jemand Böses im Schilde führt, kann man leichter was aus ihm herauskitzeln, wenn man ihm wohlgesonnen entgegen tritt als negativ. Grundsätzlich steckt in den meisten ja auch ein guter Kern. Nur das, was wir in der Überforderung durch so viele Beziehungen hinkriegen, ist gerne nicht das Gelbe vom Ei und oft nicht mal Schale.

Ich halte übrigens nichts davon, sich mit Utopien zu frustrieren. Vielleicht möchtest Du mal lesen, was ich hier geschrieben habe (nur das, was im Bild einen Berg aus Worten bildet): Wahrheit ist, was sich ereignet, Gerechtigkeit, was uns verbindet. Mehr Kybernetik statt "Kübelnetik" würde das Führen von Unternehmen einfacher machen ...

Mag sein, daß man Beamte mit einem Kugelschreiber bestechen kann. Doch warum deckt unsere Justiz dann z. B. Bußgeldeintreiber, die Vorschriften rechtswidrig anwenden? Nach Informationen des NDR sollen annähernd 80% aller Bußgeldbescheide fehlerhaft sein. Ich glaube nicht, daß so viele Beamte scharf auf Kugelschreiber sind.

Danke für die Pizza, die Du für mich gebacken hast, doch hatte ich keine bestellt. Ich weiß nicht, was da schief gelaufen ist. Selbstverständlich würde ich mich dagegen wehren, wenn mir mein Pizzalieferant ans Hemd ginge, es sei denn, ich würde ihn in Naturalien bezahlen. Dann würde ich allerdings ein altes Hemd anziehen, bevor er klingelt.

Ich hoffe, es ärgert dich nicht, wenn mir ein Bundespräsident lieber wäre, der in seinem Amt aufgeht und sich nicht vom Amt beugen läßt. Da ich mich bisher wenig um Leute gekümmert habe, die repräsentieren, ist mir der Zirkus um Wulff auch nur deshalb wichtig, weil hier gut sichtbar wird, daß nicht mal unsere gewaltbefugte Macht die rechte Orientierung hat, um so einen Fall angemessen, demokratisch und rechtsstaatlich korrekt abzuwickeln.

Wenn die Reaktionen von Wulff auf öffentliche Angriffe alles sind, was man ihm vorzuwerfen hat, halte ich Deutschland um so mehr für einen Schrotthaufen. Nicht nur weil wir schon oft Weltmeister im Saufen waren und zu blöde sind, mit Juristen souverän umzugehen. Die meisten leben am Leben vorbei und brauchen andere, um sie für Fehler verantwortlich zu machen und sie über den Tisch zu ziehen. Ein großer Teil der Menschen, die mir im Alltag begegnen, sind alles andere aus als zufrieden.

SIRENE hat geschrieben:Was mußt Du für ein göttliches Wesen sein, Cerberus, daß Du anderen etwas empfiehlst, was dir selbst vermutlich auch nicht gelingen würde, wenn viel auf dem Spiel steht.
Ist das was ganz falsch bei mir angekommen? Ich dachte, Wulff ist freigesprochen worden ...
UND: Alle werden doch ihrer Funktion "gerecht"! Nichts leichter als das, wo jeder selbst entscheiden darf, was er für gerecht hält ...

Zur Fähigkeit, Dinge vorauszusehen, ging es mir nur um die Feststellung, daß man nicht alles vorhersehen kann. Daß Menschen sich zu viel zutrauen, war mir auch als Führungskraft hinlänglich bekannt.

Ich habe ja Daylight schon geschrieben, daß die Kritiken an Christian Wulff erst mit Verdächtigungen auftauchten, die sich durch überaus gründliche Ermittlungen zerstreut haben. Über die vielen herumliegenden Fetzen wird Deutschland allerdings noch lange stolpern ...


Wulff wurde nicht falsch verdächtigt.
Er hat einen Chefredakteur angerufen, ihn auf seiner Mailbox bedroht, um einen kritischen Beitrag gegen Ihn zu verhindern.
Er hat den niedersächsischen Landtag getäuscht, in dem er nicht die Wahrheit sagte.
In deinem Rechtsbewusstsein, mag das legitim sein.
Das Problem liegt aber dann in deiner moralischen Integrität.
" Führungskraft " ?
Na dann bin ich aber froh, das Ich unter kompetenten Führungskräften arbeiten darf. ;)
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon jorikke » So 2. Mär 2014, 18:04

Pachuchel » So 2. Mär 2014, 17:39 hat geschrieben:
SIRENE » Fr 28. Feb 2014, 22:19 hat geschrieben:spezies8472, absurd ist für mich was anderes. Nicht der Lobbyismus schadet der Demokratie. Einflußnahmen kann man nicht unterbinden (wie deutlich erkennbar). Politiker, die sich in widerrechtlicher Weise beeinflussen lassen, schaden der Demokratie! Alles ist mit Macht und Geld verbunden, ausnahmslos! Wollten wir das ändern, müßten wir gegen die Mechanik arbeiten und zerstören, was uns ermöglicht hat. Was wir tun können ist, ma§voll mit der Macht und der Verteilung des Geldes umzugehen! Wo bitte ist es gelungen, Geld von Macht zu trennen? Anzunehmen, man könne eine solche Trennung steuern in demokratischen Systemen, ist für mich absurd.

Unternehmer leben davon, Dinge zu tun, die was bewegen. Daß Petitionen mehr zur Beruhigung der Petenten dienen, kann man erkennen, wenn man sich mit der Effizienz von Petitionen und den Möglichkeiten der Einflußnahme der Bittsteller auf das Petitionsverfahren beschäftigt.

Sorry, aber was Du über das angeblich fundamentale Grundprinzip von Demokratien geschrieben hast, ist daneben. Wo kämen wir hin, wenn demokratische Rechtsstaaten sich das Recht herausnähmen, die Art der Beeinflussung zu steuern und für jeden gleichzurichten? Die einzige zulässige Justierung von Einflußnahmen darf über unser Regelwerk geschehen, und das könnte man selbstverständlich auch so detaillieren und damit überregeln, daß sich niemand mehr was trauen würde. Damit würden wir einen Großteil unserer Aktivitäten lahm legen. Unsere Gesellschaft ist schon lahmarschig genug.

Demokratisch ist, allen möglichst viel Freiraum zu ermöglichen!

Mafiöse Strukturen gibt es überall, wo zu viel Korruption herrscht, und korrumptive Mechanismen leben von der Unfähigkeit der Menschen, sich gerecht zu verhalten. Diese Unfähigkeit entsteht mit der Gleichsetzung von "gerecht" mit "angemessen, fair". Und diesen Quatsch leisten wir uns, weil wir davon ausgehen, daß nur andere Denkfehler machen und wir nie schuld sind, wenn was schief gelaufen ist. Und so weiter und so fort bis in alle Ewigkeit.

Wir könnten ohne weiteres aufhören mit diesem erbärmlichen Schei§. Entschuldigung. Aber ich denke, es braucht was Prägnantes an dieser Stelle, weil das allzugerne ins rechte Auge geht und aus dem linken wieder herausfällt.

Da hast Du mich nicht richtig verstanden. Von Drecksarbeit kann keine Rede sein. Ich meine nämlich die Arbeit der Juristen. Doch was kann schon dabei herauskommen, wenn so viel Orientierungslosigkeit herrscht, daß ein Jurist so meint und ein anderer anders, letztlich zwei Juristen drei Meinungen haben und sich darüber einig sind, daß das Volk auch das frißt. Hauptsache, es hat was zu kauen.

Daß wir uns Volksvertreter leisten, bedeutet doch nicht, daß die Vorbildfunktion haben müssen. Wo hast Du denn das her? Die haben die Interessen des Volkes zu vertreten. Im besten Fall sind sie kompetent und in der Lage, die Interessen ihrer Wähler wahr zu nehmen! Schon das allein ist eine hohe Kunst, die wenige drauf haben. Die meisten wissen so gut wie nichts über grundsätzliche und deshalb weit verbreitete Kommunikationsbehinderungen in unseren Denkbeulen. Es ist, als würden wir Fleisch kaufen von einem, der als Schuster ausgebildet ist, weil Schuhsohlen Ähnlichkeit haben können mit Schnitzeln. (Ein wenig übertrieben, gewiß.)

Was Du unter Herdentrieb verstehst, ist für mich die Grundlage von Gruppenmacht. Was sich dafür abspielt findet sich überall. Auch dagegen sind wir machtlos, könnten das aber beherrschen, wenn wir nicht zu doof wären und zu faul.

Dein Beispiel, in dem Du Rechtsstaaten mit Unternehmen vergleichst, ist sicher nicht falsch, denn alles funktioniert nach gewissen Strukturen und fügt sich zu allem möglichen, das Einfluß aufeinander nimmt und Dinge anstrebt aus ganz bestimmten Gründen. Doch schaust Du offensichtlich -wie die meisten übrigens- zu sehr nach oben und vermutest bei Mächtigen oben zu viel Macht. Kein Spitzenmanager, kein Diktator, kann machen was er will, könnte gegen den Willen vieler anderer agieren. Tut er das, ist er schneller weg vom Fenster, als es brauchte, um hinauswinken zu können. Mächtige bekommen ihre Einflußgewalt ausschließlich von anderen, die bei zu viel Dummheit im Augenblick der Machtübergabe ohnmächtig werden. Beschäftigt ein Spitzenunternehmen mit fantastischen Bilanzen und Zukunftschancen Arbeitnehmer unter dem Mindestlohn, haben viele, die unter dem Hund arbeiten dafür gesorgt, daß ein entsprechendes Ausbeutungsniveau entsteht mit vielen Ohnmächtigen, die ihr Maul halten und malochen.

Was Du über die Notwendigkeit eines korrekten Informationsmanagement schreibst, kann ich nur gut und richtig finden. Die "7 Worte des Friedens" sind übrigens von mir und bringen das auf den Punkt: VERMUTE NICHTS BÖSES UND INFORMIERE DEINE PARTNER. (Hinter der Lieblingsbeschäftigung vieler, Böses bei anderen zu vermuten, steckt unsere Schwerfälligkeit, sich in andere zu versetzen, die für uns wichtig sind. Und selbst wenn jemand Böses im Schilde führt, kann man leichter was aus ihm herauskitzeln, wenn man ihm wohlgesonnen entgegen tritt als negativ. Grundsätzlich steckt in den meisten ja auch ein guter Kern. Nur das, was wir in der Überforderung durch so viele Beziehungen hinkriegen, ist gerne nicht das Gelbe vom Ei und oft nicht mal Schale.

Ich halte übrigens nichts davon, sich mit Utopien zu frustrieren. Vielleicht möchtest Du mal lesen, was ich hier geschrieben habe (nur das, was im Bild einen Berg aus Worten bildet): Wahrheit ist, was sich ereignet, Gerechtigkeit, was uns verbindet. Mehr Kybernetik statt "Kübelnetik" würde das Führen von Unternehmen einfacher machen ...

Mag sein, daß man Beamte mit einem Kugelschreiber bestechen kann. Doch warum deckt unsere Justiz dann z. B. Bußgeldeintreiber, die Vorschriften rechtswidrig anwenden? Nach Informationen des NDR sollen annähernd 80% aller Bußgeldbescheide fehlerhaft sein. Ich glaube nicht, daß so viele Beamte scharf auf Kugelschreiber sind.

Danke für die Pizza, die Du für mich gebacken hast, doch hatte ich keine bestellt. Ich weiß nicht, was da schief gelaufen ist. Selbstverständlich würde ich mich dagegen wehren, wenn mir mein Pizzalieferant ans Hemd ginge, es sei denn, ich würde ihn in Naturalien bezahlen. Dann würde ich allerdings ein altes Hemd anziehen, bevor er klingelt.

Ich hoffe, es ärgert dich nicht, wenn mir ein Bundespräsident lieber wäre, der in seinem Amt aufgeht und sich nicht vom Amt beugen läßt. Da ich mich bisher wenig um Leute gekümmert habe, die repräsentieren, ist mir der Zirkus um Wulff auch nur deshalb wichtig, weil hier gut sichtbar wird, daß nicht mal unsere gewaltbefugte Macht die rechte Orientierung hat, um so einen Fall angemessen, demokratisch und rechtsstaatlich korrekt abzuwickeln.

Wenn die Reaktionen von Wulff auf öffentliche Angriffe alles sind, was man ihm vorzuwerfen hat, halte ich Deutschland um so mehr für einen Schrotthaufen. Nicht nur weil wir schon oft Weltmeister im Saufen waren und zu blöde sind, mit Juristen souverän umzugehen. Die meisten leben am Leben vorbei und brauchen andere, um sie für Fehler verantwortlich zu machen und sie über den Tisch zu ziehen. Ein großer Teil der Menschen, die mir im Alltag begegnen, sind alles andere aus als zufrieden.

Ist das was ganz falsch bei mir angekommen? Ich dachte, Wulff ist freigesprochen worden ...
UND: Alle werden doch ihrer Funktion "gerecht"! Nichts leichter als das, wo jeder selbst entscheiden darf, was er für gerecht hält ...

Zur Fähigkeit, Dinge vorauszusehen, ging es mir nur um die Feststellung, daß man nicht alles vorhersehen kann. Daß Menschen sich zu viel zutrauen, war mir auch als Führungskraft hinlänglich bekannt.

Ich habe ja Daylight schon geschrieben, daß die Kritiken an Christian Wulff erst mit Verdächtigungen auftauchten, die sich durch überaus gründliche Ermittlungen zerstreut haben. Über die vielen herumliegenden Fetzen wird Deutschland allerdings noch lange stolpern ...


Wulff wurde nicht falsch verdächtigt.
Er hat einen Chefredakteur angerufen, ihn auf seiner Mailbox bedroht, um einen kritischen Beitrag gegen Ihn zu verhindern.
Er hat den niedersächsischen Landtag getäuscht, in dem er nicht die Wahrheit sagte.
In deinem Rechtsbewusstsein, mag das legitim sein.
Das Problem liegt aber dann in deiner moralischen Integrität.
" Führungskraft " ?
Na dann bin ich aber froh, das Ich unter kompetenten Führungskräften arbeiten darf. ;)


Er wurde verdächtigt.
Das war falsch.
Deshalb Freispruch.
Nachdem man ihn in der Sache nichts mehr vorwerfen kann, versuchen einige Unverbesserliche ihm aus der Tapsigkeit seiner
Verteidigung einen Reststrick zu drehen.
Nur, ohne diese ganzen unsinnigen Vorwürfe, hätte er sich gar nicht verteidigen müssen.
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 18:06

Pachuchel » So 2. Mär 2014, 17:39 hat geschrieben:Wulff wurde nicht falsch verdächtigt.
Er hat einen Chefredakteur angerufen, ihn auf seiner Mailbox bedroht, um einen kritischen Beitrag gegen Ihn zu verhindern.
Er hat den niedersächsischen Landtag getäuscht, in dem er nicht die Wahrheit sagte.
In deinem Rechtsbewusstsein, mag das legitim sein.
Das Problem liegt aber dann in deiner moralischen Integrität.
" Führungskraft " ?
Na dann bin ich aber froh, das Ich unter kompetenten Führungskräften arbeiten darf. ;)


Ich frage mich, wie manche andere Leute mit erhobenem Zeigefinger unter diesem Druck reagiert hätten.
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Pachuchel » So 2. Mär 2014, 18:19

The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 19:06 hat geschrieben:
Pachuchel » So 2. Mär 2014, 17:39 hat geschrieben:Wulff wurde nicht falsch verdächtigt.
Er hat einen Chefredakteur angerufen, ihn auf seiner Mailbox bedroht, um einen kritischen Beitrag gegen Ihn zu verhindern.
Er hat den niedersächsischen Landtag getäuscht, in dem er nicht die Wahrheit sagte.
In deinem Rechtsbewusstsein, mag das legitim sein.
Das Problem liegt aber dann in deiner moralischen Integrität.
" Führungskraft " ?
Na dann bin ich aber froh, das Ich unter kompetenten Führungskräften arbeiten darf. ;)


Ich frage mich, wie manche andere Leute mit erhobenem Zeigefinger unter diesem Druck reagiert hätten.


Andere Leute hätten keinen Chefredakteur bedroht.
Andere Leute hätten einfach die Wahrheit gesagt.
Andere Leute, andere Sitten. :D

Die User, die ihn verteidigen, hätten genauso wie Wulff gehandelt.
Und sind moralisch genauso zu bewerten.

Wulff ist gescheitert.
Kläglich.
Amt weg. Frau weg. Glaubwürdigkeit weg.
Was glaubt ihr denn ?
Das Wulff jetzt wieder BP wird ? :D
Er ist politisch erledigt.
Er kann froh sein, wenn er bei einer MC Donalds Einweihung den Clown spielen darf.

Oder mit Helmut Kohl auf eine Tournee geht.
Motto : Schuld sind immer die Anderen. :D
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 18:34

Pachuchel » So 2. Mär 2014, 18:19 hat geschrieben:
The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 19:06 hat geschrieben:
Ich frage mich, wie manche andere Leute mit erhobenem Zeigefinger unter diesem Druck reagiert hätten.


Andere Leute hätten keinen Chefredakteur bedroht.
Andere Leute hätten einfach die Wahrheit gesagt.
Andere Leute, andere Sitten. :D

Die User, die ihn verteidigen, hätten genauso wie Wulff gehandelt.
Und sind moralisch genauso zu bewerten.

Wulff ist gescheitert.
Kläglich.
Amt weg. Frau weg. Glaubwürdigkeit weg.
Was glaubt ihr denn ?
Das Wulff jetzt wieder BP wird ? :D
Er ist politisch erledigt.
Er kann froh sein, wenn er bei einer MC Donalds Einweihung den Clown spielen darf.

Oder mit Helmut Kohl auf eine Tournee geht.
Motto : Schuld sind immer die Anderen. :D


Ich sage nicht dass er unschuldig ist, sondern mich nervt der mediale Druck mit dem Einzelpersonen für relativ kleine Vergehen gnadenlos fertigt gemacht werden. Es sei denn sie haben eine Fanbase, so wie Uli Hoeneß. Dann bekommen sie noch Applaus, obwohl ihr Vergehen in Zahlen ausgerückt, das von Wulff um ein zigfaches übersteigt.
Zuletzt geändert von The_Gunslinger am So 2. Mär 2014, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Cerberus » So 2. Mär 2014, 18:35

The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 18:06 hat geschrieben:
Pachuchel » So 2. Mär 2014, 17:39 hat geschrieben:Wulff wurde nicht falsch verdächtigt.
Er hat einen Chefredakteur angerufen, ihn auf seiner Mailbox bedroht, um einen kritischen Beitrag gegen Ihn zu verhindern.
Er hat den niedersächsischen Landtag getäuscht, in dem er nicht die Wahrheit sagte.
In deinem Rechtsbewusstsein, mag das legitim sein.
Das Problem liegt aber dann in deiner moralischen Integrität.
" Führungskraft " ?
Na dann bin ich aber froh, das Ich unter kompetenten Führungskräften arbeiten darf. ;)


Ich frage mich, wie manche andere Leute mit erhobenem Zeigefinger unter diesem Druck reagiert hätten.

Andere (wenige ? normale) Menschen kämen erst gar nicht in eine solche Situation, wenn es nicht ihre Eigenart ist, durch und durch so falsch zu sein, dass sie bei jedem Satz scharf achten müssen, welcher Lüge sie sich damit wieder selbst überführen könnten.

Doch fragen sollte man mal, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass solche Menschen in politische, oder sonstig hohe Ämter gelangen können. Wie es also kommt, dass so große Massen so (nachhaltig und unverbesserlich) dumm sind, sich wieder und wieder von den gleichen "Heiratsschwindlern" und "Trickbetrügern" belügen und betrügen zu lassen.

Die Masse ist wie eine Frau, die von ihrem Mann betrogen und verprügelt wird - heult, ihn kopflos verlässt und sofort auch gleich wieder zurückkommt, um sich die neuesten Beteuerungen, zukünftig besseren Verhaltens, in die Öhrchen blasen zu lassen....um 2 Tage später zum 180 Male eine Ohrfeige zu bekommen, für ein zu hart gekochtes Ei.
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: Christian Wulff - lupenreiner Freispruch

Beitragvon Pachuchel » So 2. Mär 2014, 18:50

The_Gunslinger » So 2. Mär 2014, 19:34 hat geschrieben:
Pachuchel » So 2. Mär 2014, 18:19 hat geschrieben:
Andere Leute hätten keinen Chefredakteur bedroht.
Andere Leute hätten einfach die Wahrheit gesagt.
Andere Leute, andere Sitten. :D

Die User, die ihn verteidigen, hätten genauso wie Wulff gehandelt.
Und sind moralisch genauso zu bewerten.

Wulff ist gescheitert.
Kläglich.
Amt weg. Frau weg. Glaubwürdigkeit weg.
Was glaubt ihr denn ?
Das Wulff jetzt wieder BP wird ? :D
Er ist politisch erledigt.
Er kann froh sein, wenn er bei einer MC Donalds Einweihung den Clown spielen darf.

Oder mit Helmut Kohl auf eine Tournee geht.
Motto : Schuld sind immer die Anderen. :D


Ich sage nicht dass er unschuldig ist, sondern mich nervt der mediale Druck mit dem Einzelpersonen für relativ kleine Vergehen gnadenlos fertigt gemacht werden. Es sei denn sie haben eine Fanbase, so wie Uli Hoeneß. Dann bekommen sie noch Applaus, obwohl ihr Vergehen in Zahlen ausgerückt, das von Wulff um ein zigfaches übersteigt.


Der mediale Druck hat dafür gesorgt, das diese, narzistisch, fern von Moral und Glaubwürdikkeit, geprägten Menschen, sich in der Öffentlichkeit verantworten müssen.
Wulff hat einen Arschtritt bekommen, mit dem er den Rest seines Lebens, klar kommen muss.
Hoeneß wird , außer im ständig Bier saufenden Bayern, im Rest der Republik als das gelten was er ist.
Ein arrogantes, betrügendes Arschloch, das heulend, in der Vorstandsversammlung des FC Bayern, die eigentliche Schuld in der bösen, bösen Welt sieht.
Ich bezahle seid 30 Jahren brav meine Steuern.
Ich habe nie fragwürdige Kredite genommen.
Ich war nie korrupt oder habe gelogen, um meine berufliche Position zu erhalten.
Ich stehe also über Typen wie Wulff und Hoeneß.
Meilenweit. ;)

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