Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

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bakunicus
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon bakunicus » Fr 24. Apr 2009, 18:00

lamb of god hat geschrieben:Die Ausrede lass ich nicht gelten. Wer genug Zeit für Bauer sucht Frau, DSDS, Singlechats oder allabendliches Kneipenbier hat, kann sich auch die Zeit für die Beschäftigung mit Politik nehmen und sei es nur mal das täglich Gesagte mit dem was gemacht wird abzugleichen und dementsprechend zu handeln. Wenn aber Wahlanalyrtiker regelmäßig herausfinden, dass selbst bei demn letzten Wahlen die Alos die wählen gehen, zu 3/4 Union und SPD wählen, dass die Rentner die seit Jahren von den selben Parteien um ihre Rente betrogen werden immer wieder zu 90% Union und SPD wählen, braucht doch keiner was von Bürgerkrieg zu erzählen.

Wie man allen Ernstes von Leuten die nicht mal den Hintern in der Hose haben , bei der Wahl ihrr Kreiuz woanders zu setzen, einen Bürgerkrieg zu erwarten weiß ich nicht. Du gehst zu Workshops und Arbeitskreisen und da wird rumgenölt, dass die Schwarte kracht. Dann fragst du was sie wählen und es ist immer das Selbe. Wortwörtlich von letzter Woche:

Ich wähle doch keine Demagogen.
Begründe das mal
Ja das hat die Frau Schwan gesagt und die war immerhin Präsidentin der Viadrina.

Und sowas von Leuten die sich selbst als politisch interessiert einstufen. Hier träumen einige mächtig. Da wird nichts kommen. Die Gesellschaft befindet sich äquivalent auf glattem Vormärzniveau: Viel nölen, aber ja nix tun. Vielleicht bekommen 2020 mal ein paar den Hintern hoch aber das auch nur, wenn wir uns bis dahin nicht wieder in einem Krieg befinden und damit meine ich keinen Bürgerkrieg.


ich habe an anderer stelle schon geschrieben, dass die deutschen sehr phlegmatisch sind.

wenn sie aber lange genug von einem gegenteil überzeugt werden, können sie sich ( wundersamer weise ) nicht mehr daran erinnern jemals anderer meinung gewesen zu sein.

die gleichen leute von denen du redest, sind morgen 10.0000%ige gegner des systems.

die deutschen wollen gerne in der masse schwimmen.
es ist bloß die frage wer dickfellig genug ist den trend zu setten.

das haben die grünen geschafft ( auch die letzte omi spült nun ihren joghurtbecher bevor sie ihn in den gelben sack tut ), das hat greenpeace mit der brent spar geschafft, und das werden die LiPa oder spätestens attac auch irgendwann schaffen. mein wort darauf ...

gruß baku
Zuletzt geändert von bakunicus am Fr 24. Apr 2009, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Apr 2009, 18:04

miss dschei hat geschrieben:


du übersiehst den unterschied zwischen UNTERhaltung und geistreicher auseinandersetzung mit der realität.

die massen sind konditioniert auf betäubung, sprich unterhaltung, was kein zufall ist.


Stichwort : "Brot und Spiele"
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Fr 24. Apr 2009, 18:08

jack000 hat geschrieben:
Stichwort : "Brot und Spiele"


genau, das haut ewigkeiten schon genausoo hin wie "teile und herrsche".

was alt bewährt ist, wird bei behalten.

wenn man sich dann anschaut, wie vielfältig die möglichkeiten der einflußnahme/gehirnwäsche sind, braucht man sich über die lethargischen deutschen, die sich abfüttern lassen mit versprechungen, die sich jahr um jahr nicht einlösen, nicht wundern.

verblödung kann erzeugt werden, die massen sind mit sicherheit nicht alle geburtsblöd.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon lamb of god » Fr 24. Apr 2009, 18:21

miss dschei hat geschrieben:

du übersiehst den unterschied zwischen UNTERhaltung und geistreicher auseinandersetzung mit der realität.

die massen sind konditioniert auf betäubung, sprich unterhaltung, was kein zufall ist.
Nach dieser Logik dürfte es mich und viele andere gar nicht geben. Zu mir ist niemand gekommen und hat gesagt: "Interessiere dich dafür!" Darauf bin ich selbst gekommen. Vielmehr erlebe ich aber iommer wieder dass die Menschen schon abwinken wenn nur der Begriff Politik fällt.
2005 vs.2009

Hallo Oslo! Seit wann wird der Nobelpreis für einen Wahlkampf verliehen???
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon bakunicus » Fr 24. Apr 2009, 18:25

lamb of god hat geschrieben:Nach dieser Logik dürfte es mich und viele andere gar nicht geben. Zu mir ist niemand gekommen und hat gesagt: "Interessiere dich dafür!" Darauf bin ich selbst gekommen. Vielmehr erlebe ich aber iommer wieder dass die Menschen schon abwinken wenn nur der Begriff Politik fällt.


die antwort hast du dazu doch selbst gegeben : " weil es ihnen zu gut geht ".

das ist aber keine schande;
ganz anders sieht das aus wenn die felle auf hoher see davon schwimmen ...
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Apr 2009, 18:28

miss dschei hat geschrieben:
genau, das haut ewigkeiten schon genausoo hin wie "teile und herrsche".

was alt bewährt ist, wird bei behalten.

wenn man sich dann anschaut, wie vielfältig die möglichkeiten der einflußnahme/gehirnwäsche sind, braucht man sich über die lethargischen deutschen, die sich abfüttern lassen mit versprechungen, die sich jahr um jahr nicht einlösen, nicht wundern.

verblödung kann erzeugt werden, die massen sind mit sicherheit nicht alle geburtsblöd.


Unterschichtenfernsehen abschalten würde schonmal eine Menge bewirken.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon lamb of god » Fr 24. Apr 2009, 18:37

bakunicus hat geschrieben: auch irgendwann schaffen. mein wort darauf ...

gruß baku
Ich negiere nicht evolutuionäre Tendenzen. Ich bestreite, dass sich in nächster Zeit irgendwas tut. Mit sowas
die deutschen (...) sind
zäumst du das Pferd vom falschen Ende auf. Es geht nicht um Deutsche, Franzosen, Amis oder sonstwen. Der Beschiss ist überall der selbe. Es geht und ging schon immer nur um das Verhältnis Besitzer von PM zu Nichtbesitzer von PM und welche Nationalität die jeweils haben spielt keine Rolle.

Selbst wenn hier morgen Revolution wäre, glaubt ihr doch selbst nicht, dass die anderen dabei zusehen. In Russland gab es nach 1917 erstmal einen 5 Jahre währenden Bürgerkrieg der von aussen gelenkt und finanziert wurde. Bewegen kann sich auch hier nur dann etwas, wenn es in allen Staaten gleichzeitig brennt und die Marschrichtung in die selbe geht. Das wage ich bspw. für Ost- und Südeuropa wo die Nationalisten am stärksten sind zu bestreiten.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 24. Apr 2009, 18:51

Peddargh hat geschrieben:Was fange ich mit dieser boshaften Unterstellung an?

Das ist keine boshafte Unterstellung...

Peddargh hat geschrieben:1. Ich berufe mich nicht auf den Artikel 20, weil die Mehrheit nicht nach meinen Willen wählt, sondern weil ich es als erwiesen erachte, das es vollkommen schnurz ist, wie der Wähler wählt. Nach 16 Jahren Kohl zu erleben was Schröder und Konsorten taten, bringt mich zu dieser Einschätzung.


Es gibt nicht nur CDU und SPD in Deutschland. Da aber die Mehrheit der Deutschen diese Parteien wählt ist es nunmal der demokratische Wille der Deutschen, dass diese regieren.

Peddargh hat geschrieben:2. Drücke ich mich tatsächlich so mißverständlich aus, das es möglich ist, mir den Vorwurf zu machen, ich wollte irgendetwas mit Gewalt durchdrücken?

Wieso sonst dein Art. 20 Gerede?

Peddargh hat geschrieben:Artikel 20 kommt für mich in Betracht, wenn es unseren Politikern einzig darum geht, die Interessen der Wirtschaftsführer zu entsprechen, und dabei das Wohlergehen des Volkes ausser Acht läßt.
Denn genau dafür steht er in der Verfassung.

Das ist deine (falsche) Interpretation... :yawn:
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Fr 24. Apr 2009, 19:08

lamb of god hat geschrieben:Nach dieser Logik dürfte es mich und viele andere gar nicht geben. Zu mir ist niemand gekommen und hat gesagt: "Interessiere dich dafür!" Darauf bin ich selbst gekommen. Vielmehr erlebe ich aber iommer wieder dass die Menschen schon abwinken wenn nur der Begriff Politik fällt.



ich denke, das ist vielfach eine mentalitätssache.

dass die menschen sich nicht befassen wollen mit dem, was um sie rumgeht oder jene, die alles glauben, was gedruckt ist seh ich auch rundrum. ist es angst, desinteresse, das gefühl der ohnmacht, wohl von allem etwas.

letztendlich ist auch oft entscheidend, wie weit der mensch zur bequemlichkeit neigt, beim humtahumta mit zu laufen oder von einer tochter bei dsds zu träumen, ist da halt aufwandsärmer.
miss marple

Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Fr 24. Apr 2009, 19:09

jack000 hat geschrieben:
Unterschichtenfernsehen abschalten würde schonmal eine Menge bewirken.


das, was du unterschichtenfernsehen nennst, nenne ich vorsätzliche, schwere körperverletzung.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Apr 2009, 19:10

miss dschei hat geschrieben:
das, was du unterschichtenfernsehen nennst, nenne ich vorsätzliche, schwere körperverletzung.


Nun, wir reden beide vom Selben :) Die korrekte Bezeichnung ist da relativ.
DU30
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Fr 24. Apr 2009, 19:14

Peddargh hat geschrieben:1. Ich berufe mich nicht auf den Artikel 20, weil die Mehrheit nicht nach meinen Willen wählt, sondern weil ich es als erwiesen erachte, das es vollkommen schnurz ist, wie der Wähler wählt. Nach 16 Jahren Kohl zu erleben was Schröder und Konsorten taten, bringt mich zu dieser Einschätzung.


jack000 hat geschrieben:Warum vollkommen schnurz ? Wenn immer die gleichen Parteien gewählt werden wird auch immer die gleiche Politik gemacht. Meinst du nicht, dass sich etwas ändern würde wenn z.B. NPD oder Linke 60% haben (incl. Bundesländer) ?


Eben! Es werden die immer gleichen Parteien gewählt.
Die Grünen haben seinerzeit mit ihren Einzug in den Bundestag tatsächlich Änderungen herbei führen können. Thema Umweltschutz ist seit dem ein Thema. Ein wichtiges.
Ich halte es nicht für Zufall, dass es jetzt eine Partei die Linke gibt.

Doch ich meine es würde sich gehörig etwas ändern wenn Linke oder Rechte 60% der Stimmen bekommen würde.
Das wird aber nicht eintreten.

Wahrscheinlich ist, das die Linke Opposition wird.
Und da hoffe ich auf ähnliche Effekte, wie sie die Grünen los treten konnten.

Mir ist noch viel zu gut im Erinnerung, wie der "Wandel" nach 16 Jahren Kohl aussah.
Aus diesem Grunde sage ich, dass es vollkommen Schnurz ist.
Veränderungen, nötige Veränderungen, müssen auf anderer Ebene geschehen.

In God we trust! Unser Gott heißt Geld.
Aus diesem Grund haben Banker überhaupt kein Problem, die Menschen wo es nur geht, zu übervorteilen.
Haben Politiker überhaupt kein Problem damit, Bildung, Infrastruktur, Gesundheit vollkommen zu vernachlässigen, um den Geldpropheten ihre Pfründe zu sichern.

Es ist ein paar Tage her, da hatte jemand die Unverfrorenheit einen Strang in dieses Forum zu stellen, mit der Frage:
"Woher soll das Geld kommen wenn die Reichen das Land verlassen?"
Meine Antwort darauf war eine Gegenfrage:
"Woher kam es denn bisher?"
Diskussion beendet!

Das Geld mit dem ein Land, ja die Welt hantiert, wurde und wird erarbeitet.
Blut, Schweiß und tränen.
Sicher eine Fabrikhalle braucht einen Investor.
Wie Menschen, die bereit sind, sich in diesen Fabrikhallen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Diese Parteien(Investor/Arbeiter) stehen in Konkurenz zueinander -> Verteilungskampf
Die Investoren stehen in Konkurenz zueinander -> Globalisierung
Die Arbeitnehmer stehen in Konkurenz zueinander -> Lohnniveau

Weil das so ist gibt es die Politik, die die Regeln in diesem Spiel vorgibt.
Damit komme ich zum Kern:
Was passiert wenn sich die Politik von der Wirtschaft korumpieren läßt?
Das erleben wir jetzt!
Eine gewaltige Wirtschaftskrise, die das System in Frage stellt.
Will man das hören? Nein!
Man schützt es!
Genau die Banker, die Millionen von Menschen um ihre sauer erspartes gebracht haben, freuen sich über das Rettungspaket, das dieses System aufrecht erhalten soll.
Und?
Toll! Es geht weiter!
Die Banken können sich auf den Staat verlassen.
Machen also weiter wie bisher.
Der große Reibach geht weiter.
Moment: Wollte diese Krise nicht auch als Chance verstanden werden?
Erkennen wir da ein Lippenbekenntnis?
Wo bleiben die geseztlichen Regelungen, die die Mechanismen, die zur Krise führten, verhindern könnten.
Gibt es nicht! Sie würden dem Wachstum, dem Wohlstand im Wege stehen.
Ist ja auch unglaublich schwer für solche Regelungen weltweit zu sorgen.
Sicher, ist es schwer, es bereitete aber für die gleichen Leute überhaupt kein Probleme, für Regelungen zu sorgen, die es ihnen ermöglichte die Ressourcen weltweit auszuschöpfen.
Deswegen stehen wir mit dem Chinesischen Arbeiter im Konkurenzkampf.

Es geht ums Geld! Um immer mehr Geld...
Um immer mehr Geld das erarbeitet werden muß.
Und genau das tun die Leistungsträger, die Arbeitgeber in diesem Land, auf dieser Welt.
Diese Leistungsträger sind die, die Arbeit verrichten. Die die Leisten.
Das können geschickte Manager sein, müssen aber nicht.
Immer aber sind es die, die die Mehrwerte erschaffen. Arbeiter!
Diese Arbeitgeber sind die, die ihre Arbeit abgeben; an die Arbeitnehmer.
Und diese Arbeitnehmer versilbern die Arbeit.

Drei Parteien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politiker.
Die Aufgaben von Arbeitnehmer, Arbeitgeber(egal welcher Definition) sind klar verteilt.
Ebenso die der Politiker.
Diese sollen die Regelungen zum Wohl aller aufstellen und überwachen.
Hartz IV
Riesterrente
Gesundheitsreform
Arbeitsrecht
Rettungspaket
etc.
Wer stellt sich jetzt hin und behauptet diese Politiker würden ihre Aufgabe noch ernst nehmen?
Wer hat die Chuzpe?

Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen.
Wie lange kann das gut gehen?
Gar nicht! Erste Ausläufer dieses Wahns fliegen uns im Augenblick um die Ohren.
Noch ist die Krise nicht ausgestanden und schon steht die nächste Krise vor die Tür.
Oder glaubt irgend jemand daran, dass die Amerikaner ihr Kreditkartenproblem allein bezahlen?

Die Politiker sollten zwischen diesen Parteien stehen als regulatives Element.
Tun sie aber nicht.
Sie machen sich zu den Erfüllungsgehilfen des weltweiten Krebsgeschwürs namens Gier.

Geht alles weiter wie bisher ist mit einem Bürgerkrieg zu rechnen.
Spätestens wenn auch Deutschland vor dem Staatsbankrott steht.
Was macht der HartzIV-Empfänger, der gut gebildete Ingenieur, etc. wenn der Bankautomat kein Geld mehr ausspuckt?
Das ist das Szenario, welches ich befürchte.
Davon werden wir alle etwas haben, bis auf die, die durch ihre, durch nichts zu stillende Gier, für dieses Problem verantwortlich sind.
Und die, die da meinen: Laßt sie nur kommen, ich bin gut bewaffnet, werden erkennen müssen, das Problem unterschätzt zu haben.
I learned long ago, never to wrestle with a pig. You get dirty, and besides, the pig likes it.
(der George Bernard Shaw (?))
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Fr 24. Apr 2009, 19:18

Peddargh hat geschrieben:


Eben! Es werden die immer gleichen Parteien gewählt.
Die Grünen haben seinerzeit mit ihren Einzug in den Bundestag tatsächlich Änderungen herbei führen können. Thema Umweltschutz ist seit dem ein Thema. Ein wichtiges.
Ich halte es nicht für Zufall, dass es jetzt eine Partei die Linke gibt.

Doch ich meine es würde sich gehörig etwas ändern wenn Linke oder Rechte 60% der Stimmen bekommen würde.
Das wird aber nicht eintreten.

Wahrscheinlich ist, das die Linke Opposition wird.
Und da hoffe ich auf ähnliche Effekte, wie sie die Grünen los treten konnten.

Mir ist noch viel zu gut im Erinnerung, wie der "Wandel" nach 16 Jahren Kohl aussah.
Aus diesem Grunde sage ich, dass es vollkommen Schnurz ist.
Veränderungen, nötige Veränderungen, müssen auf anderer Ebene geschehen.

In God we trust! Unser Gott heißt Geld.
Aus diesem Grund haben Banker überhaupt kein Problem, die Menschen wo es nur geht, zu übervorteilen.
Haben Politiker überhaupt kein Problem damit, Bildung, Infrastruktur, Gesundheit vollkommen zu vernachlässigen, um den Geldpropheten ihre Pfründe zu sichern.

Es ist ein paar Tage her, da hatte jemand die Unverfrorenheit einen Strang in dieses Forum zu stellen, mit der Frage:
"Woher soll das Geld kommen wenn die Reichen das Land verlassen?"
Meine Antwort darauf war eine Gegenfrage:
"Woher kam es denn bisher?"
Diskussion beendet!

Das Geld mit dem ein Land, ja die Welt hantiert, wurde und wird erarbeitet.
Blut, Schweiß und tränen.
Sicher eine Fabrikhalle braucht einen Investor.
Wie Menschen, die bereit sind, sich in diesen Fabrikhallen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Diese Parteien(Investor/Arbeiter) stehen in Konkurenz zueinander -> Verteilungskampf
Die Investoren stehen in Konkurenz zueinander -> Globalisierung
Die Arbeitnehmer stehen in Konkurenz zueinander -> Lohnniveau

Weil das so ist gibt es die Politik, die die Regeln in diesem Spiel vorgibt.
Damit komme ich zum Kern:
Was passiert wenn sich die Politik von der Wirtschaft korumpieren läßt?
Das erleben wir jetzt!
Eine gewaltige Wirtschaftskrise, die das System in Frage stellt.
Will man das hören? Nein!
Man schützt es!
Genau die Banker, die Millionen von Menschen um ihre sauer erspartes gebracht haben, freuen sich über das Rettungspaket, das dieses System aufrecht erhalten soll.
Und?
Toll! Es geht weiter!
Die Banken können sich auf den Staat verlassen.
Machen also weiter wie bisher.
Der große Reibach geht weiter.
Moment: Wollte diese Krise nicht auch als Chance verstanden werden?
Erkennen wir da ein Lippenbekenntnis?
Wo bleiben die geseztlichen Regelungen, die die Mechanismen, die zur Krise führten, verhindern könnten.
Gibt es nicht! Sie würden dem Wachstum, dem Wohlstand im Wege stehen.
Ist ja auch unglaublich schwer für solche Regelungen weltweit zu sorgen.
Sicher, ist es schwer, es bereitete aber für die gleichen Leute überhaupt kein Probleme, für Regelungen zu sorgen, die es ihnen ermöglichte die Ressourcen weltweit auszuschöpfen.
Deswegen stehen wir mit dem Chinesischen Arbeiter im Konkurenzkampf.

Es geht ums Geld! Um immer mehr Geld...
Um immer mehr Geld das erarbeitet werden muß.
Und genau das tun die Leistungsträger, die Arbeitgeber in diesem Land, auf dieser Welt.
Diese Leistungsträger sind die, die Arbeit verrichten. Die die Leisten.
Das können geschickte Manager sein, müssen aber nicht.
Immer aber sind es die, die die Mehrwerte erschaffen. Arbeiter!
Diese Arbeitgeber sind die, die ihre Arbeit abgeben; an die Arbeitnehmer.
Und diese Arbeitnehmer versilbern die Arbeit.

Drei Parteien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politiker.
Die Aufgaben von Arbeitnehmer, Arbeitgeber(egal welcher Definition) sind klar verteilt.
Ebenso die der Politiker.
Diese sollen die Regelungen zum Wohl aller aufstellen und überwachen.
Hartz IV
Riesterrente
Gesundheitsreform
Arbeitsrecht
Rettungspaket
etc.
Wer stellt sich jetzt hin und behauptet diese Politiker würden ihre Aufgabe noch ernst nehmen?
Wer hat die Chuzpe?

Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen.
Wie lange kann das gut gehen?
Gar nicht! Erste Ausläufer dieses Wahns fliegen uns im Augenblick um die Ohren.
Noch ist die Krise nicht ausgestanden und schon steht die nächste Krise vor die Tür.
Oder glaubt irgend jemand daran, dass die Amerikaner ihr Kreditkartenproblem allein bezahlen?

Die Politiker sollten zwischen diesen Parteien stehen als regulatives Element.
Tun sie aber nicht.
Sie machen sich zu den Erfüllungsgehilfen des weltweiten Krebsgeschwürs namens Gier.

Geht alles weiter wie bisher ist mit einem Bürgerkrieg zu rechnen.
Spätestens wenn auch Deutschland vor dem Staatsbankrott steht.
Was macht der HartzIV-Empfänger, der gut gebildete Ingenieur, etc. wenn der Bankautomat kein Geld mehr ausspuckt?
Das ist das Szenario, welches ich befürchte.
Davon werden wir alle etwas haben, bis auf die, die durch ihre, durch nichts zu stillende Gier, für dieses Problem verantwortlich sind.
Und die, die da meinen: Laßt sie nur kommen, ich bin gut bewaffnet, werden erkennen müssen, das Problem unterschätzt zu haben.




nun, zu den grünen soviel: die urriege, später fundis genannt, waren freiwirte und wollten einen umbau in der weise.

doch, dann kam es wie es kommen mußte: es kam joschka mit seiner putztruppe und putzte auch selbige raus (ditfurth, trampert, ebermann), übrig bliebt, was sich dann betätigte im sinne von sozialabbau etc. mit den sog. roten - ist ja bekannt.

so von interesse: http://www.ulrich-wegener.de/spd_dsv/sp ... gruene.pdf

sehr empfehlenswert auch das buch von frau ditfurth "das waren die grünen", hätt ich das früher gewußt, hätten die in den 80ern meine stimme nie gekriegt.

<<Ich halte es nicht für Zufall, dass es jetzt eine Partei die Linke gibt.>>

ich denke, das könnte wieder ähnlich kommen. sobald die über die prozent sind, hangeln die sich wieder mit der spd zusammen und es geht weiter, wie gehabt.


abgesehen davon stellt sich immer mehr die frage: wem gehört deutschland? wer hat die zügel hinter den generälen, die wir als politiker wahr nehmen, in der hand?

das mit den grünen war freilich kein zufall...
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 24. Apr 2009, 19:19

Peddargh hat geschrieben:Eben! Es werden die immer gleichen Parteien gewählt.

Das nennt sich Demokratie... :?

Peddargh hat geschrieben:Doch ich meine es würde sich gehörig etwas ändern wenn Linke oder Rechte 60% der Stimmen bekommen würde.
Das wird aber nicht eintreten.

Ja, weil die Mehrheit der Deutschen das halt nicht möchte.


Dein Artikel 20 Gerede ist also völlig sinnlos. :comfort:
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Fr 24. Apr 2009, 19:20

usaToday hat geschrieben:Das nennt sich Demokratie... :?


Ja, weil die Mehrheit der Deutschen das halt nicht möchte.


Dein Artikel 20 Gerede ist also völlig sinnlos. :comfort:



<<Ja, weil die Mehrheit der Deutschen das halt nicht möchte.
>>

die sog. mehrheit ist ein teil der wahlbeteiligung, die zwischen 60 und 70 prozent lag, somit keine reelle mehrheit.

<<

Dein Artikel 20 Gerede ist also völlig sinnlos. >>

es ist nicht immer sinnlos, was mannicht versteht oder richtig zuordnen kann.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Fr 24. Apr 2009, 19:24

usaToday hat geschrieben:Das ist keine boshafte Unterstellung...
sondern?

usaToday hat geschrieben:Es gibt nicht nur CDU und SPD in Deutschland. Da aber die Mehrheit der Deutschen diese Parteien wählt ist es nunmal der demokratische Wille der Deutschen, dass diese regieren.
Kannst du dich daran erinnern als Schröder seinerzeit den Wandel einleitete? Erklär mir den Unterschied zwischen der Politik der CDU und der SPD.
Der demokratische Wille des Volkes war der Wandel!
Wie konnte das so grausam in die Hose gehen?

usaToday hat geschrieben:Wieso sonst dein Art. 20 Gerede?

Eben darum! Was fange ich mit Politikern an, denen der Volkswille schnurz ist?
Ich jage sie davon. Oder würde es gern.
Noch lieber allerdings sähe ich es, wenn die Politik ihren Job ernst nehmen würde.
Das Konzept, der Wirtschaft möglichst viel Geld zuzuschleusen in der Hoffnung, es würde schon etwas beim Volk hängen bleiben, hat sich nunmal als Irrweg herausgestellt.
Seitdem haben wir Vollzeitarbeiter, die ihren kargenb Lohn aufstocken lassen müssen und Manager mit Milliardengehältern.

[/quote]Das ist deine (falsche) Interpretation... :yawn:[/quote]
Würdest du deine (richtige) dem gegenüberstellen?
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 24. Apr 2009, 19:25

Peddargh hat geschrieben:sondern?

Offensichtlich Fakt.

Peddargh hat geschrieben:Der demokratische Wille des Volkes war der Wandel!

Dann sollten sie eine Partei wählen, die wirklich andere ideen vertritt... :roll:
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 24. Apr 2009, 19:25

Peddargh hat geschrieben:Würdest du deine (richtige) dem gegenüberstellen?

Wurde dir hier schon oft genug erklärt. :yawn:
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Fr 24. Apr 2009, 19:33

usaToday hat geschrieben:Das nennt sich Demokratie... :?

Ohne echte Alternativen. Ohne Durchsetzungsvermögen der Regierenden eine Nullnummer!

usaToday hat geschrieben:Ja, weil die Mehrheit der Deutschen das halt nicht möchte.
Und das ist gut und richtig so.
Allerdings bezeifele ich stark, dass die Mehrheit der deutschen, die Entwicklungen des vergangen Jahrzehnts wollte.

usaToday hat geschrieben:Dein Artikel 20 Gerede ist also völlig sinnlos. :comfort:

Sagst du.
Ich halte es für nötig.
Nicht unbedingt die Anwendung des Paragraphen.
Nichtmal die Revolution.
Es würde vollkommen ausreichen, das die gewählten Volksvertreter ihren Job machen.
Der Regierungsauftrag kommt von der Bevölkerung, nicht aus der Wirtschaft! Basta!
Wie es ausreichen würde, dass auch die großen Hunde vor den Kadi gezerrt werden, wenn sie sich nach geltedem Recht fehl verhalten haben, ja kriminell gehandelt haben.
Das sehe ich aber nicht.
Ich höre regelmäßig von Millionenbetrügern, die mit zwei Jahren auf Bewährung einen sanften Dämpfer erhalten.
Das muß den Junkie, der für Drogenbesitz zwei Jahre im Knast sitzt aufregen.
Wie es den Rentner aufregen sollte, der sein gesamtes Lebenswerk in die Riesterrente steckte und nun erkennen muß, das er irgendwie doch im Casino war.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Fr 24. Apr 2009, 19:35

usaToday hat geschrieben:Wurde dir hier schon oft genug erklärt. :yawn:

Vielleicht hast du ja dennoch Lust, wohlwollend über meine Lese- und Verständnisschwierigkeiten hinwegzusehen, und mir nocheinmal erklären, welchen Sinn Artikel 20 denn verfolgt.
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