Außen- und Sicherheitspolitik angesichts neuer Problemlagen

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Cobra9
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Re: Außen- und Sicherheitspolitik angesichts neuer Problemlagen

Beitragvon Cobra9 » So 11. Aug 2019, 12:19

Iwan der Liebe hat geschrieben:(10 Aug 2019, 13:53)

Da drängt sich eine grundsätzliche Frage auf: Liegt es in der Kompetenz von Trump zu entscheiden, wann und wo die Bundeswehr einzusetzen ist? Oder ist Deutschland souverän? Wie siehst Du das?
Deutschland wurde weder vom Iran, noch von Syrien oder einem anderen Staat überfallen, den Trump als Feind wünscht. Die Bundeswehr ist aber eine Verteidigungsarmee, wenn man das Grundgesetz als in Deutschland verbindlich annehmen möchte. Da gibt es gar keinen Spielraum. Wer Deutschland wieder im Angriffskrieg sehen möchte, weil ihn die Mordlust packt oder weil er vor den USA kriechen möchte, der möge wenigstens vorher das GG ändern.

Außerdem ist es völlig egal, ob Trump sauer ist. Der ist sowieso immer sauer. Na und? Es ist nicht unsere Aufgabe, den obersten Demokrator glücklich zu machen.



Jeder Mission der Bundeswehr im Ausland muss der Bundestag zustimmen. Die Bundesregierung kann lediglich kurzfristige dringend notwendige Aktionen bewilligen, muss aber zeitnah die zuständigen Stellen im Bundestag informieren und absegnen lassen usw.

Von daher erübrigt sich es überhaupt nachzudenken ob Trumpft irgendwie was der Bundeswehr oder der Bundesregierung befehlen kann. Die Usa können Wünsche , Bitten oder Forderungen vortragen. Die Bundesregierung wird das dann prüfen. Entweder sagt man direkt Nein, wie zur Us Operation Sentinel aktuell, oder man gibt unter gewissen Bedingungen seine Zustimmung. Aber immer unter der Grundlage der Bundestag stimmt zu.

Wer außer Menschen wie Dir sabbelt was von Beteiligung an einem Angriffskrieg gegen den Iran ?

Niemand. Wir sprechen davon das die Marine mit anderen Staaten eine notwendige Schutzmission für Eskortieren von Handelsschiffen im Golf unterstützen soll. Das ist kein Angriff auf den Iran. Lediglich die Botschaft es wird nicht alles akzeptiert was Ihr treiben tut. Nicht aber mit Us Beteiligung.

Wo ist da dein Problem ?
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Cobra9
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Re: Außen- und Sicherheitspolitik angesichts neuer Problemlagen

Beitragvon Cobra9 » So 11. Aug 2019, 12:22

Quatschki hat geschrieben:(10 Aug 2019, 14:08)

Was du "Paradigmen" nennst, ist immerhin das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.
Da ist einfach nicht vorgesehen, dass das Deutsche Volk Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, militärischen Interventionismus betreiben oder sich daran beteiligen soll.


Falsch. Es sind durchaus Missionen im Ausland möglich auch zum Zwecke der Einmischung. Die Einsätze müssen lediglich gewisse Grundlagen erfüllen :)
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Re: Außen- und Sicherheitspolitik angesichts neuer Problemlagen

Beitragvon zollagent » So 11. Aug 2019, 13:03

Cobra9 hat geschrieben:(11 Aug 2019, 12:19)

Jeder Mission der Bundeswehr im Ausland muss der Bundestag zustimmen. Die Bundesregierung kann lediglich kurzfristige dringend notwendige Aktionen bewilligen, muss aber zeitnah die zuständigen Stellen im Bundestag informieren und absegnen lassen usw.

Von daher erübrigt sich es überhaupt nachzudenken ob Trumpft irgendwie was der Bundeswehr oder der Bundesregierung befehlen kann. Die Usa können Wünsche , Bitten oder Forderungen vortragen. Die Bundesregierung wird das dann prüfen. Entweder sagt man direkt Nein, wie zur Us Operation Sentinel aktuell, oder man gibt unter gewissen Bedingungen seine Zustimmung. Aber immer unter der Grundlage der Bundestag stimmt zu.

Wer außer Menschen wie Dir sabbelt was von Beteiligung an einem Angriffskrieg gegen den Iran ?

Niemand. Wir sprechen davon das die Marine mit anderen Staaten eine notwendige Schutzmission für Eskortieren von Handelsschiffen im Golf unterstützen soll. Das ist kein Angriff auf den Iran. Lediglich die Botschaft es wird nicht alles akzeptiert was Ihr treiben tut. Nicht aber mit Us Beteiligung.

Wo ist da dein Problem ?



Das ist doch einfach zu erkennen. Es wäre etwas, was der böse Westen tut. ;)
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Re: Außen- und Sicherheitspolitik angesichts neuer Problemlagen

Beitragvon imp » So 18. Aug 2019, 22:06

Quatschki hat geschrieben:(10 Aug 2019, 20:00)

Schon klar,
12.000 Arbeitsplätze, Milliarden Dollar.
Wir geben den Amerikanern einen Spielplatz zum Krieg führen, sie zahlen gut dafür.

Aber die Amerikaner profitieren von diesem Deal viel mehr als die Bundesrepublik.
Für uns ist es nur ein mittelwichtiger Wirtschaftsfaktor, für sie eine geostrategische Basis wichtiger als Pearl Harbour.

Eine Querfront aus Linken und Rechten fordert schon immer: "Ami go home!".
Und die anderen Parteien hat es viel Reputation gekostet, immer die Handlungen der US-Partner zu verteidigen und für den atlantischen Schulterschluß Partei zu ergreifen.
Wenn also die Amerikaner jetzt so tun, als ob sie nur uns zuliebe hier wären, dann kann man ihnen nur gute Reise wünschen.

Wenn sie aber wirklich den Russen als potentiellen Gegner betrachten, werden sie ihr Drehkreuz kaum nach Polen verlegen, wo es in Reichweite der S-400 aus Russisch-Ostpreußen ist.

Übrigens auch aus Belarus.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson

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