Das Gesundheitssystem in Deutschland

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Jessie
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Jessie » Mo 6. Apr 2020, 22:03

Realist2014 hat geschrieben:(06 Apr 2020, 21:38)

Ich kenne den auch. Was möchtest du anders bewerten?

Ich kann das Bewertungssystem nicht beurteilen. Ich möchte aber auf jeden Fall, dass meine Oma persönlich begutachtet wird und nicht Auskunft von Pflegekräften erteilt wird. Wenn das zur Zeit nicht möglich ist mit der persönlichen Begutachtung, muss die Entscheidung verschoben werden. Ich werde im Namen meiner Oma Widerspruch einlegen.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 6. Apr 2020, 22:06

Jessie hat geschrieben:(06 Apr 2020, 22:03)

Ich kann das Bewertungssystem nicht beurteilen. Ich möchte aber auf jeden Fall, dass meine Oma persönlich begutachtet wird und nicht Auskunft von Pflegekräften erteilt wird. n.


Sorry.

Das habe ich falsch verstanden.

Ich dachte, deine Oma wurde telefonisch befragt.

So würde ich natürlich auch WIderspruch einlegen.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon sünnerklaas » Mo 6. Apr 2020, 22:16

Bauch hat geschrieben:(06 Apr 2020, 20:21)

Unser Gesundheitssystem hat zu höhe Löhne.


Wenn es so wäre, würde man keine Personalprobleme haben.
Eher gilt: im Gesundheitssystem ist ein Beispiel dafür, dass der Arbeitsmarkt in Teilen eben kein Markt ist.

Das Dilemma: Wenn Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nicht drin sind, findet man nicht ausreichend Personal. Senkt man die Löhne, findet man erst recht keins - oder es drängen seltsame Gestalten in die Branche. Wie z.B. Leute, wie Niels Högel (332facher Mordverdacht, verurteilt wegen Mordes in 85 Fällen).

Eine andere Möglichkeit: man hebt die Freiheit der Berufswahl auf und verdonnert Leute per Gesetz.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Skeptiker » Mo 6. Apr 2020, 22:54

Realist2014 hat geschrieben:(06 Apr 2020, 21:06)
Nein, aber die Beiträge. Wie oft denn noch

Womit genau hattest du dir ein Grundrecht auf geringere Beiträge als Versicherte der GKV verdient? Durch nichts - das ist ein Besitzstand, und der gehört beseitigt.
Tja, und mir ist nun deine Sichtweise egal

Ich mache mir keine Illusionen, dass die Beseitigung der Privilegien nicht im Konsens mit den Privilegierten geschehen wird. Aber sie wird kommen.
Und in Deutschland gibt es die PKV.

Das ist gut so und wird auch so bleiben

Nicht ewig ;)
Und die als wirtschaflich geneigten Foristen dürfte klar sein, dass ich nocht gewillt bin für eine schlechtere Leistung mehr zu bezahlen als heute.

Keine Sorge, du sollst nicht schlechter behandelt werden, als irgendjemand sonst. Ich denke nun bis du doch beruhigt, oder?
Ah ja -und wer zahlt dann die ezusätzlichen Steuern?
Hm, man könnte dann die MWst auf 28% anheben. Das wäre o.k.

Das alles wäre zu klären. Ich würde auf einen Mix aus Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und anderen Steuertatbeständen tippen.
Aber keine Versicherung. Di wird über Beiträge finanziert

Wenn das Gesundheitssystem steuerfinanziert wäre, dann würde es keiner Versicherung bedürfen. Tolle Sache, oder? :thumbup:
Ist es ja nicht. Nur die Versorgung durch die Ärzte.

Niemand hat ein Grundrecht auf besseres Kosten/Nutzenverhältnis als sein Nachbar.
sicher, theoretisch

Praktisch wird es keine Bürgerversicherung geben, weil es weder RRG geben wird, noch wird das Verfassungsgericht einem Verbot der PKV zustimmen ....

Die PKV muss ja nicht verboten werden. Aber sie wird sich halt auf Zusatzleistungen beschränken, wenn alles andere schon durch das steuerfinanzierte System abgedeckt ist. Ganz einfache Sache. :)
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 7. Apr 2020, 12:34

Skeptiker hat geschrieben:(06 Apr 2020, 22:54)

Womit genau hattest du dir ein Grundrecht auf geringere Beiträge als Versicherte der GKV verdient? Durch nichts - das ist ein Besitzstand, und der gehört beseitigt.


Es baisert auf Vertragsfreiheit- das schint dich nicht zu interessieren...


Ich mache mir keine Illusionen, dass die Beseitigung der Privilegien nicht im Konsens mit den Privilegierten geschehen wird. Aber sie wird kommen.


Nö, die PKV wird bleiben





Das alles wäre zu klären. Ich würde auf einen Mix aus Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und anderen Steuertatbeständen tippen.


wieder die Unternehmen die Besserverdiner belasten, gelle.....

Wenn das Gesundheitssystem steuerfinanziert wäre, dann würde es keiner Versicherung bedürfen. Tolle Sache, oder? :thumbup:


Wird es nicht geben. Auch wenn du dreinmal am Tag dafür betest

Niemand hat ein Grundrecht auf besseres Kosten/Nutzenverhältnis als sein Nachbar.


Aber sicher doch. in allen Bereichen.
Nennt sich Marktwirtschaft.
Vertragsfreiheit

DU scheinst von Einheitspreisen, Einheitsprodukten usw. zu träumen


Die PKV muss ja nicht verboten werden. Aber sie wird sich halt auf Zusatzleistungen beschränken, )


Sie wird auch nicht als VOLL-Versicherung verboten werden.

Egal was die linken Sozialgerechten gerne hätten

dafür soregn CDU/CSU/FDP
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Dejo » Di 7. Apr 2020, 13:29

Realist2014 hat geschrieben:(06 Apr 2020, 21:39)





das ist nicht der Fall


Doch, das ist der Fall.

Je nach Pflegegrad kostet ein Platz in einem Pflegeheim unterschiedlich viel.
Je höher der Grad desto mehr kostet der Platz.

Die Pflegekasse bezahlt davon einen Teil, genauso wie es einen Eigenanteil gibt. Beide Anteile steigen ja nach Pflegegrad.

Jedes Heim ist daran interessiert für jeden Bewohner den bestmöglichen Pflegegrad zu erhalten, weil davon natürlich auch der Personalschlüssel abhängt, der MDK (medizinische Dienst der Krankenkassen) ist daran interessiert auf keinen Fall mehr zu zahlen als für die Versorgung des Bewohners notwendig ist.

Deswegen ist Jessies Aussage, sie möchte Widerspruch gegen die Entscheidung des MDK einlegen, mit der Begründung es wurde nur mit einem Altenpfleger gesprochen, mit einem Schmunzeln zu quittieren und zeugt von Unkenntntnis.
Der Altenpfleger ist mit Sicherheit daran interessiert, den bestmöglichen Pflegerad zu erhalten - und es ist davon auszugehen, das bei nicht zufriedenstellender, begründeter Bewertung seitens des MDK auf jeden Fall seitens des Heimes Widerspruch eingelegt wird.

Das muss man fachlich begründen, mit Verweis auf die Bewertungsschlüssel.
Von daher kann Jessie gerne Widerspruch einlegen, ohne Rücksprache mit der Pflegeeinrichtung oder Sachkenntnis wird das aber eher keinen Erfolg bringen. Und wenn doch, dann freuen sich die Pfleger darüber am meisten.
Grundsätzlich ist diese Eigeninitiative zu begrüssen, aber man sollte die Altenpfleger in dem Fall nicht als Gegenspieler betrachten.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 7. Apr 2020, 13:39

Dejo hat geschrieben:(07 Apr 2020, 13:29)

Doch, das ist der Fall.

Je nach Pflegegrad kostet ein Platz in einem Pflegeheim unterschiedlich viel.
Je höher der Grad desto mehr kostet der Platz.

Die Pflegekasse bezahlt davon einen Teil, genauso wie es einen Eigenanteil gibt. Beide Anteile steigen ja nach Pflegegrad.

n.



Ich knn nur von eigenen Erfahrungen sprechen. ( Ende 2017). Angebote mehrerer Heime

Da war der "Eigenbetrag" , egal welcher Pflegegrad, gleich hoch.

Somit steigt zwar der Teil, den die Pflegekasse zahlen muss, aber nicht der Eigenanteil


Nur kann ich natürlich nicht sagen, ob das in gnaz D so ist.



Und das du dich extra angemeldet hast, um diesen Beitrag zu schreiben...... :eek:
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Dejo » Di 7. Apr 2020, 13:47

Realist2014 hat geschrieben:(07 Apr 2020, 13:39)

Ich knn nur von eigenen Erfahrungen sprechen. ( Ende 2017). Angebote mehrerer Heime

Da war der "Eigenbetrag" , egal welcher Pflegegrad, gleich hoch.

Somit steigt zwar der Teil, den die Pflegekasse zahlen muss, aber nicht der Eigenanteil


Nur kann ich natürlich nicht sagen, ob das in gnaz D so ist.



Und das du dich extra angemeldet hast, um diesen Beitrag zu schreiben...... :eek:


Ok, ich muss mich tatsächlich korrigieren in dem Fall, es ist in der Tat so, das Pflegebedürftige/Angehörige finanziell nicht (mehr?) schlechter gestellt werden,
wenn sie in einen höheren Grad wechseln (2-5).

Einzig bei Pflegegrad 1 ist der Eigenanteil höher, weil die Patienten ambulant betreut werden sollen, insofern macht es in der Konstellation tatsächlich Sinn, wenn Angehörige daran interessiert sind einen Angehörigen von 1 auf 2+ zu bekommen.

Naja, wie auch immer, das Pflegeheim ist auf jeden Fall daran interessiert. Der MDK als Kontrolleur der Ausgaben nicht.
Und das muss nach wie vor fachlich begründet werden.

Gerade bei telefonsicher Absprache hat man da eigentlich mehr Möglichkeiten. Man denkt gar nicht was ein Bewohner auf einmal alles kann, wenn er im Moment der Begutachtung für 2min alle seine geistigen und körperlichen Kräfte mobilisiert. ;)
D.h. sollte man nicht sicher sein besser Rücksprache mit der Einrichtung/Bezugspflege halten, diese hilft gerne weiter und kann das fachlich besser kanalisieren und begründen. Ist das halt nur scheiße wenn der Bew. bei der Begutachtung plötzlich doch vieles selber kann.

Insofern ist es auch wieder so, das die persönliche Begutachtung ein instrument des MDK ist, die Bewertung des Pflegepersonals zu überprüfen. Wenn der MDK darauf verzichtet, geht das grundsätzlich zu Lasten des MDK.
Der MDK hat überhaupt kein Interesse daran mehr zu bezahlen. Es sei denn man trifft mal einen besonders netten Prüfer.
Zuletzt geändert von Dejo am Di 7. Apr 2020, 14:00, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 7. Apr 2020, 13:52

sünnerklaas hat geschrieben:(06 Apr 2020, 22:16)

.
Eher gilt: im Gesundheitssystem ist ein Beispiel dafür, dass der Arbeitsmarkt in Teilen eben kein Markt ist.

.


Eben, weil das Gesundheitssystem vom Staat zu Tode reguliert wird.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Haegar » Di 7. Apr 2020, 14:15

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Apr 2020, 13:52)

Eben, weil das Gesundheitssystem vom Staat zu Tode reguliert wird.


Wie es zu Tode der Menschen dereguliert ist erleben gerade die US-Bürger...
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Dejo » Di 7. Apr 2020, 14:19

Jessie hat geschrieben:(06 Apr 2020, 21:15)

Ganz aktuell zum Thema:
Meine Oma hat über das Pflegeheim einen Antrag auf Höherstufung ihres Pflegegrades gestellt. Wegen Corona wurde der Gesundheitszustand meiner Oma telefonisch bei einer Pflegekraft abgefragt und abgelehnt. Ist das nicht unfassbar?


Ich habe an der Stelle mal eine Frage:

Wieso stellt ihre Großmutter eigeninitiativ(?) einen Antrag auf Höherstufung ihres Pflegegrades? (Im Grunde ist es natürlich löblich, wenn die Bewohner schon von alleine auf die Idee kommen sich höherstufen zu lassen ;))
Und ja, aktuell ist es so, das wegen Corona keine externen Personen mehr in die Häuser kommen, das ist zum Schutz der Risikogruppen. Wenn sie mich fragen ist das eine sehr sinnvolle Maßnahme, da die Klientel in den Pflegeheimen zu den vulnerablsten gehört und bei einer Coronainfektion in einem Heim, bis diese mal bermekt wird, kann mit Dutzenden von Toten gerechnet werden. Es wird aktuell niemand in die Einrichtung kommen, und bis dahin liegt der Antrag sowieso auf Eis, wenn sie auf persönliche Begutachtung bestehen.

Höherstufungen sollte man grundsätzlich mit der Pflegern besprechen und diese sollten daran grundsätzlich interessiert sein. Das ist praktisch das täglich Brot der Pflegekräfte zu erkennen wo Höherstufungsbedarf besteht.
Auf ihre Eigenausgaben hat das wenig bis keinen Einfluß. Nur in den seltensten Fällen.

Wenn sie darüber mal nachdenken ist es wirklich ein bißchen zum schmunzeln, weil niemand, abgesehen vom Pflegeheim, durch die Ablehnung des Antrags einen Nachteil hat. Wenn also das Pflegepersonal am Telefon aktiv daraufhingearbeitet hat, den Gesundheitszustand und den Pflegebedarf "schön" zu reden, dann ensteht dem Heim dadurch ein Nachteil.
Ihre Großmutter wird weiterhin die nötige Versorgung erhalten, und es wird vermutlich auch niemand neu eingestellt, der sich exklusiv um ihre Großmutter kümmert, nur weil der Antrag durchgekommen ist.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 7. Apr 2020, 15:48

Haegar hat geschrieben:(07 Apr 2020, 14:15)

Wie es zu Tode der Menschen dereguliert ist erleben gerade die US-Bürger...


... oder man sieht in UK, wohin es führt wenn das Gesundheitssystem komplett in staatlicher Hand ist.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Skeptiker » Di 7. Apr 2020, 16:05

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Apr 2020, 15:48)

... oder man sieht in UK, wohin es führt wenn das Gesundheitssystem komplett in staatlicher Hand ist.

Die Briten geben deutlich weniger ihres BIP für das Gesundheitssystem aus. Das dürfte bekannt sein.

Wenn man weniger ausgibt, dann bekommt man natürlich auch weniger dafür. Dennoch entspricht das eben der britischen Auffassung dazu, wieviel die Gesellschaft für Gesundheit ausgeben soll. Die Deutsche mag eine andere sein. Das hat schlichtweg nichts damit zu tun WIE die Gelder erhoben werden.

Das britische System zeigt sehr eindrucksvoll, dass das blöde Gelaber vom sozialistischen Einheitssystem eben genau DAS ist, nämlich blödes Gelaber, einzig zum Ziel der Besitzstandswahrung. Die Briten sind ja bekannt für ihre „sozialistische Ader“ :rolleyes:
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 7. Apr 2020, 16:13

Skeptiker hat geschrieben:(07 Apr 2020, 16:05)

Die Briten geben deutlich weniger ihres BIP für das Gesundheitssystem aus. Das dürfte bekannt sein.

r, einzig zum Ziel der Besitzstandswahrung. s:


Ja, der "Besitzstand" von seit Jahrzehnen laufenden Verträgen zwischen den Versicherten in der PKV und den jeweiligen Versicherungen wird erhalten werden.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Adam Smith » Di 7. Apr 2020, 16:34

Skeptiker hat geschrieben:(07 Apr 2020, 16:05)

Das britische System zeigt sehr eindrucksvoll, dass das blöde Gelaber vom sozialistischen Einheitssystem eben genau DAS ist, nämlich blödes Gelaber, einzig zum Ziel der Besitzstandswahrung. Die Briten sind ja bekannt für ihre „sozialistische Ader“ :rolleyes:


Das britische System ist nicht besser.

https://www-br-de.cdn.ampproject.org/v/ ... %2CRtDKfcU
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Skeptiker » Di 7. Apr 2020, 16:53

Adam Smith hat geschrieben:(07 Apr 2020, 16:34)

Das britische System ist nicht besser.

https://www-br-de.cdn.ampproject.org/v/ ... %2CRtDKfcU

Deine Aussage ist inetwa so sinnvoll, wie als wenn ich die Qualität des Bezahlmodells anhand der Qualität der bezahlten Leistung festmachen würde. Wenn ich mir einen BMW lease oder einen Daimler kaufe, was sagt mir dann die Qualität des Autos über die Vor- und Nachteile von Kauf vs. Leasing? Richtig, NICHTS!

Die Briten geben wesentlich weniger für den NHS aus. Folglich erhalten sie auch ein schlechteres System. Das kann man aber nicht dem Inkassosystem anlasten, sondern eher dem Geiz der Briten. Jedem Volk halt das Niveau der Leistungen, das es finanzieren möchte.

Das im Rahmen der Coronaepidemie Labour versucht zusätzliche Ressourcen zu mobilisieren ist schlicht logisch. Überkapazitäten, wie in Deutschland, mag man halt in GB nicht finanzieren. Damit stehen die Briten übrigens nicht alleine. Das hat mit der Steuerfinanzierung schlicht NICHTS zu tun.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Jessie » Di 7. Apr 2020, 16:56

Dejo hat geschrieben:(07 Apr 2020, 14:19)

Ich habe an der Stelle mal eine Frage:

Wieso stellt ihre Großmutter eigeninitiativ(?) einen Antrag auf Höherstufung ihres Pflegegrades? (Im Grunde ist es natürlich löblich, wenn die Bewohner schon von alleine auf die Idee kommen sich höherstufen zu lassen ;))
Und ja, aktuell ist es so, das wegen Corona keine externen Personen mehr in die Häuser kommen, das ist zum Schutz der Risikogruppen. Wenn sie mich fragen ist das eine sehr sinnvolle Maßnahme, da die Klientel in den Pflegeheimen zu den vulnerablsten gehört und bei einer Coronainfektion in einem Heim, bis diese mal bermekt wird, kann mit Dutzenden von Toten gerechnet werden. Es wird aktuell niemand in die Einrichtung kommen, und bis dahin liegt der Antrag sowieso auf Eis, wenn sie auf persönliche Begutachtung bestehen.

Höherstufungen sollte man grundsätzlich mit der Pflegern besprechen und diese sollten daran grundsätzlich interessiert sein. Das ist praktisch das täglich Brot der Pflegekräfte zu erkennen wo Höherstufungsbedarf besteht.
Auf ihre Eigenausgaben hat das wenig bis keinen Einfluß. Nur in den seltensten Fällen.

Wenn sie darüber mal nachdenken ist es wirklich ein bißchen zum schmunzeln, weil niemand, abgesehen vom Pflegeheim, durch die Ablehnung des Antrags einen Nachteil hat. Wenn also das Pflegepersonal am Telefon aktiv daraufhingearbeitet hat, den Gesundheitszustand und den Pflegebedarf "schön" zu reden, dann ensteht dem Heim dadurch ein Nachteil.
Ihre Großmutter wird weiterhin die nötige Versorgung erhalten, und es wird vermutlich auch niemand neu eingestellt, der sich exklusiv um ihre Großmutter kümmert, nur weil der Antrag durchgekommen ist.
Meine Oma hat nicht eigenmächtig den Antrag gestellt, er wurde vom Pflegeheim gestellt. Ob Oma den Antrag unterschreiben musste, ist mir nicht bekannt. Ich gebe Ihnen dahingehend recht, dass sie mit Erhöhung von Pflegegrad 3 auf 4 tatsächlich einen Euro hätte mehr bezahlen müssen an Eigenanteil. Aber darum geht es mir nicht. Ich finde es unverschämt, dass über den Kopf meiner Oma hinweg (sie wurde nicht befragt, weder telefonisch noch persönlich) , Entscheidungen allein aufgrund der Aussagen einer Pflegekraft getroffen werden. Meine Oma ist weder denent noch anderweitig geistig eingeschränkt. Ich als Betreuerin mit Generalvollmacht wurde auch in kleinster Weise involviert. Ich erfuhr von der ganzen Angelegenheit erst, als mir das Gutachten mit der Ablehnung zugestellt wurde. Ich empfinde es als Entnündigung meiner Oma. Ich gebe auch zu bedenken, dass mit einer höheren Pflegestufe auch mehr Leistungen wie Hilfsmittel gewährt werden müssten. Dass nur das Heim einen Vorteil durch eine Höherstufung hätte, stimmt so also auch nicht.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Vongole » Di 7. Apr 2020, 16:59

Skeptiker hat geschrieben:(07 Apr 2020, 16:53)
(..)

Die Briten geben wesentlich weniger für den NHS aus. Folglich erhalten sie auch ein schlechteres System. Das kann man aber nicht dem Inkassosystem anlasten, sondern eher dem Geiz der Briten. Jedem Volk halt das Niveau der Leistungen, das es finanzieren möchte.

Das im Rahmen der Coronaepidemie Labour versucht zusätzliche Ressourcen zu mobilisieren ist schlicht logisch. Überkapazitäten, wie in Deutschland, mag man halt in GB nicht finanzieren. Damit stehen die Briten übrigens nicht alleine. Das hat mit der Steuerfinanzierung schlicht NICHTS zu tun.

Nicht die Briten geben weniger für den NHS aus, sondern jede konservative Regierung hat sich daran gemacht, den NHS kaputt zu sparen, und zwar gegen den Willen der Bevölkerung.
Mit Geiz hat das null zu tun, sondern mit der Ansicht der Konservativen, dass der Markt es schon richten wird. Hat leider nur nicht geklappt.
Eine Übersicht:
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... ettansicht
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Skeptiker » Di 7. Apr 2020, 17:07

Vongole hat geschrieben:(07 Apr 2020, 16:59)

Nicht die Briten geben weniger für den NHS aus, sondern jede konservative Regierung hat sich daran gemacht, den NHS kaputt zu sparen, und zwar gegen den Willen der Bevölkerung.
Mit Geiz hat das null zu tun, sondern mit der Ansicht der Konservativen, dass der Markt es schon richten wird. Hat leider nur nicht geklappt.
Eine Übersicht:
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... ettansicht

Nach meinem Verständnis spricht die demokratisch gewählte Regierung, für das Volk, welches sie gewählt hat.

Ja, die Konservativen mögen dieses Ziel verfolgen, will ich aber garnicht bewerten. Wie du ja lesen kannst, bin ich ganz und gar kein Anhänger davon dieses System zu zerstören. Im Gegenteil, ich halte es gesellschaftspolitisch für vorbildlich, aber dazu gehört natürlich auch, dass der gesellschaftliche Kompromiss für die Finanzierung stets auszuhandeln ist. Ich persönlich würde mehr Geld in das System pumpen, ich bin aber auch kein Brite.
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Re: Das Gesundheitssystem in Deutschland

Beitragvon Jessie » Di 7. Apr 2020, 17:13

Realist2014 hat geschrieben:(07 Apr 2020, 13:39)

Ich knn nur von eigenen Erfahrungen sprechen. ( Ende 2017). Angebote mehrerer Heime

Da war der "Eigenbetrag" , egal welcher Pflegegrad, gleich hoch.

Somit steigt zwar der Teil, den die Pflegekasse zahlen muss, aber nicht der Eigenanteil


Nur kann ich natürlich nicht sagen, ob das in gnaz D so ist.



Und das du dich extra angemeldet hast, um diesen Beitrag zu schreiben...... :eek:

Es ist genau umgekehrt. Die Leistungen der Pflegekasse sind je nach Pflegesatz für alle gleich hoch.
Pflegestufe 1: 125 €
Pflegestufe 2: 770€
Pflegestufe 3: 1262 €
Pflegestufe 4: 1775€
Pflegestufe 5: 2005€

Das Heim berechnet den täglichen Pflegesatz nach Pflegegrad, Ausbildungszuschlag, Unterkunft, Verpflegung, Investitionsaufwendungen und zieht den Zuschuss der Pflegekassen ab. Daraus ergibt sich ein von Heim zu Heim unterschiedlicher Eigenanteil, da die Heime ihre Preise selbst festlegen können. Nur der tägliche Pflegesatz muss mit den Kostenträgern ausgehandelt werden, ist aber auch nicht einheitlich.

Zum Nachlesen:
https://www.biva.de/beratungsdienst/kos ... flegeheim/

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