Der Bundestag soll schlanker werden

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H2O
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Re: Der Bundestag soll schlanker werden

Beitragvon H2O » So 10. Nov 2019, 23:42

Tomaner hat geschrieben:(10 Nov 2019, 23:04)

Ich frage mich schon, ob Wähler von einem Abgeordneten von ihren Wahlkries vertreten werden wollen oder nicht! Genau das ist es, welche Intressen ich wirklich vertreten haben möchte? Genau das betrifft jetzt AfD, die wollen alles andere als Interessen ihrer Wähler vertreten, lediglich Vorurteile bedienen! Durch Reduzierung von Abgeordnte ewrgibt sich, AfD Leute die Vollversager sind, die deutsche Arbeiter hassen wie die Pest, vertreten plötzlich deinen Wahlkreis alleine, um diesen zu vernichten. Das Problem ist, nicht das sie überhaupt die Probleme von Arbeitern kennen würden, sie wollen diese voll in die Pfanne hauen! Wir haben inzwischen einen AfD Abgeordneten, der sich hinstellt und sagt, die Arbeiter gehen ihm am Arsch vorbei, er vertritt die Interessen von deutschen Schäferhunden!


In einer demokratischen Wahl geht es um Mehrheiten. Der mit >50% gewählte Bewerber vertritt die Mehrheit des Wählerwillens in seinem Wahlkreis. Dafür wurde er gewählt... wozu denn sonst?

Einen AfD-Strang sollten wir hier aber nicht eröffnen. Das Thema gehört in den Sammelstrang zur AfD.

Hier wollen wir doch darüber sprechen, wie man den Bundestag wieder zu einem noch überschaubaren Beschlußorgan machen könnte, also die Zahl seiner gewählten Abgeordneten auf eine Größenordnung von 350 bis 450 Abgeordneten beschränken kann.
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Kamikaze
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Re: Der Bundestag soll schlanker werden

Beitragvon Kamikaze » Di 12. Nov 2019, 09:06

PeterK hat geschrieben:(07 Nov 2019, 14:46)
Deshalb frage ich. Weiter oben war ja die Rede von den "enormen Bezügen" ;).


Die Abgeordnetenentschädigung des Bundestages liegt aktuell bei 10.083,45€/Monat + 4.418,09€/Monat Kostenpauschale.
Das macht unterm Strich pro Abgeordnetem und Monat 14.501,54€ - also für 709 Abgeordnete 10.281.591,86€/Monat oder auch 133.660.694,20€/Jahr.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Abgeordne ... 3%A4digung

Zwar bin ich der Meinung, dass Politiker gerne gut verdienen dürfen für ihre (oft stressige) Arbeit, aber bei 709 Abgeordneten sind die Bezüge insgesamt doch als "enorm" zu bezeichnen.
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
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Re: Der Bundestag soll schlanker werden

Beitragvon PeterK » Di 12. Nov 2019, 15:09

Kamikaze hat geschrieben:(12 Nov 2019, 09:06)

Die Abgeordnetenentschädigung des Bundestages liegt aktuell bei 10.083,45€/Monat + 4.418,09€/Monat Kostenpauschale.
Das macht unterm Strich pro Abgeordnetem und Monat 14.501,54€ - also für 709 Abgeordnete 10.281.591,86€/Monat oder auch 133.660.694,20€/Jahr.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Abgeordne ... 3%A4digung

Zwar bin ich der Meinung, dass Politiker gerne gut verdienen dürfen für ihre (oft stressige) Arbeit, aber bei 709 Abgeordneten sind die Bezüge insgesamt doch als "enorm" zu bezeichnen.

Wenn ich nicht völlig falsch rechne, bekommst Du für 130 Mio/a knapp 26 DAX-30-"Chefs". Unabhängig davon meine ich aber auch, dass 700+x BT-Abgeordnete nicht sein müssten.
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Kamikaze
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Re: Der Bundestag soll schlanker werden

Beitragvon Kamikaze » Mo 18. Nov 2019, 07:19

PeterK hat geschrieben:(12 Nov 2019, 15:09)
Wenn ich nicht völlig falsch rechne, bekommst Du für 130 Mio/a knapp 26 DAX-30-"Chefs". Unabhängig davon meine ich aber auch, dass 700+x BT-Abgeordnete nicht sein müssten.


Das erscheint mir auf den ersten Blick korrekt. Über die Legitimation für solch hohe Gehälter (und die gigantischen Gehälter von Konzern-Chefs), während die Schere zwischen arm und Reich immer weiter auseinander geht, sollte jedoch in einem anderen Thread debattiert werden.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass ein Gehalt, das um den Faktor 3,7 höher liegt, als das Durchschnittsgehalt eines Vollzeit-Arbeiters (~3.880€ Brutto; Quelle: https://de.statista.com/themen/293/durc ... einkommen/ ) durchaus nicht zu niedrig angesetzt ist. Zumal unsere Volksvertreter keine Sozialabgaben bezahlen (bei Steuern bin ich mir grade nicht sicher) - also annähernd Brutto = Netto beziehen und innerhalb einer Legislatur lebenslange Pensions- ("Renten-")Ansprüche erwerben, die ein durchschnittlicher Arbeiter in seinem Leben gar nicht erwirtschaften kann.


"Wir dürfen nicht riskieren, dass wir im nächsten Bundestag 800 Abgeordnete oder mehr haben", betonte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Bericht aus Berlin. Deshalb müsse das Wahlrecht dringend reformiert werden - und zwar vor Frühjahr 2020. Dann würden die ersten Kandidaten für die nächste Bundestagswahl nominiert.
[...]
Damit bei der nächsten Bundestagswahl, voraussichtlich im September 2021, das Parlament nicht mehr so groß oder sogar noch weiter aufgebläht wird, soll durch eine Wahlrechtsreform die Anzahl der Sitze reduziert werden. Darüber sind sich die Parteien einig. Doch der Weg dorthin ist umstritten.
[...]
Eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe, die unter der Leitung von Schäuble nach einer gemeinsamen Lösung gesucht hatte, war im April ergebnislos auseinandergegangen.


https://www.tagesschau.de/inland/schaeu ... n-103.html
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