Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Cat with a whip
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cat with a whip » Di 25. Sep 2018, 00:06

Immerhin tut Trump mit seiner stoischen Verweigerung einer Ausnahmegenehmigung bei den Sanktionen etwas für den Klimaschutz wenn Iran infolge weniger Öl exportiert.
Dass Trump damit der Verantwortliche ist dass derzeit die Ölpreise hochschnellen kümmert ihn nicht. Er lebt in einer Welt in der alles so passieren muss wie er will und das ohne negative Begleiterscheinungen. Witzig ist dass der per Twitter befiehlt die OPEC solle doch schnell die Fördermenge erhöhen. Hihi. Die Realität funktioniert nur anders. Jetzt treffen seine Konsumenten zuhause erstmal vor den Wahlen hohe Benzinpreise. Egal, er wird seinen Wählern schon erklären wer schuld drann hat.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 25. Sep 2018, 22:10

Trump ist ja ziemlich begeistert vom Staatsführer Kim, auch Putin und Netanjahu scheinen bei ihm einen Stein im Brett zu haben. Vom "modernen" saudischen Prinzen mal ganz abgesehen. Nun das, Rouhani hält er für "liebenswert". :D

Gleichwohl halte er, wie er vor den Reden via Twitter mitteilte, Rohani für einen "liebenswerten Mann".


Rouhani wirft wiederum Trump Nazi-Methoden vor.

"Liebenswerter" Rohani zieht Nazi-Vergleich

Dieser trat kurz nach Mittag an das UN-Podium. Er nannte es in Reaktion auf Trump "unglücklich", dass "manche Staatenlenker" versuchten, ihre Popularität "durch rassistische, xenophobe Politik, die an Nazi-Einstellungen erinnert" zu Erfolg treiben wollten. Das zeige "geistige Schwäche". Der Iran habe sich dem Multilateralismus verschrieben. Die US-Regierung hege hingegen den Plan, Institutionen gezielt ineffektiv zu machen. Europa lobte er für Versuche, den Wiener Atomdeal zu verteidigen.

derstandard.at/2000088072929/Trump-greiftbei-Uno-Generaldebatte-Globalisten-und-Iran-an


Wenn es Trump nicht geben würde, dann müßte man ihn erfinden. China und Iran werben für Mulitlateralismus während Trump über westliche Verbündete (!) nur ablästert. Kim, Bibi, Wladimir, den saudischen Prinzen und Rouhani und wohl auch Erdogan lobt er.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 3. Okt 2018, 11:54

Das oberste Gericht der UN hat beschlossen, das teilweise die Sanktionen, die von Trump gegen das Land Iran verhängt wurden wieder aufgehoben werden müssen.

TV-Star Trump wird eine gebührende Antwort parat haben. Auf Twitter vermutlich.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Mi 3. Okt 2018, 12:04

King Kong 2006 hat geschrieben:(03 Oct 2018, 11:54)

Das oberste Gericht der UN hat beschlossen, das teilweise die Sanktionen, die von Trump gegen das Land Iran verhängt wurden wieder aufgehoben werden müssen.

TV-Star Trump wird eine gebührende Antwort parat haben. Auf Twitter vermutlich.

Oberstes Gericht der UN? :?:
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 3. Okt 2018, 12:47

zollagent hat geschrieben:(03 Oct 2018, 12:04)

Oberstes Gericht der UN? :?:


Das höchste Gericht der Vereinten Nationen in Den Haag.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Mi 3. Okt 2018, 20:34

King Kong 2006 hat geschrieben:(03 Oct 2018, 12:47)

Das höchste Gericht der Vereinten Nationen in Den Haag.

O.K. Danke.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 1. Nov 2018, 12:48

Neben Indien bekommt jetzt auch Südkorea von Trump Grünes Licht für den Ölhandel mit dem Iran. Japan und Co. werden wohl folgen. Die EU, China machen sowieso ihre Geschäfte.

Trump merkt wohl, das seine kindische Haltung von Spitzenexperten wie Bolton und Kushner beraten am Ende den USA mehr schaden. Denn Bypass-Systeme mussten entwickelt werden um damit umgehen zu können. Um den Dollar und den USA herum eigene Interessen zu verfolgen.

Das ist die Obsession mit dem Iran offenbar so manchem im Gegensatz zu Kushner und Bolton nicht wert....
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 6. Nov 2018, 17:21

Es ist zu befürchten, das die Hardliner im Iran wieder Oberwasser bekommen. Das trat signifikant unter Bush Junior ein, als er die Annäherungen zwischen den USA und Iran (auch von Bolton beraten) von Kooperation (auch militärisch z.B. in Afghanistan) auf Feindmodus umschaltete (Achse des Bösen). Es entspannte sich unter Obama.

Auch jetzt können die Hardliner im Iran wieder die Oberhand gewinnen, wie seinerzeit. Es waren die Reformer und Moderaten die für die Kooperation und den Abschluß des großen internationalen Abkommens geworben haben. Trotz großer Schwierigkeiten im iranischen Machtapparat. Sie haben darauf gebaut. Auch die iranische Bevölkerung.

Will Trump's Iran sanctions backfire?

If Trump's goal is to force Iran back into negotiations, he may find himself sorely disappointed. Sanctions cause suffering, and that suffering will cause ever more political unrest. There are already growing protests within Iran. It was Iran's moderates who pushed for the original deal, and they're the most likely to be discredited within Iranian politics by Trump's about-face. If the sanctions lead to regime change, it will almost certainly be a regime even more hostile to cooperation with the West.

https://theweek.com/articles/805683/tru ... s-backfire


Japan nimmt derweil die Geschäfte mit dem Iran wieder auf. Ob die internationalen Bemühungen reichen werden Trump und die iranischen Hardliner abzuhalten wird man sehen. Auf Bush Junior kam Ahmadinejad. Was könnte auf Trump kommen?

Japan Prepares To Restart Iran Oil Imports

https://oilprice.com/Latest-Energy-News ... ports.html


Eigentlich war man in der Endphase von Bush Junior da eigentlich hinüberweg... Trump spult die Zeit zurück.

Iran declares 'war situation,’ conducts military drills as US sanctions resume

https://www.militarytimes.com/news/your ... dent-says/


Zu dem Drill gehört auch das neue Abwehrsystem Bavar 373. Teile des Subsystems werden bei den Manövern zur Abwehr von feindlichen Flugzeugen und Raketen getestet.

Iran Tests Modified Version of Air Defense Missile Systems in War Game

https://www.tasnimnews.com/en/news/2018 ... n-war-game
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 17. Nov 2018, 12:13

Der frühere britische Botschafter im Iran, Richard Dalton, zu Trumps und Kushners Meisterplänen. Harsche Worte!

Trump’s economic war on Iran is doomed to failure

he US has declared economic war on Iran: after having pulled out of the UN security council-endorsed nuclear deal in May, the Trump administration is now unilaterally combating the right of the rest of the world to engage in legal trade with the Islamic Republic.

This policy is based on the claim that Iran is a major security threat to the American people. But that is transparently exaggerated. And the statement by Mike Pompeo that sanctions will be used to ensure Iran “behaves like a normal country” is unintentionally ironic.

The US is not a “normal” country. Complicity in a horrifying aggression against Yemen and supporting the extension of Israeli colonisation of Palestine are not acts of normality. The truth is that all who intervene in the Middle East’s regional struggles, including Iran, are doing what states always have done – trying to influence outcomes in the direction of their real or perceived interests.


Among leading US politicians, calls are growing for negotiations to deliver a supposedly better replacement deal.

But this seems improbable. Iran is open to negotiations, but only on terms that it deems acceptable. Like the US, it will try to build a position of strength from which to talk. The bottom line is that Iran will only change tack when it thinks it can expect genuine American concessions.


There is also a risk of war by miscalculation. Or even by intention: the US could respond to the failure of its policy by upping the ante and starting a war, with the support of some countries in the region.


Should the US be prepared to move away from diktat to an incremental approach, the UK could work with France and Germany to reassemble the security council-based coalition that negotiated with Iran from 2013.

With its current policies, however, rather than reaping strategic rewards, the US may be putting on a show of weakness to the world. With no prospect of bringing allies to its side or forcing Iran to accept its excessive demands, it is on a hiding to nothing.

https://www.theguardian.com/commentisfr ... nctions-us


Das günstigste wäre vermutlich Trump und seine Familie & Friends auszusitzen. Er hat erheblichen Schaden angerichtet. Das kann unter Umständen dann richtig teuer werden. Denn was man dann dem Iran anbieten muß, wird mehr sein als letztes mal. Denn es hat sich gezeigt, das selbst, wenn der Iran erhebliche Konzessionen macht und das hat er getan, am Ende sogar ein TV-Komiker das einfach in Luft auflösen kann. Der Iran für erbrachte Konzessionen und Vertragstreue nichts zurückbekommt. Warum sollte das dann bei erneuten langjährigen, internationalen Verhandlungen und Ergebnissen, wie beim aktuellen Vertrag dann nicht wieder passieren? Da muß in Zukunft ein bisschen "mehr" kommen. Sonst schliesst man sowas nicht nochmal ab.

Noch steht das Abkommen. Wenn aber Trump und Familie weiterhin so destruktiv wirken können, dann besteht die Gefahr, das der Vertrag endgültig kippt. Dann gibt es keinen Plan B. Kein Land, wird in einen Krieg mit dem Iran eintreten, wenn dieser dann nicht mehr an dem Vertrag gebunden ist. Donald und Jared und Neocon John B. der schon mit für den Irak-Krieg und allen seinen Folgen mitverantwortlich war sind dann irgendwann weg. Die Probleme nicht, die sich aus dem Rückzug der USA unter Donald Trump ergeben haben!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 20. Mai 2019, 08:24

Der Threadtitel ist seit dem Abkommen zwischen den USA und Iran nicht mehr so ganz aktuell. Wenn man Trumps Aussagen lauscht.

Drohung von Donald Trump

"... das offizielle Ende Irans"

Die Lage zwischen Washington und Teheran ist derzeit extrem angespannt, nun verschärft US-Präsident Donald Trump den Konflikt weiter: Er droht Iran indirekt mit der Vernichtung.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 68221.html


Trump wird den Iran offiziell beenden. Vernichten. Den Iran. Keine Anlagen, kein bestimmten Politiker. Das ganze Land. Nun ja, solche Drohungen sind nicht unüblich. Bei Trump wird mal wohl mal wieder die Augen zudrücken. Bei seinen spaßigen Tweets. ;)
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Elser » Mo 20. Mai 2019, 17:57

Für mich ist die Sache ziemlich klar. Seit langem, so meine Eindruck, will die USA Israel als Hegemoniemacht im Nahen Osten instalieren. Der Iran ist der große mögliche Verhinderer dieses Vorhabens - also muss er weg. Schon vor Jahren wurde, damals von Israel aus, mit dem Säbel gerasselt, so das Obahma meinte seine Unterstützung zusagen zu müssen. Damals waren es die Chinesen die mit der Verteilung der Dollar-Billionen rohten, was zu einem Rückzieher der USA führte.

Trump ist da dreißter. Er droht den Chinesen mit einem Handelskrieg um sie gefügig zu machen. Nun meint er wohl endlich "draufhauen" zu können. Der Tot von Millionen Menschen, die ihrerseits ja auch schon unter den Mulhas leiden, geht ihm anscheiend am Arsch vorbei. Außerdem kommt ihm ein solcher Konflikt jetzt gerade recht. Lenkt der doch prima, von seinen schmierigen Problemen in der Heimat, ab.

Nun sucht er angestrengt nach Grüden endlich losschlagen zu können. Vielleicht lässt sich ja wieder einmal eine Krankenschwester kaufen, die dann davon berichtet, wie Iraner Frühgeborene aus Brutkästen heraus auf den Boden werfen, wie damals beim ersten Golfkrieg. Oder er findet einen CIA-Knilch, der fadenscheinig belegt, dass der Iran kurz vorm Bau einer A-Bombe steht. wie damals beim zweiten Golfkrieg. Übrigens - Israel hat eine A-Bombe !!! Nur mal so.

Warum fällt mir dabei immer nur dieser Spruch ein:" .....seit ....Uhr wird jetzt zurück geschossen..." --? Ach ja - einen Sender überfallen lassen. Auch noch eine schöne Möglichkeit einen Krieg zu begründen. Diese paar Macken in dem Tanker, die der Iran da reingeschlgen haben soll, sind irgentwie nicht so richtig überzeugend. Hat Trump wohl selbst schon erkannt. ---- Ich könnt' kotzen!

Nicht dass mich das islamitische Regiem im Iran irgentwie dauern könnte, aber das Land ist voller bewundernswerten, gebildeten Menschen. Die darf man nicht einfach so opfern, nur weil einen das gerade in den Kram passt. Die Amis sind doch sonst immer so geschickt, mit dem Auslösen von Putschen. Ist ihnen sogar im Iran doch schon einmal gelungen, bevor sie ihre Schar-Marionette instalieren konnten. Ist nicht so blutig.....!

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 20. Mai 2019, 19:03

Elser hat geschrieben:(20 May 2019, 17:57)

Warum fällt mir dabei immer nur dieser Spruch ein:" .....seit ....Uhr wird jetzt zurück geschossen..." --? Ach ja - einen Sender überfallen lassen. Auch noch eine schöne Möglichkeit einen Krieg zu begründen. Diese paar Macken in dem Tanker, die der Iran da reingeschlgen haben soll, sind irgentwie nicht so richtig überzeugend. Hat Trump wohl selbst schon erkannt. ---- Ich könnt' kotzen!

Nicht dass mich das islamitische Regiem im Iran irgentwie dauern könnte, aber das Land ist voller bewundernswerten, gebildeten Menschen. Die darf man nicht einfach so opfern, nur weil einen das gerade in den Kram passt. Die Amis sind doch sonst immer so geschickt, mit dem Auslösen von Putschen. Ist ihnen sogar im Iran doch schon einmal gelungen, bevor sie ihre Schar-Marionette instalieren konnten. Ist nicht so blutig.....!

Angewidert - Elser


Auf dem Parteitag der britischen Conservative Party 2007 meinte Bolton in Bezug auf den Iran: „Die USA hatten einst die Fähigkeit, in verdeckter Weise einen Sturz von Regierungen einzufädeln. Ich wünschte, wir könnten dies wieder haben.“[23]

https://de.wikipedia.org/wiki/John_R._Bolton


Die USA können das wohl - mutmaßlich - nicht mehr wiederholen wie bei Operation Ajax. Oder in anderen Ländern.

Jetzt kommt fatalerweise dazu, das mit Trump ein Mann Präsident wurde (mit den immerhin zweitmeisten Wählerstimmen in den USA), der in seiner Sozialisation offenbar gelernt hat, das mit einem großen Mund und der Kohle seines Vaters im Rücken viele einzuschüchtern sind. Wäre man ein Rechtsaussen könnte man munkeln, er müsse Muslim sein. ;)

Das hat aber auf der internationalen Bühne bisher nicht so gut geklappt. Trump fährt einen gefährlichen Kurs, wenn er die Situation soweit zuspitzt und er dann nicht seinen Willen bekommt. Was ist, wenn die anderen nicht mitmachen? Muß er dann ausrasten? Um sein Gesicht zu wahren? Er wäre nicht der erste Staatsführer, der mit dieser Taktik sein Glück überreizt hat. Man sollte auch als Pokerspieler wissen, wann man besser aussteigt. Trump hat jetzt quasi die ultimative Drohung ausgesprochen. Seid ihr mir nicht gefügig, wehr ihr euch, radiere ich euch aus. Beende den Iran offiziell. Was ist, wenn das, diese Aussage selbst nicht hilft, damit man ihm zu Willen ist. Damit macht er auch ein großes Land wie die USA zur Witzfigur.

Der iranische Außenminister hat diese Äußerung von Trump bereits zurückgewiesen.

Iran FM Zarif: Trump's 'genocidal taunts won't end Iran'

https://www.dhakatribune.com/world/midd ... t-end-iran


Damit hat Teheran quasi gesagt, daß Trump gar nicht kann, was er vollmundig behauptet. Muß Trump das jetzt mit einem Krieg beweisen? Und wenn der nicht kommt?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Gutmensch1 » Mi 22. Mai 2019, 11:27

King Kong 2006 hat geschrieben:(20 May 2019, 19:03)

Die USA können das wohl - mutmaßlich - nicht mehr wiederholen wie bei Operation Ajax. Oder in anderen Ländern.

Jetzt kommt fatalerweise dazu, das mit Trump ein Mann Präsident wurde (mit den immerhin zweitmeisten Wählerstimmen in den USA), der in seiner Sozialisation offenbar gelernt hat, das mit einem großen Mund und der Kohle seines Vaters im Rücken viele einzuschüchtern sind. Wäre man ein Rechtsaussen könnte man munkeln, er müsse Muslim sein. ;)

Das hat aber auf der internationalen Bühne bisher nicht so gut geklappt. Trump fährt einen gefährlichen Kurs, wenn er die Situation soweit zuspitzt und er dann nicht seinen Willen bekommt. Was ist, wenn die anderen nicht mitmachen? Muß er dann ausrasten? Um sein Gesicht zu wahren? Er wäre nicht der erste Staatsführer, der mit dieser Taktik sein Glück überreizt hat. Man sollte auch als Pokerspieler wissen, wann man besser aussteigt. Trump hat jetzt quasi die ultimative Drohung ausgesprochen. Seid ihr mir nicht gefügig, wehr ihr euch, radiere ich euch aus. Beende den Iran offiziell. Was ist, wenn das, diese Aussage selbst nicht hilft, damit man ihm zu Willen ist. Damit macht er auch ein großes Land wie die USA zur Witzfigur.

Der iranische Außenminister hat diese Äußerung von Trump bereits zurückgewiesen.



Damit hat Teheran quasi gesagt, daß Trump gar nicht kann, was er vollmundig behauptet. Muß Trump das jetzt mit einem Krieg beweisen? Und wenn der nicht kommt?



Ich bin zwar kein Trump-Anhänger aber Trump hat nicht gesagt, dass er den Iran ausradieren würde, wenn der Iran ihm nicht gefügig sei, wie du behauptest. Er schrieb: "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein". Umgekehrt aber posaunen die Mullahs und iranische Mitläufer in fester Regelmäßigkeit die Auslöschung Amerikas und Israels. Wie stehts denn mit diesen genozidialen Wunschvorstellungen der iranischen Führung und ihrer Mitläufer?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Gutmensch1 » Mi 22. Mai 2019, 11:33

Iwan der Liebe hat geschrieben:(22 May 2019, 11:31)

Die große Fresse ist im Nahen und Mittleren Osten üblich, das gilt übrigens auch für Israel. Ein Kriegsgrund ist das nicht.



Wenn das ein Kriegsgrund wäre, gäbe es den Iran seit 1979 nicht mehr.

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