Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Di 1. Okt 2019, 13:38

Cobra9 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 12:50)

Ohja Jordanien wird morgen den Friendsvertrag kündigen. Die Beziehungen zwischen Israel und Jordanien sind aktuell relativ gut. Natürlich haben einige Pläne wie eine geplante Anexion nicht gerade Begeisterung hervorgerufen. Aber was Du da reinmalst ist falsch.
Dann träumen sie mal weiter. Vor gerade mal 6 Wochen sah es so aus:

"Die gewaltsamen Zusammenstöße vor der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem haben dem israelisch-jordanischen Verhältnis nachhaltig geschadet. Zu Beginn des islamischen Opferfests Eid al-Adha am 11. August war es dort zu Unruhen zwischen Muslimen und der israelischen Polizei gekommen. ... Das jordanische Außenministerium bestellte Anfang der Woche den israelischen Botschafter Amir Weissbrod ein - und ließ mitteilen: Das 4,4 Hektar große Areal sei ausschließlich für das Gebet von Muslimen bestimmt. ... Am Montag verabschiedeten jordanische Abgeordnete eine Resolution, in der sie ihre Regierung aufforderten, den Friedensvertrag mit Israel zu "überprüfen". ... Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Atef al-Tarawneh, forderte die Regierung auf, Israel darüber zu informieren, dass der Friedensvertrag in Gefahr sei." Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/jer ... -1.4573823
Es wird gemeinsame Veranstaltungen geben in den Hauptstädten. Es gibt auch zwei gemeinsame Essen. So kann man es jedenfalls seiner königlichen Hoheit in.einem kleinen Interview entnehmen in jordanischen /arabischen Medien. Was erwartest Du sonst ?

Viel mehr gabs nie
Es wäre keine Überraschung wenn es zum 25-jährigen Jubiläum Proteste in Jordanien gibt. Das Königreich Jordanien steht auf sehr wackeligen Beinen. Die Politik Israels wird es irgendwann zum Einsturz bringen.
Bei der Verpachtung geht es um auslaufende Verträge. Waren Teil der Friedensverträge. Glaub Bakura Tal.Laufzeit waren 25 Jahre. Jordanien möchte nicht verlängern. Kein Drama da es um wenige Hektar geht.
Hinter dem Ende des Pachtvertrages steckt gewaltige Symbolik.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 13:48

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 18:20)



Israel verdirbt es sich langsam aber sicher mit allen Staaten in der Region.


So ein Bullshit. Der Iran droht Israel fortlaufend und Du behauptest Israel wäre schuld. So einfach hätte ich es auch mal gerne.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 13:50

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:38)

Dann träumen sie mal weiter. Vor gerade mal 6 Wochen sah es so aus:


Die Politik Israels wird es irgendwann zum Einsturz bringen.


Geht es Dir eigentlich noch gut?
Was hat denn Israels Politik mit Jordanien zu tun? :rolleyes:
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 1. Okt 2019, 16:23

Ammianus hat geschrieben:(01 Oct 2019, 12:18)

Nein, glaub ich nicht. Was passiert wenn sie Gefahr nicht ernst nehmen, dass haben die meisten Juden tief verinnerlicht. Mit Ägypten und Jordanien waren Regelungen möglich. Bei den Mullahs in Teheran steht die Vernichtung Israels seit Anbeginn auf der Agende. Das ist Teil deren kranken in sich geschlossenen Denksystems: Nieder mit Israel, nieder mit den USA. Nicht umsonst erkennt man Islamofaschisten und Nazis an der Verwendung des Wortes "USrael".
Eine nichtpopulistische Regierung würde den Palästinenser entgegenkommen so weit es vertretbar ist - und deren radikale Kräfte würden das ablehnen, sabotieren und mit Gewaltakten provozieren. So haben die das schon immer gemacht. Aber dann würde halt jeder wieder sehen können, wie der Hase läuft.
Eine Lösung des Nahost-Konflikts kann man sich als realistisch Denkender so und so kaum vorstellen.
Aber was solls. Die Juden haben sich ihr Land zurückgeholt und dabei bleibt es. Und es lebt sich nicht schlecht in Israel. Und bis auf irgendwelche Radikalpazifisten und Ultra-Orthodoxe weiß dort jede und jeder, zu was ein Sturmgewehr so alles gut ist.


Es wäre ganz leicht die Hamas ins Unrecht zu setzen indem man z.B. Rechtssicherheit für die Palästinenser herstellt. o wie es jetzt läuft liefert man der Hamas ihre Argumente frei Haus.
(Bei militärischen Angriffen der Hamas darf es natürlich nie eine weiche Linie geben. Kein Pardon für Raketenangriffe)
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Vongole » Di 1. Okt 2019, 16:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:23)

Es wäre ganz leicht die Hamas ins Unrecht zu setzen indem man z.B. Rechtssicherheit für die Palästinenser herstellt. o wie es jetzt läuft liefert man der Hamas ihre Argumente frei Haus.
(Bei militärischen Angriffen der Hamas darf es natürlich nie eine weiche Linie geben. Kein Pardon für Raketenangriffe)

Die Araber in Israel haben Rechtssicherheit. Wie Israel diese in den Palästinensergebieten herstellen soll, bleibt dein Geheimnis.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Okt 2019, 16:48

Vongole hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:27)

Wie Israel diese in den Palästinensergebieten herstellen soll, bleibt dein Geheimnis.

Das will ich sehen, wie hier Gift und Galle gespuckt würde, wenn Israel mit der Armee in Gaza und im WJL einmarschiert, um die Terroristen zu entmachten. Die Frage ist auch, warum die üblichen Israel"kritiker" das Thema "Iran & USA - Ende der Feindschaft?" immer wieder auf Israel umlenken müssen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 17:07

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:23)

Es wäre ganz leicht die Hamas ins Unrecht zu setzen indem man z.B. Rechtssicherheit für die Palästinenser herstellt. o wie es jetzt läuft liefert man der Hamas ihre Argumente frei Haus.
(Bei militärischen Angriffen der Hamas darf es natürlich nie eine weiche Linie geben. Kein Pardon für Raketenangriffe)


Kamerad, es gibt kein Argument für terroristische Angriffe auf Israel. Hat Dir das niemand erklärt?
Araber, die in Israel leben, haben die gleichen Rechte.

Wenn die PAB in ihre Zukunftspläne die Vernichtung Israels schreibt, dann wunderst Du dich, warum die Israelis sich weigern einen Palästinenserstaat zuzulassen und sich die Bedingungen auch noch diktieren lassen? Auf welchem Stern lebst Du eigentlich.?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 17:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:48)

Das will ich sehen, wie hier Gift und Galle gespuckt würde, wenn Israel mit der Armee in Gaza und im WJL einmarschiert, um die Terroristen zu entmachten. Die Frage ist auch, warum die üblichen Israel"kritiker" das Thema "Iran & USA - Ende der Feindschaft?" immer wieder auf Israel umlenken müssen.



Hass macht blind und taub.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Vongole » Di 1. Okt 2019, 17:26

Wolverine hat geschrieben:(01 Oct 2019, 17:17)

Vollkommen richtig. Dazu gibt es ausreichend Artikel zum Nachlesen. Es ist immer wieder schwer, wenn User einen Strang schreddern, um wieder gegen Israel hetzen zu können.
Das Unwissen ist so dermaßen peinlich, dass ich manchmal an mich halten muss.

Die Schredderei ergibt schon Sinn, wenn man bemerkt, dass sich die Verteidiger der iran. Positionen entweder unter den "Israelkritkern" oder Antiamerikanern befinden,
und das ganz unabhängig von Netanjahu oder Trump. Eins von beiden ist nämlich immer schuld an allen Problemen im Nahen Osten.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 17:30

Vongole hat geschrieben:(01 Oct 2019, 17:26)

Die Schredderei ergibt schon Sinn, wenn man bemerkt, dass sich die Verteidiger der iran. Positionen entweder unter den "Israelkritkern" oder Antiamerikanern befinden,
und das ganz unabhängig von Netanjahu oder Trump. Eins von beiden ist nämlich immer schuld an allen Problemen im Nahen Osten.


Genauso ist es.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 1. Okt 2019, 18:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Oct 2019, 18:24)

Unterstellung. Keiner legitimiert Kriegstreiberei des Iran. Allerdings übersieht auch keiner die Kriegstreiberei der Amerikaner oder auch Saudis. Da rasen gleich mehrere Busse aufeinander zu. Erdogan mischt am Rande auch noch mit. Die Russen und Assad sowieso.

Die Amerikaner verneinen den Kriegseintritt bislang.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Vongole » Di 1. Okt 2019, 19:12

Für Aufräumarbeiten vorrübergehend geschlossen.

Mod.


Wieder offen, bitte beim Thema bleiben.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Okt 2019, 17:24

DarkLightbringer hat geschrieben:(01 Oct 2019, 18:26)

Die Amerikaner verneinen den Kriegseintritt bislang.

Jeder vermeidet den direkten Konflikt. Aber jeder setzt auf gezielte Provokationen um Druck auf den jeweils anderen aufzubauen. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Und es besteht die Gefahr dass einer einen Schritt zu weit geht. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Du weißt ja wie das geht. Öl ins Feuer gießen und so.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Mi 2. Okt 2019, 18:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Oct 2019, 17:24)

Jeder vermeidet den direkten Konflikt. Aber jeder setzt auf gezielte Provokationen um Druck auf den jeweils anderen aufzubauen. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Und es besteht die Gefahr dass einer einen Schritt zu weit geht. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Du weißt ja wie das geht. Öl ins Feuer gießen und so.

Vermeidet wirklich jeder den direkten Konflikt? Die Angriffe gegen saudische Ölanlagen kann man durchaus aus das Auslösen eines direkten Konflikts betrachen. Als "gezielte Provokation" geht das nämlich nur so lange durch, wie nicht hinreichend bewiesen ist, dass der Angriff vom Iran ausging. Sobald es bewiesen ist, ist es der von Dir zitierte "Schritt zu weit". Dann wäre es nämlich eine glasklare Kriegshandlung.

So betrachtet, stimmt es auch nicht, dass hier "jeder" auf gezielte Provokationen setzen würde. Weder die USA, noch Israel, noch die Saudis haben in dem Konflikt zivile Anlagen in anderen Staaten bombardiert oder Tanker in der Straße von Hormus in Brand gesteckt oder Raketen gegen einen Staat in Stellung gebracht, der mit dem iranisch-saudischen Konflikt nicht das geringste zu tun hat.

Mit Aussagen wie der oben zitierten, implizierst Du, dass die Schuld der Mullahs nicht größer sei als die von verschiedenen anderen Beteiligten und Nichtbeteiligten. Das ist falsch. Keine andere Nation verhält sich in dem Konflikt so gewalttätig und aggressiv wie der Iran. Mit Deinem Versuch der Gleichsetzung von "Provokationen" leugnest Du dies. Damit relativierst Du das schädliche Verhalten des Iran und das dadurch ausgelöste Blutvergießen.

Mir ist schon klar, dass es hier gemäß Threadthema um den Konflikt zwischen den USA und Iran geht. Dieser Konflikt wird aber unverständlich bleiben, wenn man Israel ignorieren will. Das Engagement der USA in der Region hängt in erster Linie mit dem Anspruch zusammen, Israel zu schützen. Da geht es nicht um Öl, da geht es nicht um Handelswege, da geht es nicht um Menschenrechte oder Demokratie - da geht es um das Existenzrecht Israels! Und an der Stelle machen die USA keine Kompromisse. Die Europäer sicher auch nicht. Genau das macht es so schwierig, mit einem "Partner" zu verhandeln, der ganz offen und ungeniert die Vernichtung Israels und der Juden anstrebt.

Wer hier behauptet, er wolle doch gar nicht den Iran verteidigen, sondern nur die persönliche Befindlichkeit der dortselbst herrschenden religiösen Fanatiker deutlich machen, der plädiert nolens volens dafür, dass deren Anspruch auf Vernichtung Israels und der Juden als "Verhandlungsthema" anerkannt werden sollte. Und das wird NIE! passieren!

Solange die persönliche Befindlichkeit dieser irren Fanatiker in Teheran die Vernichtung Israels verlangt, kann man mit denen über gar nichts verhandeln. Konsequenz daraus: Die Mullahs müssen "kapitulieren", ehe Verhandlungen möglich werden. Das geht nur durch Druck. Wie schon mehrfach betont, bin ich kein Freund von Trump. Ich hoffe sogar, dass er in die Geschichte eingeht als erster Präsident, der abgesetzt wird. Aber hinsichtlich Iran hat er vollkommen Recht!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 2. Okt 2019, 18:15

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Oct 2019, 17:24)

Jeder vermeidet den direkten Konflikt. Aber jeder setzt auf gezielte Provokationen um Druck auf den jeweils anderen aufzubauen. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Und es besteht die Gefahr dass einer einen Schritt zu weit geht. Das verstehe ich unter Kriegstreiberei. Du weißt ja wie das geht. Öl ins Feuer gießen und so.

Nun ja, potentieller KriegsEINTRITT der USA ist ein Sonderthema, der Krieg als solcher muss nicht angetrieben werden, er findet ja schon lange statt.
Das ist genau das, was auch Roosevelt seinerzeit sah und mit Quarantäne-Maßnahmen einzudämmen versuchte. Der Kriegseintritt erfolgte dann wegen Pearl Harbour.

Die Gefahr resultiert nicht aus der Eindämmung von Krieg und Terror, sondern aus der Nachgiebigkeit gegenüber derselben.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Okt 2019, 18:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(02 Oct 2019, 18:15)

Nun ja, potentieller KriegsEINTRITT der USA ist ein Sonderthema, der Krieg als solcher muss nicht angetrieben werden, er findet ja schon lange statt.
Das ist genau das, was auch Roosevelt seinerzeit sah und mit Quarantäne-Maßnahmen einzudämmen versuchte. Der Kriegseintritt erfolgte dann wegen Pearl Harbour.

Die Gefahr resultiert nicht aus der Eindämmung von Krieg und Terror, sondern aus der Nachgiebigkeit gegenüber derselben.

Du bist völlig auf dem Holzweg.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Okt 2019, 18:22

Kohlhaas hat geschrieben:(02 Oct 2019, 18:12)

Vermeidet wirklich jeder den direkten Konflikt? Die Angriffe gegen saudische Ölanlagen kann man durchaus aus das Auslösen eines direkten Konflikts betrachen. Als "gezielte Provokation" geht das nämlich nur so lange durch, wie nicht hinreichend bewiesen ist, dass der Angriff vom Iran ausging. Sobald es bewiesen ist, ist es der von Dir zitierte "Schritt zu weit". Dann wäre es nämlich eine glasklare Kriegshandlung.

So betrachtet, stimmt es auch nicht, dass hier "jeder" auf gezielte Provokationen setzen würde. Weder die USA, noch Israel, noch die Saudis haben in dem Konflikt zivile Anlagen in anderen Staaten bombardiert oder Tanker in der Straße von Hormus in Brand gesteckt oder Raketen gegen einen Staat in Stellung gebracht, der mit dem iranisch-saudischen Konflikt nicht das geringste zu tun hat.

Mit Aussagen wie der oben zitierten, implizierst Du, dass die Schuld der Mullahs nicht größer sei als die von verschiedenen anderen Beteiligten und Nichtbeteiligten. Das ist falsch. Keine andere Nation verhält sich in dem Konflikt so gewalttätig und aggressiv wie der Iran. Mit Deinem Versuch der Gleichsetzung von "Provokationen" leugnest Du dies. Damit relativierst Du das schädliche Verhalten des Iran und das dadurch ausgelöste Blutvergießen.

Mir ist schon klar, dass es hier gemäß Threadthema um den Konflikt zwischen den USA und Iran geht. Dieser Konflikt wird aber unverständlich bleiben, wenn man Israel ignorieren will. Das Engagement der USA in der Region hängt in erster Linie mit dem Anspruch zusammen, Israel zu schützen. Da geht es nicht um Öl, da geht es nicht um Handelswege, da geht es nicht um Menschenrechte oder Demokratie - da geht es um das Existenzrecht Israels! Und an der Stelle machen die USA keine Kompromisse. Die Europäer sicher auch nicht. Genau das macht es so schwierig, mit einem "Partner" zu verhandeln, der ganz offen und ungeniert die Vernichtung Israels und der Juden anstrebt.

Wer hier behauptet, er wolle doch gar nicht den Iran verteidigen, sondern nur die persönliche Befindlichkeit der dortselbst herrschenden religiösen Fanatiker deutlich machen, der plädiert nolens volens dafür, dass deren Anspruch auf Vernichtung Israels und der Juden als "Verhandlungsthema" anerkannt werden sollte. Und das wird NIE! passieren!

Solange die persönliche Befindlichkeit dieser irren Fanatiker in Teheran die Vernichtung Israels verlangt, kann man mit denen über gar nichts verhandeln. Konsequenz daraus: Die Mullahs müssen "kapitulieren", ehe Verhandlungen möglich werden. Das geht nur durch Druck. Wie schon mehrfach betont, bin ich kein Freund von Trump. Ich hoffe sogar, dass er in die Geschichte eingeht als erster Präsident, der abgesetzt wird. Aber hinsichtlich Iran hat er vollkommen Recht!


Ohne ein Verständnis dafür wie die Iraner ticken bleiben kommst du nicht weiter. Am Ende schreibst du ja selber dass du wie Trump eigentlich die Kapitulation der iranischen Führung forderst. Das wäre zwar schön, ist aber unrealistisch. Und so dreht sich die Eskalationsspirale immer weiter.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 2. Okt 2019, 18:27

Wenn man Dschihadisten verstehen will, empfehlen sich die Reden Nasrallahs, die es teils auch deutsch untertitelt gibt.
Da offenbart sich die komplette Vorstellungswelt wie auch der Ansatz, weshalb die "Achse" verschiedene Gesichter haben kann.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Mi 2. Okt 2019, 18:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Oct 2019, 18:17)

Du bist völlig auf dem Holzweg.

Mit dieser Aussage hast Du gerade die UN für überflüssig erklärt.

Welche Alternativen gibt es Deiner Meinung nach? Freies Spiel der Kräfte?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 2. Okt 2019, 18:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Oct 2019, 18:17)

Du bist völlig auf dem Holzweg.

Da scheiden sich eben die Wege. Die Eindämmung von Krieg kann aus meiner Sicht keinesfalls der Holzweg sein.
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