Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Kohlhaas
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Do 25. Jul 2019, 17:58

Audi hat geschrieben:(25 Jul 2019, 17:37)

Haben die Briten ihrerseits Völkerrecht verletzt - und die Iraner nur darauf reagiert?

Komplizierter ist die Beurteilung des Zwischenfalls in der Straße von Gibraltar, der vermutlich hinter dem iranischen Sperrversuch steht. Anfang Juli haben die Briten dort einen Tanker mit iranischem Öl auf dem Weg nach Syrien gestoppt, und zwar unter Berufung auf die EU-Sanktionen gegen Syrien. "Ginge es um Wirtschaftssanktionen des UN-Sicherheitsrats, wäre das kein Problem", sagt Heinegg. Einseitige Sanktionen dagegen, ob nun von der EU oder von den USA verhängt, legitimieren nach seiner Einschätzung dagegen nicht ohne Weiteres dazu, fremde Schiffe zu stoppen. Haben die Briten also ihrerseits Völkerrecht verletzt - und die Iraner nur darauf reagiert?
Heinegg hält die Aktion der britischen Marine dennoch für gerechtfertigt - mit einer anderen Überlegung. Völkerrecht beruht nicht nur auf schriftlichen Abkommen, sondern bildet sich auch durch die Praxis einer Staatenmehrheit heraus; man nennt das Völkergewohnheitsrecht. Die Völkerrechtskommission der UN legt solche Prinzipien gelegentlich schriftlich nieder, etwa in einem Entwurf zur Staatenverantwortlichkeit von 2001. Dort ist vom Recht zu "Gegenmaßnahmen" gegen einen Völkerrechtsbruch die Rede. Stuft man nun eine Öllieferung an einen Staat, der gegen die eigene Bevölkerung Krieg führt, als eine Art völkerrechtswidrige Beihilfe ein, dann wäre der Stopp des Tankers eine erlaubte Gegenmaßnahme - auch ohne die Berufung auf EU-Sanktionen. Das sei freilich umstritten, räumt Heinegg ein. Vor Gericht wäre man da wohl in Gottes Hand.

https://www.sueddeutsche.de/politik/see ... -1.4521591

Das mag so sein. In Europa befinden darüber aber Gerichte, und zwar auf Grundlage von Gesetzen und mit dem Hinweis auf Widerspruchsmöglichkeiten. Im Iran tun das Mullahs, die das Prinzip "Auge um Auge" als Rechtsgrundlage betrachen. Erkennst Du den Unterschied?

Man muss sich schon verbiegen um die Britische Aktion zu rechtfertigen.

Keineswegs. Man muss nur ein Gericht anrufen, um herauszufinden, ob die britische Aktion gerechtfertigt war. Wen kann man im Gegenzug anrufen, um herauszufinden, ob die Aktion des Iran gerechtfertigt war? Meinem Eindruck nach nur Gott.

Du plädierst die ganze Zeit dafür, dass im "politischen Verkehr zwischen den Völkern" das Recht des Stärkeren herrschen sollte. Okay, wenn das so ist, dann sollte die EU meiner Ansicht nach jetzt langsam mal klar machen, wer der Stärkere ist.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Do 25. Jul 2019, 18:02

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 17:57)

Und nochmal zur Erinnerung. Gibraltar hat erst 36 Stunden vor Beschlagnahmung des iranischen Tankers die Sanktionsregularien so upgedatet dass die Beschlagnahmung überhaupt (wenn auch auf völkerrechtlich in Frage stehend) möglich wurde. Oder in Kurzform. Verarschen können sich die Iraner auch selbst. Dazu brauchen sie nicht den US-Pudel Großbritannien. Im übrigen hat diese Beschlagnahmung des iranischen Öltankers durch Großbritannien die Iraner geschlossen hinter ihre Regierung gebracht.

Was genau hat der absolutistisch herrschende "Chef" von Gibraltar denn an den Sanktionsregularien geändert? Sind die "Änderungen" etwa nicht konform mit europäischem Recht???? Warum klagt dann niemand dagegen? In diesem überbürokratisierten Europa kann man doch angeblich schon klagen, wenn eine Banane nicht krumm genug ist.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Audi » Do 25. Jul 2019, 18:05

Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jul 2019, 17:58)

Das mag so sein. In Europa befinden darüber aber Gerichte, und zwar auf Grundlage von Gesetzen und mit dem Hinweis auf Widerspruchsmöglichkeiten. Im Iran tun das Mullahs, die das Prinzip "Auge um Auge" als Rechtsgrundlage betrachen. Erkennst Du den Unterschied?


Keineswegs. Man muss nur ein Gericht anrufen, um herauszufinden, ob die britische Aktion gerechtfertigt war. Wen kann man im Gegenzug anrufen, um herauszufinden, ob die Aktion des Iran gerechtfertigt war? Meinem Eindruck nach nur Gott.

Du plädierst die ganze Zeit dafür, dass im "politischen Verkehr zwischen den Völkern" das Recht des Stärkeren herrschen sollte. Okay, wenn das so ist, dann sollte die EU meiner Ansicht nach jetzt langsam mal klar machen, wer der Stärkere ist.

Entweder gibt es freie Schifffahrt oder jeder kann Mal eins aufbringen. Gerichte hin oder her der iranische tanker würde illegal gekapert und England hat die Rechnung bekommen. Was ich davon halte ist doch völlig wurscht. Das nächste Mal sollte an das internationale Recht halten oder mit den Folgen leben. Das zieht sich wie ein Band im Westen. Diese Doppelmoral usw.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Do 25. Jul 2019, 18:07

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 15:00)
Ach das Thema ist die gesamte Region Mittelmeer, Nordafrika und naher Osten. Entschuldige das ich gedacht habe das Thema ist der Iran hier.

Aber sicher doch. Schließlich erzählt DLB immer vom persischen Bogen vom Iran über Irak, Syrien, Libanon, Gaza, Jemen, mit Tentakeln nach Afghanistan, Libyen und wer weis wohin. Das ist das Spielfeld. Und wenn da in den letzten 10 - 40 Jahren - je nach Opportunität - irgendwo ein Sack Reis umgefallen ist, waren mit Sicherheit die Schwarzröcke schuld.

Dass die Amerikaner 2003 im Irak einmarschiert sind, hatte Nix mit Saddam oder Al Quaida zu tun. Diesen Floh haben die raffinierten iranischen Bösewichte den Amerikanern ins Ohr gesetzt, die auch prompt drauf rein gefallen sind. Die wollten einfach Saddam los werden. Oder, der Arabische Frühling - eindeutig eine Inszenierung der Mullahs mit dem Ziel, sich dann in den destabilisierten Ländern breit zu machen. Hat ja auch geklappt, nicht wahr.

Du siehst, man muss nur genau hin schauen und schon hoppst ein Mullah aus der Schachtel.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Do 25. Jul 2019, 18:15

Audi hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:05)

Entweder gibt es freie Schifffahrt oder jeder kann Mal eins aufbringen. Gerichte hin oder her der iranische tanker würde illegal gekapert und England hat die Rechnung bekommen. Was ich davon halte ist doch völlig wurscht. Das nächste Mal sollte an das internationale Recht halten oder mit den Folgen leben. Das zieht sich wie ein Band im Westen. Diese Doppelmoral usw.
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Ja, genau, was Du davon hältst, ist völlig wurscht. Das hast Du gut erkannt, erzählst aber trotzdem weiterhin so einen Unsinn. Erzählst uns trotzdem, dass England den Tanker "illegal gekapert" habe, obwohl ein Gericht das als legal definiert hat...

Entscheidend ist eben nicht, was DU darüber denkst. Entscheidend ist, was Gerichte davon halten. Die Festsetzung des iranischen Tankers ist von einem Gericht bestätigt worden. Dieses Gericht hat keine willkürliche Entscheidung irgendeines Gibraltar-Beamten legitimisiert, sondern AUFGRUND VON GESETZEN über Recht oder Unrecht entschieden - und zudem noch über RECHTSMITTEL dagegen informiert. Ich verwette mein letztes Hemd, dass jenes Gericht NICHT entschieden hat, dass die Kaperung eines britischen Tankers in der Straße von Hormus als "legitimes Rechtsmittel" anzusehen ist. Warum hat Iran von den legitimen Rechtsmitteln, die das Gericht aufgezeigt hat, keinen Gebrauch gemacht?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Jul 2019, 18:21

Audi hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:05)

Entweder gibt es freie Schifffahrt oder jeder kann Mal eins aufbringen. Gerichte hin oder her der iranische tanker würde illegal gekapert und England hat die Rechnung bekommen. Was ich davon halte ist doch völlig wurscht. Das nächste Mal sollte an das internationale Recht halten oder mit den Folgen leben. Das zieht sich wie ein Band im Westen. Diese Doppelmoral usw.
Was soll denn das, USA ruft an und schon kapern die Briten ein Schiff ohne un Sanktionen

Jeder kann zivile Schiffe kapern, natürlich. Am Horn von Afrika gab es mal ein ganz ähnliches Problem, bis man gegen die Piraten etwas robuster vorgegangen ist.

Ein militärischer Geleitschutz wird für mehr Sicherheit in den internationalen Gewässern sorgen.

Die britische Marine soll ab sofort Handelsschiffe unter britischer Flagge durch die Straße von Hormus eskortieren.
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ormus.html
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Jul 2019, 18:28

Troh.Klaus hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:07)

Aber sicher doch. Schließlich erzählt DLB immer vom persischen Bogen vom Iran über Irak, Syrien, Libanon, Gaza, Jemen, mit Tentakeln nach Afghanistan, Libyen und wer weis wohin. Das ist das Spielfeld. Und wenn da in den letzten 10 - 40 Jahren - je nach Opportunität - irgendwo ein Sack Reis umgefallen ist, waren mit Sicherheit die Schwarzröcke schuld.

Dass die Amerikaner 2003 im Irak einmarschiert sind, hatte Nix mit Saddam oder Al Quaida zu tun. Diesen Floh haben die raffinierten iranischen Bösewichte den Amerikanern ins Ohr gesetzt, die auch prompt drauf rein gefallen sind. Die wollten einfach Saddam los werden. Oder, der Arabische Frühling - eindeutig eine Inszenierung der Mullahs mit dem Ziel, sich dann in den destabilisierten Ländern breit zu machen. Hat ja auch geklappt, nicht wahr.

Du siehst, man muss nur genau hin schauen und schon hoppst ein Mullah aus der Schachtel.

Wie ich sehe, passt du gut auf. Aber das mit dem Buzzword "Irak 2003", also daran müssen wir noch arbeiten. ;)

Ob die Befreiung von Saddam Hussein nun gut oder schlecht war, darüber lässt sich streiten. Für viele Iraker, darunter Kurden, war das schon ein Akt der Befreiung.
Gleichzeitig begann eine iranische Einflußnahme, die mittlerweile zu einer Libanonisierung des Landes geführt hat. Es sei auf die Badr-Milizen verwiesen.
Ein iranischer Abgeordneter sagte mal - mit Stolz - man habe jetzt vier arabische Hauptstädte unter Kontrolle. Dazu zählt zweifellos Bagdad.

Und der Krieg geht weiter.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Do 25. Jul 2019, 18:35

Audi hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:05)Gerichte hin oder her der iranische tanker würde illegal gekapert und England hat die Rechnung bekommen.
(...)
Diese Doppelmoral usw.
Was soll denn das, USA ruft an und schon kapern die Briten ein Schiff ohne un Sanktionen

Fällt eigentlich niemandem auf, dass niemand das Öl zu vermissen scheint, das der Supertanker in Gibraltar geladen hat????

Dieser Supertanker wollte ins Mittelmeer einfahren. So furchtbar viele Anrainer-Staaten gibt es da ja nun nicht. Wer ist eigentlich der Empfänger des Öls? Der hätte sich doch inzwischen mal melden können, oder nicht? "Hey, Leute, warum haltet Ihr diesen Tanker fest? Wir haben diese Öl bestellt und bezahlt und brauchen das jetzt ganz, ganz dringend...." Hat sich niemand hier die Frage gestellt, warum niemand diese Öllieferung zu vermissen scheint?

Soviel zum Thema "Doppelmoral".
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Do 25. Jul 2019, 18:39

Troh.Klaus hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:07)

Aber sicher doch. Schließlich erzählt DLB immer vom persischen Bogen vom Iran über Irak, Syrien, Libanon, Gaza, Jemen, mit Tentakeln nach Afghanistan, Libyen und wer weis wohin. Das ist das Spielfeld. Und wenn da in den letzten 10 - 40 Jahren - je nach Opportunität - irgendwo ein Sack Reis umgefallen ist, waren mit Sicherheit die Schwarzröcke schuld.

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Du siehst, man muss nur genau hin schauen und schon hoppst ein Mullah aus der Schachtel.



Na ja ich seh das durchaus in Teilen anders. Es ist schon richtig das der Einmarsch in den Irak ein großer Fehler war. Nüchtern betrachtet hat man mit der Entfernung von Sadam einen stabilen Faktor entfernt. Was der Iran ausgenutzt hat für sich. Im Prinzip streng genommen haben die Usa hier Mist gebaut und der Iran hätte die Lage streng genommen nicht nutzen dürfen
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Do 25. Jul 2019, 18:41

Audi hat geschrieben:(25 Jul 2019, 17:37)

Haben die Briten ihrerseits Völkerrecht verletzt - und die Iraner nur darauf reagiert?

Komplizierter ist die Beurteilung des Zwischenfalls in der Straße von Gibraltar, der vermutlich hinter dem iranischen Sperrversuch steht. Anfang Juli haben die Briten dort einen Tanker mit iranischem Öl auf dem Weg nach Syrien gestoppt, und zwar unter Berufung auf die EU-Sanktionen gegen Syrien. "Ginge es um Wirtschaftssanktionen des UN-Sicherheitsrats, wäre das kein Problem", sagt Heinegg. Einseitige Sanktionen dagegen, ob nun von der EU oder von den USA verhängt, legitimieren nach seiner Einschätzung dagegen nicht ohne Weiteres dazu, fremde Schiffe zu stoppen. Haben die Briten also ihrerseits Völkerrecht verletzt - und die Iraner nur darauf reagiert?
Heinegg hält die Aktion der britischen Marine dennoch für gerechtfertigt - mit einer anderen Überlegung. Völkerrecht beruht nicht nur auf schriftlichen Abkommen, sondern bildet sich auch durch die Praxis einer Staatenmehrheit heraus; man nennt das Völkergewohnheitsrecht. Die Völkerrechtskommission der UN legt solche Prinzipien gelegentlich schriftlich nieder, etwa in einem Entwurf zur Staatenverantwortlichkeit von 2001. Dort ist vom Recht zu "Gegenmaßnahmen" gegen einen Völkerrechtsbruch die Rede. Stuft man nun eine Öllieferung an einen Staat, der gegen die eigene Bevölkerung Krieg führt, als eine Art völkerrechtswidrige Beihilfe ein, dann wäre der Stopp des Tankers eine erlaubte Gegenmaßnahme - auch ohne die Berufung auf EU-Sanktionen. Das sei freilich umstritten, räumt Heinegg ein. Vor Gericht wäre man da wohl in Gottes Hand.

https://www.sueddeutsche.de/politik/see ... -1.4521591

Man muss sich schon verbiegen um die Britische Aktion zu rechtfertigen.
Keine UN Sanktionen und die Seestraße ist frei befahrbar. Nur weil US Herrchen schnipst bringen sich die Briten in so eine Lage :rolleyes:

Wie würden die Überschriften lauten wenn die Iraner in der Straße von Hormus ein deutsches Schiff, aufbringen und den Kapitän festsetzen weil die Vermutung besteht, dass Kapitän und Besatzung gegen die iranischen Sanktionen gegen die USA verstoßen haben?


Man hat juristisch korrekt gehandelt. Das kann man drehen wie man will. Ich würde mal auf die bisherigen Entscheidungen des betreffenden Gericht verweisen inkl. Informationen.

Die Sesstraße vor Gribaltar gehören zu Großbritannien, so die Entscheidung bisher der zuständigen Un Gremien. In hoheitlichen Gewässern hat jeder Staat das Recht auch Schiffe zu stoppen usw. da es sich wenig anders verhält in hoheitlichen Gewässern wie an Land. Da dürfen Sicherheitskräfte auch mit einem Gerichtsbeschluss eine Beschlagnahme durchführen.

Was dann danach passiert ist zu klären im.Verfahren. was passiert. In den Gewässern des Oman hat der iran nichts zu suchen und noch weniger irgendwelche Befugnisse. Frankreich hätte dort auch nichts zu tun



Du versuchst lediglich die Handlung des Iran zu legitimieren und das Recht des Stärkeren gelten zu lassen
Zuletzt geändert von Cobra9 am Do 25. Jul 2019, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Jul 2019, 18:42

Die deutsche Bundesregierung ließ am 24. verlauten, man stehe in engem Kontakt mit Paris und London, konzeptionelle Pläne hätte man noch nicht, aber es sei klar, dass man sich für die Deeskalation am Persischen Golf einsetze. Dies unterscheide sich von der Strategie des maximalen Drucks.
Den Iran habe man unmissverständlich dazu aufgefordert, den Tanker und die Crew umgehend freizulassen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Audi » Do 25. Jul 2019, 18:48

Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:15)

Ja, genau, was Du davon hältst, ist völlig wurscht. Das hast Du gut erkannt, erzählst aber trotzdem weiterhin so einen Unsinn. Erzählst uns trotzdem, dass England den Tanker "illegal gekapert" habe, obwohl ein Gericht das als legal definiert hat...

Entscheidend ist eben nicht, was DU darüber denkst. Entscheidend ist, was Gerichte davon halten. Die Festsetzung des iranischen Tankers ist von einem Gericht bestätigt worden. Dieses Gericht hat keine willkürliche Entscheidung irgendeines Gibraltar-Beamten legitimisiert, sondern AUFGRUND VON GESETZEN über Recht oder Unrecht entschieden - und zudem noch über RECHTSMITTEL dagegen informiert. Ich verwette mein letztes Hemd, dass jenes Gericht NICHT entschieden hat, dass die Kaperung eines britischen Tankers in der Straße von Hormus als "legitimes Rechtsmittel" anzusehen ist. Warum hat Iran von den legitimen Rechtsmitteln, die das Gericht aufgezeigt hat, keinen Gebrauch gemacht?

Welches Gericht hat es denn als legal eingestuft? Das britische? :D
Fakt ist es war auf Befehl der Amerikaner und das nächste Mal sollte man sich Gedanken machen ob man es noch einmal macht.
Das Schiff hatte nichts verletzt es wurde klar kommuniziert, dass dieses Schiff gekapert wurde weil es USA angeordnet hat. Recht hin oder her, Resultat sehen wir
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Audi » Do 25. Jul 2019, 18:51

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:41)

Man

Ja man, so schaut's aus
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Jul 2019, 18:53

„Wir wollen da dabei sein“
Bundesregierung bereit zu Bundeswehr-Einsatz in Straße von Hormus
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 63132.html

Laut diesem Bericht sei die Entscheidung gefallen. Damit würde Berlin den Verbündeten nicht im Stich lassen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 19:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:53)

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 63132.html

Laut diesem Bericht sei die Entscheidung gefallen. Damit würde Berlin den Verbündeten nicht im Stich lassen.

Sie beugen sich der Führung. Selbständig hätte man sich dazu nicht aufraffen können. Der Deutsche braucht den Leitwolf.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Do 25. Jul 2019, 20:14

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 15:11)
Einen Rechtsstreit hätte man wenn der Iran vor einem britischen Gericht die Beschlagnahme anfechten würde und diesem Gericht beweisen würde das die Vorwürfe nicht stimmen.

Dem Iran resp. der Schiffsbesatzung werden Straftaten vorgeworfen. Müssten da nicht die britischen Staatsanwälte den Schuld-Beweis führen?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Jul 2019, 20:21

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:53)

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 63132.html

Laut diesem Bericht sei die Entscheidung gefallen. Damit würde Berlin den Verbündeten nicht im Stich lassen.
Dafür hat der Verbündete, sprich der Boris, heute verkündet dass GB die bereits zugesagten 39 Mrd € Restzahlung für den Brexit nicht zahlen wird, wenn die EU den Austrittsvertrag nicht schleunigst nach den Vorgaben von GB ändert. So jemand ist kein Verbündeter sondern ein Feind. Im übrigen ist noch gar nicht klar wie die neue britische Regierung über das Thema Geleitschutz denkt.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 20:24

Schaun wir mal, ob BoJo es schafft, den EUisten einzuheizen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Jul 2019, 20:29

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 20:21)

Dafür hat der Verbündete, sprich der Boris, heute verkündet dass GB die bereits zugesagten 39 Mrd € Restzahlung für den Brexit nicht zahlen wird, wenn die EU den Austrittsvertrag nicht schleunigst nach den Vorgaben von GB ändert. So jemand ist kein Verbündeter sondern ein Feind. Im übrigen ist noch gar nicht klar wie die neue britische Regierung über das Thema Geleitschutz denkt.

Wenn die E3-Mächte in Sicherheitsfragen nicht zusammen halten, dann ist die europäische Idee zumindest auf Eis gelegt.
Die Feinde der E3 und die Feinde der westlichen Allianz sind auch die Feinde Deutschlands.

Premier Johnson sieht das Umschriebene übrigens anders. Man wolle gern verhandeln, die EU sei aber derzeit nicht bereit dazu.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Do 25. Jul 2019, 20:41

Kohlhaas hat geschrieben:(25 Jul 2019, 18:35)
Dieser Supertanker wollte ins Mittelmeer einfahren. So furchtbar viele Anrainer-Staaten gibt es da ja nun nicht. Wer ist eigentlich der Empfänger des Öls? Der hätte sich doch inzwischen mal melden können, oder nicht? "Hey, Leute, warum haltet Ihr diesen Tanker fest? Wir haben diese Öl bestellt und bezahlt und brauchen das jetzt ganz, ganz dringend...." Hat sich niemand hier die Frage gestellt, warum niemand diese Öllieferung zu vermissen scheint?

Wenn das Zielland befürchten muss, für diese Unbotmäßigkeit, iranisches Öl zu kaufen, gleich selbst sanktioniert zu werden, hält man sich vielleicht lieber bedeckt.
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