Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Senexx » Fr 26. Jul 2019, 10:42

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 10:41)

Dann wäre es aber klug, mit der Pax Americana noch ein wenig zu warten und nicht dem erst-besten Caligula hinterher zu schleimen.


Es sieht nicht nach Pax Americana aus, sondern eher nach Isolationismus.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Jul 2019, 12:34

Dieses gesetzeswidrige Verhalten der brasilianischen Regierung wurde nun vom obersten brasilianischen Gericht beendet. Die iranischen Schiffe müssen betankt werden.

"Brazil’s top court has ordered on Thursday that state-controlled oil company Petrobras refuel two Iranian grain vessels stranded near the Paranagua port for a month unable to head back to the Middle East due to lack of fuel." Quelle: https://www.reuters.com/article/brazil- ... KE6N22J00H

Bolsonaro ist auch nur ein erbärmlicher, rassistischer, klimawandelleugnender US-Pudel.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 13:35

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 12:34)

Dieses gesetzeswidrige Verhalten der brasilianischen Regierung wurde nun vom obersten brasilianischen Gericht beendet. Die iranischen Schiffe müssen betankt werden.

"Brazil’s top court has ordered on Thursday that state-controlled oil company Petrobras refuel two Iranian grain vessels stranded near the Paranagua port for a month unable to head back to the Middle East due to lack of fuel." Quelle: https://www.reuters.com/article/brazil- ... KE6N22J00H

Bolsonaro ist auch nur ein erbärmlicher, rassistischer, klimawandelleugnender US-Pudel.


Ja ist klar. Jeder Mensch, Staat oder eine Organisation eventuell Unternehmen nicht Heil Iran ruft ist ein Us Pudel :)

Übrigens Petroleo Brasileiro SA hat Berufung angekündigt sowie bereits eingereicht. Außerdem beim Gericht ähnlich unserem Verwaltungsgericht das Gegenstück zu einer einstweiligen Verfügung beantragt. Es könnte sein das dem Iran sein Urteil dann erstmal wenig nützt. Auch brasilianische Behörden möchten aktiv werden.

So berichten brasilianische Medien. Ich glaube Brasilien wird das rechtsstaatlich klären mit der gegebenen Genauigkeit die es braucht. Immer mit der Ruhe :)

Ich denke Wir werden übrigens einige interessante Entwicklungen in Bezug zu Sanktionen betreffend den Iran in den nächsten drei,vier Monaten erleben. Ob das dem Iran gefallen wird bleibt dann abzuwarten.

Ich hoffe mal der Iran wird vernünftig und versucht ernsthaft in Verhandlungen zu treten. Wir werden das in Ruhe abwarten können sowie die Entwicklung abwarten.

In einem Bereich muss Ich dem Iran dankbar sein. ;)
Maritime Security ist am Golf derzeit seeeeeeeehhhhhhr gefragt. Gut für meinen aktuellen Job Bereich :D

Ich empfehle zwar grundsätzlich keine bewaffneten Wachen auf Handelsschiffen im Golf meiner Kundschaft, es gibt auch offizielle Warnungen. Aber nicht wenige Unternehmen heuern trotzdem Security Operators an.Q Ein Standard 8-12 Mann Team ist in der Regel ausreichend schwerer bewaffnet um auch Schnellboote, Hubschrauber auf Abstand zu halten und Angreifer effektiv zu neutralisieren. Das soll wohl die notwendige Zeit verschaffen bis die Kavallerie eintrifft.

Ich hoffe mal es kommt zu keiner problematischen Situation.

Sogar in der Straße von Hormus gibts neuerdings Piraten. Und das wo Staaten wie der Iran doch angebliche die Sicherheit in der Straße quasi garantieren :eek:
Zuletzt geändert von Cobra9 am Fr 26. Jul 2019, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 13:54

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 13:35)
So berichten brasilianische Medien. Ich glaube Brasilien wird das rechtsstaatlich klären mit der gegebenen Genauigkeit die es braucht. Immer mit der Ruhe :)

Was weiß man denn über die Begründung für die Weigerung, diese Schiffe zu betanken. Korn-Transport hört sich jetzt nicht besonders sanktionswürdig an. Waren Nahrungsmittel und Medikamente bei den Sanktionen nicht ausgenommen?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 14:02

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 13:54)

Was weiß man denn über die Begründung für die Weigerung, diese Schiffe zu betanken. Korn-Transport hört sich jetzt nicht besonders sanktionswürdig an. Waren Nahrungsmittel und Medikamente bei den Sanktionen nicht ausgenommen?


Ich hab dazu keine regelkonforme Quellen gem. Nutzungsbedingungen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 14:08

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 14:02)
Ich hab dazu keine regelkonforme Quellen gem. Nutzungsbedingungen.

Aber Du könntest doch den Inhalt Deiner Quelle hier zum Besten geben. Oder ist das auch nicht regel-konform?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 14:41

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 14:08)

Aber Du könntest doch den Inhalt Deiner Quelle hier zum Besten geben. Oder ist das auch nicht regel-konform?


Wenn Du das akzeptierst. Erstmal wurde sich nur geweigert. Dann gings etwas komplizierter zu.im Grund plädiert die Petroleo Brasileiro SA damit das Sie als Unternehmen sich die Kunden aussuchen könne, man den Verdacht hege die Schiffe seien an illegalen Aktionen beteiligt. Schmuggel usw.

Viele Medien vermuten das Petroleo Brasileiro SA nicht in Geschäfte mit dem Iran reingezogen werden will weil man nicht mit dem Iran in Verbindung gebracht werden will oder dessen Aktionen. Es könnte auch sein das ein Gesetz kommt um Firmen in Brasilien zu stärken
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 15:29

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 14:41)
Wenn Du das akzeptierst. Erstmal wurde sich nur geweigert. Dann gings etwas komplizierter zu.im Grund plädiert die Petroleo Brasileiro SA damit das Sie als Unternehmen sich die Kunden aussuchen könne, man den Verdacht hege die Schiffe seien an illegalen Aktionen beteiligt. Schmuggel usw.

Viele Medien vermuten das Petroleo Brasileiro SA nicht in Geschäfte mit dem Iran reingezogen werden will weil man nicht mit dem Iran in Verbindung gebracht werden will oder dessen Aktionen. Es könnte auch sein das ein Gesetz kommt um Firmen in Brasilien zu stärken

Der Iran ist mit 2,5 Millionen Tonnen der größte Korn-Abnehmer in Brasilien in diesem Jahr. Bezahlt wird via Warentauschgeschäfte, z.B. mit Düngemitteln. Und genau an dieser Stelle setzen die Sanktionen der USA an: Der Kauf iranischer Düngemittel unterliegt der amerikanischen Sanktionsliste. Petrobras nimmt dies zum Anlass, die Betankung zu verweigern.

Wenn der Iran seine Güter nicht mehr im Tausch z.B. für Korn einbringen kann, werden die Sanktionen de facto auch auf Nahrungsmittel und Medikamente ausgedehnt.

Wahrscheinlich bleibt dem Iran am Ende nichts anderes übrig, als einen Tanker nach Brasilien zu schicken. Wobei natürlich die Gefahr besteht, dass der auch fest gesetzt wird.

Ich schätze, dass der Iran bald so in der Ecke fest steckt, dass er ein Ende mit Schrecken wählen könnte. Dann wäre Trumps Strategie ja voll aufgegangen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 15:41

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:29)Ich schätze, dass der Iran bald so in der Ecke fest steckt, dass er ein Ende mit Schrecken wählen könnte.

Was schwebt Dir da vor?

Dann wäre Trumps Strategie ja voll aufgegangen.

Vielleicht spekuliert Trump ja auch darauf, dass dem Iran die Mittel ausgehen und dass er dann aufhört, Terrororganisationen und Kriege im Ausland zu finanzieren.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 15:51

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:29)

Der Iran ist mit 2,5 Millionen Tonnen der größte Korn-Abnehmer in Brasilien in diesem Jahr. Bezahlt wird via Warentauschgeschäfte, z.B. mit Düngemitteln. Und genau an dieser Stelle setzen die Sanktionen der USA an: Der Kauf iranischer Düngemittel unterliegt der amerikanischen Sanktionsliste. Petrobras nimmt dies zum Anlass, die Betankung zu verweigern.

Wenn der Iran seine Güter nicht mehr im Tausch z.B. für Korn einbringen kann, werden die Sanktionen de facto auch auf Nahrungsmittel und Medikamente ausgedehnt.

Wahrscheinlich bleibt dem Iran am Ende nichts anderes übrig, als einen Tanker nach Brasilien zu schicken. Wobei natürlich die Gefahr besteht, dass der auch fest gesetzt wird.

Ich schätze, dass der Iran bald so in der Ecke fest steckt, dass er ein Ende mit Schrecken wählen könnte. Dann wäre Trumps Strategie ja voll aufgegangen.


Aber brasilianische Behörden übernehmen den ähmmm nennen Wir es mal Tauschvorgang auch mit. Was zu Problemen führen wird. Im Prinzip ist es eine komplizierte Angelegenheit. Die brasilianische Regierung muss sich entscheiden letztlich jetzt.

Du kannst niemand zwingen eigentlich Tauschhandel mitzumachen. Dem Iran stünden Kanäle zur Verfügung jederzeit Lebensmittel und Medikamente zu kaufen. Auch mit Geld.

Aber stimmt die Sanktionen beißen den Iran. Ein Ende mit Schrecken. Soll wie aussehen ? Der Iran greift andere Staaten an oder sowas. Bitte wenn der Iran den ersten Schuss abfeuern will soll Er das tun. Daran kann man niemand hindern. Der Iran hätte andere Alternativen.

Ich glaube nicht das die oberste geistige Führung ihre Macht aufgeben in einem Loose War. Langfristig wird der Iran einige Kröten schlucken
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 15:58

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:41)

Was schwebt Dir da vor?


Vielleicht spekuliert Trump ja auch darauf, dass dem Iran die Mittel ausgehen und dass er dann aufhört, Terrororganisationen und Kriege im Ausland zu finanzieren.



Die Hisbollah muss ja schon sparen.

http://english.alarabiya.net/en/News/mi ... eport.html



Die armen Terroristen :( :( :( :(
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 15:59

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:41)
Was schwebt Dir da vor?

Ein massiver Luftangriff auf einen amerikanischen Flugzeugträger. Oder ein entsprechender Luftangriff auf zivile Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, etc. Wohl wissend, dass danach eine Militäroperation gegen den Iran folgen wird. In der Erwartung, dass auch Bodentruppen zum Einsatz kommen (müssen), die man dann nach Taliban-Art über Jahre in einen Abnutzungskrieg locken möchte. Ein Mullah-Regime in Teheran ist dazu nicht mehr nötig.

Oder um es mit dem Klingonen-General Chang zu sagen: "Kein Friede in unserer Zeit".
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 16:18

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:59)

Ein massiver Luftangriff auf einen amerikanischen Flugzeugträger.

Das wäre ein Weg. Aber womit sollte Iran so einen Luftangriff fliegen? Für einen Luftangriff braucht man Flugzeuge. Hat Iran Flugzeuge für einen Luftangriff? Wo sollen die plötzlich hergekommen sein?

Oder ein entsprechender Luftangriff auf zivile Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, etc. ....

Was haben jetzt plötzlich die Vereinigten Arabische Emirate damit zu tun? Und wer ist "etc. ...."?

Aber viel wichtiger: Willst Du uns hier tatsächlich erzählen, dass ein Amoklauf des Iran gerechtfertigt wäre, weil Trump das Atomabkommen gekündigt hat?

Wohl wissend, dass danach eine Militäroperation gegen den Iran folgen wird. In der Erwartung, dass auch Bodentruppen zum Einsatz kommen (müssen), die man dann nach Taliban-Art über Jahre in einen Abnutzungskrieg locken möchte. Ein Mullah-Regime in Teheran ist dazu nicht mehr nötig.

Warum "müssen" denn bei so einer Aktion auch Bodentruppen zum Einsatz kommen? Mag sein, dass die Mullahs das hoffen und dass Du Dir das wünscht. Aber warum sollte das notwendig sein? Es gibt doch inzwischen genug empirisch nachprüfbare Fälle, in denen die US-Truppen ganz viel kaputt gemacht haben, ohne am Boden in den Einsatz gegangen zu sein. Was bringt Dich auf die bescheuerte Idee, dass irgendwelche Mullahs die USA in eine Bodenkrieg "zwingen" könnten?

Oder um es mit dem Klingonen-General Chang zu sagen: "Kein Friede in unserer Zeit".

Und mit dieser Äußerung ist eigentlich schon alles erklärt. Wenn Klingonen-General Chang die Grundlage für Deine Bewertung der politischen Realität am Golf ist, dann sollten wir alle einfach ganz gelassen auf die Ankunft der Klingonen warten. Alternativ könnten wir natürlich auch selbst tätig werden, solange Klingonisch noch nicht Amtssprache am Persischen Golf ist.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 16:39

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Jul 2019, 16:18)
Aber viel wichtiger: Willst Du uns hier tatsächlich erzählen, dass ein Amoklauf des Iran gerechtfertigt wäre, weil Trump das Atomabkommen gekündigt hat?

Ich rechtfertige mitnichten einen Amoklauf des Iran.
Warum "müssen" denn bei so einer Aktion auch Bodentruppen zum Einsatz kommen? Mag sein, dass die Mullahs das hoffen und dass Du Dir das wünscht.

Lass Deine Unterstellungen. Nur weil ich das Vorgehen Trumps als fragwürdig ansehe, bin ich noch lange kein Parteigänger der Mullahs. Und ich habe von "(müssen)" in Klammern geredet.
Und mit dieser Äußerung ist eigentlich schon alles erklärt. Wenn Klingonen-General Chang die Grundlage für Deine Bewertung der politischen Realität am Golf ist, dann sollten wir alle einfach ganz gelassen auf die Ankunft der Klingonen warten. Alternativ könnten wir natürlich auch selbst tätig werden, solange Klingonisch noch nicht Amtssprache am Persischen Golf ist.

"Kein Friede in unserer Zeit", das ist mein Eindruck von den Intentionen der maßgeblichen Politiker in dieser Krise, auf beiden Seiten. Ob Du auf die Klingonen wartest, tangiert mich nur peripher.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 16:41

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 16:39)

Ich rechtfertige mitnichten einen Amoklauf des Iran.

Lass Deine Unterstellungen. Nur weil ich das Vorgehen Trumps als fragwürdig ansehe, bin ich noch lange kein Parteigänger der Mullahs. Und ich habe von "(müssen)" in Klammern geredet.

"Kein Friede in unserer Zeit", das ist mein Eindruck von den Intentionen der maßgeblichen Politiker in dieser Krise, auf beiden Seiten. Ob Du auf die Klingonen wartest, tangiert mich nur peripher.

Du hast angedeutet, dass Iran so sehr in die Enge getrieben werden könnte, dass Iran "ein Ende mit Schrecken" suchen könnte.

Jetzt sag uns doch mal, wie das Deiner MEinung nach aussehen soll!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 16:48

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Jul 2019, 16:41)
Du hast angedeutet, dass Iran so sehr in die Enge getrieben werden könnte, dass Iran "ein Ende mit Schrecken" suchen könnte.
Jetzt sag uns doch mal, wie das Deiner MEinung nach aussehen soll!

Das habe ich bereits getan. Und Du hast sogar schon darauf geantwortet.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 17:24

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:59)

Ein massiver Luftangriff auf einen amerikanischen Flugzeugträger. Oder ein entsprechender Luftangriff auf zivile Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, etc. Wohl wissend, dass danach eine Militäroperation gegen den Iran folgen wird. In der Erwartung, dass auch Bodentruppen zum Einsatz kommen (müssen), die man dann nach Taliban-Art über Jahre in einen Abnutzungskrieg locken möchte. Ein Mullah-Regime in Teheran ist dazu nicht mehr nötig.

Oder um es mit dem Klingonen-General Chang zu sagen: "Kein Friede in unserer Zeit".




Ich wage zu widersprechen. Der Iran wird massiv unter Beobachtung gehalten und was der Iran als Luftwaffe bezeichnet könnte Saudi-Arabien allein aus der Luft fegen. Sobald der Iran eine größere Anzahl an Kampfflugzeugen startet reagiert man. Eine entsprechende Anzahl wird zum Abfangen gestartet.

Die Iranischen Flugzeuge sind in jeder Hinsicht unterlegen. Die Gegner haben viel mehr Reichweite bei den Waffen. Das wäre ein Tontaubenschießen. Dafür bräuchten die Saudis nicht mal Hilfe. Der Iran könnte lediglich versuchen mit Long Range Raketen anzugreifen.

Klar würde man so einen Angriff bestrafen. Mit einer Serie von Luftangriffen, Einsatz von Marschflugkörpern. So das es spürbar ist. Mehr aber nicht
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Jul 2019, 17:40

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 17:24)

Ich wage zu widersprechen. Der Iran wird massiv unter Beobachtung gehalten und was der Iran als Luftwaffe bezeichnet könnte Saudi-Arabien allein aus der Luft fegen. Sobald der Iran eine größere Anzahl an Kampfflugzeugen startet reagiert man. Eine entsprechende Anzahl wird zum Abfangen gestartet.

Die Iranischen Flugzeuge sind in jeder Hinsicht unterlegen. Die Gegner haben viel mehr Reichweite bei den Waffen. Das wäre ein Tontaubenschießen. Dafür bräuchten die Saudis nicht mal Hilfe. Der Iran könnte lediglich versuchen mit Long Range Raketen anzugreifen.

Klar würde man so einen Angriff bestrafen. Mit einer Serie von Luftangriffen, Einsatz von Marschflugkörpern. So das es spürbar ist. Mehr aber nicht
Wie erbärmlich das saudische Militär trotz modernster Technik agiert kann man ja im Jemen sehen. Wieviel militärische Überlegenheit brauchen die Saudis denn um einen Krieg zu gewinnen und die entsprechende Region nachhaltig zu befrieden? 100-fache Überlegenheit, 1000-fache Überlegenheit, 100.000-fache Überlegenheit?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Fr 26. Jul 2019, 18:15

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 17:40)

Wie erbärmlich das saudische Militär trotz modernster Technik agiert kann man ja im Jemen sehen. Wieviel militärische Überlegenheit brauchen die Saudis denn um einen Krieg zu gewinnen und die entsprechende Region nachhaltig zu befrieden? 100-fache Überlegenheit, 1000-fache Überlegenheit, 100.000-fache Überlegenheit?



Im Jemen kämpft Saudi-Arabien doch nicht wirklich. Die Ziele der Intervention sind anders.Als offizielles Ziel der Militäroperation der saudisch-geführten Allianz wurde verkündet, dass die Regierung unter Hadi vor dem vollständigen Zusammenbruch oder der Übernahme des Staates durch die Huthi-Bewegung geschützt werden solle.

Mittlerweile ist das einigermaßen gelungen. Am 21. April 2015 verkündete die saudisch-geführte Militärallianz die Einstellung der Luftangriffe und die Beendigung der Operation Decisive Storm für die Nacht auf den 22. April und gab an, ihre militärischen Ziele seien erreicht worden.



Eigentlich sollte die restliche Drecksarbeit die lokalen Kräfte erledigen. Dann gab es einen Waffenstillstand.
Wo Du jetzt also bitte ableiten kannst wie stark das saudische Militär ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Die saudische Arme war noch nie ausreichend gefordert. Aber die Luftwaffe von Saudi-Arabien ist de facto besser ausgerüstet als die iranische Luftwaffe was Maschinen , Bewaffung sowie Wartung angeht. Die Piloten von Saudi-Arabien werden grundlegend ausgebildet in den Usa. Weitere Trainings erfolgen durch Großbritannien, Frankreich, Russland. Die Piloten der Saudis dürften also wesentlich besser ausgebildet sein als die des Iran.

Aber eigentlich unwichtig. Der F15 Pilot der Saudis hat mindestens 30 km mehr Reichweite. Ziel erfassen, Knopf drücken und zu 95% macht es BOOM. Und eine F15 kann einige Mal feuern :)

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Jul 2019, 18:24

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 09:58)

Theokratie = Staatsführung durch den/die Religionsführer <> Kalifat = Staatsführung durch den "Stellvertreter Allahs", was nach Mohammeds eigenen Aussagen eine unzulässige Anmaßung ist.
Mohammeds Staat in Medina war eine Art Imamat. Kalifat gab es erst unter den Umayyaden. Da waren die Schiiten schon nicht mehr dabei (höchstens als Todfeinde der Kalifen).

Als Kalifat (...) bezeichnet man die Herrschaft, das Amt oder das Reich eines Kalifen, also eines „Nachfolgers“ oder „Stellvertreters des Gesandten Gottes“ (...).

Es stellt somit eine islamische Regierungsform dar, bei der die weltliche und die geistliche Führerschaft in der Person des Kalifen vereint sind.

Bereits Mohammeds Staat in Medina basierte auf einem theokratischen Modell: Er war sowohl der Führer der religiösen Bewegung als auch der Herrscher über den Machtbereich, in dem dieser Glaube ausgelebt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalifat

Sicherlich gibt es da verschiedene Auslegungen, aber für die Radikalen kommt nur ein Gottesstatt im Sinne des IS oder eben der IR in Frage.
1. Ein Stellvertreter des Gesandten Gottes - das ist so jemand mit schwarzem Turban auf dem Kopf.
2. Weltliche und geistliche Führerschaft sind eins - im Unterschied zu quietistischen Richtungen, wo man sozusagen die Moschee im Dorf lässt.
3. Der Prophet selbst war weltlicher und religiöser Anführer in einem ersten Kalifat.

Ganz offiziell ist aber weder Putin der "Zar", noch Erdogan ein "Sultan". Man sagt nur so, wobei das dann kritisch konnotiert ist.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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