Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

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King Kong 2006
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Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 26. Feb 2021, 21:00

Gegebenenfalls der Klimawandel ist keine Erfindung der Volksrepublik China (siehe Trump-Zitat dazu) wird in der UN jetzt debattiert, ob und was für Auswirkungen dieser in der Internationalen Politik, der Sicherheitspolitik haben wird. Und inwiefern ein Gremium der UN dafür eine Plattform sein kann.

Weil die Erderwärmung auch globale Konflikte anheizen könnte, ist das Thema jetzt im Weltsicherheitsrat angekommen. Dort tun sich neue Spaltungen zwischen den Staaten auf.

Vertreter von 15 Staaten berieten am Dienstag über die möglichen Auswirkungen der Erderwärmung auf die internationale Sicherheit. Doch schon bei der Frage, ob das Gremium zuständig ist und was die Auswirkungen der Klimakrise sein könnten, war man sich uneins.


Dabei tun sich im Moment offenbar zwei Blöcke auf. China, Indien und Russland sehen keinen unmittelbaren Zusammenhang, zudem müsse dieser auch wissenschaftlich deutlich belegbar sein. Und inwiefern sollte die UN da eine Positionierung haben? Mit welcher Legitimation und Macht?

So stellte Prakash Javdekar, der Umweltminister Indiens, klar, es gebe »keine akzeptierte Methodologie«, die belegen würde, dass der Klimawandel Konflikte verursache, Chinas Abgesandter Xie Zhenhua erkannte immerhin an, dass die Klimakrise zu einer »dringenden und ernsthaften Bedrohung für das Überleben, die Entwicklung und die Sicherheit der Menschheit« geworden sei, stellte aber infrage, ob und inwiefern sich der Rat mit der Frage beschäftigen solle. Vielmehr sei »nachhaltige Entwicklung der Schlüssel zur Lösung aller Probleme und zur Beseitigung der Hauptursachen von Konflikten«, sagte er.

Am kritischsten positionierte sich der russische Uno-Botschafter Vassily A. Nebenzia, der erhebliche Zweifel an der Idee geltend machte, dass steigende globale Temperaturen überhaupt Auseinandersetzungen hervorrufen könnten, mit denen sich der Weltsicherheitsrat dann beschäftigen müsste. »Wir sind uns einig, dass Klimawandel und Umweltprobleme Konflikte verschärfen können. Aber sind sie wirklich die Hauptursache für diese Konflikte? Es gibt ernsthafte Zweifel daran«, so Nebenzia.


Die Statements der drei Länder – im weltweiten Vergleich allesamt Schwergewichte bei der Emission von Klimagasen – standen in deutlichem Gegensatz zu den Einlassungen westlicher Staaten, wie Großbritanniens oder der USA.


Nehme man die Bedrohungen des Klimawandels nicht ernst, »marschiert man auf etwas zu, das fast einem gegenseitigen Selbstmordpakt gleichkommt«, sagte John Kerry, der neue von US-Präsident Joe Biden ernannte Klima-Sondergesandte, am Dienstag. »Es ist dringend erforderlich, die Klimakrise als die Sicherheitsbedrohung zu behandeln, die sie darstellt.«


Wie aus einer Untersuchung des Friedensforschungsinstituts Sipri, hervorgeht, könnten die konkreten Folgen der Klimakrise den Sicherheitsrat schneller beschäftigen, als manchen Mitgliedern lieb ist. Mit Stand Dezember 2020 waren demnach zehn von 21 aktiven Uno-Friedensmissionen in Staaten im Einsatz, die als von der Klimakrise besonders betroffen gelten. Sechs der zehn personell größten Uno-Operationen liegen ebenfalls in solchen Ländern. Jüngste Untersuchungen zeigten, dass die Folgen der Erderwärmung in diesen Ländern erhebliche Auswirkungen auf Uno-Friedensmissionen haben könnten, so Sipri.


Klimakrise als »Bedrohungsmultiplikator«

Eine Studie von Susanne Dröge von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin stellte im März letzten Jahres fest, dass direkte Kausalitäten zwischen Klimarisiken und Gewalt, die der Sicherheitsrat in den Fokus nehmen könnte, zwar kaum bekannt sind und der Klimawandel – verglichen mit anderen Konfliktrisiken – ein nach­geordneter Faktor für Gewaltausbrüche darstelle. Wohl aber »kann er mit diesen stark interagieren« und wirke daher als »Bedrohungsmultiplikator«.


Multiplikator für:

- Die Nahrungsmittelversorgung wird gefährdet, auch durch mehr extreme Wetterlagen

- Wenn der Klimawandel die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern behindert, kann das die Stabilität des Staates gefährden

- Konkurrenz um immer knappere Ressourcen infolge der Erwärmung sowie Migration können zu Konflikten im Land und auch international führen

- Weil etwa durch Dürre oder Überflutungen ganze Länder verschwinden könnten, sind die Souveränität von Staaten und die Rechte ihrer Bürger in Gefahr


Diese Faktoren waren auch schon in der Vergangenheit bei Krisen Treibmittel für Entwicklungen. Der Historiker und Archäologe Ian Morris (Uni Stanford und Chickago) beleuchtet dieses Thema u.a in seinem Buch "Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden". Wie auch der israelische Historiker Yuval Harari von der Uni Jerusalem u.a. in seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menscheit" oder Tim Marschall, Korrespondent und spezialisiert auf Außenpolitik mit seinen Büchern "Die Macht der Geografie" und "Abschottung - Die neue Macht der Mauern".

Klimaveränderungen können sich in naher Zukunft in den Kampf um Wasser drehen, Bürgerkriege verschärfen, somit Fluchtbewegungen ebenso.

Teile des Militärs – etwa die US-Streitkräfte und die Nato – sind für das Thema längst sensibilisiert. »Ich denke, der Klimawandel ist ein schwerwiegender Krisenmultiplikator und wirkt sich wirklich auf unsere Sicherheit aus. Wir müssen dies in einem neuen strategischen Konzept angehen«, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vergangene Woche.


Sicherlich werden Kritiker dieser Handlung dafür eine Begründung wahrnehmen sich noch stärker in die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Belange Dritte zum "Wohle" dieser einzumischen. Sozusagen. In der Tat ist der Grat schmal. Wo fängt Unterstützung an und wo interessensgesteuerte Intervention?

Die Sitzung des Weltsicherheitsrats am Dienstag unterstrich erneut ein Grundproblem des Gremiums: gegenseitige Blockade. Ein konkretes Ergebnis brachte die Versammlung nämlich nicht. Dass der Rat überhaupt darüber diskutiert hat, ist immerhin ein gutes Zeichen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 7f00ef3f4d


Eine ganze Reihe von Generälen und Admirälen kommen dort zu Worte:

National Security and The Threat of Climate Change

https://www.cna.org/CNA_files/pdf/Natio ... Change.pdf


Wie ist damit umzugehen? Womit genau, woran macht man was fest? Und wer soll sich um was kümmern, mit welchen Befugnissen und Macht?

Die Rohstoffsicherung hatte einst der ehemalige dt. Bundespräsident Horst Köhler thematisiert. Wie viele andere. Also, die Sorge um die Sicherheit (Deutschlands) darum. Dafür musste er zurücktreten. Muß man z.B. Indien notfalls massiver klarmachen, wie man sich wirtschaftlich zu verhalten habe? Weil die Auswirkungen indischen Handelns Auswirkungen haben können? Sie verbitten sich schon jetzt jede Idee dazu...

Bei dem Argument der Rohstoffsicherung gibt es bereits klare Doktrinen dazu. Z.B. die Carter-Doktrin. Wird es jetzt so etwas auch für Klimasünder und die daraus resultierenden Sicherheitsprobleme geben?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Niklas » So 28. Feb 2021, 15:28

Der Klimawandel entwickelt sich langsam, und jeder Staat muss diese Entwicklung berücksichtigen und sich den heranrückenden Gegebenheiten anpassen.
In erster Linie bedeutet das die entsprechende demografische Politik. In Zukunft wird die Erde nicht mehr in der Lage sein, so viele Menschen zu unterhalten wie heute.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Teeernte » So 28. Feb 2021, 15:39

Niklas hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:28)

Der Klimawandel entwickelt sich langsam, und jeder Staat muss diese Entwicklung berücksichtigen und sich den heranrückenden Gegebenheiten anpassen.
In erster Linie bedeutet das die entsprechende demografische Politik. In Zukunft wird die Erde nicht mehr in der Lage sein, so viele Menschen zu unterhalten wie heute.


Mit der Gentechnik wird sie es schaffen.

Natürlich Wird die Gentechnik erstmal fürs Helfen als Spende "kommen". Weizen, der mit wenig Wasser auskommt...

(Wenn das Zeugs denn wirklich in die Erde - und nicht gleich wieder in den Topf kommt.....ganze Volksstämme werden da durch die "Beize" von Saatgut selbst vergiftet)

Tiere - die im Wasser stehen können...resistent gegen Krankheiten.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Niklas » So 28. Feb 2021, 15:48

Teeernte hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:39)
Mit der Gentechnik wird sie es schaffen.

Hoffentlich nicht.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Teeernte » So 28. Feb 2021, 15:55

Niklas hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:48)

Hoffentlich nicht.
es geht nicht anders... Hier wirds erstmal nicht passieren - ich tipp mal Somalia und Äthiopien - durch die Chinesen , die sind unverdächtig.

Somit werden auch 30 und 40 Mrd Menschen satt..

Einsicht !!
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Niklas » So 28. Feb 2021, 16:10

Wir haben schon massive Probleme: Rückgang der Artenvielfalt, Insektensterben, Überfischung etc.

7 Milliarden Menschen sind einfach zu viel.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 1. Mär 2021, 09:01

Niklas hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:28)

Der Klimawandel entwickelt sich langsam, und jeder Staat muss diese Entwicklung berücksichtigen und sich den heranrückenden Gegebenheiten anpassen.
In erster Linie bedeutet das die entsprechende demografische Politik. In Zukunft wird die Erde nicht mehr in der Lage sein, so viele Menschen zu unterhalten wie heute.


Irrsinnigerweise alimentieren wir in Deutschland Eltern auch noch mit Steuer- und Geldgeschenken für das Kinderkriegen.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 1. Mär 2021, 11:34

Bevölkerungsplanung ist sicherlich eine von vielen Stellschrauben an denen gedreht werden kann. Aber was macht man mit Überalterung der Gesellschaften? Viele Villains in Filmen haben im besten Gewissen vor die Bevölkerung zu halbieren, damit sie wieder überhaupt eine Chance hat. Theoretisch spricht etwas dafür. Aber wer lässt sich das vorschreiben? Wieviele Kinder man haben darf? Ist das für das Überleben der (Konsum-)Gesellschaft nicht wichtig (ist das somit auch eine Frage ob eine kapitalistische Gesellschaft zerstörerisch ist)? Und brauchen Staaten der 3. Welt nicht viele Kinder? Wer sorgt sich sonst um die Alten und Kranken? Harz 4 gibts da nicht. Wäre interessant eine Studie zu sehen, die einen Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Stabilität aufzeigt.

Auf der einen Seite sprechen einige davon, daß viele Junge Männer für Instabilität sorgen können. Aber wer, wenn nicht die, verändern überhaupt etwas? Frauen dazugerechnet? Die Alten lassen wohl alles beim Alten.

Political stability - Country rankings

https://www.theglobaleconomy.com/rankin ... stability/


Ich kann da jetzt nicht auf den ersten Blick eine Korrelation zwischen Demografie und Stabilität sehen. Da gibts natürlich noch mehr Stellschrauben, wie schnell wächst eine Bevölkerung. Klimatische und politische Variablen usw.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Aldemarin » Sa 10. Apr 2021, 00:14

Es ist prinzipiell keine gute Idee auszureizen, wie viele Menschen die Erde ernähren kann, denn je näher man den Limit kommt, um so weniger Fehler und Extravaganzen kann man sich leisten.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Teeernte » Sa 10. Apr 2021, 07:12

Aldemarin hat geschrieben:(10 Apr 2021, 00:14)

Es ist prinzipiell keine gute Idee auszureizen, wie viele Menschen die Erde ernähren kann, denn je näher man den Limit kommt, um so weniger Fehler und Extravaganzen kann man sich leisten.


70 Mrd. ++ ...mit Chemie, Gentechnik, Hydrokultur auf Steinwolle... (Heutigem Wissensstand)

...Ja auf ein paar Tiere muss dann verzichtet werden.

Es gibt da kein "Limit".
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Praia61 » Mo 12. Apr 2021, 13:31

Liegestuhl hat geschrieben:(01 Mar 2021, 09:01)

Irrsinnigerweise alimentieren wir in Deutschland Eltern auch noch mit Steuer- und Geldgeschenken für das Kinderkriegen.

Wenn es statt 80e6 nur 10e6 Deutsche gäbe, wäre das Problem gelöst ?
Tzzz.
Der selbe Schwachsinn wie mit dem deutschen Anteil am CO2 Austoß.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Praia61 » Mo 12. Apr 2021, 13:34

Aldemarin hat geschrieben:(10 Apr 2021, 00:14)

Es ist prinzipiell keine gute Idee auszureizen, wie viele Menschen die Erde ernähren kann, denn je näher man den Limit kommt, um so weniger Fehler und Extravaganzen kann man sich leisten.

Ist doch letztlich egal, wenn ein kritischer Punkt erreicht ist, reduzieren sich die Menschen gewollt oder ungewollt mit unmenschlichen Mitteln von alleine.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Apr 2021, 15:49

Werden Klimasünden bald wie Völkermord behandelt?

Eine Kampagne will »Ökozid« als fünftes Verbrechen gegen den Frieden definieren – um Umweltzerstörer in Den Haag anklagen zu können. Die Zustimmung dafür wächst


Auch der Papst will den »Ökozid« kriminalisieren

Dennoch findet die Idee in letzter Zeit vermehrt Unterstützer. In Belgien, Luxemburg, Spanien, den Niederlanden und Schweden haben sich die Parlamente schon damit beschäftigt; ein Gesetzesvorschlag in Frankreich sieht gar vor, Unternehmen und Einzelpersonen, die einen »Ökozid« begehen, zu bis zu zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 4,5 Millionen Euro zu verurteilen – und Papst Franziskus sprach sich vor einiger Zeit dafür aus, »Ökozid« als fünftes Verbrechen gegen den Weltfrieden anzuerkennen.


Wohlweislich halten einige Länder von dem Gerichtshof zur Verfolgung von Verbrechen nicht viel.

Einer Erweiterung des Status müssten zwei Drittel der Mitglieder zustimmen, was Jahre dauern könnte. Zudem erkennen mehrere Staaten den Gerichtshof gar nicht erst an, darunter auch viele einflussreiche Länder wie die USA, China, Russland und Indien.


Bolsonaro haben sie schon im Auge.

Derweil sondieren die Richter in Den Haag schon ihren ersten Ökokriminalfall: Anfang des Jahres haben zwei brasilianische Häuptlinge eine Untersuchung gegen den Präsidenten Jair Bolsonaro angestrengt. In ihrer Klageschrift kritisieren sie, dass sich seit Amtsantritt des Rechtspolitikers die Abholzungsrate im Amazonas »beispiellos beschleunigt« habe. Die Zerstörung des Regenwalds gefährde die »unerlässliche Regulierung des Klimas« und sei damit eine »direkte Gefahr nicht nur für alle Brasilianer, sondern für die gesamte Menschheit«

https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... f595b7571f
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Teeernte » Fr 16. Apr 2021, 19:27

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Apr 2021, 15:49)

Wohlweislich halten einige Länder von dem Gerichtshof zur Verfolgung von Verbrechen nicht viel.



Bolsonaro haben sie schon im Auge.


Werden Klimasünden bald wie Völkermord behandelt?


Fahrraddiebstahl sollte endlich wie Pfedediebstahl im "wilden Westen" geahndet werden... Kein Autofahrer kann bei der Kriminalität umsteigen...
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Praia61 » Sa 24. Apr 2021, 13:18

Teeernte hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:55)

es geht nicht anders... Hier wirds erstmal nicht passieren - ich tipp mal Somalia und Äthiopien - durch die Chinesen , die sind unverdächtig.

Somit werden auch 30 und 40 Mrd Menschen satt..

Einsicht !!

Mit satt sein sollen sich diese Menschen begnügen ?
Nein!
Sie werden nach dem Westlichen Wohlstand streben !
Was das bedeutet kann man sich ja leicht vorstellen .
Der Erschaffer des Virus steuert schon gegen deinen Blödsinn.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon franzmannzini » So 25. Apr 2021, 02:46

Teeernte hat geschrieben:(16 Apr 2021, 19:27)

Fahrraddiebstahl sollte endlich wie Pfedediebstahl im "wilden Westen" geahndet werden... Kein Autofahrer kann bei der Kriminalität umsteigen...


Dafür bin ich auch. :)
"Ek is 'n Ranger.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Sunbeam » So 25. Apr 2021, 02:52

Teeernte hat geschrieben:(28 Feb 2021, 15:55)

es geht nicht anders... Hier wirds erstmal nicht passieren - ich tipp mal Somalia und Äthiopien - durch die Chinesen , die sind unverdächtig.

Somit werden auch 30 und 40 Mrd Menschen satt..

Einsicht !!


Nein, dafür reichen die Ressourcen der Erde nicht, um 30 oder 40 Milliarden Menschen satt zu bekommen.
Und der Mensch braucht zum Leben ja mehr als nur satt zu werden, er braucht auch Kleidung, medizinische Versorgung, ein Dach über dem Kopf, Elektrizität, Fortbewegungsmittel wie Auto und Flugzeug, Freizeitangebote, usw.
Besser, es leben weniger Menschen auf der Erde, diese aber dafür auch ein gutes Leben in dem alles verfügbar ist.
Wasser ist nämlich auch nicht genug für 30 bis 40 Milliarden da, und du musst ja bedenken, dass die alle nicht nur essen, sondern auch Ausscheidungsprodukte absondern, und um die zu entsorgen braucht man viel Wasser. Und waschen müssen die sich ja alle dann auch jeden Tag, auch da wird viel Wasser verbraucht, und auch ihre Kleidung muss gewaschen werden.
Die Erde kann keine 30 bis 40 Milliarden Menschen versorgen, dafür ist weder genug Platz, noch genug Nahrung, noch genug Wasser da.
Bei einer Weltbevölkerng von 30 bis 40 Milliarden, wäre unser jetziger Lebensstandart nicht zu halten, und es gäbe bald blutige Verteilungskämpfe.
Meiner Meinung nach sind schon jetzt zu viele Menschen auf der Erde, deswegen auch die ganzen Krisen und Kriege. Die Erde ist schon überbevölkert.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Teeernte » So 25. Apr 2021, 06:48

Sunbeam hat geschrieben:(25 Apr 2021, 02:52)

Nein, dafür reichen die Ressourcen der Erde nicht, um 30 oder 40 Milliarden Menschen satt zu bekommen.
Und der Mensch braucht zum Leben ja mehr als nur satt zu werden, er braucht auch Kleidung, medizinische Versorgung, ein Dach über dem Kopf, Elektrizität, Fortbewegungsmittel wie Auto und Flugzeug, Freizeitangebote, usw.
Besser, es leben weniger Menschen auf der Erde, diese aber dafür auch ein gutes Leben in dem alles verfügbar ist.
Wasser ist nämlich auch nicht genug für 30 bis 40 Milliarden da, und du musst ja bedenken, dass die alle nicht nur essen, sondern auch Ausscheidungsprodukte absondern, und um die zu entsorgen braucht man viel Wasser. Und waschen müssen die sich ja alle dann auch jeden Tag, auch da wird viel Wasser verbraucht, und auch ihre Kleidung muss gewaschen werden.
Die Erde kann keine 30 bis 40 Milliarden Menschen versorgen, dafür ist weder genug Platz, noch genug Nahrung, noch genug Wasser da.
Bei einer Weltbevölkerng von 30 bis 40 Milliarden, wäre unser jetziger Lebensstandart nicht zu halten, und es gäbe bald blutige Verteilungskämpfe.
Meiner Meinung nach sind schon jetzt zu viele Menschen auf der Erde, deswegen auch die ganzen Krisen und Kriege. Die Erde ist schon überbevölkert.


Die Energie reicht..die Technologie ist da.. - eine Kunstoff-flasche gibt einen warmen Pullover...

Der Planet ist zu 2/3 mit wasser bedeckt - was entsalen werden kann - ja natürlich kann dann nicht jeder in ne Ecke pinkeln.

Autowaschen geht auch ohne Frischwasser..

Klar - ohne Mitbewerber ist alles Billiger....
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Sunbeam » So 25. Apr 2021, 18:55

Teeernte hat geschrieben:(25 Apr 2021, 06:48)

Die Energie reicht..die Technologie ist da.. - eine Kunstoff-flasche gibt einen warmen Pullover...

Der Planet ist zu 2/3 mit wasser bedeckt - was entsalen werden kann - ja natürlich kann dann nicht jeder in ne Ecke pinkeln.

Autowaschen geht auch ohne Frischwasser..

Klar - ohne Mitbewerber ist alles Billiger....


Nein, die Erde kann nicht 40 Milliarden Menschen ernähren, kapier das mal.
Nicht, wenn jeder auf dem heutigen Lebensstandart leben will, mit fließend Wasser, elektrischem Strom, Heizung.
Man müsste eine Geburtenkontrolle in der Dritten Welt einführen, denn gerade dort vermehren sich die Menschen rapide, laut UN Prognosen wird sich die Bevölkerung von Afrika bis 2050 verdoppeln, das könnte man mit Verhütung verhindern.
Die Erde ist schon jetzt überbevölkert, eigentlich ist Corona so gesehen ein Segen, weil es dafür sorgt, dass wieder mehr Ressourcen vorhanden sind, wenn weniger Menschen auf der Erde sind.
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Re: Klimawandel heizt möglicherweise auch Konflikte an?

Beitragvon Praia61 » So 25. Apr 2021, 22:21

Teeernte hat geschrieben:(10 Apr 2021, 07:12)

70 Mrd. ++ ...mit Chemie, Gentechnik, Hydrokultur auf Steinwolle... (Heutigem Wissensstand)

...Ja auf ein paar Tiere muss dann verzichtet werden.

Es gibt da kein "Limit".

Kein Limit , ist die dümmste Äußerung seit langem.
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