Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

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Peddargh
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Do 23. Apr 2009, 12:01

usaToday hat geschrieben:
Worauf habe ich denn geantwortet?



:roll:

Ich wollte mit meinem Beitrag darauf hin weisen, dass Revolution nicht gleich Revolution ist.
Ich würde mir ebenso eine Revolution wünschen.
Eine Revolution, die unseren Politikern vor Augen führt, für wen diese den Job eigentlich machen. Zum Wohle des Volkes. Und das besteht eben aus einem größeren Personenkreis als aus dem gesunden Wirtschaftsumfeld.

Das Thema ist der "soziale Friede" und ich stehe nicht allein, wenn ich sage, dass dieser empfindlich gestört ist.
Dieser soziale Friede ist schon seit Jahrzehnten gestört.
In Deutschland augenfällig auf die Welt bezogen klar erwiesen.
Hier klappt die Globalisierung nur in eine Richtung.

Nein! Eine Revolution ist unumgänglich!
Und es liegt an den Politikern, an uns, wie diese aussieht.
Behalten wir das deutsche Phlegma bei, und glauben weiterhin den Schönrednern, wird es tatrsächlich dazu kommen, wovor man Angst haben kann.

Ich für meinen Teil würde das gesamte Wirtschaftssystem weltweit revolutionieren.
Und zwar dergestalt, das die Wirtschaft für die Menschen (alle) arbeitet und nicht ein Teil der Menschheit für die (personifizierte)Wirtschaft arbeitet.

Wenn sich unsere wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen Eliten an die selbst gemachten Gesetze halten würde, wäre das schon Revolution genug!
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 12:13

Die Phantasie des Bundesinnenministers richtet sich auf den Abschuss entführter Flugzeuge, terroristische ABC-Angriffe und personelle Verstärkung der Polizei durch Soldaten der Bundeswehr bei inneren Unruhen. Für das Letztere bekommt er nie und nimmer die verfassungsändernde Mehrheit (SPD, FDP, Grüne und Linke sind strikt dagegen), für das erste wurde er vom BVerfG bereits abgewatscht.

1972 stand der Verteidigungsminister Leber vor der Entscheidung, ob er ein auf den Münchner Olympiapark zufliegendes Flugzeug abschießen soll. Bekanntlich ein Fehlalarm. Es wäre also grundsätzlich möglich gewesen. Folglich braucht niemand für diesen extrem unwahrscheinlichen Fall eine Änderung der Befehlsstruktur und ein Gesetz, das vorauseilend Straffreiheit zusichert. Darüber kann man ja vielleicht noch mal reden, wenn wir jährlich drei terroristische Flugzeugattacken abzuwehren haben. :mrgreen:
Die diesbezügliche Aufweichung der Verfassung, d.h. des verfassungsrechtlichen Verbots, Menschenleben präsumtiv gegeneinander aufzurechnen und Unschuldige prophylaktisch zu töten, ist jedenfalls vorläufig grob unangemessen.
Peddargh hat geschrieben: Eine Revolution ist unumgänglich!
Ihr Revolutionsphantasten habt doch einen an der Waffel.
Zuletzt geändert von adal am Do 23. Apr 2009, 12:57, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Do 23. Apr 2009, 13:01

Peddargh hat geschrieben: Eine Revolution ist unumgänglich!

adal hat geschrieben: Ihr Revolutionsphantasten habt doch einen an der Waffel.


Ein unglaublich starkes Argument!

Da ich mich aber ein wenig mißverstanden fühle lege ich es dir nocheinmal auseinander.
Du nennst mich "Revolutionsphantast" (über das "habt doch einen an der Waffel." sehe ich mal großzügig hinweg).
Ich habe keine Revolutionsphantasien.
Ich habe Ängste in diese Richtung.
Und da ich mit meiner Arbeit nicht (mehr) genug verdiene, um mir das Schauspiel aus sicherer Distanz anzuschauen, stecke ich mittendrin.
Nehme also schon jetzt einiges wahr von dem, was man Bürgerkriegsähnlich Zustände nennen könnte.
Nein, ich glaube nicht, dass es zu einer Revolution kommen wird.
Alles wird genau so lange weitergehen bis die Blase richtig platzt.
Und das geht dann übergangslos in einen Bürgerkrieg über, der schlicht aus Hunger geführt wird. Nicht Reich gegen Arm sondern jeder gegen jeden im Kampf um Nahrungsmittel.

Mit dem Rettungspaket haben wir nur etwas aufgeschoben.
Gibt es keine "Revolution" auf diesem Gebiet, wird sich wiederholen und verschärfen, was wir im Augenblick erleben.
Keine Barrkaden, kein Bossnapping und all das.
Nur der Zusammenbruch unseres Wirtschaftssystems.

Wenn du mich also "Revolutionsphantast" schimpfst, dann kann ich das nur gelten lassen,
wenn klar ist, das die Revolution, die ich meine, die Utopie von einem Land, einer Welt ist, wie wir sie in unserer Verfassung niedergeschrieben haben.
Das revolutionäre daran, wäre die Einhaltung von Gesetzen derer, die sich mit viel gut bezahlten Anwälten, über sie hinweg setzen.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 13:37

Peddargh hat geschrieben:Nehme also schon jetzt einiges wahr von dem, was man Bürgerkriegsähnlich Zustände nennen könnte.
Ich nicht. Selbst vor jener plakativen Unbotmäßigkeit, wie sie die Franzosen so lieben, sind wir weit entfernt.
Peddargh hat geschrieben:Alles wird genau so lange weitergehen bis die Blase richtig platzt. Und das geht dann übergangslos in einen Bürgerkrieg über, der schlicht aus Hunger geführt wird. Nicht Reich gegen Arm sondern jeder gegen jeden im Kampf um Nahrungsmittel.
Anomische Zustände, völlig abwegig, auch wenn sich die schlimmsten Rezessionsszenarien bewahrheiten.

1918/19 gab es zum ersten und einzigen Mal Revolution in Deutschland. Genau betrachtet war es ein Revolutiönchen, weil die Machtfrage nicht ernsthaft gestellt wurde. Und es herrschte existentielle Not, das Kaiserreich war kollabiert und die Idee der sozialistischen Revolution noch taufrisch.
Peddargh hat geschrieben:Wenn du mich also "Revolutionsphantast" schimpfst, dann kann ich das nur gelten lassen,
wenn klar ist, das die Revolution, die ich meine, die Utopie von einem Land, einer Welt ist, wie wir sie in unserer Verfassung niedergeschrieben haben.
Das revolutionäre daran, wäre die Einhaltung von Gesetzen derer, die sich mit viel gut bezahlten Anwälten, über sie hinweg setzen.
Du redest über Reformen, also Evolution im bestehenden System. Unter Revolution verstehe ich den "illegalen" Umsturz, also antilegalistisches Handeln, um die Verhältnisse zu ändern.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon ralphon » Do 23. Apr 2009, 13:43

Die Lage könnte aber jederzeit Wirklichkeit werden


:rofl:
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon ralphon » Do 23. Apr 2009, 13:48

Keoma hat geschrieben:Nur kam der Fein damals immer aus dem Osten.
Ich kann mich noch gut an meine Waffenübungen an der Donau erinnern und an unser mittlerweile überflüssiges Bunkersystem.


Als ich bei der BW war, war der Ostblock gerade zusammengebrochen, und unsere Offiziere waren sehr bemüht, mögliche Feinde zu finden. Die Blickrichtung war immer noch dieselbe.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Do 23. Apr 2009, 14:03

adal hat geschrieben:Ich nicht. Selbst vor jener plakativen Unbotmäßigkeit, wie sie die Franzosen so lieben, sind wir weit entfernt.
Oh, ich kenne Ecken, selbst in meiner dörflichen Stadt (Lemgo/nahe Bielefeld) da ist diese "plakative Unbotmäßigkeit" längst Lebensrealität.
Von den Großstädten möchte ich da gar nicht erst anfangen.

adal hat geschrieben:Anomische Zustände, völlig abwegig, auch wenn sich die schlimmsten Rezessionsszenarien bewahrheiten.
Anomische Zustände?
Also Zustände der Gesetzlosigkeit? Übersetze ich das richtig?
Nun, auf Seiten der Bürger, die genau da stehen würden, bei einem Kollaps unseres Wirtschaftssystem, wie es gerade aufgeschoben wurde, absolut nicht abwegig.
Aber um diese Anomische Zustände geht es nicht.
Es geht um die jetzt schon faktischen anomischen Zustände, die sich unsere Eliten zu Nütze machen ihren Reichtum in blödsinnige Spähren zu mehren.

adal hat geschrieben:1918/19 gab es zum ersten und einzigen Mal Revolution in Deutschland. Genau betrachtet war es ein Revolutiönchen, weil die Machtfrage nicht ernsthaft gestellt wurde. Und es herrschte existentielle Not, das Kaiserreich war kollabiert und die Idee der sozialistischen Revolution noch taufrisch.
Wie gesagt, glaube auch ich nicht an eine Revolution im herkömlichen Sinne.
Ich befürchte bürgerkriegsähnliche Zustände, wenn nicht begriffen wird, das in unserem Finanzsystem zu viele kriminelle Subjekte die Fäden ziehen.
Ich wünsche eine Revolution in dem Sinne, das die Herrschenden, also die Leistungsträger, die Eliten, die Politiker, etc. begreifen, dass sie einem Job wie jedere andere auch nachgehen, und das im Auftrag des Volkes, zum Wohle des Volkes.
Die Wirtschaft dient dem Menschen (sollte)
Nicht der Mensch der Wirtschaft (den Nutzniessern)

adal hat geschrieben: Du redest über Reformen, also Evolution im bestehenden System.

Exakt! Genau das tue ich. Und lasse mich dafür als Revolutionsphantast beschimpfen...
In einem Land in dem Mindestgehälter diskutiert werden müssen, in dem aber über einen Maximallohn nicht mal nachgedacht werden darf (enteignung) hat es nun mal etwas revolutionäres über die Gleichheit vor dem Gesetz zu reden.
Und diese sehe ich als nicht gegeben an.

adal hat geschrieben: Unter Revolution verstehe ich den "illegalen" Umsturz, also antilegalistisches Handeln, um die Verhältnisse zu ändern.

Eine Definition der ich so nicht folgen mag.
Ich halte mal folgendes dagegen:

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Diesen Fall halte ich für eingetreten.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon bakunicus » Do 23. Apr 2009, 14:10

K.-H. Hirmer hat geschrieben:Ich rede auch von Terroranschlägen.


mhh ..

islamisten bemächtigen sich eines panzers und steuern auf das nächste akw um löcher hineinzuschießen ...

mhh ...
man muß wohl mit allem rechnen heutzutage ...
auch mit absurder paranoia, aufgrund derer rollstuhl wolfgang das grundgesetz außer kraft setzen möchte, und es keine vernünftigen stimmen gibt die so einem schwachsinn deutlich einhalt gebieten.

ein hoch auf den wahnsinn;
nieder mit dem grundgesetz ...

schon wieder sorry, aber da fällt mir echt nichts mehr zu ein.

falls sowas wirklich jemals passieren sollte, hat glaube ich keiner was dagegen ein warzenschwein in die luft zu schicken, um dem einhalt zu gebieten.
dafür muß man keine scheunentore in die gewaltenteilung reißen.

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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 14:17

Peddargh hat geschrieben:Exakt! Genau das tue ich. Und lasse mich dafür als Revolutionsphantast beschimpfen...
Ja was denn nun? Revolution oder Evolution?
Peddargh hat geschrieben:(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Diesen Fall halte ich für eingetreten.
Mit dieser exzentrischen Interpretation stehst du auf Seiten der Revolutionsschwurbler von ultralinks und ultrarechts.
Zuletzt geändert von adal am Do 23. Apr 2009, 14:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Do 23. Apr 2009, 14:21

Peddargh hat geschrieben:Oh, ich kenne Ecken, selbst in meiner dörflichen Stadt (Lemgo/nahe Bielefeld) da ist diese "plakative Unbotmäßigkeit" längst Lebensrealität.
Von den Großstädten möchte ich da gar nicht erst anfangen.

Anomische Zustände?
Also Zustände der Gesetzlosigkeit? Übersetze ich das richtig?
Nun, auf Seiten der Bürger, die genau da stehen würden, bei einem Kollaps unseres Wirtschaftssystem, wie es gerade aufgeschoben wurde, absolut nicht abwegig.
Aber um diese Anomische Zustände geht es nicht.
Es geht um die jetzt schon faktischen anomischen Zustände, die sich unsere Eliten zu Nütze machen ihren Reichtum in blödsinnige Spähren zu mehren.

Wie gesagt, glaube auch ich nicht an eine Revolution im herkömlichen Sinne.
Ich befürchte bürgerkriegsähnliche Zustände, wenn nicht begriffen wird, das in unserem Finanzsystem zu viele kriminelle Subjekte die Fäden ziehen.
Ich wünsche eine Revolution in dem Sinne, das die Herrschenden, also die Leistungsträger, die Eliten, die Politiker, etc. begreifen, dass sie einem Job wie jedere andere auch nachgehen, und das im Auftrag des Volkes, zum Wohle des Volkes.
Die Wirtschaft dient dem Menschen (sollte)
Nicht der Mensch der Wirtschaft (den Nutzniessern)


Exakt! Genau das tue ich. Und lasse mich dafür als Revolutionsphantast beschimpfen...
In einem Land in dem Mindestgehälter diskutiert werden müssen, in dem aber über einen Maximallohn nicht mal nachgedacht werden darf (enteignung) hat es nun mal etwas revolutionäres über die Gleichheit vor dem Gesetz zu reden.
Und diese sehe ich als nicht gegeben an.


Eine Definition der ich so nicht folgen mag.
Ich halte mal folgendes dagegen:

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Diesen Fall halte ich für eingetreten.



es dürfte hier so manche einfache strukturiertheit verhiindern, diesen artikel 20 richtig zu verstehen.

und genau das ist es, es wird nicht verstanden, dass es längst bürgerspflicht wäre, sich gegen das galoppierende unrecht zu wehren.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon bakunicus » Do 23. Apr 2009, 14:25

adal hat geschrieben:Mit dieser exzentrischen Interpretation stehst du auf Seiten der Revolutionsschwurbler von ultralinks und ultrarechts.


das macht aber keine aussage darüber, ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

bei hunderten milliarden € steuergeldern, die veruntreut werden, ohne das parlament, presse und bürger auskunft bekommen, welchem zweck sie dienen, wer sie erhält, und wer für solche bilanzen verantwortlich ist, können einem solche gedanken schon kommen.

die pressefreiheit ist außer kraft gesetzt, das mitbestimmungsrecht des parlament ist außer kraft gesetzt, auch die judikative kann so keinen einfluß nehmen ...
und der wähler erst recht nicht; wie soll er sich entscheiden, wenn er die sachlage nicht kennt ?

kurz um :
alles steht kopf, wofür verfassung, amtseide und bürgerrechte formuliert wurden.

das soll kein aufruf zum bewaffneten widerstand sein, sondern ein aufruf an dieser stelle nicht nur mit parolen und kampfbegriffen oder phrasen um sich zu werfen.


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Zuletzt geändert von bakunicus am Do 23. Apr 2009, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Do 23. Apr 2009, 14:26

bakunicus hat geschrieben:
das macht aber keine aussage darüber, ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

bei hunderten milliarden € steuergeldern, die veruntreut werden, ohne das parlament, presse und bürger auskunft bekommen, welchem zweck sie dienen, wer sie erhält, und wer für solche bilanzen verantwortlich ist, können einem solche gedanken schon kommen.

die pressefreiheit ist außer kraft gesetzt, das mitbestimmungsrecht des parlament ist außer kraft gesetzt, auch die judikative kann so keinen einfluß nehmen ...
und der wähler erst recht nicht; wie soll er sich entscheiden, wenn er die sachlage nicht kennt ?

kurz um :
alles steht kopf, wofür verfassung, amtseide und bürgerrechte formuliert wurden.

das soll kein aufruf zum bewaffneten widerstand sein, sondern ein aufruf an dieser stelle nicht nur mit parolen und kampfbegriffen oder phrasen um sich zu werfen.


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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Do 23. Apr 2009, 14:29

adal hat geschrieben:Mit dieser exzentrischen Interpretation stehst du auf Seiten der Revolutionsschwurbler von ultralinks und ultrarechts.

Exentrische Interpretation...
Revolutionsschwurbler...
ultralinks...
ultrarechts...

Wie soll ich mit jemanden diskutieren, der versucht Beleidigungen als Argument zu nutzen?

Ich halte unsere soziale Marktwirtschaft, demokratischer Ausrichtung für das überlegene System.
Und sehe dieses durch Geld- und Machtinteressen korrumpiert.
Gerade die anstehende Wirtschaftskrise legt dafür beredtes Zeugnis ab.
Da sehe ich eine Ordnung beseitigt.
Und dagegen sollte es Widerstand geben.
Das Grundgesetz (und ich) will es so.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 14:32

bakunicus hat geschrieben:das macht aber keine aussage darüber, ob das gerechtfertigt ist oder nicht.
Wie bitte? Die Rede ist hier vom antilegalistischen und gewaltsamen Widerstandsrecht zur Widerherstellung der verfassungsrechtlichen Ordnung.

Da musst du erst mal definieren, inwiefern die verfassungsrechtliche Ordnung außer Kraft gesetzt wurde und zweitens, inwiefern dieses nicht von den zuständigen verfassungsrechtlichen Organen zu heilen ist. Dieses billige Spiel, alles für verfassungswidrig zu erklären, was einem nicht in den Kram passt, ist der reinste Kindergarten.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon miss marple » Do 23. Apr 2009, 14:34

adal hat geschrieben:Wie bitte? Die Rede ist hier vom antilegalistischen und gewaltsamen Widerstandsrecht zur Widerherstellung der verfassungsrechtlichen Ordnung.

Da musst du erst mal definieren, inwiefern die verfassungsrechtliche Ordnung außer Kraft gesetzt wurde und zweitens, inwiefern dieses nicht von den zuständigen verfassungsrechtlichen Organen zu heilen ist. Dieses billige Spiel, alles für verfassungswidrig zu erklären, was einem nicht in den Kram passt, ist der reinste Kindergarten.




wenn du den beitrag von P. gelesen und verstanden hättest, würdest du nicht so dermaßen zerfleddert und in eigeninterpretationen gefangen wirklich sehr "unpassend" reagieren.


<<
Da musst du erst mal >>

ja, das müßtest DU einmal.

narzistischer tango hin oder her, mit dir ist es in allen strängen das gleiche, was ich - und nicht nur ich - sehe.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 14:34

Peddargh hat geschrieben:Exentrische Interpretation...
Revolutionsschwurbler...
ultralinks...
ultrarechts...
Du weißt anscheinend nicht, wovon du redest, was für einen Verfassungsartikel du da zitiert hast und was er bedeutet.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon bakunicus » Do 23. Apr 2009, 14:36

adal hat geschrieben:Wie bitte? Die Rede ist hier vom antilegalistischen und gewaltsamen Widerstandsrecht zur Widerherstellung der verfassungsrechtlichen Ordnung.

Da musst du erst mal definieren, inwiefern die verfassungsrechtliche Ordnung außer Kraft gesetzt wurde und zweitens, inwiefern dieses nicht von den zuständigen verfassungsrechtlichen Organen zu heilen ist. Dieses billige Spiel, alles für verfassungswidrig zu erklären, was einem nicht in den Kram passt, ist der reinste Kindergarten.


alles hier detailliert nachzulesen :
viewtopic.php?f=4&t=8858

bitte wirf mir nicht vor ein kind zu sein, sondern nimm stellung zu den wohlbegründeten schweren anklagen !

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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Thomas I » Do 23. Apr 2009, 14:41

Rainald de Gien hat geschrieben:
Der Kongo hat etwas andere Infrastrukturen.


Es ist wohl etwas unrealistisch nur für ein Manöver das Saarland kurz mal zu infrastrukturell auf Kongo-Niveau zu bringen und da Regenwald aufzuforsten...

Rainald de Gien hat geschrieben: Es wird besonders um die Stadt Saarlouis herum geübt, mit Stoßrichtung in die Stadt. (steht so nicht in dem Artikel, weiß ich aus dem Radio und von Leuten die da wohnen). Also ich glaube schon, dass hier ganz konkret auf einen Innereuropäischen Schauplatz hin geübt wird.


Wo sind denn die grossen innereuropäischen Uranvorkommen?

Rainald de Gien hat geschrieben:Das allerdings verrät mir, dass ein solches Szenario als ganz konkrete Möglichkeit in der nächsten Zeit für möglich gehalten wird. Wahrscheinlich unterstellt man solche Aufstände wie 2005 in Frankreich könnten auf Grund der Krise langanhaltender und vor allem nicht mehr anarchistisch sondern von einer eigenen inneren Struktur getragen werden und diese gelte es dann nieder zu ringen.


Und wo sind in Frankreich die Uranminen?
Zuletzt geändert von Thomas I am Do 23. Apr 2009, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon adal » Do 23. Apr 2009, 14:43

bakunicus hat geschrieben:
alles hier detailliert nachzulesen :
http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=4&t=8858

bitte wirf mir nicht vor ein kind zu sein, sondern nimm stellung zu den wohlbegründeten schweren anklagen !
Du gibst doch selbst die Antwort. Wir haben ein komplexes systemisches Problem, das gerade keine simplen Schuldzuweisungen ermöglicht, weil jeder, der in diesem System Geld angelegt hat, also Abermillionen von Menschen, mehr oder minder an diesem Kasino, dieser "desorganisierten Verantwortungslosigkeit" teilhatte:
bakunicus hat geschrieben: die frage ist, wie kann man sich eigentlich sicher sein was genau die ursachen sind, wer verantwortlich ist, oder sich evtl. sogar strafbar gemacht hat, wenn jede auskunft verweigert wird ?
Du imaginierst hier den großen, verschwörerischen, Durchblicker, der gar nicht existiert. Das erinnert fatal an die unumstößliche Gewißheit aller Verschwörungstheoretiker, dass hinter allem Ungemach ein altböser Big Brother stehen muss.
Zuletzt geändert von adal am Do 23. Apr 2009, 14:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kann man mit einem Bürgerkrieg rechnen ?

Beitragvon Peddargh » Do 23. Apr 2009, 14:45

adal hat geschrieben:Du weißt anscheinend nicht, wovon du redest, was für einen Verfassungsartikel du da zitiert hast und was er bedeutet.


Langsam reicht´s...
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ultralinks
ultrarechts

Jetzt unwissender

Auf eine Argumentaion hoffe ich ja schon gar nicht mehr.
Aber mit deinen Beleidigungen könntest du dich schon etwas zurückhalten.
Wenn du so gebildet und informiert in der Zeit steckst, solltest du in der Lage sein, meine Argumente zu widerlegen.
Und das bestenfalls mit Argumenten.
Der Versuch mich in irgendwelche Ecken zu drücken, aus denen noch nie vernüftiges zu hören war, und aus diesem Grund eine Beleidigung als Replik vollkommen ausreicht, funzt nicht, das fällt auf dich selbst zurück.
Die Hinweise auf meine naive Dummheit und der damit einhergehende Hinweis auf deine Überlegenheit führt zu nichts, ausser zu deiner redundant vorgetragenen Selbstbeweihräucherung, die mit Verlaub doch arg fadenscheinig ist.
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