Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Orbiter1
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 30. Sep 2019, 18:20

Der Irak hat seine Untersuchungen über die Angriffe auf den Iran nahestehende Milizen abgeschlossen und kommt zum Ergebnis dass Israel dahintersteckt. Der irakische Premierminister Mahdi betrachtet Israel als den einzigen Staat in der Region der einen Krieg will.

"Investigations into the targeting of some Popular Mobilization Forces positions indicate that Israel carried it out,” Abdul Mahdi told Al Jazeera, marking the first time Baghdad has directly blamed the Jewish state for the strikes. The Qatari-funded TV network also quoted him as saying that “many indicators show that no one wants war in the region except for Israel,” Quelle: https://www.timesofisrael.com/iraqi-pm- ... -fighters/

Israel verdirbt es sich langsam aber sicher mit allen Staaten in der Region.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 30. Sep 2019, 18:33

Kohlhaas hat geschrieben:(30 Sep 2019, 17:27)

Danke für den motivierenden Hinweis. Leider konnte ich trotz jahrelanger Suche keine seriöse Publikation finden, die Deine "Argumentation" stützt. Sei doch bitte so lieb und verlink mir hier eine, damit ich mich weiterbilden kann und Dich nicht mehr mit unwillkommenen Meinungsäußerungen belästigen oder in Verlegenheit bringen muss. Danke im Voraus.


Das hast Du schonmal geschrieben und trotz Nachfrage schonmal nicht belegt. Ich frage deshalb nochmal: Welche "Stärke" hat der Iran, mit deren Hilfe er die USA zu IRGENDETWAS (!!!!) zwingen könnte? Welche "Stärke" soll das sein?

Oh, gut, dann sind wir uns zumindest darüber ja schonmal einig. Ein erster Schritt!

Was für eine absonderlieche Aussage....!

Erstens: Druck hat dann die größtmögliche und erwünschte Wirkung, wenn der "Gegner" erkennen muss, dass er keine andere Option hat als sich zu beugen.
Zweitens: Was interessiert es den Trump oder den Normalbürger in den USA, ob der Normalbürger im Iran das alles gut findet?
Drittens: Es ist schlicht eine dreckige Lüge, dass die USA dem Iran keine "gangbare Option" geliefert hätten, "dies zu ändern". Es wurden Verhandlungen angeboten. Über eine ganze Reihe von Themen. Der Iran hat dies abgelehnt. Es mag natürlich sein, dass dem normalsterblichen Bewohner des Iran dies nicht bewusst ist, weil die von Gott geleiteten Fanatiker an der Staatsspitze ihre Bürger nicht für qualifiziert genug halten, solche "Nebensächlichkeiten" zu wissen.

Na, warten wir es mal ab!

Das hängt nämlich immer davon ab, wie so ein Krieg verläuft. Eine "Invasion" des Iran könnte Trump seinen Stammwählern sicherlich nicht verkaufen. Von einer "Invasion" war aber auch nie die Rede. Eine Militäroperation, bei der "eine nennenswerte Zahl" amerikanischer Soldaten stirbt, wäre auch nicht gut für Trumps Wahlkampf. Welche Aussicht hat der Iran aber, für eine "nennenswerte Zahl" amerikanischer Todesopfer zu sorgen, wenn die US-Truppen "nur" Luftangriffe fliegen?

Jaja, ich weiß, Du äußerst immer wieder die Meinung, dass die USA sich wegen der erwiesenen Unüberwindlichkeit iranischer Waffenmacht jetzt Sorgen um ihreFlugzeugträger in der Golfregion machen müssen. Du bist allerdings der einzige Mensch auf der Welt, der diese Meinung nicht nur äußert, sondern sie auch wirklich hat.

Ich denke, Du trittst hier die ganze Zeit nur als Propagandist auf. Wie seinerzeit Comical-Ali.

Warum du völlig daneben liegst kannst du erkennen wenn du die Titelgeschichte des Spiegels der letzten Woche liest. Darin wird dir in aller Ausführlichkeit berichtet warum der Iran in der stärkeren Position ist.

Und es ist eine völlig abstruse Vorstellung zu meinen dass die iranische Führung sich beugen müsse oder dies tun werde. Andere Despoten haben dies auch nie getan.
Und jedem klar denkenden Menschen ist klar dass Trump nie eine gangbare Option angeboten hat. Nur dir wohl nicht. Trumps "Angebote" waren und sind eine kaum verhüllte Kapitulationsforderung.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Mo 30. Sep 2019, 18:45

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Sep 2019, 18:33)
Und es ist eine völlig abstruse Vorstellung zu meinen dass die iranische Führung sich beugen müsse oder dies tun werde. Andere Despoten haben dies auch nie getan.
Und jedem klar denkenden Menschen ist klar dass Trump nie eine gangbare Option angeboten hat. Nur dir wohl nicht. Trumps "Angebote" waren und sind eine kaum verhüllte Kapitulationsforderung.

Oh, verstehe. Andere Despoten haben das auch nie getan.... In welcher Welt lebst Du?

Aber lobpreise ruhig weiter die unüberwindliche Macht des Iran.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Mo 30. Sep 2019, 19:00

Adam Smith hat geschrieben:(30 Sep 2019, 17:50)

Selbst die Opposition im Iran dürfte die Forderungen von Trump ablehnen.

Gerade liberalere Kreise haben mit dieser Politik das Nachsehen. Man meint fast, das sei so geplant.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 30. Sep 2019, 19:10

Kohlhaas hat geschrieben:(30 Sep 2019, 18:45)

Oh, verstehe. Andere Despoten haben das auch nie getan.... In welcher Welt lebst Du?

Aber lobpreise ruhig weiter die unüberwindliche Macht des Iran.

Welche Lobpreisung?

Dir fehlt das Verständnis dafür wie andere denken. Darum kannst du die Reaktionen des Iran nicht verstehen sondern erklärst uns ständig dass der Iran schon irgendwann so reagieren wird wie du es dir wünschst. Dieser ganze Strang ist durchzogen von deinen Durchhalteparolen. Und die von Cobra und DarkLightbringer. Ständig Ankündigungen was passieren wird.
Zuletzt geändert von Alter Stubentiger am Mo 30. Sep 2019, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 30. Sep 2019, 20:07

imp hat geschrieben:(30 Sep 2019, 19:00)

Gerade liberalere Kreise haben mit dieser Politik das Nachsehen. Man meint fast, das sei so geplant.


Liberale Kreise äußern sich tatsächlich dahingehend, das das nicht dauernd mit rechten Dingen zugehen kann. Jedesmal, wenn eine Annäherung erfolgt, unter Clinton, dann unter Obama kommt ein Bush oder Trump und alles geht was dann wieder über Kopf und die Schreierei und Droherei beginnt.

Dahinter steckt die Vermutung, das die USA ein Feindbild brauchen. Egal, ob damit Basen in der für sie vital definierten Region begründet werden, ungeheure Waffenverkäufe oder Begründungen von exorbitanten Raketenschirmen, die man den Iran zu verdanken hätte, nicht etwa Russland oder China. Was davon unbelegbare Mutmaßungen, Verschwörungen oder einfach traurige Realpolitik ist, sei mal dahingestellt. Aber es wird geäußert. Nicht von Radikalen.

Damit macht man sich zumindest bei den ansprechbaren Iranern auch keine Freunde. Die plappern nicht nach, was die Hardliner sagen, die beobachten das selbst seit Jahrzehnten. Auch im Ausland.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Mo 30. Sep 2019, 20:13

King Kong 2006 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 20:07)

Liberale Kreise äußern sich tatsächlich dahingehend, das das nicht dauernd mit rechten Dingen zugehen kann. Jedesmal, wenn eine Annäherung erfolgt, unter Clinton, dann unter Obama kommt ein Bush oder Trump und alles geht was dann wieder über Kopf und die Schreierei und Droherei beginnt.

Dahinter steckt die Vermutung, das die USA ein Feindbild brauchen. Egal, ob damit Basen in der für sie vital definierten Region begründet werden, ungeheure Waffenverkäufe oder Begründungen von exorbitanten Raketenschirmen, die man den Iran zu verdanken hätte, nicht etwa Russland oder China. Was davon unbelegbare Mutmaßungen, Verschwörungen oder einfach traurige Realpolitik ist, sei mal dahingestellt. Aber es wird geäußert. Nicht von Radikalen.

Damit macht man sich zumindest bei den ansprechbaren Iranern auch keine Freunde. Die plappern nicht nach, was die Hardliner sagen, die beobachten das selbst seit Jahrzehnten. Auch im Ausland.

Es gab früher alternative Feindbilder, etwa Irak oder die Russen. Ob so sehr USA ein Feindbild Iran braucht, weiß ich nicht - es gibt alternative Feindbilder reichlich. Aber den Hardlinern im Iran kommt eine solche Entwicklung nicht ganz ungelegen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 30. Sep 2019, 20:28

imp hat geschrieben:(30 Sep 2019, 20:13)

Es gab früher alternative Feindbilder, etwa Irak oder die Russen. Ob so sehr USA ein Feindbild Iran braucht, weiß ich nicht - es gibt alternative Feindbilder reichlich. Aber den Hardlinern im Iran kommt eine solche Entwicklung nicht ganz ungelegen.

Natürlich. Das Feindbild Iran wird auch viel mehr von den Saudis und Israelis gebraucht. Die erleichtern es Trump natürlich sich auf den Iran zu fixieren. Vor allem nach dem der ja schon beim kleinen Raketenmann in Nordkorea seine Vorstellungen nicht durchdrücken konnte.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Ammianus » Mo 30. Sep 2019, 20:28

imp hat geschrieben:(30 Sep 2019, 20:13)

Es gab früher alternative Feindbilder, etwa Irak oder die Russen. Ob so sehr USA ein Feindbild Iran braucht, weiß ich nicht - es gibt alternative Feindbilder reichlich. Aber den Hardlinern im Iran kommt eine solche Entwicklung nicht ganz ungelegen.


Will man wissen, wie die Hardliner im Iran ticken, dann braucht man nur die ganzen Ausführungen im Muslim-Markt lesen. Özoguz hasst Rohani und die hinter ihm Stehenden. Leute wie der wissen, und das wissen auch die "Revolutionsgarden", dass ein nicht geringer Teil der iranischen Bevölkerung das Regime zum Teufel wünscht. Allerdings dürften die auch nicht gerade von einem Trump gegeistert sein. Der spielt den Fanatikern in die Hände.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 30. Sep 2019, 20:42

Ammianus hat geschrieben:(30 Sep 2019, 20:28)

Will man wissen, wie die Hardliner im Iran ticken, dann braucht man nur die ganzen Ausführungen im Muslim-Markt lesen. Özoguz hasst Rohani und die hinter ihm Stehenden. Leute wie der wissen, und das wissen auch die "Revolutionsgarden", dass ein nicht geringer Teil der iranischen Bevölkerung das Regime zum Teufel wünscht. Allerdings dürften die auch nicht gerade von einem Trump gegeistert sein. Der spielt den Fanatikern in die Hände.

Das versuchen so einige hier auszublenden.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mo 30. Sep 2019, 23:13

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 18:20)

Der Irak hat seine Untersuchungen über die Angriffe auf den Iran nahestehende Milizen abgeschlossen und kommt zum Ergebnis dass Israel dahintersteckt. Der irakische Premierminister Mahdi betrachtet Israel als den einzigen Staat in der Region der einen Krieg will.

"Investigations into the targeting of some Popular Mobilization Forces positions indicate that Israel carried it out,” Abdul Mahdi told Al Jazeera, marking the first time Baghdad has directly blamed the Jewish state for the strikes. The Qatari-funded TV network also quoted him as saying that “many indicators show that no one wants war in the region except for Israel,” Quelle: https://www.timesofisrael.com/iraqi-pm- ... -fighters/

Israel verdirbt es sich langsam aber sicher mit allen Staaten in der Region.


Nur mit pro schiitischen Staaten eigentlich oder Iran Schatten. Nicht so wichtig. Der Irak soll mal die Milizen auflösen. Genug zu tun. Israel wird für seine Sicherheit tun was es muss wenn es Angriffe erwartet.
Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit an.


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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 1. Okt 2019, 07:11

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 18:20)

Der Irak hat seine Untersuchungen über die Angriffe auf den Iran nahestehende Milizen abgeschlossen und kommt zum Ergebnis dass Israel dahintersteckt. Der irakische Premierminister Mahdi betrachtet Israel als den einzigen Staat in der Region der einen Krieg will.

"Investigations into the targeting of some Popular Mobilization Forces positions indicate that Israel carried it out,” Abdul Mahdi told Al Jazeera, marking the first time Baghdad has directly blamed the Jewish state for the strikes. The Qatari-funded TV network also quoted him as saying that “many indicators show that no one wants war in the region except for Israel,” Quelle: https://www.timesofisrael.com/iraqi-pm- ... -fighters/

Israel verdirbt es sich langsam aber sicher mit allen Staaten in der Region.

Die irakische Regierung befindet sich erheblich unter Druck der pro-islamisch-iranischen Milizen, die als Teherans Trojanisches Pferd wirken.

Israel ist entschiedener Gegner der "Achse" (Nasrallah), Partner der Friedensverträge und wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter der Westmächte.

Teherans trojanisches Pferd
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 75428.html
Zuletzt geändert von DarkLightbringer am Di 1. Okt 2019, 07:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 1. Okt 2019, 07:20

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Sep 2019, 17:23)

Du machst es dir wirklich einfach. Schwarz und weiß. 0 und 1. Binäres Denken.

Man muss ein bißchen Struktur reinbringen, Hauptsachen vor Nebensachen. Die Gliederung ist dann eher 1, 2, 3, im Detail 1.1, 1.2, 1.3 usw.

Ansonsten landet man in der Äquivalenz und verliert jeden Kompaß, alles ist gleich.
Dabei ist ein "moderater" Terrorist immer noch etwas völlig anderes als ein strammer Demokrat.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Di 1. Okt 2019, 08:22

Cobra9 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 23:13)

Nur mit pro schiitischen Staaten eigentlich oder Iran Schatten.
Das ist nicht richtig. Auch das Verhältnis zu Jordanien hat sich massiv verschlechtert. 2017 gab es 2 Tote Jordanier auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman, die Verpachtung von jordanischen Grenzgebieten an Israel soll nicht verlängert werden. Ende des Monats jährt sich der Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien zum 25. mal. Es wird keinerlei Gedenkveranstaltungen dazu geben, jedenfalls nicht von jordanischer Seite. Sollte Israel tatsächlich das Jordantal annektieren dürfte sich der Friedensvertrag erledigt haben.
Nicht so wichtig.
Für den Frieden in der Region ist das Verhältnis von Israel zu den anderen Staaten fundamental wichtig. Aber Israel geht offenbar davon aus es kann sich den Frieden selbst schaffen, falls erforderlich eben mit militärischer Gewalt.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Ammianus » Di 1. Okt 2019, 10:52

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 08:22)

Das ist nicht richtig. Auch das Verhältnis zu Jordanien hat sich massiv verschlechtert. 2017 gab es 2 Tote Jordanier auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman, die Verpachtung von jordanischen Grenzgebieten an Israel soll nicht verlängert werden. Ende des Monats jährt sich der Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien zum 25. mal. Es wird keinerlei Gedenkveranstaltungen dazu geben, jedenfalls nicht von jordanischer Seite. Sollte Israel tatsächlich das Jordantal annektieren dürfte sich der Friedensvertrag erledigt haben. Für den Frieden in der Region ist das Verhältnis von Israel zu den anderen Staaten fundamental wichtig. Aber Israel geht offenbar davon aus es kann sich den Frieden selbst schaffen, falls erforderlich eben mit militärischer Gewalt.


In Israel sind leider auch die Hardliner mehr oder weniger an der Macht. Netanjahu lässt sich gut in eine Reihe stellen mit Trump, Putin, Erdogan, Orban, Bolzonaro. Und all diese Leute sind, je nach Land unterschiedlich, mit Unterstützung ihrer Wählerschaft an die Macht gekommen. Das ist dann immer so die Hälfte der Bevölkerung. Gleiches gilt für den Brexit.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 12:04

Ammianus hat geschrieben:(01 Oct 2019, 10:52)

In Israel sind leider auch die Hardliner mehr oder weniger an der Macht. Netanjahu lässt sich gut in eine Reihe stellen mit Trump, Putin, Erdogan, Orban, Bolzonaro. Und all diese Leute sind, je nach Land unterschiedlich, mit Unterstützung ihrer Wählerschaft an die Macht gekommen. Das ist dann immer so die Hälfte der Bevölkerung. Gleiches gilt für den Brexit.


Ein Weichspüler in Israel an der Macht und der Staat wäre innerhalb eines Jahres verschwunden. In Israel braucht man Hardliner und die Welt sollte froh sein, dass Israel nicht auf jeden Angriff aus Gaza oder Syrien reagiert, sonst gäbe es schon lange einen Flächenbrand. Wer dem Iran traut sollte sich einliefern und einsperren lassen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Ammianus » Di 1. Okt 2019, 12:18

Wolverine hat geschrieben:(01 Oct 2019, 12:04)

Ein Weichspüler in Israel an der Macht und der Staat wäre innerhalb eines Jahres verschwunden. In Israel braucht man Hardliner und die Welt sollte froh sein, dass Israel nicht auf jeden Angriff aus Gaza oder Syrien reagiert, sonst gäbe es schon lange einen Flächenbrand. Wer dem Iran traut sollte sich einliefern und einsperren lassen.


Nein, glaub ich nicht. Was passiert wenn sie Gefahr nicht ernst nehmen, dass haben die meisten Juden tief verinnerlicht. Mit Ägypten und Jordanien waren Regelungen möglich. Bei den Mullahs in Teheran steht die Vernichtung Israels seit Anbeginn auf der Agende. Das ist Teil deren kranken in sich geschlossenen Denksystems: Nieder mit Israel, nieder mit den USA. Nicht umsonst erkennt man Islamofaschisten und Nazis an der Verwendung des Wortes "USrael".
Eine nichtpopulistische Regierung würde den Palästinenser entgegenkommen so weit es vertretbar ist - und deren radikale Kräfte würden das ablehnen, sabotieren und mit Gewaltakten provozieren. So haben die das schon immer gemacht. Aber dann würde halt jeder wieder sehen können, wie der Hase läuft.
Eine Lösung des Nahost-Konflikts kann man sich als realistisch Denkender so und so kaum vorstellen.
Aber was solls. Die Juden haben sich ihr Land zurückgeholt und dabei bleibt es. Und es lebt sich nicht schlecht in Israel. Und bis auf irgendwelche Radikalpazifisten und Ultra-Orthodoxe weiß dort jede und jeder, zu was ein Sturmgewehr so alles gut ist.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » Di 1. Okt 2019, 12:36

Ammianus hat geschrieben:(01 Oct 2019, 12:18)

Nein, glaub ich nicht. Was passiert wenn sie Gefahr nicht ernst nehmen, dass haben die meisten Juden tief verinnerlicht. Mit Ägypten und Jordanien waren Regelungen möglich. Bei den Mullahs in Teheran steht die Vernichtung Israels seit Anbeginn auf der Agende. Das ist Teil deren kranken in sich geschlossenen Denksystems: Nieder mit Israel, nieder mit den USA. Nicht umsonst erkennt man Islamofaschisten und Nazis an der Verwendung des Wortes "USrael".
Eine nichtpopulistische Regierung würde den Palästinenser entgegenkommen so weit es vertretbar ist - und deren radikale Kräfte würden das ablehnen, sabotieren und mit Gewaltakten provozieren. So haben die das schon immer gemacht. Aber dann würde halt jeder wieder sehen können, wie der Hase läuft.
Eine Lösung des Nahost-Konflikts kann man sich als realistisch Denkender so und so kaum vorstellen.
Aber was solls. Die Juden haben sich ihr Land zurückgeholt und dabei bleibt es. Und es lebt sich nicht schlecht in Israel. Und bis auf irgendwelche Radikalpazifisten und Ultra-Orthodoxe weiß dort jede und jeder, zu was ein Sturmgewehr so alles gut ist.


Ich denke halt, dass die Hardliner gut für Israel sind. Schlechte Erfahrungen mit dem Entgegenkommen gegenüber den Pal. gibt es ja genug. Aber deine Argumentation ist trotzdem gut. :)
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 1. Okt 2019, 12:50

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 08:22)

Das ist nicht richtig. Auch das Verhältnis zu Jordanien hat sich massiv verschlechtert. 2017 gab es 2 Tote Jordanier auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman, die Verpachtung von jordanischen Grenzgebieten an Israel soll nicht verlängert werden. Ende des Monats jährt sich der Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien zum 25. mal. Es wird keinerlei Gedenkveranstaltungen dazu geben, jedenfalls nicht von jordanischer Seite. Sollte Israel tatsächlich das Jordantal annektieren dürfte sich der Friedensvertrag erledigt haben. Für den Frieden in der Region ist das Verhältnis von Israel zu den anderen Staaten fundamental wichtig. Aber Israel geht offenbar davon aus es kann sich den Frieden selbst schaffen, falls erforderlich eben mit militärischer Gewalt.



Ohja Jordanien wird morgen den Friendsvertrag kündigen. Die Beziehungen zwischen Israel und Jordanien sind aktuell relativ gut. Natürlich haben einige Pläne wie eine geplante Anexion nicht gerade Begeisterung hervorgerufen. Aber was Du da reinmalst ist falsch.


Es wird gemeinsame Veranstaltungen geben in den Hauptstädten. Es gibt auch zwei gemeinsame Essen. So kann man es jedenfalls seiner königlichen Hoheit in.einem kleinen Interview entnehmen in jordanischen /arabischen Medien. Was erwartest Du sonst ?

Viel mehr gabs nie

Bei der Verpachtung geht es um auslaufende Verträge. Waren Teil der Friedensverträge. Glaub Bakura Tal.Laufzeit waren 25 Jahre. Jordanien möchte nicht verlängern. Kein Drama da es um wenige Hektar geht.

Auch in Jordanien ist mittlerweile klar das zumindest eine der zu Tode gekommen Personen nicht ganz unschuldig an der Eskalation waren. Selbst die palästinensische Seite der jordanischen Bevölkerung sieht das ein. Die Sache ist gelöst worden diplomatisch.

Ja Beziehungen sind dynamisch und oft bei der jeweiligen Bevölkerung emotional. Aber wenn es danach ginge müsste Israel jedes Land arabischer Natur als Feind betrachten. In Jordanien regiert das Königshaus, nicht der Iran.

Nur zum merken
Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit an.


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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 1. Okt 2019, 13:02

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Oct 2019, 08:22)

Das ist nicht richtig. Auch das Verhältnis zu Jordanien hat sich massiv verschlechtert. 2017 gab es 2 Tote Jordanier auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman, die Verpachtung von jordanischen Grenzgebieten an Israel soll nicht verlängert werden. Ende des Monats jährt sich der Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien zum 25. mal. Es wird keinerlei Gedenkveranstaltungen dazu geben, jedenfalls nicht von jordanischer Seite. Sollte Israel tatsächlich das Jordantal annektieren dürfte sich der Friedensvertrag erledigt haben. Für den Frieden in der Region ist das Verhältnis von Israel zu den anderen Staaten fundamental wichtig. Aber Israel geht offenbar davon aus es kann sich den Frieden selbst schaffen, falls erforderlich eben mit militärischer Gewalt.

Israel ist nicht das Problem, sondern vielmehr der Iran der Mullahs. Das gilt ja auch für die iranischen Bürger selbst.
Der israelisch-jordanisch-ägyptische Friedensvertrag ist nicht das Problem, sondern der grenzüberschreitende Terrorismus.
Gedenkveranstaltungen sind nicht das Problem, sondern eine bedenkenlose Appeasementpolitik.
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